Wenn Sie hier etwas über die Hansestädte Bremen, Hamburg, Lübeck, Wismar, Rostock oder welche Seehäfen auch immer erwartet haben, wartet eine Enttäuschung – oder eine Überraschung? – auf Sie.
Mein Besuch galt meiner Geburtsstadt, der einzigen Hansestadt in Hessen.
Gern gehe ich dort in ansonsten ausgeräumter, steuersubventionierter Agrarsteppe unterhalb des Eisenbergs an der Marbeck entlang. Vielleicht begegnet mir einmal die Goldene Gans?

Die kleinräumig strukturierte Landschaftsstruktur des Marbeck-Tals bietet winters wie sommers ein attraktives Wandererlebnis.
Und wieder hatte ich Glück mit dem Wetter – wie im Vorjahr.
In strukturierter Landschaft fließt die nun aus dem Nutzungsdruck genommene Marbeck.
Noch prägt der Winter künstlerisch den Bach.

Hier werden Hochwasser- und Naturschutz (wieder) ernst genommen – überschwemmte Feuchtwiese. Der Bach hebt sich frei heraus, Eis wächst von den ruhigen Rändern.
Nach und nach entwickelt der standorttypische Forellenbach seine typischen Strukturen.
Abends dann die Überraschung beim Blick aus dem Fenster – vorbei ist der Winter noch immer nicht.
Am Morgen erkennen wir, dass es wieder heisst: Schnee schaufeln!
Der Stadtwächter und seine Hunde scheinen diesen erneuten Schneefall zum Heulen zu finden.
Zurück per Bahn in den Norden, ein letzter Blick auf den sonnenbeschienenen Nikolai-Turm.
Durch verschneite Wald-Partien geht die Fahrt.
Und wenn ein Bach den Weg begleitet – same procedure as everywhere – keine Toleranz für Gewässer: bestenfalls einreihige Gehölzsäume, unzureichender Schutz gegen Eintrag von Dünger und Pestiziden, nach Baumverlust mit erheblich gesteigerter Erosion als Folge.
Ich wünschte, den Reden unserer Politiker würde ein besseres Landschaftsbild endlich Wahrheit bescheinigen. Aber es geht in der Politik derzeit nicht um Bescheinigen, sondern offenbar nur um Schönreden / Beschönigen.
(Fast scheint es, als sei „brownlash“ die Dominante geworden.)












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