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Archive for the ‘Vögel’ Category

So lagen 2 Lkw Kies morgens unmittelbar am Ufer der Pinnau – geschützt. Vorn ist eine Viehtränke zu erkennen.

Wie im vorigen Artikel beschrieben, der das linksufrige Bekiesen einer Rauen Rampe darstellt, sollte noch ein großer Drehkolk auf Wunsch von Wasserverband und Wasserbehörde uferseitig entlastet werden. Im ersten Angang hatten wir, vgl. Bericht vom 5. Juli, es hier am linken Ufer mit Teilbekiesen der Seiten und Fixieren einer mittigen Reststruktur aus der Herstellungszeit (Durchgängigkeit vom Wehr zur Rauen Rampe, Anlegen des Sandfangs bachauf) bewenden lassen.

Hier, bachauf gesehen, der große Drehkolk. Er entwickelte sich über Jahre, hatte seit Längerem die mit Pfählen „gesicherte“ gerade Ausbaulinie durchbrochen.

Im Foto zu erkennen ist unsere Unterbrechung der Drehströmung landseits der verbliebenen Pfähle von Anfang Juli durch inzwischen teilbewachsene Kiesschüttung. Der weiter hinten sichtbare Kies ist eine der beiden Seitenentlastungen.

Ergänzend sollen nun die beiden kiesfrei gebliebenen Partien bekiest werden.

Den Saugschlauch der Viehtränke legten wir sicherheitshalber für die Arbeitsphase auf Land.

Der Telelader Merlo fährt seine beladene Schaufel über den Zaun …

… senkt ab und lässt den Kies ufernah in die Pinnau rutschen.

Nach Beschicken des Punkts bachauf ist nun der abwärts liegende Punkt dran.

Schon erstaunlich, was so ein Kolk bei seitlicher Zugabe schluckt. Der Kies rutscht und rutscht, bis sich der Schüttwinkel aufbaut.

So wirklich überraschend ist das nicht, schliesslich „baut“ man in einem Gewässer, schon gar in einem gestörten, so stark Erosionssand führenden, einen Kolk, ein Strudelloch, nicht! Der entsteht aus Hydraulik – aus dem „stillen Wasser“ (ist ein „stilles Wasser“ wirklich immer tief??) wird mit Abflusssteigerung Richtung Hochwasserführung eine Bestie.

Diese vereinfachte Darstellung des Verhaltens von Kolken und Rauschen bei Änderung der Wasserführung habe ich, basierend auf Versuchsdaten des amerikanischen Fachmanns Thomas Lisle (1979), skizziert.

Wer sich im Wasserbau nicht auf diese Grundlagen einlässt, wird die „Bestie“ nie dressieren können. Das ist in unserer hochgenutzten Kulturlandschaft an den meisten Stellen aber erforderlich. Beste Lösung wäre zweifellos, die Sohlhöhe der extrem eingeschnittenen Entwässerungskanäle Richtung Naturnähe wieder anzuheben, eine Grund-Sohlstruktur zu entwickeln und dem Gewässer dann zur Eigenentwicklung Raum zu geben.

Das allerdings ist für ALLE Gewässer nichts als ein schöner Traum. Wir arbeiten also „instream“ weiter an den 80-90 % der Strecken, für die schlicht das Geld für flächenhafte Entwicklung fehlt.

Während der Arbeiten haben sich die Rinder, wegen denen der lagernde Kies eingezäunt war, interessiert zu uns herangefressen.

Nach und nach guckt immer mal eins näher vorbei.

Dank engagiertem und versiertem Einsatz des Spezialgeräts nimmt das Volumen des Kieses am Lagerort schnell ab. Der Rest wird zurechtgelegt …

… in einer schräg versetzten Linie, so dass er optimal beim Schieben die Schaufel füllt.

Letzte Reste, zum Reinigen des Lagerplatzes, werden händisch in die Schaufel gegeben.

Ich verlasse den Ort des Geschehens, vorbei an wiederkäuenden Rindern.

Nach Abfahrt des Merlo wird der letzte Aktive das Tor verschliessen.

Dank an alle Beteiligten!

Am Auto angekommen – auf der im vorigen Beitrag „Kanadaganswiese“ genannten Fläche haben sich inzwischen 2 Silberreiher eingefunden.

Der Kies war wieder einmal eine bunte Mischung skandinavischen Gesteins, das nach der vorigen, zunächst letzten Eiszeit in unsere Gegend geschwemmt wurde. Da konnte ich mir nicht verkneifen, für zu Hause wartenden kleinen Besuch eine Auswahl mitzunehmen.

So gab es denn – bei großer Begeisterung – mittags Moränensteinsuppe.

 

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Anfang Juli, vgl. Beitrag 5. Juli 2020, waren hier am linken Ufer 3 Lkw Kies in die Pinnau eingebracht worden. Beim Begehen der neuen Situation und Betrachten von der gegenüberliegenden, rechten Uferseite mit Wasserverband und Wasserbehörde kamen wir zu der Übereinkunft, den großen Drehkolk am Ufer weiter zu entlasten und eine weitere Teilmenge als Laichkies linksufrig auf die Raue Rampe bachab zu legen. Jetzt, 2 Monate später, passt es.

Ich komme an, werde begrüßt – an die 100 Gänse fliegen an.

Kanadagänse.

Sie überfliegen auch erste angekommene Helfer.

… und landen auf Grünland nahebei.

Der Kies liegt diesmal unmittelbar an der Haupteinbringstelle – geschützt.

Geschützt vor wem? Das Geheimnis lüftet sich im Beitrag, der diesem folgen wird.

Es handelt sich um 2 3-Achser Lkw, wohl an die 30 t Kies.

Der Telelader Merlo nimmt den Kies auf, …

transportiert ihn zuerst Richtung Raue Rampe …

und bringt ihn, vom Ufer her schüttend, ein – Schaufel für Schaufel, eingewiesen, Schritt für Schritt.

Die Totale, bachauf.

Da wird noch Feinarbeit geleistet, händisch.

Feinarbeit, händisch.

Der lokale Kenner ist von anderem Einsatzort eingetroffen, begutachtet die Situation.

Gut sieht das Ergebnis aus!

Die Pinnau wird uns mit den nächsten Hochwässern zeigen, wo sie den Kies für angebracht hält.

[Meine Güte, wann haben wir das letzte gesehen?! – Das letzte kleine, kaum die Hälfte des mittleren HW erreichend, floss Mitte März ab! Über die gesamte Herbst-/Winter-/Frühjahrsaison 2019 / 2020 ist das mittleren Hochwasser nicht einmal erreicht, geschweigen denn überschritten worden.]

Auf geht`s an die Haupteinbringstelle, den Drehkolk – demnächst mehr dazu hier im Blog.

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Nachdem ich die Osterau mit den Kies- und Treibselsammler-Revitalisierungen entlang des Osterauwanderwegs angesehen hatte, griff ich zum mobil-Telefon – ach, Mist, hier ist ja gar kein Netz! – – – Oh, doch Kontakt! So konnten wir uns im weitläufigen Gelände wiedersehen.   🙂

Jetzt galt unsere Aufmerksamkeit vor allem den Tieren im Wildpark Eekholt.

Rotwild bestimmt hier zahlreich die Landschaft.
Auf die Folgen für die Osterau und notwendige Verbesserungen habe ich im vorigen Beitrag hingewiesen.

Der Weg zu kapitalen Geweihen und vieles mehr wird informativ in Wort und Bild vielerorts im Gelände erläutert.

Rotwild gibt es hier auch in Weiss.

Das Damwild und seine Variante mit langer, breiter Blässe („Blässwild“) von Stirn bis Nase habe ich diesmal nicht fotografiert.

Die Sikahirsche lockten die Besucher mit Fiepen – die wissen, wie Fütterer angezogen werden.

Nicht nur „richtige“ Spielplätze, auch Großstrukturen wie Baumstubben bieten Kindern interessante Kletter- und Spielmöglichkeiten.

Es fliegt was in der Luft!

Über 10 Weissstörche segelten in Höhen gestaffelt über dem Wildpark.

Weissstorch und Reiherversammlung – nebendran in der Pflegestation werden demnächst Großvögel gefüttert, Gäste sind willkommen.

Auch 2 junge Schwarzstörche zu Gast können beobachtet werden – wir sahen nur einen, der zweite wurde noch erwartet.

Die Segler bleiben gelassen, drehen noch ein paar Runden. Offenbar wissen sie, dass die Fütterer erst in einer halben Stunde erscheinen.

Wir begegnen ihnen, als wir zu den Fischottern weitergehen. Dieser führt uns seine Beute, eine Güster, vor.

Dank Fütterung sind alle Otter mächtig aktiv.

In Corona-Zeiten heisst das für die Besucher, auf Abstand zueinander zu achten.

Einer der vielen Besuchermagneten.

Auch Gasttiere finden Attraktives (ausser potentielle Beute hinter Zäunen): Wassertreten ist beliebt.

Spannend, die Wölfe boten uns diverse Beispiele ihres Verhaltens.

Und in praller Sonne präsentierte sich ein Fuchs!

Plural! Zwei Füchse!

Zum Schluss noch ein Bisschen Gleichgewichtsgefühl für die jüngste Generation auf der Hängebrücke über den Stellbrookgraben.

Wir wundern uns, wie viele Stunden uns Tiere und Gelände gefesselt haben. Uns hier spontan zu treffen, war eine ausgezeichnete Idee!

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Wir radeln ostwärts, queren die Lühe.

Vor dem Elbe-Hauptdeich – Blick zurück zur Lühemündung.

Ostwärts …

Hier in Niedersachsen grasen die Deichschafe gezäunt. der Zaun wird umgesetzt. Das scheint uns für den Deichschutz viel hilfreicher, als die Großflächennutzung um Wedel herum. Letzteres provoziert lange, tiefe Verletzungen / Vernichten der Grasnarbe durch Gänsemarschspuren der Herden …

Kleine Picknickrast vor Hanöfersand (rechts) an der Nebenelbe, links sichtbar das Südufer der Insel Hanskalbsand.

Drüben geht was los! Gänse- und Entenschwärme fliegen auf, hin und her, krakeelen ordentlich, bevor sie wieder landen.

Angesichts nicht allzu scharfer Zoom-Ergebnisse habe ich meine Vermutungen vom Vogelfachmann bestätigen und erweitern lassen. Was da so bunt fliegt, sind meist Brandgänse, dazu Stock- und Krickenten. Eine Menge Limikolen sitzt bzw. bewegt sich am Strand. – Auf einem anderen Foto meine ich einen auf dem Strand sitzenden Seeadler unscharf zu erkennen. Keine Ahnung, ob der den Aufruhr auslöste – „live“ hatten wir nichts dergleichen wahrnehmen können.

Wir haben den Deich südwärts überquert, sind ins Obstanbaugebiet Altes Land eingetaucht.

Und weiter geht`s, durch Borstel südwärts Richtung Jork.

In Jork biegen wir links um, befahren ostwärts den Obstmarschenweg. Bevor wir in Königreich die Este erreichen, biegen wir nordwärts nach Cranz ab, radeln den Estedeich entlang.

Bei der „Erneuerung“ von Jork sind leider die meisten gemeinde- und landschaftsprägenden Elemente zugunsten wohl (angenommener) leichterer Grundstücksunterhaltung verschwunden. Fleete, alte Bäume sowie große, typische Einfahrtstore vor charakteristischen Bauernhäusern sieht man entlang sonnenbebratzter Straße und nun kahler, „verbrannter“ Rasenflächen heute nicht mehr. – Das habe ich diesmal nicht in Fotos festhalten wollen.

Wir fahren durch Hove und Leeswig, Niedersachsen, Richtung Cranz, Hamburg.

Als der Blick auf die Moränenhöhen des nördlichen Elbe-Ufers frei wird, sehen wir eine seewärts wandelnde bunte Bebauung – ach nein, das ist einer der RiesenContainerfrachter (wohl um 400 m Länge) – namentlich abends am PC leider nicht mehr erwischt.

Das Kohlekraftwerk Wedel ist nicht fern, Schornsteine über die Obsthöfe gut zu sehen.

„Garten“, das liest sich doch gut (das übrige auch)!

Wir folgen dem Fisch – wohl ein Stint, dessen Fettflosse der Künstler vergessen hat (die kleine Ausblühung in der Fuge mag als Ersatz gelten).

Im Garten begrüßen uns Koi-Karpfen und Goldfische.

Dieser launige Fleck ist nicht nur uns bekannt – möge das für gutes Überleben in Coronazeiten reichen!

Blick übern Zaun nach Süden, die Este bei Tideniedrigwasser – die Wassermenge täuscht! (Der Abfluss dieses Heidebachs beträgt aktuell bei Niedrigstwasser weniger als 1 m³ / s.)

Und nach Norden – rechts als Umriss sind Teile der Sietas-Werft erkennbar. – Sie baut, wie die Meyer-Werft an der Ems, inzwischen viel zu große Schiffe gemessen an der Charakteristik des Standorts. Regelhafte, oft genug vom Steuerzahler „auszugleichende“ Probleme folgen regelhaft.

Essen und Trinken sind bestellt, kommen zügig auf den Tisch. Lecker!

Super Aktion – die zweite Scholle Finkenwerder erscheint sogleich frisch aus der Pfanne, im Austausch zum fachmännisch präparierten Gerippe der ersten.

Ein Foto der fachmännischen Präparation habe ich mir bzw. den Leserinnen und Lesern meines Blogs erspart. – Zur Vervollständigung sei gesagt, dass auch die 3 weiteren Essen ausgezeichnet schmeckten. Hier fahren wir mal wieder hin.

Auf der Rückfahrt, südwärts westlich der Este entlang, habe ich dann doch ein Bauernhaus fotografiert.

Die Eingangstür hatte es uns schon auf der Hinfahrt angetan.

Der Obstmarschenweg liegt hinter uns, wir fahren Richtung Borstel (Kirchturm) nach Norden – hier Infrastruktur nahe dem Rathaus Jork im Foto.

Windmühle, Fleet und Kirche weisen uns den Weg.

Dasselbe nochmal, dichter dran.

Die Apfelplantage kurz vor dem Elbdeich (und dahinter die beiden bekannten Schornsteine am Nordufer der Elbe).

Diese alte Esche verdeutlicht neben den heute kleinwüchsigen Obstbäumen, wie hier die Landschaft in ihrer Dreidimensionalität wohl mit Marschen- bzw. Tideauwald aussehen würde.

Hoch ist er, der Elbdeich – schützt die tiefliegende Marsch. Möge er allzeit halten … (Was er erfahrungsgemäß nicht tun wird.)

Hanöfersand ist gezäunt (Strafanstalt).

Langer Blick über die Hanöfersander Nebenelbe zur Elbe – vorn Blutweiderich in vergänglicher Blüte, am Horizont einer der großen, grünen Hopperbagger.

Wasserski vor Natur- und Stader Industriekulisse.

Westwärts geht es, an den gezäunten Schafen vorbei, Richtung Fähranleger Lühe.

Ein Leuchtfeuer kommt in Sicht.

Seewärts fährt der 152 m lange Frachter Hercules.

Nicht mehr weit, es wird auch Zeit.

Die Fähre liegt abfahrbereit. Wir sind pünktlich, müssen auf den Rest nicht hetzen.

Auch auf der Rückfahrt nach Wedel gibt es einiges zu sehen – demnächst mehr dazu.

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Wir hatten uns – auch wegen günstiger Windrichtung – für unsere Stade-Tour die Hinfahrt mit der Liinsand ausgesucht, Radeln nach Stade und dann nach Lühe. Von dort fährt die Lühe-Schulau-Fähre nach Wedel.

Nach dem Mittagessen sind wir zu unseren Rädern am Hafen zurückgekehrt. Die Flut läuft auf, das Klarwasser der Schwinge wird von dickem Schlickwasser von der Elbe her eingestaut.

Am Schwingedeich entlang sind wir inzwischen nahe der Elbe angekommen. Auwaldreste lassen uns das erkennen.

Eine Kuppel hinter Obstplantage – nein, keine Biogasanlage. Noch lange wird das stillgelegte Kernkraftwerk Stade die Optik hier an der Elbe bestimmen.

Gras drüber gewachsen … – An Ost-West müssen wir weiter arbeiten.

Wir queren den Hauptdeich. Hoch stehen wir über dem Obstbaugebiet Altes Land.

Blick zurück – der knallvolle Parkplatz des Elbe-Sandstrands Bassenfleth, dessen Belegung wir auf der Hinfahrt bestaunen konnten.

Gedränge auf dem Deich – die Deichschafe verschaffen sich angesichts fehlender anderer Möglichkeiten selbst Mini-Schatten.

Auch nebendran drängt`s sich. Dort steht eine Riesenschlange am Eingang eines Freibads an.

Wir radeln eifrig – folgen wir Zeichen am Himmel? Nein, wohl eher einfach dem Vordeichweg.

Achtung, wir haben mal keine Vorfahrt – wenige Engstellen gilt es zu beachten.

Und da kommt Lühe in Sicht, der Anleger der LSF ist nah.

Wir haben Zeit.

Der 144 m Öl-/ChemieTanker Stenheim zieht Richtung Nordsee vorbei.

Am Anleger – bitte einfach glauben, so toll ist das Foto nicht – ein Mauswiesel huscht blitzeschnell über den Anlegerdamm, erforscht jede Ritze, jedes Grasbüschel.

Von Hamburg nähern sich mehr Schiffe. – „Achtung, Gefahr“ auf dem roten Schild – weist das auf die schwarze Wolke über dem vorderen Schiff hin?

„Schwarz“ nähert sich.

„NO SMOKING“ – sehr interessant.

Der 120 m Öl-/ChemieTanker Tigris wird auch durch die bunte Umrahmung nicht entschärft.

Wir besteigen die Lühe-Schulau-Fähre.

Von Hamburg kommen weitere Schiffe.

Auch von See zieht eine bunte Reihe heran.

Containerfrachter der 360-, gar 400- oder 400+- Meter-Klasse sind nicht dabei. Wie zur Hinfahrt wird es auch für die Rückfahrt einen eigenen Beitrag „Schiffsbegegnungen“ geben.

Wir sind gut unterwegs. Die Aussendeichrinder Fährmannssand kühlen sich jetzt im auflaufenden Wasser der Flut.

Land und Wasser, Pflanzen, Tiere und Technik – ultratrübes Elbwasser (nein, das ist hier nicht die natürliche Trübungszone einer Flussmündung im Übergang Süß- / Salzwasser).

Wir passieren den Sandstrand Wedel – belebt / belegt.

Der Schulauer Hafen, gleich legen wir am Willkommhöft an – West- und Ostmole, im Hintergrund die Hotelbaustelle.

Demnächst folgen die Schiffsbegegnungen dieser Fahrt.

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Wir sind mit der Liinsand schnell und gut – fast bei Tideniedrigwasser (heutzutage hier ca. 3 m Tidenhub) – am Anleger Stadersand angekommen.

Die Tidewechselzone stellt sich – nicht zuletzt wegen allerhand Ziegelsteinbruch – bunt dar. Das steile Ufer zeigt die Nähe zur Fahrrinne. Wellenschlag, Schwell und Sunk vorbeifahrender Schiffe tragen Feineres ab.

5 km bis Stade – gut zu Fuß zu erwandern, mit dem Rad ein Klacks. Wer beides nicht wählt, nimmt den Bus. Wir radeln.

Nach 20 Minuten ist die alte Hansestadt erreicht.

Alte Hansestädte besuche ich immer gern.

Goldbraun leuchtet der dicht von Kieselalgen besiedelte Feinschlick vom Grund des leergelaufenen Marschgrabens.

Der alte Hafen Stades, hier an der Schwinge, wird seit alters her geschützt.

Seitenhafenbecken am Schwingelauf, sowas wie „Docklands“ auf altem Werftgelände.

Ein Bisschen Klarwasser, Niedrigwasserabfluss der Schwinge, mischt sich turbulent in Schlickgewühl.

Schwinge, Tnw, mit Möwe.

Die Möwe ist gelandet.

Wir wenden uns landeinwärts, der Altstadt zu.

Vorbei am Schwedenspeicher, alter Fischmarkt voraus …

… erreichen wir den alten Hafen mit Hafenkran und Schiff.

Die Frage ist: wie kam man früher von kleineren Schiffen aus bei Tideniedrigwasser von Bord – die Treppen enden so weit oben …

Auch hier wirkt sich das mit fortgesetzter Elbvertiefung stattfindende Absinken des Tideniedrigwassers aus, vgl. gelber Pfeil (ja, mehr Baggern bringt nicht in gleichem Maß mehr Wasser unterm Kiel! Ein Gutteil „des Gewinns“ auf hohe Kosten geht durch Absinken des Tideniedrigwassers verloren). Das hat nicht nur Folgen für die Elbelandschaft, sondern nicht zuletzt auch Folgen für Bauwerke – dazu später ein Foto.

Das Wappen Stades auf einem Gully-Deckel.

Wir erreichen das Rathaus – nebendran die Cosmae-Kirche mit Hus-Schnitgerorgel. Gerade orgelt es, Interessierte gehen ein und aus.

Im Ratskeller wollten wir wieder essen und trinken, z.B. Trude, rot (mal online suchen). – Aaaaber, die Homepage gibt nicht an, dass die Öffnungszeiten mittags gestrichen sind – jedenfalls für uns nicht sichtbar gewesen.

Na, es gibt in Stade auch andere Restaurants – zurück zum alten Hafen.

Angenehm kühl an diesem bisher heissesten Tag des Jahres bieten sich Biergärten im Hinterhof an – hier haben wir unser Plätzchen gefunden.

Und statt Trude, rot, Flens, dunkel, zu trinken, ist auch eine gute Alternative.

Blick nach oben – der Himmel über Stade.

Vegetarier, bitte wegsehen – im Steakhouse gibt es halt eher Fleisch, das aber um so empfehlenswerter.

Ja, das war ein Genuss!

Wir gehen zurück zu den Rädern – die alte Fachwerkstadt begeistert uns immer wieder.

Es steht über all zu lesen, wird in Radio und Fernsehen berichtet – ja, die Zahl von Fahrrädern in Stadtbildern hat in Corona-Zeiten zweifellos zugelegt.

Beeindruckend der Schwedenspeicher, was für ein Bauwerk – nicht nur von aussen …

auch von innen.

Blick vom Wasserspiegel der Schwinge auf den Schwedenspeicher – das hält … noch.

Aus dem Bildteil links oben kann geschlossen werden, dass – wie in Hamburg – durch das Absinken des Tideniedrigwassers (mit Minima etliche Dezimeter tiefer) die alten Holzpfahlstützen betroffener Gebäude (in der Regel dicke Eichenstämme) heutzutage mit Luftsauerstoff in Kontakt kommen. Darauf reagiert Natur, die bekanntlich macht, was sie will: der Kompostierungsprozess setzt ein, die Holzkonstruktionen zerfallen nach und nach – ein Riesenproblem für Städte an fortwährend vertieften Gewässern in aller Welt. [Die Diskussion über diese Realität wird nach wie vor verdrängt, verschwiegen – die Folgen in Kosten und mehr dürfen kommende Generationen „überrascht“ zur Kenntnis nehmen.]

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs „Allzeit Gut` Wind in den Segeln“.

Wir radeln Elbe-aufwärts durch die niedersächsische Marschlandschaft, Obstanbaugebiet Altes Land, nehmen für die Rückfahrt nach Wedel die Lühe-Schulau-Fähre.

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Vor Kurzem hatten wir die beiden Elblinien-Katamarane Liinsand und Japsand vor Wedel auf der Tideelbe gesehen, gute Anregung! Der Wetterbericht stimmt auch für eine kombinierte Fähr- und Radeltour. So ging es also gestern los.

Die Elbe vor Willkommhöft, noch1 m bis Tideniedrigwasser.

Mit der Ebbe ist die Liinsand früh aus Hamburg auf dem Weg nach Stadersand eingetroffen.

Wir steigen mit den Rädern an Bord – Corona-Bedingungen werden eingehalten, Maske, Abstand.

Pünktlich und gut legt die Fähre ab – volle Kraft voraus!

Blick Nordwest, seewärts.

Schnell entfernen wir uns vom Willkommhöft, Wedel.

Unser Heckwasser wird genutzt – ein Motorbootfahrer ist herangeprescht und reitet auf den von der Liinsand produzierten Wellen.

Die Aussendeichrinder Fährmannssand halten sich bei sengender Sonneneinstrahlung gern auf feuchtem Süßwasserwatt auf, folgen ablaufendem Wasser Richtung Schifffahrtskanal.

Tanzende Boje …

… im Kielwasser.

Blick zurück, Schiffe am Horizont.

Zu Schiffsbegegnungen folgt ein eigener Beitrag.

Bei uns fährt ein kleiner, selbstgemachter Regenbogen seitwärts mit.

Lachmöwen – eigentlich wollen sie ja nicht, aber letztendlich fliegen sie doch bei unserem Herannahen auf.

In Wedel war der Hopperbagger Tiger seewärts vorbeigefahren – wir sind dabei, ihn einzuholen.

Querab ex-Leuchtfeuer Julsand.

Und wieder Möwen …

Sie versetzen etwas und landen wieder auf der Wasseroberfläche. Wir passieren „Fährhaus Twielenfleth“.

Wir kommen voran.

Wie gut, dass das AKW Stade längst stillliegt!

Wir passieren den beliebten Sandstrand Bassenfleth.

Und queren das Elbefahrwasser Richtung Anleger Stadersand.

Die Liinsand hat ihre maximale Zahl Fahrräder wohl an Bord. – Möge sie weiter erfolgreich fahren!

Anleger Stadersand voraus, alles klar zum Anlegen.

Schnell ist die Fährzeit von 35 Minuten verflogen. Wir legen an.

Demnächst folgt die Radtour nach Stade – man gerade 5 km, im Restaurant sind Plätze für 12.30 Uhr bestellt.

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Fährmannssand, am Elbe-Hauptdeich – „another stairway to heaven“.

Bei etwas über Tnw läuft der 168 m-Chemietanker Admiral gen Nordsee, davor Süßwasserwatt Fährmannssand mit Buhne.

Richtung Hamburg fährt der 236 m-RoRoContainerfrachter Grande Luanda.

Ich stehe jetzt Höhe Hetlingen auf dem Deich – 148 m-Hopper Pedro Alvares Cabral, Richtung Hamburg unterwegs. Sein Baggern betrifft eher nicht „so kleine“ Schiffe wie die davor gezeigten.

Wie ich bei marinetraffic.com nachlesen kann, hat der Hopper-Bagger seine bei Neßsand in der Fahrrinne gebaggerten Sedimente vor der Ostemündung verklappt, noch innerhalb des Elbe-Aestuars. Ob das angesichts „keines Abflusses“ der Elbe ausreicht, die Sedimente an der Rückkehr „bergauf“ zu hindern, darf in Frage gestellt werden.

Mal sehen, was es von heute – wohl auch Elbe – demnächst zu berichten gibt.

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Die vorigen Beiträge über Büsum hatten sich ergeben, weil wir Verwandtschaft im Urlaub besuchen wollten, im Büsumer Deichhausen.

Büsumer Deichhausen hat auch eine Badestelle, dahin muss man über den Deich – (ganz schön) hoch und runter.

Und da sind sie auch schon, die drei Hamburger, Jung und Deerns – Ebbe, kein Wasser am Ufer der Badestelle.

Das also ist es, das berühmte Watt – wat `n Schiet!

Arenicola marina“ persönlich ist für diese spezielle Landschaft verantwortlich.

Interessierte gucken am Spülsaum entlang.

Wer hat die größte, die besondere, die bunteste Muschel gefunden – und was es sonst noch für Kategorien gibt?

Und dann ist das Watt, wo immer noch ein Film Wasser vorhanden ist, natürlich voll von fast allen Größen der Nordseegarnele.

Hier mindestens 4 kleine.

Hier mindestens 4 mittelgroße.

Die essbare Größe fangen die Kutterfischer jenseits des Watts, in der Nordsee.

Neben vielen anderen Organismen findet sich mindestens ein weiterer Krebs – die Strandkrabbe. Dieses Jungtier verweilt ein wenig auf einem Schiet-Aussichtshügel / -turm.

Wenn die Wattzeit hinreichend genossen ist, steht eine Dusche und Brause bereit. Keiner muss schlammig nach Hause.

Uns zieht es zur Schäferei. Hier kann der Gast zwischen diversen Ferienwohnungen und einem Ferienhaus wählen.

In solch Schäferei geht es selbstverständlich nicht ohne Schafe.

Darüber hinaus werden für Kinder eine Vielfalt an Tieren, Spielmöglichkeiten sowie Ponyreiten angeboten. Nachmittags gehört das Versorgen der Tiere im Wechsel dazu. – Corona-bedingt werden die geltenden Vorgaben beachtet, einige Angebote aus dem Normalprogramm können nicht stattfinden.

Kuschelnde Stallhasen.

Allerlei Abenteuer inner- und ausserhalb der Hofgebäude gibt es zu erleben.

Erwachsene können dem Treiben (staunend) zusehen oder sich anders vergnügen – ggf. nachmittags auch im Cafe (im Nordseeraum gibt es aber auch sowas von Kuchen, die muss man versuchen).

Wir feierten (der Hauptgrund unseres Besuchs) Geburtstag im Ferienhaus.

Nachmittags genossen wir, wenn denn solch Angebot schon besteht, eine große Auswahl Kuchensorten, je 1 Stück – verteilt als Probierhappen an alle Anwesenden. Hier wird nochmal geurlaubt – wir haben nicht alle Sorten in den Test einbeziehen können.

Kinder, so haben wir gehört, nehmen gern Abschied von allen Tieren. Wir begnügen uns mit dem Chef, einem prächtigen Hahn.

Etwas mehr als eine Stunde Autofahrt und wir sind gut zurück – „Büsum“ auf diese Art ist immer mal spontan möglich.

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Am Meer, aber auch im Tidebereich von Flüssen fasziniert uns immer der Höhen-abhängige Farbwechsel der Vegetation. Ein paar weisse Kleckse hier sind durchweg Lachmöwen.

Bei genauerem Hinsehen … – bewegt sich da was im Tangteppich.

Irgendwie kommen wir mit uns nicht ins Reine, wer da stochert – Jungvögel (?) von …? Tipps nehme ich gern entgegen.

Die sich da putzen haben wir als Möwen angesprochen. Stimmt das?

Einige Lachmöwen haben ganz schön zu tun – Posieren ist angesagt.

Es wird auch geflogen, hier Lachmöwen … – aber warum so laut, wer und wo?

Von weit her hörbar, herangezoomt: offene Propellerflieger, vermutlich auf Flugstunde.

Später, als wir eher zufällig am Flughafen vorbei kamen, sahen wir die Geräte auf der Wiese stehen. Dafür muss man geboren sein, nehmen wir an.

Zurück aufs Meer – ein Grauganspaar dokumentiert mit einem verbliebenen Küken den Gang der Welt.

Viele Menschen können Realitäten wie diese nur schwer verkraften. Keine Panik, genau darum sind die Arten so angelegt, entsprechend große Zahl von Jungtieren in die Welt zu setzen.

Das, was im Hamburger Raum sommerlich „viel Wasser“ (und in der kalten Jahreszeit „Sturmflut“) genannt wird, hat an der Nordsee gerade aktuell zugeschlagen. – Das Leben ist eins der härtesten …

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