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Archive for the ‘Vögel’ Category

So ein schickes Wetter! Was tun in Corona-Zeiten?

Wir radeln Richtung Elbe, wollen dicht am Fahrwasser vor dem Yachthafen Wedel eine freie Bank suchen.

Fährmannssand, Wind- (gut NordWest) und Wellenstudie (Großbagger A.v.Humboldt passierte Richtung Landesgrenze SH-HH) über und um noch nicht bei ablaufend Wasser freigefallener Langbuhne im Süßwasserwatt.

Studium des Bildungsangebots Küste am Sperrwerk Wedeler Au.

Blick zur Geest – ein kleiner Trupp Nonnengänse rastet an der Binnenelbe (noch „hohes Wasser“ angesichts erst kurz laufender Ebbephase).

Auf dem Deich, Sandstrand und Schulauer Hafen voraus.

Was ist passiert! Wir hätten doch Richtung Elbe-Sitz vor dem Yachthafen anders fahren müssen?!

Die Hamburger Yachthafen-Gemeinschaft wird den derzeitigen Anforderungen gerecht: Zufahrt und Zugang jetzt zu Ostern und an den April-Wochenenden nur für Mitglieder auf das ansonsten freie Gelände! Angesichts der Tatsache, dass das Zuwasserlassen der Yachten in vollem Gang ist und sekündlich neue Pkw zufahren, ist das ein nachvollziehbares Vorgehen.

So fuhren wir denn auf spontan angepasster Route, anders.

Später Vormittag, Blick über die Ein- / Ausfahrt des Schulauer Hafens Richtung Hamburg.

Hier ist es erfreulich leer. Niemand muss sich behelligt fühlen. An der Landesgrenze dreht diesseits gerade der große Klappbagger Alexander von Humboldt, um nach Fahrt westwärts bei erneuter Baggerlinie ostwärts Fracht Richtung St. Margarethen aufzunehmen. Rechts davon, jenseits der Landesgrenze, ist einer der größeren, für Hamburg baggernden Klappbagger zu sehen. Hoch ragt er aus dem Wasser, hat er sich doch gerade seiner Hafenschlick- / Elbsandfracht entledigt.

Über diesen Wahn für Elbe, Umwelt und Steuerzahler habe ich hier zur Genüge berichtet.

Noch ein Wahn? Mir scheint, da fährt vor der Elbinsel ein motorisiertes Surfbrett mit Standup-Survival-Kapitän bei schnellem Ebbstrom noch schneller seewärts.

Bei der Rückfahrt sehe ich Spuren von Flüchtigen.

Wer meint, das hieße „Flüchtlingen“?

Jedenfalls ist der blaue Corona-Himmel von allerlei Kondensstreifen gezeichnet. – Da müssen wir uns erstmal wieder dran gewöhnen.

Mögen die Abgeflogenen zu gegebener Zeit als Rückkehrer gesund wiederkommen!

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Ich weiss nicht, ob es schlimmer wird, oder wir zu anderen Zeiten / bei anderem Wetter als früher in die Holmer Sandberge mit Kind und Kindeskind zur ruhigen Erlebniserholung gehen …

Es nimmt zu, dass wir höflich egozentrische Mitmenschen freundlich ansprechen. Die Antworten geben ein breites Spektrum eingeengten Denkens wider …

Freunde und Bekannte berichten das aus anderen Freizeitflächen und Schutzgebieten ebenso.

Fotos für 3 Beispiele:
– Temporadler auf unbefestigten Wegen (für ruhige Erholung),
– Reiter, dito.,
– frei laufende Hunde (als Hundefreunde und langjährige Hundehalter sprechen wir deren Menschen meist nicht mehr an).

Temporadler auf engsten Pfaden.

Damit Temporadeln durchgängig überall möglich ist, werden „störende“ Baumwurzeln durchgesägt und beseitigt – heftige Erosion ist die Folge.

Pferdeäpfel auf schmalsten Stiegen belegen bewusstes Missachten der Reitwege.

Frei laufender Hund – Bei Balz- und Revierverhalten gestörte Wasservögel.

Frei laufende Hunde durchstöbern flächig Röhrichtzone am Stillgewässer.

Im Flachwasser frei laufende Hunde.

Sich beobachtet fühlende Hundebesitzer sehen die Kamera, leinen die Hunde an. – Die Wasservögel haben ihre Aktivitätsflächen verlassen.

Ruhe kehrt zurück, die Wasservögel auch.

Da der Wasserstand des „Feuerlöschteichs“ noch immer ca. 1 m unter Normalfrühjahrsstand beträgt, ist abzusehen, dass die Inseln bald fußläufig erreichbar sein werden. Erfolgreiches Brüten fällt hier (auch) 2021 aus!

Alle drei Menschengruppen reagieren auf freundliche Ansprache gleich.

Wo das steht? – Ja, wo wohl ! ?

Wollen wir, dass unsere Landschaft wegen rücksichtsloser Ignoranten mit Schildern zugepflastert wird?

Interessant finden wir bei Ansehen der Autokennzeichen und aus mancherlei Reaktionen auf Ansprache, dass auch aus entfernteren Gebieten offenbar durch die (A-)sozialen Medien Herbeigelockte die Flächen bevölkern. Wer sich virtuell tummelt, sollte auch in der Lage sein, die im Zielgebiet geltenden Regeln, wenn schon nicht generell zu kennen, mindestens nachschlagen zu können …

Zuständige arbeiten an dieser Realität. Es scheint, dass wider Saison- und generelle Vorschriften Handelnde nicht nur „informiert“ werden sollten, sondern dass ihr rücksichtsloses Verhalten konsequent geahndet werden muss.

Ansonsten kann jeglicher ruhige Naturerholung in den Holmer Sandbergen und anderswo geknickt werden – von den Schutzzielen / Pflanzen- und Tierwelt einmal ganz zu schweigen.

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Das gute Wetter am Freitag – für Sonnabend angesagt Abkühlung, Regen, Graupel, nur gelegentlich Sonne – brachte mich auf`s Rad, hin zum Tatort des Mittwoch-Workouts.

Dabei gab es allerhand zu sehen, im Folgenden: das ein und andere Lebendige.

Der Krabatenmoorbach, Appen-Etz (leider völlig übersonnt), noch fliesst er lebendig – zu …

… und ab, Richtung Appener Au – Pinnau – Elbe.

Wenn das so wird wie in den Vorjahren, ist das Fliessen bald beendet. Wir werden sehen.

Einfahrt Pinneberg, Eggerstedt – die Amphibiensperre sorgt hier wie anderswo hoffentlich auch für Lebendigkeit, zahlenmäßiges Mindern plattgefahrener Frösche, Kröten, Schwanzlurche.

Die Frage ist erlaubt, wieso neue B-Planungen wie Ehemalige Eggerstedt-Kaserne mit starker Erhöhung der Auto-Frequenz in ihrem Umfeld nicht automatisch ein festes Amphibienleitsystem installieren müssen.

Blaugrün, lebendig leuchtet es vom befestigten Grund der Mühlenau. Fadenalgen, unerwünscht, nutzen des Lichtüberangebot trefflich.

Am Workout-Tatort angekommen – dat is` aber `n dicken Hund!

Frauchen und Hund entsprechen meiner Bitte, diesen Platz mit dem nächstgelegenen Kies-Depot zu tauschen. Danke! Ich habe hier zu tun. (Folgt in extra Beitrag später.)

An geschützten Randbereichen startet die Scharbockskrautblüte.

Christiansenweg – nun wird langsam klar, wieso die Überschrift so gewählt wurde. Neben Stockenten nähern sich 2 Kanadagänse aus grünem Ufer links dem „beliebten“ Fütter-Hotspot.

Vor wenigen Wochen sah das hier noch so aus. Ich hoffe mal, die Stockentenmassen haben sich flächig auf Brutgebiete verteilt (und befinden sich nicht gerade an anderem Fütter-Hotspot).

Den Stockenten ist an abweichender Färbung anzusehen, dass sie – künstlich durch Füttern am Ort gehalten – vom Wild- zum Hausgeflügel übergehen.

Direkt unter der Brücke, sieh an, die Weihnachts-Überlebenden! Wieso die angesichts weiter grassierender Vogelgrippe nicht aufgestallt sind …

Und hinten rechts sitzt … der lokale Kormoran. Mal abwarten, wie der reagiert, wenn der B-Plan Mühlenauquartier mit Menschen vollläuft. Ein Bisschen Zeit hat er noch.

Es gibt mehr Geflügeltes, frühlingshaftes. Ein Pfauenauge wärmt sich am Ufer.

So richtig toll ist das mit dem Insektenleben bisher aber nicht. Zitronenfalter, Pfauenauge, Kleiner Fuchs, die eine oder andere Hummel – alles fast nur in Einzahl. Möge sich das Insektenleben nach Arten und Individuen mehren.

Auf meiner Tour sehe ich allerhand aufgestockte Kies-Depots. Dank gilt der Edmund Siemers-Stiftung als Kies-Finanzier sowie dem Kommunalen Servicebetrieb Pinneberg als fachkundiger Platzierer!

Workout-Interessenten sind informiert. Es gibt Arbeit satt, analog dem im vorigen Beitrag Gezeigten.

Beim Rückradeln fotografiere ich dann doch noch den sonnenbeschienenen Huflattich, der Straßenseitenraum und Schutthalden gelb färbt.

Wie gewohnt wird gelegentlich über den Arbeitsfortschritt, zu gegebener Zeit auch zur Besiedlung der „neuen“ Kiese berichtet werden.

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Nein, das sind nicht wir alle – aufgrund der zurückgenommenen (danke ! Das war nötig.) „irrwitzigen Entscheidungen, die übermüdet am Ende einer Nachtsitzung“ herauskamen. – Klar bleibt: Wir müssen konsequent die AHA-L-Grundsätze einhalten, wenn wir zurechtkommen wollen.

Die Vögel des Glücks, die Kraniche, sind zur Zeit in unterschiedlich großen Gruppen auf ihrem Weg in die Brutgebiete zu hören und zu sehen.

Ob auf RadRundTour über Fährmannssand oder Hetlingen, Holm.

Kranichgruppe über dem Elbdeich, Hetlingen.

Vielleicht waren diese mit steigendem Wasser zum Auffliegen gebracht worden.

Süßwasserwatt vor dem Elbdeich Hetlingen, nahe Tidehochwasser.

Zuvor hatten wir lange einen jungen (?) Seeadler beobachten können, der die Landschaft binnen- und aussendeichs zwischen Fährmannssand und Hetlingen, dann weiter, inspizierte.

Ah ja, querab Giesensand sind auch wieder Brandgänse / -enten eingetroffen.

Über uns trällern, im Sinkflug, zahlreiche Lerchen.

Während ich, zuhause eingetroffen, die Landnahme von im Vorjahr geschenkt erhaltenen Bärlauchs und Waldmeisters (Ecke links oben) ansehe, höre ich es schon wieder.

Direkt über uns, im bebauten Raum Wedels, zieht ein großer Trupp Kraniche zielgerichtet gen Nordost.

Wir wünschen allen Brutvögeln, die von wasserbeschützten, ruhigen Brutplätzen abhängig sind, eine bessere Saison als in den Vorjahren!

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Besuch aus Berlin – gestern noch auf dem rauf-und-runter-Erlebnispfad der Holmer Sandberge …

… heute sollte es an der Elbe auf der Deichverteidigungsstraße per Roller und Rad je nach Wind hin- und hergehen. Ob die Berlinerinnen „ordentlich Vögel“ zu sehen bekommen?

Ich radle vor. Querab Langer Damm beobachten mich Graugänse aufmerksam.

Querab Obstparadies sind Lach- und Silbermöwen mit Lebendfutter beschäftigt, das der nassen Erde entfleucht – oder mindestens an die Oberfläche kommt. Nebenbei wird ordentlich gebalzt.

Elbe vor Fährmannssand – Hopper Uilenspiegel hat so um 20-tausend t Baggergut an der Landesgrenze aufgenommen, verklappt es, noch im Elbe-Aestuar, vor St. Margarethen.

Sowas läuft immer in der Hoffnung, dass Elbe, ihre Strömungen und die Klappsedimente den Rechenmodellen entsprechen. Jetzt, bei einem Abfluss von ca. 800 m³ / s geht man davon aus, dass die Sedimente vor St. Margarethen tendenziell Richtung Nordsee transportiert werden.

Es besteht die Vermutung, dass die Modelle – wie die Wettervorhersage ohne Luftunterstützung Dank Flugverkehrzusammenbruch in Corona-Zeiten – die Realität nicht widerspiegeln. Wie sonst wäre die enorme Schlickzunahme im Hamburger Hafen und in der Elbstrecke zu erklären? Der ökologische ist inzwischen mit dem ökonomischen Irrwitz gepaart.

Pardon, als alter Elbe-Diplomierer und -Doktorierer kann ich es nicht lassen …

Inzwischen sind die 3 Blondinen mit dem feuerroten Spielmobil an mir vorbeigefahren, haben beim Hof Fährmannssand geparkt, den Roller ausgeladen.

Das Vogelerlebnis kann findet statt. Tausende Nonnengänse rasten zwischen Hof Fährmannssand und NABU-Vogelstation.

Und es kommt noch besser. Von Westen fliegen in großen Schwärmen weitere Tausende Nonnengänse zu.

Nach und nach kreisen und landen die Schwärme, die Gänse verdichten sich in der Fläche.

Wieder und wieder – es sind wohl gut über 10.000 Nonnengänse vor Ort.

Da tut sich was …

Noch fliegen weitere Gänse zu, da hebt sich von Osten der Rand der Masse in die Luft, das Geschehen ergreift die Fläche.

Und da knallt es ultralaut, gepaart mit einem Medizinball-großen Feuerblitz, und noch einmal, Knall und Blitz (oder wohl eher umgekehrt).

In wilder Flucht gehen die Gänse flach über Land und Wasser ab.

Die Gänse formieren sich in der Luft, einem Heuschreckenschwarm immer ähnlicher entfernen sie sich.

Etwas weiter – es geschieht, was immer geschieht. Ob Knallerei, Hunde los, mit Auto reinfahren – schnell landen die Gänse nahebei, dicht an dicht, in schwarzweissem Band.

Die Knaller, Hundeloslasser, Auto-auf-Wiese-Fahrer müssen es wohl halt immer wieder tun … (Die Sinnlosigkeit des Unterfangens, nicht selten landen die Gänse wieder auf Grund desselben Eigners dürfte präsent sein.)

Unter illustren Wolken radle ich Richtung Hetlingen. Fußgängerinnen und Rollerin haben nach langer Strecke das Auto im Sinn, sind umgekehrt.

Elbdeich Hetlingen, ein kleiner Containerfrachter zieht in der Schifffahrtsrinne seewärts.

Nasses Süßwasserwatt schimmert hinter Schilfröhricht. Mal sehen, wie es mit dem weiter geht. Eis und Sturmfluten (bislang nur kleine) haben ihm bisher nicht sehr zugesetzt. Im Hintergrund links die Lühemündung mit Anleger.

Vor dem alten Elbdeich Hetlingen vergnügt sich ein Nilganspaar. Lach- und Sturmmöwen balzen, was das Zeug hält.

Auf der anderen Straßenseite bietet die Binnenmarsch ein anderes Bild. Die Gräben sind trocken.

Wie das mit dem Wasser dieses Jahr wohl weiter geht?! Auf jeden Fall wird im Horizont des letzten Fotos in gut einem Monat wieder die Blüte der Schachblumen zu bestaunen sein.

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Morgendliches Eis zeigt, der Winter meldet sich immer mal wieder. Schnell ist das Eis aber getaut.

In Wedel wird nicht nur getaut, sondern auch gebaut – hier im alten Kern, Hinter der Kirche, Schütten des Betonfundaments.

An der Elbe, Tidehochwasser, Blick über Sandstrand und Schulauer Hafen.

Tidehochwasser, Elbe vor dem Schulauer Hafen, Blick Lühemündung – hoch reitet der kleine Containerfrachter, seewärts, an niedersächsischer Marsch vorbei.

Schulauer Hafen zur Elbe – Spiegelungen bei Schiffswellen.

Blick Hafen Hamburg – rot leuchtet Containerfrachter Cap San Raphael (333 x 48 m, TG 10,8 m), etwas rechts, weiter am Horizont fährt Thalassa (368 x 51, TG 14,1 m).

Kleine Möwe … – nein, fliegt nicht, blickt aber nach Helgoland …

Dahin, woher eine Schneefront uns über Nacht gerade noch mit ihrer Kante (Schwerpunkt links der Elbe, in Niedersachsen), erwischen soll.

Heute, Dienstag:

Das hat geklappt mit der Wettervorhersage!

Also: Etwas Aussenruhe, wir werkeln drinnen.

Das nächste Radeln kommt bestimmt!

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Gestern war als erstmal „letzter“, so richtig sonniger Tag angesagt. Also, nichts wie auf, Vitamin A einsammeln – die Route will „richtig rum“ gewählt sein.

Entlang der Geestkante Richtung Nord bis auf den Holmer Berg – ein junges Kalb hat schon seine, riesig erscheinenden Ohrmarken angeklippst bekommen.

An solchen Anblick kann ich mich nach wie vor schwer gewöhnen. Wann bekommen wir sowas?

Weiter geht`s, die Geestkante runter, durch die Marsch zum Elbdeich Hetlingen.

Blick Nordwest – die Überleitungsmasten leuchten vor blauem Corona-Himmel.

Blick Südwest – Schiffe in der Schifffahrtsrinne, Elbwasser auf dem Süßwasserwatt spiegelt silbern in der Vormittagssonne.

An der Röhrichtkante bewegen sich etliche Menschen. Dürfen die das / müssen wir Menschen eigentlich überall hin?

Die Bagger-Wühlerei in der Elbe bewirkt neben beschleunigtem Verschlicken der Seiten- und Nebengewässer seit Jahren immer stärkere Sandaufhöhungen an der Kante der Wasserstraße, das frühere Schlickwatt wird hier höher und sandiger. So begrüßt so mancher den „neuen Wanderweg“. – Vorsicht! Im Tidegang bringt man bei flussauf gerichteter Wanderung so manchen Priel zwischen sich und den Ausgangspunkt. – Und dann kommt die Flut. Ich hoffe als Steuerzahler, dass inzwischen bereits per Hubschrauber dann Gerettete die vollen Kosten tragen „dürfen“.

Ein weisser Bussard will sich beim Weiterradeln nicht auf der Mäusefängersitzstange fotografieren lassen.

Er findet sicherlich ruhigeren Sitzplatz auf den Altbäumen Richtung Alter Heuhafen / Klärwerk Hetlingen.

Und dann passiert`s, wer hat sich mehr erschrocken?!

Ein Seeadler kommt flach über den Deich, dreht fix wieder um …

Dann ist er doch wieder da, …

… fliegt weiter …

… über Giesensand-Vegetation Richtung NABU-Vogelstation.

Noch ein Seeadler kommt in Sicht (links oben im Foto der erste).

Den Nonnengänsen querab Vogelstation ist das gar nicht recht! Sie gehen panisch hoch.

„Jäpp, jäpp, jäpp!!!“ kläfft es wie von kleinen Hunden ringsum vom Himmel. Diese Nonnengänse queren Richtung Elbe.

Die beiden Seeadler veranstalten dann eine Flugschau.

Kammer nich` weggucken!

Schlussendlich treffen sich 4 Seeadler im Blau.

Die Adler trennen sich nach einer Weile, 2 ziehen Richtung Geest, einer trainiert ein wenig Nonnengänse scheuchen – sieht aus, als sei er satt und machte sich einen Jux, flapp, flapp, aus schlaff hinter einem flüchtigen, panisch bleibenden Schwarm herfliegen. Der vierte … weg.

Jetzt sammelt sich ein Gutteil der Nonnengänse, kreisförmig zurückkehrend, auf der Wasserfläche bei der Vogelstation.

Schwarmverhalten – eine dichte, schwarz-weisse Packung entsteht.

Blick über den Elbdeich Fährmannssand – auch über dem Priel neben der langen Buhne findet eine Flugschau statt – sehr elegant! Weiss nicht, ob da eine Riesenmöwe ??? und ein Kolkrabe ??? miteinander zugange sind.

Nochmal zum Klumpen geknüllte Nonnengänse – diese haben sich an den alten Deich der Binnenelbe „gerettet“.

Aber, wenn man so ein Neuroti ist, …

„Jäpp, jäpp, jäpp!!!“, geht die ganze Korona wieder hoch, andere mitreissend.

Silberreiher und Möwen kehren schnell zurück, fühlen sich veräppelt. Die Graugänse sind erst gar nicht gestartet.

Weiter Richtung Geest – querab vom Obstparadies sonnt sich ein Graureiher, Möwen (und Rabenkrähen) sind mit von der Partie.

Gerade, nahe einem Nilganspaar, hatte ich mit einer Bekannten über Kanadagänse gesprochen (gesehen am Feuerlöschteich der Holmer Sandberge) – da sitzen 4 neben 4 Graugänsen querab vom Theaterschiff Batavia.

Das war eine Sonnentour mit Überraschung. Da habe ich ordentlich für die angesagten grauen Tage getankt. (Obwohl so ein Radler ja kein schlechtes Wetter kennt …)

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Der März ist gekommen …

… Friseure machen auf!

Roland, nachmittags auf dem Marktplatz.

Ich stehe vor dem Friseur-Salon. Aufgrund meines Verzichts auf einen Termin vor dem LockDown zugunsten Bedürftigerer habe ich bevorzugt sofort nach Öffnen einen am 1. März bekommen.   🙂  Danke dafür!

Allerdings sind meine Haare, wie aus dem Umfeld definiert, zum „Beethoven-Look“ gewachsen, an die 15 cm länger als das Schnittziel. Ich nenne das „Corona-Look“, da (das Foto bleibt geheim) mit leichter Lockenentwicklung ein Ringsum-Kranz meinen Anblick prägt(e).

Fertig! – Die Sonne sinkt.
Künstlerin und Gestalteter sind zufrieden.

Nun sind wir weiter, Nachtfrost am 5. März. Die Vögel waren in den hellen Vortagen wie verrückt. Angesichts fehlender Niederschläge jüngst sind Amsel, Kohl- und Blaumeise, Rotkehlchen, Spatz und … ja, nicht verguckt, Mönchsgrasmücke (mindestens ein Männchen ist jetzt steter Gast) Gäste an unserer Vogeltränke, auch gern als Bad genutzt.

So gehe ich denn raus, klopfe das Eis kaputt, lege es seitwärts ab.

Immer wieder interessant, stets andere Strukturen.

Nochmal quer drüber – feinziseliert am Rand.

Und kaum bin ich wieder drin …

… schon ist eine Kohlmeise als erster Gast da.

Trinkt, guckt, trinkt, guckt – was bewegt sich da innen?!

Egal, die Begeisterung über das offene Wasser lässt die Meise weiter ruhig ihren Durst löschen.

Ab morgen soll es ja wieder ein Bisschen „von oben“ geben.

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Nach meinem ersten Kurzbesuch an der Rönne, vgl. Beitrag vom 21. Januar 2021, wollten mir meine lokalen Interessenten eine Strecke vorstellen, die für einen Restaurierungsstart geeignet sein könnte.

Da war auch ringsum allerlei zu sehen und zu hören.

Da war zunächst eine Gruppe Zwerg- und Höckerschwäne auf Nahrungsgrund.

Die interessierten sich nicht sonderlich für uns, zogen nur einige Meter weiter.

Auch Graureiher beobachteten uns zwar aufmerksam, fanden aber die Entfernung für sie sicher genug.

Einzig eine Gruppe Kraniche, die unmittelbar am Bach auf Grünland stand, flog auf. Die Tiere gesellten sich zu einer weiteren, entfernter an einem Knick rastenden Gruppe.

Spuren der Mähkorb-Gewässerunterhaltung – viele Schneckenarten und die im vorigen Artikel beschriebene Muschel Anodonta lagen gelegentlich, verstorben, am Uferrand.

Für maschinelle Gewässerunterhaltung waren diese Funde allerdings Zeichen sehr umsichtigen Vorgehens, so selten wie sie antrafen. Die Aus- und Fortbildung Schleswig-Holsteins Richtung schonender Unterhaltung zeigt auch hier Wirkung.

Aber dann …

Ein Bein! – Ein Bein mit Fuß … – Wir rätselten zunächst Richtung Reiher …

Aber ein Reiher hat doch keine Unterkiefer – mit Zähnen!

War nun inzwischen klar. Jetzt also auch das Geschlecht, ein Rehbock starb hier.

Der hatte ein sehr spezielles Gehörn, einteilig.

Wie auch immer zu Tode gekommen, angeschossen und nicht aufgefunden? Mir erzählte ein Jagdberechtigter, als ich ihn abends in Niedersachsen ins Gelände aktivierte (Ich hatte, mit Beifahrer, Tempo runternehmend bis Schritt, einen Rehbock, der am Straßenrand stand und just vor dem Auto lossprang, (fast nicht) berührt. Er überkugelte sich, rappelte sich auf, verschwand im Straßengraben in der Dunkelheit.), dass solche Tiere oft nicht gefunden werden. So war das auch damals, trotz Hund und starker Suchlampe. Scheinbar nicht oder kaum verletzte erleiden meist einen Leberriss und sterben oft genug an Verblutung im Schlaf. – Das mag auch das Ende unseres Funds gewesen sein.

Nach 1 1/2 Stunden Studium des Bachs und seines Umfelds kehren wir zu den Autos zurück.

Falls es zu Lebensraumverbesserungen an der Rönne kommen wird, werden Beiträge dazu folgen.

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Nach dem neuen Schnee waren nur wenige Radwege durchgängig befahrbar. So nutzten wir die Straße Richtung Schulauer Hafen.

Am Schulauer Hafen – gar nicht da?

Das bei Plustemperaturen heftig einsetzende Tauen bewegt sich offenbar vorwiegend in Richtung „oben“, bildet Dies bis Nebel.

So entsteht, Baumkulisse und Findlinge, eine Landschaft in Schwarz-Weiss.

Der Deich wurde am Vortag noch eifrig berodelt – bis zum Gehtnichtmehr.

Ah, der Schulauer Hafen ist da – eisbedeckt bei Tideniedrigwasser -, die Elbe bleibt unsichtbar.

Das bei Ebbe ablaufende Wasser hat die Eiskante wieder vom Hafenkopf wegbewegt.

Möwenfotos entstehen – einer füttert, eine fotografiert.

Eifrig umkreisen die Möwen Fütterer und Fotografin.

Eisdecke und Packeis sind, tauend, schon wieder schmutzig. Nur einzelne Schollen belegen den Neuschnee der Nacht.

Die Rückfahrt gelingt bei schwachem Autoverkehr per Straße und Geh-/Radwegen.

Querab unserer Wohnung ist ein Iglu aus großen Schneekugeln entstanden, wird verfeinert.

Bei uns war nächtens offenbar ein Engel zu Besuch.

Das war der Schnee von gestern. Heute Morgen ist – bis auf Iglu-Reste – die weisse Pracht verschwunden. 5 Grad aufwärts, 8 sollen`s werden. Anpassung ist angesagt.

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