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Archive for the ‘Vögel’ Category

In den vergangenen, langzeitig trockenen Jahren stellte sich unsere Vogeltränke, gern auch als Bad genutzt, trotz ihrer Kleinheit als Anziehungspunkt für Vögel heraus. Und nicht nur das, wie am noch etwas umständlich gehängten Vorgängerexemplar, Bericht vom 29 Mai 2018, zu sehen war.

Allerdings war angesichts heftigen Beschnitts von Büschen und Bäumen im Herbst 2017 ringsum die Vielfalt der Vögel zunächst sehr begrenzt – die Busch- und Bodenbrüter waren fast vollständig nach anderswo verzogen. – Das hat sich – möge die Beeinflussung der Gärtnerpraxis anhalten! – inzwischen geändert. Besonders freuen wir uns über die Rückkehr der Mönchsgrasmücken. Und, dass nach Nichtauslösen einer Wildtierkamera, gelegentlich mit zitternder Hand Fotos halbwegs gelingen.

Gestern gelang es: Mönchsgrasmücke, Weibchen, sitzt in der Vogeltränke.

Ich probier`s mal.

Ist da auch niemand?

Aaaaaahhhh ! ! !

Und nochmal …

Das muss ich weiterempfehlen!

Kurz danach traf ein Männchen, Kappe schwarz, ein. Eine Kohlmeise gesellte sich dazu – sowas geht ja gar nicht!

Bevor ich mich wieder ans Fenster, getarnt vom Plissee, angeschlichen hatte, war noch ein Spatzenweibchen erschienen.

Das war dann offenbar so ein Gewusel und Gestreite, dass alle ausser dem Spatzenweibchen schnellstens verschwanden.

Dem reichte es aus, in Ruhe zu trinken.

Das nachfolgende, ebenfalls einzeln trinkende Männchen habe ich nicht mehr fotografieren können.

Neben dem Eichhörnchen, Kohl- und Blaumeisen, Spatzen und Amseln, die die häufigsten Besucher sind, kommen regelmäßig Rotkehlchen und gelegentlich so große wie Wacholderdrossel (Herbst und Winter), Ringeltaube und Elster.

Auf das Wiedererscheinen von Heckenbraunelle, Zaunkönig und Kleiber warten wir noch.

P.S.: So ganz stimmt das oben Gesagte zur Wildtierkamera übrigens nicht. Neben uns, Nachbarn, dem Gärtner als Auslöser hat in der Testphase eine einzige Auslösung durch Vogel stattgefunden.   🙂

Am 25. Juli 2019 hat eine Kohlmeise die Kamera offenbar für einen Nistkasten gehalten. Ausführlich studierte sie, wieso die Linse nicht das Einschlüpfloch freigibt. Und zu allem Überfluss badete gerade im Hintergrund ein Amselhahn.

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… und mit ihm Monat-spezifische Verkehrsopfer.

Immerhin scheint stellenweise die Larvenentwicklung bis zum Engerling und die Verwandlung über die Puppe zum erwachsenen Maikäfer noch möglich. – Mögen da Überlebende auch 2020 zur Vermehrung beitragen!

Schönes Frühlingswetter, morgenkühl bei stärkerem Nordwind – für „gut Rückenwind“ hinter dem Elbe-Hauptdeich radele ich mal wieder die Tour Wedel – Holm – Hetlingen – Wedel.

Holm – Buntes Vieh auf bunten Weiden.

Der Graureiher akzeptiert mich Dank Tarnung durch Knick-Grün.

(Junge (?) Kolk- (?)) Raben hatten offenbar Silbermöwen geärgert, vermutlich ihr Gelege bzw. Jungmöwen zu scharf angesehen. – Das haben sie nun davon, vertrieben mit Zwischenstopp auf Hochspannungsmast.

Die Silbermöwen landen nach Luftjagd und -kampf auf dem alten Elbdeich.

Ein Bisschen Ruhe.

Auf zu neuen Taten.

Richtung Hetlingen stehen 4 Störche auf der Wiese – führen die Idenburg-Brüter bereits ihre Jungen aus?

Ein Schaf – nackig – grüßt vom alten Elbdeich Hetlingen.

Da kommt auch die ganze Herde – nackig. Eisheilige und Schafskälte sind für diese Zeit altbekannte Begriffe.

Da soll mich doch der Teufel … – gehörntes Schaf auf dem Elbe-Hauptdeich Hetlingen.

Der Teufel bleibt ganz cool.

Hinterm Deich saust ein Austernfischer aus dem Bildbereich.

Das sind keine Schwimmblattpflanzen auf dem Kleisee an der NABU-Vogelstation – Massen Nonnengänse bevölkern Wasser- und Marschwiesenfläche.

Nochmal in anderer Ansicht.

Blick über die Elbe bei Fährmannssand – auflaufend Wasser, ca. 1 m über Tnw.

Auf dem Programm steht: Vordeichgraben ausbaggern.

Wie eine saubere Reihe riesige Kuhfladen – LandArt! Der Bagger legt einen Schlickhaufen neben dem anderen an.

Auch 2020 jede Menge Zwillingslämmer.

Blick von der Westmole des Schulauer Hafens über die Elbe. Vorn ist die scharf auflaufende Flut zu erahnen.

Die Elbe zeigt sich in diesen, unseren Corona-Zeiten ziemlich schiffsleer – ziemlich oft.

Das alte Hafenmeisterhaus auf der Ostmole – bald Historie, Hotel- und Ostmolenausbau laufen an.

Die auflaufende Flut und der von Nord auf die Hafenfläche blasende Wind gestalten wechselnde Wellenmuster.

Sumpfdotterblumen an der Tide-Wedeler Au / Binnenelbe, unmittelbar vor dem Übergang von der Marsch in die Geest.

Ein Stockentenerpel schillert in der Sonne.

Da kann ja nix mehr schiefgehen!

Ein gutes Motto – nicht nur für diesen Tag!

 

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Der Krückaupark in Elmshorn ist sehr vielfältig, die Krückau durfte etliche Windungen behalten und ist von standorttypischen Bäumen begleitet (dazu folgt demnächst ein eigener Beitrag), es gibt sogar kleine, naturnahe Auwaldbereiche mit Vertiefungen und Feuchteunterschieden. An anderen Stellen, mit Baumverlust (oder -vernichtung) sehen aufmerksame Beobachter, wie ein Gewässer Qualität verliert. Das folgende Foto zeigt eine unbeschattete, überheizte Partie. Allerdings ist aufgrund des Fehlens von Bäumen das Nebengewässer gut zu erkennen.

Krückau im Krückaupark bei Tideniedrigwasser und geringer Wasserführung.

Der Graureiher im Stillgewässer gegenüber wird aufmerksam.

Schnell merkt er, dass keine Gefahr droht und setzt seine Pirsch fort.

[Zum Graureiher und den Flussneunaugen an der Mühlenau, Pinneberg (vgl. Beitrag vom 12. April 2020), gibt es übrigens inzwischen einen kleinen Film bei erutario.]

Das scheue Teichhuhn bleibt lieber im Hintergrund.

Schlaue Rabenvögel gucken sich auf den bei Ebbe trocken gefallenen Auwaldflächen um – offenbar ein interessanter Futterplatz (sitzen die Lücken zwischen Wurzeln und Totholz voller junger Wollhandkrabben?).

Wander- und Radwege durchziehen das Gelände, meist lohnt es, von Brücken mal nach links und rechts zu gucken. – Und …

… den Blick nach unten sollte man nicht vergessen. Kein Wunder bei dieser Vielfalt von Kleinlebensräumen: Spuren vom Fischotter (und vom Graureiher) auf frei gefallener Gewässersohle bei Ebbe.

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Es ist wieder so eine Zeit, an den seit 2017 in die hiesigen Moränenbäche eingebrachten Kiesen Verbesserungen der ökologischen Kreisläufe zu erkennen. Über die Meerforellenlaichbetten im Übergang 2019 / 2020 habe ich berichtet.

Nun boomt es wieder, fast überall.

Die Flussneunaugen sind auf ihrer Laichwanderung bis in Quellbäche auf den Kiesen angekommen.

Die Pinnaubrücke Hindenburgdamm, Pinneberg – bekannter Ort aus diversen Blogberichten. – Da ist doch was!

Noch nicht ganz Tideniedrigwasser, die Pinnau trüb. – Wie üblich: In der Anströmkante des Kieses sind Veränderungen sichtbar. Flussneunaugen haben hier inzwischen zwei Laichgruben angelegt.

Wer bei noch tieferem Tideniedrigwasser von der Brücke runterguckt, kann bis zu 20 Tiere in der Laichgrube mit jetzt über 50 cm Durchmesser „bei der Arbeit“ beobachten. – Und die arbeiten (sich ab und gehen nach dem Laichen zugrunde. Auch die Leichen finden begeisterte Nutzer.).

Anderer Bach, andere Örtlichkeit – auch hier ist etwas zu sehen.

Mit ein Bisschen Vorstellungskraft sind bis zu 5 Kuhlen erkennbar. Bislang sind die noch nicht weiter „ausgearbeitet“.

Ja, und dann …

Herzlichen Dank an Hans Rutar, http://www.erutario.de , der diesen erfolgreichen Oster-Reiher mailte.

Alle Mühlenau-Interessierten können diesen (oder Kolleginnen / Kollegen) Reiher mit Glück in Ruhe beobachten. Auf dem Foto steht er gerade querab vom B-Plan Mühlenauquartier, von dem ebenfalls hier im Blog ausführlich im Zusammenhang mit umfangreichem Bekiesen berichtet wurde.

Mehr natürlicher Gewässergrund, wiederbelebte Strömung, mehr Wirbellose („Fischfutter“), mehr Fisch, mehr Fischesser – seien sie Gefiederte (auch dieser) oder Bepelzte. So sehen lebendigere Bäche und Flüsse aus.

Na denn, Frohe Ostern!

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Ganz klar: Am Weltwassertag muss ich „Wasser gucken!“.

Wir sind angesichts Corona angehalten, keine Ansammlungen zu bilden und Abstand zu halten. Weitere Entscheidungen richten sich nach der Entwicklung der Lage und unserem Verhalten.

Bewegung an frischer Luft ist für die Gesundheit unverzichtbar, mögen die kommenden Beschlüsse von Bund und Ländern nicht zuletzt hierauf Bezug nehmen.

Das Wetter ist gut, der diesjährige Weltwassertag steht unter dem Motto „Wasser und Klimawandel“. Dazu wird mir beim Radeln sicherlich etwas einfallen, zumal ich im „Baumschulland“ unterwegs bin. Für die Grüne Zunft, die den Boden bearbeitet und zwingend auf hinreichend Wasser (aber nicht mehr) angewiesen ist, hat die WHO auf maßvollen Umgang, die dringend erforderliche Anpassung an den Klimawandel hingewiesen (diverse Gutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen haben sich in breitem, praxisbezogenem Themenspektrum auch damit befasst, Download Zusammenfassung).

Kleiner Rückblick auf den gestrigen Frühlingsanfang: angesichts geringer angesagter Windstärken als bisher haben wir die „Marini-Saison“ eingeleitet. Familie und Vorübergehende freuen sich.

Auf nach Pinneberg – es ist noch früh, ein ssssteifer Ostwind brrrist.

Und schon geht`s los – die WHO hat Recht. Im Umgang mit Boden und Wasser müssen die „grünen Berufe“ endlich durchweg Grundlagen akzeptieren und sich anpassen. Der bisherige Umgang mit Wasser und Boden ist allzu häufig inakzeptabel.

Es ist ein Kreuz! – Wo Landschaft ausgeräumt und zu Gegend gemacht wird (die Bundeslandwirtschaftsministerin hat die Begriffe verwechselt!), wird für „Agrar“ kein Platz mehr sein. Die Akzeptanz der Steuerzahler, pauschal zu subventionieren, schwindet.

Das ist Pinneberg, sonntags Richtung high noon – nicht normal?

Ja, wer die Ecke kennt, meint, sich zu vergucken! Der Blick geht von der Friedrich-Ebert-Straße Richtung Hans-Hermann-Kath-Brücke, nach rechts zweigt die Elmshorner Straße ab.

Für Nichteingeweihte und Fremde: das ist eine wesentliche Kreuzung in dieser verkehrsreichen Stadt. Normal sieht man hier nur „Blech“. – Offenbar halten sich alle sehr gut an die Corona-Hinweise. Wir sind gespannt, ob Bund und Länder das zu würdigen wissen.

Das vorherige Foto habe ich vorgezogen wegen des grundlegenden Eindrucks. – Real kreuze ich zunächst die belebte Mühlenau, Nebenflüsschen der Pinnau, über die Christiansenwegbrücke. Wo es vorher schlapp vor sich hin floss, beherrscht jetzt Turbulenz das Bild.

Blick bachauf nach Unterqueren der Bahntrasse – die belebte Mühlenau in der bekannten, gefällereichen Kurve.

Durch den Stadtwald Fahlt bin ich weiter geradelt, erreiche die Pinnau an der Brücke Hindenburgdamm. Der Kies ist noch da! Gut sieht er aus.

Dazu gibt es eine kleine Geschichte. Einer der Kies-Aktiven sprach mich in den vergangenen Wochen an, er sei bei Tideniedrigwasser hier auf der Brücke gewesen – der Kies sei nicht mehr da! Die Lösung des Rätsels: Seit Februar hatten die wiederholt starken Niederschläge den Abfluss der Gewässer bis vor Kurzem stark erhöht. Dreimal wurde mittleres Hochwasser erreicht, erhalten gebliebene Hochwasserstauräume pufferten, so dass in Städten bachab keine Schäden entstanden. Dazwischen wurden mittlere Verhältnisse nicht erreicht, reale Tideniedrigwasserstände lagen über mittlerem Tidehochwasser, so dass auf online-Abbildungen die Tnw-Marke gar nicht sichtbar war. Dementsprechend war auch der Kies „weg“. [Falls jemand den Link nutzt: aktuell, 22. März, ist angesichts des Ostwinds und der niedriger als normal ausfallenden Flut- und Ebbe-Stände der Elbe hier in der Pinnau fast gar keine „Flut“ erkennbar.]

Wie gut, dass die Pinnauwiesen bachauf der Stadt – sie laufen nun langsam leer – vor Bebauung geschützt wurden. Die Hochwasserlage, wie in fast allen Städten mit Gier als Lenker der Bebauungsplanung, ist auch schon vor erkanntem Klimawandel weitgehend prekär gewesen.

Möge inzwischen allen ein Licht aufgegangen sein.

Bachab Hindenburgdamm: Hilfsweiser Hochwasserschutz an fehlgeleiteten Planungen der Vergangenheit – das ist wohl nochmal gutgegangen.

Von der Friedrich-Ebert-Straße blicke ich Pinnau-aufwärts. Möge auch hier für engste Innenstadtbebauung angesichts neuer Bauaktivitäten hilfsweise neue Rückhaltung von Niederschlägen und Abflüssen entstehen!

Auf dem Rückweg komme ich noch einmal an der Mühlenau vorbei. Wie in diversen Blog-Berichten zu lesen, hat hier am B-Plan Mühlenauquartier nicht nur die Planung mit Gewässerrandstreifen und Hochwasserrückhalt, sondern auch die Kooperation für eine lebendigere Mühlenau beispielhaft funktioniert. Besten Dank nochmals!

Auf der Piste Richtung Wedel begegne ich noch einem ganz wesentlichen Symbol.

Scharfen Auges wollen wir die Entwicklung unseres Umfelds, unserer Umwelt konstruktiv-kritisch weiter begleiten.

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Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs, das Leben geht weiter. Es erfreut mich, dass der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie die Bundesärzteschaft die Politik vor pauschalen, nicht begründet lokal nachvollziehbaren Ausgangssperren warnen.

Warum soll die sich vernünftig verhaltende Gesamtbevölkerung wegen ein paar Ignoranten eingesperrt werden ? ! ? Die genannten Verbände warnen vor unnötigem Erzeugen einer gespenstischen Atmosphäre, Kommentatoren weisen sachlich darauf hin, dass in „familiärer“ Enge Frauen eher durch Gewalt gefährdet sind. – Das ist wohl leider so.

Geniessen wir also – mit gutem Abstand zueinander – frische Luft. Rings um uns „tobt“ die Natur, der Jahreszeit entsprechend.

Bevor ich also gelegentlich auf angekündigte Baggeransichten im Elbe-Geschehen komme, folgt hier Tierisches.

Radeln hinterm Deich, Wedel – Hetlingen – Wedel. Der Blick vom Sperrwerk Wedeler Au zeigt, dass demnächst die erneuerte Brücke über die Binnenelbe frei gegeben wird. Wir freuen uns drauf.

Querab Fährmannssand begegne ich dem ersten Schwarm Nonnengänse, ein paar Silbermöwen davor.

Weil`s der erste ist, nochmal ein Detail mit Möwen, hochkant.

In dichter Packung äst ein weiterer Schwarm querab NABU-Vogelstation. Nicht weit davon entfernt ein dritter.

Irgendwie ist bei mir schnelles Schätzen automatisch vorprogrammiert, seit wir seit 2016 diese Marscherlebnisse geniessen können. Wenn`s „zu dicke“ kommt, zähle ich nochmal eine Teilmenge, um meine Schätzung zu verifizieren (ggf. anzupassen). So bei 3. bis 5.000 Exemplare pro Schwarm sind es – bei bisher 3 Schwärmen also 9. bis 15.000 Nonnengänse.

Und dann geht`s los. Der hintere Schwarm wurde hochgebracht – warum auch immer, überzieht den vor mir, ihn auch aufstörend.

Die Luft wird voller – voller Vögel.

Nach und nach orientieren sich die Gänse.

Aber wohin?

Wie das meist üblich ist, kehren die Flieger an vorherige Plätze zurück. In diesem Fall packen sich beide Schwärme dicht zusammen.

Damit mir das nicht zu einseitig, langweilig wird, rufen – nicht zum ersten Mal – 15 Kraniche über mir (Ausschnitt).

Weiter geht`s Richtung Hetlingen. Nahe Giesensand äst ein weiterer Schwarm Nonnengänse, darüber etliche Teilschwärme in unterschiedlicher Höhe bis an den Horizont.

Insgesamt sehe ich 7 große Schwärme auf dieser Tour (die Platzwechsler nicht gezählt). Das sind ganz offensichtlich angesichts der großen Gesamtzahl bei um die 30.000 Tiere Nonnengänse, die von Westen über uns mit Zwischenrast zu ihren Brutplätzen unterwegs sind.

Ein großer Schwarm Lachmöwen sitzt auf einer Wiese vor der Baustelle Klärwerk Hetlingen. – Klärwerke sind angesichts Veränderungen im Stand der Technik eigentlich immer Dauerbaustellen, zum Wohl unserer Gewässer und unserer Gesundheit.

Ganz offensichtlich wir hier aber nicht nur gerastet. An mehreren Stellen fielen mir schon Starenschwärme in 100-150er-Individuenstärke auf. Zwischen anderen Vögeln ist anscheinend irgendetwas Interessantes zu finden.

Vor dem Deich scheint es auch interessant – da verschwindet gerade jemand im Ganzkörperkondom im Röhricht. – Darf der das, ein Ornitho-Mane oder ein autorisierter Forscher?

Das Röhricht des Vorjahrs / Reet geht inzwischen weitgehend in Auflösung über – Platz schaffen für neuen Wuchs.

Silbern glitzert das Wasser der Elbe bei Tidehochwasser über dem Süßwasserwatt.

Zum Abschluss Vierbeiniges – die Osterlämmer sind schon da! Zahlreich bevölkern sie die Wiesen sowie den Deich rund um Hetlinger Schanze.

In dem Sinn: Ich wünsche allen gute Erlebnisse im Freien!

Und immer schön Abstand halten.

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In diesem Jahr wird ein Fachmann im Auftrag des Landes SH die Besiedlung einiger beispielhafter Kieseinbringungen in der Mühlenau auf Besiedlung mit Gewässerorganismen untersuchen. Dazu habe ich gestern etwa die doppelte Anzahl von Kiesbänken vorgestellt, wie beauftragt sind. So besteht freie Auswahl.

Die Bereisung – nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser – fand bei einem Wasserstand von ca. 10 cm über mittlerem Abfluss statt, so dass sehr gute Sichtverhältnisse ins Gewässer bestanden.

An einer Stelle, an der ein über die gesamte Bachbreite gehendes, langes Kiesbett mit nur geringer Strömungsturbulenz angelegt war, sieht es nun anders aus.

Eigentlich hatten wir vorgehabt, gelegentlich für mehr Varianz zu sorgen.

DAS ist eine Leistung! Der gesamte Kies ist von Meerforellen zu einer steilen Rausche „umgebaut“. Gute Turbulenz herrscht nun.

Also brauchen wir hier nichts mehr zu verändern – auch gut.

Weiter bachab, eine Kurvenpartie – 3 Meerforellenlaichbetten.

Nicht schlecht – neulich drückte durch die fischgemachte Kiesverlegung die Strömung noch in die Kurve. Weitere Laichaktivitäten haben den Strömungsverlauf jetzt für das linke Ufer entschärft.

In den aufgetürmten Rauschen sitzen nun die Fischlarven und zehren ihren Dottersack auf. Danach lernen sie an kleinsten Organismen im Kieslückensystem das Fressen, kommen bald ins Freiwasser raus. Gute Verstecke – die Forellen sind schon als „Youngster“ äusserst aggressiv – sind dann wichtiger Bestandteil für das weitere Schicksal der Kleinen auf dem Weg zum erwachsenen Fisch. Nach einem oder zwei Jahren Aufenthalt im Bach erfolgt die Wanderung ins Meer. Der Großfisch sucht später seinen Geburtsbereich wieder zum Laichen auf.

Wir staunen in Pinneberg, querab der S-Bahn – 2 potentielle Weihnachtsgänse haben den Dezember 2019 überlebt.

Die städtische Mühlenau, querab vom B-Plan Mühlenauquartier, sieht prima aus nach dem Hochwasser.

So soll es sein. Die Bekiesungen (anderswo) können also weitergehen. Hier werden wir die Böschung der Lenkbuhnen, wo es zum Schutz der Uferpartien erforderlich ist, bei Bedarf nachbekiesen.

Blick bachauf, zur Brücke Christiansenweg / Fuß-, Radweg zur S-Bahn Pinneberg, sieht auch prima aus.

Am Sonnabend, 13. Juni, 10 Uhr, werden wir vom Treffpunkt an der Südseite der S-Bahnstation aus eine Radtour entlang Mühlenau und Pinnau im Stadtgebiet durchführen. Dabei wird auch die Besiedlung der Kiese mit allerlei Tieren sowie die Pflanzenwelt ringsum angesehen und erläutert.

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Erster Vortrag 2020 – Barmstedt, Krückau-Einzugsgebiet.

Das war gestern Abend. Herzlichen Dank den gut 50 Interessierten für spezielle Hinweise, Kontaktaufnahme und informative Diskussion! – Bessere Bäche und kleine Flüsse? Wir schaffen das.

Der Inhalt des Vortrags ist – ohne lokale Besonderheiten, die jeweils nach Vortragsort wechseln – veröffentlicht und hier nachzulesen.

Wer den Vortrag (noch) einmal hören und sehen möchte, hat im Februar die Möglichkeit dazu:

Interessierte sind herzlich willkommen.

Wer kein Exemplar der ausgelegten Broschüre „Bessere Bäche – Praxistipps – Bereits geringer Aufwand bringt große Erfolge für den Lebensraum“ abbekommen hat, kann den Inhalt online ansehen, ggf. die pdf-Datei herunterladen.

Nach der gestrigen Veranstaltung wies mich Gerd Janssen auf eine Arbeit zu Meerforellen Schleswig-Holsteins aus dem Jahr 1974 hin. Darin hat Claus Gehlhaar die früher reiche ökologische Situation und Produktion hiesiger Bäche und kleiner Flüsse dargestellt. Das Wissen um deren vom Menschen zwischenzeitig zerstörten Reichtum sollte Grundlage und Ziel unseres Handelns bestimmen.

Dieses Wissen darf nicht in Vergessenheit geraten. Es baut auch falschen Einstufungen vor, die durch bloßen Besuch und Fehlinterpretationen der heutigen Wüsteneien ansonsten allzu leicht entstehen.

In diesem Sinn wünsche ich allen Freundinnen und Freunden unserer Bäche und kleinen (auch der großen) Flüsse gutes Gelingen im Jahr 2020.

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Meist fahre ich die Tour Wedel-Hetlingen „linksrum“, gegen den Uhrzeigersinn. Ich entscheide mich gelegentlich anders, wenn entsprechende Windrichtungen und / oder -stärken mich veranlassen, Gegenwind hinter dem Deich zu vermeiden.

Im neuen Jahr war das nun schon zweimal der Fall. Im Folgenden bringe ich Fotos vom 2. und 5. Januar zusammen – das wird sicherlich an dem einen oder anderen Bruch zu erkennen sein. Am ersten Tag hatte es nachts gefroren, am zweiten sorgte immerhin kalter, ziehender Wind dafür, dass feuchte Stellen punktuell bis flächenhaft überfroren sein konnten. Ein Bisschen mehr Aufmerksamkeit als sowieso war also angebracht.

Wedeler Binnenelbe querab Austraße – es geht auf Tidehochwasser zu.

An Teilen des Himmels lässt sich das „Zuziehen“ bereits nachvollziehen.

Richtung Nordwest sieht es aber sehr passabel aus – ich radele unter der Sonne.

Blick vom Hauptdeich über die – volle – Binnenelbe auf Wedel in der Morgensonne. Dahinter, über der Geest, ein gut kontrastierender, dunkler Himmel.

Auf dem Sperrwerk Wedeler Au – Deichschafe im Gegenlicht.

Manch einer mag den Blick / das Foto „mit der Sonne“ vorziehen – Licht und Schatten.

Die Brückenbaustelle Langer Damm – Röhrichte und Tideauwald angestrahlt.

Vor dem Sperrwerk, die Elbe, Thw – „die Wanne ist voll“.

Bereich Süßwasserwatt Fährmannssand – die Elbe bei Tidehochwasser, Butendeich-Farben – Möwenweiss auf einer Buhne.

Die Hochspannungsleitungen über die Elbe jenseits Hetlingen – auch vom dortigen Horizont ist das Zuziehen des Himmels nun erkennbar.

Himmelspiegeln – seltener Anblick im, nun vollen, Marschgraben querab NABU-Vogelstation.

Kurze Strecke weiter hatte ich ein unerwartetes Treffen, über das ich in einem eigenen Beitrag berichten werde.

Baldige Verdunklung kommt näher.

Beim alten Hetlinger Heuhafen radele ich nochmal auf den Deich, Tideröhricht in letztem, morgendlichem Gegenlicht.

Hinterm Deich, Marschgraben Giesensand – Raureif und Randfrost.

Dann doch schneller als gedacht – am Himmel vereinigen sich Wolkenpartien, eine schnelle, tiefere Front zieht alles zu.

Schon ulkig, so eine Entwicklung an zwei Tagen an gleicher Stelle und in ähnlicher Geschwindigkeit – ich stelle das Fotografieren ein. Angesichts weniger Grad über Null sehe ich zu, nach Wedel zu kommen – halbwegs gegenwindwindfrei angesichts Baum-, Wald- und Knickpartien.

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Am Vorabend kam das Kinderfeuerwerk gut an.

Das alte Jahr ging gut zu Ende.

Am Neujahrsmorgen dachten wir zunächst – klare Sicht – über die eine oder andere Fahr-Alternative nach. Dann kam, wie von anderswo bereits im Verkehrsfunk verkündet, der Nebel – dicht.

So schwang ich mich auf`s Rad, während andere andere lokale Freiluftaktion wählten.

Neujahr im Autal.

Mancherorts waren Weidetiere von bebauungsnahen Weiden zum Jahreswechsel in den Stall transportiert worden.

Andernorts blieben offenbar Störungs-Unanfällige draussen.

Sie wirkten sehr zufrieden.

Kein Wunder, war doch noch gut Futter am Futterplatz – und draussen vor dem Zaun steht schon der Nachschub.

Na denn, alles Gute für 2020!

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