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Archive for 17. März 2010

Wenn Sie diesen Beitrag nicht abkönnen, lesen Sie bitte den schöneren, drunter stehenden. Dieser jedoch entspricht der heutigen Realität – auf Grundlage vorgestriger Handlungsweisen – leider sehr viel mehr.

Zwangsveranlagt bluten der Steuerzahler und der Gewässeranlieger als Bewohner des Einzugsgebietes (und das sind: wir alle) für eine Gewässerunterhaltung, die in nach wie vor bei mehr als 90 % der niedersächsischen Unterhaltungsverbände nicht den fachlichen Kenntnissen und nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Gesteuert wird das Geschehen durch eine Landwirtschaft, die längst nicht mehr Rücksicht auf die natürlichen Gegebenheiten nimmt. Der Boden, früher das Kapital des Bauern genannt, wird überstrapaziert. Wege- und Gewässerrandstreifen sind entfernt, mit schwerem Gerät wird selbst leichtester Boden bearbeitet, eine extreme Bodenerosion – Verlust des Kapitals! – ist die Folge.

Damit das zwangseingetriebene Geld der Steuerzahler und Gewässeranlieger auch ausgegeben wird, werden – bis in quellnächste Bachoberläufe – mit ungeeignetem Gerät Meter für Meter Gewässerlebensräume zerstört. Das nennt man harte Gewässerunterhaltung.

Längst sind notwendige Änderungen bekannt, einige wenige Unterhaltungsverbände stehen mit ihrem Handeln beispielgebend da – in der Regel bei 1/3 bis zu 50 % niedrigeren Kosten. Was würden sich Steuerzahler und Gewässeranlieger über eine Senkung der Zwangsbeiträge freuen!

Bis aber Vernunft einkehrt – pardon: bis Fachkenntnisse angewandt werden und die geltende Rechtslage umgesetzt wird (hallo, die Damen und Herren Landräte, was geht bei Ihnen in der Wasserbehörde (nicht?) ab?!) werden wir wohl weiter Totalzerstörung wie in den folgenden Fotos zu sehen, ertragen müssen.

Es war wieder mal so weit - harte Gewässerunterhaltung hinterlässt ihre Todesschneise in den Bachoberläufen.

Extrem-Erosion aus subventionierter intensiver Landwirtschaft provoziert aus dem Gewässer zu baggernde Bodenmassen - zu zahlen von, na, von uns.

Am wenigsten geduldet scheint der standorttypische Baumbestand, hier eine Weide.

Die Fotos stammen übrigens aus einem Naturschutzgebiet . . .

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Da sage mal einer, Gewässerrestaurieren brächte nichts . . .

Die Meerforellen-Laichbetten sehen wieder hervorragend aus!

Während die Forellenbrut in den Laichbetten ihrem Leben im freien Wasser entgegenwächst, sind nach dem Abfluss der Schneeschmelze auch die Otterpassagen wieder frei.

Gut benutzbar - die Otterpassage an der B 75

Spuren im angespülten Sand zeigen: der Fischotter findet die Este und ihr Umfeld wieder interessant.

Typisch: die 3 Mittelzehen und die direkt ansetzenden kurzen Krallen - der Fischotter ist zu Besuch.

Und wie in jedem Winter – die Wasseramsel ist auch regelmäßig zu treffen.

Ein weiterer, gern gesehener Gast am Forellenbach: die Wasseramsel.

Gut, dass es für Quell- und Bachoberlaufbewohner auch eine Vielzahl kleinster, hoffentlich immer durchgängiger Bäche gibt – bis hin zu v-förmig eingekerbten Strukturen in den eiszeitlich entstandenen Moränen.

Wichtig im Gesamtgeschehen: strukturreiche Quellbäche, frei von künstlichen Barrieren.

Da freut sich der restaurationsaktive Angler und besucht seine erlenbestandenen Lieblingsstellen.

Standorttypische Strukturgeber und Produktionssteigerer - die Erlen.

Das Ziel fest im Blick.

Überbreite des Bachprofils durch Baumverlust - Ergebnis sind extreme Lebensraumverschlechterung und hohe Kosten beim Baggern des Erosionsbodens bachabwärts.

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