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Archive for the ‘Elbe-Einzugsgebiet’ Category

Ich radele den Geesthang, Ansgariusweg, runter in die Wedeler Marsch.

Westlicher Wind hat das Entenflott dicht zusammengeschoben. Ob der Graben nun schon wieder gemäht und gebaggert werden musste – na ja, die Unterhaltung, halt.

Linker Hand vergnügt sich eine Horde Dohlen mit und ringsum Heu-Kaventsmännern.

Rechts, gleich hinter der Kopfweide, sitzen 3 Sonnenanbeter.

Haben Sie im vorigen Foto Nasen, Augen und Ohren gezählt? Fotobetrachter um mich rum sagten – alle!, so sah ich es auch zuerst vor Ort: Zwei! – Dieses Foto schafft Klarheit.

Nutriajunge beim Kielwasserschwimmen.

Kurzes Verhalten …

Dann wird doch liebe Deckung am diesseitigen Ufer gesucht.

So Nutrias können ganz schön groß werden, wie ich an der Seeve vor Jahren sehen konnte.

Querab Giesensand – Schafsperre voraus.

Gewöhnlich zeigt sich im Näherkommen eine mindestens schmale Gasse – heute nicht.

Die Schafe stehen weitestgehend still, suchen und geben sich gegenseitig Schatten.

Irgendwie bin ich dann – unbeschadet für Mensch und Tier – durchgekommen.

Ein Stück weiter, ein fast gewohnter Anblick an dieser Stelle zur Zeit: Nilgänse, mindestens eine wacht (immer).

Kühe auf der Geest, hier bei Holm, haben mehr Glück als Deichschafe. Schlau finden sie bei Sonne unter oder neben Bäumen Schatten.

Im Autal gibts auch was zu sehen.

Da flatterte eine Rabenkrähe auf die Wiese. 4 Highlandkälber gehören inzwischen zur kleinen Herde – zwei von denen sausten neugierig los, gucken, wer da?

Da muss doch genau nachgesehen werden!

Die Krähe verhält sich ruhig, ein Kalb verliert das Interesse.

Bald fliegt die Krähe ab. Ich radele nach Hause.

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Sommerhimmel 2021 über Wedel und Umrum – der Wetterbericht sagt regelhaft „es brodelt“. Manchmal löst sich das zum Nachmittag auf, manchmal „löst es“ sich und gewittert ordentlich. Wo nicht, da nicht.

Die Störche sammeln sich. Bald geht`s ab ins südliche Winterquartier. Gestern Abend wurde im Regionalfernsehen von frühem Abflug gesprochen, Mitte August flögen sie gewöhnlich weg. – Na, Mitte August haben wir ja bald, und noch sind sie da – vielleicht jeweils immer andere …

Unsere Möchsgrasmücken jedenfalls, die nicht nur ums Haus jährlich erfolgreich brüten, sondern das mit üppigen Gesangsstrophen begleiten, sind seit 1-2 Wochen nicht mehr zu hören. So geht die Zeit …

Aber nach den vorigen Storchsichtungen soll es hier um andere gehen.

Erläuterung zur Örtlichkeit: Wir radeln am Nordufer der Elbe, westlich Hamburg. Dort endet(e) der Ochsenweg, im Dänischen auch Heerweg genannt.

Von der Spitze Jütlands südwärts wurden jährlich bis zu 40.000 Stück Rindvieh bis Wedel zum Markt getrieben. Ein Gutteil wurde bei Fährmannssand über die Elbe gefahren, weiter gings bis in die Niederlande und anderswo. (Über die heutige Art und Weise – oft genug sehr viel weniger als schön – ist hinreichend in Film, Funk und Fernsehen, Internet berichtet.)

Elbdeich Fährmannssand – gut sieht er aus der Himmel.

Ich habe mich auf dem Elbdeich Fährmannssand umgedreht. Da hinten (wenige km), auf der Geest, liegt Wedel.

Zugegeben, am Tag des vorigen Fotos kam ich vom Sehtest aus der Stadt, hatte hier meinen Wendepunkt und landete trocken im häuslichen Fahrradhäuschen.

Hier geht`s aber weiter nach Hetlingen und Holm.

Die – dieses Jahr offenbar zahlreichen – Rauchschwalben sammeln sich.

Wo Leitungen fehlen, sind auch Zäune und Tore geeignete Treffs. Unten am Boden, im Foto nicht gut sichtbar, befinden sich Bachstelzen.

Bach- und Schafstelzen scheinen auch ein gutes Jahr gehabt zu haben. Sie begleiten den (bzw. begegnen dem) Radler zahlreich auf der Deichtour.

Mich erstaunt eine einzelne Nonnengans – ein Späher, der für die Tausenden, ab Herbst hier zu erwartenden, die Lage peilt? (oder eine Flügel- / Fußkranke?)

Neulich, noch Heuballen querab Giesensand …

… bevölkerten hunderte Graugänse die Wiesen und Weiden.

Wenn das Süßwasserwatt während der Ebbe frei fällt, halten sich viele von ihnen dort, aussendeichs, auf.

Unterschiedliche Rinderherden mit viel Jungvieh bevölkern die Marsch.

In dieser Umgebung fühlen sich Graureiher so geborgen, dass sie ihre „eigentliche“ Fluchtdistanz vergessen.

Oder handelt es sich bei diesem Reiher um einen Hamburger oder Pinneberger Tourismus-Reiher? Solche Stadtreiher kann man im Einzelfall fast per Handschlag begrüßen (bitte immer die Vogelgrippe- und Corona-Regeln beachten!).

Neulich waren an der NABU-Vogelstation von fern auch 6 (hier 4 davon) Silberreiher zu sehen. Die werden Richtung Jahresende noch mehr.

Die Starenschwärme vergrößern sich – am Deich gibt`s immer was zu fressen, die Kirschen ringsum sind abgeerntet.

Auch hier, nicht so blumenreich wie kürzlich aus Niedersachsen berichtet, werden Deichpartien rau gehalten. Die Vogelwelt im Allgemeinen, als ein Zeiger, reagiert positiv.

Als Schlussbild dieser Tourenfolge steht diese Postkartenansicht, seewärts.

So richtig aufhören will ich aber nicht, ohne noch etwas von gestern, Rückweg querab Holm, anzuhängen.

Und wieder überflogen mich 2 Störche, diesmal von West nach Ost, futterten in aller Ruhe vor dem alten Elbdeich Holm – Hetlingen.

Wer sucht der findet, mit auf- und abtauchenden Köpfen zähle ich nach und nach mehr – hier 5 sichtbar, 2 weitere hinten rechts ahnbar.

Zusammen mit diesem fernen Einzelgänger vor dem Brunnenschutzgebiet kam ich hier „Am Hang“ diesmal auf 11.

Nach allem Erzählen gehe ich davon aus, dass örtliche Alttiere verweilen und früher durchziehende Jungvögel dieses Bild bestimmen.

Der oben im Start des Beitrags gegebene Link wird zu den besenderten Ziehenden Route und Schicksal mitteilen.

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Als ich gestern auf der Elbdeichrundfahrt, Rückweg kurz vor der Holmer Geest, von zwei Weissstörchen überflogen wurde, fiel mir ein, dass noch Fotos vom 28. Juli mit Störchen auf Datei liegen.

Spontane Eingebung liess mich da statt aus der Marsch Richtung Wedel auf den „Holmer Berg“ zu asten, auf halbem Hang wieder in die Marsch abtauchen – vor dem Geesthang „Am Hang“ längs Richtung Sauerbeeksweg („Aufstieg“ dann dort um so steiler). – Da radele ich also nochmal längs.

Und, siehe da, noch 2 Störche – diesmal also 4.

Die stören sich gar nicht an mir, haben offensichtlich ordentlich zu tun, picken, schmeissen hoch und schlucken – fortwährend!

Das ist an Zahl, 2 hier vor der Geest, die beiden ersten Überflieger, gelandet jenseits des alten Elbdeichs Holm-Hetlingen, aber gar nichts gegen neulich.

Da umrundete ich, just auf dieser Wiese eine größere Anzahl Störche wahrnehmend, die Situation – und scheuchte, trotz Schilfsichtschutzes 2, vorher nicht bemerkte, weitere Störche südlich des Sauerbeekswegs auf.

Die ruhig fressende größere Gruppe, nördlich des Sauerbeekswegs, kann nicht irren …

Dieser Gruppe schlossen sich die beiden an.

So hatte ich Gelegenheit, die voll sichtbaren und die immer wieder aus Gräben und Geländesenken auf- und in sie abtauchenden zu zählen – 19 Weissstörche hatten sich hier versammelt.

Wie die Gefiedertenfachwelt schon bei meiner ersten (Segel-)Beobachtung im unmittelbaren Umfeld 2017 klarstellte, ist dies das gewöhnliche Verhalten um diese Zeit. Es beginnt die Zeit des Sammelns und Herumziehens, das Jungvolk macht sich so langsam reisebereit – auf lange Südtour in die Winterquartiere.

Mehr zu anderem Geflügel auf den beiden Elbdeichrundfahrten folgt demnächst.

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Nach dem Essen geht es durch Gässchen der Altstadt zurück zu den Rädern.

Gut Zeit, um die Fähre – bei welchem Wind auch immer – zu erreichen.

Kurve vor der BAB-Baustellenunterquerung – Wall und Lärmschutzwand, in der Landschaft wie ein Brett vorm Kopf.

BAB gequert, Blick nach Osten – da ist nahebei noch allerhand Grundarbeit zu leisten. Jede Menge Dumper und Schlepper am Horizont ameisenartig emsig wirkend.

Auch in Moorende gilt die StVO – der Radler von rechts, ob muskel- oder akku-betrieben, hatte wohl zu viel Kraft (oder wollte von mir angefahren werden ???).

Von westlich des Estedeichs grüßt die St. Martinikirche, Estebrügge.

Hohes Queren der Tide-Este, (noch immer) Bundeswasserstraße. Na ja.

Beim Abbiegen in Jork – was für ein viel versprechender Himmel!

Blick in einen Marschgraben – Pfeilkraut (und Froschlöffel).

Weiterhin war in der Strecke die Teichrose zu sehen. Pflanzlich ganz interessant, Anzeiger für Stillgewässereigenschaft.

Borstel, Windmühle und Kirche.

Fast haben wir den Elbdeich erreicht, queren Obsthöfe. Die Apfelernte steht bevor.

Aussendeichs, die Nebenelbe querab Hanskalbsand bei Niedrigwasser, das Watt frei, das Wasser rau, der Himmel …

Yachthafen Neuenschleuse voraus – wir befinden uns unter der Wetterkante, stürmisch.

Der Anleger Lühe kommt in Sicht. Das Wetter – och nöööö !!! Nicht jetzt noch.

Oder doch?

Kaum binnendeichs, da geht es los …

Blick zurück, nun in Regensachen unterm Kirschbaum, Sonne und Regen – wie interessant.

Nach einer Weile radeln wir weiter, trocken über das Lühe-Sturmflutsperrwerk.

Jetzt aber fix an Bord!

Blick Richtung Ziel – da also wollen wir hin. Da ist ja nix! … zu sehen?!

„Wat mutt, dat mutt!“ Wir vertrauen auf Material und Personal. Die Lühe-Schulau-Fähre wird uns sicher nach Wedel bringen.

Mehr dazu demnächst.

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Wir sind gut mit der Lühe-Schulau-Fähre im Niedersächsischen angekommen (voriger Beitrag). Weiter geht`s per Rad nach Buxtehude, kleines Treffen zum Mittagessen.

Lühe, binnendeichs – Sonne und Wolken, Licht und Schatten.

Rüber über `n Elbdeich – hoch hinauf …

Aussendeichs, entspanntes Radeln entlang Reet und Tide-Auwaldresten.

Aber was raste da für eine schwarze Wolke über uns!? Gibt`s da noch mehr von, tun die was (ausser über den Himmel flitzen)?

Gucken wir halt zur anderen Seite. Es fällt auf, dass dieses Jahr – auch in SH – rauer Bewuchs auf dem Deich geduldet ist. Entspricht das tieferer Einsicht, dass artenreichere Pflanzenbedeckung, die nicht permanent kurz gehalten wird, tiefgründiger wurzelt?

Das ist ja eine der lange bekannten Tatsachen, die auch (endlich, hoffentlich) beim Thema „Anpassung an den Klimawandel“, in Städten und anderswo aus den Köpfen in die Hände, zum Wohl der Versickerung und des Erosionsschutzes breiter angewendet werden muss.

Wir nähern uns Borstel. Rechts abbiegen – die Hauptstraße geradeaus, z.B. für Hamburg-Pendler, ist gen Ost gesperrt, aus Baugründen zur Einbahnstraße gen West geworden.

Borstel, Altes Land – Fleet neben der Straße, Fachwerkhäuser, Kirche.

Auf dem Obstmarschenweg, Königreich-Kreuzung, weiter geradeaus.

Nach links, Cranz, war (auf anderer Tour) auch schon unser Ziel. – Ob wir das dieses Jahr wieder „schaffen“? Das quackelige Wetter kompliziert das mit-Fähre-vorweg-Planen längerer Radtouren 2021 etwas.

Wir sind, nach Queren der Tide-Este, südwärts abgebogen. Entlang des – ebenfalls rau bewachsenen – Estedeichs nähern wir uns Buxtehude.

Nochmal so ein Deich-Aspekt – eine Fülle von Blumen kennzeichnet das Bild am Estedeich.

Bald muss die BAB-Baustelle in Sicht kommen. Was sind das nun schon wieder für schwarze Wolkenpakete, in rasender Fahrt (nicht wir, gegen den Wind)?!

Da ist sie ja, an dieser Stelle im Vergleich zum Vorjahr scheinbar unverändert. Über der Este befinden sich gerade Dixi-Klos (auf Neupositionierungstransport).

Sonnige BAB-Baustellenansicht, Estequerung von Süden.

Und, hier, von der Deichkrone südwärts geblickt, zeigt sich Buxtehudes Altstadtkirche hinter weiten Reetfeldern und Weiden (sowie anderen Auwaldbäumen).

Buxtehude, kurz vor der Einfahrt – von westlich der Tide-Este grüßt Neubebauung, ein Wahnsinn!

Die Prüfung der Örtlichkeit per Internet zeigt, dass Politik und Verwaltung aus den Entwicklungen der vergangenen JahrZEHNTE weiterhin nichts lernen wollen. Da ist, in höchstgefährdeter Marschenlage eine weitere Siedlung, Pamir … (damit verbinde ich „Hohe See“!), entstanden. Wir kennen die Ecke von leicht älterer Baurealisierung, parallel hierzu, westlich der Estebrügger Straße.

Mit einer Hochschule, die unter anderem Wasserbau, Hafenbau lehrt, leistet sich Buxtehude solch Bauwahn in Katastrophen-lockender Örtlichkeit.

Wieso mich das nervt? Weil ich erstens leicht fachliche Nähe zum Geschehen habe, vor allem aber als (heute ex-)THWist im Sturmflutjahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts / -tausends auf der SH-Seite Sandsäcke geschleppt und anderes gewerkelt habe. Binnenländisch gesprochen: Die aktuelle Lage in NRW und Rheinland-Pfalz lässt grüßen, seeseits betrachtet: der Meeresspiegelanstieg sowie zu erwartenden Folgen der vorigen Elbvertiefungen sowieso!

Da sind wir – Einfahrt in die Fußgängerzone, Altstadt Buxtehude.

Hier gibt`s, wer sucht, der findet, (unter anderem) ein prima Landbier und sehr zu empfehlendes Essen.

Diesmal entspannen wir über Mittag, hängen aber keinen weiteren Programmpunkt an. Die Gegenwindfahrt – angesichts Wind und Wetter – wollen wir ohne Zeitdruck absolvieren.

„Zurück“ folgt demnächst.

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Für die, die es noch nicht gemerkt haben – wenn ich über Brücken fahre, muss ich mich zusammenreissen, nicht anzuhalten und ins Wasser zu gucken.

So war es jetzt auch bei einer Tour, die Hohenstegener Brücke über die Ohlau „kam auf uns zu“.

Fix das Auto geparkt, Blick Richtung Ohlau: die angrenzenden Wiesen sind wieder gemäht, das Gras silierend verpackt.

Ja, das ist genau die Stelle, an der „ordentlich Kies“ wechselseitig eingebracht wurde. Groboptisch nix von zu sehen – so soll es sein!

Blick unmittelbar bachauf – der hier zugegebene Kies ist von der Ohlau quantitativ abtransportiert.

Blick senkrecht nach unten – an solch guten Stellen der Eigendynamik kann gern regelmäßig beidseitig nachgelegt werden, zum Wohl der bachab folgenden Strecke.

Der Stopp hat sich gelohnt, wieder rüber über die Straße, zurück zum Auto. Aber Halt!

Gleich am Waldrand, neben der Wiese mit den Siloballen wurde frisch gemäht. 6 Störche nutzen das intensiv.

Sie lassen sich nicht stören.

Das Resumé zum Storchenjahr 2021 erwarte ich gespannt. Bisher stellt es sich in den Bundesländern – abhängig vom lokal z.T. sehr unterschiedlichen Wetter (und der Entwässerungssituation der Landschaft) – wechselhaft, zwischen Topp und Flopp dar.

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Wir warten auf Schmetterlinge. Seit Frühjahr waren „gefühlt nur“ Aurora- und gelegentlich Zitronenfalter sowie Kohlweissling in der Landschaft.

Immerhin wird aus dem Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen, berichtet, dass das Pfauenauge angekommen ist.

Aber auch hier, im Umfeld von Wedel, SH, gibt es Neues dazu. Etwa seit 2 Wochen ist der Admiral zu sehen. Zwar taucht er eher in Einzahl auf, dafür aber, z.B. bei längerem Radeln „fast überall“.

Der Versuch, einen im Foto festzuhalten, stellte sich als schwierig dar. Die Flatterer scheinen dieses Jahr, jedenfalls bisher, ziemlich scheu.

So sitzt auch dieses Exemplar mit zusammengestellten Flügeln kurz besonnt im Knick, bevor es gleich wieder davonflattert.

Die ausgefransten Flügelränder sprechen wohl für Langstreckenwanderer und nicht für hier Geborene. Gleiches zeigte sich – ich mag es nach dem Rosenkäferereignis (hier im Blog) kaum schreiben -, als vorgestern ein Admiral während kurzem Balkonsitzen auf meinem sonnenbeschienenen blau-weiss-karierten Hemd landete, ausgefranste Flügelränder. Schnell setzte auch dieses Exemplar seinen flatterhaften Flug fort …

Zweibeinig Geflügeltes, leider nicht so schön, fand ich dann, nachdem obiges Foto geschossen war, beim Blick zu Boden, auf zweistreifigem landwirtschaftlichem Weg.

Flügelreste und ein paar Federn mehr – ich vermutete von einer Eule.

Die Nachfrage in die Fachwelt erbrachte die Bestätigung und Spezialaussage, dass es sich um eine Waldohreule gehandelt hat.

Ob dies die Reste eines Verkehrsunfalls oder von erfolgreicher Uhu- oder andere Nahrungssuche sind, wird wohl ein Geheimnis bleiben.

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Mit der Liinsand sind wir gegen sssteife Nordwestbrise zügig am Anleger Stadersand angekommen. Per Rad geht`s zum Mittagessen in Stade.

Diverses Grün in Marschengraben – wir Biologen radeln schnell vorbei.

Stade – erstmals sehen wir hier Tidehochwasser. Die Schwinge zeigt keinerlei Fliessverhalten in den Hafen, ist eingestaut (bei Ebbe fliesst es turbulent von rechts, vorn – vgl. Stade-Beiträge aus anderen Jahren).

Vorbei am Schwedenspeicher geht es in die Altstadt.

Die Kaimauer im alten Hafen zeigt allerlei neues Buntes – sieht das nicht nach „Tetsche“ aus?

Spiegelung und – Kunst dreidimensional – Spiegelei. Leider lässt im Foto Lichtreflektion das Eigelb nicht richtig zur Geltung kommen.

Was ist da in Stade vor sich gegangen?! Diese Seite verrät es. Da gibt es auch eine Bildergalerie zur Ausstellung „Tetsche-Open-Air“.

Nach dem Mittagessen noch ein Rundblick Schwinge-abwärts über den alten Hafen, den Fischmarkt, die pittoresken Fachwerkhäuser …

Dann geht es entlang des Schwingedeichs nordostwärts Richtung Elbe – windig, mindestens oben an den Flaggen.

Starenschwärme im Alten Land – unverkennbar: Kirschen locken (wenngleich die meisten unerreichbar eingenetzt sind).

Einige Höfe, Häuser, andere Gebäude erscheinen uns … verlassen? Ist eine Arbeitssaison vorbei – oder tut sich hier Langfristigeres? Vielleicht erkennen wir mehr – oder einen Irrtum – nächstes Jahr?

Aussendeichs geht es mit leichtem Rückenwind (der kräftige Nordwest kommt hinter Schilf, Bäumen und Büschen nicht an uns ran) Richtung Lühemündung, Grünendeich. Im Gegensatz zu SH sind die Schafweiden hier gezäunt, statt heller Schafsorte herrscht hier die mit dem dunklen Gesicht.

Gelegentlich geraten wir zwanghaft wieder auf die Deichkrone. Auch wenn manch Hanseat es gern hätte, die Höhen am Horizont sind nicht die Alpen (kleiner Tipp, die heissen hier Stader Geest).

Blick voraus – hinter bebaumter Elbinsel kommt, wie bestellt, etwas hervor.

Es ist der Containerfrachter Nagoya Express, 335 x 43 m, Tiefgang 12 m.

Mit dem leichten Rückenwind schneller als gedacht, kommen wir am Zwischenziel an.

Die Lühe-Schulau-Fähre liegt bereit, es folgen demnächst ein paar Eindrücke von der Rückfahrt nach Wedel.

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Der Riesenbärenklau (RBK) – eine prachtvolle Pflanze!

Wenn da nicht ihre üblen Begleiterscheinungen wären. Zum Glück gibt es zuhauf gute Hinweise neben dem Drum und Dran zur Beseitigung.

Wie andere gefährliche Neupflanzen und -tiere breitet sich der RBK, vermutlich wegen geringer, aber entscheidender Temperaturerhöhungen durch den Klimawandel strecken- (entlang Wegen und Straßen, bei schwimmfähigen Samen pestartig entlang Fliessgewässern) und flächenhaft aus. Viele solcher Pflanzen sind seit dem 19. Jahrhundert in Sammlungen, Parks und Gärten eingeführt, verhielten sich bis in die 1980er „friedlich“.

Die scharf-spitzig aussehenden Blätter kennzeichnen diese „neue“ Pflanze.

Leider sieht man immer wieder – das folgende Foto wurde nur einige hundert Meter entfernt am Ufer der Mühlenau, Pinneberg, aufgenommen -, dass Aktivisten aus ihrer Sicht „helfend“ aktiv werden, ohne zu hinterfragen, was sie tun.

Hier wurden große, weisse Doldenblüten gekappt. – ACHTUNG, wie sehen die Blätter aus!? – Sie sind nicht scharf-spitzig, sondern lappig.

Gutes wollen und Gutes tun sind oft zwei ganz verschiedene Sachen. Hier wurde der heimische WIESENbärenklau seiner Blüten beraubt.

Im Übrigen hilft Blütenkappen beim RIESENbärenklau nur in dem Fall, wenn wenig später die Wurzel ausgegraben oder zerhackt wird. Bis auf Golfrasenhöhe ist nach mehrmaligem Blütenschneiden der RBK in der Lage, aus seiner kräftigen Wurzel Notblüten zu schieben. Bei erwähnter Golfrasenhöhe (in Praxis erprobt) bleiben bei einer Handteller-kleinen Notblüte immer noch 50 Samen für ein 8- bis 10-jährig keimfähiges Samenpotential im Boden. – Also: Hände weg vom WIESEN-, richtiges Beseitigen beim RIESENbärenklau!

Aktivismus ersetzt nicht genaues Hinsehen, ersetzt nicht, vorhandene Informationen zu berücksichtigen. Alles Weitere steht kurz und verständlich im obigen Link.

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Das Wetter, vgl. Schluss des vorigen Beitrags, (stark) wechselhaft – hier der Nachmittagsstart.

Es ist etliche Jahre her, dass wir im Botanischen Volkspark Blankenfelde, Berlin, waren. So begeisterten wir uns am Vorschlag, mal wieder hinzufahren. In der verlinkten Berliner Seite wird die Vielfalt dieses Parks umfassend beschrieben. Hier folgen – nach Besuch des Damwilds aufgenommen – nur einige, wenige Eindrücke.

Hoffentlich bald wieder öfter zu sehen: nicht die Landschaft eintönig verödender Ackerbau, dafür auch mit „Unkräutern“ in vielfältiger Umgebung.

Aaaah, ein optimaler Kletterbaum! – ? – NEIN.

Die Erklärung steht nebendran, wird offenbar weitgehend befolgt.

In unmittelbarer Nachbarschaft ein kleiner Teich – und wieder der Beweis: „Wasser wirkt anziehend.“

Da wurde – ohne Gerät – mit bloßen Händen im Wasser, an Pflanzen, im schlammigen Grund „getümpelt“, dass es eine wahre Pracht war. Die kleinen (offenbar) Spezialistinnen fingen und bestaunten von Insektenlarven über Wasserschnecken und Egeln auch Fische, konkret: Jungstichlinge. Interessant, die Fachsimpelei zu verfolgen – und das ordnungsgemäße Zurücksetzen der gefangenen Exemplare.

Nur wenige Tropfen störten unseren Freiluftaufenthalt. Der Sonnenhut als Beleg, eine Etage tiefer Paul, der Berliner Pflegehund (fand offenbar bei mir, wenn nötig, einen Ruheplatz).

Wer sich nur ein wenig Gedanken macht, benötigt in (Groß-)Städten bis Metropolen kein eigenes Auto. Das Angebot der Alternativen verbreitert sich.

Tags drauf – Abreisetag.

Berliner Wetter, ist es das? – Die einen sagen so …

… die anderen so.

Dazwischen, zwischen der Aufnahme der beiden Fotos, liegt oft wenig. In diesem Fall vielleicht 5 Sekunden, verbunden mit einer 180-Grad-Drehung.

Sehr gut brachten uns ICE und S-Bahn nach Wedel zurück, zur Mittagszeit, also kleine Rast am Wegesrand Richtung Wohnung.

Wir genossen nicht nur den Berlinbesuch, sondern auch Hin- und Rückfahrt – in (weniger als halb-)vollen Zügen. „Gerne wieder.“

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