Nun kann es ja nicht immer NUR die Sonne am Strand sein …
Ein Bisschen Abwechslung zwischendrin schadet nicht.

Unerwartet, ein kurzes Aufblitzen – fast übersehen: volle Bärlauchblüte in einem speziellen Hausgarten.
Demnächst folgen noch „die Tiere“.
Nun kann es ja nicht immer NUR die Sonne am Strand sein …
Ein Bisschen Abwechslung zwischendrin schadet nicht.

Unerwartet, ein kurzes Aufblitzen – fast übersehen: volle Bärlauchblüte in einem speziellen Hausgarten.
Demnächst folgen noch „die Tiere“.
Veröffentlicht in Reisen, Wetter - oder was | 1 Comment »
Wir sind gen Norden gefahren und haben die Küste erreicht.
Spätestens jetzt wird dem halbwegs Kundigen klar, wo wir gelandet sind. Es ist doch keine Insel, immerhin aber die Halbinsel Eiderstedt geworden – SPO, wie Insider kürzeln. „Sankt Peter“ spricht manch älterer Tourist, um sofort vom Jungvolk ergänzt zu werden „- Ooooording!“.

Wegen des Meeresspiegelanstiegs ist begonnen worden, im Rahmen ohnehin notwendiger Restaurierungen erste Pfahlbauten gut Hundert Meter „Richtung Land“ zurückzunehmen.

Die Nordsee bei Ostwind, noch friedlicher. Braun – ist hier Rungholt angespült (der verklappte Hamburger Hafenschlick doch wohl nicht, per Nordwanderung)?
Demnächst folgen weitere Eindrücke.
Veröffentlicht in Gewässerschutz, Reisen, Wetter - oder was | 2 Comments »
Was für ein Wetter für den 829. Hamburger Hafengeburtstag.
Die letzten Besuchs-Schiffe verlassen den Hafen Richtung Nordsee, zufällig das größte seiner Art sehen wir auf einer der ersten Radtouren – nach unserem Inselurlaub (dazu demnächst mehr).
Es lohnt, über die Sedov nachzulesen.
Im nächsten Beitrag wird also das Geheimnis zu „Reif für die Insel“ gelüftet.
Veröffentlicht in An der Elbe, Reisen, westlich HH, Wetter - oder was | Leave a Comment »
Jetzt zum Frühling, eigentlich immer, soll alles „schön sauber“ sein.
Wo das aus berufstechnischen Gründen erforderlich ist, z. B. in Schlachtereien, ist der Kärcher Hochdruckreiniger ein Gerät der Wahl. (Vorsicht, Schleichwerbung)
Heutzutage ist aber auch Herr Jedermann oft genug mit solch für ihn überdimensioniertem und für die Sache, um die es geht, völlig ungeeignetem, Gerät ausgestattet. Und so, Pardon, Fa. Kärcher, Verb hat sich so eingebürgert, „kärchert“ manch Laie munter drauflos.
Einmal abgesehen vom Dreck, der dem Nachbarn, uns allen, überlassen wird: Manch Pflasterstein rauht auf, lässt Moose und Flechten jetzt erst recht wachsen – so`n Schiet aber auch! Die Pflasterfugen werden freigespült, das Pflaster wackelig, Samen siedeln „unten“ fast besser, als vorher oben – auch so kann man Grün fördern.

Häufig genug ist der nächste Gully zum Regenwasserkanal nicht fern. Der oft genug kleine Bach, der diesen organisch reichen Dreck empfängt, knickt in seinem Sauerstoffgehalt ein.
Wer stellt sich vor, dass bei vorgefundenem Einbruch an Besiedlung mit Lebewesen „der Hochdruckreiniger“ Schuld ist?!

Ganz blöd wird`s, wenn nicht die Summe an Laien, sondern die Summe an „Professionellen“ den Dreck produziert.
„Denn sie wissen nicht, was sie tun.“ – Ich frage mich, was sagt die LAWA im förderalen Deutschland zu dieser Art Gewässerverschmutzung (meine Suche brachte kein Ergebnis, Behördenversagen?). Unerlaubte Gewässerverschmutzung nach Strafgesetzbuch? – Vielleicht ist es aber eine nicht genehmigte Indirekteinleitung und der Bürgermeister haftet – was sagt der Städte- und Gemeindebund (auch dort wurde ich nicht fündig)?
Dann man ran. Nicht zuletzt Fortbildung tut Not. Damit es nicht einmal mehr heisst „Der Mörder ist immer der Gärtner„.
Veröffentlicht in Elbe-Einzugsgebiet, Gewässerschutz, westlich HH, Wetter - oder was | Leave a Comment »
Über uns dreht der Regenschwanz eines stürmischen Tiefs. Die unter 10 Grad C fühlen sich wie 5 an.
Morgen wird die Welt wieder ganz anders aussehen, die Temperatur auf das Doppelte ansteigen.
Veröffentlicht in An der Elbe, Elbe-Einzugsgebiet, westlich HH, Wetter - oder was | Leave a Comment »
Ein Brief in der Post, eher seltenes Ereignis heutzutage. Wer schreibt? Verwaltungsgericht Lüneburg. – Oha, was habe ich angestellt?!
Durchatmen nach Lesen, in Sachen IndustrieAgrarier gegen Landwirtschaftskammer (Widerspruch gegen Bußgeldbescheid) bin ich als Zeuge geladen. Der Fall stammt noch aus unserer Niedersachsen-Zeit.

Blick Richtung Lüneburger Altstadt von Osten. Wenn ich hier schon hinmuss, werde ich anschliessend „runter“ gehen.
Mit den Daten der Ladung erinnere ich mich an einen schönen Radel-Nachmittag im August 2015 im früheren Wohnbereich.

Entspannt radelten wir auf ein Wege-T zu und bogen links ab. – Sieh da, langstreckig der Orange Blitz.
Wir meinten, das müsse die zuständige Verwaltung prüfen auf

Beim Weiterradeln hüllte uns bald eine Staubwolke ein – „Mutterboden“, feinst, mit allem was an Nähr- und Giftstoffen dranhängt, wird vom Wind über Nachbarflächen verteilt.

Blick zurück. Der schlagkräftige Landmann in voller Fahrt lässt eine in 45 Grad wegziehende Staubschleppe hinter sich.
Bevor wir zur Lüneburg-Besichtigung kommen, hier noch ein paar Erläuterungen.
Dienstlich in Hamburg unter anderem mit Pestizid-Umweltverstößen und Umweltberatung befasst, setzten wir laien-verständliche Tipps ins Netz, die noch heute hilfreich sind. Hier das zu Glyphosat und Verwandtem.
Konsequente Anwendung durch Erstansprache und Kontrolle, ggf. Ahndung, führte uns zu sehr starker Abnahme des Fehlverhaltens von Anwendern.
Beim Radeln und Autofahren, privat in Niedersachsen, wurden solch Befunde der zuständigen Behörde mitgeteilt, die gleichartig konsequent vorgeht.
„Der Orange Blitz“, so nennen wir einen Zeitraum etwa 2 Wochen nach Glyphosat-Anwendung, wo das darauf achtende Auge geradezu schlagartig eine Fläche / Strecke erfasst. Später ändert sich die Farbe, geht in mit Trockenschäden verwechselbare Färbung über.
In diesem dienstlich / privaten Zusammenhang verlief meine Zeugenaussage, nur gestört vom nicht angenehm wirkenden (um es vornehm auszudrücken) Anwalt der AgrarKlägerseite, sachlich.
In Zeiten, in denen die Durchgängigkeit von Fliessgewässern in Deutschland – im Gegensatz zu anderen Ländern – überhaupt noch nicht „in“ war, hatte ich den Denil-Fischpass über kanadische Literatur und dänische Realität entdeckt. Veröffentlichung in Deutsch schreiben, Diplom-Arbeit ausschreiben erbrachte unter anderem diesen, in Lüneburg noch funktionsfähigen Pass. Die Bauform entspricht heute, Jahrzehnte später, nicht mehr den Anforderungen.
Es wurde aber auch in Deutschland nicht das dänische Prinzip verstanden: „Wo immer wir können, bauen wir auf Verschleiss diese „billige“ Variante und erreichen bei richtiger Bauweise eine Teildurchgängigkeit für viele Fischarten und -größen. – Nach Abschreibung des aus heimischem, unbehandeltem Holz gebauten Bauwerks, ca. 15 Jahre, erwartete DK neue, bessere Konstruktionen und eine bessere Akzeptanz“.
So geschah es in DK, wie vielerorts in diesem Blog und im Internet nachlesbar ist. Dort sind heute fast alle Fliessgewässer durchgängig, bis hin zum Aufkaufen von Mühlen- und Fischteich-Rechten und anschliessender Herstellung eines naturnahen Bachverlaufs.
Oh, Deutschland, Du Land der Schläfer und Technik-Freaks! (Hier bauen wir weiter Prothesen.)
Das liegt offensichtlich am Zustand der Unterelbe, der sich nach sehr positiver Entwicklung in den 1990ern zeitlich mit der Jahrtausendwende wieder verschlechterte.
Wie wird es wohl im Prozess weiter gehen?
Die Erfahrung lehrt Folgende Möglichkeiten
Egal, wie das Verfahren ausgehen wird, entscheidend ist, dass in Deutschland Wirtschaften nicht auf Gift-Basis betrieben werden darf! Insofern bleibt zu hoffen, dass die Politik nun endlich einen Schlussstrich unter derartige Praktiken zieht.
In diesem Blog enthaltene Spritzungen bis an neu entstandene B-Plan-Bebauung mit jungen Familien mit Kleinkindern erspare ich mir und Ihnen.
Also, Glückauf in eine pestizidfreiere Zukunft!
Veröffentlicht in Elbe-Einzugsgebiet, Gewässerschutz, Klima, Reisen, Wetter - oder was | 2 Comments »
Nachdem nun über die biologische Besiedlung von Kiesen und Treibselsammlern an der Osterau im Wildpark Eekholt, über die TUHH-Exkursion an die Este (35 Jahre Restaurieren als Praxisbeispiel) sowie über die Besiedlung der 2017 in die Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet, eingebrachten Kiese berichtet wurde, folgt heute die Ohlau, Bad Bramstedt.
Hier sieht es bislang genau so (schlecht) aus wie an nahezu allen Moränenbächen des Norddeutschen Tieflands, da der eigentliche Lebensraum über die vergangenen beiden Jahrzehnte so gut wie nicht verbessert wurde. Dementsprechend – mit Blick auf alle Gewässer Deutschlands (gilt auch noch übergreifender in Europa) – fallen Zahlen und Verweise auf Ursachen aus.
Es muss also jeweils vor Ort ((viel) mehr) gehandelt werden. Gesessen und gesprochen wird genug, Gutachten jeglicher Art haben genügend Steuergelder beansprucht.
Wir haben etwas getan, 2017 zunächst, um die Ohlau in ihrem Verhalten kennen zu lernen. Mehr kann folgen.

Gleich südlich der Bebauung an der Ohlau ist unsere Teststrecke. Ein Golfplatz scheint seine Aktivitätsgrenze bis unmittelbar an die Wasserlinie zu beanspruchen (gern kann der Verein beim Restaurieren mitmachen).

Weite Strecken sind durch Baumfreiheit und daraus resultierende übermäßige Erosion gekennzeichnet. Das überbreite Gewässerbett schadet Flora und Fauna.

Im bewegten Sand halten sich weder Pflanzenwurzeln noch sind auf z.B. 100 m² ein paar Tiere auffindbar.

Noch vor wenigen Jahren laichten hier, an der Abflussmessstelle, im baumbestandenen Prallhang auf Kies und Geröll Meerneunaugen. Inzwischen ist jegliche standorttypische Struktur von bewegtem Sand begraben.
Im Beitrag vom Nikolaustag vergangenen Jahres (6.12.2017, Suche über Kalenderfunktion) habe ich beschrieben, wie „Hölzchen & Stöckchen“ hier eingebaut wurden. Getestet werden sollte, ob so zum Einen das Ufer von übermäßiger Erosion entlastet werden kann, zum Weiteren, ob über Ufer-/Landaufbau eine so strömungslenkende Wirkung entsteht, dass die Prallhangsituation wieder optimiert ist.

Allerlei treibendes feines Astwerk bildet dreidimensionale Struktur, auch treibende Pflanzen sind festgehalten worden.
Wir dürfen gespannt sein, wie die dreidimensionale Entwicklung und die Besiedlung mit Pflanzen weiter geht.
Nun erstmal zu den Tieren.
Über Kleinmuscheln und zahlreiche Bachflohkrebse muss ich nach den vorangegangenen Berichten von anderswo sicherlich nicht berichten.

Die Ohlau, unbehandelt, bleibt gekennzeichnet von bewegtem, einkörnigen Sand – lebensfeindliche Wüstenei.

Blick aufwärts von der Messstation – hier sollen noch Kies-Strömungslenker folgen. Die Treibselsammler können durch zusätzliche Stöckchen Richtung Bachmitte in ihrer Strömungslenkwirkung intensiviert werden.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich der erste Test mehr als gelohnt hat. Da satteln wir drauf.
Veröffentlicht in Elbe-Einzugsgebiet, Fliegenfischen, Angeln am Forellenbach, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen, Wetter - oder was | Leave a Comment »
Zeit für den Ochsenmarkt. – Über Jahrhunderte wurden Tausende Stück Vieh aus Jütland gen Süden nach Wedel getrieben. (Muss das eine Plackerei, aber auch eine Ferkelei gewesen sein.)
Hier wurden sie verkauft und verschifft, ggf. anschliessend weiter getrieben zu ihren Bestimmungsorten.

„Der Handschlag“ – wer davor steht, wundert sich, wie klein das Teil ist. Hier stehen Eigentümer, Händler und das Ziel der Begierde beieinander, gleich neben Wedels Marktplatz.
Mit diesem historischen Anlass begeht die Stadt Wedel jährlich einen Jahrmarkt, den Ochsenmarkt.
Nun wurden aufgrund seuchenhygienischer Auflagen in jüngerer Vergangenheit keine wirklichen Viehmärkte mehr abgehalten.

Diese Ochsen, die sich in der Marsch dick futtern sollen, brauchen also vor diesem Ochsenmarkt keine Angst zu haben.
Um die Festivität zu retten, wurde sie um ein Mittelalterspektakel ergänzt.
Vieh wird gleichwohl, quasi symbolisch, präsentiert.
Bleibt also der Mittelalter-Teil des Markts.
Auf dem Markt sind Gelegenheiten zum Essen und Trinken, Karussel-Fahren und mehr selbstverständlich mit von der Partie.

Die Wedeler Au mündet, vorbei an tiefem Süßwasserwatt bei aktuell Tideniedrigwasser minus 0,5 m in die Elbe.
Veröffentlicht in An der Elbe, Reisen, westlich HH, Wetter - oder was | 1 Comment »
Über die Besonderheit laichender Flussneunaugen ist in jüngeren Blog-Beiträgen zweimal berichtet worden. Jetzt sollen „die normalen“ Wirbellosen wie Larven von Eintags-, Stein- und Köcherfliegen folgen sowie Bachflohkrebse und anderes Getier. Wie sieht es in den Kiesen und an den und um die Treibselsammler herum aus?

Gutes Wetter sowie mittlerer Abfluss bei glasklarem Wasser boten gute Voraussetzungen für den Besuch.
Das sollten sie auch.

Bachauf und bachab der Treibselsammler liegt die Bachsohle nun ruhig. Ufer baut sich auf, das Sandtreiben ist beendet.

Ein anderer Treibselsammler, das gleiche Bild: die Sohlberuhigung, das Aufwachsen des Uferbereichs ist ein wesentliches positives Element des Treibselsammlerbaus.

Hier findet sich nun die Tierwelt des ruhigeren Gewässerbereichs wie Würmer, Tubificiden und andere.

Diverse runde Eintagsfliegenlarven, hier eine mit fadenförmigen Kiemen, finden sich in Kies und an Treibselsammlern.

Und überall, wo`s turbulenter zugeht, die Rennwagengruppe aus der Gewässerökologie, die flachen Eintagsfliegen.
Für alle Beobachter, Wildparkbesucher, -mitarbeiter und auch für mich Profi war es spannend mitzuverfolgen, wie diese Tiere Kiesel mit einem Durchmesser auch dicker als die Körperdicke aufnahmen und zum Wall um die Laichkuhle türmten.

Viele Ideen zur Verbesserung auch der Osterau-Nebenbäche innerhalb des Wildparks Eekholt warten auf ihre Umsetzung.
Und insbesondere innerhalb der Gehege sind dringend erforderliche Verbesserungen vorbesprochen.

Es gilt, die Auswirkungen des hohen Wilddrucks auf die Ufer zu lenken mit „lebendigen Angeboten“. Die Lenkbuhnen aus Kies sind z.B. eine der möglichen guten Varianten.

Dann kann der zur Zeit erhebliche Sandeintrag gemindert und die positive Entwicklung der Osterau voran getrieben werden.

Am Osterau-Wanderweg im Umfeld der vorjährigen Startarbeiten werden die Teilnehmer des nächsten Wassercamps ihre eigenen Erfahrungen sammeln.

Kies-Lenkbuhnen optimieren, weitere Standorte bestücken – das werden Themen des nächsten Camps sein.

Einen ersten Abschluss finden die Wassercamper dann in den Übergängen des Osterau-Wanderweges zu den Wildgehegen.
Alle Beteiligten freuen sich, insbesondere angesichts der ausgezeichneten Ergebnisse der Startarbeiten 2017 auf das nächste Wassercamp im September 2018.
Veröffentlicht in Gewässerschutz | 2 Comments »
Wie jedes Jahr gehen wir auf Exkursion, um Grundlagen im Umfeld Wasser und Boden kennen zu lernen, Probleme erkennen zu lernen und anhand 3 1/2 Jahrzehnten Bach-Restaurieren richtiges und falsches Handeln abwägen zu können.
Voriges Jahr hatten wir sehr spannendes Wetter, wer interessiert ist, sieht über die Kalenderfunktion (rechte Spalte) am 25. April 2017 nach. Wer sich auch für die Seeve-Exkursion interessiert, findet sie unter dem Datum 30. April 2017.

Dieses Jahr ist es kühl, aber durchweg sonnig – Superwetter. Insgesamt nehmen an Hydrobiology 14 Studenten aus 7 Ländern teil.
Aus Frankreich, Indien, Ghana, Iran, Deutschland, Nigeria und USA kommen – gereiht nach Häufigkeit – die Teilnehmer.

Es gilt, zwischen Schein und Sein zu unterscheiden. Dieser spiegelnde Mäander weist eine eintönige Überbreite auf, spiegelt fast ohne Turbulenz – Restaurierungsbedarf auf dem Weg zum gesunden Bach. Positiv: dreidimensionaler Baumbewuchs hält den sommerkühlen Bach bei richtiger Maximaltemperatur.
Der Baum, die Bäume, der Baumsaum, der Auwald – allzu Vernachlässigtes entlang deutscher Bäche und kleiner Flüsse. Dazu Nachzulesendes hier (meine Adresse darauf stimmt seit Umzug 2016 nicht mehr, die e-Mail-Adresse gilt weiter).

Wichtig unter Brücken: Otterbermen, festes Land beidseits. Die meisten unnatürlichen Ottertode entstehen neben dem Ertrinken in Reusen (kammer was gegen tun!) durch Straßentod.
Beim Queren von Brücken laufen die Fischotter über die Straße, wenn kein „Land“ zur Querung unter der Brücke besteht.

Bachab der Brücke, wie üblich, in guter Turbulenz ausgeprägte Forellenlaichplätze – geschlagene Kuhle, aufgeworfener heller Kieshügel. Darin liegen die Eier/Fischlarven, bis sie gegen April den Kies verlassen.

Restaurieren FALSCH: Längsversteinerung eines Prallhangs, Verlust der Eigendynamik und der Fischunterstände.
Das Positive dieser Station: ein Gewässerrandstreifen wurde vom dichten Nadelwald befreit. Wir dürfen gespannt sein, ob sich Mischwald mit Erlen am Ufer einstellt (Hoffentlich übernimmt nicht das Drüsige Springkraut in seiner ungeheuren Besiedlungs- und Wachstumsgeschwindigkeit die Fläche).

Mäandervergleich, 2. Vorbildlich durch Feinturbulenz im gesamten Verlauf geprägter Mäander – durch gekonntes Restaurieren. Dies erfolgte im Rahmen von Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen zur „Schröder-Putin-Pipeline“, NEL.
NEL heisst Nordeuropäische Erdgasleitung.

Gewässerunterhaltung / Restaurieren FALSCH: wieder ein längsversteinerter Prallhang, Verlust von Eigendynamik und Fischunterständen.

Gewässerunterhaltung / Restaurieren FALSCH: Längsversteinerung ersetzt Baumwurzeln. Verlust von Fischunterständen insbesondere für GROSSfisch zur Laichzeit, benachbart optimale Laichplätze.
Es ist schon schmerzhaft zu sehen, wie wenig „Blick“ Zuständige und / oder wohlmeinende Laien wie auch Fachleute mit fehlender richtiger Praxis entwickeln. Fortbildung scheint in diesem Personenkreis ebenfalls wenig Wirkung zu haben.
Wer praxisnahe Erfahrungen mit Fehlervermeidung sucht, findet Grundlagen in (2000), bereits länger Realisiertes in (2005) und jüngere Beispiele in (2015). Notwendigkeiten speziell für die Este finden sich hier (2014).

Sehr gut, dass Totholz, wo es nicht stört, akzeptiert und liegengelassen wird. Mögen solche Erkenntnisse zunehmen.

Eigendynamik am Treffpunkt – wir werfen einen genaueren Blick auf den scheinbaren Sandberg / die Düne (?).

Sieh an! Eigendynamik am Prallhang trifft Moräne, wäscht Kiese aus. Unsere Moränen- / Heidebäche waren einmal fast durchweg Kiesbäche. Man muss es nur sehen (wollen) und die richtigen Schlüsse daraus ziehen.
Literatur zur Entwicklung unserer Moränen- / Heidebäche findet sich z.B. bei Altmüller & Dettmer (1996) und Madsen & Tent (2000).

Hier ist ein weiterer, interessanter Aspekt zu erwähnen. Bis vor Kurzem stand „schwarzer“, dichter Nadelwald vor der Moräne, in die Aue standortuntypisch gepflanzt. Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen ermöglichten den Wechsel zum Auwald, ca. 1/3 Fläche Start-bepflanzt, der Rest für Sukzession vorgesehen.

Hangsickerquellen auf dem Rückweg, Eisenocker fällt aus, sobald Sauerstoff an das austretende, sauerstofffreie Grundwasser gelangt.
Näheres zur Ocker-Thematik findet sich z.B. hier oder in Kurzbeschreibung für Laien hier.

An anderer Stelle, mäßig turbulent, finden sich runde Eintagsfliegenlarven, Schnellbesiedler und mehrjährig grabende Larven.

Das Beste der Este: 35 Jahre Restaurieren aus baumfreier Kanal-Wüstenei haben lichte Auwald-ähnliche Situation mit zugehörigen Wasserpflanzen entstehen lassen.
Dieser Aspekt und die gefundene Tierwelt erfreuen besonders. In den beiden vorangegangenen Exkursionsjahren entstand fast der Eindruck, als wirke hier – verringerte Arten- und Individuenzahl – irgendein chronisches, Agrar-verursachtes Geschehen negativ bei positiv entwickelter Grundstruktur.
Veröffentlicht in Elbe-Einzugsgebiet, Fliegenfischen, Angeln am Forellenbach, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Klima, Reisen, Wetter - oder was | Leave a Comment »
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.