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Archive for the ‘Wetter – oder was’ Category

Die kurze Überschrift entspricht einem Start der Lebensraumverbesserung an unseren Bächen und kleinen Flüssen. Klar ist, dass ein fachlich und rechtlich seit Langem beschriebener Zielzustand den Schutz von Einwirkungen von aussen und Entwicklungsfähigkeit einschliesst. Nur so werden sauberes Wasser, Lebensraumstruktur und angemessene Besiedlung mit Pflanzen und Tieren zu erreichen sein. Nicht zuletzt die dreidimensionale Kulisse, Bäume bis hin zum Auwald, gehört angesichts des Klimawandels und der notwendigen Minderung der heute übermäßigen, streckenhaften Sonneneinstrahlung (= Überheizung) dazu.

Für 2019 ist das Bekiesen einer Ohlau-Strecke vorbereitet, an der wir in Frage kommende Punkte markierten.

Von hier aus bachab soll es losgehen.

Blick bachauf – am Beginn des turbulenten Gefälles wird an jeder Uferseite Kies geschüttet. Der kann von der Ohlau dann als Laichkies in der rauen Strecke positioniert werden.

Weiter bachauf ist vor Jahren bereits Rauigkeit aus Holz und Stein eingebracht worden.

Bachab der Brücke wird ebenfalls beidseitig Kies geschüttet, um die Strömung zu lenken.

In der folgenden Strecke wird, je nach Situation ein- oder beidseitig gearbeitet – abhängig im Wesentlichen von der (Über-)Breite und Strömungsqualität.

Der obere Streckenteil.

Häufig prägen träges Fliessen, kanalartige Überbreite und bewegter Sand („das Leichentuch“) die Situation.

Einzelne Verbesserungselemente älteren Datums bringen punktuell Abwechslung.

Ältere Steinbuhne.

Allein stehendes Element Baumstamm.

Allein stehende Wurzelstubben.

Die Bekiesung soll auch diese guten Ansätze stärker ins Fliessgeschehen einbinden.

Maulwurfshaufen auf unserem Weg zeigen immer wieder: reichlich Steine – der Kiesbach ist das Leitbild auf Moräne.

Schon lebendiger – so und stärker soll die Strecke insgesamt verändert werden.

Markieren der Schüttstellen.

Baumsamen werden von allein kommen.

Etwas verregnete Spur auf frisch frei gefallenem Sand: der Otter schaut sich immer mal hier um.

Und wenn uns mal nichts mehr einfällt: Auf zu kleiner Wanderung am Bach – überall gibt es bachab wie bachauf Kanalartiges, das es zu verbessern gilt.

Nach dem Bekiesen – das erfolgt entweder recht bald oder nach dem ersten Grasschnitt, oder je nach Wetter später – mehr davon hier im Blog.

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Eine kleine Besuchsfahrt führte mich an die Ohlau, Kreis Segeberg. In Bad Bramstedt vereint sie sich mit der Schmalfelder Au zur Hudau, die bald mit der Schmalfelder Au zur Bramau wird. Diese wiederum mündet recht bald in die Stör – wie der Name sagt, einstmals gut für Großfisch, Stör, aber auch Lachs. Die Gegenstücke auf niedersächsischer Seite sind, jeweils mit ca. 150 km Länge, die Oste (Elbe-EZG) und die Wümme (Weser-EZG). Für die kleineren Nebengewässer mit 40-50-60 km Fliesslänge wird davon ausgegangen, dass sie im Wesentlichen Meerforellenflüsse waren.

Drei unterschiedliche Situationen bewanderten wir bei prima Frühlingswetter an der Ohlau – 1. bekiest, 2. zu bekiesen, 3. „dauert noch ein Weilchen“. Hier also die Nummer 1, aktiv ist (nicht nur) hier der Gewässerpflegeverband Ohlau.

Als ich am 17. Januar bei scharfem, kaltem Wind hier parkte, lag an der Straßenbrücke noch der Kies von Lkw-Lieferung 2, bereit zum Einbau. Offene, intensiv genutzte Agrarlandschaft beherrscht das Bild.

Wenn man solchen Anblick einer ausgeräumten Agrarlandschaft allüberall vorfindet, fragt man sich, wo eigentlich die Broschüren der Landesregierung über Gewässerrandstreifen, standorttypischen Baumbestand, ja Auwald am Gewässer ihren Niederschlag in der Realität finden. Symbolpolitik ersetzt nicht Handeln. Schleswig-Holstein sollte mehr können.

Immerhin wird für die Lebensraumverbesserung im Gewässer unmittelbar etwas getan.

Jetzt, im April, auf die Brücke rückblickend bei geringerem Abfluss als Mittelwasser, hat sich der Bach verändert.

Blick bachab. Punktuelle Kiesschüttungen geben dem Ufer Halt, dem Bach eine neue Sohle und mehr Bewegung.

Achtung, Kurve – aus überbreit wird turbulent.

Turbulenz im Detail, Veränderung in der Strecke.

Ausschnitt aus demselben Foto. An solchen Stellen – Januar-Einbau war für die Forellen schon zu spät – erwarten wir Ablaichen von Neunaugen (und ab Herbst: halt Forellen).

Aber Halt! – Betrachten des Fotos und der beiden drumrum bringt mich zu einen anderen Ergbenis. Ganz eindeutig hat hier ein spätes Meerforellenpaar (oder ein paar Fische mehr) gearbeitet.

Blaues Oval: geschlagene Laichgrube (so tief räumt Strömung nicht aus), gelbes Oval: Kies“berg“, in dem sich die Eier entwickeln.

Sonder-Habitat Kreis (im Kreis Segeberg) – irgendein Troll hat wohl vor Jahren mal von der Brücke eine Ladung Reifen entsorgt. Nach und nach kommen die zum Vorschein, der Wasserverband hat mit der Entsorgung zu tun.

Blick aus der Gegenwart in die Zukunft. Der standorttypische Baumbestand muss her – nicht zuletzt wegen der notwendigen Anpassung an den Klimawandel – Kühlung zum Schutz des an sich sommerkühlen Bachoberlaufs.

Die Strecke bachab. Es bleibt viel zu tun.

Angesichts jeglichen fehlendem Abstands der Agrarnutzung zum Gewässer, wundern Fachergebnisse zum Dünger- und Pestizidgehalt des Gewässers nicht. Bis hin zur akuten, das Jahr über chronisch toxischen Belastung ist jegliche Messkonzentration zu finden, wie gerade einmal mehr die EAWAG, DAS Fachinstitut der Schweiz, zeigte. Deutschland verharrt derweil in altbekannten Schützengräben: Urheberrecht geht vor Transparenz – und das bei Steuerzahler-finanzierten Arbeiten. Staatliche Dokumente sollten grundsätzlich für Veröffentlichung frei sein. – Wer sich aktiv einbringen möchte, kann das hier.

Auf dem Weg zurück zum Auto – KurvenTurbulenz im Gegenlicht.

Weiter geht`s zu den Punkten 2 und 3 – mehr demnächst hier im Blog.

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Die Sonne scheint, ein frostiger Ostwind weht. Morgens um Null Grad, die meisten Magnolien scheinen – bis auf den einen oder anderen Ast oder ein paar Blütenspitzen nochmal davongekommen zu sein. Erstmal ist kein Nachtfrost mehr angesagt.

Die Vogeltränke wird nun morgens und ab frühen Nachmittag (dann von links) besonnt – und eifrig zum Trinken und Baden genutzt.

Höherer Sonnenstand lässt neben dem Badebereich Kieselalgenteppiche gedeihen, die sich wegen starker Sauerstoffproduktion blasenartig aufwölben.

Beim Rundumblick, nah und etwas ferner, kann allerhand neu gesehen werden.

Die Japanischen Kirschen haben mancherorts fast ihren Blühhöhepunkt überschritten.

Gundermann blüht, geschützt besonnt, in großen Horsten.

Detail.

Die paar bislang sichtbar gewesenen Insekten und das Blühwetter scheinen für die Winterlinge für ein paar Samen ausgereicht zu haben.

Mal abwarten, ob das auch für den Lerchensporn gelten wird.

Auf jeden Fall zeigt dieser Marienkäfer auf „unordentlichem“ Fleck, dass sich unser Ringen mit dem Gärtner um Bodenbedeckung gelohnt hat. Da hat – an früher steril „sauber“ gehaltener Fläche – sicherlich Etliches überlebt.

Im Umfeld tut sich auch was.

Auf Familienwiesen liegen auf einmal kleine Farbkleckse – Kälber wie hingestreut …

Und nochmal, weil`s so schön ist.

Am winterwarmen Bach legt die Vegetation, kleinklimatisch bevorteilt, ordentlich los.

Kleinklima am Elbufer. Angetrieben vom Wärmespeicher Pflaster haben Schlehen und andere Frühlingsblüher „von unten“ her bereits dichten Blütenbestand, oben folgt nach und nach.

An der Elbe blüht aber noch ganz etwas anderes – 2 Containerfrachter 260 und 294 m begegnen sich – die nächste Elbvertiefung. Wir werden uns noch wundern, nicht zuletzt im Steuerzahler-Portemonnaie.

Während die alten Kopfweiden noch zögern angesichts der „frischen Luft“ …

… greift unter Wasser langsam aber stetig Unruhe um sich – ein Laichplatz will gefunden sein.

Kleiner Tipp, suchen Sie einen Hecht.

Zurück auf die Geest. Die Marschwiesen sind schon frühjahrsfertig, geeggt und gewalzt.

Deutsche Eiche Knorrast braucht noch eine Weile.

Aber an kleinklimatisch bevorzugten Lagen blüht Ahorn (und Hainbuche) bereits voll.

Mir erscheint es jedes Mal wie ein Wunder. Dabei ist es doch – normal.

Auch unsere Mahonie am Eingang bringt sich trotz Wind-Exposition in Blühbereitschaft.

Nun aber schnell rein.

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Es ging mal wieder Richtung Pinneberg, verhandeln über ein Pinnau-Projekt im Rahmen des Metropolregion Teilprojekts Blaues Netz. Darüber wird später hier im Blog zu berichten sein.

Schutt- und Pionierpflanze Huflattich steht zwischen Straße und Radweg in voller Blüte.

Fast ein Löwenzahn? – Als müsste er sich tarnen, guckt hier der Huflattich um die Ecke.

Schubkarre mit Schubkarrenstopper – mal sehen, wieviel Handarbeit neben Maschinenarbeit zu verhandeln sein wird.

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Es ist Frühling.

In unserem Wohnumfeld legen gerade die Japanischen Kirschen los.

Wer`s heimischer mag: auch der Huflattich ist mit von der Partie.

Als ich das Foto zwischen Straße und Radweg machte (achten Sie bitte auf den Zigarettenfilter), guckte ich anschliessend intensiver auf diesen schmalen, grünen Zwischenstreifen – unglaublich, was für eine Müllkippe für Zigarettenkippen unsere Umwelt ist!

Beim Rindvieh – hier: Familienhaltung – gibt`s Nachwuchs.

Das Jüngste, schon ganz schön groß – haben wir das eine Weile übersehen?

Das größere Kalb, wohl 2 Wochen alt, kennen wir schon länger.

Es gilt weiter, bei Freilandaufenthalten flexibel zu sein – immer in der Hoffnung bei instabilen Lagen, dass sich die Wolkenfronten nach dem Programm der Wettervorhersage / nach dem Wetterradar verhalten.

Aufgepasst, jagende Schauer über der Geestkante! Oft genug kommen die schneller voran, als das Wetterradar es vorhersagt.

Blick übern Deich – Cosco Shipping Gemini voraus, 400 x 59 m, Tiefgang 11,6 m.

Tideniedrigwasser am Sperrwerk Wedeler Au, mäandrierender Abfluss in die Elbe.

Da kann man fast sowas wie „pools & riffles“ ahnen.

Ein Graureiher und 3 Paar Säger (kleine Punkte, links) sind unterwegs. Immer mal wird nach einem Fisch geschnappt bzw. getaucht.

Graureiher und Säger, ein Bisschen dichter.

Lange darf man sich momentan nicht aufhalten, immer den Himmel im Blick.

Mit Glück zieht die Regenfront ein wenig seitlich von der Rad-Route. Von solch Schauern nicht erwischt zu werden, hat schon was!

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Meditatives Frühstücksgeschirrabspülen und -abtrocknen am Morgen. Im Augenwinkel bewegt sich was – für spätere Aufsteher, Arbeitnehmer und Kita-Kinder per Digicam verewigen …

Während ich die Kamera holte, ist ein Eichhörnchen auf den Zierapfelbaum hochgejagt. Es hat eine Nuss dabei.

In aller Ruhe widmet es sich seiner Frühstücksspeise.

Aufgestört klettert das Eichhörnchen ein paar Zweige weiter.

Ah, da kommt Besuch.

Eichhörnchen 2 hat es eilig, flitzt vom Baum runter, an benachbarten Büschen hoch.

Schnell ist es einige 10er m um die Grundstücksecke – das Elster-Spielnest vom Vorjahr ist doch zu interessant.

Etliche Meisen und Spatzen finden das nicht lustig, umflattern das Eichhörnchen. (Hier auf dem Foto sieht`s ruhiger aus, ein Spatz im Bild.)

Und weiter geht`s – der Baumhorizont ist nah …

Na und ? ! – Was so ein echtes Eichhörnchen ist, das fliegt auch schonmal. Auch, wenn es gar nicht fliegen kann.

Ich kann kaum folgen. Dies ist schon der zweite absolvierte Flug. Akrobatische Landung, gelungen!

So endet diese Episode. Schnell ist Eichhörnchen 2 aus dem Blickfeld. Das erste hat seinen Frühstücksbaum auch verlassen.

Mal sehen, was der Tag noch so bringt.

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Im Beitrag am 7. Februar hatte ich berichtet, dass die bisherigen Niederschläge nach anhaltender Trockenheit 2018 noch nicht ausgereicht hatten, das Umfeld des Amphibienleitsystems Wespenstieg, Wedel, wieder feucht werden zu lassen.

In der Nähe der Hamburger Landesgrenze hat sich an diesem Zustand nichts geändert.

Da hat selbst der übernasse März (aber schön war er doch!) in den ersten zwei Dritteln nicht ausgereicht, das Defizit des Vorjahrs aufzufangen.

Ein Stück weiter im Westen allerdings ist der Straßengraben nass eingestaut. Verkehrsteilnehmer müssen – vor allem wegen der kommenden Kurve – Tempo 30 einhalten.

(Wer`s tut – wer tut`s?! frage ich mich als Radler oft genug hier.)

Die andere Frage, die mich bei jüngster Radtour dort bewegte, war: muss Flugverkehr, hier: ein Pärchen Stockenten, auch das Tempolimit einhalten – oder erst bei Überfliegen der Straße?

Wenn ich mir die Überschrift dieses Beitrags ansehe, habe ich den Eindruck, ich kann auch bei der Presse anfangen.

Überschrift und Inhalt haben gelegentlich miteinander zu tun.

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Die schönen Bilder täuschen – gestern pfiff ein ordentlicher Wind, die noch einstellige Temperatur fühlte sich im Wind wie nahe Null an. Im Windschatten dagegen … – die Natur reagiert.

Weiter Blick über die Wedeler Marsch.

Flächenhaft wurden zum Wiesenbrüterschutz Rauigkeiten entfernt – Reet, Büsche, Bäume. Wer`s gut findet …

Die noch recht jungen Wasserflächen sind bordvoll. Ein Schwan, selten allein – wo ist der zweite?

Marsch vor der Geestkante – der Schwan schwimmt auf die überschwemmte Wiese.

Da haben sich zwei gefunden.

Auch die Vegetation nahebei zeigt Frühlingsgefühle. Erstes voluminöses Blühen – schön hier, im Windschatten.

Da guckt auch gleich der Erl-König gar nicht mehr so grimmig. (Pardon, das ist natürlich eine KopfWeide.)

Das gehört auch zur Marsch – Weiden und andere Bäume auf flachen Linsen ehemaliger Sanddünen.

Ein paar Charakterbäume früherer Nutzungen.

Auf der Elbe, hinterm Hauptdeich, nachmittags, naht ONE COMMUNITY, ein ContainerFrachter, 320 x 46 m, 12,8 m Tiefgang – kein ganz großer.

Auf den Deich geklettert – binnendeichs hat irgendwer / -was Abertausende Nonnengänse aufgeschreckt. – Anschliessend werden sie um so eifriger Gras fressen …

Auf der Elbe naht Glovis Courage, ein roll-on-roll-off Frachter, 200 x 32 m. Zu dem folgt später noch Text, eine mysteriöse Sache.

Über mir fetzt deichparallel ein Wolkenband gen SüdOsten.

Vor dem Deich Tidehochwasser – Strömungs- / Wind-Studie an überströmter Buhne – dahinter das Fahrwasser und niedersächsischer Horizont.

ONE COMMUNITY hat die Lühe-Mündung passiert, Stader Geest mit Windkraftanlagen im Hintergrund.

Im Gegenlicht.

Durchsichtig – das Schiff ist halb leer.

Auf dem Hauptdeich am Sperrwerk Wedel, Blick Richtung Stadt.

Im Detail.

Glovis Courage muss ganz schön gejagt sein, dass das Schiff bereits vor der Mündung der Wedeler Au zu sehen ist.

Die ONE COMMUNITY passiert man gerade den Wedeler Yachthafen.

Als ich zu Hause später das roll-on-roll-off-Schiff auf marinetraffic suche … – ist es nicht zu finden! Ein Geisterschiff ?! – Heute Morgen nun zeigt die Funktion „Past Track“ an, dass offensichtlich eine Probefahrt in die Nordsee stattfand mit Wenden – und dann angezeigt linear „über Land“ bis in den Kern des Hamburger Hafens – eine nicht in der Geschwindigkeit überprüfbare Fahrt. Heute nun Ausfahrt gen See (oder noch ´ne Probefahrt?). Was wohl die Wasserschutzpolizei, oder wer sowas überwacht dazu sagt?

Etwas weiter auf der Deichkrone gerollert … – Postkartenposition.

Die Postkarte – Blick über die, Tidehochwasser, proppevolle Wedeler Au / Wedeler Binnenelbe auf Wedel.

Ein kläglicher Auwaldrest hinterm Deich, nördlich des Schulauer Hafens, zunehmend leuchtend, frühlingsbewegt.

Sprung zeitlich zurück, örtlich etwas gen Süden.

SuperGuppy über dem Schornstein von Cosco Shipping Aries, 400 x 59 m, 11,4 m Tiefgang.

Im Morgenlicht – der ContainerRiese mit 400 m Länge auf dem Weg gen Nordsee.

Es folgte Frederik, ein kleiner ContainerFrachter, 154 x 24 m.

Nachmittagsfahrt heimwärts, erste Schafe binnendeichs querab zur Wedeler Au.

Silbern steht das Schilfröhricht im Gegenlicht.

Bei Variation des Betrachtungs- / Foto-Winkels kann der Eindruck auch goldig-golden erscheinen.

Möge der Frühling kommen.

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Über das Bekiesen zweier vorerst erhalten bleibender Abstürze an der Moorbek habe ich hier im Blog berichtet. Von der dortigen Gefällesituation aus sind Kiese gut bachab transportierbar, weiterer Kies wird nach und nach eine dynamische Entwicklung der Moorbek fördern.

Weiterhin sind lange Strecken auch dieses Bachs entsprechend den in Ausbauplänen realisierten Vorstellungen der 1960er Jahre umgeformt. Es bleibt viel zu tun, um den von Natur aus bestehenden Reichtum einer Bachlandschaft zurückzugewinnen – Ziel unseres Wasserrechts seit Dezember 1977, konkretisiert durch die Wasserrahmenrichtlinie, in Kraft seit 2000. – Verdammt lang her!

Der NABU Norderstedt hatte für den 16. März einen Aktionstag angesagt. Die Edmund Siemers-Stiftung finanzierte drei Lkw Kies sowie einige Tonnen Steine. Wasserverband, Stadt Norderstedt und die Wasserbehörde Kreis Segeberg hatten ihre Zustimmung gegeben.

Eindruck am Vorabend, Wedel. Zwischen Sturm- und Regen-Tiefs. Wie wird morgen das Wetter sein?

Bei der Anfahrt – nasse Frühjahrswiesen.

Nasse Pferde-Wiesen.

Informative Regelung des hohen Besucherdrucks – Fuß- und Radwege, Reitwege, Fahrstraßen für Forstarbeiten.

Die Moorbek (auf Moräne!) – auf lange Strecken ein lebloser, übertief liegender Canyon. Das wäre doch ein Kiesbach!

Ich gehe uferparallel durch den Wald. Der Regen der Vortage hat als Stammablauf von Buchen hydraulische Spuren hinterlassen.

Was ist das – Wallensteins Lager?

Ah, es handelt sich um das Umfeld der für das Restaurieren abgeschütteten Kiese und Steine.

Ausrüstung sowie Material für wetterfesten Unterstand für die Helferinnen und Helfer wurde ebenfalls antransportiert.

Wie gut, dass der NABU-Landesverband Hamburg (zu dem gehört historisch auch die NABU Ortsgruppe Norderstedt, SH) aufgrund des Engagements für Bachaktionstage so gut ausgerüstet ist.

Zur guten Ausrüstung gehört speziell heute auch ein kleiner Radlader mit kundigem Fahrer …

… sowie ein Trecker mit Frontladerschaufel. Besser konnte die Aktion nicht organisiert werden!

Eingewiesen baut der Radlader beidseitigen Uferschutz sowie die mittige Gewässersohle ein.

Groß und Klein begutachten die Rausche im Entstehen.

Fast fertig – Feinarbeiten zum Uferschutz bachab stehen noch an.

Gute Lösung am Steilhang: Der Trecker schüttet auf eine uferschützende Plane. Sauber ist der Kies weiter zu verarbeiten – Rausche 2.

Genau so geschieht das am vorgesehenen Punkt für eine dritte Rausche.

Kein Wunder, dass bei solch fachkundigem Einsatz der Kiesvorrat schnell schwindet.

Aber keine Sorge für nicht hinreichend zum Zug gekommene Aktive! Nach Verbesserung aussehende, lange Strecken warten auf weitere Aktionstage.

Mögen die dann auch so erfolgreich verlaufen – und das Wetter so mitspielen. Der Starkregen wartete, bis aller Kies im Bach war. – So soll es sein.   🙂

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Im Bericht vom 18. Februar war bereits angedeutet, dass sich auch wasserseitig bei der Entwicklung des B-Plans Mühlenauquartier, Pinneberg, an der Mühlenau, etwas  tut. Was war und ist bis heute geschehen?

Die Entwickler des B-Plans, Matrix Immobilien GmbH, hatten positiv auf Anfrage durch den Vorsitzenden des Wasserverbands Mühlenau und mich reagiert. Gern erklärte man sich bereit, das auf dem Gelände der ehemaligen ILO-Motorenwerke vorhandene Bau-Gerät in das laufende Restaurieren der Mühlenau einzubringen sowie einen Teil der Materialkosten zu übernehmen. Analog und im Rahmen der von der Metropolregion Hamburg geförderten Maßnahme sollten auf den immerhin ca. 400 m Uferlänge des B-Plangeländes gemeinsam ca. 16 Punkte zum Einbringen von Kies ausgewählt werden.

Blick von der anderen Uferseite auf den nordwestlichen Teil des B-Plangebiets Mühlenauquartier.

Die Wasserbehörde, Kreis Pinneberg, genehmigte das Vorhaben. Die Möglichkeit, auch dieses Ufer mit einzubeziehen, verbessert die Arbeiten „Biotope verbinden und erleben im Regionalpark Wedeler Au“ ganz wesentlich. – An dieser Stelle danken wir allen Beteiligten für das verständnisvolle, schlanke Angehen der Thematik!

Nun ging es darum, fachkundigen Baggerführern die für sie neue Variante des Umgangs mit Kies zu vermitteln. Dass wahre Künstler am Baugerät wirken, konnte ich schon beim Erproben erster Lenkbuhnen (oha, vor 9 Jahren), seinerzeit in Nordniedersachsen, erfahren.

Wir einigten uns, dass an den gemeinsam markierten Punkten bei Bewegungsfreiheit des Baggers gleich Lenkbuhnen vorgeformt würden. Anderswo würde ein Kiesdepot in die Böschung geschüttet. Handarbeit – wie hier im Blog oft gezeigt, würde später fein profilieren.

Erster Test, leer, auf Bewegungsfreiheit des Baggers am Uferrand.

Schnell wird das Zusammenspiel Radlader – Bagger optimiert.

Fast die ganze Radladerschaufel findet so gleich Platz in der Baggerschaufel – beeindruckend.

Die Baggerschaufel wird wieder eingehängt – und auf geht`s Richtung Mühlenau.

Dicht an der Böschungskante geschüttet entsteht so ein natürlicher, Ufererosions-hindernder Schüttwinkel.

An Stellen ohne Baggerbewegungsspielraum sieht es zum Schluss so aus.

Wie aus so einem Kies-Depot mit Schaufel- und Rechen-Einsatz händisch Lenkbuhnen entstehen, ist hier im Blog vielerorts dargestellt, über Suche mit Stichworten wie „Kies rechen“ leicht zu finden.

Wo genügend Spielraum besteht, wird gleich eine Lenkbuhne angelegt.

Das sieht im Werden zum Beispiel so aus.

Fertig – leicht überströmt beim Mittelwasserabfluss am Einbautag.

Alle weiteren Punkte wurden vom Personal vor Ort zügig mit Kies beschickt.

Ein Spaziergang einige Tage später – die Wasserführung war einmal mehr wieder Richtung Niedrigwasserabfluss gesunken – zeigte vom anderen Ufer dieses Bild.

Besser geht es wirklich nicht – eine Reihe Lenkbuhnen sowie eine Anzahl noch per Hand zu formender Kies-Depots geben der Mühlenau ein neues Gesicht.

Spätere Fotos bei anderen, höheren Abflusssituationen werden die wechselnde, neue Bach-Realität verdeutlichen.

 

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