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Archive for the ‘Wetter – oder was’ Category

Nach dem erfolgreichen Test, mit erstem Kies für die obere Pinnau Laichbetten zu schaffen und zu verbessern, die Strömungssituation stellenweise zu verbessern sowie zu lenken (s. Bericht vom 29. März), konnten die beiden weiteren hier bachauf vorgesehenen Lkw kommen.

Aber was ist das?!? – Die beiden Partien liegen weit vom Bach entfernt, mitten auf dem Acker.

Das passiert auch schonmal. Die zwischenzeitigen Niederschläge hatten den Oberboden durchweicht, das anschliessende Abtrocknen offenbar nicht ausgereicht. Nach Notschüttungen gab das Gelände den Lkw mit Hänger wieder frei.

Da naht auch schon der Teleskop-Radlader, diesmal zur Erleichterung des Fahrens und Kies auf das jenseitige Ufer Platzierens mit kleiner Schaufel.

An den wenigen Stellen mit busch- und baumartigem Uferbewuchs wollen wir diesen sowie Fischunterstände darunter vor zu stark erodierendem Anstrom schützen und längeren Erhalt sichern.

Solch Aufgabenstellung ist für den Teleskop-Radlader kein Problem.

Schlehenbewuchs und Erlen erhalten mit bachauf gelegtem Lenker im Ufer längere Existenzchancen. Das bachab liegende Ende wird noch per Hand ins Ufer getrimmt.

Eine Art „vortex weir“ aus großen Steinen können wir am Ufer mit Kies ergänzen – einerseits zur Stabilisierung, andererseits als Möglichkeit für die Pinnau, ihn für dann bachab liegendes Kiesbett bei Hochwasser zu transportieren.

Das „Vortex Weir“ (s. z. B. Figure 4.2 hier) kann ein offenes Gebilde aus standorttypischem Grobmaterial sein, das bogenförmig angelegt die Strömung in der Gewässermitte konzentriert. So bleiben die Ufer, wichtig vor allem im intensiv genutzten Gelände, vor Erosion geschützt, ein mittiger Kolk entsteht .

Die erste Seite aus Kies entsteht.

Schnell sind wir damit fertig.

Um den Strömungsdruck bachab zu entschärfen und zu lenken, sehen wir in der sandigen, kanalartigen Strecke eine flache Kiesrausche mit Seitenwangen vor.

Auf jeder Seite 2 Radladerschaufeln hintereinander mit Schüttwinkel ins Ufer gelegt, eine Schaufel mittig im oberen Teil – und dann Feinarbeit per Hand.

Die Arbeit geht flott voran, die beiden Kieshaufen auf dem Acker schwinden zusehends.

Nochmals eine Doppelbeschickung – in der Folge entstehen weitere Kieslenker am Ufer, wechselseitig.

So entwickelt sich, vorab vom Fischereiberechtigten bereits mit kleinen Findlingen belegt, eine Bachstrecke mit hoher Strömungs- und Lebensraumvielfalt.

Ein paar drohende Hangabbrüche entlasten wir durch Kiesvorschüttung am Fuß. Auf der Böschung erkennbar: der Maisacker beginnt Grundstück-scharf.

Zum Schluss gehe ich die Strecke noch einmal ab. Alles liegt prima, hier die Auffangrausche bachab des „vortex weir“.

Blick bachab, die Rausche bettet sich gut in die Landschaft ein.

In der Pinnau vorhandene Pflanzenpolster erhalten wir, wie generell üblich.

Die neue Kiesschicht schützt ganzjährig deren Wurzeln und verhindert die bisherige weitgehende Zerstörung im mahlenden „Standstrahlgebläse“ bei Hochwasser. Die neuen Kiesflächen werden erfahrungsgemäß von standorttypischen Wasser- und Uferpflanzen gern besiedelt und schaffen mehr Variation im Bach.

Am Ende des heutigen Abschnitts – Blick bachab sehe ich die obersten, vorigen Aktivitäten (rechter Hand der am 29. März beschriebene, ins Ufer zurückgeholte, gesicherte Baumstumpf).

Die Kiesrausche vom ersten Tag liegt und arbeitet hervorragend. Sie hat einen mittigen Kolk bewirkt, auf anlehmiger Moräne Material ausgegraben. So ist im Ansatz eine weitere Kleinrausche aus Mischkies entstanden.

Wir sind gespannt, wie Mittel-, Niedrig- und Hochwasser diese Strecke über die Zeit entwickeln werden. Gelegentlich, wie das von anderen Bächen hier im Blog berichtet wurde, werden wir einen Blick auf die pflanzliche und tierische Besiedlung werfen.

Sonnenbeschienen, Temperatur-gefährdend für die standorttypische Lebensgemeinschaft sommerkühler Bachoberlauforganismen und eng von intensiver Agrarwirtschaft begleitet, wären ein wesentliches Element zum Schutz und zur Verbesserung der Pinnau beidseitige Randstreifen mit standorttypischem Baumbewuchs, z.B. aus Erle, Esche und Flatterulme (mit den sich einstellenden, zugehörigen Begleitpflanzen). Dies wäre auch ein grundlegender Beitrag in Zeiten des Klimawandels zu notwendiger Anpassung an die laufende Entwicklung, sollen nicht zwangsläufig die Bachoberlauforganismen „weggedacht“ und in der Folge „weggemacht“ werden. – (Nicht nur) An dieser Pinnaustrecke wird interessant sein, ob Verhandlungen über Randstreifen – linksufrig, auf Gelände des Kreises Segeberg aufgrund einer Kreis-Initiative auch speziell förderbar – erfolgreich verlaufen werden. Das rechtsufrige Gelände, im Kreis Pinneberg liegend, bleibt selbstverständlich nicht vergessen.

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Wenn ich so seit Wochen Insekten in Blogberichten wie bei Puzzleblume oder im Blog der Natur-AG Bramsche sehe, erscheint mir mein Umfeld in der „Stadt mit frischem Wind“ in Sachen Insekten ziemlich leblos.

Nun aber kommt endlich Bewegung in die Sache.

Zuvor bei längeren Radtouren nur als seltene Einzelbegegnungen wahrgenommen, sitzt nun auch vor unserer Haustür eine (!) Hummelkönigin in einer Mahonie.

Allerhand Pollen hat sie in ihren Taschen verstaut.

Weil`s so schön ist, noch einmal.

Und dann – oh Wunder! – war da noch eine (!) Wildbiene.

Die sammelte auch eifrig Nektar und Pollen – in dieser Draufsicht fast für eine Fliege zu halten.

Von Kennern lasse ich mich gern genauer informieren. – Herzlichen Dank, Puzzleblume, für die Information (vgl. Kommentar unten)! Es ist eine Schwebfliege, fachlich Eristalis genannt.

Ob unsere Insektenarmut in Arten- und Individuenzahl das ganze Jahr über mit der intensiven Pestizidanwendung im „Baumschulkreis“ (und dem „frischen Wind“ = heftige Abdrift) zu tun hat?

Inzwischen belegen nationale und internationale Studien, dass auch die Gewässerinsekten – sei es als erwachsenes Insekt in Pestizid-Winddrift oder als Larve in Pestizid-Abdrift im Gewässer – durch akute bis chronische Wirkungen erheblichen Schaden nehmen. Ein Tausendstel der für das Testobjekt Honigbiene festgestellten Störkonzentrationen brechen z.B. das Partneranlocken / die Partnersuche bei untersuchten standorttypischen Arten. – Wir sind offenbar weit davon entfernt, in unserer Agrarpraxis wirkliche Schutzmechanismen für eine lebendige Umwelt anzuwenden.

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Auf den letzten Metern einer Radtour – der Boden weiss bedeckt!

Wo wir vor kurzem noch unter rosarotem Baldachin durchradelten, liegt nun eine dichte weisse Schicht auf dem Rasen nebendran. Frostausgeblichen kommt die Japanische Kirschblüte zu ihrem Abschluss.

Dieses Jahr mit der „1+1“-Regel, gesperrten Spielplätzen und dem Appell, zu Hause zu bleiben, fällt offenbar eine Begeisterungsäusserung aus. Gern greifen Kinder die Blütenblätter, werfen sie aus vollen Händen hoch über den Kopf. – Na gut, nächstes Jahr wieder!

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Morgendliches Eis auf der Geest-Vogeltränke (mit Eiszeitstein). Wir warten, dass die Temperaturen steigen.

Wie üblich bei wechselhaftem Wetter gelang es uns, zwischen Regen-, Schnee- oder Graupelschauern zwischenzeitige Sonnenphasen zu nutzen. Es sollten letzte Fronten abgezogen sein, also wählten wir eine längere Rundtour.

Die Hälfte der Runde ist geschafft, Hetlingen passiert – Blick hinterm Elbe-Hauptdeich Richtung Wedel.

So ganz sicher sind wir nicht, ob das die Wolken sind die abgezogen sind. Der Himmel ringsum sieht anders aus als auf dem Wetterradar.

Nebendran, auf Hetlinger Marschwiese findet eine Dienstbesprechung statt. Die Osterhasen haben allerhand zu organisieren – mit gutem Corona-Abstand, wie sich das zur Zeit gehört.

Wir radeln flott Richtung Wedel, können die neu gebaute Brücke über die Binnenelbe, weiter über den Saatlanddamm, vorbei am Theaterschiff Batavia wieder nutzen.

Neues vom Obsthof (neulich schonmal von Ferne gezeigt): Frostschutzberegnung hilft, die Ernte durch Vorblütenschutz zu sichern.

Irgendwie wirkt das Ergebnis auf uns ziemlich brutal.

Dick, lang und schwer hängt das Eis an den Ästen. Uns scheint hier Lernen am Objekt anzustehen.

In unserer Tostedter Zeit haben wir die dortigen Optimierungen im Obstbau lange verfolgen können. Frostschutz sah dort eher filigran aus – das Eisgewicht soll schliesslich nicht womöglich die Bäume entasten.

Fast am Ende unserer Tour gucken wir nochmal zum Himmel – ziemlich illuster ostwärts!

Oha, auch nach Nordwest geguckt ziehen da wilde Wolken Kaltluft gen Süden.

Wie dem auch sei – der Wetterbericht behält Recht. Es blieb trocken, der Tag für weitere Freiluftbewegung nutzbar.

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Die Pinnau hatte, beginnend in Pinneberg, Oktober 2019, und dann nördlich im ländlichen Raum, November 2019, ersten Kies erhalten – Berichte hier im Blog.

Nun sollte auch der Gewässerlebensraum in der oberen Pinnau  verbessert werden. Ein Test-Lkw hatte Kies in Ufernähe abgeladen.

Das Wetter bot sich zum Arbeiten an. In windgeschützten Partien von Knicks blühen Scharbockskraut und Buschwindröschen.

Impression kurz vor Ende der Anfahrt – Mais-Planum in schleswig-holsteinischer Knicklandschaft – Höhenlagen mit Pinnau-Aue dahinter.

Kraftort Pinnau-Aue im Gegenlicht – vor dem Bach rechtsufrig der Start-Kies, dahinter die Start-Begüllung des linksufrig begleitenden Maisackers („unsere“ Seite steht dafür später auch noch an).

Zum Glück ist dieses Gespann immerhin („schon“ für Deutschland – international als erbarmungswürdiges rotes Schlusslicht am Zug) mit Schleppschläuchen ausgestattet, der erforderliche Abstand zur Pinnau wird eingehalten.

Gerade ist in unserem Agrar-Lobby-Land fast so etwas wie ein kleines Wunder geschehen. Da hat doch der Bundesrat, unser föderales Ländergremium, nach langer Gegenwehr der an die EG-Nitratrichtlinie angepassten Düngeverordnung zugestimmt! Immerhin (!) hatte die Bundesregierung, die – egal, in welcher Zusammensetzung – sich mit anderen EU-Staaten für übergreifende Rechtsvorschläge (EG-Richtlinien) stark gemacht hat, sie aber gleichwohl anschliessend nicht eingehalten hat, angesichts drohender, hoher Strafzahlungen endlich die Realitäten akzeptiert.

Wir machen uns nun an die Arbeit.

Als besonders günstig stellte sich die Nutzungsmöglichkeit eines Teleskop-Radladers heraus.

Frei gewaschener Naturkies der Moränenlandschaft wird hier noch teilweise sichtbar – in solchen Strecken arbeiten wir nicht.

Wir verbessern die leider noch überwiegenden langen Strecken mit bewegtem Erosionssand durch Zugabe standorttypischen Strukturmaterials und Strömungslenkung.

Der Vorteil des Teleskop-Radladers: beide Uferseiten sind schnell und zielgerichtet mit Kiesschüttung ausstattbar.

Bachab der Kiesrausche mündet – in sicherer Entfernung – ein grabenartig ausgebauter kleiner Bach.

Per Hand wird zur Mitte geharkt, eine Rausche entsteht.

Blick bachab im Baustellenzustand – das rauscht ganz ordentlich! Wir werden das mildern.

Ergänzend zum Bau der Kiesrausche entschärfen wir einige Stellen Extrem-Erosion entlang des Fahrwegs.

Vorsichtig wird der Kies geschüttet – nicht zu wenig und nicht zu viel soll es sein.

Das sieht gut aus, wird je nach Entwicklung ggf. verbessert.

Ganz nebenbei war uns ein in den Abflussquerschnitt gestürzter Baumstumpf ins Auge gefallen.

Wir starten einen Rettungsversuch „Totholz-im-Bach-belassen“. Mal sehen, was so ein Teleskop-Radlader alles kann.

Mit zwei Ansätzen aus unterschiedlicher Richtung gelangt der Baumstumpf Richtung Ufer.

Der Versuch ist gelungen, das Totholz konnte im Ufer platziert werden. Wir sichern es bachauf und bachab mit etwas Kies.

Wir hoffen, das liegt stabil und gefällt dem Wasserverband.

Zum Abschluss ist Feinarbeit an der Kiesrausche angesagt. Mal sehen, wie die Strömung gearbeitet hat – und was es zu tun gilt.

Der Strömungsdruck hat eine Menge Kies zungenartig in Bachmitte bachab transportiert.

So belassen würde Hochwasser beidseitig erheblichen Erosion im Ufer bewirken. Das kann vermieden werden.

Wir verlängern die Kiesseiten im Schüttwinkel beidseitig und komplettieren so die Rausche.

Fertig.

Blick von der Rausche bachab – eine milde turbulente Strömung ist nun entstanden, die sich mittig hält. Bachab der Turbulenz ist linksufrig der unbeeinflusste Zulauf des grabenartig ausgebauten kleinen Bachs zu erahnen.

So soll das sein. Bachauf dieser ersten Teststrecke wird demnächst weiterer Kies folgen – ebenso ein Bericht darüber hier im Blog.

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Das Angeljahr 2020 steht bevor. So ab Mai mit frischem Frühjahrsgrün in den unterschiedlichsten Farbtönen werden wandernde Besuche z.B. längs unserer restaurierten Bachstrecken besonders erlebnisreich. Vorher sehen wir aber zu, das Tiefkühlfach von Fisch des Vorjahrs zu befreien und den Fisch zu geniessen. – Es waren noch Barsche da …

Wir hatten uns Räuchern als Zubereitung ausgedacht.

Die Wettervoraussetzungen sind gut.

Scharf blies der Ostwind gestern Vormittag entlang unserer sonnenzugewandten Hausfront. Insekten – so überhaupt vorhanden – wurden wohl an den Blüten vorbeigepustet. Aber es gibt meist auch ein „Lee“, dort sollte es klappen.

Flussbarsche aus restauriertem Forellenbach, gut genährt durch vervielfachte Nahrungsgrundlage – aufgetaut und gewaschen.

Abgetupft und mit offener Bauchhöhle aufgestellt. Gutes Trocknen vor dem Räuchern halten wir für wichtig.

Hoher Rücken, Fisch dick und rund – im Jahresverlauf war deutlich, wie verrückt die Barsche auf die im neuen Kies lebenden Insektenlarven waren.

Ganz wild waren sie dann zur Schlupf- und Schwarmzeit der Insekten.

Beim Ausnehmen zeigte sich, dass auch die – hier im Blog mehrfach gezeigten – Wollhandkrabben den Flussbarschen nicht entgehen. Schon erstaunlich zu sehen, wie große Exemplare (und oft genug gleich mehrere davon) sich so ein Barsch „reinpackt“. Mit Bachflohkrebs-, Insekten- und Wollhandkrabbenfleisch genährt (der ein oder andere Fisch wird selbstverständlich auch verputzt) kommen die Barsche in Topform über das Jahr.

Verstaut und verschlossen, Draufsicht auf den kleinen Räucherofen.

Wir bevorzugen Räuchermehl aus Erle mit ein paar Wacholderbeeren. So schmeckt uns selbstgeräucherter Fisch erfahrungsgemäß am Besten.

Das Ganze in Seitenansicht – drunter brennt Spiritus und bringt das Räuchermehl in der Box zum Glimmen. Eine Stunde bleiben die Fische in der Box.

Flussbarsch 2-lagig, fertig.

Zum Abpellen und Entgräten aufgestellt.

Tja, und dann habe ich nachträglich bemerkt, dass ich mit Fotografieren aufgehört hatte (hatte ja auch anderes zu tun).

So „im Fell“ zubereitet kann Flussbarschfleisch leicht durch Abklappen des Schuppenkleides freigelegt werden. Auf dem Teller werden die so gut wie grätenfreien Rücken- und Schwanzpartien auf einen Haufen, die Rippen-/Bauchraumpartien auf einen zweiten gelegt. Das Fleisch aus letzterem wird dann von den Rippen befreit. Mit ein Bisschen Geschick (und Glück) kann alles ohne Pieksbeschwerden gegessen werden.

Wenn wir Fisch wie Flussbarsch räuchern, würzen wir nicht – den Originalgeschmack finden wir am Besten. Wir essen dazu Salat aus Geschnittenem: Blattsalat, Paprika, kleine Tomaten, Gurke. Zum Fisch (gern als Dressing zum Salat) schmeckt ausgezeichnet Sahne-Meerrettich mit Preiselbeeren. – Ein leckeres, leichtes Essen mit simpler Zubereitung.

Ganz nebenbei, weil ich oft auf Vorurteile zu Hecht stoße: Gräten vom Hecht müssen nicht stören – man darf sie halt durch Zerstückeln nicht vervielfältigen (und dann beim Essen von „Stacheldraht“ reden), also den Hecht nicht querschneiden, sondern wie Lachs- oder Dorschverwandte ingesamt längs filettieren, dann in große Partien schneiden und beliebig vorbereiten, z.B. braten. Hier ist unser Tipp auf meiner Homepage Salmonidenfreund (nicht verzagen, einfach die Seite runterrollen).

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Ganz klar: Am Weltwassertag muss ich „Wasser gucken!“.

Wir sind angesichts Corona angehalten, keine Ansammlungen zu bilden und Abstand zu halten. Weitere Entscheidungen richten sich nach der Entwicklung der Lage und unserem Verhalten.

Bewegung an frischer Luft ist für die Gesundheit unverzichtbar, mögen die kommenden Beschlüsse von Bund und Ländern nicht zuletzt hierauf Bezug nehmen.

Das Wetter ist gut, der diesjährige Weltwassertag steht unter dem Motto „Wasser und Klimawandel“. Dazu wird mir beim Radeln sicherlich etwas einfallen, zumal ich im „Baumschulland“ unterwegs bin. Für die Grüne Zunft, die den Boden bearbeitet und zwingend auf hinreichend Wasser (aber nicht mehr) angewiesen ist, hat die WHO auf maßvollen Umgang, die dringend erforderliche Anpassung an den Klimawandel hingewiesen (diverse Gutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen haben sich in breitem, praxisbezogenem Themenspektrum auch damit befasst, Download Zusammenfassung).

Kleiner Rückblick auf den gestrigen Frühlingsanfang: angesichts geringer angesagter Windstärken als bisher haben wir die „Marini-Saison“ eingeleitet. Familie und Vorübergehende freuen sich.

Auf nach Pinneberg – es ist noch früh, ein ssssteifer Ostwind brrrist.

Und schon geht`s los – die WHO hat Recht. Im Umgang mit Boden und Wasser müssen die „grünen Berufe“ endlich durchweg Grundlagen akzeptieren und sich anpassen. Der bisherige Umgang mit Wasser und Boden ist allzu häufig inakzeptabel.

Es ist ein Kreuz! – Wo Landschaft ausgeräumt und zu Gegend gemacht wird (die Bundeslandwirtschaftsministerin hat die Begriffe verwechselt!), wird für „Agrar“ kein Platz mehr sein. Die Akzeptanz der Steuerzahler, pauschal zu subventionieren, schwindet.

Das ist Pinneberg, sonntags Richtung high noon – nicht normal?

Ja, wer die Ecke kennt, meint, sich zu vergucken! Der Blick geht von der Friedrich-Ebert-Straße Richtung Hans-Hermann-Kath-Brücke, nach rechts zweigt die Elmshorner Straße ab.

Für Nichteingeweihte und Fremde: das ist eine wesentliche Kreuzung in dieser verkehrsreichen Stadt. Normal sieht man hier nur „Blech“. – Offenbar halten sich alle sehr gut an die Corona-Hinweise. Wir sind gespannt, ob Bund und Länder das zu würdigen wissen.

Das vorherige Foto habe ich vorgezogen wegen des grundlegenden Eindrucks. – Real kreuze ich zunächst die belebte Mühlenau, Nebenflüsschen der Pinnau, über die Christiansenwegbrücke. Wo es vorher schlapp vor sich hin floss, beherrscht jetzt Turbulenz das Bild.

Blick bachauf nach Unterqueren der Bahntrasse – die belebte Mühlenau in der bekannten, gefällereichen Kurve.

Durch den Stadtwald Fahlt bin ich weiter geradelt, erreiche die Pinnau an der Brücke Hindenburgdamm. Der Kies ist noch da! Gut sieht er aus.

Dazu gibt es eine kleine Geschichte. Einer der Kies-Aktiven sprach mich in den vergangenen Wochen an, er sei bei Tideniedrigwasser hier auf der Brücke gewesen – der Kies sei nicht mehr da! Die Lösung des Rätsels: Seit Februar hatten die wiederholt starken Niederschläge den Abfluss der Gewässer bis vor Kurzem stark erhöht. Dreimal wurde mittleres Hochwasser erreicht, erhalten gebliebene Hochwasserstauräume pufferten, so dass in Städten bachab keine Schäden entstanden. Dazwischen wurden mittlere Verhältnisse nicht erreicht, reale Tideniedrigwasserstände lagen über mittlerem Tidehochwasser, so dass auf online-Abbildungen die Tnw-Marke gar nicht sichtbar war. Dementsprechend war auch der Kies „weg“. [Falls jemand den Link nutzt: aktuell, 22. März, ist angesichts des Ostwinds und der niedriger als normal ausfallenden Flut- und Ebbe-Stände der Elbe hier in der Pinnau fast gar keine „Flut“ erkennbar.]

Wie gut, dass die Pinnauwiesen bachauf der Stadt – sie laufen nun langsam leer – vor Bebauung geschützt wurden. Die Hochwasserlage, wie in fast allen Städten mit Gier als Lenker der Bebauungsplanung, ist auch schon vor erkanntem Klimawandel weitgehend prekär gewesen.

Möge inzwischen allen ein Licht aufgegangen sein.

Bachab Hindenburgdamm: Hilfsweiser Hochwasserschutz an fehlgeleiteten Planungen der Vergangenheit – das ist wohl nochmal gutgegangen.

Von der Friedrich-Ebert-Straße blicke ich Pinnau-aufwärts. Möge auch hier für engste Innenstadtbebauung angesichts neuer Bauaktivitäten hilfsweise neue Rückhaltung von Niederschlägen und Abflüssen entstehen!

Auf dem Rückweg komme ich noch einmal an der Mühlenau vorbei. Wie in diversen Blog-Berichten zu lesen, hat hier am B-Plan Mühlenauquartier nicht nur die Planung mit Gewässerrandstreifen und Hochwasserrückhalt, sondern auch die Kooperation für eine lebendigere Mühlenau beispielhaft funktioniert. Besten Dank nochmals!

Auf der Piste Richtung Wedel begegne ich noch einem ganz wesentlichen Symbol.

Scharfen Auges wollen wir die Entwicklung unseres Umfelds, unserer Umwelt konstruktiv-kritisch weiter begleiten.

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Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs, das Leben geht weiter. Es erfreut mich, dass der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie die Bundesärzteschaft die Politik vor pauschalen, nicht begründet lokal nachvollziehbaren Ausgangssperren warnen.

Warum soll die sich vernünftig verhaltende Gesamtbevölkerung wegen ein paar Ignoranten eingesperrt werden ? ! ? Die genannten Verbände warnen vor unnötigem Erzeugen einer gespenstischen Atmosphäre, Kommentatoren weisen sachlich darauf hin, dass in „familiärer“ Enge Frauen eher durch Gewalt gefährdet sind. – Das ist wohl leider so.

Geniessen wir also – mit gutem Abstand zueinander – frische Luft. Rings um uns „tobt“ die Natur, der Jahreszeit entsprechend.

Bevor ich also gelegentlich auf angekündigte Baggeransichten im Elbe-Geschehen komme, folgt hier Tierisches.

Radeln hinterm Deich, Wedel – Hetlingen – Wedel. Der Blick vom Sperrwerk Wedeler Au zeigt, dass demnächst die erneuerte Brücke über die Binnenelbe frei gegeben wird. Wir freuen uns drauf.

Querab Fährmannssand begegne ich dem ersten Schwarm Nonnengänse, ein paar Silbermöwen davor.

Weil`s der erste ist, nochmal ein Detail mit Möwen, hochkant.

In dichter Packung äst ein weiterer Schwarm querab NABU-Vogelstation. Nicht weit davon entfernt ein dritter.

Irgendwie ist bei mir schnelles Schätzen automatisch vorprogrammiert, seit wir seit 2016 diese Marscherlebnisse geniessen können. Wenn`s „zu dicke“ kommt, zähle ich nochmal eine Teilmenge, um meine Schätzung zu verifizieren (ggf. anzupassen). So bei 3. bis 5.000 Exemplare pro Schwarm sind es – bei bisher 3 Schwärmen also 9. bis 15.000 Nonnengänse.

Und dann geht`s los. Der hintere Schwarm wurde hochgebracht – warum auch immer, überzieht den vor mir, ihn auch aufstörend.

Die Luft wird voller – voller Vögel.

Nach und nach orientieren sich die Gänse.

Aber wohin?

Wie das meist üblich ist, kehren die Flieger an vorherige Plätze zurück. In diesem Fall packen sich beide Schwärme dicht zusammen.

Damit mir das nicht zu einseitig, langweilig wird, rufen – nicht zum ersten Mal – 15 Kraniche über mir (Ausschnitt).

Weiter geht`s Richtung Hetlingen. Nahe Giesensand äst ein weiterer Schwarm Nonnengänse, darüber etliche Teilschwärme in unterschiedlicher Höhe bis an den Horizont.

Insgesamt sehe ich 7 große Schwärme auf dieser Tour (die Platzwechsler nicht gezählt). Das sind ganz offensichtlich angesichts der großen Gesamtzahl bei um die 30.000 Tiere Nonnengänse, die von Westen über uns mit Zwischenrast zu ihren Brutplätzen unterwegs sind.

Ein großer Schwarm Lachmöwen sitzt auf einer Wiese vor der Baustelle Klärwerk Hetlingen. – Klärwerke sind angesichts Veränderungen im Stand der Technik eigentlich immer Dauerbaustellen, zum Wohl unserer Gewässer und unserer Gesundheit.

Ganz offensichtlich wir hier aber nicht nur gerastet. An mehreren Stellen fielen mir schon Starenschwärme in 100-150er-Individuenstärke auf. Zwischen anderen Vögeln ist anscheinend irgendetwas Interessantes zu finden.

Vor dem Deich scheint es auch interessant – da verschwindet gerade jemand im Ganzkörperkondom im Röhricht. – Darf der das, ein Ornitho-Mane oder ein autorisierter Forscher?

Das Röhricht des Vorjahrs / Reet geht inzwischen weitgehend in Auflösung über – Platz schaffen für neuen Wuchs.

Silbern glitzert das Wasser der Elbe bei Tidehochwasser über dem Süßwasserwatt.

Zum Abschluss Vierbeiniges – die Osterlämmer sind schon da! Zahlreich bevölkern sie die Wiesen sowie den Deich rund um Hetlinger Schanze.

In dem Sinn: Ich wünsche allen gute Erlebnisse im Freien!

Und immer schön Abstand halten.

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Der Beitrag vom 14. März gab bereits einen kleinen Teileindruck.

Mitte März, die Regensturmtiefs liegen hinter uns – auf geht es ans Ufer der Elbe, Überqueren der Landesgrenze dort ist angesagt.

Beim sich zunehmend neigenden Erl-(in Wahrheit Kopfweiden-)König in der Marsch herrscht frühlingshaftes Weiss.

Quer durch Wedel / Schulau ging`s Richtung Kohlekraftwerk – dort die lange Treppe mit Fahrradschräge runter, ein Albtraum der Elberadwegradler mit teils schwerem Gepäck.

Treibsel als Sturmflutreste in verschiedenen Horizonten begleitet bzw. bedeckt den Wander- / Radweg unterm Elbhang noch.

Von See läuft der Containerfrachter APL Mexico City ein, mit 328 m Länge 2014 gebaut recht klein und fast schon alt.

Und wieder ist einer der letzten Großbäume auf Hamburger Gebiet abgesägt …

Es scheint wie eine Persiflage auf den Hamburger Spruch der 1970er „Tragt die Alpen ab, wir wollen das Mittelmeer sehen!“.

Traurige Konsequenz menschlichen Größenwahns – alle Bäume am Hang absägen, Höhenweg an Eiszeithang anlegen. Konsequenz: der bewegliche Hang zeigt Grenzen auf.

Der Weg ist seit Langem gesperrt, Reparatur scheint völliger Unfug – aber dem menschlichen Geist sind ja keine Grenzen gesetzt. Ein frei stehender Weg hoch vor dem Elbhang ist als Alternative kalkuliert worden. Warten wir ab, was in Zeiten sich verschiebender Finanzierungsprioritäten hier das Ergebnis sein wird.

Die Mexico City zieht vorbei – fast leer!

Am Anleger Wittenbergen, Blick auf den sonnenbeschienenen Leuchtturm – hinter der roten Tonne fährt, entleert, der Saug-/Klappbagger „Amazone“ Richtung Hafen Hamburg.

Über mehr Baggerbegegnungen wird demnächst hier im Blog zu lesen sein.

An Blankenese vorbei zieht die Mexico City.

Während hier in Wittenbergen Parkplatz, Wanderweg und Strand für einen Sonnabend um 11.30 Uhr fast leer sind, läuft der Elbstrand von Blankenese her zunehmend voll.

Da trete ich die Rückfahrt an, Treffen beim Griechen ist angesagt.

Wenn ich zur Stint-Saison (aus traurigem Anlass: Ökosystem Tide-Elbe kaputt) schon keinen Stint bekomme, tröste ich mich mit Sardinen (Wirtschaftsname, laut Speisekarte üblich – real: Sardellen). Sehr lecker!

Für Hamburg und Umgebung, generell für unsere Bundesrepublik wünsche ich mir mehr Akzeptanz der MINT-Erkenntnisse. Wozu sonst macht es irgendwelchen Sinn, auf unsere Defizite und notwendiges Lernen in diesen Fachlichkeiten an Schulen, Universitäten und anderen Bildungsstätten zu werben?

Die Natur (z.Z. „Corona“) stellt uns unregelmäßig auf eine harte Probe. Wir sind Teil des Geschehens, sollten „Natur“ endlich im Tagesablauf als unseren Rahmen begreifen.

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Wie am 13. März erwähnt, ging ich nach dem Bekiesen der wehrnahen Kurve („Kies 2“) bachauf, um evt. bei stärkerem Wehrabfluss freifallende Lenker an den 5 Positionen des StartKieses („Kies 1“) tiefer zu legen. Nach Möglichkeit soll die Unterwasserlenkfunktion dauerhaft wirken.

Blick bachauf von der Wanderwegbrücke. Das Wasser zieht fallend ab.

Dasselbe vom Standort des obersten Lenkers, Blick bachab.

Der Unterwasserkies wird sichtbar …

… und fällt frei.

Alle 5 Unterwasserkiese werden ca. 10 cm tiefer geharkt.

Fertig. – Bachab sieht das so aus.

Blick bachauf zurück, von der Brücke aus – sieht fast aus wie das Startfoto dieses Beitrags. Allerdings ist der Wasserstand gefallen, die Kiese liegen gut darunter.

Die Strömung, turbulent, verläuft zur Bachmitte gelenkt. So soll es hier sein.

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