Kiebitze, Wolken, Sonne.
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Vom hohen Elbufer Wedel sause ich in die Marsch, auf der Deichverteidigungsstraße gen Nordwesten.

Je nach kleinklimatischer Situation kennzeichnet Weiss der Schlehen, Mirabellen, wilden Pflaumen das Bild.

Sperrwerk Wedeler Au – die durch Hochfluten und Hauptwinddruck abgelagerten Reettreibsel hoch auf dem Deich liegen weiter. Man wartet offenbar auf das Ende der saisonalen Sturmsaison?

Blick vom Hetlinger Elbdeich – verbliebenes, noch stehendes Reet lässt weiter Reste seiner Samenstände silbern im Gegenlicht leuchten. Das wird bald vorüber sein, die Wachstumssaison startet.

Flachsee vor dem alten Elbdeich Hetlingen – Verdunstung und Versickerung helfen zurück auf dem Weg zur Wiese.

Luxus in nassem Umfeld, Wärme von unten bei kaltem Stark-Ostwind – die Galloways Idenburg wiederkäuen auf Stroh-„Warft“.
Und dann …

Doch nicht. Wer immer sie aufgeschreckt hat, ob der ssssteife Ost sie stärker schreckt – sie bleiben niedrig, drehen ab.

Am Brunnenschutzgebiet nahe der Holmer Geest (rechts rum, dahin geht meine Tour) legen die Pappeln los, zeigen Kleinklima durch unterschiedlich schnell startenden Austrieb.
Vor dem Geesthang stoppe ich, berichte demnächst Details vom Sauerbek – kleiner Geestbach auf Moräne, der zum Marschgraben wechselt.
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Acht Jahre wohnen wir nun hier, in Wedel, SH.
Immer zur Stintsaison, Frühjahr, guckte ich nach Angeboten lokaler und regionaler Restaurants. – (So gut wie) NICHTS.
Nun muss man sich darüber nicht wundern angesichts der regelhaft weiter hingerichteten Elbe. Die Stiftung Lebensraum Elbe hat eine Untersuchung im Netz stehen, die den Niedergang dieses nach Abwasserreinigungserfolgen seit den 1970ern wieder zum Massenfisch entwickelten Klein-Salmoniden beschreibt. Über die Meerforelle habe ich anhand von Fangstatistiken Ähnliches auf Salmonidenfreund (Fangstatistiken Seeve von den 1960ern bis 2003, Daten bis 2018 gleichartig fortsetzend).
Die Zwischenlösung „Kleinfischgenuss der vergangenen Jahre“ war Umsteigen auf Sardelle bei(m) Griechen – meist als „Sardine“ angeboten, teils handelt es sich tatsächlich um die Sardine. Auch lecker, besonderer Geschmack – aber halt kein Fisch aus der Gruppe der Salmoniden.
Nun staunte ich kürzlich nicht schlecht, als ich in Wedels oberer Bahnhofstraße eine Tafel mit Stint als Mahlzeit sah. Gleichzeitig starteten Film, Funk und Fernsehen mit regionalen Berichten, dass Elbfischer wieder mehr als 500 kg / Tag (!) fangen. Erste echte Stint-Saison seit Jahren, also.

Die kleinen (4) esse ich in eins weg. Hier das Rückgrat (die „Mittelgräte“) eines größeren Exemplars – sauber heraustrennbar.
Das waren wohl 10 große Stinte neben den kleinen – ich bin satt. – Lecker Sache, das!
Es wird auch als Portion „Stint satt“ angeboten. Für mich, jedenfalls heute, muss das nicht sein.
Es ist noch früh. Zum Abradeln geht`s hinterm Elbdeich längs – die bekannte Tour.
Es gibt weiteres zu berichten, demnächst.
[Ganz nebenbei poppt gerade diese Meldung auf „Glückwunsch zum Jahrestag mit WordPress.com!
Du hast dich vor 15 Jahren auf WordPress.com registriert.
Danke für dein Vertrauen. Weiter viel Erfolg beim Bloggen!“
– Wie die Zeit vergeht!]
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Nach kleiner Runde gestern entlang der Wedeler Au, Rissen, verabschieden sich die Hamburger „Alten“ mit Hund. Wir wollen angesichts des Sonnenscheins noch den Großen Fischteich umrunden, den wir in der Regenperiode gut gefüllt, mit starkem Abfluss erlebt hatten – vgl. Beitrag vom 10 Februar 2024. Die Hamburger Juniorin schliesst sich uns an.

Schwarzwasser, glasklar, Kiefern, gespiegelt – nur noch wenig Wasser fliesst ab, entsprechend den seit einiger Zeit beendeten Regenmassen.
Der Forst Klövensteen ist aufgrund seiner Historie, der wechselnden Boden-Charakteristik immer einen Besuch wert. Düne (meist mit Zeigerbaum Kiefer) auf Moräne (Buchenmischwald) und eingestreuten bzw. örtlich umgebenden Mooren (randlich Eiche, in nicht dauerhaft eingestauten (An-)Moorbereichen Birke) – alle Baumarten in der Regel mit zugehöriger Begleitflora von Klein bis Groß.
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Freitag, 1. März 2024 – das Rad ist frühjahrsinspiziert, eine Morgenrunde fühlte sich durchaus anders an als zuvor. Da radelte ich nachmittags nochmal los, Nord-Süd, Richtung Elbdeich.

Hinter mir, binnendeichs, zetert es laut. Ein Nilganserpel muss sich beschweren. Ob das an den wandernden Schattenstreifen Willow Henge liegt?
Eigentlich hatte ich mich nicht länger aufhalten wollen. Aber so ein Nahender … – ein paar Minuten gönne ich mir.

Das hat sich gelohnt, lautes Gekläff auf dem Wasser – von rechts nahen, als schwarze Linie, leicht auf und ab bewegt, Tausende Nonnengänse, die ihr Nachtquartier suchen.
Dann scheinen sie ihren Frieden mit dem Gelände gemacht zu haben, sind weder hör- noch per Sicht wahrnehmbar.

Hopperbagger Kaishuu – ohne direkt in die Sonne zu halten, zeigt die Digicam das beginnende Dämmern. – Ich begebe mich auf den Rückweg.

Aufnahme vom oberen Drittel des Geesthangs, Blick über das Brunnenschutzgebiet – Rot weicht zunehmend Blau.
Und es soll warm bleiben … – um die 5 Grad höher als normal – das neue Normal, jedenfalls für die Übergangszeiten?
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Die Räder zur Frühjahrs-Inspektion gebracht – da wird gewandert.

Vorbei an der bekannten KopfWeideSpiegelung. Schön, dass deren Pflege jetzt wechselnd an jeder zweiten geschieht. So sind demnächst reichlich Nektar und Pollen in der Landschaft ringsum für Insekten vorhanden.
So ist die Verkehrssicherungspflicht erfüllt, die ökologischen Funktionen dieses noch lange lebensfähigen Baums bleiben erhalten (bzw. „wachsen sich wieder hin“).

Blick Richtung Elbe, auf einen man gerade 0,5 ha großen Rest früher großflächiger Fluss-begleitender Tide-Auwälder.
Diese sind in ihrer Bedeutung ringsum weiter unberücksichtigt bis nicht erkannt. Offenland-Landschafts“pflege“ beachtet die in wenigen Schnippseln verbliebenen Ökosysteme nicht, sorgt nicht für ihre Vergrößerung, sondern bedrängt sie.

Blick von der unteren Geestkante in die Marsch – Versteinerung, Bebauung des Übergangs zwischen den beiden großen Lebensraumtypen hindert Organismenpassage, überheizt mangels Großbäumen den Geesthang, zweifellos eine wertvolle Immobilie.

Von Jütland bis an die Elbe wurde Weidevieh zum Markt getrieben, verkauft, verschifft – Kuhjungs, „Cowboys“, gab es also auch hier.

Zu Hause und ringsum blüht weiter der Hartriegel, wie die Weide ebenfalls frühblühende, reichhaltige Nektar- und Pollenquelle.
Wir sind gespannt, ob sich bei uns wiederholt, was Mauersegler-Spezis berichten. Hat sich der später hier eintreffende Mauersegler solch besetzten Kasten auserkoren, schmeisst er die Insassen und deren Nest raus. – Voriges Jahr hat sowas hier an den 8 (+ 2 an der Nordfront) Nistkästen noch nicht stattgefunden.
Die „jungen Wilden“ der Mauersegler gucken sich vor Südwanderung im Herbst durch waghalsiges Fliegen entlang unserer Fronten das Haus gleichwohl intensiv an …

Ein ausdauernder, melodiöser, lauter Sänger sitzt auf dem Nordfirst. Bitte genau hinsehen, das Rotkehlchen ist umringt von einer großen Zuhörerschar!
Der Begriff „Gnitten“ kommt mir in den Sinn. Ob das nun wirklich diese sind?
Inzwischen ist die Rad-lose Zeit vorbei. Demnächst folgen wieder Beiträge über Radtourerlebnisse.
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Nach dem Schlickwühlerlebnis am Schulauer Hafen radele ich nordwestwärts.

Blick über große Entfernung auf die Pappeln Fährmannssand – nach Sturmpause werden sie weiter entastet / ausgelichtet. Das Nilganspaar davor interessiert das nicht.

Irgendwie haben die Stare Gefallen gefunden, sich über den Nonnengänsen aufzuhalten. Werden da Insekten aufgescheucht? Fressen Stare überhaupt beim Fliegen?

Inzwischen bin ich dicht rangekommen. Die Nonnengänse sichern zwar, zeigen aber keine Unruhe. – Radler werden normalerweise nicht als Gefahr wahrgenommen. Wer allerdings nahebei stoppt, bringt oft genug die gesamte Gänsemasse in die Luft.
Der letzte Pulk Nonnengänse reagiert auf mein Vorbeiradeln dann durch Abwenden und leichtes Landeinwärtsstreben.
Immer wieder beeindruckend, wie unterschiedlich sich Stunden und Tage zwischen Marsch und Geest präsentieren.
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Früh im Jahr unseres Herzugs sah ich diese alte Bekannte aus dem Hamburger Hafenbetrieb hier, im neuen Zuhause.
Damals meinte man noch, der Schulauer Hafen werde 2017 in Betrieb gehen. – Mal sehen – 2024, ob und wann solch Start erwartet werden kann.
Gleichwohl scheint das Sedimentaufrührspezialschiff Akke seinen jährlichen Auftrag sicher zu haben.
Der aufgewühlte Hafenschlick soll während der Ebbephase mit dem ablaufenden Wasser in die Elbe ausgetragen werden.

Am Hafenausgang zur Elbe, bald Tideniedrigwasser – sieht so aus, als würden die Schlickwolken ins Hafeninnere getragen.

Längeres Betrachten bringt kein anderes Ergebnis. Der einblasende Wind mit kleinen Rippelwellen verstärkt das Empfinden.

Mal umgucken – der Anleger Willkommhöft wurde bereits entschlickt, mit einem kleineren Gerät, wie dem Link oben zu entnehmen ist.
Dort, unmittelbar am Fahrwasser, geht das Material direkt in den Elbstrom (und landet – aus den Augen aus dem / diesem Sinn – anderswo …).
Hoffen wir mal, dass unterhalb der Oberfläche, bodennah, eine Tiefenströmung das aufgewühlte Sediment aus dem Hafen austrägt.

Richtung Hafenkopf prägt grautrübes, entmischtes Feinmaterial des Hafenschlicks mit reaktivierten Organikanteilen den Eindruck einer schlechten Wasserqualität.

Ob das Hotel am Hafen („soft opening seit dem 15.12.2023 …„) neues Leben auch auf der Wasserseite bringen wird?
Meine Radtour führt mich weiter Richtung Hetlingen – Holm, zurück nach Wedel.
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Im Beitrag vom 20. Februar habe ich die beiden Idenburg-Störche auf dem Nest vorgestellt und den Neubau eines Nests auf dem selben Dach verlinkt.
Vielleicht reine Einbildung, jedenfalls lese ich – ohne lange zu suchen – nichts von Dimorphismus Männchen / Weibchen bei Weissstörchen.
Sie fühlen sich offenbar nicht gestört – ich radele vorbei.
Es wird Zeit aufs Rad zu steigen. – Die Sonne scheint …
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Aus der hügelig, hängigen Moränenlandschaft sind wir in der Oberalsterniederung angekommen – zur Zeit eine Seenlandschaft.

Nach dem Schwarz, Grau, Weiss, Blau des Himmels andere Farben am Boden – moorig-schwarz, Eisenocker-orange, beide Wässer glasklar.
Lautes Trompeten in der Luft – die Digicam raus! – „Die erwischst du nicht!“

Wir erreichen die Rönne. Erstaunlich immer wieder, wie solch Bach in einer Landschaft ohne wahrnehmbares Gefälle turbulent fliessend seinen Weg sucht.

Turbulent fliesst auch die Rönne. – Da sie hinten scharf links abbiegt, Alster-parallel verläuft, sind es noch ca. 650 m, bis sie in die Alster mündet.
Von dort aus habe ich während der Rückfahrt die wasserbedeckte Niederung bachab und, „Sturm auf dem Flachsee“, bachauf fotografiert (vgl. Beitrag vom 23. Februar).

Da fliegt noch wer … – hat irgendwie ein fischiges Profil (Pardon! – Wale sind ja gar keine Fische …).

Entlang Knicks geht es an der Moränenkante Richtung Abzweig Moorweg, die Oberalsterniederung queren – ab nach Hause.
Gut, die Situation Bredenbek-Rönne-Alster einmal angesehen zu haben! – Mit unseren weiteren Arbeiten entlang des ca. 4 km langen Bredenbeklaufs werden wir die Thematik Erosionssand entschärfen. Damit kann durch ökologische Verbesserung sowohl der Lebensraum Bredenbek in der Strecke als auch der Sandfang entlastet werden.
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