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Archive for the ‘Elbe-Einzugsgebiet’ Category

Der zweite Grasschnitt ist weitgehend abgeschlossen, auch Raues, Pferdeheu, bei günstigen Bedingungen gemäht, gewendet, geschwadet und eingefahren oder, als Kaventz-Männer, gerollt verpackt. Glück gehabt! Bei dem Bisschen Regen bisher hat es gerade für die oberflächige Grün-Produktion gereicht.

Da sieht man auf „freiem“ Gelände, was sonst verborgen ist.

Gras gemäht, Fläche frei – ist da wer?

Sind das Herr und Frau Osterhase, auf Sommerurlaub in Wedel?!

Mich fragte mal ein junger, für Ökologie im Lebensumfeld nicht zugänglicher Jungbauer, wieso man am Ende des Sommers Hasen sähe, die ansonsten offenbar „nicht da“ wären. – Muss ich eine Antwort geben, oder sprechen die Fotos für sich?

Die Hasen interessieren solche Überlegungen nicht. Sie sind einfach da.

Ob sie mich nun wahrgenommen haben, oder einfach genug von der Sonneneinstrahlung hatten, nach einer Weile verschwanden sie im hohen Grün.

Und wieder sind sie einfach „nicht mehr da“. – Möge die nächste Jagd-Saison, bei der – Kultur-Historie – flächenhafte Treibjagden angesagt sind, schadlos an ihnen vorüber gehen.

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Wohl dem, der in lichtem Schatten radelt – Blick quer über die B 431.

Rein in brüllende Hitze.

Schafgarbe vor goldenem Korn. Früher hätte ich auf Gerste getippt, heute weiss man das bei langen Grannen nicht mehr ganz so klar.

Die Hitze überrennt die Zeit. Die Mähdreschervermittler wissen sich vor Anfragen kaum zu retten.

Ich tauche schnell wieder in Schatten ab – hier: Schatten total mit Überdach – ausgewachsene Hainbuchenhecke, unten für den Radweg getrimmt.

 

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Aus dem gesamten Bundesgebiet waren offizielle Gäste von der Wasserstraßenverwaltung des Bundes nach Wedel geladen. Es ging auf`s Schiff, um die neue Elbvertiefung, vor allem aber auch -Verbreiterung der Fahrrinne „anzuläuten“.

Da wollte ich als alter Elbe-Mann – wenn ich schon nicht auf`s Schiff durfte – mindestens mal vom Ufer aus gucken.

Blick über Wedels „Sandstrand“ Richtung Willkommhöft.

Da liegt ein Ausflugsdampfer am Willkommhöft – startet dort die Fahrt?

Hohe Polizei-Präsenz – Angst davor, dass der fast noch neue Anleger im Schulauer Hafen geklaut wird?

„Sandstrand Wedel“ – über die Ursache, wieso der Sand geklaut wird und wer das macht, hört man komischer Weise nix.

Fast könnte man meinen, „Die Fahrrinnentiefe plus Schwall und Sunk der Großschiffe sind`s“ wird zurückgehalten, um den Start dieser weiteren Elbvertiefung nicht zu stören.

Am Willkommhöft, dieses Boot durfte nicht auf die Elbe – Sicherheitsbedenken.

Weil`s so zutrifft – andere Bootsseite.

Willkommhöft, Blick seewärts – kein Großschiff.

Willkommhöft, Blick Richtung Hamburg – kein Großschiff.

Langweilig?

Nein, da liegt ja die Hammonia. Der eine und andere Elbsegler mit Protestbanner passiert.

Und da kommt planmäßig die Lühe-Schulau-Fähre, möchte ihre Passagiere aussteigen lassen.

Hammonia macht Platz.

Man fragt sich, wieso das eine oder das andere Schiff nicht den gut bewachten Anleger im Schulauer Hafen nutzen kann / darf ? !

Da fährt aus Hamburg, Richtung Stadersand, die neue Elblinie vorbei.

Das bisherige „Wattentaxi“ übernimmt eine neue Route, nun in der Tide-Elbe.

So sieht der Katamaran „Liinsand“ im Gegenlicht aus.

Die Hammonia liegt wieder bereit, weitere geladene Gäste aufzunehmen.

Wenn ich mir die Gesellschaft so ansehe, durchweg in diversen Tönen schwarz gekleidet, kommt es mir vor, als ginge es zu einer Beerdigung.

Pardon, ich vergaß: das ist ja eine Beerdigung. Schade um die Elbe.

Da kommen die Demonstranten vor dem Schulauer Fährhaus, bunt wie auf einer New Orleans-Beerdigung, meiner Einstellung näher.

Sie präsentieren Elbstint im Sektglas (mal die Fotos im Link durchsehen).

Die Lühe-Schulau-Fähre muss jetzt die ganze Zeit gegen den Strom stehen?! Ein Elbfischer und Motorboote nahen.

Die Polizei prüft die Lage.

Keine Gefahr!

Ein Bisschen Schlick wird schon aufgewirbelt.

Oberkante Spundwand im Schulauer Hafen. Nicht zu Unrecht skandieren die Demonstranten „Herr Scheuer, was soll der Quatsch? Wir ha`m hier nur den Matsch!“

Noch immer wartet Hammonia. – Ich warte nicht.

Alle anderen warten weiter am Willkommhöft auf den Minister – ist er etwa schon an Bord?

Nein, ist er nicht. Ich treffe ihn und einige wenige Begleiter an der Westmole / Übergang zum Kopf des Schulauer Hafens.

Ich sage noch „Mit meiner Digicam lassen sich keine Selfies schiessen …“ – Da belehrt mich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer eines Besseren. – Man lernt nie aus!

Im Abradeln: ein Dackel-Mix macht das einzig Vernünftige, Abkühlung suchen und finden.

Heiss wird`s.

Derweil scheint der gestrige „Anbaggerer“ Scheldt River nach Baggern vor Wedel und Verklappen vor St. Margarethen (?!) die Elbe zu verlassen und Arbeit anderswo zu finden.

Hier, (noch) Süßwasserwatt Fährmannssand bei Tideniedrigwasser, wird demnächst nur noch die dunkle Fahrwassertiefe auf Kilometern übrig sein. Schon heute hat sie das aquatische Ökosystem der Elbe an den Rand seiner Existenzfähigkeit gebracht.

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Ein Bisschen Pause ist ja meist ganz gut.

Wer drin ist, sieht auch mancherlei.

Hinter Gittern! – Selbst eingesperrt, wie auch immer reingekommen.

Dem Tierchen konnte geholfen werden – jetzt draussen angekommen. Die Holzwespe-Schlupfwespe mag offenbar unseren Elch aus Kiefer.

So ein Elch aus Kiefer entsteht z.B. im Rahmen der Ausbildung bei den Bayerischen Staatsforsten, hier ein Filmbeispiel.

Schon beeindruckend – und so nützlich.

Man soll Schlupfwespen in ihrer Bedeutung nie unterschätzen!

Ob ich nun diese Motte, hier ebenfalls auf Kiefer-Elch, auch hätte retten sollen? – Nehmen wir mal an, die wird gleich von einem Vogel gefressen … (Guckt ja wie ein Alien – wie auch immer so einer gucken mag.)

Na, bald bin ich wieder mehr draussen als drinnen. Ich melde mich.

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Ohlau, Kreis Segeberg, Richtung Bad Bramstedt – nein, ich war das nicht!

Der Wasserverband Ohlau ist dabei, dem kanalartigen Moränen-Bach mehr Struktur zu geben. Da die Ohlau zu den Prioritätsgewässern gehört, war hier bereits vor Jahren mit eiszeitlichem Gestein und Holz Diverses verändert worden. Allerdings, wie bei fast allen planungsgesteuerten Maßnahmen (Planen – Machen – Weggehen), in seiner Wirkung über die Zeit nahe Null verblieben.

So hatte der Verband angesichts meiner bekannten Historie und inzwischen mehrjährigen auch schleswig-holsteinischen Erfahrungen nachgefragt, wie die Ohlau wieder in Bewegung gebracht werden könne. Einige Hinweise führten jetzt zu Kieszugaben, die weiter gestaltet werden können – vom Bach selbst oder / und vom Menschen.

Und so sieht der obere Teil nun aus.

Blick bachauf, erste Strömungs-Anregung ist erkennbar.

Blick bachab.

Sommerliches Suchbild – wie viele Männchen der Prachtlibelle Calopteryx sind erkennbar?

Noch dominiert hier im fast gar nicht (mehr) baumbestandenen Bachabschnitt C. splendens, die bereits erwärmte, eher flussartige Strecken bevorzugt. Die Restaurierung inklusive Entwickeln des standorttypischen Baumbestands wird den Bachoberlauf-Charakter fördern. Somit wird C. virgo, die Blauflügel-Prachtlibelle, Anzeiger für den örtlichen, eigentlich sommerkühlen Bach, dann ebenfalls zu finden sein – in absoluter Zahl und prozentual zunehmend.

Massen von Fadenalgen zeigen stellenweise den bachuntypischen Lichtüberschuss, gekoppelt mit Nährstoffeintrag.

Stein und Pflanze – vorn, bachauf des Wasserstern-Polsters ist Kies und Geröll der Erstmaßnahme erahnbar. Der neue Kies wird mehr Dynamik vor Ort bewirken.

Schon startet die linienhafte Sortierung des massenhaft vorhandenen Erosions-Sands.

Die punktuellen, neuen Kies-Depots werden die interne, aus von Baumwurzeln ungesicherten Uferpartien resultierende übermäßige „Sand-Produktion“ verringern.

Der Fischotter ist schon da – „Scharrhaufen“ und „Trittsiegel“ (Fußabdrücke).

Turbulenz im Gegenlicht – so soll es weitergehen.

Wir arbeiten weiter am munteren, lebendigeren Tieflandbach.

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Im vorigen Beitrag wurde der erstplatzierte Kies gezeigt. Das zweite und dritte Drittel der auf den Bauernhof gelieferten Lkw-Ladung folgt hier.

Noch stehen etliche Pappeln an der Ekholter Au.

Dicht neben einer wird Ladung 2 ins Ufer geschüttet. Am linken Ufer ist der Wurzelteller eines Sturzbaums zu sehen. Die Pappeln werden in absehbarer Zeit vom Gewässerrand verschwinden.

Auch hier das vergängliche Steinstaub-Licht-und-Schattenspiel.

Schnell ist auch dieser Kies platziert.

Blick bachab aus der Otter-Perspektive.

Blick bachauf – großflächig liegen Holz und Steine auf der Gewässersohle trocken.

Fernblick auf Kiesposition 1, Sturzbaum im Hintergrund. Da der den Abfluss stört, wird er demnächst gesägt.

Fast im Handumdrehen ist auch Ladung 3 vor Ort, letzte Kiesel rutschen vom Wagen.

Fertig.

Das Gespann verlässt den Tatort. Ich schliesse das Tor.

Angesichts der Begeisterung aller Beteiligter bin ich sicher, wir sehen uns hier wieder. Schülerinnen und Schüler der Unterelbeschulen werden – wenn denn mal Wasser über den Kies fliesst – das „danach“ beproben. Erstmal ist, obwohl der Kies ja vorhanden ist, angesichts des Niedrigwassers das „davor“ noch untersuchungsfähig.

Ich wähle die Abfahrt über die Linden-bestandene Straße Altenmühlen – sehr angenehm bei sonnigem Sommerwetter.

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Nachdem ab 2017 begonnen wurde, Bäche auf Moräne im Pinnau-Einzugsgebiet des Kreises Pinneberg wieder mit ihrem charakteristischen Kiesgrund zu versehen, ist nun Ende Juni 2019 mit der Ekholter Au ein erster Bach des Krückau-Einzugsgebiets hinzugekommen. (Bäche aus dem Kreis Segeberg wie Ohlau und Osterau finden sich über Suche ebenfalls hier im Blog.)

Wenn man sich nach und nach die Ortsgrenzen über Abfrage der Gemeinden im Internet anzeigen lässt, ist zu ahnen, wie selbst kleine Bäche als Grenzbäche in der Vergangenheit bis heute wirk(t)en.

Wir werden auf einem Grundstück beginnen, das zu Kölln-Reisiek gehört. (Das Wappen zeigt, dass offenbar früher der Reiher gut Fisch aus einem Fliessgewässer holen konnte. – Dem Tier kann geholfen werden!) – Gleich nebenan sind Bullenkuhlen, Bevern, Stein(!)furt, Seeth-Ekholt Gewässeranlieger – ich belasse es mal bei dieser Nahaufnahme. Wir erkennen, wir befinden uns quasi im Grenzland. – So ein Fliessgewässer aber stellt aufgrund seiner Eigenart und Struktur sowie mit seinen Lebensgemeinschaften übergeordnete Anforderungen im gesamten Einzugsgebiet.

Interesse aus den Unterelbeschulen und Kontakte über den Heimatbund führten zur Vereinbarung zwischen Grundeigentümer NABU Elmshorn und Nachbarn, ein erstes Experiment zum Kennenlernen der Vorgehensweise und Auswirkungen anzugehen. Die Edmund Siemers-Stiftung finanziert den Kies, der das Grundstück bewirtschaftende Landwirt bringt ihn bei fachlicher Begleitung in den Uferrand ein. Der Wasserverband Krückau sowie die Wasserbehörde beim Kreis Pinneberg stimmten dieser, als ökologische Verbesserung im Rahmen der Gewässerunterhaltung gesehenen Aktion ebenfalls zu. Es konnte also losgehen.

Weite Strecken der Ekholter Au liegen baumlos der Sonneneinstrahlung ausgesetzt (vgl. Satelliten-Aufnahmen im Netz) – Handlungsbedarf allgemein, vor allem aber auch im Zusammenhang mit dem Klimawandel.

Von Natur aus begleitet lichter Auwald unsere Bäche und kleinen Flüsse. So werden die quellnahen Fliessgewässer in ihrer Charakteristik und mit ihren Lebensgemeinschaften als sommerkühle (!) Gewässer erhalten. Mindestens beidseitig, Allee-artig, müsste an solchen Strecken wieder das Wachstum standorttypischer Bäume (Schwarzerle, Esche, Flatterulme, Baumweiden) ermöglicht werden.

Unser Aktionsgrundstück liegt unmittelbar bachauf des Fotos, glücklicherweise licht beschattet.

Ein Lkw Kies ist auf dem Bauernhof auf fester Unterlage geschüttet – vorgesehen für 3 Punkte. Da kommt der erste Ladewagen.

Ein Gutes hat die extreme Trockenheit: Auf ansonsten sehr schwierigem Gelände kann jetzt, einfach rückwärts fahrend, direkt in die Uferkante geschüttet werden.

Los geht`s.

Der Schüttwinkel baut sich auf.

So soll es sein. Wir tun nicht nur etwas für das Gewässer und seine Bewohner, sondern auch für das Umfeld, z.B. durstige Tiere, die das Wasser wieder erreichen können. Auch hineingefallene oder den Bach querende Tiere, die bislang an übertiefem Bach und beidseitig übersteilem Ufer auf ganzer Länge stehen, finden im „Kies im Schüttwinkel“ gute Möglichkeiten. Gern werden unsere Schüttungen als Wildwechsel genutzt.

Licht und Schatten, sichtbar gemacht durch Feinstaub – Ähnliches ist bereits vom Ende des vorigen Blog-Beitrags bekannt.

Hier sind sogar in Erosionsstrecke Teile des aus Moräne frei präparierten vor-Ort-Kieses zu erahnen.

Uferschutz und Strömungslenkung bei allen Wasserführungen – wir verzichten erstmal auf das glatte Einbinden bachauf und bachab, um örtliche Erfahrungen zu sammeln.

Stackreste zeigen das frühere Ufer, lassen erahnen, welche Baggerkosten anderswo für Unsummen erodierten Materials ausgegeben werden mussten.

Die erste Schüttung ist fertig.

Der Ladewagen ist unterwegs zum Hof, um das zweite Drittel Kies für die zweite Schüttstelle zu holen.

Währenddessen informieren sich dazugekommene Nachbarn beim Wasserverbandsvorsitzenden und mir, was wir denn da so treiben. Es deutet sich im Geschehen schon an, dass dieses „Experiment“ bereits jetzt in die Phase „Das ist ja interessant. Sowas können wir doch intensiver und auch anderswo machen!“ gekommen ist.

Die zweite und dritte Kies-Positionierung wir im nächsten Beitrag beschrieben.

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Am Ende des Beitrags „Bullenhitze“ meinte ich noch, uns fiele etwas ein …

Dabei war uns – lange vor der Hitze 2019 – schon etwas eingefallen, das wir normalerweise unterlassen hätten. Eine Berlin-Reise, Ende Juni.

Gut angekommen – danke, Bahn!

Und wieder prima untergebracht, mit Blick „Über den Dächern von Berlin“.

Nur dass das, erprobt in Frühjahr und Herbst, wie aus vielen Berlin-Berichten hier im Blog ersichtlich, angesichts Sommerwetters „etwas speziell“ war.

Aber wir hatten einen guten Grund und liessen uns nicht beirren. Da Eric Burdon bei seiner Abschieds-Tour Hamburg links liegenlässt, zog es uns also ins Tempodrom, Berlin.

Das war gut gedacht – und auch zu 100 % Genuss durchlebt. – Natürlich blieb für die Familie und das Wohlergehen Zeit genug.

Nicht nur bei der Hinfahrt, auch bei der Rückfahrt sprudelt die Alsterfontäne in der Sommersonne.

Der Schienenersatzverkehr im Bereich Altona (angesichts früher Reiseplanung auch noch nicht absehbar) erwischte uns bei der Rückfahrt, wurde sehr gut abgewickelt. – Man muss halt nur seine Starthaltestelle finden. „Blaue Füsse“, die irgendwo ohne „oben“ sichtbare Erläuterung Richtung und Ziel ändern, bringen Verwirrung. Jede Menge Lotsen, die auf Frage nur den halben Satz sagen, ohne auf folgende Abbiegungen hinzuweisen, lassen den verwirrten, wenn auch überzeugten ÖPNV-Nutzer Lösungs-Alternativen suchen …

Aber, es hat ja geklappt.

Wieso steht nun in der Überschrift „Kölln-Reisiek“?

Das lag am AB, auf dem die Nachricht zu hören war „Der Kies ist da.“. So wurde spontan für den Folgetag der Einbau eines Probe-Lkw Kies in die Ekholter Au, Krückau-Einzugsgebiet, Kölln-Reisiek, verabredet.

Abgetaucht in lichten Schatten der Baum-Galerie an der Ekholter Au, querab Altenmühlen, lässt es sich gut aushalten.

Zu dem Licht-und-Schatten-Foto fällt mir der alte Satz aus dienstlichen Asbest-Zeiten ein: „Nur kein` Staub aufwirbeln!!!“.

Mehr zum Warum und Wie folgt im nächsten Beitrag.

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Am Besten hält man sich im Schatten auf, Wasser nicht vergessen.

Eine andere Variante wäre „an de Waterkant“.

Bei Tidehochwasser dicht an der Wasserkante – Rinderherde aussendeichs,Familienhaltung.

Und bei Bullenhitze folgt die schlaue Leitkuh mit der ganzen Bagage dem Wasser – rauf auf`s Watt bei Ebbe.

Ja, und wie bekannt, liegt man da prima.

Uns fällt bestimmt auch was Geeignetes ein.

 

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Im Rahmen der Kreisumwelttage 2019, Kreis Pinneberg, war eine Schulklasse an der Mühlenau aktiv, vgl. voriger Bericht.

Die durch die Lenkbuhnen angeregte Strömung sieht gut aus.

Die Schulklasse ist mit dem Harken der Lenkbuhnen gut zurecht gekommen, die verdiente Pause geht ihrem Ende entgegen.

Ich gehe auf eine ältere Lenkbuhne, um Tierchenfang vorzubereiten. Zwei Stockentenweibchen verlassen den Kies, schwimmen ein Stück weg.

Sieb an Besenstiel und große, weisse Schale(n) – mehr braucht es nicht.

Fehlen nur noch die Tierchen.

Beprobt werden im Stillbereich liegende Blätter und Holzreste, …

… aus der Sohlfläche der bewegte Sand, …

…, der nach Auswaschen Feinkies im Sieb hinterlässt. Sieh an! Aber auch jede Menge zu Feinkies zermahlene Backsteinreste sind zu finden.

Eine junge Wasserassel – komisch, dass nur so wenige davon im Stillwasserbereich zu finden sind.

Im „fetten“ Feinsediment sitzen auch Rote Zuckmückenlarven.

Schlammröhrenwürmer besiedeln ebenfalls den Stillwasserbereich, …

… weisse Zuckmückenlarven kommen Richtung Bachmitte, wo etwas Strömung herrscht, hinzu.

So richtig viel ist das ja nicht. Was ist mit dem Kies – angesichts der (wieder einmal) langanhaltenden Niedrigwassersituation und nicht überströmten Lenknasen steht Gewässerorganismen nur entlang eines schmalen Saums überhaupt Lebensraum zur Verfügung.

Eintagsfliegenlarve und (unscharf) junger Bachflohkrebs.

Eine dunkle Eintagsfliegenlarve – sie wird bald das Wasser verlassen, um letzte Häutungen Richtung vermehrungsfähiges Insekt zu bewältigen.

Jaaaa, …, und das war`s.  ? ! ?

Zu hohe Wassertemperatur? (fehlender) Sauerstoff? Schadstoffdurchgang bei jüngeren Gewittern?

Während ich andere ältere Lenkbuhnen anwandere, um zu gucken, ob es dort anders aussieht, kommt mir ein Satzfetzen in den Sinn, den ich einmal bei einer Zugfahrt aufschnappte „Öss synn de Bretterdohren – viel ze viele Bretterdohren …“. Damals blieb mir das Gesagte länger im Sinn, bis ich über „English: Predators“ wusste, was gemeint war.

Ein Teil des ökologischen Geschehens – Produzenten, Konsumenten, Destruenten – und wenn man bei den „Verbrauchern“ die sekundären und tertiären betrachtet, ist man also bei den Prädatoren gelandet (den Beutegreifern, Räubern).

Da fällt mir auch aus alter Zeit, Wandse im Hamburger Bezirk Wandsbek ein, dass wir dort bei guter Wasserqualität, keinen erkennbaren Problemen, Stellen hatten, an denen die ansonsten massenhaften und altersgestaffelten Bachflohkrebse schlicht fehlten. Mit den Eintags- und anderen -fliegenlarven war es auch nicht weit her. Dort hielten wir „angefütterte“ Entenmassen, die im wahrsten Sinn des Wortes jeden Stein umdrehten, für die Ursache fehlenden Gewässerlebens.

Ich suche weiter … – und werde fündig.

Uuaaahhh, ein Alien guckt, bewaffnet, über meinen Siebrand!

In klein – und in riesigen Massen, quasi eine Invasions-Front von der Elbe her – hatten wir diese Tierchen im Vorjahr auf einer Fahrrad-Exkursion erlebt (Bericht vom 15. Juli 2018). Die scheinen es sich in der Mühlenau gut gehen zu lassen.

Manchmal muss man bei Horror die Perspektive wechseln. Gar nix los – eine leere, untere Panzerhälfte einer Wollhandkrabbe.

Offen bleibt, ob das den Rest eines gefressenen Tiers oder eines erfolgreichen Panzerwechsels und Weiterwachsens des früheren Eigentümers darstellt.

Die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrerinnen jedenfalls hatten eine Menge Ooohs und Aaahs für meinen Fund übrig. – Inzwischen hatten Findige in der Gruppe aber auch „großen Erfolg“.

Heil, aber tot erscheinende Wollhandkrabbe, unbeweglich.

Hinten war das Tier geöffnet. War es bei der Häutung gestorben, oder …

… sahen wir es in Schockstarre, oder schlicht voll beschäftigt mit dem harten Job des Panzerwechsels? Weiter keine Bewegung …

Dann, später, klappte das Teil auf, der „Butterkrebs“ wurde sichtbar.

So nahmen wir an, dass es sich um ein schwer beschäftigtes Tier bei seiner Häutung handelt und entliessen es an eine geschützte Stelle in der Mühlenau (Feinschmecker wie Aal, Graureiher, Fischotter freuen sich über eine solche Delikatesse, wenn der Krebs nicht schnell genug ein sicheres Versteck erreicht).

Und dann wurde, in ausgezeichneter Beschreibung der Beobachtung, noch ein junger Steigaal gesehen. Kürzlich hatte ich das Erlebnis (ohne Foto) in Aarhus an einer Bachmündung, mitgeteilt im Beitrag vom 12. Juni 2019. – Es gibt sie also auch hier noch, wenngleich in verschwindender Anzahl. Die jungen Entdeckerinnen waren ordentlich stolz für das Lob, genau hingesehen zu haben.

Fragen über Fragen – da können künftig jede Menge Projektaufgaben betreffend der oben geäusserten Vermutungen, wo all die Gewässerlebewelt geblieben ist, erforscht und die Ergebnisse beschrieben werden.

Die Zeit vergeht, wir schliessen ab.

Foto-Shooting an der Lenkbuhne. – Ich, bachab entfernt, schüttele mich angesichts des Niedrigwassers, das die erheblichen Uferverluste der Vergangenheit (und teures Baggern weiter bachab) sichtbar macht. Wo die alten Stackpfähle ragen, befand sich ehemals Land.

Letztes Kiesschütten, Feinarbeit an der Lenknase.

Und noch einmal kommt Begeisterung auf. Gegenüber auf der Baustelle wurde die offene Erosionsrinne durch einen Damm verschlossen. Ein Rohr sichert den Ablauf von Land her kommenden Sickerwassers.

Später werden dann Damm und Rohr durch wasserbaulich gesicherten offenen Zu- und Abfluss zum Hochwasserstauraum ersetzt werden – vorbildliche Gestaltung heutiger B-Plangebiete. Besten Dank für schnelle Problemlösung!

Ein letzter Blick auf neu erzeugte Turbulenz.

Und schon verlässt die Schulklasse den Ort des Geschehens – Richtung Schule, Wochenende.

Die Mühlenau dankt herzlich für tatkräftigen Einsatz!

Kurze Zeit später folge ich ihnen Richtung Auto. Beim Verlassen der bachnahen Vegetation mit ihrem kühlenden Halbschatten erwartet mich versiegelter Stadtraum.

„Fridays for Future“, Klima, Klimawandel, Anpassung – unter anderem durch Landschaftskühlung (Grün, der Baum, die Bäume, der Wald …) – Zeit, etwas zu tun.

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