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Archive for the ‘Elbe-Einzugsgebiet’ Category

Über der Elbe und auf dem frei fallenden Süßwasserwatt sind Seeadler regelmäßig zu sehen – oft für Auge und Digicam in recht großer Entfernung.

Hier wird gerade ein Seeadler von einer Krähe attackiert – westlich, seewärts der Lühemündung in die Elbe.

Nachdem die Krähe abgeschüttelt ist, ein weiter Kreis gezogen wurde, fliegt der Adler aus Richtung Lühemündung weiter Elbe-aufwärts an.

Seeadler hoch am Himmel – anderer Tag, anderer Ablauf.

Segelnd.

Höher schraubend …

… und höher …

… immer höher …

Und, siehe da – mit bloßem Auge nicht bemerkt, erst auf dem Foto erkannt – da ist schon ein zweiter, noch höher oben. – Die beiden Adler befinden sich ziemlich links im Bild, etwa gleichartig über bzw. unter der Bildhälfte.

An einem weiteren Tag konnte ich einen großen Greif beobachten, zunächst segelnd, sich hochschraubend über der Marsch, dann Strecke abpatrouilierend. Den hielt ich, obwohl ich die Silhouette nicht ordentlich deuten konnte, ebenfalls für einen Seeadler.

Verwunderlich aber war, als er über einer größeren Gruppe Nonnengänse ankam, die auf einem kleiner werdenden Flachsee rasteten …

Als der Vogel über ihnen rüttelte, nahmen sie keinerlei Notiz – kein Anzeichen eines panischen Auffliegens, wie es sonst so häufig vorkommt.

Es flogen dann vom Süßwasserwatt über den Elbdeich etliche weitere Nonnengänse an …

… und landeten bei der Gruppe auf dem Flachsee.

Der Greif hatte sich derweil auf einen Zaunpfahl der Anfahrt zur NABU Vogelstation gesetzt – ganz schön groß.

Meine Nachfrage bei Kennern ergab, ich möge diesen zuletzt beobachteten getrost Mäusebussard nennen.   🙂

Rabenkrähen stürzen sich ebenfalls nicht den ganzen Tag auf herumfliegende Greifvögel – erstmal wollen sie und ihre Jungtiere satt werden. Hier wird der Aussendeich systematisch abgesucht.

Dass dabei regelhaft geneckt wird, Scheinangriffe geflogen werden, gehört zum Tagespensum.

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„Vatertag“ 2023 – vor unserer Haustür zeichnet sich etwas ab. Später wird ein weiterer Bollerwagen berichtet, der Inhalt für beide sowie eine zahlreiche Mannschaft läuft auf – und wandert ab.

Ich habe anderes verabredet, treffe mich am Ohrtbrooksgraben.

Dort, am Grenzbach zwischen Uetersen und Tornesch, war im Oktober 2018 erster Kies im Tidebereich, nicht weit von der Mündung in die Tide-Pinnau, erster Kies vom Anlieger nach den erforderlichen Abstimmungen eingebracht worden. Aufgrund allgemeinen Anklangs war die Aktion in den Jahren 2019 und 2020 ergänzt worden – Besonderheit: angesichts des Wunschs der Grundeigentümer, hier Mäandrieren zu provozieren, konnte / durfte der Bach zum Ausbrechen aus seinem kanalartigen Bett angestoßen werden.

Eine kleine Nachschau sollte zeigen, ob Ergänzungen sinnvoll sind.

Die Querung des Ohrtbrooksgrabens mit dem früher landwirtschaftlichen Weg. – Oha, da ist aber investiert worden. Was früher „schlank“ ging, ist einem kaum noch für Agrarzwecke nutzbaren Fuß- und Radweg gewichen – inklusive „Angstzaun“ beiderseits.

Wo in Deutschland geplant wird, muss es offenbar immer aufwändig und teuer sein.

Bachab zeigt sich ein Rauschenabriss, der in überbreite Situation mündet. – DA fehlt das Geld dann (fast ?) immer, für lebensraumfreundliche Einbindung ins Gesamte.

Unsere Besonderheit, nach nunmehr 4,5 Jahren – schön mäandriert, Rausche-Kolk-Abfolge.

Etwas bachab, Gleiches deutet sich an.

Nahe an der neu herbeigeführten Wüstenei wäre noch ein Plätzchen für Verbesserung frei …

Blick bachauf über die obere strukturierte Teilstrecke – so könnte es nahe der Wegquerung ebenfalls bald aussehen. Sehr schön: Selbst hier im Tidegeschehen zeigen jetzt dauerhaft selbst angesiedelte Wasserpflanzen (hier: Wasserstern) den Bach-Charakter des kleinen Gewässers auf.

Weiter abwärts, kurz vor einer früher rechtwinkligen Kurve im Kanal-artigen Geschehen.

Da hat sich durch geeignetes Platzieren von Kies ebenfalls eine Mäander-artige Struktur ausgebildet.

Die neue Bachdynamik durch das Schütten von Gleithängen hat die Prallhänge charakteristisch ausgeformt.

Wir gehen zurück. – Blick bachauf von der früher rechwinkligen Kurve entlang des überbreiten Kanals. Wie an der neuen Überfahrt ist auch hier Raum für Strukturmaßnahmen.

Die Schule, die die Aktionen durch Untersuchungen begleitete, wird dies auch weiter tun – sehr schön!

Wir nutzen das gute Wetter, noch eine Weile über weitere gemeinsame Vorhaben zur Lebensraumverbesserung an Bächen – unter den speziellen, verschärfenden Bedingungen des Klimawandels – zu fachsimpeln.

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Nachdem ich zwei kürzlich bekieste Bilsbek-Überfahrtbereiche angesehen und beprobt hatte (vgl. vorigen Beitrag), gucke ich mich am verabredeten Treffpunkt um. Von der Waldbühne Ellerhoop werden eine Vogelkundliche Exkursion und danach mein Reise-Auslöser, die Rad-Exkursion durch die Bilsbekniederung, eintreffen. Beiden erläutere ich hintereinander, was es hier zu sehen (und zu hören) gibt, bevor sie weiter ihrer Wege ziehen.

Blick bachab – durch Ausbau, Gewässerunterhaltung und Erosion entstandenes unnatürliches Kastenprofil, übertief eingeschnitten, überbreit. – Positiv sind immerhin die zahlreich vorhandenen Moränensteine und die – leider allzu seltenen – Erlenwurzeln.

Kaum ist die interessierte erste Exkursionsgruppe mit Örtlichkeit und Besiedlung bekannt gemacht, sehen wir die größere Gruppe durch die Bilsbekniederung anradeln.

Blick bachauf – da sieht eine Stelle rubbelig aus, Turbulenz.

Es lohnt, genauer hinzusehen – Rauigkeit durchgehender Steinsohle bewirkt die Gewässerdynamik, die Bilsbek murmelt, rauscht.

Hier finden sich eine Menge junger Stadien von Bachflohkrebsen.

Größere sind auch da. Oben wieder eine, aus dem vorigen Bericht bekannte Eintagsfliege, Baetis.

Und wo so viele verschiedene Häuschen geboten werden, leben auch verschiedene Organismen – hier Steinfliegen- und „nackte“ Köcherfliegenlarven, Hydropsyche.

„Nackt“, das heisst ohne Köcher, sitzen sie geschützt im Porenlückenraum des Kieses, bauen ein Fangnetz und fressen das mit angestrudelter Nahrung auf. Neubau folgt.

Angesichts der geringen Wasserführung können wir den beeindruckenden Aufbau der Moräne studieren – lehmig, dicht mit Kiesen bis Findlingen durchsetzt.

Eine Sturzfichte – ungeeigneter Baum für solche Standorte – bietet mit ihrem frei stehenden Wurzelwerk anderen Interessierten Kleinlebensräume.

Unten, wohl aus dem Wurzelhorizont gelöst, finden sich Steinbruchstücke. Die sehen bearbeitet aus.

Hier im Umfeld haben eiszeitliche Jäger Rentiere gejagt. In der Vergangenheit wurden viele Funde geborgen, die heute zum Teil in Museen (und als Zeichnungen, Fotos, in Veröffentlichungen) zu bewundern sind.

Ein paar Beispiele, interessante Farben – Vorsicht, scharfe Schnittkanten der Flintstücke! – und ein Kiesel.

Aus dem Wiesenbereich tritt ein kleiner Klarwasserbach ins Bilsbekprofil ein – im Mündungsbereich überbreit, daher Eisenocker-belegte, Moorwasser-verfärbte feinkörnige Sohle.

Nach interessierter Diskussion geht es für alle weiter durch Frühlingsbuchenwald.

Ich treffe die Radlergruppe wieder, an bekiester Stelle des glasklaren Borsteler Wohld-Bachs.

Hier lässt sich die Bedeutung der strukturierten Sohle und variabel auf Mittel- bis Niedrigwasser angepassten Querschnitts erläutern.

Ein besonderer aktueller Aspekt ist der Spülsaum – reichlich Buchenspelzen angesichts frisch grünenden Walds.

Das nenne ich einen gelungenen Vormittag! – Jetzt aber fix das per Sondergenehmigung hier bewegte Spielmobil raus- und nach Hause fahren.

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Das Elbmarschenhaus, der Heimatverband Kreis Pinneberg und die Stiftung Naturschutz SH luden ein zu einer Radelrundtour, von Ellerhoop durch die Bilsbekniederung, den Borsteler Wohld, am Himmelmoor entlang und zurück nach Ellerhoop.

Nach meinen Blog-Beiträgen zu Moräne, Moränenbach und Moor sowie Interpretationsfehlschlüssen, die sich beim Betrachten von Karten, Ansichten vor Ort ergeben, war ich gebeten worden, am Querungspunkt Bilsbek (kann aufgrund Sprachgrenze mit „der“ oder „die“, ggf. wechselnd, genannt werden) für Erläuterungen bereit zu stehen. Sieb und weisse Schale kündigte ich an, so dass auch die Lebewesen im Bach betrachtet werden können.

Ich nutzte die Gelegenheit, etwas früher anzufahren, mit dem feuerroten E-Spielmobil. So konnte ich die kürzlich bekiesten Stellen beproben, bevor ich mich rund um den verabredeten Treffpunkt nach speziellen Eigenheiten umsah.

Gemachte Erfahrung, örtlich Stechmücken in lange nicht gekannter Masse (!), liess mich „ordentlich Gift“ auf beliebte Stellen inkl. die Arme, von Hemdsärmeln bedeckt, aufbringen. Gern geschieht das nicht – muss hier aber sein (und wirkt).

Am Nordrand Borsteler Wohld angekommen – Doldenblüher und duftender Weissdorn begrüßen mich.

Entlang dem klitzekleinen Waldbach geht`s zur Bilsbek.

Die Wasserführung ist inzwischen so weit gesunken, dass das Waldbachwasser dem Bilsbek auf den letzten Metern im Porenlückenraum des neuen Kieses entgegenfliesst.

Gut sieht`s aus (mal abgesehen von der Überbreite des übertief in die Landschaft eingeschnittenen Bilsbek). – Da hier nicht „Ufer kaputtmachen“ verabredet ist, halten die beiden Feinjustierungen den Abfluss mittig, „in-stream“.

Kleiner Blick ins Ufer – oben organischer Wiesenhorizont, darunter eiszeitliche, steinreiche Moräne, lehmige Moränenschicht, darunter beginnt der Niedrigwasser-profilierende zugegebene Kies. Letzterer ist durch den Abfluss aus dem Himmelmoor (im Original pottschwarz) bereits rotbräunlich angefärbt.

Blick bachauf – die Punktbekiesung an den 4 Überfahrtecken hat 2 Rauschen, Turbulenz entstehen lassen. Das Niedrigwasserbett ist profiliert.

Im Kies findet sich nun die Pionier-Eintagsfliege, Baetis, die vermutlich wie anderswo den Sommer über den Larvenfang dominieren wird.

Neben den das Gesamtbild dominierenden Bachflohkrebsen sitzt hier eine Käferlarve.

Die Probe der Sandflächen, noch unausgespült.

Sandflächenprobe, gespült – Grobsand und Feinkies, da sandbedeckt gewesen, ohne Leben, Spelzen der Buchenblätter.

Aufschwemmprobe – NIX! Der Beleg für den Spruch „Erosionssand, der Kiessohle bedeckt, ist das Leichentuch für den Forellenbach“.

An der nächsten bekiesten Überfahrt habe ich Gesellschaft – Gelegenheit für ein Schwätzchen, nicht (nur) mit dem Labrador.

Neben den üblichen Verdächtigen findet sich hier eine ganz junge Larve der Großen Maifliege, Ephemera – nebendran eine Kriebelmückenlarve.

Nochmal, weil`s so schön ist.

Ephemera wird, wie vor Kurzem an einem kleinen Nebenbach erläutert, noch ein, zwei Jahre im Bilsbek-Feinkies zubringen, dann als Insekt das Wasser verlassen.

Mehrjährig im aquatischen Lebensraum – wenn es bis zum erwachsenen Insekt klappt, ein Zeichen für stabile Mindestqualität (oder besser).

Ich bin weiter bachauf gefahren, zum Steg Richtung Waldbühne Ellerhoop (Foto aus dem norddeutschen Winter) – unserem vereinbarten Treffpunkt.

Es bleibt Zeit, mich über die aktuelle Situation zu informieren. Mehr dazu im nächsten Beitrag.

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Bei sonnigem Wetter suchen wir lichten Schatten. Den finden wir auf der Geest, also radeln wir eine kleine Runde binnenlands.

Ob in praller Sonne, …

… oder im Schatten – wir …

… radeln hier (Foto: Wedeler Spargel) in Intensiv-Agrarlandschaft, …

… im Baumschulkreis. – Glyphosat-Lobby lässt grüßen!

Es geht aber auch anders – im …

… Maikäferland. Auf der Straße ausserhalb beidseitigen Baumschullands, auch auf diesen landwirtschaftlichen Wegen, finden wir einige Verkehrsopfer.

Da mir die Digicam einen Streich spielte, bevor der Maikäfer fix abhob … – anderer Text: SO sieht der Maikäfer die Landschaft, scharf.

Aus lichtem Laubwald, entlang Knicks zeigen sich Kiefern – Anzeiger der früheren Binnendüne(n), Holmer Sandberge.

Dicht vor Wedel, auf dem Ihlseebargweg – auch Maikäferland.

Pferde, der Pferdetümpel – noch recht gut gefüllt – und Pusteblumen.

Sicherlich werden wir Maikäfer noch etliche Tage erleben können.

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Nach meinem Besuch im Wildpark Eekholt zur Vorbereitung von WasserCamps 2023 entlang des dortigen Osterauwanderwegs fuhr ich etwas bachab, zwei Strecken nahe Bad Bramstedt anzusehen.

Das wird eine Maiglöckchenpracht … !

Durch bunte Auwiese geht`s an die Osterau.

Die fliesst hier überbreit und unstrukturiert, ist aber – in Gedanken wie in Praxis – „in Arbeit“.

So nutzte jüngst der Wasserverband Fördermittel des Kreises Segeberg – Blick auf den Anstrom einer großen, fast noch neuen Rausche.

Was für ein Bild im Anstrom … – sieht aus, wie / als ob …

… auf ganzer Breite durchgelaicht.

Charakteristische Flussneunaugenlaichkuhle – vgl. meine Berichte zu Pinnau und Mühlenau, Kreis PI.

Wohin ich auch gucke … – meine Güte!

Die Rausche rauscht nicht nur, sie spricht. ??? – Stehende Welle hinter einem Findling, sich gelegentlich überschlagend.

Super angelegt, die Herren, besten Dank! – Turbulenter Ausklang bachab.

Kolkausklang – die Kurve verbirgt gnädig die noch unbehandelte Strecke.

Wir denken drüber nach – arbeiten dran, wenn es mal wieder soweit ist.

Abgang – auch die Kuckuckslichtnelke trägt schon ihren Beitrag an der bunten Auenwiese.

Weiter bachab, im intensiv genutzten Wander- und Radelbereich Am alten Waldbad.

Auf unserer dortigen Großrausche liegt ein kleiner Sturzbaum, aktiviert die dortige Beweglichkeit vorübergehend in eigener Weise.

Wie zu erwarten, auch hier: ein großes Neunaugenlaichbett im Bild.

Es scheint, wir sind – bzw. die Osterau ist – auf einem guten Weg.

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Die vor Kurzem noch gelbgrünen Wiesen haben sich verfärbt.

Es darf gepustet werden.

Es ist genug für alle da!

Und wer es jetzt verpasst, kein Problem – es kommen Pusteblumen nach …

 

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Wie, der Mai ist gekommen? – Der läuft doch schon seit mehr als 10 Tagen!

In den vorigen beiden Berichten über Radeltouren hatte ich allerdings noch keine der typischen Monatsbegegnungen nennen können.

Nun plonkt es wieder, abends bei Autofahren – Fledermäuse und andere Feinschmecker freuen sich.

Ursache der Freude, des „Plonk!“ an Autokarosserie und Frontscheibe – der Maikäfer, hier als Verkehrsopfer auf dem Radweg neben der B 431.

Einer kommt selten allein …

So um den 10. Mai, mit etwas wärmerem Wetter, vielleicht ein wenig feuchtem Boden, da kommen die Käfer nach mehrjährigem Larvenleben aus dem Boden.

Ob das ein „Maikäferjahr“ wird, 2023?

Jedenfalls zählte ich auf der ca. 2 km kurzen Strecke westlicher Ortsrand Wedel bis Sauerbecksweg, vor Holm, 6 Exemplare.

Mehr Ansichten von dieser Radeltour – am Boden, im Wasser und in der Luft – folgen in den nächsten Tagen. Es will ja auch noch der zweite Osteraubericht, Bad Bramstedt, ins Netz.

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Auch dieses Jahr werden Wassercamps im Wildpark Eekholt anstehen. Zeit also, die Situation anzusehen, ggf. Restaurierungsvorschläge für den Lebensraum Osterau weiterzugeben.

Wieder öfter zu sehen, je weiter man sich von Wedel nordwärts bewegt: Frühlingsgelb, Raps – Preise, Subvention und mehr verändern die Flächennutzung. (Hoppla, da fällt auch schon der Rapspreis angesichts des großen Flächenangebots …)

Randstreifen an Äckern (jeglicher Art, jeglichen Standorts – zu Straßen, Wegen, Gewässern, Wäldern ff.) stehen weiter aus – sinnvolle Rahmenbedingung für die Vergabe von Steuergeldern!

Wie meist üblich: Kleiner Zwischenstopp an der Ohlau, Blick von der Brücke …

Verwirrendes (???) – Spiegelung, Turbulenz auf Rausche, Wasserstern bestimmt Farbigkeit. Bei näherem Hinsehen (andere Fotos) könnte Laichen von Flussneunaugen vermutet werden.

Früh angekommen im Wildpark Eekholt – Frühlingsauwald der Osterau.

Bärlauch – je nach Standort und Mikroklima mit der Blüte startend, voll blühend, Richtung Samenbildung vergehend.

Ich gehe die mit den Unterelbeschulen (suche hier im Blog z.B. über das Stichwort „Wassercamp“) restaurierte Strecke des Osterauwanderwegs ab.

Auf der am unteren Ende der Strecke liegenden Lenkbuhne (s. voriges Foto) – Verwirrendes.

Ist das nun ein Flussneunaugenlaichbett – oder nicht, oder mehrere ?

Fokussiert (die Digicam fokussiert die Baumspiegelung ringsum) – ganz klar: Laichbett, charakteristische Struktur im Kiesbett.

Die Holzarbeiten (Treibselsammler, „Hölzchen & Stöckchen“) wirken weiter gut. Die Landgewinnung an vorher großräumig gefährdeter Stelle …

… zeigt sich, tiefliegend, feucht, in ihrem Frühlingskleid: Sumpfdotterblume.

Spannend, diese neue Feuchtfläche im Jahreswechsel, auch mit wechselnder Insektenwelt, zu erleben!

Weniger spannend, ja deprimierend ist für diese benannte Umweltbildungsstätte die chronisch fortschreitende Flächenintensivierung – hier als Beispiel Randstreifenvernichtung (wohl gut gemeint, umso schlechter gemacht).

Eine Vielzahl der Kies-Lenkbuhnen, die in den Wassercamps über die Jahre entstanden und für Wirbellose, Fische ff. neu besiedelbaren Raum bieten, weist heftige Erosion durch Vertritt aus.

Hier kann zur Verbesserung Neukies sowie eine symbolische Abspannung helfen.

An den Treibselsammlern nagt ebenfalls die Zeit – Ergänzung, Reparatur haben wir im Sinn.

Etliche überbreite, strukturlose Strecken vertragen auch neues Einbringen von HuSt.

Richtung oberes Ende des Osterauwanderwegs – der (vor wenigen Jahren) neu angelegte befestigte Weg liegt im für die Gewässerökologie so erforderlichen minimalen Randstreifen.

Die Zäunung hilft den Kiesschüttungen – leider ebenfalls ohne den vorher vorhanden gewesenen Randstreifen für standorttypische Gehölze und andere Pflanzen.

Nach den guten Vorbildern (und Bedarfen) – was generell aussteht, ist die Entschärfung der Wüsteneiensituation in den Gehegen.

Ursache und Wirkung sind klar, stechen ins Auge.

Jährliches Verschärfen der Situation …

Auf dem Weg zum Ausgang – der Wildpark wird voller, bunter …

Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen und bilden in Sachen Umwelt.

Buntes Anthropozän, Pkw und Busse, auch auf dem – erst zu einem kleinen Teil gefüllten – Parkplatz.

Und es geht weiter … – Richtung Osterau Bad Bramstedt, vorbei an einem Weisstorch auf Acker, vor der Osterau-Aue.

Dazu folgt demnächst mehr.

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Von der Elbe her kommend, an Hetlingen vorbei, Idenburg, Geesthang hoch, radele ich entlang der B 431 zurück nach Wedel.

Maikäfer flog mich noch nicht an im Sauerbeksweg, auch auf dem Radweg B 431 liegt noch kein Verkehrsopfer dieser Art.

Da sehe ich auf einer Pferdewiese einen Hasen hoppeln – von der Nordseite gen Süd …

Hallo, Hase, da ist die Straße!

Der Hase hat ein ganz anderes Ziel – stoppt eher, fast am Südrand der Wiese, nahe an knickähnlichem Bewuchs.

Da sammelt eine Rabenkrähe, was ihr gefällt. – Was will der Hase von der Krähe?

„Wer ich? – Ich tu nix!“ – – „Ach so, die Krähe, die hab` ich verjagt. Ist mein Claim hier.“

Der Hase inspiziert eine offene Fläche, …

… von fern beobachtet ihn die Krähe.

Und – bevor ich so recht bemerke, was da abgeht, geschweige denn, dass ich die Digicam fertig hätte -, da schmeisst sich der Hase auf den Rücken, wälzt sich im offenen Boden, die Beine in der Luft zappelnd. – Zweimal hintereinander.

Sowas habe ich noch nie gesehen – von Pferden, auch hier auf der Wiese, ja.

Das will sich die Krähe von Nahem ansehen!

Was sich weiter hier auf der Wiese tut, bleibt unter den beiden – ich setze meine Heimfahrt fort.

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