Nachdem ich nun intensiv vom Osterau-Restaurieren im Wildpark Eekholt (SH) bei bestem Herbstwetter berichtet habe – das 10. Wassercamp der „Unterelbeschulen“ war ein voller Erfolg, folgen hier ein paar Eindrücke zwei Tage später – wieder zwischen stürmischen Regentagen bei bestem Wetter – aus dem Wildpark Schwarze Berge (NDS).
Veröffentlicht in An der Elbe, Elbe-Einzugsgebiet, Reisen, Wetter - oder was | Leave a Comment »
Der Vormittag ist vorüber, s. voriger Beitrag. Mal sehen, wie wir an den Feierabend kommen.

Was haben wir für einen Tag erwischt! Die Amerikanische Eiche am Restaurant gibt einen frühen, bunten Herbsteindruck.

Nach gutem Essen und Trinken gehe ich zurück im lichten Schatten des Erlenauwalds zum Ort unserer Aktivitäten.
Im vorigen Beitrag hatte ich von zwei großen, auf der Uferkante liegenden Kieshaufen berichtet (die dann erstaunlich fix per Hand zielgerichtet in der Osterau positioniert wurden). – Wie ich inzwischen erfahren habe, lag diese, anders abgesprochene Ausgangslage an Maschinenausfällen. Jetzt konnten mit Ersatzmaschine verbliebene Kiesmengen angeliefert werden.

Bachab der obersten, zur Lenkbuhne gestalteten Kies-Position ist die letzte, verbliebene Kiesmenge zu einem Strömungslenker geschüttet.

Unsere oberste Kies-Position – wie auch andernorts hat die Kies-Crew ganze Arbeit geleistet. Wirbellose in Massen sowie laichende Forellen und Neunaugen können wir demnächst hier erwarten.

Der oberste Kies, oben mittig sowie der neue (links) schützen Ufer und die Alt-Erlen hervorragend. Rechts im Bild Wassercamper, wieder bei der Arbeit.
Auch die Treibselsammler-Crew hat hervorragende Arbeit geleistet, verarbeitet letzte Hölzchen und Stöckchen.
Da kann ich mich zufrieden auf den Rückweg machen.

Ich verlasse den Osterau-Wanderweg – sein Umfeld sieht ganz anders aus, als das gestern noch der Fall war.
Veröffentlicht in Elbe-Einzugsgebiet, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen, Vögel, Wetter - oder was | Leave a Comment »
Im vorigen Beitrag sind die Absprachen zur Kiesanlieferung und -Positionierung beschrieben. Nun also hat das Wassercamp der Unterelbeschulen zum 10. Mal im Wildpark Eekholt begonnen mit Gewässeruntersuchungen am ersten Veranstaltungstag. Erstmals soll am 2. Tag mit Kies und Holz restauriert, der Lebensraum der Osterau für Wirbellose und Fische verbessert werden.

Horizonte – fast am Wildpark angekommen. Keine „unberührte Natur“ Eekholt (Eichenholz) neben Intensivkultur Mais.

Oha, der Fotograf zittert – ganz sooo war die Kiespositionierung nicht abgesprochen. Mals sehen, ob noch von irgendwo Maschinen zu aktivieren sind.
„Hölzchen und Stöckchen“, Treibselsammler aus Holz sind Teil unseres Vorhabens.

Bis kurz über Mittelwasserführung wird der Haselstecken mit Vorschlaghammer in die Gewässersohle gerammt. Kleine Ursache, große Wirkung – Induzieren von Strömungsturbulenz.

Alle Hölzchen und Stöckchen sind hier eingebracht – Strömungsbild, „das Brechen des Spiegels“, bewegter Bach.

Noch einmal in der Totale: Kein Aufstau. „Das Brechen des Spiegels“ macht das Fliessgewässer turbulent.
Wir werden die Entwicklung unserer Einbauten über die Zeit gespannt beobachten. Ob sie sich so zeigen werden, wie bei gewässerwart dargestellt, oder halten sie Überraschungen bereit?
Mal gucken, was die Kiese und ihre Bearbeiter machen.

Die oberste Position – die eifrige Kies-Crew hat sehr gut gearbeitet, Ufer profiliert und Kies-Nase, Lenkbuhne, geharkt.

Weiter Osterau-abwärts – Überraschung, keine Maschine nötig, beide Riesenkieshaufen sind weggearbeitet, meine Hochachtung!
Wo gut gearbeitet wird, soll auch ordentlich Pause gemacht werden. Essen und Trinken warten. – Mehr zu diesem Tag im nächsten Beitrag.
Veröffentlicht in Elbe-Einzugsgebiet, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen, Vögel, Wetter - oder was | 4 Comments »
Die „Unterelbeschulen“ sind seit Langem für bessere Gewässerlebensräume im Elbe-Einzugsgebiet Schleswig-Holsteins aktiv. So halten sie z.B. jährlich ein Wassercamp in der Bildungseinrichtung Wildpark Eekholt ab. Dieses Jahr, 2017, wird das 10. Jubiläum begangen. Neben Gewässeruntersuchungen wird erstmals mit Kies und Holz restauriert. Der Wildpark, der Gewässerpflegeverband Osterau und die zuständige Wasserbehörde haben zugestimmt.
Bevor das Restaurieren des Gewässerlebensraums mit über 75 Schülerinnen und Schülern kommenden Freitag startet, wurden heute Absprachen zum maschinellen Vor-Bekiesen getroffen – dazu im Folgenden ein paar Fotos.

Unter anderem ist unser Ziel, (noch) vorhandene alte Uferbäume zu schützen. Weitere sollen Ansiedlungsmöglichkeit neu finden, ggf. werden auch einige gepflanzt.

Der artenreiche Insektenbestand der Osterau wird in seiner Populationsstärke durch unsere Lebensraumverbesserungen aus Kies und Holz wesentlich vergrößert. Fische, aber auch Vögel und Fledermäuse werden hiervon profitieren.
Veröffentlicht in Elbe-Einzugsgebiet, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen, Vögel | Leave a Comment »
Vor meinen längeren Eder- und Ederseewanderungen standen Einladungen. Ein Bauernhof und ein Treffen mit guter Aussicht auf den Edersee waren recht lebendig.
Nun aber zur schönen Aussicht – findet manch einer gar nicht (angesichts des folgenden Motivs), ich schon.

Nach offensichtlich erfolgreichem Fang sammelt sich der gut 200 Tiere starke Schwarm zum Trocknen direkt an der Uferkante, über dem inzwischen wieder überstauten Edertalsperren-Modell.
Einen Rothirsch und einen Fischadler hebe ich mir für den nächsten Edersee-Beitrag auf.
Veröffentlicht in Gewässerschutz, Reisen, Unsortiertes, Vögel | Leave a Comment »
Dieses Jahr ist mit der Steuerung der Edertalsperre etwas schief gelaufen. Schon bevor die Tourismus-Saison so richtig begann, war der See extrem leer. Irgendwie hat irgendwer offenbar das Verdunsten von Schnee im oberen Einzugsgebiet unterschätzt und gemeint, riesigen Speicherraum für eine Schneeschmelze vorhalten zu müssen … – Vielleicht lag auch gar nicht so viel Schnee?
Dafür ist nun im September der See nach regnerischem Sommer so schnell angestiegen, dass die Hopfenberge nahe der Sperrmauer nicht mehr von Land aus erreicht werden können. Etliche Meter ist das Verbindungsstück, die „Durchfahrt der Schleppbahn bei der Stollenmühle“ schon wieder unter Wasser. (Zu dieser Örtlichkeit mehr in einem späteren Beitrag.)
Das Gebiet des Edersees ist aber immer einen Besuch wert. Von den vielen Wanderwegen im Umfeld wähle ich vom Urwaldsteig den Knorreichenstieg von Asel aus.

Der Urwaldsteig – Zeichen am altem Ahorn. Die Vielzahl an Baumarten und die weite Spanne ihres Alters machen das Besondere dieses langen Wanderweges aus.

Heute interessiert mich – für die Planung des Folgetages – aber vor allem der Wasserstand des Edersees. „Atlantis“ – die Eder fliesst noch munter unter der trocken gefallenen Aseler Brücke.

In der zunächst angesteuerten Werbebucht fliegen die Schwalben tief, der Regen fliegt im 45-Grad-Winkel. – Weg hier!

Beim Rotkreuzlager gehe ich durch Buchenwald Richtung Eder. Der Regen hat mäandernde Rinnen ins Laub gewaschen.

Die Aseler Brücke von flussauf gesehen – gestern stand ich noch oben am Waldhang gegenüber, Horizont.

Wenn man die riesigen, von der Eder freigespülten Geröllflächen sieht, wundert es nicht, dass die Eder einst DER Lachs-Laichfluss der Weser war.
Auch weiter aufwärts im frei fliessenden Fluss sind solche Geröllflächen überall zu bemerken. Mitglieder des englischen Königshauses, die Familie Mountbatten („Battenberg“) angelte im 19. Jahrhundert dort noch mit der Fliege auf Lachs.

Ich klettere den Hang hinunter. Der Blick zurück zeigt den Uferrand bei Vollstau – dort dann im Wasser flottierende Weidenwurzeln, die hervorragende Verstecke für Kleintiere und Fische bieten.

Eine schicke Landschaft und ein inzwischen – nach Abwasserreinigung – schicker Fluss. Auch die Eder sollte allerdings endlich vom Übermaß agrarischen Düngers befreit werden.

Noch sind die Wälder grün, aber schon die Farben der Pflanzensukzession im trocken gefallenen Seebett begeistern.
Wie die IG Edersee fachkundig darstellt, ist der Hecht heutzutage einer der wichtigsten Fische in der Edertalsperre.
Schon höre ich die Stimmen „Aber der Hecht ist doch so grätenreich!“. – Richtig zubereitet – längs filetiert, bitte nicht quer zerstückeln, das „vermehrt“ die Gräten – ist der Hecht auf dem Teller (im Link weit genug runterrollen) nur von wenigen anderen Arten zu schlagen.
Auch hier hat sich also herumgesprochen, wie ökologisch optimierter Erosionsschutz mit Lenkbuhnen funktioniert.
Veröffentlicht in Gewässerschutz, Reisen, Vögel, Wetter - oder was | Leave a Comment »
„Sympathisch, bunt, goldrichtig“ – das Motto für den Hessentag 2018. Nein, das zog mich nicht in meine Geburtsstadt, sondern die Einladung zu einem Vortrag bei den Lions Korbach – Waldecker Land über instream-Restaurieren. Der Forellenbach ist möglich – überall, wo Grundwasser unsere Fliessgewässer speist.

Mit der Kurhessenbahn bin ich gut von Kassel-Wilhelmshöhe nach Korbach gelangt. Die Anfahrt Hamburg-KS-Wilhelmshöhe mit dem ICE ist heutzutage ja ein Klacks.

Erste Herbstzeichen – leuchtendes Gelb an Esche (habe nicht näher hingesehen – glaube, es ist wohl eher eine Robinie).

Blick auf St. Nikolai – mein kurzer Schulrückweg vom alten Standort des Gymnasiums „Alte Landesschule“.
Aber wie bin ich da hingekommen?! Irgendwie scheint mir in Korbach gegenwärtig der Fußgänger den Baustellen gegenüber völlig nachrangig zu sein.

Bahnsteig Hauptbahnhof – völlig frei. Kein Unterstand, kein Windschutz – und das in dieser Jahreszeit mit „gut Wind“ und im 45-Grad-Winkel treibendem Regen (habe gerade mal Glück gehabt).

Angst vorm schwarzen Mann? Alles gesperrt. – Pardon, das ist ja ein offizielles Verkehrszeichen. Über unwegsames rau-geschottertes, auf Umweg-Länge maximiertes Terrain darf der Rollkoffer malträtiert werden. Meine Güte!

Jenseits der Gleise – Bahnhofsumfeld als einzigartige Baustelle. Wenn`s mal fertig ist, wird`s bestimmt schön – hoffen wir mal.
Irgendwie will mir das Ganze nicht zum Motto des Hessentags 2018 passen – „Sympathisch, bunt, goldrichtig“. – Vielleicht verstehe ich das alles aber auch bloß nicht.
Was ich noch weniger verstehe: Angesichts der Restaurierung des Kuhbachs bachauf ist eine Öffnung der verrohrten Strecke beim Umbau der Fußgängerzone Bahnhofstraße unterblieben – eine vergebene Chance, die andernorts nach Möglichkeit genutzt wird. Schade, eigentlich!
Später. – Der Vortrag wurde allgemein gelobt – herzlichen Dank für das Interesse.

Mein Korbacher Schwerpunkt wird 2018 das Schulzentrum sein – nicht mehr ganz neuer Standort des Gymnasiums „Alte Landesschule“, das 50jährige Abitur-Jubiläum wird rufen.
Mal sehen, ob die Zeitplanung so liegt, dass ich auch den Hessentag 2018 noch „mitnehmen kann“. Auf jeden Fall soll die Edertalsperre nebenbei eins der Besuchsziele sein, wie auch dieses Jahr – mehr dazu in einem der nächsten Beiträge.
Veröffentlicht in Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Klima, Reisen | Leave a Comment »
Die Elbe ist keine Wetterscheide sagen Meteorologen in Zeitung, Film, Funk und Fernsehen.
Dass Örtliche ein anderes Empfinden entwickeln, muss die Beitragsüberschrift vielleicht nicht unbedingt bestätigen, steht aber den Meteorologenaussagen auch nicht zwanghaft entgegen.
Gestern war wieder so ein Tag, zu erleben zwischen Geest und Marsch.
Aber nur, wenn man nicht nach Norden guckt.

Südwestlich des Deichs, Tideniedrigwasser, das Süßwasserwatt liegt bis zur seeschifftiefen Fahrrinne frei.

Sieh an, Herbstwinde haben die Elbe offenbar bei der vorigen Flut über die Normalmarke gebracht. Allerlei Treibsel liegt als Strandgut an der Westseite des Schulauer Hafens.
Glück gehabt – wir sind zwischen zwei Schauern in der Sonne geradelt. Das „zwischen“ wird uns heute hoffentlich auch gelingen. Das mit der Sonne eher nicht – heute keine Wetterscheide Elbe, gestern zumindest scheinbar, vielleicht auch anscheinend.
Veröffentlicht in An der Elbe, Elbe-Einzugsgebiet, Gewässerschutz, Reisen, westlich HH, Wetter - oder was | Leave a Comment »
Wie seit Jahren gut eingeübt, reise ich zum zweiten Mal auch in diesem Jahr als Gastvortragender zu einem Bildungsurlaub Elbe der Volkshochschule Hamburg. Da das Wetter gut ist, nehme ich genug Zeit mit, den Fortgang an der Baustelle Kreetsand an der Norderelbe anzusehen. Hier hat eine Planergruppe mit breitem fachlichem Hintergrund gewirkt – möge es immer und überall so sein.
Zu Kreetsand ein persönlicher Jokie, den vielleicht nicht jeder witzig findet. Als in den 1980ern die Notwendigkeit bestand, die Qualität des zu baggernden Hafenschlicks zu beschreiben – Labors übten sich in neuer Analytik, Ringversuche folgten, Verwaltung und Politik entwickelten Rahmenbedingungen für Müll bis Sondermüll – habe ich, später andere, alle solche Flächen beprobt und untersuchen lassen. Bald stellte sich heraus, dass die übermäßige Belastung von Hafenschlick mit Schwermetallen (mit wachsender Untersuchungserfahrung der Labore kamen Organische Schadstoffe hinzu) eine weitere landwirtschaftliche Nutzung solcher, aus nassen Marschwiesen durch Aufhöhung als Ackerflächen gewonnenen, großflächigen Areale nicht mehr zuliess. Sofort wurde Nahrungsmittelerzeugung für den Menschen eingestellt, spätere Erkenntnisse brachten auch die Futtermittelproduktion auf diesen Flächen an ihr Ende. – Damals, lang ist`s her, schlug ich vor, angesichts der Einzwängung des Tidegewässers Elbe solche Flächen dem Fluss zurückzugeben. Angesichts unserer mit der TU Hamburg-Harburg und Wirtschaftsunternehmen entwickelten Methoden zur Sand-und-Schlick-Trennung könnten die Schadstoffbodenanteile Richtung Deponie gehen, während die sauberen unterliegenden Aufhöhungssande baulich genutzt werden könnten. – Von Zweifel bis Hohn gingen die Reaktionen aus unterschiedlichsten Blickpunkten und Beweggründen – war wohl noch zeitlich zu dicht an der kaum bewerkstelligten Realisierung der sturmflutsicheren Hauptdeiche, die kurzstreckig dicht an die Elbe gelegt worden waren.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass meine Ideen, die verlacht wurden, immer die Allerbesten waren. Genug davon sind inzwischen umgesetzt worden – so gerade diese Baustelle: aus dem ehemaligen Hafenschlick-Acker wird wieder für die Tide offener Raum für die Elbe mit Flora und Fauna. Bei allen damit verbundenen Kosten muss allerdings auch erwähnt werden, dass dies angesichts der für die Elbe verlorenen Flächen erst einem Tropfen entspricht. Angesichts des verschärften Tidegeschehens durch gut hundert Jahre Wasserstraßenausbau und der bereits absehbaren Klimaänderungsfolgen muss und wird weit mehr geschehen (müssen).

Quer über die Marsch der Elbinsel Wilhelmsburg fahre ich, vorbei an bunten Salat- und Gemüsefeldern Kreetsand entgegen.

Wie üblich – sehr wichtig bei solch gutem Exkursionswetter – parke ich im Baumschatten am alten Einlagedeich, gleich querab der Deichbude.

Der Blick über den Deich zeigt, dass ich gerade Tideniedrigwasser erwischt habe, Tiefpunkt der Ebbe.

Blick nach Norden, Richtung Baustelle in breit – Deich, neuer Flutraum, Tide-Auwaldreste, Norderelbe.
Manch einer meint angesichts der riesigen Sandberge, dort auf der Baustelle bewege sich nichts. Dieser statische Eindruck des Kurzbesuchers trügt. Ich bin überrascht, wie viel seit meinem vorigen Besuch Anfang Juni schon wieder geschehen ist.
Zur Zeit ist auf Google Earth übrigens noch der beginnende Bauzustand zu sehen – das bereits abgetragene, ehemals landwirtschaftlich genutzte Altspülfeld mit „Mutterboden“ aus Hafenschlick und das intensive Wirken in den verbliebenen Sandflächen in unterschiedlichem Abbauzustand.

Nun ist bereits ein Großteil der Fläche, im Juni noch durch einen Damm getrennt, dem Tidegeschehen freigegeben worden.

Fast alle haben die Deichkrone angesichts des intensiven Sonnenscheins als Platz ausgesucht. Bevor sie am besonnten Hang gebacken werden, geniessen sie lieber das heute eher schwache Lüftchen, das ganz oben über sie zieht.

Nochmals über den Deich geguckt: die Flut hat eingesetzt. – Oha! Man sieht das menschenverursacht verschärfte Strömungsgeschehen. Das Wasser schiesst nur so in den neuen Flutraum hinein.

Die Deichbude muss natürlich auch innen besucht werden. Verschiebbare Transparente verdeutlichen die Landschaft.

Und hier im Original – sommerlich verkrauteter Marschgraben am Einlagedeich („Wettern“, wie die örtliche Bezeichnung auf dem Transparent eben zeigt).

Schön im Schatten am (in heutiger Sicht erstaunlich niedrigen) alten Einlagedeich wartet mein Auto. Daneben sind die traditionellen Anbauflächen zu erkennen.

Auf geht`s Richtung Wanderfischvortrag – vorbei an einem zur Vogel-, Fledermaus- und Insektenherberge umgewandelten Trafohäuschen.

Nach (Ansehen der früheren) Arbeit kommt nun das Vergnügen. Hoffentlich sehen das die ca. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses auch so.
Wie üblich zum Thema Wanderfische der Elbe konzentriere ich mich auf die Meerforelle als Indikator des Gewässerzustands im gesamten Einzugsgebiet. Die baulichen Veränderungen der Elbe im Nahbereich Hamburgs, vorige Elbvertiefung und Aufhöhung wichtiger Teilflächen des früheren Flachwassergebiets Mühlenberger Loch sowie daraus (und anderem) resultierende wesentlich erhöhte Baggermengen und der Umgang damit werden vorgestellt. Sie sind die Ursache, dass die Ökologie dieses Stroms seit der Jahrtausendwende nach überraschend hoher Gesundungsanzeige (in den 1990ern) durch konsequente Abwasserreinigung und Folgen der Wiedervereinigung einen erneuten Einbruch anzeigt. Wenige Handlungen Ende der 1990er reichten aus, ein Gutteil der mit Milliardenaufwand bei Abwasserreinigung erreichten Verbesserungen schlagartig zunichte zu machen.
Veröffentlicht in An der Elbe, Elbe-Einzugsgebiet, Gewässerschutz, Reisen, Wetter - oder was | 1 Comment »
Ein kurzfristiger Hinweis liess mich abendlich das Rad besteigen.

Dazugelernt – in solch größeren, dick isolierten Behausungen bestehen durchaus Winterquartiere der Fledermäuse.

Schnell habe ich den Abendseglerflug im Gefühl. Zwar unscharf, aber immerhin – ich „treffe“ die Dinger.
Insgesamt haben wir in dieser im wahrsten Sinn guten Stunde den Abendsegler, die Breitflügel-, die Rauhaut-, die Zwerg- und die Wasserfledermaus beobachten können. Hören konnten wir alle mit ihren unterschiedlichen Lauten sowie das schmatzende Knacken nach Beutefang über die Bat-Detektoren. Fünf Arten, mehr konnten wir nicht verlangen.
Was für ein Erlebnis – ganz herzlichen Dank an den kundigen Fledermausologen!
Veröffentlicht in An der Elbe, Elbe-Einzugsgebiet, Gewässerschutz, westlich HH, Wetter - oder was | 1 Comment »





































































































Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.