Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Elbe-Einzugsgebiet’ Category

An einer überbreiten Strecke der Krückau hatten wir etliche Kies-Depots angelegt (Wasserverband Krückau mit Förderung des Landes Schleswig-Holstein, Bericht vom 21. Oktober 2020), um die Entwicklung und nötige Änderungen über die Zeit zu studieren. Die Krückau würde uns schon zeigen …

Am 14. Dezember berichtete ich über die Gestaltung erster unter Wasser vor den Depots angelegter Flächen. Am Vorweihnachtstag kam dann Niederschlag, der erstmals die Mittelwassermarke wieder erreichte, danach (ein Bisschen) Schnee, Regen, nochmal Schnee, Schneeschmelze. – Es sollten also inzwischen Veränderungen durch die Krückau erkennbar sein, die weiteres, notwendiges Handeln Richtung lebendiger Bach erkennen lassen.

Februar 2021, die Sonne schien warm, ein Nachmittag lockte (vor 4 Tagen).

Das untere Ende der bekiesten Strecke, vom Moränenhang auf die Aue geblickt.

Das wegen Fehlens uferschützender Erlen am Südufer vorherrschende extrem überbreite Profil mit resultierender Sandwüstenei – statt munter fliessenden Bachs auf Kiesgrund.

Wer oberflächlich die Landschaft betrachtet, sieht ringsum Idylle. Wer – wie im vorigen Foto – genauer hinsieht, fasst es nicht. Dies ist eine Situation, wie ich sie heute SO nur selten vorfinde. Sie erinnert mich an niedersächsische Bäche, zu denen ich Ende der 1980er eine Broschüre „Unsere Heidebäche brauchen Hilfe“ auflegte, damaliger Schwerpunkt Abwasser (und mehr).

Zehn Jahre später erschien, unterstützt von der Edmund-Siemers-Stiftung, Hamburg, ein gleichnamiger Text, aufdatiert nach vielfachen Erfolgen der Abwasserreinigungsanstrengungen, die damals zielgerichtet und zügig erreicht wurden, nun mit dem Schwerpunkt dringend notwendige Verbesserung der Gewässerlebensraumstrukturen.

Unschwer auf diesen Fotos aus 2021 zu sehen: Wir haben noch viel wieder gutzumachen.

Leserinnen und Leser wissen aus aktuellen Beiträgen zu anderen, bekiesten schleswig-holsteinischen Bächen, dass unsere Kiese von Forellen, Stand- wie Wanderform, fast vollzählig durchgelaicht waren.

Ich habe Watstiefel an, wate durch die Krückau – hier, im bewegten Sand, störe ich niemanden. Keiner da!

Wie früher geschildert, haben wir gegen Ende der Strecke eine Rausche mit resultierendem Kolk so angelegt, dass die Ufer stabil bleiben.

„Durchgelaicht“ – So etwas beeindruckendes ist auf dieser Rausche nicht zu erkennen. – Teufel auch!

Bei näherem Hinsehen ist uferseits, rechts oben, ein kleines Laichbett erkennbar – wohl von einem Bachforellenpaar.

Ich gehe am Ufer bachauf, schiebe mit dem Stiefel kleine, unter Wasser angelegte Winkel zur Strömungsveränderung auf die Kiesfläche.

Im Detail ist das Provozieren neuer Turbulenz mit gerichteter Strömung gut erkennbar.

So geht das an einigen Stellen weiter. Noch wollen wir nicht auf ganzer bekiester Länge größere Veränderungen vornehmen, sondern weiter lernen.

An etlichen Stellen ist erkennbar, dass die Kieszugabe einen Niedrig- / Mittelwasserstromstrich neu entstehen liess, Sande werden weggetragen und sedimentieren seitwärts in den Zwischenräumen mit verbliebener Überbreite. Neue Flachwasser- und Uferbereiche bilden sich.

Die Schutzdepots für Altufer mit Erlenbestand bewähren sich.

Wie erwähnt, bleiben viele Kies-Depots weiter unberührt, hier wegen gegenüber zu fördernder Jung-Erlen.

Ich drehe um, gehe am selben Ufer zurück bis zur Watstelle beim Start.

Letzter Blick nach Queren der Krückau bachab – noch unberührte und veränderte Kiesschüttungen bieten eine interessante Ufervariation im Gegenlicht.

Ich nehme an, aus Text und Fotos ist klar geworden, dass eine Restaurierung von Lebensräumen nicht mit Planen, Machen, Weggehen zu erreichen ist. Es wird weitergehen.

Und irgendwann werden auch die Wanderfische aus der Nordsee diese Kiese durchlaichen. – Erschreckend, übereinstimmend mit anderen Kennern der Krückau, bleibt festzuhalten, dass offenbar die Niedrigwasserführung des Bachs 2020 – Klima „is watching us“ – so extrem war, dass die in Barmstedt stehende, ansonsten gut passierbare Fischtreppe in der wesentlichen Wanderphase zu den Laichbetten schlicht zu wenig Wasser selbst für gute Springer wie Meerforellen aufwies.

Um so trauriger, dass ein einziger Grundeigentümer mit schmaler Parzelle bis heute die Anlage einer naturnahen Umgehung des Wehrs am Rantzauer See verhindert. Hilfsweise, so ist zu hören, ist ein technischer Pass, die übliche Prothese, wenn sonst nix geht, geplant. Wann kommt er (oder wird noch ein Wunder Richtung Naturnähe wahr? – „Never give up“, sagte der Frosch, als er schon im Storchschnabel steckte.)?

Read Full Post »

Nach meinem ersten Kurzbesuch an der Rönne, vgl. Beitrag vom 21. Januar 2021, wollten mir meine lokalen Interessenten eine Strecke vorstellen, die für einen Restaurierungsstart geeignet sein könnte.

Da war auch ringsum allerlei zu sehen und zu hören.

Da war zunächst eine Gruppe Zwerg- und Höckerschwäne auf Nahrungsgrund.

Die interessierten sich nicht sonderlich für uns, zogen nur einige Meter weiter.

Auch Graureiher beobachteten uns zwar aufmerksam, fanden aber die Entfernung für sie sicher genug.

Einzig eine Gruppe Kraniche, die unmittelbar am Bach auf Grünland stand, flog auf. Die Tiere gesellten sich zu einer weiteren, entfernter an einem Knick rastenden Gruppe.

Spuren der Mähkorb-Gewässerunterhaltung – viele Schneckenarten und die im vorigen Artikel beschriebene Muschel Anodonta lagen gelegentlich, verstorben, am Uferrand.

Für maschinelle Gewässerunterhaltung waren diese Funde allerdings Zeichen sehr umsichtigen Vorgehens, so selten wie sie antrafen. Die Aus- und Fortbildung Schleswig-Holsteins Richtung schonender Unterhaltung zeigt auch hier Wirkung.

Aber dann …

Ein Bein! – Ein Bein mit Fuß … – Wir rätselten zunächst Richtung Reiher …

Aber ein Reiher hat doch keine Unterkiefer – mit Zähnen!

War nun inzwischen klar. Jetzt also auch das Geschlecht, ein Rehbock starb hier.

Der hatte ein sehr spezielles Gehörn, einteilig.

Wie auch immer zu Tode gekommen, angeschossen und nicht aufgefunden? Mir erzählte ein Jagdberechtigter, als ich ihn abends in Niedersachsen ins Gelände aktivierte (Ich hatte, mit Beifahrer, Tempo runternehmend bis Schritt, einen Rehbock, der am Straßenrand stand und just vor dem Auto lossprang, (fast nicht) berührt. Er überkugelte sich, rappelte sich auf, verschwand im Straßengraben in der Dunkelheit.), dass solche Tiere oft nicht gefunden werden. So war das auch damals, trotz Hund und starker Suchlampe. Scheinbar nicht oder kaum verletzte erleiden meist einen Leberriss und sterben oft genug an Verblutung im Schlaf. – Das mag auch das Ende unseres Funds gewesen sein.

Nach 1 1/2 Stunden Studium des Bachs und seines Umfelds kehren wir zu den Autos zurück.

Falls es zu Lebensraumverbesserungen an der Rönne kommen wird, werden Beiträge dazu folgen.

Read Full Post »

Zum Thema „Muscheln im Bach“ könnte einem die Bachmuschel einfallen. Wenn man sich mit ihrer Biologie und Lebensraumanforderung beschäftigt, kommt dann schnell das Ergebnis, dass solche Art in unseren heutigen Bach-Wüsteneien nur geringe Entwicklungsmöglichkeiten hat. Bewegter Sand aus übermäßiger Erosion, aussen wie innen, ist bereits ausreichend, ein Vorkommen auszulöschen bzw. die Wiederbesiedlung von Strecken zu verhindern.

Ein (noch) völlig unbeschatteter Bach im oberen Alster-Einzugsgebiet. Vielerlei Verbesserungen sind möglich.

Immerhin zeigt die Detailansicht mancherorts, dass er auf Moräne läuft, wo möglich je nach Strömung, Turbulenz und standorttypischen Pflanzen kiesige Strukturen frei hält.

Das gilt es zu fördern.

Im Übrigen weiss auch der Maulwurf um den Moränenkies, buddelt er ihn doch ständig als hier charakteristischen Teil seines Grabguts ans Tageslicht.

Die in Jahrzehnten immer wiederkehrende Frage nach Muscheln, speziell der Bachmuschel, habe ich für „meine“ Bäche und kleinen Flüsse in Hamburg und Niedersachsen, inzwischen auch Schleswig-Holstein, immer wieder mit „nie gesehen“ beantworten müssen.

Und dann gibt es hier im Norden ja noch das ganz spezielle Stichwort „Flussperlmuschel“. Wer deren Vorkommen im Mittelgebirge verortet, kann es mindestens auf die Lüneburger Heide ausdehnen. Auch über die im Link dargestellte Verbreitung hinausgehende Vorkommen waren früher keine Seltenheit, wie Namen wie Perlbach anderswo belegen.

Sieh da, in der Rönne, Alster-Einzugsgebiet, fallen bei Bachwanderung 2 unterschiedliche Muscheltypen auf, eine davon gleich in mehreren Jahrgängen.

Innenansicht der kleinen – kein(e) Schloss(zahn oder -leiste).

Die mittlere – wie zuvor.

Und auch die große – „ohne“.

Sagen wir mal „Anodonta“ zu den dreien. Dazu wird auf Deutsch meist „Teichmuschel“ gesagt. Angesichts des Ursprungs der Rönne im Itzstedter See und mit diversen Regenrückhaltebecken nebendran ist ihr Vorkommen hier im Bach nicht verwunderlich. Zu Filtrierendes („Plankton“) wird gerade auch aus diesen Stillgewässern in die Rönne eingetragen.

Ja, die sieht anders aus, wohl Unio(?).

Umgedreht, was macht das Schloss …

Oha, kein Schloss, keine -leiste, keine -zähne! Allerdings weggebrochen …

Obwohl die Schale unvollständig ist, nennen wir sie mal „Unio“, da aussen und innen deutlich Unterschiede zu Anodonta vorhanden sind.

Beide Gattungen sind hier im Blog schon beschrieben.

Das für die Rönne angedachte Restaurieren wird durch die Sohlverbesserungen auch für die Muscheln einen attraktiveren Lebensraum bieten.

Read Full Post »

Nach dem neuen Schnee waren nur wenige Radwege durchgängig befahrbar. So nutzten wir die Straße Richtung Schulauer Hafen.

Am Schulauer Hafen – gar nicht da?

Das bei Plustemperaturen heftig einsetzende Tauen bewegt sich offenbar vorwiegend in Richtung „oben“, bildet Dies bis Nebel.

So entsteht, Baumkulisse und Findlinge, eine Landschaft in Schwarz-Weiss.

Der Deich wurde am Vortag noch eifrig berodelt – bis zum Gehtnichtmehr.

Ah, der Schulauer Hafen ist da – eisbedeckt bei Tideniedrigwasser -, die Elbe bleibt unsichtbar.

Das bei Ebbe ablaufende Wasser hat die Eiskante wieder vom Hafenkopf wegbewegt.

Möwenfotos entstehen – einer füttert, eine fotografiert.

Eifrig umkreisen die Möwen Fütterer und Fotografin.

Eisdecke und Packeis sind, tauend, schon wieder schmutzig. Nur einzelne Schollen belegen den Neuschnee der Nacht.

Die Rückfahrt gelingt bei schwachem Autoverkehr per Straße und Geh-/Radwegen.

Querab unserer Wohnung ist ein Iglu aus großen Schneekugeln entstanden, wird verfeinert.

Bei uns war nächtens offenbar ein Engel zu Besuch.

Das war der Schnee von gestern. Heute Morgen ist – bis auf Iglu-Reste – die weisse Pracht verschwunden. 5 Grad aufwärts, 8 sollen`s werden. Anpassung ist angesagt.

Read Full Post »

Nach den Sonnentouren der vorigen Beiträge hatten wir noch Elbe und Schulauer Hafen gestern bei Tideniedrigwasser angesehen. Tiefststand um etliche dm unter Normal-Tnw. Hafeneis liegt auf Schlick und sieht fast so aus. An scharf geschnittener Kante läuft das bewegte Elbe-Eisgeschehen Richtung See.

Vielleicht stelle ich dazu – quasi als schmutziger Rückblick – noch Fotos in den Blog. Die Webcams Willkommhöft und Altona bieten einen bewegten Eindruck.

Hier nun aber das Geschehen gestern, Montag Nachmittag auf heute, Dienstag Morgen. Eine Schnee-, dann Regenfront war angesagt, das übliche Störgeschehen in Privat- und Öffentlichem Verkehr trat ein.

Wohl denen, die bereits zu Hause waren.

Montag Nachmittag, Schneefall setzt ein.

… und setzt sich fort …

… und in den Abend fort …

Idyllisch sieht`s aus nach Schneestopp!

Blick zum Hauseingang.

Schnell ein Bisschen gefegt, die Mahonie entlastet.

Nun waren wir gespannt. Immerhin lag die Lufttemperatur knapp über Null.

Ah ja, der gestern noch so massig wirkende Neuschnee ist … teils geschmolzen, teils verdunstet. Die Schneeflächen sind in der Höhe zusammengeschrumpft, Bäume und Buschwerk sind schneefrei.

Vom nachweihnachtlichen Nachbardach ist im Dunkel kein Schnee auszumachen (er liegt noch, dünn).

Der Wegedienst war aktiv. Geräumt und besandet und – wäre nun nicht nötig gewesen – gesalzen.

Die Temperatur soll hier 6 Grad erreichen. Als ahnten sie das im Voraus, sind die Vögel wie aus dem Häuschen – bzw., stetig wechselnd, drin und draussen. Spatzen, Kohl- und Blaumeisen sowie im Baum- und Buschwerk Buchfinken und Rotkehlchen begutachten die Wohnangebote. Ein vielfacher Gesang erfüllt die Morgenluft.

Na denn. Vorgesehene Bach-Verabredung ist um eine Woche geschoben. Da sollen es ! 16 ! Grad werden. Wenn der Wetterbericht das so beibehält und das Wetter sich entsprechend verhält.

Read Full Post »

Wer hier im Blog schon länger dabei ist, kennt das sommers wie winters aktuelle Thema „Wasservögel – bitte nicht füttern„. Umfassende Information wird im verlinkten Faltblatt zur Verfügung gestellt.

Das Beste für Wasservögel bei Vereisen der Stillgewässer ist, dass sie nicht von Menschenhand zu Massenvorkommen anderswo angelockt werden, sondern durch Teilzug geeignete Fressgebiete aufsuchen.

Gerade in dieser, unserer Corona-Zeit sollte „Abstand“ mit seiner großen Bedeutung erkannt sein. Hinzu kommt, dass für das Federvieh die Vogelgrippe grassiert. Füttern ist also wirklich keine Hilfe.

Wenn dann in Massenansammlungen noch ein Überschuss an Erpeln existiert, kommt für die weibliche Entenwelt eine weitere, unschöne Gefährdung: das Ersäuftwerden angesichts allzu vieler Freier.

Zielgerichtetes Geschwader – (richtig!) vermutete Fütterer nähern sich der Mühlenau.

Diese Stelle kannte ich noch gar nicht als Fütter-Hotspot. – Egal, wo ein Fütterer, da Massen von „konditionierten“ Stockenten. Meist wird Ungeeignetes wie Massen von Brot verfüttert. Hier war es ausgerechnet noch Salziges, Salzbrezeln. Die Information der Aktiven schien zumindest Verständnis zu wecken, das Füttern wurde eingestellt, auf Land liegende Salzbrezeln wurden eingesammelt (vielleicht anschliessend andernorts verfüttert?).

Der „Hotspot Christiansenweg“ ist immer aktuell angesichts der Vielzahl passierender Menschen zu S-Bahn und / oder Einkaufszentren.

Was gerade auffällt, ist das Fehlen der beiden Gänse – einst weisse Gans mit Nilgans, 2020 dann 2 „Weihnachtsgänse“.

Auch der gern genutzte Gänseaufenthaltsplatz bachauf Christiansenweg scheint verwaist.

Es bleibt der Phantasie überlassen, ob die beiden [verlinktes Foto aus Beitrag November 2020] wohl Weihnachten das Zeitliche gesegnet haben – oder angesichts der vagabundierenden Vogelgrippe geschützt aufgestallt sind. Bleiben wir gespannt, ob „Weiss“ im Frühjahr wieder auftaucht.

Read Full Post »

Nach den gefiederten Fischfreunden des vorigen Beitrags folgen nun ein paar Eindrücke rund um die Kiesrestaurierungen wie Lenkbuhnen und Rauschen sowie um „Hölzchen und Stöckchen“ (Treibselsammler). Ein Bisschen biologisch beeinflusste Turbulenz ist auch dabei.

Mühlenau Pinneberg am Rosengarten – die früher eintönig breit und kanalartig ausgebaute Mühlenau hat optisch leichte Veränderungen erhalten.

Der Schnee zeigt die Kiesschüttungen sehr gut, vor denen durch Harken und Schaufeln hergestellte Unterwasserlenkbuhnen liegen.

Die Sicht muss geschult werden, dann sind die Mikroturbulenzen an der Wasseroberfläche zu erkennen. Die hydraulische Wirkung hinsichtlich Tiefenvarianz ist beachtlich. Gewässerorganismen werden nicht mehr bei höheren Abflüssen weggespült, sondern finden Ruhezonen.

Der Spiegel (die Spiegelung) des vorher an ein Stillgewässer erinnernden Bachs ist gebrochen.

Nicht zuletzt zum Schutz des Wanderwegs sind die Kiesdepots angelegt. Zusammen mit der Lenkbuhne bauen sie anstelle des steil erodierten Kanalufers wieder variable Uferböschungen auf.

Beginnender Uferaufbau deutet sich auch bei den Treibselsammlern an. Hier werden höhere Wasserführungen mehr bewirken.

Schräge Draufsicht.

Detail – die Wasserseite liegt auf Mittelwasser-Niveau, die höheren Hölzer am Ufer schützen vor Umflut, entlasten die Böschung.

Wer kann über`s Wasser gehen? Ein Stockentenerpel macht den Jesus – weiss, wo die Steine liegen.

Das können Frauen auch, zeigt die weibliche Stockente.

Licht-Wellenspiel nahebei.

Gemäß dem Kinderlied: „… Köpfchen in das Wasser, …“.

Angesichts der Aktion schwer aufzunehmen, die Tiefenbewegung der orangen Paddel zeigen, dass das dunkel und trübe erscheinende Wasser glasklar ist.

Eisenocker – Gift für den Bach. Die Klarheit wird getrübt durch menschliche Eingriffe in den Bodenwasserhaushalt und direktes Einleiten der Schadwirkung.

Wer Augen hat, zu sehen, …

(Nicht nur) In Deutschland scheint die Fachwelt für diese Thematik weiter blind. Ob Bauen in schwierigem Gelände oder Dränieren – all dies läuft weiter, als wisse man nicht um die Probleme und deren Abhilfemöglichkeiten.

Christiansenweg bachab – Fernblick verdeutlicht Strukturverbesserung. Die kanalartig geraden Uferlinien sind (ebenso wie die Bachsohle) durch Kies vielfältig gestaltet. Hieraus resultieren ganz unterschiedliche Lebensräume.

Neue – und alte (Restpfähle der Stacks) – Strukturelemente im Detail.

Vogelwellen, -turbulenz auf dem Rückweg.

Starring: Der im vorigen Beitrag bereits gezeigte „zahme“ Kormoran.

Den kann man – zum Glück – nicht mit Brot und anderem gut Gemeinten, aber Ungeeigneten füttern. Dazu mehr im Entenbeitrag demnächst.

Wetterbericht und Wetter versprechen schöne Wintertage.

Read Full Post »

Es friert seit geraumer Zeit ordentlich. Die Stillgewässer sind eisbedeckt und zur Futtersuche durch Vögel nicht mehr zugänglich. Da ziehen die Schlauen weg, Spezialisierte suchen naheliegende Chancen, wie z.B. die winterwarmen (sommerkühlen) Bachoberlaufstrecken. Die Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet, gehört auf ganzer Länge bis zur Einmündung in die Pinnau dazu.

So richtig Winter-schlimm ist es noch nicht hier im Umfeld, die Tideelbe ist bislang nicht von Eisschollen bedeckt.

Ein alter Bekannter und ich freuten uns auf einen gemeinsamen Spaziergang entlang der in Pinneberg teilrestaurierten Strecke, Rosengarten bis Mühlenstraße.

Hier folgen ein paar Vogelaufnahmen. Betrachtungen zu Kies- und Holzrestaurierung inklusive Wellen- und Strömungseindrücke bekommen einen eigenen Beitrag.

Da war ein zunächst schwer ansprechbarer schwarzer, bewegter Schwimmkörper unmittelbar entlang des Wurzelbereichs dieses Baums aktiv.

Währenddessen suchte der zugehörige Kopf mit Hilfe des langen Halses alle Fischunterstände des Baums ab. Das Foto zeigt den zugehörigen Kormoran. Es gilt: Der Kormoran hat einen Beruf – und den übt er ordnungsgemäß aus.

Ich persönlich habe (auch als Angler) damit kein Problem, die Fischbestände schon. Es gilt weiter, die zerstörte Produktivität unserer Bäche und kleinen Flüsse wiederherzustellen – allen potentiell dort Lebenden sowie an ihnen Interessierten zum Wohl.

Bachauf einer anderen Brücke zieht eine beeindruckende Welle bachauf.

Ein Graureiher beobachtet sie interessiert.

Da taucht der Kormoran am Reiherufer auf (zu erahnen unter / hinter dem Reiherschnabel).

Nebendran hat eine alte Birke (?) Kormorane als Sitzbaum überzeugt.

Am B-Plan Mühlenauquartier, bachab Christiansenweg, sitzt ein Kormoran. Wenn ich den „dicken Hals“ richtig deute, will oder kann der nicht abfliegen, muss erstmal ein Bisschen verdauen.

Auf dem Rückweg zu den Autos, Bad-Parkplatz, schwimmt ein zahm wirkender Kormoran in aller Ruhe unter uns auf der Fahltbrücke durch. Er steuert die aus 25 t Kies geschaffene Strukturvielfalt an, weiss, wieso.

In aller Ruhe, zielorientiert, Richtung Turbulenz.

In der Ferne, Richtung Rosengarten, machen wir auf einer ruhigen Strecke ein Pärchen Gänsesäger aus.

Ich bitte darum, mir in Sachen Gänsesäger zu vertrauen.

Und dann waren da noch Massen von Stockenten, konditioniert, zielgerichtet auf Menschen zu.

Die bekommen ebenfalls angesichts winterlicher Thematik / Problematik einen eigenen Beitrag – fast mit Bezug auf unsere derzeitige menschliche Situation, „Beschlusslage Berlin“.

Read Full Post »

Für alle Jüngeren und Nicht-Nordlichter: Es gibt selbstverständlich keinen Ski-Lift in Blankenese. Und wenn, wäre er wohl jetzt, im LockDown, gesperrt. – Obwohl, angesichts der Steillage am Elbhang Blankenese

Der vordere Teil der Überschrift ist eine Erinnerung an frühere Schneewinter in Hamburg und Umgebung. Da hatte das seltene Wetter sogar zu einer Anfrage in der Bürgerschaft geführt, wo denn die Ski- und Rodelhänge seien und so einiges drumrum.

Schnee ist hier (inzwischen mehr als früher) halt etwas Besonderes!

Jeglicher, dünn schneebedeckte Hang ringsum (weiter nordwestlich, im Holsteinischen – wohl auch im Niedersächsischen – die Deiche) ist inzwischen heftig berodelt worden. Die Medien berichten von teil- und zeitweisen Sperrungen, da Überfüllung drohte bzw. bereits eingetreten war.

Und wir? Wir haben den Sven-Simon-Park, früh am Sonntagmorgen, bewandert und bewundert.

Die Morgensonne lockte.

Verschneite Wiesen- und Waldlandschaft bei der Anfahrt, direkt auf der Landesgrenze Schleswig-Holstein / Hamburg.

Und immer: Mitgebrachtes nach Gebrauch wieder mitnehmen – oder Mülleimer nutzen. Nachfolgende und Natur danken es!

Steht doch schon oben … – „jeglicher … Hang“, hier ganz schön baumbestanden – heisst vermutlich heute wie früher „Todespiste“.

Idyllisch verschneit und beschienen, der Kaulquappen- und Molchteich – vgl. frühsommerliche Beiträge hier im Blog.

Test noch nicht erfolgreich – ringsum wurde versucht, ob das Eis bereits zu betreten wäre.

Auf Eis und Pflanzen – wachsende Kristalle.

Mein buntes Gefolge, Groß-gewachsene winzig vor Altbäumen.

Rodelhang nahe Puppenmuseum.

Könner schaffen es bis hier, die Masse hat den oberen Hang tags zuvor, Sonnabend, weitgehend Schnee-befreit, den Boden unter Grasbedeckung frei gelegt.

Von Südsüdwest lockt uns die Sonne Richtung Elbhang.

Weit geht der Blick über die hamburgische und niedersächsische Elbtalaue.

Fahrwasser der Elbe, Neßsand, Estemündung im (ehemaligen Flachwassergebiet, nun) Süßwasserwatt Mühlenberger Loch, Werft, Harburger Berge, noch im Dunst, verschluckt.

Blick westsüdwest – hinter Neßsand niedersächsische Marsch, Harburger Berge / Stader Geest.

Nord- bis Südufer des Fahrwassers – laut knirscht das Raue, die bewegte Eisfront zwischen Fahrwasser und Mühlenberger Loch bei Richtung Tideniedrigwasser gen See fliessender Elbe.

Was für ein Blick.

Wir umrunden den Hang.

Im Heidebereich des Elbhangs – weitere Rodelbahnen, von steilstmöglich bis moderat.

Es zeigt sich, dass wir den frühen Start gut gewählt hatten.

Langsam, aber zunehmend belebt sich der Sven-Simon-Park mit Winterfreizeitlern, teils professionell ausgestattet.

Hier und an allen Hängen ringsum finden sich halt auch alle diejenigen, die sich jetzt viel lieber in den Alpen, im Harz oder in den Mittelgebirgen auf Schnee bewegen würden.

Es bleibt kalt. Das (Kohle-)Heizkraftwerk Wedel hat gut zu tun.

 

Read Full Post »

Es hat geschneit, die Sonne lacht. Ich meide Rodelberge und besuche eine seit 2017 nach und nach restaurierte Bachstrecke. Über die Lebensverbesserungen für Wirbellose und Fische hatte ich berichtet.

Kleiner Bach Richtung Mühlenau. Nach langen Monaten Trockenheit führt er wieder Wasser.

Die ländliche Mühlenau …

Die Kiesrauschen, hier der Anstrom, sind wieder gut mit Meerforelleneiern bestückt.

Abstrom, Rausche-Kolk-Abfolge. Die geschaffene Breiten- und Tiefenvarianz ist wesentliche Grundlage der Verbesserungen.

Oh, schöööön! – Alle Vorüberkommenden zücken ihre Foto-Utensilien. – Angesichts weiter angespannter Grundwassersituation ist die Mühlenau – wie alle Fliessgewässer ringsum – bereits wieder unter Mittelwasser gefallen.

Wenn wir den Schutz unserer Gewässer und Landschaften ernst nehmen, müssen wir endlich die überstrapazierte Situation entschärfen.

Wunderbar, wie sich der öde Sandkanal allein durch fachgerechte Kieszugabe entwickelt hat! Stehende Wellen auf Meerforellenlaichbett.

Nanu, die Kurve sieht hoch eingestaut aus, wohl ca. 2 Dezimeter.

Das belaichte Kiesbett hier ist angesichts der „neuen“ Wassersäule per Auge noch ganz gut, im Foto kaum zu erkennen.

Muss ich da bachab etwas abräumen?

Der Anstrom der Folgerausche sieht erhöht aus.

Hier hat Natur Kleinlandschaft verändert, neu geschaffen. Meerforellen haben den Anstrom der Rausche beim Laichen – Losschlagen von Kies, Transport durch Fisch und Bachströmung – aufgehöht. Da, im „Berg“, liegen die Eier drin.

Im Studium wird angehenden Biologen von „Bioturbation“ erzählt – da werden Bodenlagen durch Organismen „bearbeitet“. Meist sind im Gewässerschlamm lebende Würmer, Tubifiziden, das Beispiel. Bodenkundler, Landwirte nutzen vermutlich den Regenwurm. – Wir wissen, die Leistung dieser Organismen ist beachtlich, wesentlich für das Geschehen ringsum.

Aber immer, wenn ich veränderten Gewässergrund an Meerforellenlaichbetten sehe, frage ich mich, wieso solch augenfälliges Beispiel (völlig?) unbekannt zu sein scheint. – Meine Ableitung: Es herrscht in Deutschland noch immer fehlende Grundkenntnis des Gewässerlebens und -schutzes, ganz zu schweigen von der Umsetzung.

Das könnten die Mütter (und Väter) für neuen, standorttypischen Baumsaum sein.

Ich freue mich weiter am neuen Bild des Bachs, mache in Optik, „Turbulenzstudien“.

„Der Bach hat seine Stimme zurückerhalten“ sagt Bent Lauge Madsen, großes Vorbild und internationaler Transporteur dänischen Handelns.

ohne Worte.

Ein weiteres Laichbett im Anstrom einer Rausche, gutes Fischversteck nebendran.

Nebenbei gesagt: Mal abgesehen davon, dass bis Ende Februar Forellenschonzeit gilt. Die Laicher, Wanderfische, sehen zu, wieder ihre Nahrungsgründe in der Elbe und im Meer zu erreichen. Der Bach ist ihre „Kinderstube“, ihren Aufenthalt hier ohne zu fressen begleichen sie aus ihren anderswo angefressenen Überschüssen / Reserven.

8 Stockenten ziehen ab. Angesichts gefrorener Stillgewässer ziehen die Vögel in offenere Gefilde zur Nahrungssuche. Hier bei uns sind das z.B. die „winterwarmen“ Bachläufe – durch Quellen gespeist, mittlere Bodentemperatur aufweisend (kleine Erinnerung: zu „winterwarm“ gehört „sommerkühl“).

Auf dem Rückweg – wo immer möglich, sieht ein Bach zu, sich zu winden. Hier darf der das.

Wie in mehreren Beiträgen beschrieben, entstanden längere, verbesserte Strecken mit Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein. Allen Beteiligten danke ich an dieser Stelle, erneut – möge sich im Jahr 2021 Ähnliches ermöglichen lassen.

Rückblick und Abfahrt – das Restaurieren geht weiter.

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »