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Archive for 17. Juli 2026

Elbdeich Fährmannssand, Tnw – wie im vorigen Beitrag beschrieben, bündeln die wasserbaulichen Investitionen und Betriebsaktivitäten bei mittlerem bis geringem Elbeabfluss in der Schifffahrtsfahrrinne.

Seitenbereiche fallen seitdem während der Ebbe- und Flutphasen länger und stärker trocken. Ergänzend erhöhen sich angesichts der intensiven Baggerei mit Sohlanschnitt und Böschungsanreissen durch verschärfte Tideströmungen überflutete Seitenländereien. Seitliche Ruhezonen wie Häfen verschlicken stärker.

Auf Wattflächen – hier im Wedel-Hetlinger Bereich – starten Binsen ihren Eroberungszug.

Die Natur macht, was sie immer macht – was sie will! (Darf die das ? ! ?)

Blick zur Lühemündung – Buhnenfeld, vorn dicker Algenteppich, Binsenstart in der Fläche.

Detail mit Leuchtfeuer, Tonnen, Buhnenkopf (oben rechts, aufgrund Licht und Kontrast kaum erkennbar), Vögeln auf dem Watt.

Weiter geht der Pflanzen-Eroberungszug mit – je nach Strömungswirken – Reet- und / oder Rohrkolbenröhricht.

Auf dem Weg – westwärts.

Und wo`s ein Bisschen höher ist, womöglich bereits Bäume stehen, wachsen auch solch erste Pioniere los – Ziel: Tide-Auwald.

Das ist schon schön, solch abwechslungsreiches Wirken der Natur erleben zu dürfen!

Diese auffällige Pflanze ist übrigens die Engelwurz, Angelica archangelica.

Diese, heutzutage nur selten anzutreffende (Heil-)Pflanze ist zumindest entlang der Elbe, bis oberhalb des Wehrs Geesthacht (Link zu Besuch am großen Fischpass) regelhaft zu sehen – hier noch ein Beispiel westwärts der Estemündung, niedersächsisches Ufer.

Bleibt zu hoffen, dass – neben Verbesserungswünschen zum Gewässerleben in der Tideelbe – solch Auwaldzuwachs sich ungestört entwickeln darf. Wälder, Auwälder, inkl. Tide-Auwälder, sind leider allzu vernachlässigt, beschnitten, in ihrer natürlichen Entwicklung.

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