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Archive for the ‘Wetter – oder was’ Category

Der Besuch im Wildgehege Klövensteen ist momentan durch einige Besonderheiten gekennzeichnet. So ist das Waschbärgehege vollständig abgebaut, man darf auf die Zukunft gespannt sein. Das große Wildschweingehege ist tierleer (abgesehen von fliegenden und durchlaufenden wilden Gästen), da umfangreiche Umgestaltung im Gang ist. – Natürlich hinterlässt die heutige Zeit auch Corona-Spuren.

Wir betreten das Wildgehege Klövensteen, einen Ort, wo Vogelfedern in Blumentöpfen wachsen.

Und da sitzt schon ein ganz dicker Befiederter, oben.

Ein weiterer Uhu sitzt am Boden – entgegen allen Beschreibungen in Büchern scheint hier gebrütet zu werden. Offenbar kann Natur nicht lesen.

Aber es gibt nicht nur Tierisches zu sehen – mysteriöse schwefelgelbe Ringe zum Beispiel. Der Schlammrest in der Mitte wird ausgiebig von Kindern zum Reinspringen genutzt.

Vom Wildschweingehege berichtete ich bereits. Selbstverständlich ist ein solch Corona-gefährlicher Treff wie der Aussichtsturm gesperrt.

Aus gleichem Grund ist ein Rundweg ausgeschildert. Man verlässt jetzt das Wildgehege nicht wieder durch den Eingang.

Die Mufflons haben sich zahlreich vermehrt.

Die unterschiedlich alten Widder präsentieren sich.

Baumstümpfe bieten An- und Einsichten.

Baumwurzel … – da hat doch wieder einer falschrum gepflanzt! „Das Grüne nach oben!“

… Alle trampeln auf Baumwurzeln rum …
So können Sehende sehen, wie umfassend Baumwurzelsysteme Bodenerosion vermeiden (bis sie kaputt oder ganz weg sind – meine Gewässerberichte sind voll von der Bedeutung der Bäume).

Die alte Hühnerrasse, das Lachshuhn, hinterlässt einen sehr guten Eindruck.

Die Pommerngänse sind entweder über die Besucher erregt oder haben interne Diskussionen – sie sind ordentlich laut.

Draussen liegt allerhand geschlagene Kiefer. Wer genauer hinsieht, erkennt Käfer(larven)spuren und Bohrlöcher.

Wo soviel Biomasse liegt, sind Nutzer nicht fern – vom Holz und von den Primärnutzern.

Wenn dieses beeindruckende, große Insekt man nicht der Helfer der Forstwirtschaft, eine Riesenschlupfwespe / „Holzwespen-Schlupfwespe“ ist.

Und dann ist dan noch eine … ? archäologische Fundstätte ? … Knochen, schwefelgelb bedeckt?!?

Bei Rundumblick klärt sich die Situation – im vorigen Foto waren diverse Äste von Massen von Pollen bedeckt, so, wie sich die Pollen auch an Rändern inzwischen versickerter Pfützen heute eindrucksvoll in Szene setzen.

Da waren gar keine Wildschweine im Beitrag? Gesehen haben wir einige wenige. Mehr Information über die Tiere im Wildgehege Klövensteen gibt`s online.

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Spaziergänge im Frühlingswald sind ein abwechslungsreicher Genuss. So ist eine Überquerung von Landesgrenzen SH – HH in den Klövensteen eine unserer regelhaften Aktivitäten, nicht zuletzt wenn Besuch aus der Bundeshauptstadt etwas unternehmen möchte. Südlich des Klövensteen verläuft die Wedeler Au durch abwechslungsreiches eiszeitgeprägtes Gelände der Hamburger Geest, bevor sie im Schleswig-Holsteinischen, zum Mühlenteich in Wedel aufgestaut, jenseits des Wehrs in die Marsch abstürzt.

„Hier oben“ ist „Tierchen-Gucken“ eine beliebte Angelegenheit.

Wir parken im Sandmoorweg an der Querung mit der Wedeler Au. Auch 2020 hat der Bach im Mai bereits extrem geringen Abfluss.

Ein kleiner Waldspaziergang bis wir unsere Untersuchungsstelle erreichen, erhöht die Spannung.

Angekommen. Bis vor wenigen Jahren lief hier in überbreitem, kaputt gebautem und -unterhaltenem Bachbett (gelbe Linien, symbolisch) kraftlos das Wasser der Wedeler Au Richtung Schleswig-Holstein. Die blaue und die grüne Teillinie rechts symbolisieren die wiedergewonnene „arbeitende Breite“ im Niedrig- und Mittelwasserprofil.

Darüber hinaus ist es noch gar nicht lange her, dass anstelle eines lebendigen Bachs stinkendes Abwasserableiten hier die Realität bestimmte. Zum Glück hat sich das geändert – zielgerichteter Abwasserrohrleitungs- und Kläranlagenbau seit Mitte der 1970er brachte die Gewässerqualität chemisch in die Richtung der geologisch bedingten Lokalverhältnisse.

Was fehlte, war die Lebensraumqualität. Der widmen sich seit Jahr(zehnt)en das hier zuständige Bezirksamt Altona sowie eine Vielzahl Engagierter, koordiniert vom NABU-Landesverband Hamburg. Die Stadtteilgruppe NABU Hamburg-West stellt die fortlaufende Beobachtung der Lebensraumverbesserungen aus Stein und Holz sicher.

Nun geht`s los. Heute haben wir das große Haushaltssieb am Besenstiel dabei.

Das wäre, vgl. Beitrag vom 21. Mai, am Amphibien-Teich im Sven-Simon-Park „zu fängig“ gewesen.   🙂

Aus Holzgetreibsel und organischem Sediment zeigen sich erste Würmchen.

Von unter Wasser liegenden, angetriebenen Ästen schüttelt die Fängerin unter anderem Eintagsfliegenlarven ab.

Und dann ist der Kies dran, mit Stiefelrubbeln etwas aufgewühlt, das Sieb in den Abstrom gehalten. – Das kribbelt und krabbelt. Gut das Sieb ausklopfen.

Und da sind sie, die Starter der Nahrungskette im naturnahen Bach: Bachflohkrebse jeden Alters, erkennbar an der Vielfalt der Größe (hier nur ein Beispielfoto). Sie zerkleinern ins Wasser fallende Blätter und bieten so einer Vielzahl weiterer Arten eine gute Nahrungsgrundlage.

Die Masse an jüngsten Stadien zeigt, dass die natürliche Vermehrung sehr gut klappt, der Lebensraum für den gesamten Entwicklungszyklus also offenbar gut ist.

Dazu gesellt sich die ein und andere Zweiflüglerlarve.

Damit lassen wir`s gut sein. Die Untersuchung sollte uns einen Eindruck vermitteln – und nicht den Lebensraum zerstören.

Wir wandern zurück, nutzen für ein kleines Picknick die oben gezeigte Bank.

Letzte Tiersichtung nahe unserem Parkplatz, Wedeler Au neben dem Kinder-Hospiz Sternenbrücke – ein Stockentenpaar.

Da noch Wanderlust besteht, setzen wir das Auto um – Parkplatz Wildgehege Klövensteen. Dazu demnächst mehr.

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In den vergangenen, langzeitig trockenen Jahren stellte sich unsere Vogeltränke, gern auch als Bad genutzt, trotz ihrer Kleinheit als Anziehungspunkt für Vögel heraus. Und nicht nur das, wie am noch etwas umständlich gehängten Vorgängerexemplar, Bericht vom 29 Mai 2018, zu sehen war.

Allerdings war angesichts heftigen Beschnitts von Büschen und Bäumen im Herbst 2017 ringsum die Vielfalt der Vögel zunächst sehr begrenzt – die Busch- und Bodenbrüter waren fast vollständig nach anderswo verzogen. – Das hat sich – möge die Beeinflussung der Gärtnerpraxis anhalten! – inzwischen geändert. Besonders freuen wir uns über die Rückkehr der Mönchsgrasmücken. Und, dass nach Nichtauslösen einer Wildtierkamera, gelegentlich mit zitternder Hand Fotos halbwegs gelingen.

Gestern gelang es: Mönchsgrasmücke, Weibchen, sitzt in der Vogeltränke.

Ich probier`s mal.

Ist da auch niemand?

Aaaaaahhhh ! ! !

Und nochmal …

Das muss ich weiterempfehlen!

Kurz danach traf ein Männchen, Kappe schwarz, ein. Eine Kohlmeise gesellte sich dazu – sowas geht ja gar nicht!

Bevor ich mich wieder ans Fenster, getarnt vom Plissee, angeschlichen hatte, war noch ein Spatzenweibchen erschienen.

Das war dann offenbar so ein Gewusel und Gestreite, dass alle ausser dem Spatzenweibchen schnellstens verschwanden.

Dem reichte es aus, in Ruhe zu trinken.

Das nachfolgende, ebenfalls einzeln trinkende Männchen habe ich nicht mehr fotografieren können.

Neben dem Eichhörnchen, Kohl- und Blaumeisen, Spatzen und Amseln, die die häufigsten Besucher sind, kommen regelmäßig Rotkehlchen und gelegentlich so große wie Wacholderdrossel (Herbst und Winter), Ringeltaube und Elster.

Auf das Wiedererscheinen von Heckenbraunelle, Zaunkönig und Kleiber warten wir noch.

P.S.: So ganz stimmt das oben Gesagte zur Wildtierkamera übrigens nicht. Neben uns, Nachbarn, dem Gärtner als Auslöser hat in der Testphase eine einzige Auslösung durch Vogel stattgefunden.   🙂

Am 25. Juli 2019 hat eine Kohlmeise die Kamera offenbar für einen Nistkasten gehalten. Ausführlich studierte sie, wieso die Linse nicht das Einschlüpfloch freigibt. Und zu allem Überfluss badete gerade im Hintergrund ein Amselhahn.

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Eigentlich wollte ich mal wieder über den Klövensteen berichten, Tiere in Wedeler Au und Wildgehege. Aktuelles lässt mich neuste Fotos präsentieren (Klövensteen folgt demnächst).

Regenschauer und Sturmböen haben es beschleunigt. Luftiges wird zu Zweidimensionalem.

Solche dichten, langen Teppiche auf öffentlichem Grund Richtung Ende Mai kennen wir seit unserem Herzug nach Wedel.

Kastanien-Alleen sind ganz schön produktiv. Wer massenhaft Kastanien zum Basteln oder Abliefern zur Wildfütterung sammeln will, muss mit den Blüten leben – alle anderen müssen das auch.

Also schön Vorsicht! liebe Fußgänger und Radfahrer in nächster Zeit. Erfahrungsgemäß nimmt unser Bauhof diese Pracht, die sich kompostierend und anfeuchtend entwickelt und zu potentieller Rutschbahn wird, nicht (so bald in den nächsten Wochen!) auf.

P.S.: „Wunder gibt es immer wieder!“ – Neu in 2020, 25. Mai: Heute Vormittag ist ein Kehrwagen durchgefahren. Jetzt werden die erstgefallenen Kastanienblüten sicherlich zu prima Kompost.

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Über den Elbhöhenweg im Westen Hamburgs habe ich öfter berichtet. Nun sollte es in den Sven-Simon-Park, nebendran, gehen. Naturerlebnis war angesagt.

Beeindruckende Anfahrt durch Rissen (das Norddeutsche Tiefland ist nicht überall flach), geparkt und rein geht`s in den Sven-Simon-Park.

An der Ausrüstung der Jüngsten der 3 „Generationen-Blondinen“ kann das Ziel – mitten auf den Elbhöhen! – erahnt werden. Wir erwarten, dass es nass wird.

Neben einem – trocken gefallenen – Regenauffangbecken finden wir den mit verstärkter Kunststofffolie gesicherten Teich. Der Himmelseindruck prägt den ersten Blick darauf.

Bei genauerem Hinsehen wird ein Ziel der Begierde sichtbar – Kauelkuacken!

Vorsichtig wird mit Puderzuckersieb am Stiel gekeschert. Die trocken gefallene Kunststofffolie zeigt die Frühjahrstrockenheit.

Erste Beute.

In ständigem Wechsel ziehen große Schwärme Kaulquappen durch den Teich – linienförmig.

… jegliche Art von Kunstformationen bildend.

Da ist mehr zu entdecken – Posthornschnecke …

… Schlammschnecken …

Egel – auf der Suche nach irgendwas.

Kaulquappen, Posthorn- und Schlammschnecken, Egel – Zeit zum Wiederaussetzen!

Schonendes Aussetzen will gelernt sein. Dies gleicht – aus Sicht der kleinen Organismen – sicherlich eher einem Sprung vom 10 m-Turm.

Kein Ekel vor Egeln! – Wir lernen von anderen, dass sie zur Zeit offenbar gern das Wasser verlassen. Das tut „unserer“ nach Aussetzen an Teichrand mit Schlammkontakt dann auch.

Die 3 Blondinen, gedoppelt – es gibt auch weiter mehr zu sehen.

Kleine Weissfische an der Wasseroberfläche – bei dem kleiner werdenden Wasserkörper und der auf großer Fläche intensiven Vegetation, die im Abbau dicken Schlamm aufgebaut hat, herrscht hier am Ende der Nacht sicherlich erheblicher Sauerstoffmangel.

Am Horizont ist auch ein kleiner Goldfisch zu entdecken.

Nach mehrfachem Füllen des Eimers mit diverser Beute und nun vorsichtigem Entleeren wird es Zeit, an den Rückweg zu denken – bzw. ihn anzutreten.

Der Sven-Simon-Park ist aufgrund seiner Charakteristik auf bewaldeter Moräne mit bewaldeten Dünen ein spannendes Feld – die Bäume, eine Vielfalt von Laub- und Nadelbäumen, zeigen die Boden- und Höhen- (Feuchtigkeits)verhältnisse. Sichtschneisen ermöglichen die Gruppenbewegung in diversen Entfernungen.

Und es gibt viel zu sehen – und aufzuheben! Auch für den Rückweg will also genügend Zeit eingeplant sein.

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Eigentlich wollten wir die verbliebenen Stecken für Treibselsammler an der ländlichen Mühlenau nutzen. Vandalismus zerstörte den Testsammler dort aber so, dass wir sie lieber an der städtischen Mühlenau einsetzten. – Da der Wille zu „Hölzchen & Stöckchen“ ungebrochen ist, wird der herbstliche Schnitt in Garten und Landschaft hinreichend Gelegenheit geben, geeignetere Stellen an der ländlichen Mühlenau damit zu verbessern.

Nun also Mühlenau, Pinneberg – einen ersten Eindruck von vor Ort habe ich bereits mit dem „Störtebeker“-Beitrag geliefert.

Die Umleitung gilt nun umgekehrt, vgl. Beitrag vom 14. Mai – die obere Brücke ist restauriert, „unsere“ für Treibselsammler genutzte ist jetzt dran.

Blick bachauf – dort soll es geschehen. Das Wasser ist klar, der bewegte Sand (hier im Foto nicht) sichtbar.

Bei guten Arbeitsbedingungen ist der erste Sammler schnell fertig – allerdings kürzer als vorgesehen, da unsichtbare Hindernisse weiteren Holzeinsatz stoppen.

Holztransport – wir entscheiden, versetzt gegenüber einen weiteren Sammler zu setzen.

Die grobe Richtung stimmt.

Feinarbeit am Ufer – die gegen Umläufigkeit dicht gestellten Hölzer werden so tief gerammt, dass keine Stolperfalle entsteht.

Alle Hölzer zur Wasserseite werden auf Mittelwasser-Niveau gebracht.

Fertig! – Wo sind sie denn?!?

Da sind sie ja!

Die weitere Entwicklung durch Bach-Dynamik wird zu gegebener Zeit hier im Blog vorgestellt.

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In den „Kies-Jahren Mühlenau“ tauchte gelegentlich der Begriff „Treibselsammler aus Holz“ auf. Anderswo wurden die realisiert, hier noch nicht.

Nach Knickpflege vor einigen Jahren entlang eines Grundstücks des NABU Pinneberg war eine gute Zahl Stecken gelagert worden. Die kamen nun nach und nach zum Einsatz.

Wohl dem, der solch von Art, Länge und Zuschnitt sehr gut vorbereitetes Material hat (Foto: WW) – da braucht man nur noch „wegarbeiten“! Dank geht an die Aktiven im NABU Pinneberg!

Wir entlasten das Ufer von übermäßiger Erosion, die Treibselsammler legen bewegten Sand in der Sohle fest und bauen neues Ufer auf.
Wenn anderes Treibgut kommt, baut das um die „Hölzchen und Stöckchen“ einen dreidimensionalen Lebensraum auf. Damit alles seine Richtigkeit hat, werden gegen Umläufigkeit Stecken dicht an dicht in die Böschung geklopft, bündig mit dem Boden abschliessend, damit keine Stolperfalle entsteht. Die wasserseitigen Stecken werden auf Mittelwasserhöhe runter
geklopft.

Aber erstmal müssen wir die Situation klären – Bauarbeiten an der Mühlenaubrücke Rehmen – Regioklinik Pinneberg.

Das macht eigentlich nix (die Brücke „brauchen wir nicht“), aber das Wasser sieht hier angetrübt aus. – Gucken wir also erstmal an der Querung bachab.

So ein Auwald-ähnlicher Bewuchs im Frühling – ein Genuss!

Bis hier könnten wir sogar direkt anfahren und kurzzeitig parken.

Gute Aussichten – auf schlechte Gewässersohle, bewegter Sand.

Dort ins Ufer werden wir den Treibselsammler einbinden.

Bachab der Brücke erodiert das Ufer stark Richtung Wanderweg – das werden wir zu stoppen versuchen.

Wir nutzen also die Umleitung. (Die Stelle an der oberen Brücke läuft uns ja nicht weg.)

Schnell sind gut 30 Hölzchen gesteckt – dicht am und ins Ufer, weiter auseinander Richtung Bachmitte.

Die Mühlenau läuft mit etwas über Niedrigwasserabfluss. Wie üblich richten wir die Sammlerhöhe wasserseitig auf Mittelwasser aus.

So sieht sich das vom Auwald aus an.

Der erste Sammler ist fertig.

Im Detail.

Auf zu neuen Taten.

Ja, auch bachab der Brücke „lohnt es sich“.

Hier, gut entfernt von der Brücke, soll es weiter gehen.

Schnell sind auch hier gut 30 Hölzer gesteckt und profiliert.

Das andere Ufer liegt verletzlich da – wir setzen einen kurzen Sammler.

Nebenbei lernen wir ein Bisschen über Flößerei im Kleinen.

Das Ufer und der Übergang HW – MW – NW sind gesichert.

Fertig.

Rückwärts verlassen wir den Ort des Geschehens.

Die ländliche Mühlenau wartet ebenfalls auf Treibselsammler an geeigneter Stelle. [Nachtrag 20. Mai: Und das bleibt auch erstmal so (die ländliche Mühlenau wartet weiter), nachdem ein Test-Treibselsammler systematisch von Vandalen zerstört wurde. Es wird sich ein geeigneter Platz finden – wir nutzen die restlich vorhandenen Stecken für die städtische Mühlenau, Pinneberg.]

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Da kam ein Hinweis, wer so viel Bachlebensraum verbessert, müsse auch mal wieder sein altes Hobby ausüben … – Also gut.

Ein Bisschen Bewegung kann nicht schaden – Anwandern durch vielfältige Landschaft, hier mit alten Zeuginnen der Vergangenheit.

In Bachnähe schlagen die Erlen aus. Im Hintergrund steht eine Eiche, Totholz, das die darauf ausgerichtete Natur noch Jahrzehnte nutzen kann.

Ein kleiner Bach im Norddeutschen Tiefland. Wir haben mal wieder Niedrigwasserabfluss, sieht fast wie ein Stillgewässer aus.

In weniger baumbestandenen, übermäßig belichteten Bereichen zeigen sich typische Negativfolgen – fädige Grün- und Blaualgen bilden dichte Bestände, die in langen Zotten im Wasser und auf dem Grund flottieren.

Dieses Übermaß an nicht verwertbarer Biomasse führt beim Absterben zu Sauerstoffmangel – ggf. bis hin zu Todeszonen.

Hier aber, rings um den Bach und insbesondere in den Zweigen der toten Eiche, tobt das Leben. Aus dem Wasser geschlüpfte Köcherfliegen vollführen ihren Hochzeitstanz – zu Hunderten.

Vorsichtshalber habe ich zweimal „blindlings“ in die Eiche fotografiert und wundere mich, wie diese ca. 1,5 cm langen Insekten zu sehen sind.

Ortswechsel, bachab.

Eine unserer Paradestellen, bekiest. Hier war die Kiesbank plan auf den Gewässergrund gelegt worden. Nach dem zweiten Winter, nach zweimaligem Belaichen durch Meerforellen, hatten Fische und die Eigendynamik des Bachs bei höherer Wasserführung diese Rausche entstehen lassen. – Jüngst wurde sie von Flussneunaugen wieder „neu“ gestaltet, als diese intensiv darin laichten.

Weiter bachab geht, nach vielen kleinen Exemplaren, ein etwas größerer Flussbarsch an die Angel. Der hohe Rücken zeigt sehr gute Nahrungsbedingungen und hervorragendes Abwachsen. Der flache Bauch ist das Ergebnis des offenbar schon stattgefundenen Laichens. – Glück muss der Fisch haben, er soll sich erstmal wieder dick futtern.

Kurz nach Sonnenuntergang – schnell sind 1,5 Stunden verflogen.

Zeit, nach Hause zu fahren.

Schönes Erlebnis beim Heimfahren in der Dämmerung: Es klopfte so bei 4mal laut ans Auto – große Käfer bzw. Nachtschmetterlinge wurden meine Opfer (nein, das war nicht das schöne Erlebnis). Als ich so nachdachte, dass da doch Nutzer sein müssten, erlebte ich 15 (!) im Schwarm zwischen den Chausseebäumen jagende Fledermäuse über mir! – Danach noch vereinzelt, die letzte kurz vor Erreichen unserer Tiefgarage: ca. 3 m über dem Auto „stand“ eine Fledermaus flatternd – musste wohl eine gerade geschnappte Beute verarbeiten. Auch ich erlebe das nicht alle Tage – toll !

 

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… und mit ihm Monat-spezifische Verkehrsopfer.

Immerhin scheint stellenweise die Larvenentwicklung bis zum Engerling und die Verwandlung über die Puppe zum erwachsenen Maikäfer noch möglich. – Mögen da Überlebende auch 2020 zur Vermehrung beitragen!

Schönes Frühlingswetter, morgenkühl bei stärkerem Nordwind – für „gut Rückenwind“ hinter dem Elbe-Hauptdeich radele ich mal wieder die Tour Wedel – Holm – Hetlingen – Wedel.

Holm – Buntes Vieh auf bunten Weiden.

Der Graureiher akzeptiert mich Dank Tarnung durch Knick-Grün.

(Junge (?) Kolk- (?)) Raben hatten offenbar Silbermöwen geärgert, vermutlich ihr Gelege bzw. Jungmöwen zu scharf angesehen. – Das haben sie nun davon, vertrieben mit Zwischenstopp auf Hochspannungsmast.

Die Silbermöwen landen nach Luftjagd und -kampf auf dem alten Elbdeich.

Ein Bisschen Ruhe.

Auf zu neuen Taten.

Richtung Hetlingen stehen 4 Störche auf der Wiese – führen die Idenburg-Brüter bereits ihre Jungen aus?

Ein Schaf – nackig – grüßt vom alten Elbdeich Hetlingen.

Da kommt auch die ganze Herde – nackig. Eisheilige und Schafskälte sind für diese Zeit altbekannte Begriffe.

Da soll mich doch der Teufel … – gehörntes Schaf auf dem Elbe-Hauptdeich Hetlingen.

Der Teufel bleibt ganz cool.

Hinterm Deich saust ein Austernfischer aus dem Bildbereich.

Das sind keine Schwimmblattpflanzen auf dem Kleisee an der NABU-Vogelstation – Massen Nonnengänse bevölkern Wasser- und Marschwiesenfläche.

Nochmal in anderer Ansicht.

Blick über die Elbe bei Fährmannssand – auflaufend Wasser, ca. 1 m über Tnw.

Auf dem Programm steht: Vordeichgraben ausbaggern.

Wie eine saubere Reihe riesige Kuhfladen – LandArt! Der Bagger legt einen Schlickhaufen neben dem anderen an.

Auch 2020 jede Menge Zwillingslämmer.

Blick von der Westmole des Schulauer Hafens über die Elbe. Vorn ist die scharf auflaufende Flut zu erahnen.

Die Elbe zeigt sich in diesen, unseren Corona-Zeiten ziemlich schiffsleer – ziemlich oft.

Das alte Hafenmeisterhaus auf der Ostmole – bald Historie, Hotel- und Ostmolenausbau laufen an.

Die auflaufende Flut und der von Nord auf die Hafenfläche blasende Wind gestalten wechselnde Wellenmuster.

Sumpfdotterblumen an der Tide-Wedeler Au / Binnenelbe, unmittelbar vor dem Übergang von der Marsch in die Geest.

Ein Stockentenerpel schillert in der Sonne.

Da kann ja nix mehr schiefgehen!

Ein gutes Motto – nicht nur für diesen Tag!

 

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Tour am ersten Mai, sonnig.

Tour am ersten Mai, sandig.

Tour am ersten Mai, steinig.

Tour am ersten Mai, naturnah.

Tour am ersten Mai, beschissen.

Ich werde mal die Spezi-Fachwelt fragen, ob das vom Otter stammt. Bei aller Liebe, zum Fährtensucher per „Losung-Riechen“ (der Schiet soll sehr spezifisch riechen – ich glaub`s gerne) wollte ich mich nie fortbilden lassen. Dafür finde ich zu oft zu schöne Fußabdrücke!

Tour am ersten Mai, kugelrund.

Dazu eine kleine Geschichte „ut miene Stromtied“: Vor einem internationalen Kongress zu (überall auf der Welt allzu giftigem) Baggergut führte ein US-Kollege einen niederländischen Freund und mich über ein Spülfeld mit Giftschlamm. Das sah prima aus (wenn man das Wissen um den Giftschlamm mal weglässt), hatte sich von Flüssigschlamm über Bodenbildung und Sukzession vielfältig begrünt. Mir fiel auf, dass die beiden Vorauseilenden sich oft bückten, besprachen. – Nach einer ganzen Zeit sah ich etwas Weisses, nach dem sie sich bückten, es aufhoben und in einen Beutel steckten. – Igitt, Pilze von einem Spülfeld?!? Wenn etwas giftig angereichert ist auf solchem Grund, sind es Pilze … – Langer Rede kurzer Sinn: Gesammelt wurden Golfbälle (!), in großer Zahl. Die Aussage dazu (wenn man`s weiss, immer wieder bestätigt): Irgendwie ist es das Schicksal eines Golfballs, letztlich auf einem Spülfeld zu landen. [Und die Auflösung dieses Rätselhaften???]

Zurück zum 1. Mai 2020.

Tour am ersten Mai, turbulent.

Tour am ersten Mai, rasend.

Tour am ersten Mai, belebend.

Im gelben Kreis sind zwei Laichkuhlen von Flussneunaugen sichtbar.

Tour am ersten Mai, berauschend.

Das Vorstehende fand per Anfahrt mit Pkw im Kreis PI statt.

Am Nachmittag folgte eine sonnige Radtour in Wedel, Stadt mit frischem Wind.

Tour am ersten Mai, zufrieden – vor dem Gewitterguss trocken zu Hause!

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