In meinem Beitrag vom 5. Juni hatte ich (mal wieder) auf die Lebensgefahr für in der Tide-Elbe Schwimmende hingewiesen. Geringe Abflusswerte und hohe Wassertemperatur sorgen – saisonal, durch vorige Vertiefungen und die Elbeverbreiterung bewirkt – auch für Lebensgefahr für Gewässerorganismen. Zumindest ist über Monate die Verbindung für wandernde Organismen Richtung Laichplätze bis hin nach Sachsen versperrt.
Dieses Jahr wiederholt sich das Bekannte, Unerträgliche, bereits seit Ende Mai.
Optisch stellt sich die Situation dem Betrachter vom Elbdeich bei Wedel wir folgt dar.

Elbdeich Fährmannssand, Süßwasserwatt trocken, Tonne – Buhnenkopf liegt bei Tideniedrigwasser frei, unmittelbar davor beginnt Seeschiff-tiefes Wasser.

Klappbagger mit LNG-Antrieg sorgt durch fortwährendes Saugen und in der Elbmündung Verklappen für Erhalt des Zustands.
Dass damit fortwährende Vernichtung des Flussbodens als Lebensraum verbunden ist, braucht nicht ergänzend erwähnt zu werden (denke ich immer, ist aber den meisten nicht bewusst). Im Hamburg-nahen Bereich sind, seit Jahrzehnten weiter betrieben, letzte für die Lebenszykler vieler Gewässerorganismen so notwendige Flachwasserbereiche aktiv oder als Folge beseitigt worden.

Noch einmal, nun mit Buhne und Tonne – dass in solch Gewässer niemand ungefährdet baden kann, sollte auch klar sein.



All das ist kaum zu fassen!
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Ja, man muss ganz schön hartgesotten sein, wenn man zu viel weiss – und (aber das wundert uns angesichts heutiger Politik ja nicht) keinen Entscheider, voller Großmannssucht und Investorenzielen, interessiert`s. – Wie`s halt gerade so läuft – selbstgemachte Gefährdung der Demokratie („Wat`n Scheiss`!“).
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Wer in der Elbe badet muss schon einen regelrechten Schatten haben.
Naja…meine Nichte und Neffe sind in Kolmar aufgewachsen und als Kinder auch in der Elbe gewesen…trotzdem auch die am Fluß aufwachsen wissen genau auf was Sie achten müssen.
Aber jeder muss wissen was Er tut und was seine Kinder tun dürfen.
Wenn was passiert ist das Geschrei ganz groß.
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Gibt es denn irgendwelche Ansätze die ermöglichen, daß die wandernden Organismen wieder zu ihren Laichplätzen schwimmen können?
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So lange Deutschland keine Gesamt-Hafenkonzeption mit sinnvoller Bündelung von z. B. Container-Riesen, die sich inzwischen auf 400 x 61,5 m, Tiefgang bis 17 m befinden, auf Seehäfen wie Bremerhaven und Wilhelmshaven, ggf. noch einen Nordsee-nahen Elbehafen entwickelt, sieht es für den Lebensraum Tideelbe im Umfeld des Hamburger Hafens schlecht aus.
Das in Abhängigkeit von Elbewassermengen und saisonaler Temperaturentwicklung beim Übergang auf Seeschifftiefe entstehende Sauerstofftal bis -loch (Richtung NULL mg / l) überzieht aufgrund des Tidegeschehens mehrere 10 km, in denen kein Umgehen via Flachwassergebiete möglich wäre.
Die Realität ist und bleibt brutal. – Mit „Glück“ löscht es „nur“ die sommerlich Aufsteigenden, i.W. Meerforelle, ggf. Lachs aus. So bleiben Spätaufsteiger mit einem hohen Anteil mit Spätwinterlaichern – die Breite natürlicher inner-Art-Vielfalt verschmälert sich, macht die Population für Störungen anfälliger.
Eigennutz steht auch weiter vor Gemeinwohl. – Das Anthropozän fordert seine Opfer.
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