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Archive for the ‘Vögel’ Category

Climate Change, Improvements in Corona Topics, Public Health – so much was waiting for you, much too long.

And, please, keep uneducated dogs on a leach.

Yes, you can! – We are so glad! Thank you!

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Nach dem 25 t Kies-Beitrag und dem über Stadt-Aspekte folgt hier der Gesamtrahmen des herbstlichen Radelns (vom Dienstag, 27. Oktober, bei Tidehochwasser und Wasser einstauendem Starkwind).

Mit gut Rückenwind (oje, die Rückfahrt!) geht es von Wedel nach Pinneberg. Spargel färbt die Landschaft bunt.

Angekommen. Durch den Hainbuchen-gesäumten Heideweg geht es Richtung Mühlenau weiter.

Blick von der Brücke Mühlenstraße bachab – viel Wasser, keine Strömung.

Da stellt sich die Frage nach dem „bachab“ – was ist hier los?

Hier, wo die Mühlenau normalerweise in steilem Schuss kurz vor ihrer Mündung in die Pinnau runterrauscht, steht das Wasser – hoch!?

Der online-Pegel bestätigt später am heimischen PC die Vermutung:  In der Elbe 1 m höhere Tide als normal, zwar wenig Abfluss in der Elbe, aber Starkwind gegenan. Das wirkt sich – das Sturmflutsperrwerk Pinnau war dann auch geschlossen – bis in die Nebengewässer aus. So ist auch hier an der ansonsten Richtung See fliessenden Mühlenau das Tidegeschehen angekommen. Der Abfluss des Bachs ist zur Zeit der Aufnahme so schwach, dass an dieser Stelle sogar langsame Aufwärtsströmung erkennbar ist.

Bachauf der Mühlenbrücke – Einstau im Bereich des früheren Mühlenteichs, langsame Aufwärtsströmung und Windstau von Herbstblättern.

Hier werden die „von oben“ ankommenden Blätter gehalten, während neue hinzukommen.

Herbstsonne hat was …

… ganz Besonderes!

Der Baumsaum der Mühlenau wird angestrahlt.

Ich komme gegenüber des B-Plans Mühlenauquartier („ILO Park“) an.

Der vorige Beitrag gibt etwa von hier aus einen Eindruck zu „Natur und Stadt, Alt und Neu“.

Baumsaum, auch mit Totbäumen.

Blick bachab Christiansenweg.

Blick bachab An der Mühlenau.

Das im Beitrag vom 25. Oktober zur Lenkbuhne umgestaltete Kiesdepot ist inzwischen laubbedeckt. – Laub fällt, strömt, verharrt zeitweise.

Blick von der Bahnunterführung bachauf, vgl. Beitrag vom 27. Oktober.

Wiese bachauf der Fahltbrücke. Der Uferrand wartet auf den Baumsaum.

Blick bachab Rosengartenbrücke – zwei „belaubte“ Strömungslenker aus Kies, herbstliche Spiegelungen.

Blick bachauf – Kieslenker, Rosengarten-Herbstfärbung.

Buchenbogen über Wanderweg.

Eine Brücke weiter, Blick bachauf: Der Treibselsammler aus Hölzchen und Stöckchen beginnt zu wirken. Mal abwarten, ob Hochwässer die erwartete Uferbildung fördern.

Genug gesehen. Wenden und zurückradeln.

Wieder auf der Brücke Christiansenweg, sind das Weihnachtsgänse in Freilandhaltung?

Allzu „Tierliebende“ füttern, was das Zeug hält – nicht witzig. Hier scheint, besonderes Extrem, sowas wie Bratreis auf dem Grund zu liegen. Ölige Kreise bilden sich, aufploppend an der Wasseroberfläche, abwärts driftend.

Mit Änderung der Bevölkerung, Zuwachs, Weg- / Zuzug und anderen Hintergründen ist es allüberall erforderlich, chronische Probleme durch regelmäßig wiederkehrende Information zu minimieren.

Die Rückfahrt findet in wechselndem Licht statt – wie erwartet mit gut Gegenwind.

Wenn das nicht ein Beitrag zur täglichen Gesundheitsförderung ist …

Am Ortsrand von Wedel begrüßen mich Herbstbäume, bunt.

Inzwischen, eine knappe Woche später, haben wechselnde Temperaturen, Starkwind und ein Bisschen Regen die Bäume jahreszeitenbedingt gezaust.

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Auf einer Radrundtour Wedel – Hamburg, Klövensteen, Naturschutzgebiet Schnaakenmoor – Wedel entdeckte ich, frisch freigelegt, „Art by Nature“ – diverse Ansichten eines Bodenprofils. Nicht zuletzt wegen dieser euphorischen Antwort auf das Vermailen einzelner Fotos „… da strahlt das Bodenkundlerherz. Soll noch jemand sagen, Böden seien nicht ästhetisch!“ stelle ich die Aufnahmen gern ins Netz.

Herbst-Aspekt beim Radeln West-Ost parallel zur S-Bahn.

Nach Norden biege ich ab in den Klövensteenweg und dann links rum, nördlich des Schnaakenmoors weiter.

Pfeifengras prägt zur Zeit das allzu trockene Schnaakenmoor. Eine über die Jahre zunehmende Zahl toter Kiefern und Birken zeigt aber, dass Vernässungsmaßnahmen (Abflussstopp) die beabsichtigte Moorentwicklung bereits fördern.

Ob wir hier freies Wasser wohl noch in 2020 wiedersehen werden?

Huch, ein Zaun und ein Graben – muss das sein?!

Ja, es muss! Leider geht es nicht anders.

Irgendwo seitwärts, oben trompetet es anhaltend und laut. – Nix zu sehen.

Dafür gibt es unten Neues zu sehen, aus alter Zeit.

Bodenprofile können so beeindruckend sein.

Bp 2 – ohne Worte.

Bp 3 – ohne Worte.

Bp 4 – ohne Worte.

Hier wird weiter gearbeitet, wie ein Schild erläutert.

Wir dürfen gespannt sein. – Zwar würde ich die hiesige Entrohrung und das Hinterlassen eines Grabens nicht als „Renaturierung“ bezeichnen! Dem Wort gerecht würde eher das Hinterlassen einer geschlossenen Bodendecke.

Aber dann würden Hunde und Menschen sicherlich nicht aus der zu schützenden Fläche ferngehalten – und die Bodenprofile sähen wir auch nicht (mehr).

Zu Boden hat Hamburg einiges zu sagen und zu bieten.

Das himmlische Trompeten wird lauter, kommt näher.

Da sind sie – immerhin drei Kraniche.

Weiter geht meine Fahrt, zurück nach Wedel.

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… und das schon seit einiger Zeit.

Ende September, Anfang Oktober, als noch Hunderte Graugänse die Marsch bevölkerten, stutzen wir. – DA … haben sich doch einzelne Nonnengänse bereits eingeschlichen.

Ausschnitt aus demselben Foto.

Normalerweise hört man die Nonnen- / Weißwangengänse oft, bevor man sie sieht. Wie eine Horde kleiner Hunde bellen sie aufgeregt – aber wohl nur in größerer Zahl. So sind uns diese ersten Ankömmlinge entgangen.

Als dann die ersten kälteren Nächte kamen, waren nachts die erwarteten Laute zu hören. Ganze Schwärme zogen offenbar über Wedel hinweg.

Und so können wir sie seitdem in größerer Zahl beobachten.

Größere Schwärme Nonnengänse werden bis zum Frühjahr wieder das Bild der Marsch bestimmen.

Größerer Schwarm in etwas hektisch wirkender Umformatierung.

Und da sitzend sie dann, ruhend …

… äsend, hier querab NABU-Vogelstation.

Immer sind aufmerksame Beobachter des Rundrum mindestens an den Rändern erkennbar.

In jüngerer Zeit sind nicht so große Zahlen vor Ort zu beobachten – sei es, dass diese ersten Schwärme weitergezogen sind, sei es, dass sie zur Radelzeit zum Fressen irgendwo zwischen Elbe, Marsch und Geest unterwegs sind.

Wir sind gespannt, welche Gesamtzahl wir über diesen Winter erreichen. Die Nonnengans – neben anderen – ist angesichts ihres erfolgreichen Schutzes über Jahrzehnte mindestens in Dänemark bereits Anlass zu intensivem Schiessen …

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Da sich die beiden Strecken an der Krückau deutlich unterscheiden, beschreibe ich sie in zwei Beiträgen.

Strecke 1 liegt auf einem Grundstück des Wasserverbands Krückau.

Überblick über das Gewässergrundstück.

Der Bach zieht, im Gegensatz zu den meisten heutigen Gewässerstrecken, nur flach in die Landschaft eingeschnitten mehrere Hundert Meter sigmoid entlang der nördlichen Geländegrenze. Am nördlichen Ufer steht teils eine höhere Moränenkante mit gelegentlich lückigem, standorttypischem Baumbewuchs. Durch das Fehlen des Wurzelschutzes am Südufer in dieser recht naturnahen Strecke hat sich der Bach verbreitert, wodurch Fischunterstände und harter Gewässergrund mit Erosionssand belastet sind. Durch Strömungslenkung kann dies rückgängig gemacht, können Gewässergrund, Verstecke und Laichplätze reaktiviert sowie fehlender Laichkies ergänzt werden.

Auf der Anfahrt von der Ekholter Au passiere ich den auf festem Grund liegenden Kies. Der Bagger ist gut beschäftigt, die Kippfahrzeuge zu beladen.

Vor Ort angekommen, leerer Ladewagen verlässt das Gelände.

Kleinklima! – Im Schatten sind auch jetzt am Vormittag noch betaute Kunstwerke zu bestaunen.

Einer der zum Querschnitteinengen gekennzeichneten Schüttpunkte.

Ein Muldenkipper wird eingewiesen.

Wir profitieren für die Arbeit von günstigen Bedingungen (die für Bach und Umfeld eigentlich gar nicht günstig sind). Die Feuchtwiese ist angesichts der anhaltenden Trockenheit gut zu befahren. Das hätte ganz anders (bis garnicht) laufen können. Zur Sicherheit und zum Bodenschutz werden die Wagen im weicheren Geländeteil aber statt für 2 (6 t Kies) nur für einen Schüttpunkt (3 t Kies) beladen.

Ruhige, aber zügige Betriebsamkeit.

Schütten nach Einweisen.

Schüttwinkel bis an die Uferkante erstellt.

Die Zahl beschickter Punkte wächst, die Zeigerstöcke sammeln sich.

Nicht nur gutes Arbeits-, sondern auch gutes Segelwetter.

Erlenjungwuchs kommt streckenweise gut auf – bislang aufgrund Flächennutzung nur in der Uferkante.

Die Schüttstellen sind so platziert, dass der Erlenjungwuchs für weiteres (Her-)Anwachsen geschützt wird.

Das sieht dann so aus.

Und so.

Erlenjungwuchs, geschützt.

Schneller als gedacht, geht die Arbeit voran.

Und schon ist der Lagerplatz geräumt, der Kies vollständig in die Krückau eingebracht. – Für weitere, gekennzeichnete Punkte wird sich eine andere günstige Gelegenheit ergeben.

Wir wechseln zur zweiten Krückaustrecke, Bericht folgt.

Wie anderswo werden wir die Entwicklung der Kiesdepots über mehrere Hochwässer beobachten, ggf. per Hand nacharbeiten, ergänzend Unterwasserlenker und / oder Laichplätze anlegen.

Wichtig für die Langzeitentwicklung mindestens ist der Nutzungsstopp im Gewässerrandstreifen, so dass sich auch hier ein natürlicher Lebensraum ausprägen, Totholz liegen bleiben kann.

Da das Grundstück des Wasserverbands quasi in Öffentlicher Hand ist und mit öffentlichen Mitteln gekauft wurde, wäre Auwald für die Gesamtfläche eine standorttypische Entwicklung, die im Sinn von Wasserrahmen- und Flora-Fauna-Habitatrichtlinie stünde. Dem waldärmsten Bundesland, Schleswig-Holstein, stünde es gut an, auf öffentlichem Grund beispielhaft auch für private Flächen, Wald in Richtung Wildnisentwicklung zuzulassen.

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Tags drauf, schliesslich hatte ich meine 2-Tagesangelkarte erst einen Tag (eher virtuell) benutzt, ging es wieder an den Edersee. Diesmal an das Südufer, das Auto beim Baumwipfelpfad geparkt und dann Richtung Ost gestiefelt.

Der Morgen sah aus wie tags zuvor. Regen in der Nacht, sehr gut.

Horizonte, Achtung Mais! Warum sollte es um Korbach herum anders aussehen als überall, wo unsere Subventionsregeln gelten?

„Landschaft“ sagt Agrarministerin Klöckner ist dies, nur möglich mit unseren Bauern. Dann will ich mal in „Gegend“ fahren (so ihre Benennung zu anderem). Den Umgang mit unseren Steuergeldern halte ich für eine Kulturschande. Politiker, lamentiert nicht über fehlende Nachhaltigkeit, über Klimawandel und (schwindende) Biodiversität – passt endlich die Definition der Agrarsubventionen an: ohne Wege- und Gewässerrandstreifen, ohne Abschaffen der Überdüngungen, ohne Minimieren des Gifteinsatzes KEINEN CENT in einen Betrieb!

Wir brauchen auch ein Lobby-Register, um „unsere Pappenheimer“ in den Regierungszentren kennen zu lernen.

Das Auto ist geparkt, nach kurzem Angang, Hangweg runter, gucke ich ans Nordufer – Atlantis Berich.

Angesichts des noch jungen Tages tummeln sich noch keine Touristen dort drüben.

Plan führt mich der Weg Richtung Osten, zu den angesichts nur noch 11 % Füllungsgrad der Edertalsperre frei umwanderbaren Hopfenbergen.

Am Ufer rastet und trocknet gefiederte Fischerzunft.

Schloss Waldeck in Sicht, die Weisse Flotte startet bald.

Herbstbunt startet. Rot-Weiss ist neu – der Autowahn bzw. der Wahn einiger Autobesitzer ist offenbar nur so zu stoppen.

Der Nationalpark Kellerwald-Edersee ist primär Buchenwald. Wohl als Teil der Entwicklung sind an der Seeseite des Weges Nadelhölzer gefällt worden.

Teils wurde hier am Wegrand offenbar auch aus Sicherheitsgründen gefällt.

Spontan haben sich im neuen Licht Distel und Tollkirsche angesiedelt.

Auch hier also – Nilgänse.

Und auch immer noch hier – Blaualgenblüte, herbstlich aufgeschwommen und per Wind ans Ufer gedriftet.

Man könnte meinen, ein Maler habe einen Farbtopf verschüttet.

Steile Kante! Voraus die frei liegenden Hopfenberge.

Gelegentlich zieht ein Graureiher über den Restsee.

Angekommen an den Hopfenbergen – schräg gestellte Erdgeschichte.

Unten ist die „Edersee“ gestartet – zwangsläufig zu einer nur kleinen Rundtour, zur Sperrmauer und zurück.

Da will ich runter – und dann rundrum.

Unten angekommen. Dieser Schaum, so sagten mir Angler später, sei über Nacht im Sperrmauer-zugewandten Restseeteil entstanden.

Jenseits von Anglerbooten ist die „Edersee“ schon vor der Sperrmauer angekommen.

Westlicher Steilhang vor der Sperrmauer – mir fällt auf, dass das Wetter 2020, sicherlich zeitlich zusammen mit den Ablassphasen, Pflanzensukzession hier weitgehend verhinderte.

Es gibt auch andere Jahre, in denen herbstlich bunte Pflanzenabfolge den Steilhang prägt.

Ja, ich habe auch die Angel bedient und einen Fisch …

… gefunden. – Na ja, fast so etwas wie einen Fisch.

Schloss Waldeck, hoch oben – mit der kahlen Hopfenbergeverbindung davor liegt es fast wie auf einer Waldinsel in der Steinwüste.

An der Südostkante der Hopfenberge scheint ein Krake dem Wasser zu entsteigen.

Reptilien, Drachen voraus. Dies ist die berüchtigte „Stukenkante“. An den alten Baumstubben wurde manch teures Angler-Utensil über die Zeit abgerissen. (An solchen Verstecken stehen natürlich bei Überstau auch große Fische!)

3 Kanadagänse und Nilgänse verlassen das Ufer. Letztere haben jetzt (noch / schon wieder) Jungtiere im Gefolge!

Der Zahn der Zeit nagt an den Baumstubben und am Ufer.

Ich wandere zurück – auf dem östlichen Hopfenberg sind allerhand Mineralien zu entdecken, bunte Steinvielfalt.

Ich fühle mich an Bergfreiheit und die Edelsteinschleiferei erinnert (vgl. vorletzter Beitrag hiervor).

Das Schotterfeld ist ergiebig. Zum Glück ist das Leervolumen meiner Taschen begrenzt.

Dieses Jahr ist auch die Hopfenbergehochebene nur spärlich bewachsen. Über lange Zeit fehlte halt jeglicher Regen. – Die „Edersee“ ist schon wieder vor der Sperrmauer angekommen.

Der Rückweg führt weiter über schräg gestellte Ebene.

An der Südseite des westlichen Hopfenbergs findet sich eher feines, gepresstes Steinmaterial.

Kraxel, kraxel – fast geschafft, nun noch über den Schleppbahndurchbruch.

Alt-Berich, ich bin schon nahe dem Startpunkt, ist inzwischen „besiedelt“.

Unten vor dem Steilhang, nahe dem Baumkronenpfad, haben sich zwei Angler einen Platz gesucht.

Auf den Hopfenbergen, mit Boot am Ufer und in einem Zelt sitzend, hatte mir ein Angler eine gute (weitere, zu den vielen existierenden) Erklärung geliefert, warum wir so gar nix fingen. „Das liegt am fallenden Luftdruck! Der ist nun schon unter 1.000!“ Die wenigen, ständig den Angelplatz wechselnden Bootsangler hatten mich schon grübeln lassen. – Ok, ich kann ja diese Ausrede mal zu Hause testen …

Am Wegrand stehen noch einige Nadelhölzer – Rest-Impression des vorherigen Gesamtzustands.

Das also war`s 2020 im Waldeckischen. Das nächste Jahr wird kommen.

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[Wer mich vermisst hat … – mein PC „hatte“ eine Woche kein Internet, kann passieren. Eine Menge hat sich inzwischen getan. Es ist über etliche Bach-Restaurierungen im Schleswig-Holsteinischen zu berichten, es herrscht Bilderstau. Zunächst vervollständige ich aber die Erlebnisse in Korbach, Waldecker Land, und Umfeld.]

Nahe Korbach befinden sich die drei Talsperren der Eder, der Diemel und der Twiste, allesamt Tourismus-Schwerpunkte, weshalb „Eingeborene“ spezielle Jahres-, Wochen- und Tageszeiten für ihre Besuche wählen. Aufgrund der Größe, der Lage und Erreichbarkeit per Rad bin ich eindeutig Eder-geprägt.

Wenn es irgend geht, ist für mich im Herbst eine Tour an den Edersee und in dessen oberen, freigefallenen Teil an die Eder ein Muss.

2020 hat es wieder geklappt, im Anschluss an den Besuch im Schneewittchendorf Bergfreiheit, s. voriger Beitrag.

Buchenwald im Herbst – ich befinde mich im Nationalpark Kellerwald-Edersee.

Jungwuchs. – Wer versteht, was zu sehen ist, bemerkt, dass sich die Natur am Besten selbst hilft.

Runter zur Eder.

Blick auf den leeren Edersee querab Hohe Fahrt, gen Asel-Süd.

Atlantis im oberen Edersee, die Aseler Brücke.

Im und um den äusserst wenig Wasser führenden Fluss sind Enten, Gänse, Grau- und Silberreiher auszumachen.

Silberreiher bei Ortswechsel.

Noch ein Graureiher fliegt an.

Ein Grau-, zwei Silberreiher.

So extrem niedrig habe ich die Eder in Jahrzehnten nicht gesehen. Bei mittleren Abflüssen fliessen beide Arme stark, die Fläche vorn ist ingesamt wasserbedeckt.

Nur ein winzig kleiner turbulenter Teil der Fläche zeigt, wie wenig Wasser hier im Fluss „übrig ist“.

Eder ohne Wasser – ich gehe flussauf.

Da blüht noch ein Blutweiderich – auf den Rest.

Reichlich Nährstoffe, reichlich Licht – die Schotterbank hat allerhand driftende Grünalgenwatten gesammelt.

Basteleien, Restturbulenzen.

Herbstfarben am Fluss.

Farbspiel Uferkante – Fluss.

Farbenspiel Aufläche.

Aufläche und Berge – diese An- und Aussichten sind es nicht zuletzt, die mich hierher führen.

Und da, auf der anderen Seite – das sieht ja fast aus wie ein Pendant zur „Bergfreiheiter Welle“.

Die Bergfreiheiter Welle ist im vorigen Beitrag beschrieben.

Noch einmal, etwas größer.

Selbstverständlich hatte ich angesichts Zweitagesangelscheins eine Angel dabei …

Zum Abschied grüßt ein Silberreiher.

Wenn man den Vogel so sieht und annimmt, er flöge von rechts nach links, könnte man ihn fast für einen (Sing-?)Schwan halten.

Der Abend klingt aus in der Altstadt Korbachs, bekannt für reichhaltiges Fachwerk.

Es folgt demnächst eine Wanderung im Edersee, rund um die Hopfenberge, tief unter Schloss Waldeck.

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Kürzlich fragte eine Nachbarin, sie sähe keine Störche mehr auf dem Nest einer nicht weit entfernten Stadt – wo die denn wohl geblieben wären?

Na, die werden wohl auf der Reise ins Winterquartier sein?! So hatte ich 2017 im August bereits Ansammlungen von fluginteressierten Störchen nahe Holm gesehen. – Kurz nach dem Nachbargespräch meldete sich der seit Frühjahr stille Newsletter „Störche auf Reisen“, offenbar ein Bisschen verspätet. Die Weißstörche sind schon weit geflogen, einige der Senderstörche bereits am Ziel angekommen!

Nun sind Senderstörche sicherlich nicht alles, was die Storchenpopulation zu bieten hat …

Gestern in der Holmer / Hetlinger Marsch – im Foto 2 von 4 Weißstörchen.

Es sind also noch etliche Tiere im Bereich der Brutgebiete, nehmen sich noch Zeit.

Weiter in die Marsch über den Lanner geblickt – jenseits des Rindes halten sich ein Schwan sowie etliche große Gänse auf, dahinter 2 Silberreiher auf.

Nebendran auf der Wiese streiten sich zwei Graureiher, ein kleiner Luftkampf folgt.

Was auch immer der Anlass war, Futter, Standplatz? – nach einer Weile ziehen die beiden Streithähne ab.

Am Alten Heuhafen Hetlingen, aufgrund der Trockenheit um 1 m runtergeschrumpft und völlig Entenflott-bedeckt, steht ein Graureiher auf einem Baumstamm.

Der interessiert sich überhaupt nicht für mich, dafür offenbar um so mehr, ob sich das Entenflott (bzw. etwas darunter) bewegt.

Nix erwischt – mal ein Bisschen vortasten.

Neuer Standplatz, neue Aufmerksamkeit.

Ich radele weiter.

Hinter dem Elbe-Hauptdeich treffe ich wieder Graugänse, ganz cool …

Seit geraumer Zeit halten sich hier zwischen Wedel und Hetlingen wohl an die 1.500 Graugänse in Gruppen von je 50-200 Tieren auf. Radler stören sie wenig – auch wenn sie zahlreich auftreten. Zwei Tage vorher, „andersrum“, die Sonne im Rücken, sah die Begegnung wie in den nun folgenden Fotos aus.

Fährmannssand Richtung NABU-Vogelstation – Hetlingen, Graugänse auf der Deichverteidigungsstraße und nebendran.

Wir kommen näher.

Nur die nahen Tiere weichen etwas aus.

Und näher … – die werden doch …

Ok, ihr Radler, wenn`s denn sein muss …

Zurück zur Ausgangsfahrt – jede Menge Stare, etliche Kiebitze und viele Arten mehr sind jetzt reisend und rastend hier in der Marsch unterwegs.

Kurz vor Schluss meiner Tour, in der Marsch vor der Wedeler Geestkante, gleich querab vom Theaterschiff Batavia, steht ein einzelner Weißstorch, ruhend, sich sonnend.

Vor weiteren Aktivitäten wird das Gefieder geordnet.

Weißstörche werden wir 2020 hier wohl bald nicht mehr zu sehen bekommen. Wir sind gespannt, wie sich die bald zu erwartenden Massen von Nonnengänsen mit den dieses Jahr so zahlreichen Graugänsen arrangieren werden.

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Zwei Pfauenaugen – und noch ganz viele – gucken uns an bzw. sind zu sehen.

So gucken Pfauen(augen) bzw. so sehen sie alle in ihrer Ähnlichkeit und Verschiedenarigkeit aus.

Aber – das Foto stammt doch aus dem Vogelpark Niendorf, aufgenommen vor einem Vierteljahr während des Haffkrug-Kurzurlaubs!?!

Gestern nun waren wir in Buxtehude – das gute Wetter und die Lühe-Schulau-Fähre hatten uns mit Rädern gen Süden gerufen.

Boahhh, unverkennbar – es herbstet! Nebel noch um 11 Uhr am Willkommhöft. Die Lühe-Schulau-Fähre liegt bereit.

Nach guter Überfahrt und 1,5 Stunden Radeln – mal auf anderer Strecke, vielleicht dazu demnächst mehr – erreichen wir Buxtehude, sonnig.

Der Hase guckt, wo denn der Igel jetzt wohl schon wieder vor ihm angekommen ist …

Nach guter Mittagspause mit Speis und Trank gehen wir anschliessend in lokalem Garten gleich zu Kaffee und Kuchen über – wir wollen die Fähre um 17.10 Uhr am Anleger Lühe erreichen.

Und da gibt es allerhand zu sehen, unter anderem eben: Pfauenaugen!

Pfauenauge in Buxtehude.

Angesichts der Schmetterlingsarmut im Sommer 2020 und speziell des späten und seltenen Auftauchens von Pfauenaugen im Umfeld Wedels stelle ich jetzt einen Gutteil der Fotos ins Netz. „Nebenbei“ labten sich ein paar Kohlweisslinge und ein (?) Admiral an herbstlicher Blütenpracht.

Diese Buddleia wird nach der Erstblüte beschnitten und blüht dann gern in kleineren Blütenständen im Herbst nochmal.

Mal was anderes: Pfauenauge von unten, an Sonnenhut.

Pfauenauge Buxtehude.

Pfauenauge Buxtehude.

Pfauenauge Buxtehude.

Und Tschüss!

Wir hatten was vor uns … gut Gegenwind …

… und der war heftig! Und die Klappbrücke war auch oben, jetzt schon wieder. – Das Foto von Bord aus zeigt: Wir sind trotz allem (gerade noch) rechtzeitig am Anleger angekommen.

Und so klingt ein schöner Tag (Konditions-gestärkt!) – nicht nur für uns – aus.

Mal sehen, ob`s das mit unserer diesjährigen Fähren-Saison war.

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Vor einem Vierteljahr, 14. Juni, beschrieb ich ein paar Eindrücke des gerade zu Ende gegangenen Urlaubs in Haffkrug. Danach ging die Zeit drüber hin …

Ich hatte angenommen, aus der Vielzahl Fotos in mehreren, dicht aufeinander folgenden Beiträgen komprimiert unterschiedliche Aspekte der in kurzer Zeit gewonnenen vielen Eindrücke ins Netz zu bringen. – Anderes, unter anderem mehr Bach- und Kies-Aktivitäten als erwartet stoppten das. – Nun denn …

Wolkenfront, Sonne auf leerem Sandstrand – „damals“ war die Zeit, als Tagestourismus noch verboten war.

Wir übten an der ungewohnten Situation in der Gastronomie und anderswo. – Im Nachhinein müssen wir sagen, wie für die meisten Mitmenschen und Deutschland generell: Offenbar wurde da etliches richtig gemacht.

Mit dem Rad sind lokale Besonderheiten, hier der Wald-bewachsene Moränensteilhang im Süden (Scharbeutz ff.) schnell erreicht.

Das gilt genauso für die Moränenhochfläche mit Steilküste im Norden, Sierksdorf. An das hier im Foto Mitte Juni neben Mohn blühende Kleine Löwenmäulchen erinnerte ich mich, als ich den vorigen Beitrag „Vorherbstfarben am Bach …“ schrieb.

Und angesichts nicht zu starken Menschengewimmels sowie der Jahreszeit („damals“) gab es allerhand Vögel und bunte Vegetation zu sehen.

Junge Silbermöwe am Strand, …

… recht zutraulich.

Die erwachsenen Silbermöwen guckten sich die Gegend oft aus luftiger Höhe …

… oder vom Wasser aus an – im Zweifel immer Futter oder – Leute, lasst das – Gefüttertwerden im Sinn.

Seltener kam die Mantelmöwe ins Blickfeld.

… während sich trocknende Kormorane an den „richtigen“ Stellen zwangsweise regelmäßig zu betrachten waren (sie müssen halt zusehen, dass sie wieder trocken werden).

Nicht deutlich auszumachen: vor dem Kormoran sitzt ein Austernfischer auf einem Findling.

Kleinvögel wie Meisen, Spatzen und Bachstelzen führten regelmäßig vor, dass sie AbschreckungsPlastikraben auf Häusern eher interessant finden.

Auch lädierte Flügelträger kommen dem Radler gelegentlich in den Weg – hier ein größerer Käfer, wohl der Schröter.

Im Übergang zum Blumigen zeige ich noch Hundefreuden am Strand vor dem Sierksdorfer Moränensteilhang.

Mehrfach sind wir dann auf dem Plateau seeseits des noch geschlossenen Hansaparks gewesen. Der Wanderweg musste nicht mit allzu vielen Spaziergängern und Radlern geteilt werden.

Das war eine gute Jahreszeit. Zwar sah das Auge des Betrachters nicht allzu viele Insekten trotz ausreichender Temperatur, zahlreiche die Fläche überfliegende Uferschwalben zeigten aber an, dass hier allerhand zu holen war.

Wir haben nicht die blühenden Arten gezählt …

… allein die Optik der Fotos zeigt: hier war richtig was los.

Nichts los in diesem Sommer 2020 war am Liguster – verglichen mit dem massenhaften Distelfalterbesuch in 2019.

Wie es an den Küsten weiterging, ist hinreichend bekannt. Zum Ende unseres Urlaubs, im Wegfahren, wurden Tagesbesuche freigegeben. Straßensperren und andere geeignete Maßnahmen wurden gesucht und gefunden, um zu dichtes Strandgedränge zu verhindern. – Wenn ich mir die Corona-Landkarte in ihrer zeitlichen und flächigen Veränderung so ansehe und rückerinnere, finde ich auch hier: Gut gemacht! Möge es weiter klappen!

Auf gute Gesundheit!

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