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Archive for 7. März 2010

Die AG Osteland rief zum Tag der Oste und alle kamen.

Mit 150 km Länge ist die Oste ein langer Nebenfluss der Elbe - der Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr 2009 steht an.

Goldene Hechte warten - wer werden die glücklichen Empfänger sein?

Unter Schirmherrschaft der Landräte CUX, STD und ROW – wo bleibt eigentlich WL, der Wilde Landwirt?! – wurde der Goldene Hecht als Ehrung für Verdienste um die Oste und ihr Umfeld verliehen.

Deutlich als solcher erkennbar - Schirmherr Landrat Roesberg, STD.

In gut geübter Praxis hielt Jochen Bölsche wieder einen launigen Rückblick auf das Vorjahr. Man ist schon erstaunt, wie viele Aktive sich auf welch breitem Themenspektrum im Einzugsgebiet der Oste tummeln.

Erstmals wurde ein Goldener Hecht als Sonderpreis Jugend verliehen – und die Jugend liess sich nicht lumpen, verlieh sie doch anschließend Jochen Bölsche einen selbst gebastelten „Gegenhecht“.

Dr. Jörn Gessner vom IGB Berlin (Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei) hielt den Festvortrag „Der Stör vor der Rückkehr in die Oste“. Neben den großen Wandersalmoniden Lachs und Meerforelle ist dieser Fisch ein Indikator für den Umgang des Menschen mit seinem Lebensumfeld. Es ist an der Zeit, Zukunftsfähigkeit zu leben.

Hein Stör - normaler Weise ins Tidegeschehen bei Oberndorf einbezogen, war auch zum Tag der Oste 2010 erschienen.

Jörn Gessner und Wolfgang Schütz erhielten den Goldenen Hecht 2010 in der Rubrik Naturschutz auf Grund ihrer langjährigen Förderung des Störs und der Wandersalmoniden Lachs und Meerforelle.

Zu Recht geehrt - Gewässerschützer Gessner und Schütz.

Mit einem guten Fischteller endete die Veranstaltung. Zu Hause erwartete mich der zum Irokesen gewordene Rabe.

Geht mit der Zeit - Rabe im Irokesen-Look.

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Wenn Sie hier etwas über die Hansestädte Bremen, Hamburg, Lübeck, Wismar, Rostock oder welche Seehäfen auch immer erwartet haben, wartet eine Enttäuschung – oder eine Überraschung? – auf Sie.

Mein Besuch galt meiner Geburtsstadt, der einzigen Hansestadt in Hessen.

Gern gehe ich dort in ansonsten ausgeräumter, steuersubventionierter Agrarsteppe unterhalb des Eisenbergs an der Marbeck entlang. Vielleicht begegnet mir einmal die Goldene Gans?

Die kleinräumig strukturierte Landschaftsstruktur des Marbeck-Tals bietet winters wie sommers ein attraktives Wandererlebnis.

Und wieder hatte ich Glück mit dem Wetter – wie im Vorjahr.

Dem Rotmilan ist das Wetter gerade Recht.

In strukturierter Landschaft fließt die nun aus dem Nutzungsdruck genommene Marbeck.

Noch prägt der Winter künstlerisch den Bach.

Grundwasserwarm durchfließt der Bach die noch frostige Landschaft.

Hier werden Hochwasser- und Naturschutz (wieder) ernst genommen – überschwemmte Feuchtwiese. Der Bach hebt sich frei heraus, Eis wächst von den ruhigen Rändern.

Marbeck-Eis – die Natur als Künstler.

Nach und nach entwickelt der standorttypische Forellenbach seine typischen Strukturen.

Hier entwickelt sich der standorttypische Erlenbruch mit gut strukturiertem Bachbett.

Abends dann die Überraschung beim Blick aus dem Fenster – vorbei ist der Winter noch immer nicht.

Abendliche Überraschung nach sonnigem Tag – es schneit wieder.

Am Morgen erkennen wir, dass es wieder heisst: Schnee schaufeln!

Am Morgen danach: Das hat ja wieder ordentlich was gebracht!

Schnee-Waffel – Naturkunst von kurzer Lebensdauer.

Der Stadtwächter und seine Hunde scheinen diesen erneuten Schneefall zum Heulen zu finden.

Huuuuuuhhhh ! ! !

Zurück per Bahn in den Norden, ein letzter Blick auf den sonnenbeschienenen Nikolai-Turm.

Dann bis zum nächsten Mal, Nikolai.

Durch verschneite Wald-Partien geht die Fahrt.

Winterwald fliegt vorbei.

Und wenn ein Bach den Weg begleitet – same procedure as everywhere – keine Toleranz für Gewässer: bestenfalls einreihige Gehölzsäume, unzureichender Schutz gegen Eintrag von Dünger und Pestiziden, nach Baumverlust mit erheblich gesteigerter Erosion als Folge.

Einsame Baumlinie in übernutzter Landschaft. Sie markiert einen Bachlauf.

Ich wünschte, den Reden unserer Politiker würde ein besseres Landschaftsbild endlich Wahrheit bescheinigen. Aber es geht in der Politik derzeit nicht um Bescheinigen, sondern offenbar nur um Schönreden / Beschönigen.

(Fast scheint es, als sei „brownlash“ die Dominante geworden.)

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