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Archive for the ‘Reisen’ Category

Heute NELlie getroffen.

Irgendwie hat man das Gefühl, dass trotz des vom Nebel verdeckten ruhigen Umfelds dauernd etwas geschieht …

In Tieflage, im Moor: Alles ruhig – ein paar Kraniche rufen …

Auf der Höhe: Oha, Drestedt hat sich eingeigelt! Ist das Vorsorge = Anpassung an den Klimawandel (aber: ein Deich auf der Spitze des Einzugsgebiets zwischen Voßbeek und Dickenbach, höchster Punkt der Moräne?!) – oder eine neue Abgrenzung der Samtgemeinde Hollenstedt gegen die Samtgemeinde Tostedt?

Heute habe ich den Wechsel zurück zum Kleinwagen vollzogen – und, siehe da, eine Menge hat sich getan. Ich traf NELlie.

Nahe der Kfz-Zulassungsstelle, parallel zur B 75, zieht NELlie unübersehbar ihre Bahn.

Quer durch die Landschaft, hier zwischen B 75 und B 3, ist sie nicht zu übersehen.

Herbstlicher Horizont auf Moräne des ländlichen Raums, wir nähern uns dem schon weiter oben im Bild gesehenen „Drestedter Deich“.

Tropfnass sind die Baumalleen – es ist nicht nur Tau, entgegen der Wettervorhersage hat es schon heute (ein paar Tropfen) geregnet – kaum zu glauben!

„Hinter`m Deich“ – des Rätsels Lösung: im Gegenlicht arbeiten stählerne Kolosse, gesteuert von versierten Fachmenschen an der Baustelle, wo bald die Rohrleitung unter der Straße „durchgeschossen“ wird.

Wollen wir hoffen, dass die Baumaßnahme zügig abgeschlossen wird, die ökologisch brisanten Stellen wie Gewässerquerungen gut gemeistert werden und die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen den Riesenschaden der Trasse vom östlichen Mecklenburg-Vorpommern bis ins westliche Niedersachsen mindestens halbwegs kompensieren.

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Mein Wagen …

… ist`n Kleinwagen.

Die viertbeste Art, sich fortzubewegen nach (schnell-)zu-Fuß-gehen, Radfahren, Zugfahren.

Nach 2 Silbergrauen, quasi geerbten, hier wieder eine "Erbschaft" - gut, wenn die junge Generation erkennt: "In der Großstadt braucht`s kein Auto." - Fahren wir also bunter auf dem Land - Dank nach HH. 🙂

Erwähnenswert finde ich dem entsprechend die Aktion „I burn calories, not fuels“.

Kleinwagen ist generell ok, muss ausser uns ja nur ein kleiner Hund rein.

"Voll ok!" meint Socke von de Dreyster Drift.

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Goldener Oktober im November – auch mal ein schönes Erlebnis; also auf zur Wanderung an den Edersee, Fürstentum Waldeck.

Schöne Aussicht, Waldeck: "Schloss Waldeck kennt ein jeder, der da gewesen ist." 🙂

Das war nun höchste Zeit für einen Besuch in der binnenländischen Hansestadt, Anfahrt per Bahn.

Raus aus dem ICE im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe und rein in die Regionalbahn Richtung Westen.

Kurzer Stopp auch in Külte-Wetterburg - über den querab liegenden Twistesee wird weiter unten noch zu berichten sein.

Der Bahnhof Volkmarsen zeigt Schiefer-Architektur, wie sie allerdings weiter westlich im "Upland" noch typischer ist.

Gut angekommen in der Kreisstadt Korbach - das Türmchen der Alten Landesschule (ehemals Gymnasium, dessen Neubau am Stadtrand liegt) grüßt über Fachwerkgiebel.

Eine Tour nach Waldeck mit folgender Wanderung entlang des – herbstlich stark abgesenkten – Edersees ist immer empfehlenswert.

Das ist aber auch ein Herbstbild - Blick von Waldeck auf nordwestlich gelegene Bergwälder.

Schöne Aussicht, Waldeck - Postkartengruß vom Schloss Waldeck.

Schöne Aussicht, Waldeck: Blick auf die aus dem Edersee auftauchenden Hopfenberge.

Guten Tag, ich heisse Erck, bin der Chef der Hollen.

Der Erck und seine Hollen haben sich verpflichtet, immer für die Sicherheit des Schloss Waldeck einzustehen.

Blick vom Schloss Waldeck auf den Edersee, der die großen Ederschleifen eingestaut hat.

Auch bei niedrigem Wasserstand kann man den See auf den Fahrgastschiffen erleben.

Mit dem Bau der Talsperre Anfang des 20. Jahrhunderts ist der Bestand des Weser-Lachs [7-seitige pdf-Datei] völlig zusammengebrochen: die riesigen Laich- und Aufwuchsflächen der Eder gingen durch Einstau (Fluss wird zu See) und Unterbrechen der Wandermöglichkeit der Laichfische verloren. Sehr intensive Erbrütung von Lachs-Eiern, um dem Bestand wieder aufzuhelfen, hat seinerzeit keine Erfolge gebracht. Heutige Versuche, den Weser-Lachs durch Aktivitäten andernorts wieder zu gewinnen, dürfen gespannt abgewartet werden …

Nun aber auf zur Wanderung durch Buchenwald von der Sperrmauer aus entlang des Sees.

Vor den Hopfenbergen - umgekehrter Blick zum früheren Foto, Richtung Waldeck.

Die Hopfenberge - schräg gestellte Geologie.

Der Edersee war und ist ein beliebtes Angelrevier – versunkene alte Bauwerke, Baumreste und andere Geländerauigkeiten bieten besondere Anlaufpunkte.

Es scheint so, als ob nach den Anstrengungen der Abwasserreinigung und der damit einhergehenden Nährstoffverringerung (die Landwirtschaft muss ihren immensen Beitrag noch bringen!) die Fischfauna des Sees wieder vom Trübwasserfisch Zander zurück zu Hecht und Barsch geht – und was für Fische werden da gefangen!

Zahlreiche Angler versuchen vom Boot aus ihr Glück.

Dieser Land-Angler hatte Glück - auch wenn es die Vergrößerung nicht scharf zeigt: einer der berühmten riesigen Edersee-Barsche liegt auf seinem Kescher.

Zurück im Gegenlicht führt der Weg Richtung Sperrmauer.

Unser Bauhof hätte diesen Baum längst abgesägt - schräg, wie er steht, stünde seine Standsicherheit in Zweifel ... - Die Zotten am Stamm sind übrigens Wasserwurzeln. Sie zeigen den Wasserstand bei Vollstau.

Dass die Natur Bäume mit Wurzeln ausgestattet hat, die sie trefflich verankern, weiss bei unserem heutigen Bauhof fast niemand mehr ...

Herbstlicher Hang kurz vor Erreichen des Leihwagen-Parkplatzes - Tschüß, Edersee!

Auch der junge Twistesee zeigt Alterungserscheinungen. Schwimmer beschwerten sich über Wasserpflanzen …

Unüblich tief abgesenkt präsentiert sich der Twistesee.

Liebe Leute, seid froh, dass ihr Wasserpflanzen sowie offenbar gute Muschelbestände und daraus resultierendes Klarwasser und nicht die Erbsensuppe des Algengewässers habt!

Auch der Vorstau ist abgesenkt - Maßnahme zum Entwässern der nährstoffreichen Sedimente vor Baggerung?

Wie dressiert kommen Enten herangeschwommen.

Große Mengen Dreikantmuscheln (?) sind am Einlaufbauwerk trockengelegt und stinken vor sich hin. Die werden das Wasser nicht mehr sauber filtrieren.

Hoffentlich ist die als Verbesserungsmaßnahme gedachte extreme Absenkaktion des Wasserstandes nach Überlegungen von Gewässerökologen entstanden. Mir jedenfalls erschließt sich das Ganze nicht! Umweltverbände beklagen sich, dass ausgerechnet in der Vogelzugzeit der wichtige Trittstein Twistesee als Rast- und Nahrungsquelle nahezu ausfällt.

Umgestürzte Bäume bieten bei Vollstau vielfältige Uferlinie für Wassergetier.

Hoch gelegen, rechts in der ehemaligen Bach-Aue sind die früheren Mäander des Bachs Twiste erahnbar.

Genug gefahren und gewandert – ein schöner Tag geht zu Ende.

Korbach bei Nacht - das Jahr ist fortgeschritten, die Weihnachtsbeleuchtung hängt schon, braucht demnächst nur noch jemand den richtigen Schalter zu betätigen.

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Siebenuhrdreissig.

Achtuhrdreissig - hinter den Nadelbäumen ist die Sonne aufgegangen.

Oha! - Achtuhrvierzig.

Ganz so beeindruckend wie 2009 ist es dieses Jahr entsprechend diverser Wetterkapriolen zwar nicht, zeitweise Nassstürme haben die Baumwipfel von Buche und Bergahorn schon ziemlich gerupft. Aber bunt ist es allemal wieder – haben wir doch noch den erwünschten „Goldenen Oktober“ bekommen.

Dazu ein paar Farbenfotos von gestern.

Birken-gelb im Birkenweg.

Buchen - bunt im Buchenweg

Buchenweg 11 - Spitzahorn-gelb

Morgens in der Seeve-Aue bei Harmstorf ging es auch bunt zu.

Immer empfehlenswert: die Bergahorn-Allee im Steinbeker Mühlenweg (Buchholz in der Nordheide), wenngleich dieses Jahr nicht die Gesamtheit, sondern vor allem dieser "Star-Baum" brilliert.

Na, und dann ist da "natürlich" noch das neue Landschafts-Gelb: Mais-Gelb.

Horizonte 2011 - die (Nicht)Befahrbarkeit anmooriger Flächen erhält uns manch interessantes Winkelspiel noch ein Weilchen ...

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Fast ist die Gewässer-Konferenz zu Ende. Zum Schluss fahren wir die Westküste Jütlands nordwärts und sammeln in Ribe die Auto(heim)fahrer mit dem Bus auf. Unser Ziel ist die Varde Å, an der ein Kraftwerk ausser Betrieb genommen wurde. Damit ist die Ableitung des Flusswassers nicht mehr erforderlich, alte Mäander wurden über 20 km wieder hergestellt und der früher berühmte Lachs-Fluss fließt in zahlreichen neuen Windungen. Wie andernorts wurde eine große Fischteichanlage mit Regenbogenforellenmast ausser Betrieb genommen und auch dort der Fluss re-mäandriert. Die Fischzucht läuft nun als Intensivanlage mit Grundwasser und Abwasserreinigung weiter.

Der Postillion bläst zum Abschluss der Konferenz.

Vorbei geht die Busfahrt an heutzutage leider typischer, hochsubventionierter Mais-Einöde.

Mais, wohin das Auge schaut. Fast hätten wir den Lastzug nicht kommen sehen.

In Ribe steigen unsere Autofahrer in den Bus. Von hier aus können sie heute Abend schnell in alle Richtungen heimwärts fahren.

Erster Stopp an einer stillgelegten früheren Intensiv-Fischteichanlage. Hier kann man Alt-Erlen sehen - noch allzu selten an dänischen Fließgewässern. Der Fluss ist auf der ehemaligen Fischzuchtfläche wieder in Mäander gelegt.

Vortex, Strudel - sitzt hier "der Nöck" am Grund, der alles hinunter zieht?

Vortex, Strudel - Kennzeichen für Lebendigkeit, Sauerstoffversorgung des wieder entstandenen vielfältigen Flusslebensraums.

Englisch-deutsche Fachsimpelei an neuen Mäandern.

Und weiter geht`s zu den neuen 20 km re-mäandrierten Varde Å-Landschaften.

Da ist er, der vom Wetterbericht vorhergesagte "einzelne Schauer" - scharfer Wind bläst Nieselregen-Massen. Aber Interessierte kann das nicht von ihrem beschlossenen Handeln abhalten: der Fliegenfischer wirft beherzt gegen den Wind, unsere Gruppe blickt mit dem Wind flussauf.

Intensiv-Fischzucht fordert intensive Maßnahmen - hier: Belüfter.

Noch etwas notwendiger Weise intensives: Luftschutz - gegen den von oben angreifenden "Feind".

Damit der Beitrag nicht im allzu Positiven hängen bleibt, ein kleines Intermezzo – Landwirtschaft mal wieder.

EU-Agrarprofil - hier wären mal einige andere EU-Gesetze anzuwenden, als nur platt Subventionen rüber zu reichen. Maishorizont, Moränenhang, überlasteter Wasserkörper, durch Viehtritt vollkommen zerstörter Boden bis an den Gewässerrand.

Farben - rot-grün: Ocker - geht hier alles "in die Binsen"?

Aber zurück zum Fluss – der wurde wirklich beeindruckend restauriert.

Zusammengesetztes Foto - mal groß-klicken: links die wieder in Tieflage mit all ihrem Wasser fließende Varde Å, mittig der ehemalige Damm mit Fahrweg, rechts der in weiten Teilen verfüllte, teils als Feuchtgebiet belassene, hochliegende ehemalige Ansager Kanal, der das Varde Å-Wasser in den Kraftwerks-Stausee ableitete.

"Tja," sagt der in DK arbeitende Engländer seinem Landsmann "diese Beispiele nimm mal zum Nachahmen mit rüber auf die Insel."

Varde Å-Mäander folgt Varde Å-Mäander ... (fehlen "nur noch" die Erlen ...) 🙂

Siehstewoll! - Alt-Erlen am Altarm, es geht doch!

Also, liebe Gewässerfachleute, lasst mal der natürlichen Sukzession ihren Lauf. Vermutlich kommen wir da mit Vielem, so auch mit der Anpassung an den Klimawandel viel besser zurecht, als wenn wir immer meinen, an allem herumfuckeln (der Aktivist nennt das gern verniedlichend "behutsam pflegen") zu müssen.

Gurus unter sich - wir sind uns alle mit den dänischen Kollegen einig: Das war eine hervorragende Veranstaltung!

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Die Exkursion am zweiten Veranstaltungstag führte uns – gegenläufig in 2 Bussen – zum Wattenmeer an der Vidå Sluse (vorbei an der älteren Højer Sluse = Schleuse) und ins Kongens Mose, ein Hochmoor.

Der Blick aus dem Busfenster zeigt: das Wetter wird wechselhaft.

Umgepflügt - fettes Marschland. Der Boden (k)lebt. (Zitat Prof. Miehlich aus anderem Zusammenhang - passte hier so schön) 🙂

Bei einer Busfahrt gibt`s immer viel zu sehen. Erstaunlich, es weiden heutzutage sogar Kühe gelegentlich auf Feuchtwiesen - und das in der ansonsten intensiv genutzten Marsch.

Flaches Land: Der steife Westwind steht gegen den Wasserabfluss, stehende Wellen bauen sich auf.

Spezial-Traktor: Winkel-Mäher.

Blick über den Deich: Hoher Himmel über dem Watt.

Verblühte Strandastern vor dem Watt bei Ebbe.

Heute ist der Wind wieder ein richtiger Schaumschläger!

Schlagsahne auf Wattboden - es wird Zeit, den Nährstoffeintrag aus der Landwirtschaft zu minimieren. Nötiger Meeresschutz wird seit 3 Jahrzehnten missachtet.

Blick deichwärts zur Schleuse, grün.

Schlange vor der Herrentoilette? - Ach nein, Windschutz Suchende vor dem Schleusengebäude.

Uns wird ist es hier zu lausig – wir fahren weiter zum Hochmoor Kongens Mose.

Anfahrt über Feldweg: Uuups, ganz schön eng hier! Bus und Raupe mussten ordentlich rangieren.

Spuren in der Landschaft - Allerweltsbild heutiger Landwirtschaft: Bodenüberforderung mit zu schwerem Gerät und / oder Landnutzung zur Unzeit. Der "schlagkräftige Landmann" will immer können!

Das Hochmoor präsentiert sich herbstlich gelb-rot.

Gelb-grün geht auch.

Gar schaurig ist`s ...

So, genug Frischluft – uns wird das mit dem Dunkelwerden, dem auffrischenden Wind (und dem Anruf von der „Watt-Gruppe“, dass rasend ein Regengebiet zu uns auf dem Weg ist) jetzt zu ungemütlich im Hochmoor. Schnell zurück zum Bus, Schluss für heute.

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Internationales Fahnenmeer zur Internationalen Konferenz.

Veranstaltungsort der Internationalen Gewässerrestaurierungs-Konferenz war das Ecco-Centre in Tønder.

Die Shetlandponys vor dem Ecco-Fuß freuen sich über die Sonne – und den vom Fuß gebotenen Windschatten.

Spezialfoto mit Ecco-Centre - letzter Blick auf den silbergrauen, alten Koreaner.

Spezialfoto mit Ecco-Centre – letzter Blick auf den silbergrauen, alten Koreaner.

Geschafft, die Zeit der Organisation ist vorbei, die Life-Fahne kann aufgestellt werden. 🙂

Schöne Räumlichkeiten – und eine ausgezeichnete Küche – erwarten die Gäste.

Die Technik „steht“ – es kann losgehen.

Die Konferenz wurde von Seiner Königlichen Hoheit, Prinz Joachim, eröffnet – Schirmherr des vor seinem Abschluss stehenden EU-Life-Projekts.

Ausgewählte Vorträge boten einen sehr guten Überblick über den heutigen Stand der Gewässerverbesserung mit dem Wanderfisch Schnäpel als speziellem Schwerpunkt. Da diese „hydraulisch schwache“ Art wie z.B. auch die Flussfische Äsche aus der Salmoniden- und Hasel aus der Karpfenfamilie besondere Ansprüche an den Lebensraum stellt, ist die Wiederkehr  selbstreproduzierender Bestände ein besonderes Zeichen für erfolgreiches Restaurieren.

Fachsimpeleien – Eine wahrhaft praxisbezogene Konferenz – sehr gut, dass langes Sitzen bei virtuell Vermitteltem ergänzt wird durch Exkursionen – ein wahres Gesundheitsprogramm.

Die erste Exkursion der Konferenz ging an den neu angelegten Nørresø, große, neben der Vidå angelegte Flachwasserbereiche, die Schnäpellarven für ihre erfolgreiche Entwicklung zum Jungfisch benötigen. Erst danach sind sie in der Lage, den Wanderweg Richtung Wattenmeer durch die Brackwasserzone zu bewältigen.

Ein neuer Deich ermöglicht groß angelegte, neue Flachwasserbereiche. Nicht nur die Schnäpellarven, auch Amphibien, Vögel und viele anderen Organismen profitieren hier von „neuer Natur“. – Die „reinen“ Salmonidenfreunde allerdings haben Angst um ihre abwandernden Smolts von Meerforelle und Lachs. Hechte und fischfressende Vögel werden ihren Tribut fordern – das aber ist nun einmal Teil des Naturgeschehens.

Oha – was für Höhenunterschiede der Wasserkörper! Links neben dem Deich Fluss und Flachwasser, rechts der durch Pumpen tief gehaltene Wasserstand, der die landwirtschaftliche Nutzung des Polders ermöglicht. Nicht zu vergessen: das Umfeld von Tønder liegt unter dem mittleren Meereswinterwasserstand …

Der Angler, ganz links im Bild, machte einen etwas verfolgten Eindruck: gerade wanderte unsere erste Busladung vorbei, nun wir, die zweite – und da kommen auch noch Rennruderer den Fluss entlang!

Strömungsturbulenz, wir erreichen das untere Ende des um den Mühlenteich gelegten fließgewässerartigen Umlaufs – beste Variante für freies Wandern der Wirbellosen und Fische.

Sehr schön, standorttypische Gewässervegetation hat den im Bauzustand wie ein Steinbruch bzw. eine Kiesgrube aussehenden Umlauf inzwischen mit vielfältigen Strukturen ausgestattet – nicht zuletzt auch ein Gewinn für das Stadtbild.

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Die Konferenzveranstalter hatten ein Gesundheits- und Touri-Programm für uns vorbereitet. Wir konnten die Gelegenheit nutzen, bei etwas Glück das Natur-Phänomen „Sort Sol“ = „Schwarze Sonne“ zu erleben. Dazu bestand die Auswahl, die Exkursion per Fahrrad, per Kanu oder zu Fuß anzugehen.

25 Fahrräder und 7 Kanus standen bereit - die anderen Teilnehmer durften zu Fuß gehen.

Wir radelten den herbstlich beeren-rot gefärbten Straßenrand entlang gen Südwesten.

Überraschung - wir queren die Grenze nach Deutschland, der Einkaufsort Aventoft ist unser Ziel.

Auf dem Deich sitzen und stehen schon mehr als 200 andere Interessierte - mal sehen, was uns erwartet.

Zunächst sehen wir in der Ferne alte Bekannte - 4 der 7 Kanus werden professionell gegen starken Gegenwind gefahren, die 3 anderen haben heftig zu kämpfen. Am Horizont wandern unsere Fußgänger.

Die Zeit vergeht, die Sonne sinkt. - Aaah, ein erster, kleinerer Vogelschwarm vor dem Sonnenhorizont - noch sind wir Menschen fast in der Überzahl.

Und noch immer treffen weitere Zuschauer ein - inzwischen sind wir gut über 500, an die 1000.

Aber dann, es weht weiter und ist noch kühler geworden, die Sonne ist fast weg ... - die Stare kommen in Massen.

"Sort Sol" - "Schwarze Sonne" - wir hatten Glück, Abertausende Stare bescherten uns ihren beeindruckenden abendlichen Einflug in die Schlafstätte der Vidå-Schilffelder.

Das war wirklich ein Erlebnis! Jetzt schnell zu den Rädern und zurück nach Tønder.

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Und nicht nur die!

Während vielerorts in alten Verhaltensweisen verharrt wird

Der Fortschritt ist eine Schnecke - warum eigentlich?!

(durch Elektrofischen – womöglich über lange Strecken mit Entnahme der für den Bach so nötigen Elternfische, künstliche Befruchtung und Eientwicklung ausserhalb des Fließgewässers), haben die Aktiven an der Wümme beeindruckend belegt, dass standorttypische Fische, z.B. Forelle und Mühlkoppe, ganz überraschend aber auch der Lachs, sich ohne menschliches Zutun zahlreich auf Kies- und Geröllbänken vermehrt haben.

Verwundern kann das eigentlich nicht, ist es doch z.B. aus Dänemark seit Jahrzehnten bekannt.

So sehen auch die Ergebnisse der gerade zu Ende gegangenen Konferenz aus, die aus Anlass eines umfassenden Schnäpel-Projektes in Tønder, Südwestdänemark, präsentiert wurden.

Die Konferenz fand im ECCO-Centre statt, vor dem ein großer Fuß einen Hügel ziert. Den Shetlandponys im Abendsonnenschein ist das ganz lieb, können sie doch in seinem Schatten und Windschatten zu vielerlei Wettersituationen Schutz finden.

Demnächst folgen noch ein paar Informationen aus dem Umfeld der Konferenz.

Abendstimmung an der Vidå-Schleuse.

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Nachdem ich kürzlich in Dessau unter dem Titel „Wo bleiben die Wanderfische der Elbe?!“ vortrug, war es an der Zeit, den neuen Vattenfall-Fischpass am Wehr Geesthacht anzusehen.

An der Küste weht ein frischer Wind - und um 8 Uhr an einem 21. September ist es noch ganz schön früh.

Das kann einen aber überhaupt nicht stören, wartet doch eine äusserst kompetente und souverän vorgetragene Führung auf Interessierte. Fragen sind ausdrücklich erwünscht.

Kleine Unterbrechung: Da ich bei der Anfahrt „über Land“ gut zurecht gekommen bin, bleibt noch Zeit, einen Blick auf den 1998 in Betrieb genommenen Fischpass am Südufer der Elbe zu werfen.

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Mit den heutigen Kenntnissen ist verständlich, dass dieser bei seiner Einweihung als bahnbrechend geltende Fischpass nicht heutigen Vorstellungen entspricht. Immerhin hat er damals allerdings zu einer erheblichen Verbesserung für Wanderorganismen inkl. Stint, Meerforelle, Lachs und Neunaugen geführt

Vom Landschaftsbild her nicht schön, von der professionellen Fischwilderei mit extremsten Auswüchsen her aber unabdingbar: eingezäuntes und gesichertes Gesamtumfeld des Fischpasses am Südufer.

Mit besser geeigneter Methodik als bisher wird das Wandergeschehen überwacht.

Das standortgemäße Fachpersonal inspiziert regelmäßig die Zähl- und Messeinrichtungen, hier oberhalb des Südufer-Fischpasses.

Nun aber los zum Treffpunkt am neuen Vattenfall-Fischpass, die beiden oben bereits gezeigten Fotos werden ergänzt um das weitere, ausgesprochen interessante Geschehen vor Ort.

Wir Besucher waren regelrecht elektrisiert, eine solche Fischwanderhilfe sieht man nicht jeden Tag.

Gummistiefel braucht man keine, festes Schuhwerk reicht - fast wie ein Kunstwerk wirkt der Fahr- und Gehweg.

Fast künstlerisch auch die betonvergossenen Wasserbausteine - während der Bauphase riss ein Riesen-Elbehochwasser allerhand auf der Baustelle weg.

Der Fischpass ist ausgelegt für den größten, möglichen Wanderfisch der Elbe, den Stör. Die Anlage überwindet den Höhenunterschied als sogenannter Schlitzpass - große Becken, in denen die Tiere verweilen können und kurze turbulente Strecken an den Schlitzen, die es zu überwinden gilt.

Turbulente Strömung an einem Schlitz - natürlich wird auch der Wasserstand gemessen.

Wegen der nötigen Länge mussten 2 Umlenkkurven eingeplant werden - eine Herausforderung, die die Ingenieure offenbar gut gemeistert haben.

An Stellen besonders starker Turbulenz sieht man auch heute gelegentlich das Elbwasser schäumen.

Messeinrichtungen ermöglichen eine genaue Erfassung vorher besonders markierter Fische.

Hier stehen wir neben der Fanganlage an der Monitoringstation - alle passierenden Fische werden erfasst. Zwar ist die Gruppe zu spät gekommen, um den Tagesfang zu erleben, aber man hat uns ein paar Vorführfische aufgehoben.

Ein besonders großer Fang, wenn auch ein eher unerwünschter: das Vorderteil eines Sibirischen Störs - die Sorte, die von Natur aus nicht in die Elbe gehört, angesichts aller möglichen Aktivitäten des teichwirtschaftenden Profis und Laien aber inzwischen fast überall auftaucht.

Es winkt die Wollhandkrabbe - ein Scherenbein und andere sind ihr verloren gegangen.

Ein in der Abwasserzeit seltener Karpfenfisch, die Zope, hat sich inzwischen in der Elbe wieder gut vermehrt.

Neben dem dicken Stör wirken selbst ausgewachsene, fast 1 m lange Zander wie Waisenknaben.

Uiiihh, zappelig - Flussneunaugen!

Hier sind die 7 Kiemenöffnungen des Flussneunauges gut zu sehen - plus Nasenloch plus Auge = 9 "Augen" auf jeder Körperseite ... - Herzlichen Dank, wir haben eine ausserordentlich kompetente und lehrreiche Führung genossen!

Natürlich gehört auch der Kormoran an einen großen Fluss.

Turbulent tosend schiesst das Elbwasser über das Wehr Geesthacht. Interessiert beobachtet eine Möve das Geschehen - hier gibt es heute bestimmt noch etwas zu fressen.

An solch interessanter Stelle bleibt eine Möve natürlich nicht lange allein.

Leider auch da und für das geübte Auge unübersehbar: Schwarzangler / Wildfischer, die auch vor tierquälerischen, verbotenen Fangmethoden nicht zurückschrecken.

Kleine Elbbucht unterhalb des Fischpasses - es ist an der Zeit, ein der Elbe angemessenes Fischschongebiet auszuweisen und durch konsequente Kontrollen Fischwilderei abzustellen. Hoffen wir, dass das Stichwort "Lebendige Elbe" allerorten zunehmend ernst genommen wird.

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