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Das musste ja mal kommen, die Temperaturen liegen in Jahreszeit-typischeren Höhen. Wir merken, es ist Herbst. Herbst ist prima!

Im Ländlichen – wann wird der Bach hier wohl wieder fliessen? Seit Anfang Mai liegt er nun schon trocken.

Der Mensch, hat er nur eine genügend große Maschine, übernutzt – oder über“pflegt“ – die Landschaft.

Etwas weiter westlich hat ein Seeadler (kaum ahnbar, links) Nonnengänse aufgejagt, während – vom Steuerzahler finanziert – ein Saugbagger Zweifelhaftes mit hoher Leistung leistet. Anschliessend fährt er gen Helgoland, um den gesaugten Elbegrund mit allem drin – Lebewesen, Nähr- und Schadstoffe – dort zu verklappen.
Zum Baggern mehr hier.

An der Carl Zeiss-Vogelstation herrscht Fischerfreude – gleich dreifach. Kormorane jagen tauchend, während Möwen von oben und Silberreiher seitwärts den Entkommenden kaum eine Chance lassen. – So funktioniert sie nun mal seit Jahrmillionen, die Nahrungskette (weiter betrachtet: das Nahrungsnetz).

Auf dem Weg zur Wohnung quert eine Heupferdlarve meinen Weg. – Leider kenne ich sie nicht. Alles ok, oder müsste die weiter sein? Da wird doch kein Hormon-Pestizid sein Unwesen treiben?

Allerlei Möwen profitieren von seinem Beifang – hoffentlich keine allzu große Vernichtung von Jungfisch.
Es wird kälter, wolkiger und stürmisch, Wind-Chill von Ost.
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Herbstreise nach Berlin – mal sehen, was wir so sehen.

Leider auch 08/15-Gärtnern, wie z.B. zwanghaftes herbstliches Vernichten letzter großflächiger Insektennahrung.
Tags drauf besuchen wir – nach Jahren des Wollens – endlich das Naturkundemuseum.

Teil-Aspekt des Kohlekraftwerks Moorburg – allerhand Wasserdampf aus der Verbrennung und der Elbwasserverdunstung über den Niedrigkühlturm. – Die längste Strecke B – HH / Wedel haben wir hinter uns.
Die Köhlbrandbrücken-Route bringt uns ohne größeren Stau nach Hause. Glück gehabt, tags drauf hören wir im Radio, dass wegen des Köhlbrandbrückenlaufs stundenlange Sperrungen den Tag prägten (oh, Hamburg, was wärest Du ohne „events“).
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Ein untrügliches Zeichen für den Wechsel der Jahreszeiten sind die Wanderungen unserer gefiederten Reisenden. Manchmal muss ich als Radelnder am Deich der Elbe westlich Hamburg aufpassen, keinen Schreck zu bekommen – bin noch zu neu, habe das Erlebnis noch nicht vollständig verinnerlicht (vgl. Beitrag vom 1. März).

Es rumpelt und pumpelt bei blauem Himmel – daaaa sind sie wieder! Hunderte Nonnengänse queren von Norden den Deich, erreichen die Elbe.
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Wie im vorigen Beitrag erwähnt, waren wir über einen Gutschein „Pedalritter“ in Petershagen an der Weser gelandet. Tagelang wechselte angesichts unklarer Wettervorhersagen unsere Meinung, die eigenen Räder aufs Auto zu schnallen, Leihräder zu mieten oder die Zeit mit langen Spaziergängen zu füllen. Letzte Vorhersagen vor Abfahrt brachten unsere eigenen Räder aufs Autodach.

„Nebenbei eine Angelkarte für die Weser in Lahde kaufen!“ – Wo ich auch hinkomme, mit Glück hat der Angelladen noch offen, wie hier.

Klostermühle Lahde und Kirchturm – früher von größerer Bedeutung als heute, gleichwohl interessante Anfahrpunkte.

So liebt es der Deutsche (?) „Freie Fahrt!“ – Was wir allerdings mit unserem Steuergeld an Landschaftsverschandelung und Naturzerstörung produzieren, geht auf keine Kuhhaut.

Ilserheide und anderswo – sommertrockene Bäche, Zeichen von Übernutzung des Wasserhaushalts und Verschärfung der Auswirkungen durch Klimawandel. – Umdenken tut Not.

Wir fahren einen zusätzlichen Schlenker ausserhalb unserer Route – hin zur oberschlächtigen Wassermühle Döhren.
Nun waren schon allerlei Mühlen zu sehen, da muss es mal gesagt werden: Unsere Radtour rund um Petershagen berührt Teile der Mühlenroute. Wir fahren auch auf Teilstrecken der Kultur-, der Natur- und der Storchenroute. Selbstverständlich befahren wir auch den Weserradweg. Der Leser wundert sich: Hier lässt sich`s radeln!

Wir queren die Schleuse Windheim – gerade wird geschleust. So ein Binnenschiffer ist beweglich – Räder und Pkw immer dabei.

Alle Schiffe vor Ort sind von der Weser aus eingefahren. Die Warnlampen blinken, gleich werden die Tore geschlossen, die Schiffe durch Wasserzustrom auf das Niveau des Kanals gehoben.

Das Storchenmuseum in Windheim ist ein Muss. (Für uns auch deshalb, weil wir dann doch vorzogen, einem Schlagregen auszuweichen.)

Wie das geht mit der Fähre? Wenn sie gerade am anderen Ufer sein sollte, klingelt man einfach mit der Glocke neben der Info-Tafel.

Insgesamt sind die Radstrecken gut ausgeschildert. Nur gelegentlich wurde mal ein Schild auf der Reinigungstour übersehen – macht nix.

Und so kamen wir gut wieder nach langer Rundtour in Petershagen an – hier der Blick über die Pottmühle über die Weser zu einem anderen Energieerzeuger.
Kaum ein wenig verschnauft, will ich die schöne Abendstimmung nach den Niederschlägen an der Weser nutzen – wozu habe ich schließlich meine Angelkarte gekauft.

Seit gut 15 Jahren im Norddeutschen Tiefland immer regelmäßiger und zahlreicher zu sehen – meist mit großer Fluchtdistanz, der Silberreiher.

Neueinwanderer im aquatischen Wirbellosenreich – wie auch immer, irgendwer liebt diese (2 im Foto) Muscheln. Geöffnete Schalen in Mengen sprechen Bände.
Bei all dem Naturbetrachten (Zitat des Sohns: „Dem Vatter muss man die Digicam wegnehmen, der angelt gar nicht!“ – Stimmt soooo nun auch nicht!) werde ich plötzlich aus dem Sinnieren gerissen – PLATSCH, PLÄTSCHER, PLATSCH ! ! ! – Wer DA?!

Der Blick zeigt eine Gruppe Schottische Hochlandrinder, die offenbar nun Besseres zu tun haben, als auf ihrer Weide zu grasen.
Immer weiter geht die Leitkuh und ein Lehrling in die Weser. – Die werden mich doch wohl nicht besuchen wollen?

Wie Braunbären stehen sie mit der Strömung (und gucken aufwandernden Lachsen entgegen). – Teufel auch, jetzt ist die Phantasie aber mit mir durchgegangen.

Nein, sie besuchen mich nicht, bleiben auf ihrer Seite. Weser-abwärts findet die eine leckere Weidenäste, die andere bevorzugt vom Land aus nicht zugängliche Ufervegetation.
Zufrieden mit diesen Erlebnissen, wenn auch ohne Fisch, verlasse ich diese interessante Weserstrecke.

Stunden später, ein Stau folgte dem nächsten – wir meiden die vor dem Elbtunnel wartenden weiteren Staus und fahren statt auf der A 7 die A 1 zur Abfahrt Stillhorn. Dem alten Hafen-Spezi ist eine geeignete Querung bekannt – in der Ferne wird die Köhlbrandbrücke sichtbar.

Na also, klappt doch. Natürlich profitieren wir davon, dass kaum jemand diesen Trick beherrscht, vor allem aber vom sonntäglichen Lkw-Fahrverbot.
Alles in Allem: Prima war`s in Petershagen – dorthin wird uns sicher noch der eine oder andere längere Herbsturlaub führen.
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Nach Kurzstopps beim Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica und Altstadtbesuch in Minden erreichen wir unser Ziel Petershagen. Eine kleine Radtour ergibt erste Eindrücke.

Unsere Unterkunft – ein herzliches Dankeschön allen Beteiligten für gute Übernachtung, guten Service und prima Essen!
„Pedalritter„, so der Name meines Gutscheins – also rauf auf`s Rad für eine erste abendliche Erkundung.

Oberhalb des Weserwehrs liegen etliche Kajütkreuzer – fast fühle ich mich an einen Herbsturlaub vor Jahrzehnten in Irland auf dem Shannon erinnert.

Im Unterwasser des Wehrs trocknen etliche Fischkenner direkt neben dem Kraftwerksauslauf – wissend, warum.

Sehr beeindruckt haben uns Teile der Bevölkerung (?) – stehend, sitzend begegneten sie uns immer wieder. Hier sieht man die Geduld des Mannes beim Warten auf seine einkaufende Frau – vielleicht auch völlig fehlinterpretiert.

Nahe der Ösper-Mündung in die Weser, am ehemaligen Hafen, steht das Wesertal-Modell – hier der Abschluss, die Vielfalt der Steinformationen bis zur Mündung symbolisierend.
Mit dem Wesertal-Modell kann man sich länger befassen.

Auch wenn`s ein Bisschen brutal aussieht – dieser Organismenpass in Riegelbauweise aus standorttypischem Steinmaterial an der Ösper-Mündung, oberhalb des ehemaligen Hafens, erfüllt seine Aufgabe.

Bei zunehmender Dunkelheit doch erkennbar, Schulen unterschiedlicher Altersgruppen von Döbeln zeigen die Wiederbelebung der Ösper.
Wir haben vergessen zu fragen.
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Ein Gutschein lockte uns aus dem Elbe-Einzugsgebiet nach Petershagen an der Weser. Bei der Anfahrt querten wir drei Ländergrenzen und guckten uns erstmal ein Bisschen in Minden, im Umfeld der Porta Westfalica, um. Fotos der schicken Fachwerkhäuser und anderer kultureller Sehenswürdigkeiten lasse ich weg.

So ganz allein sind wir nicht – da lehnt ein Schottischer Dudelsackpfeifer am Mauerwerk und blickt über die Weseraue.

Der Nahblick zeigt Interessantes für Laien, aber insbesondere auch für Bau-Ingenieure. Hier gibt es viel zu tun.

Gut mit Tipps eines gebürtigen Mindeners ausgestattet parken wir östlich der Weser und queren die Glacisbrücke.

Am westlichen Weserufer mündet die Bastau, deren früheres Wehr inzwischen durch eine hervorragende, das Niedrigwasser profilierende Durchgängigkeit in Riegelbauweise für Wanderorganismen ersetzt wurde.

Nach einer ausgiebigen Runde durch die Altstadt haben wir uns ein ordentlliches Eis verdient – Giovanni L. weiss, wie man eins produziert und präsentiert.
Und weiter geht`s Richtung Norden, nach Petershagen.
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Heute war das Saftmobil am Elbmarschenhaus. Es reist bis Mitte November im größeren Umfeld Hamburgs, s. erster Link. Mitgebrachte Äpfel, Birnen und Quitten aus eigener Produktion konnten dort zu leckerem Saft verwandelt werden.

Saft und Schaum – je nach Apfelsorte leicht rötlich oder grünlich – laufen auf ein Filtergewebe, das Grobstoffe zurückhält.

Ich darf eine Probe der grünlichen Variante testen – hmmmhhh, lecker, eine Wohltat bei der heutigen Hitze!

„Mein Saft“ – alle Achtung, wer anhängerweise Äpfel antransportiert, bekommt natürlich auch allerhand wieder mit. 🙂 Guten Appetit!
Und für alle Hamburgerinnen und Hamburger, sowie diejenigen, die sich am Wochenende nach Hamburg trauen, hier der Hinweis für das Wochenende, Sa 24. und So 25. September, jeweils 9-18 Uhr, Eintritt frei: Auf zum Apfelfest im Botanischen Garten Hamburg Klein-Flottbek / Loki-Schmidt-Garten.
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Vor gut 100 Jahren auf großer Fahrt aus dem Chinesischen hier angekommen – die Wollhandkrabbe. Für die Einen eine Plage, für die Anderen interessante Speisekartenbereicherung – sei es gegrillt, gekocht oder anders zubereitet … – Für mich z.B. Foto-Objekt, auf einigen Beiträgen zum Fischpass Geesthacht bereits zu sehen. Aber ich begegne ihr auch anderswo.
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Auf kleiner Rundreise westlich Hamburgs – da kann man was erleben.

Wohin man guckt, Herbstliches. Gleichwohl werden Temperaturrekorde geknackt, wie seit Tagen werden an die 30 Grad C erreicht.

Igitt, die Idylle trügt! Es stinkt bestialisch, schräg links von mir lodern bis halbe Baumhöhe rote Flammen.
Jetzt bloß nicht weiter fotografieren – Luft anhalten und vorbeiradeln!
Information „Im Wald brennt es – da wird doch keiner bei dieser Trockenheit etwas abfackeln?!“ an eine Firma am Wegesrand gegeben – zu Hause zur Sicherheit noch die 112 gewählt. Es kam zum Einsatz, nicht nur die Feuerwehr, auch die Polizei war vor Ort.

Man glaubt es nicht! Wasserverschwendung mit unangepasster Technik und Beregnung zur heissesten Mittagszeit! Wird dafür wenigstens, messend, eine Abgabe fällig?!

Schliesslich sind die umgebenden Bachoberläufe durch verschiedenerlei Ursachen seit Monaten trocken!
Was dieses Gewurschtel am Ende dieses Blog-Beitrages soll?
Ganz einfach: Aus derselben Berufsgruppe, die so mit Wasser umgeht, kommt immerhin mindestens einer, der wie vorn gezeigt mit Feuer umgeht, wie der Feuerwehrbericht belegt, Einsatz Nr. 281 vom 14.09.2016.
Die Polizei erkundigte sich noch telefonisch bei mir, ob ich beim Passieren der Örtlichkeit Schäden an Lunge, Augen oder sonstige gesundheitliche Auffälligkeiten davon getragen hätte. Danke der Nachfrage, das Luft anhalten und schnelle Durchradeln hat`s – jedenfalls für mich – gut ausgehen lassen.
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