Ich weiss, für so eine Überschrift muss ich aufpassen, nicht erschlagen zu werden. Aber nach 3 (in Worten: drei) Monaten mit ganz erheblichem Regendefizit muss man sich – gerade in diesen Wachstumsmonaten – über jeden Tropfen freuen.
Archive for the ‘Reisen’ Category
Endlich Regen.
Posted in Gewässerschutz, Reisen, Unsortiertes on 2. Juni 2012| Leave a Comment »
Elbe Fischpass Geesthacht Vattenfall.
Posted in Gewässerschutz, Reisen, Unsortiertes on 1. Juni 2012| 1 Comment »
Der Vattenfall-Fischpass am Nordufer der Elbe bei Geesthacht ist immer einen Besuch wert. Eine Gruppe des Angelsportvereins Harburg-Wilhelmsburg hat das gerade wieder getestet.

Wer Zeit hatte und die Örtlichkeit kennt, besuchte schnell noch den in den 1990ern erstellten Fischpass am Südufer der Elbe. Wie das Foto zeigt, ähnelt er mit Mäander einem rauschenden norwegischen Lachsfluss.

Es geht los. – Ein gewaltiges Bauwerk nach dem Prinzip „vertical slot“ – ein Schlitzpass. Die breiten Schlitze und das auf großer Länge abgebaute Gefälle ermöglichen, dass auch Elbe-Riesen – wie künftig hoffentlich wieder der Stör – das Wehr-Hindernis überwinden / umgehen können.

Richtung Auslauf zur Elbe verengt ist der Fischpass auf ca. 1/3 seiner Breite. So wird eine hinreichende Strömung erzeugt, durch die aufstiegswillige Fische den Eingang finden.

Das türkise Teil des vorigen Fotos hier im Gesamteindruck: eine mit Bürsten zum Durchschlängeln ausgestattete Aalleiter.

Auch zwischen dem rauschenden Hauptabfluss der Elbe (ganz links) und dem unteren Ende des Fischpasses (ganz rechts) wird durch zusätzliche Überläufe Lockströmung Richtung Fischpasseingang erzeugt.

Wir waren zu Tideniedrigwasser vor Ort, also dem größtmöglichen Höhenunterschied. Bei Tidehochwasser und / oder hohen Elbeabflüssen sind kraftvolle Schwimmer wie Meerforelle und Lachs in der Lage, diese zusätzlichen, turbulent strömenden Gerinne zu passieren – vorbei am Fischpass.

Die Boje markiert das Ende der Angelverbots- / Schutzzone. Der Angler auf der Buhne angelte so lange flussab, bis wir scheinbar unser Interesse Anderem zuwandten. Dann angelte er flussauf – na ja, die Angelverbotszone ist genau wegen solcher Verhaltensweisen vergrößert worden.
Schwarzfischen ist übrigens eine Straftat.

Besonders im oberen Bereich der sogenannten Dotierungsgerinne zeigen sich interessante Strömungsbilder. Hier zum Start eine Übersicht mit „Kamm-Welle“ rechts im Vordergrund.

Hier am oberen Ende des Fischpasses hindert ein großer Schwimmabweiser Schwimmendes daran, den Zulauf zu verstopfen. Man spricht von so Schwimmendem bei Hochwasser wie Wohnwagen und ähnlichem.
Tiere waren auch zu sehen.

Da ist es ja, das Futter. In rauen Massen – Wollhandkrabben. Die schmecken übrigens auch Menschen ausgezeichnet. Die kleinen sollen geröstet ein sehr appetitlicher Snack sein. Erwachsene bieten eine richtige Krebs-Mahlzeit.

Beeindruckend – mal sehen, ob ich herausfinde, wer das ist. – Ist das gar der, der für Pappeln schwärmt? Der Pappelschwärmer?

Botanisches. Dank an den Fachmann, der mitteilt: „Die Pflanze ist die Erz-Engelwurz (Angelica archangelica). Es handelt sich um eine am Elbufer wachsende Stromtalpflanze, die an der Tideelbe überall auftritt und wohl auch darüber hinaus.“

Einlaufstrudel des in den Fischpass geführten Zusatzwassers. Muss mal fragen, wie das Teil vor Verschlucken von Lebendigem gesichert ist (und vor Verstopfung mit anderem Treibsel).

Nach all dem Wandern und Gucken im Freien haben wir es uns an geeigneter Stelle drinnen gemütlich gemacht – draussen wird bei wärmerem Wetter auch serviert.
Mein Vatertag – auf der Suche nach 3 Lkw Kies.
Posted in Gewässerschutz, Reisen, Unsortiertes on 19. Mai 2012| Leave a Comment »
Warum nicht mal an die Elbe fahren? Und dann Seeve-aufwärts – mit klarem Ziel: es gilt, 3 Lkw Kies zu finden.
Bei der Anfahrt stellte sich die Frage, wie weit das Sturmtief aus NW reichen würde – überholt es mich? Beim Start schien von blauem Himmel die Morgensonne.

Noch früh am Morgen – die Gänse im NSG Untere Seeveniederung markieren ihre Fluchtdistanz noch nicht.

Eine Partie der Seeve im NSG Untere Seeveniederung – sieht aus wie ein Marschengewässer und ist doch Deutschlands sommerkühlster Forellenbach der Niederung. Das ruft nach Restaurieren.

Beliebte Querungsstelle für Fußgänger und Radfahrer. Der Gewässermensch sieht – wie fast an jeder Brücke – den zu verbessernden Erosionsabriss.

Turbulenz ist gut, aber in dieser Ausprägung nur für Forellen und bestenfalls Neunaugen passierbar. Der hydraulisch schwache Schnäpel z.B. hat hier keine Chance.
Aber es gibt ja vorführbare Verbesserungsmaßnahmen. Und über den Schnäpel kann ebenfalls Neueres nachgelesen werden.

Hier ist allerdings die intensive Beweidung bis in die Böschungskante abzustellen. Der standorttypische Baumsaum, der übermäßigen Kormorandruck verhindert, fehlt.
Vor lauter Begeisterung das Ziel vergessen? Was ist nun mit den 3 Lkw Kies?!

Also zurück zum Auto – der Gänsesee ist durch Passanten inzwischen „vogelfrei“ – sie haben sich in hintere Bereich zurückgezogen. Auch ist störe Restvorkommen in ruhiger Ecke – 3 ziehen mit v-förmigem Kielwasser ab.

Da isser ja, der erste Kies-Lkw! Sehr schön aufgeteilt liegt der Inhalt oberhalb der Hörstener Brücke, bereit, von höheren Seeveabflüssen fortgetragen zu werden und an geeigneter Stelle künftig als Laichplatz zu dienen.
Aber hallo, das hatten wir doch schon einmal, im Jahr 2010 – hat gut funktioniert.

Die unerträgliche Umfeldsituation – Mais im Überschwemmungsgebiet! – ist dringend abzustellen. Und für sowas zahlen wir auch noch Subventionen.

Selbst der gesetzliche Mindestschutz – 5 m Randstreifen vor Umbruch geschützt, s. Angel als Markierung – wir nicht zur Kenntnis genommen.
Es gibt weiter viel zu tun – die Fahrt führt Seeve-aufwärts.

Ah, der zweite Kies-Lkw, kaum wahrnehmbar. – An dieser Stelle hat sich ein Landlord beschwert, Hochwassergefahr würde heraufbeschworen. – Da gibt es nix zu kommentieren, das kommentiert sich selbst.
So, fehlt noch der dritte im Bunde – es sollen ja 3 Kies-Lkw eingebracht worden sein.

Da liegt er also in tiefem Wasser – ein Langzeitdepot als Arbeit für die großen Hochwässer. – Auffällig hier ist der nach wenigen Wochen bereits ausgeprägte dichte Algenbewuchs. Ob das nur daran liegt, dass die Sonne so erbarmungslos auf diese Stelle brezelt?
Wo das nun alles so gut aussieht, habe ich am Tag drauf gleich 2 weitere Kies-Lkw für andere Stellen bestellt. – Dank gebührt der Fischereigenossenschaft Seeve und der Edmund Siemers-Stiftung für die Finanzierung (für solch einen Spaß halte ich glatt wieder einen Vortrag!) und dem Unterhaltungsverband Seeve für gute Kooperation!
Die Welt zu Gast in Tostedt – TU Hamburg-Harburg Exkursion 2012.
Posted in Fliegenfischen, Angeln am Forellenbach, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen on 13. Mai 2012| 1 Comment »
Keine Angst, dies ist nur ein Foto von einem Stopp während der Exkursion.

Und was hatten wir wieder für ein Exkursions-Wetterchen! – Und die Kampener Mühle war extra für uns in Betrieb. (öhö, öhö!) – Aber ganz schön kalt war`s für die dünner angezogenen.

Eiszeitsteine zur Plausibilisierung des standorttypischen Kiesbachs hat die Dorfhistorie oft genug zu bieten.

Alle Welt will „on top of the hill“ sein – wir gehen rauf (nach TK 2724 78,8 m hoch). – Besser kann Erosionsanfälligkeit unserer armen Böden nicht dokumentiert werden.
„Berg nennt der das!“ lachen die Studenten aus aller Herren Länder (dieses Jahr sind Brasilien, China, Costa Rica, Estland, Frankreich, Indien, Indonesien, Italien, Kanada, Korea, Lettland, Mexiko, Nigeria, Philippinen, Polen, Rumänien, USA und natürlich Deutschland vertreten. So viele Länder waren es, glaube ich, noch nie.). – Was soll ich machen?! Immerhin kann ich auf die „Berg-Linie“ verweisen, in der dieser mit dem Otterberg (100 m) und dem Wilseder Berg (169 m) liegt.

Die Sandwüste – Resultat der Bodenerosion, sei es aus Agrar-Einöden, sei es aus baumlosen Gewässerufern. Dies ist kein Platz für Tier- und Pflanzenleben.

Ergebnis von Abwasserreinigung und Restaurieren: Auch unter Steinen lebt es, hier Köcherfliegenlarven.

Und wo nun fester Grund an Stelle des Sandstrahlgebläses besteht, finden sich standorttypische Gewässerpflanzen ein, hier der Merk (sagen Gewässerbiologen und Wasserwirtschafter).
„Berle“ sagen Botaniker und Landschaftsplaner. – „Berula erecta“ = Der Aufrechte Merk, der Name muss nicht besorgt stimmen: bei steigendem Wasserstand legt sich, wie auf dem Foto sichtbar, die Pflanze flach und bietet keinen Strömungswiderstand. Der Mähkorb muss nicht zu seinem üblichen Massaker anrücken!

Strömungsvielfalt und Tiefenvarianz in restaurierter Strecke. – Der Bach lässt sich hören: es rauscht nun, wo noch vor Kurzem im wahrsten Sinne des Wortes Totenstille herrschte.

Tja, und hier finden sich zunehmend auch Steinfliegenarten, die vor wenigen Jahren noch niemand in seinen kühnsten Träumen erwartet hätte.
Ringelnattern auf`m Darß, Prerow.
Posted in Der Kampfdackel, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen on 23. April 2012| 3 Comments »

Was für ein Strand - und so leer! - Ja, wir haben ein Buchungsloch nach Ostern erwischt. Die Tourismus-Aktiven waren entgeistert.

Und da ist sie auch schon - eine (fast) professionelle Bernsteinsucherin, ausgestattet mit Watstiefeln, kleiner Harke und einem Netz. - "Warum bringst Du immer Sandkörner nach Hause?! sagt mein Mann." war ihr Kommentar zur Frage nach dem Erfolg.

An anderer Stelle ist der langjährige Schutzcharakter des Gebiets erkennbar. Altbäume dürfen in den Naturkreislauf zurück kehren.

Schnatterente - mit solchen Zähnchen am Schnabel seihen die also die Nahrung aus dem Wasser. - Warum zerrt Herrchen mich hier weg !?

Und diese kleine Möve fliegt nach Helgoland? - Ich glaub`s ja nicht, so wie die hier auf der Seebrücke gefüttert werden.

Neben all dem Getier haben wir auch Pflanzliches gesehen und dieses mitgenommen - hier im Schnapsglas nicht mit Schnaps, sondern in Trinkwasser - von Abendsonne durchleuchtet aufgenommen.
Auf dem Rückweg von der Ostsee ging es oft den Prerowstrom entlang. Auch der und seine begleitenden Gewässer boten allerhand Anschauliches.

Sonne und längere Trockenheit lassen die Bruchwaldgewässer zusammenschrumpfen und haben neben Pollen allerhand andere Biofilme auf den Wasseroberflächen entstehen lassen.

So sieht das also aus der Nähe aus. Hohe Sauerstoffproduktion lässt manche Bereiche schaumig erscheinen.
Auch die innerörtlichen Gewässer bieten Besonderheiten.

Die braucht man, weil ja Fisch - hier eine schon zu gut 2/3 aufgegessener Zandermahlzeit - bekanntlich schwimmen will.
Der Zander im Bistro des Landhaus Rank schmeckte übrigens ausgezeichnet.

Tja, und dann sahen wir sie. Nach einem kühlen Morgen sonnten sich ca. 60 cm lange Ringelnattern auf kleinen besonnten Hügeln in trockenem Gras. - Hier ist eine schneller als ich fotografieren konnte ins Entenflott gesprungen und nach kurzem Blick weggetaucht. - Kann ja jeder behaupten!

Wer sieht die Ringelnatter im trockenen Gras? - Nachdem wir einen Hügel daneben schon "ein Kind" aufge-/verscheucht hatten, wollten wir diese wohl 1,50 m lange ausgewachsene Schlange nicht weiter stören.

Die Nasen-Wurzel, die im vorigen Prerow-Urlaub ständig Holz-des-Anstoßens war, haben wir übrigens auch noch entdeckt. Der Weg hat sich ein wenig verlagert, die Nasen-Wurzel hat jetzt als Hindernis ausgedient.

Gegen Ende des Urlaubs haben wir auch die (13 m) Hohe Düne erklommen. Wenn man da allerdings mehr sehen soll als einen Schnippsel Meer und Strand und die schicken Mäander des Prerowstroms Richtung Bodden, muss mal die eine oder andere Kiefer fallen ...

Ganz zum Schluss hat es dann tatsächlich noch geregnet - ein wahrer Segen nach allzu trockenem März und April. - Wagenspuren im Wald füllten sich. Und - wieder ein Mysterium? - hier guckt doch eine Nixe aus dem Nass!
Mal sehen, wann es mal wieder Richtung Prerow geht.
„Earth Hour 2012“ am Brandenburger Tor.
Posted in Der Kampfdackel, Reisen, Unsortiertes on 1. April 2012| Leave a Comment »
Zwar war noch März, das Wetter zeigte den kommenden April aber schon an – „April, April, der macht, was er will.“ (Oder weiss er nicht, was er will?)
Egal. Berlin rief, und so fuhren wir hin.

Mit gelbem Flitzer hat man`s leicht - zügig hin, fix geparkt, ja, und wiederfinden kann man den Wagen natürlich auch schnell.
Kleine Stadtspaziergänge bereichern den Tag.

Die Altvorderen haben sich wirklich etwas einfallen lassen - hier am ehemaligen Stadtbad Prenzlauer Berg.
Hier im Keller wurden selbst Unbedarfte still.

Warten, warten - willkürliches Warten-lassen, wichtiges Instrument in engen Räumlichkeiten mit niedrigen Decken.
Inzwischen sieht vieles anders aus.
Ein besonderes Erlebnis dieses Berlin-Besuchs war die symbolische Aktion zur internationalen „Earth Hour 2012“ am Brandenburger Tor.

Es dunkelt "Unter den Linden" - baustellenbedingt werden alle Bäume durch neue ersetzt. Diese stehen noch.

Die beiden Ampelmännchen wollten auch dabei sein und treten hier - mysteriös, mysteriös - ausnahmsweise gemeinsam auf.

Wer genauer hinschaut erkennt, dass das Kerzenrund die Erdkugel darstellt - vorn Afrika, dahinter Europa.
Auf der Straßenbahnfahrt waren wir überrascht, dass offenbar viele Restaurants bei der „Earth Hour 2012“ mitmachten – Kerzenstimmung fast überall.

Höhe Norderelbe: Der starke Wind bläst das Verbrennungs-/Kondenswasser waagerecht aus Hamburgs Schloten.
Wie gut, dass wir den beiden Großstaus im Hamburger Raum entgegen fuhren – hoffentlich sind die Gestauten alle heil am Ziel angekommen.

Wieder daheim. - Socke, unser blinder Kampfdackel, der sich in der Hauptstadt verhält, als hätte er nie etwas anderes belaufen, geht forsch ans Werk: alte Markierungen wieder herstellen.
Tja, Berlin, dann man bis zum nächsten Mal!
Radfahren wie auf Schienen – Korbach-Netze, Rückfahrt.
Posted in Der Kampfdackel, Reisen, Unsortiertes on 23. März 2012| Leave a Comment »
Das war prima. Mal sehen, wie es mit der Rückfahrt klappt.

Letzter Blick auf den ehemaligen Netzer Bahnhof. Nächstes Mal esse ich hier einen der berühmten Pfannkuchen.

Hochspannungsleitungen - die haben wir früher als landschaftsverschandelnd bekämpft. - Als es noch Landschaft gab ...

DAS meine ich mit "es gibt keine Landschaft mehr". Kein Baum, kein Strauch, kein blühender Randstreifen am Weg - alles wegsubventioniert.

Agrar-Spuren. (Allzu) Schweres Gerät verdichtet den Boden Jahr für Jahr mehr. Probleme mit zu viel und zu wenig Regen verschärfen sich.

Güller in der Ferne - gerade leer. (Wann werden in Deutschland eigentlich emissionsgeminderte Techniken eingesetzt, die anderswo längst Praxis sind?)

Und diese Geschosse - und die Langstreckentransporter für z.B. Mais Richtung Biogasanlage - belasten dann auch noch über Kilometer die Bundesstraßen und behindern den Verkehr.

Immerhin habe ich jetzt auf einem kleinen Abstecher Sachsenhausen erreicht. Hier mache ich kurz Rast bei Freunden auf einem Biohof.
Wenn das Socke, unser Kampfdackel, wüsste !
Nun fährt der Kerl die ganze Zeit durch die Gegend, geniesst die Ruhe in den Berg-Einschnitten – schon meckert er wieder, wenn er in der Realität angekommen ist.

Nur nicht ins Trudeln kommen bei solcher Querbänderung. - Sehr schön, hier im Geländeeinschnitt sind nur die Vögel zu hören.

Nicht ganz ohne Worte: die Goldspur rechts hinten wird im Frühjahr schön durch Krokusse symbolisiert.
So, die Radtour ist prächtig beendet. Was nachmittags und abends geschah, verheimliche ich.
Am nächsten Tag ruft der Norden, Zeit zum Bahnhof aufzubrechen.
Ok, Korbach und Korbächer, war mir mal wieder ein Vergnügen. Bis zum nächsten Mal!
Radfahren wie auf Schienen – Korbach-Netze, Etappe 2
Posted in Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen, Unsortiertes on 20. März 2012| Leave a Comment »
Nun geht die Fahrt weiter über Höringhausen und Sachsenhausen zum vorläufigen Endpunkt dieses Radwegs bis zum ehemaligen Bahnhof Netze – alles inzwischen zur Stadt Waldeck gehörend.

Was ist aus dem Waldecker Bergland geworden – wo sind die Hecken, die Feldgehölze geblieben ? – Auch die über Jahrzehnte aus „Grünem Plan“ finanzierten, wie auch immer die zahlreichen Förderprogramme hießen, sind ersatzlos weg.

Da öffnet sich der Blick am Rand von Höringhausen weit in die Landschaft – vorn im Bild ein misshandelter, baumloser Bach, der als Ackerrandbegleiter (oder gar verrohrt?) verschwindet.

Es musste ja passieren – kein Ausflug, der nicht als Begehung endet! Abwassereinleitung am Rand von Sachsenhausen.

Eine der bösen Seiten der Solar-Subventionierung: Landschaftszerstörung für Paneele – als gäbe es nicht genug versiegelte Fläche, Dächer usw. usw. – Und als fehlten nicht allenthalben Freiflächen für die Natur! – Solch Subventionswahnsinn darf schon von Anbeginn an gar nicht möglich sein!

Jaaa, und jetzt: die Reiherbachtalbrücke, hoher Viadukt, voraus! (Wirklich wahr: für nicht Schwindelfreie gibt es eine Umfahrung.)

Reiherbach-Überblick. Leider hatte der Bussard vergessen, sein Frühstück mitzunehmen, als er wegen mir hier abflog.

Nochmal Reiherbach, dicht unter der Brücke. Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass etwas nicht stimmt?

Blick aufwärts von der anderen Brückenseite: Ach so – Einstau, Ableitung in Teich, Gänsehaltung auf dem Wasser. Die Wasserbehörde wird sich freuen.

Hier ist also Schluss – bald geht es weiter nach Buhlen. Dort findet dieser Radweg Anschluss an andere, z.B. nach Bad Wildungen.

Der Beweis (die Lampen waren ja eben schon zweimal zu sehen): Bahnhof Netze – ich war da! Das Pfannkuchenhaus lockt manchen Feinschmecker.
Der nächste Beitrag beschreibt den Rückweg.
Radfahren wie auf Schienen – Korbach-Netze, Etappe 1
Posted in Reisen, Unsortiertes on 19. März 2012| Leave a Comment »
Viele Bahnlinien sind in den vergangenen Jahrzehnten eingestellt worden, manche wurden inzwischen wieder reaktiviert.
Die nicht mehr genutzten Strecken weckten mancherorts Ideen zur alternativen Nutzung. Angesichts der möglichst gefällearm hergestellten Trassen bietet sich die Umgestaltung zu Wander- und Fahrradwegen an.
So geschah es vor Kurzem auch mit der Teilstrecke Korbach – Netze innerhalb der vormals langen Bahnverbindung Amsterdam – Ruhrgebiet – Kurort Bad Wildungen, nahe der Edertalsperre.
Das Angebot eines Leihrades (besten Dank dafür und für den Tourenvorschlag!) brachte mir neue Freizeiterlebnisse. Hier folgt die Etappe 1 innerhalb der Korbacher Gemarkung.

Symbolisch garniert mit Lok und diversen anderen Bahn-Utensilien startet der neue Radweg am Korbacher Stadtrand.

Die möglichst gefällearme Herstellung der alten Bahntrasse hat viele Einschnitte mit ganz speziellem Kleinklima (und Hörgenuss!) zur Folge. Brücken sind häufig und vielfältig.

Weiter geht`s im Einschnitt, Brücken queren. Ein völlig neues Landschaftsgefühl: Ruhe! Nur das Zwitschern der Vögel begleitet die Fahrt.

Hinter dem Tunnel - Blick in weite Agrar-Einöde. Farben durch Buntsandstein, wachsende und durch Spätfrost tote Ackerpflanzen.

Die Karte zeigt, wie`s weiter geht: durch Höringhausen, Sachsenhausen nach Netze, alles inzwischen Ortsteile der Stadt Waldeck.
Die Weiterfahrt bis zum Bahnhof Netze wird im nächsten Beitrag beschrieben.
(Ganz fertig ist der Radweg noch nicht: er wird bald bis Buhlen vervollständigt. Dort trifft er auf weitere Radweggruppen, die unter anderem bis Bad Wildungen führen.)
Eis auf der Elbe – alles geht den Bach runter …
Posted in Gewässerschutz, Reisen, Unsortiertes on 5. Februar 2012| 3 Comments »

Am Wehr Geesthacht – alles geht den Bach runter! (Na gut, die Elbe ist hier längst zum Strom geworden …)

Ja, die Elbe ist hier längst kein Bach mehr! Es ist etwas im Busch. Das Eis dort zeigt: wir befinden uns im Tidegebiet – es geht nicht „alles den Bach runter“, es kommt auch vieles zurück. Ebbe und Flut bestimmen das Geschehen.
5. Februar 2012: Es ist eiskalt, die Sonne lacht. Während Tausende in Hamburg am Ufer der Elbe entlang spazieren, finden sich Hunderte an anderer Stelle, dem Wehr Geesthacht.

Beeindruckend – dieses Bild bietet sich nicht jedes Jahr: Eis bedeckt die Elbe oberhalb des Wehrs Geesthacht.

Die ständige Bewegung formt die Eisschollen charakteristisch: wie Riesenseerosenblätter sehen sie aus, rund mit hochstehendem Eisrand..
Der neue Fischpass am Nordufer der Elbe ist gern besuchtes Bildungsziel.

Blick in den unteren Bereich des Fischpasses – die lange, starke Kälte führt inzwischen auch hier zu Vereisung.

So, Fußweg an der westlichen, seewärts gelegenen Seite – Blick elbeabwärts: Besucher am Strand begutachten die Eisschollen von der Nähe.

Blick nach Süden: die Elbe rauscht mit über 1400 m³/s – der Lockstrom des Fischpasses ist in diesem Zustand kaum auszumachen.

Und nun der Blick auf das seewärts rauschende Wasser des Elbe-Stroms – daneben Eisschollen in Strömungsruhe.

Sehr hohe Strömungs-Dynamik lässt immer neue Situationen entstehen, teilweise mit großen Offenflächen. – Schwimmt da etwa wer?

Gewaltig dreht die Strömung – die Offenfläche verschwindet dramatisch schnell! Was machen die Überlebenskünstler?

Uuuups – die vorher offene Fläche ist durch Eisschollen sehr schnell zugeschoben worden. – Wo sind die Vögel – der Luftraum ist leer (bis auf eine Mantelmöwe, die ihren vorherigen Sitzplatz zu einer Scholle wechselt)!

Schwups – – – schwups, zwei sind in der neu offenen Fläche aufgetaucht! Alle Achtung für diese Leistung – sehen die Tiere dies etwa als Fitnessstudio?!
Blick voraus: Im Juni haben wir mit dem Angelsportverein Harburg-Wilhelmsburg hier eine interessante Führung erlebt.
















































































































































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