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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Wer hier im Blog schon länger dabei ist, kennt das sommers wie winters aktuelle Thema „Wasservögel – bitte nicht füttern„. Umfassende Information wird im verlinkten Faltblatt zur Verfügung gestellt.

Das Beste für Wasservögel bei Vereisen der Stillgewässer ist, dass sie nicht von Menschenhand zu Massenvorkommen anderswo angelockt werden, sondern durch Teilzug geeignete Fressgebiete aufsuchen.

Gerade in dieser, unserer Corona-Zeit sollte „Abstand“ mit seiner großen Bedeutung erkannt sein. Hinzu kommt, dass für das Federvieh die Vogelgrippe grassiert. Füttern ist also wirklich keine Hilfe.

Wenn dann in Massenansammlungen noch ein Überschuss an Erpeln existiert, kommt für die weibliche Entenwelt eine weitere, unschöne Gefährdung: das Ersäuftwerden angesichts allzu vieler Freier.

Zielgerichtetes Geschwader – (richtig!) vermutete Fütterer nähern sich der Mühlenau.

Diese Stelle kannte ich noch gar nicht als Fütter-Hotspot. – Egal, wo ein Fütterer, da Massen von „konditionierten“ Stockenten. Meist wird Ungeeignetes wie Massen von Brot verfüttert. Hier war es ausgerechnet noch Salziges, Salzbrezeln. Die Information der Aktiven schien zumindest Verständnis zu wecken, das Füttern wurde eingestellt, auf Land liegende Salzbrezeln wurden eingesammelt (vielleicht anschliessend andernorts verfüttert?).

Der „Hotspot Christiansenweg“ ist immer aktuell angesichts der Vielzahl passierender Menschen zu S-Bahn und / oder Einkaufszentren.

Was gerade auffällt, ist das Fehlen der beiden Gänse – einst weisse Gans mit Nilgans, 2020 dann 2 „Weihnachtsgänse“.

Auch der gern genutzte Gänseaufenthaltsplatz bachauf Christiansenweg scheint verwaist.

Es bleibt der Phantasie überlassen, ob die beiden [verlinktes Foto aus Beitrag November 2020] wohl Weihnachten das Zeitliche gesegnet haben – oder angesichts der vagabundierenden Vogelgrippe geschützt aufgestallt sind. Bleiben wir gespannt, ob „Weiss“ im Frühjahr wieder auftaucht.

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Nach den gefiederten Fischfreunden des vorigen Beitrags folgen nun ein paar Eindrücke rund um die Kiesrestaurierungen wie Lenkbuhnen und Rauschen sowie um „Hölzchen und Stöckchen“ (Treibselsammler). Ein Bisschen biologisch beeinflusste Turbulenz ist auch dabei.

Mühlenau Pinneberg am Rosengarten – die früher eintönig breit und kanalartig ausgebaute Mühlenau hat optisch leichte Veränderungen erhalten.

Der Schnee zeigt die Kiesschüttungen sehr gut, vor denen durch Harken und Schaufeln hergestellte Unterwasserlenkbuhnen liegen.

Die Sicht muss geschult werden, dann sind die Mikroturbulenzen an der Wasseroberfläche zu erkennen. Die hydraulische Wirkung hinsichtlich Tiefenvarianz ist beachtlich. Gewässerorganismen werden nicht mehr bei höheren Abflüssen weggespült, sondern finden Ruhezonen.

Der Spiegel (die Spiegelung) des vorher an ein Stillgewässer erinnernden Bachs ist gebrochen.

Nicht zuletzt zum Schutz des Wanderwegs sind die Kiesdepots angelegt. Zusammen mit der Lenkbuhne bauen sie anstelle des steil erodierten Kanalufers wieder variable Uferböschungen auf.

Beginnender Uferaufbau deutet sich auch bei den Treibselsammlern an. Hier werden höhere Wasserführungen mehr bewirken.

Schräge Draufsicht.

Detail – die Wasserseite liegt auf Mittelwasser-Niveau, die höheren Hölzer am Ufer schützen vor Umflut, entlasten die Böschung.

Wer kann über`s Wasser gehen? Ein Stockentenerpel macht den Jesus – weiss, wo die Steine liegen.

Das können Frauen auch, zeigt die weibliche Stockente.

Licht-Wellenspiel nahebei.

Gemäß dem Kinderlied: „… Köpfchen in das Wasser, …“.

Angesichts der Aktion schwer aufzunehmen, die Tiefenbewegung der orangen Paddel zeigen, dass das dunkel und trübe erscheinende Wasser glasklar ist.

Eisenocker – Gift für den Bach. Die Klarheit wird getrübt durch menschliche Eingriffe in den Bodenwasserhaushalt und direktes Einleiten der Schadwirkung.

Wer Augen hat, zu sehen, …

(Nicht nur) In Deutschland scheint die Fachwelt für diese Thematik weiter blind. Ob Bauen in schwierigem Gelände oder Dränieren – all dies läuft weiter, als wisse man nicht um die Probleme und deren Abhilfemöglichkeiten.

Christiansenweg bachab – Fernblick verdeutlicht Strukturverbesserung. Die kanalartig geraden Uferlinien sind (ebenso wie die Bachsohle) durch Kies vielfältig gestaltet. Hieraus resultieren ganz unterschiedliche Lebensräume.

Neue – und alte (Restpfähle der Stacks) – Strukturelemente im Detail.

Vogelwellen, -turbulenz auf dem Rückweg.

Starring: Der im vorigen Beitrag bereits gezeigte „zahme“ Kormoran.

Den kann man – zum Glück – nicht mit Brot und anderem gut Gemeinten, aber Ungeeigneten füttern. Dazu mehr im Entenbeitrag demnächst.

Wetterbericht und Wetter versprechen schöne Wintertage.

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Es friert seit geraumer Zeit ordentlich. Die Stillgewässer sind eisbedeckt und zur Futtersuche durch Vögel nicht mehr zugänglich. Da ziehen die Schlauen weg, Spezialisierte suchen naheliegende Chancen, wie z.B. die winterwarmen (sommerkühlen) Bachoberlaufstrecken. Die Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet, gehört auf ganzer Länge bis zur Einmündung in die Pinnau dazu.

So richtig Winter-schlimm ist es noch nicht hier im Umfeld, die Tideelbe ist bislang nicht von Eisschollen bedeckt.

Ein alter Bekannter und ich freuten uns auf einen gemeinsamen Spaziergang entlang der in Pinneberg teilrestaurierten Strecke, Rosengarten bis Mühlenstraße.

Hier folgen ein paar Vogelaufnahmen. Betrachtungen zu Kies- und Holzrestaurierung inklusive Wellen- und Strömungseindrücke bekommen einen eigenen Beitrag.

Da war ein zunächst schwer ansprechbarer schwarzer, bewegter Schwimmkörper unmittelbar entlang des Wurzelbereichs dieses Baums aktiv.

Währenddessen suchte der zugehörige Kopf mit Hilfe des langen Halses alle Fischunterstände des Baums ab. Das Foto zeigt den zugehörigen Kormoran. Es gilt: Der Kormoran hat einen Beruf – und den übt er ordnungsgemäß aus.

Ich persönlich habe (auch als Angler) damit kein Problem, die Fischbestände schon. Es gilt weiter, die zerstörte Produktivität unserer Bäche und kleinen Flüsse wiederherzustellen – allen potentiell dort Lebenden sowie an ihnen Interessierten zum Wohl.

Bachauf einer anderen Brücke zieht eine beeindruckende Welle bachauf.

Ein Graureiher beobachtet sie interessiert.

Da taucht der Kormoran am Reiherufer auf (zu erahnen unter / hinter dem Reiherschnabel).

Nebendran hat eine alte Birke (?) Kormorane als Sitzbaum überzeugt.

Am B-Plan Mühlenauquartier, bachab Christiansenweg, sitzt ein Kormoran. Wenn ich den „dicken Hals“ richtig deute, will oder kann der nicht abfliegen, muss erstmal ein Bisschen verdauen.

Auf dem Rückweg zu den Autos, Bad-Parkplatz, schwimmt ein zahm wirkender Kormoran in aller Ruhe unter uns auf der Fahltbrücke durch. Er steuert die aus 25 t Kies geschaffene Strukturvielfalt an, weiss, wieso.

In aller Ruhe, zielorientiert, Richtung Turbulenz.

In der Ferne, Richtung Rosengarten, machen wir auf einer ruhigen Strecke ein Pärchen Gänsesäger aus.

Ich bitte darum, mir in Sachen Gänsesäger zu vertrauen.

Und dann waren da noch Massen von Stockenten, konditioniert, zielgerichtet auf Menschen zu.

Die bekommen ebenfalls angesichts winterlicher Thematik / Problematik einen eigenen Beitrag – fast mit Bezug auf unsere derzeitige menschliche Situation, „Beschlusslage Berlin“.

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Sonnabend – Wohin bei eisig wirkendem Sturm?

Wir entscheiden uns wie am Vortag, Richtung Elbufer zu radeln. Angesichts starken Ostwinds mit Windchill-Wirkung unter dem Gefrierpunkt bleiben wir allerdings hinter dem Hauptdeich, fahren zum Sperrwerk Wedeler Au.

Der Wasserstand sieht aus wie irgendwas zwischen Thw und Tnw, wobei die Binnenelbe ziemlich leer daliegt.

Da sitzen binnendeichs auf freigefallener SandSchlickbank 4 Kormorane, ein Graureiher, ein Gänsesäger schwimmt im Foto auf der Wedeler Au.

Ein weiterer Graureiher überfliegt uns.

Dann krakeelt es plötzlich über der Wasserfläche binnendeichs. Ein Graureiher und eine Mantelmöwe fechten einen Streit aus.

Die Mantelmöwe setzt sich auf`s Wasser, der Reiher merkt nach einer Weile, dass es dort für ihn zum Landen zu tief ist.

Das beendet den Streit.

Links oben fliegt der Graureiher ab, landet auf Grünland. Die Mantelmöwe hat die Macht – über … ???

Das hatten wir vorher nicht gesehen, ging einem der beiden Kontrahenten offenbar aus dem Schnabel. – Als Ruhe eingekehrt ist, sammelt die Mantelmöwe etwas dickeres, Fischiges unter der Wasseroberfläche ein und dreht ab – leider nicht zu erkennen, was für eine Beute das war.

Zu Hause angekommen, zeigt uns der Pegel Schulau, dass zum Zeitpunkt des Fotografierens Tidehochwasser war – allerdings 1,6 m unter dem normalen.

Wenn man sich überlegt, dass seit den Elbvertiefungen der 1970er das Tideniedrigwasser um mehr als 1,5 m gesunken ist (die Vertiefungen jeweils also real einen Bruchteil an Wassertiefe gewannen), ist das schon krass (vgl. auch vorigen Artikel am Schluss).

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Es hat geschneit, die Sonne lacht. Ich meide Rodelberge und besuche eine seit 2017 nach und nach restaurierte Bachstrecke. Über die Lebensverbesserungen für Wirbellose und Fische hatte ich berichtet.

Kleiner Bach Richtung Mühlenau. Nach langen Monaten Trockenheit führt er wieder Wasser.

Die ländliche Mühlenau …

Die Kiesrauschen, hier der Anstrom, sind wieder gut mit Meerforelleneiern bestückt.

Abstrom, Rausche-Kolk-Abfolge. Die geschaffene Breiten- und Tiefenvarianz ist wesentliche Grundlage der Verbesserungen.

Oh, schöööön! – Alle Vorüberkommenden zücken ihre Foto-Utensilien. – Angesichts weiter angespannter Grundwassersituation ist die Mühlenau – wie alle Fliessgewässer ringsum – bereits wieder unter Mittelwasser gefallen.

Wenn wir den Schutz unserer Gewässer und Landschaften ernst nehmen, müssen wir endlich die überstrapazierte Situation entschärfen.

Wunderbar, wie sich der öde Sandkanal allein durch fachgerechte Kieszugabe entwickelt hat! Stehende Wellen auf Meerforellenlaichbett.

Nanu, die Kurve sieht hoch eingestaut aus, wohl ca. 2 Dezimeter.

Das belaichte Kiesbett hier ist angesichts der „neuen“ Wassersäule per Auge noch ganz gut, im Foto kaum zu erkennen.

Muss ich da bachab etwas abräumen?

Der Anstrom der Folgerausche sieht erhöht aus.

Hier hat Natur Kleinlandschaft verändert, neu geschaffen. Meerforellen haben den Anstrom der Rausche beim Laichen – Losschlagen von Kies, Transport durch Fisch und Bachströmung – aufgehöht. Da, im „Berg“, liegen die Eier drin.

Im Studium wird angehenden Biologen von „Bioturbation“ erzählt – da werden Bodenlagen durch Organismen „bearbeitet“. Meist sind im Gewässerschlamm lebende Würmer, Tubifiziden, das Beispiel. Bodenkundler, Landwirte nutzen vermutlich den Regenwurm. – Wir wissen, die Leistung dieser Organismen ist beachtlich, wesentlich für das Geschehen ringsum.

Aber immer, wenn ich veränderten Gewässergrund an Meerforellenlaichbetten sehe, frage ich mich, wieso solch augenfälliges Beispiel (völlig?) unbekannt zu sein scheint. – Meine Ableitung: Es herrscht in Deutschland noch immer fehlende Grundkenntnis des Gewässerlebens und -schutzes, ganz zu schweigen von der Umsetzung.

Das könnten die Mütter (und Väter) für neuen, standorttypischen Baumsaum sein.

Ich freue mich weiter am neuen Bild des Bachs, mache in Optik, „Turbulenzstudien“.

„Der Bach hat seine Stimme zurückerhalten“ sagt Bent Lauge Madsen, großes Vorbild und internationaler Transporteur dänischen Handelns.

ohne Worte.

Ein weiteres Laichbett im Anstrom einer Rausche, gutes Fischversteck nebendran.

Nebenbei gesagt: Mal abgesehen davon, dass bis Ende Februar Forellenschonzeit gilt. Die Laicher, Wanderfische, sehen zu, wieder ihre Nahrungsgründe in der Elbe und im Meer zu erreichen. Der Bach ist ihre „Kinderstube“, ihren Aufenthalt hier ohne zu fressen begleichen sie aus ihren anderswo angefressenen Überschüssen / Reserven.

8 Stockenten ziehen ab. Angesichts gefrorener Stillgewässer ziehen die Vögel in offenere Gefilde zur Nahrungssuche. Hier bei uns sind das z.B. die „winterwarmen“ Bachläufe – durch Quellen gespeist, mittlere Bodentemperatur aufweisend (kleine Erinnerung: zu „winterwarm“ gehört „sommerkühl“).

Auf dem Rückweg – wo immer möglich, sieht ein Bach zu, sich zu winden. Hier darf der das.

Wie in mehreren Beiträgen beschrieben, entstanden längere, verbesserte Strecken mit Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein. Allen Beteiligten danke ich an dieser Stelle, erneut – möge sich im Jahr 2021 Ähnliches ermöglichen lassen.

Rückblick und Abfahrt – das Restaurieren geht weiter.

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Im Bericht vom 18. Januar schrieb ich von Interessierten an Lebensraumverbesserungen in und an der Rönne, Alster-Einzugsgebiet, die sich beispielhaftes Handeln an der Mühlenau, Pinnau-EZG, ansahen.

Auf beide Bäche habe ich daraufhin – bei strömendem Regen – im Raum Wakendorf II / Nahe etwas mehr als einen Blick geworfen. Immerhin hat es für ein paar Fotos gereicht.

Die Alster, Blick bachab, querte ich bei An- und Abfahrt zum Treff.

Eindrucksvoll ist der Begriff Oberalsterniederung aus der Realität ersichtlich. Schnell erreicht die Wasseroberfläche bei Regenfällen die Uferkante, die Au erfüllt, zunehmend überschwemmt, als Wasserrückhalteraum ihre von der Natur zugedachte Aufgabe. Wasserrückhalt ist bekannter Maßen ein wesentliches Stichwort der Handlungsgebiete Klimaschutz und Nachhaltigkeit, um nur 2 aus dem „moderneren“ Wortschatz zu nennen.

Die Rönne, bachauf Naher / Wakendorfer Straße.

… und bachab.

Brutalstmöglich fällt das leider noch so weiträumig zutreffende Schicksal von Bachoberläufen = Forellenbächen, das Fehlen des für sommerkühle Bäche typischen Halbschattens ins Auge. Daraus folgt zwangsläufig das mehrfache Mähen von Ufern und Gewässersohle durch den Wasserverband wegen der durch Lichtüberschuss „herangezüchteten“ bachuntypischen Pflanzenbiomassen.

Mindestens bachauf des per FFH- / Naturschutzgesetzgebung festgelegten Wiesenbrüterschutzes muss der Baum, der Baumsaum, der Auwald je nach Örtlichkeit möglich werden. Auch hier greift nicht zuletzt – neben den Forderungen standorttypischer Ökologie – der Begriff Klimaschutz. Durch Menschen-gemachte direkte Sonneneinstrahlung und dadurch hervorgerufene Überwärmung von Wasser und Boden sind die Urbewohner sommerkühler Bachstrecken allüberall dicht ans Ausgelöschtwerden (vgl. z.B. S. 17 / 18 der umfangreichen verlinkten Arbeit) gebracht.

Wasserverbandsvorsitzender und Kreis Segeberg, Wasserbehörde, sind sehr aufgeschlossen. Dann geht es in den nächsten Monaten weiter – bei günstigeren Abfluss- und Geländeverhältnissen.

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Wir treffen uns auf dem Waldparkplatz querab Hanna Reemtsma Haus. Die Antwort auf die Frage „Bach oder Teich“ erscheint schwierig. So gehen wir erstmal los, der Weg wird beim Gehen entstehen.

„Das ist falschrum.“ Kein Problem, also andersrum auf dem Weg an die Wedeler Au. Alles Weitere findet sich, je nach Faszination des Vormittags und Kondition.

Durch eine Partie Kiefern …

… in das schmale Öffentliche Grün an der Wedeler Au, HH.

Komisch, überall scheinen die Wege nicht kompatibel mit der Entwicklung der „Pflege“fahrzeuge – oder ist das andersrum?!

Ein fast neuer Eindruck nach Niedrigwasserjahren – die Wedeler Au fliesst mit mehr als Mittelwasser.

Der Graben am Rand der schmalen Aue prangt weiter in prächtigem Orange. Inzwischen flockt der Eisenocker, altert. (Bis auf Eisenbakterien alles tot.)

Deutlich über Mittelwasser.

Sogar ein kleiner Altarm ist eingestaut.

Reste winterlichen Geschehens lassen den Namen Eisvogel anders erscheinen, Infoschild des Bezirksamtes Altona über die gelaufene Restaurierung.

Das ging ja fix, schon ist die Bachrunde um, wir tauchen in den Buchenwald Richtung Großer Fischteich ein – der, den ich mehrfach so erbärmlich leer zeigte.

Hier hat der Niederschlag bisher keine Wirkung gezeigt – der Zulauf zum Teich ist trocken, das Herbstlaub liegt unverändert.

Buchenwurzelhorizont am Ufer des Großen Fischteichs.

Waagerechter wassergeprägter Wurzelhorizont – weit ab vom Wasser.

Immerhin ist die Röhrichtzone am Rand wasserbenetzt. Bis sich unter den Wurzeln Wasserorganismen verstecken können, wird wohl noch viel Zeit vergehen.

Die Entenrast-Äste sind verwaist, der Große Fischteich zum Gutteil vereist.

Westende mit Flachufer, Trauerweiden und Sturzbäumen.

Langsam staut die Flachwasserzone ein.

Hier, in kleiner eisfreier Zone um den illustren Sturzbaum, hielt sich ein einsamer Kormoran auf.

Der hatte wohl unter „Großer Fischteich“ mehr verstanden, tauchte ein-, zweimal und flog dann nach mehrmaligem Umkreisen des Teichs ab.

Wo kein Zufluss – und offenbar drinnen keine Quellen – da kein Abfluss.

Über uns zwitschert es plötzlich. Eifrig sucht ein Vogelschwarm, mehrere Dutzend Schwanzmeisen, Knospen und Rinde der Altbäume ab – und zack, sind sie wieder verschwunden.

Eisstudie – leicht ziehender Wind treibt oberflächige Eisflöckchen an Eisrand.

Ein Stück weiter. Da war es noch unter Null, die Flöckchen froren an.

Inzwischen haben wir wieder eine wärmere Phase – warmer Regen im Januar.

Ob Amphibien und Fische im Frühjahr 2021 wohl ein gefülltes Flachwassergebiet im Großen Teich nutzen können – für Vermehrung und Heranwachsen der nächsten Generation?

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Seit 2017 hat sich an der Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet, einiges getan. Den vorstehend verlinkten Starttext ergänzten 2020 unter anderem hier im Blog die Berichte vom 2., 18. und 29. Oktober.

So kam es, dass Interessierte aus dem Alster-Einzugsgebiet jüngst ansehen wollten, wie Lebensraumverbesserungen im ländlich genutzten Umfeld z.B. an der Rönne möglich wären.

Wir haben günstige Bedingungen zum Gucken. Erhöhter Wasserstand nach „gut Regen“ ist auf Mittelwasser plus 25 cm gefallen, das Wasser hat sich nach Schmutzschub aufgeklärt.

Der „Fischmann“ guckt in den Bach, der „Ottermann“ krabbelt unter die Brücke.

Begeistert wird über die Krabbel-Tour berichtet, dass unter der Brücke Spuren vom Fischotter zu finden sind.

Unsere Methode „Kies-Depot“ – drin wie draussen (Reserve zum Nachfüttern) beeindruckt.

Wie erwartet, hat das kleine Hochwasser ordentlich Kies aus der Böschung abgeräumt und an für den Bach „richtig“ erscheinender Stelle unter Wasser platziert.

Vervielfältigte Struktur, Turbulenz.

Wichtiges Element dieser Strecke ist die nicht gemähte Ufervegetation. Sie ergänzt die Struktur- und Strömungsvielfalt, bietet Organismen Versteck.

Auf angelegten Rauschen sowie vom Bach hintransportiertem Kies sehen wir – hier – eine angelaichte Stelle.

Hier ein Meerforellenlaichbett – vom Laichplatz, der zur Kuhle wurde, ist der Kies (die Eier drin) zum helleren Haufen aufgetürmt.

Und noch ein Laichbett.

Das vorhandene Gefälle zeigt, dass noch mehr vorhandener Höhenunterschied für weitere Verbesserungen Chancen bietet – hinten: das elektrisierte, feuerrote Spielmobil.

Es ist immer wieder verblüffend, wie das Norddeutsche Tiefland mit seinen wechselnden Verhältnissen auf Moräne Einsichten möglich macht. (Leider gibt es – auch in Fachkreisen – immer noch Menschen, die „Tiefland“ mit dem Teillebensraum „Marsch“ [so gut wie keine Höhenunterschiede] verwechseln. Dieses Verhalten verhindert Lebensraumverbesserungen in Moränenbächen noch immer vielerorts. – Möge sich das ändern! – – Für mich überraschend war vor 20 Jahren, dass von Bayern bis Schweiz und Österreich Restaurierungswillige auch ihre Verhältnisse des „Flachlands“ mit „unserem Tiefland“ in Form und Wirkung vergleichbar sahen [und immer mehr Menschen seitdem sehen!] und das seinerzeit transportierte Wissen, s. vorstehenden Link, bis heute nutzen. Besten Dank!)

Und noch (nicht nur dieses) ein Laichbett.

Noch jede Menge Rampengefälle …

Strukturvielfalt im Wechsel Anströmung und Rampenstart.

„Ja!“ Es besteht Einigkeit, das hier Gesehene kann andernorts übernommen werden. – Demnächst mehr dazu.

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Wir wollen ja nicht meckern, brauchen weiter den Regen. [Kleine Meldung aus meiner Geburtsgegend, man glaubt es nicht: NDR „Weser braucht jetzt schon Wasser aus dem Edersee“ – Manno! Der See, sonst um diese Zeit ca. 70 %, steigend, gefüllt, hat es man gerade auf 35 % geschafft!]

Wenn Radeln erwünscht ist, bleibt im Januar und zu anderen wechselhaften Zeiten das Wetter-Radar.

Und dann kommt auch schonmal ein Morgen, an dem plötzlich blauer Himmel das Regiment übernimmt, wo der Wetterbericht …

Sowas nutzen wir natürlich. Ich hänge noch eine Schleife extra-km dran.

Sehenswert, Ortsrand Wedel – die Bankette der Umgehungsschleichstrecke zeigt die Fahrweisen. Das Wetter: Sonne auf prall gefüllten Schlaglöchern.

Nach Queren der Pinneberger Straße, im Baumschulland – Fahrzeuge haben durch Bewegen der Pfützen einen zwar schmalen, aber schönen Fahrstreifen gespült.

(Das ist nicht überall so. Wo in der Vergangenheit Grüne Berufe Wetterruhe hielten, brettern jetzt Geräte jeder Art auch auf Wasser-getränkten Flächen, tragen in ihren Profilen Massen an Boden auf Fahrwege und -straßen. – Ein Bodenschutzgesetz, das (Mutter-!)Boden schützt, gibt es in Deutschland noch immer nicht.

Etwas weiter, Blick zurück – Zweistreifenweg im Gegenlicht.

Nein, Efeu bringt keine Bäume, hier Eichen, um!

Baumschulfläche in Ruhe, Morgensonne-Impression.

Eine – hier im Blog gelegentlich gezeigte – tote Alteiche zwischen Altbaumbestand und Knicks.

Im Feuchteren: Schwarzerle(n).

Die Vormittagsrunde endet sonnig.

Nachmittags, stürmisch geworden, muss auf den Himmel geachtet werden. – Und los!

„Rechts das“ ist weg, bedenkt jetzt Hamburg.

Uuuups, „links das“ (das hinten, im Norden, ist mir egal, zieht vorbei) rast weit schneller als erwartet heran.

Kein Problem, wenn Kreuzungen ermöglichen, die angedachte Tour zu verkürzen. Mit Glück hat das diesmal „erreicht den Hof mit Müh und Not“ so ziemlich geklappt.  🙂

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Eins vorweg (aus der Übersichtskarte, an jedem Parkplatz / Zugang zu sehen):

Hier gibt es keine Hundeauslaufzone!

Eine der nächsten befindet sich nahebei im Sven-Simon-Park.

„Heide“ ist baummäßig meist verknüpft mit der Kiefer (und Birke).

„Heide“ benötigt als aus Übernutzung entstandene Kulturlandschaft regelhafte Unterhaltung („Pflege“). Die ist – da die Natur die Wunden heilen möchte – aufwändig und kostenträchtig. – Hier sieht man das an alternder Fläche, „Pflege“ wäre angesagt.

Wo der Boden es zuliess / zulässt sind auch Laubbäume zu erwarten. Davon gibt es in der Wittenbergener Heide und Nachbarflächen imposante Exemplare.

Offenbar seit langer Zeit immer wieder, dann nicht mehr genutzter, vielstämmiger Altbaum.

Die Laokoon-Gruppe, auch Schlangenbaum, Schlangeneiche – nicht nur hier, Klettererlebnis für viele Altersgruppen.

Vielstämmige Altbuche am Elbhang.

Blick vom Elbhang – Leuchtfeuer Wittenbergen, Insel Neßsand.

Am Elbhang, Rutschbahn in lehmiger Moräne.

Blick südsüdost – die Kulisse der Hafenindustrie.

Südblick – Neßsand, Harburger Berge.

Südblick, Detail – Neßsand, Harburger Berge.

Im Abgang über die Wittenbergener Heide fällt noch die eine oder andere Altbuche auf, die im alten Wurzelbereich Form- und Lebensraumvielfalt bietet, hier z.B. ein temporäres Stillgewässer.

„Lebensraumvielfalt“ – ich komme zurück auf die beiden ersten Fotos: Hunde-Phobiker sollten die Wittenbergener Heide meiden oder sehr bewusst hingehen. Die hiesigen Hundehalter sind eine ganz besondere Spezies, die nicht nur die Vorschriften missachtet, sondern bei allein freundlicher Ansprache (die Wege sind wegen der frei laufenden Anzahl Hunde teilweise nicht frei begehbar!) ein breitestes Spektrum an Antwortvielfalt bietet.

Wir als (ehemalige) Kampfdackel-Begleiter (oder -begleitete?) wissen um solch Realität jenseits des sozialen Rahmens.

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