Ich weiss, für so eine Überschrift muss ich aufpassen, nicht erschlagen zu werden. Aber nach 3 (in Worten: drei) Monaten mit ganz erheblichem Regendefizit muss man sich – gerade in diesen Wachstumsmonaten – über jeden Tropfen freuen.
Archive for the ‘Unsortiertes’ Category
Endlich Regen.
Posted in Gewässerschutz, Reisen, Unsortiertes on 2. Juni 2012| Leave a Comment »
Elbe Fischpass Geesthacht Vattenfall.
Posted in Gewässerschutz, Reisen, Unsortiertes on 1. Juni 2012| 1 Comment »
Der Vattenfall-Fischpass am Nordufer der Elbe bei Geesthacht ist immer einen Besuch wert. Eine Gruppe des Angelsportvereins Harburg-Wilhelmsburg hat das gerade wieder getestet.

Wer Zeit hatte und die Örtlichkeit kennt, besuchte schnell noch den in den 1990ern erstellten Fischpass am Südufer der Elbe. Wie das Foto zeigt, ähnelt er mit Mäander einem rauschenden norwegischen Lachsfluss.

Es geht los. – Ein gewaltiges Bauwerk nach dem Prinzip „vertical slot“ – ein Schlitzpass. Die breiten Schlitze und das auf großer Länge abgebaute Gefälle ermöglichen, dass auch Elbe-Riesen – wie künftig hoffentlich wieder der Stör – das Wehr-Hindernis überwinden / umgehen können.

Richtung Auslauf zur Elbe verengt ist der Fischpass auf ca. 1/3 seiner Breite. So wird eine hinreichende Strömung erzeugt, durch die aufstiegswillige Fische den Eingang finden.

Das türkise Teil des vorigen Fotos hier im Gesamteindruck: eine mit Bürsten zum Durchschlängeln ausgestattete Aalleiter.

Auch zwischen dem rauschenden Hauptabfluss der Elbe (ganz links) und dem unteren Ende des Fischpasses (ganz rechts) wird durch zusätzliche Überläufe Lockströmung Richtung Fischpasseingang erzeugt.

Wir waren zu Tideniedrigwasser vor Ort, also dem größtmöglichen Höhenunterschied. Bei Tidehochwasser und / oder hohen Elbeabflüssen sind kraftvolle Schwimmer wie Meerforelle und Lachs in der Lage, diese zusätzlichen, turbulent strömenden Gerinne zu passieren – vorbei am Fischpass.

Die Boje markiert das Ende der Angelverbots- / Schutzzone. Der Angler auf der Buhne angelte so lange flussab, bis wir scheinbar unser Interesse Anderem zuwandten. Dann angelte er flussauf – na ja, die Angelverbotszone ist genau wegen solcher Verhaltensweisen vergrößert worden.
Schwarzfischen ist übrigens eine Straftat.

Besonders im oberen Bereich der sogenannten Dotierungsgerinne zeigen sich interessante Strömungsbilder. Hier zum Start eine Übersicht mit „Kamm-Welle“ rechts im Vordergrund.

Hier am oberen Ende des Fischpasses hindert ein großer Schwimmabweiser Schwimmendes daran, den Zulauf zu verstopfen. Man spricht von so Schwimmendem bei Hochwasser wie Wohnwagen und ähnlichem.
Tiere waren auch zu sehen.

Da ist es ja, das Futter. In rauen Massen – Wollhandkrabben. Die schmecken übrigens auch Menschen ausgezeichnet. Die kleinen sollen geröstet ein sehr appetitlicher Snack sein. Erwachsene bieten eine richtige Krebs-Mahlzeit.

Beeindruckend – mal sehen, ob ich herausfinde, wer das ist. – Ist das gar der, der für Pappeln schwärmt? Der Pappelschwärmer?

Botanisches. Dank an den Fachmann, der mitteilt: „Die Pflanze ist die Erz-Engelwurz (Angelica archangelica). Es handelt sich um eine am Elbufer wachsende Stromtalpflanze, die an der Tideelbe überall auftritt und wohl auch darüber hinaus.“

Einlaufstrudel des in den Fischpass geführten Zusatzwassers. Muss mal fragen, wie das Teil vor Verschlucken von Lebendigem gesichert ist (und vor Verstopfung mit anderem Treibsel).

Nach all dem Wandern und Gucken im Freien haben wir es uns an geeigneter Stelle drinnen gemütlich gemacht – draussen wird bei wärmerem Wetter auch serviert.
Maikäfer.
Posted in Unsortiertes on 25. Mai 2012| 2 Comments »
Die einen machen ordentlich Wind, dass „diese Plage“ zu bekämpfen sei.
Mein Vatertag – auf der Suche nach 3 Lkw Kies.
Posted in Gewässerschutz, Reisen, Unsortiertes on 19. Mai 2012| Leave a Comment »
Warum nicht mal an die Elbe fahren? Und dann Seeve-aufwärts – mit klarem Ziel: es gilt, 3 Lkw Kies zu finden.
Bei der Anfahrt stellte sich die Frage, wie weit das Sturmtief aus NW reichen würde – überholt es mich? Beim Start schien von blauem Himmel die Morgensonne.

Noch früh am Morgen – die Gänse im NSG Untere Seeveniederung markieren ihre Fluchtdistanz noch nicht.

Eine Partie der Seeve im NSG Untere Seeveniederung – sieht aus wie ein Marschengewässer und ist doch Deutschlands sommerkühlster Forellenbach der Niederung. Das ruft nach Restaurieren.

Beliebte Querungsstelle für Fußgänger und Radfahrer. Der Gewässermensch sieht – wie fast an jeder Brücke – den zu verbessernden Erosionsabriss.

Turbulenz ist gut, aber in dieser Ausprägung nur für Forellen und bestenfalls Neunaugen passierbar. Der hydraulisch schwache Schnäpel z.B. hat hier keine Chance.
Aber es gibt ja vorführbare Verbesserungsmaßnahmen. Und über den Schnäpel kann ebenfalls Neueres nachgelesen werden.

Hier ist allerdings die intensive Beweidung bis in die Böschungskante abzustellen. Der standorttypische Baumsaum, der übermäßigen Kormorandruck verhindert, fehlt.
Vor lauter Begeisterung das Ziel vergessen? Was ist nun mit den 3 Lkw Kies?!

Also zurück zum Auto – der Gänsesee ist durch Passanten inzwischen „vogelfrei“ – sie haben sich in hintere Bereich zurückgezogen. Auch ist störe Restvorkommen in ruhiger Ecke – 3 ziehen mit v-förmigem Kielwasser ab.

Da isser ja, der erste Kies-Lkw! Sehr schön aufgeteilt liegt der Inhalt oberhalb der Hörstener Brücke, bereit, von höheren Seeveabflüssen fortgetragen zu werden und an geeigneter Stelle künftig als Laichplatz zu dienen.
Aber hallo, das hatten wir doch schon einmal, im Jahr 2010 – hat gut funktioniert.

Die unerträgliche Umfeldsituation – Mais im Überschwemmungsgebiet! – ist dringend abzustellen. Und für sowas zahlen wir auch noch Subventionen.

Selbst der gesetzliche Mindestschutz – 5 m Randstreifen vor Umbruch geschützt, s. Angel als Markierung – wir nicht zur Kenntnis genommen.
Es gibt weiter viel zu tun – die Fahrt führt Seeve-aufwärts.

Ah, der zweite Kies-Lkw, kaum wahrnehmbar. – An dieser Stelle hat sich ein Landlord beschwert, Hochwassergefahr würde heraufbeschworen. – Da gibt es nix zu kommentieren, das kommentiert sich selbst.
So, fehlt noch der dritte im Bunde – es sollen ja 3 Kies-Lkw eingebracht worden sein.

Da liegt er also in tiefem Wasser – ein Langzeitdepot als Arbeit für die großen Hochwässer. – Auffällig hier ist der nach wenigen Wochen bereits ausgeprägte dichte Algenbewuchs. Ob das nur daran liegt, dass die Sonne so erbarmungslos auf diese Stelle brezelt?
Wo das nun alles so gut aussieht, habe ich am Tag drauf gleich 2 weitere Kies-Lkw für andere Stellen bestellt. – Dank gebührt der Fischereigenossenschaft Seeve und der Edmund Siemers-Stiftung für die Finanzierung (für solch einen Spaß halte ich glatt wieder einen Vortrag!) und dem Unterhaltungsverband Seeve für gute Kooperation!
Wasser für Vögel und Wildtiere.
Posted in Der Kampfdackel, Unsortiertes on 14. April 2012| Leave a Comment »
In (fast) allen Gärten lärmt und wuselt es.
(Meist unnötige) Reinigungsarbeiten werden durchgeführt.
Anderswo wird – etwas gelenkt – einfach wachsen gelassen und bei echtem Bedarf gepflegt.
Vor lauter Arbeiten werden wichtige Dinge allzu oft vergessen.
Dazu hier der Tipp.
Der Boden, das Land – flächenhaft vergiftet.
Posted in Gewässerschutz, Unsortiertes on 3. April 2012| Leave a Comment »
Wo ich fahre, geh und steh,
ich gelbes Glyphosat-Gift seh.
(Leute, das musste sich jetzt reimen – natürlich sehe ich nicht gelbes Glyphosat, Roundup oder wie die einfallsreichen Namen immer heissen, sondern tote Vegetation in Gelb.)
Dazu haben viele gut begründete Meinung, so auch der Nachhaltigkeitsrat.
Aber unsere Politik hört ja seit ca. 15 – 20 Jahren nicht mehr auf ihre eigenen Ratgeber. Komischer Weise insbesondere dann, wenn es sich um naturwissenschaftlich begründete Bewertungen handelt – und das, wo doch angeblich Naturwissenschaft und Ingenieurwesen über alle Maßen als Zukunftsgrundlagen gehandelt werden, uns Deutschen erhebliche Defizite bescheinigt werden (ach, jetzt verstehe ich das mit den Politikern).
Da fällt mir zum Frühling doch noch etwas ein – Brehms Tierleben lohnt immer einen Klick.
„Earth Hour 2012“ am Brandenburger Tor.
Posted in Der Kampfdackel, Reisen, Unsortiertes on 1. April 2012| Leave a Comment »
Zwar war noch März, das Wetter zeigte den kommenden April aber schon an – „April, April, der macht, was er will.“ (Oder weiss er nicht, was er will?)
Egal. Berlin rief, und so fuhren wir hin.

Mit gelbem Flitzer hat man`s leicht - zügig hin, fix geparkt, ja, und wiederfinden kann man den Wagen natürlich auch schnell.
Kleine Stadtspaziergänge bereichern den Tag.

Die Altvorderen haben sich wirklich etwas einfallen lassen - hier am ehemaligen Stadtbad Prenzlauer Berg.
Hier im Keller wurden selbst Unbedarfte still.

Warten, warten - willkürliches Warten-lassen, wichtiges Instrument in engen Räumlichkeiten mit niedrigen Decken.
Inzwischen sieht vieles anders aus.
Ein besonderes Erlebnis dieses Berlin-Besuchs war die symbolische Aktion zur internationalen „Earth Hour 2012“ am Brandenburger Tor.

Es dunkelt "Unter den Linden" - baustellenbedingt werden alle Bäume durch neue ersetzt. Diese stehen noch.

Die beiden Ampelmännchen wollten auch dabei sein und treten hier - mysteriös, mysteriös - ausnahmsweise gemeinsam auf.

Wer genauer hinschaut erkennt, dass das Kerzenrund die Erdkugel darstellt - vorn Afrika, dahinter Europa.
Auf der Straßenbahnfahrt waren wir überrascht, dass offenbar viele Restaurants bei der „Earth Hour 2012“ mitmachten – Kerzenstimmung fast überall.

Höhe Norderelbe: Der starke Wind bläst das Verbrennungs-/Kondenswasser waagerecht aus Hamburgs Schloten.
Wie gut, dass wir den beiden Großstaus im Hamburger Raum entgegen fuhren – hoffentlich sind die Gestauten alle heil am Ziel angekommen.

Wieder daheim. - Socke, unser blinder Kampfdackel, der sich in der Hauptstadt verhält, als hätte er nie etwas anderes belaufen, geht forsch ans Werk: alte Markierungen wieder herstellen.
Tja, Berlin, dann man bis zum nächsten Mal!
Flussneunaugen an der Seeve.
Posted in Gewässerschutz, Unsortiertes on 24. März 2012| Leave a Comment »
Die Neunaugen sind Fisch des Jahres 2012, dabei sind sie doch gar keine Fische. Lesen Sie mehr dazu im vorstehenden Link.
In der Seeve, südlicher Elbe-Nebenfluss Niedersachsens flussauf der Hansestadt Hamburg, gibt es Bach-, Fluss- und Meerneunaugen – ja, hier im Norddeutschen Tiefland.
Heute sind mir 3 unglückliche Flussneunaugen begegnet. Das nehme ich zum Anlass, ein wenig über diese Tiere und die spezielle Situation für sie an der Seeve zu schreiben.

Kopfpartie eines toten Flussneunauges - gut erkennbar: die 7 Kiemenöffnungen und das Auge. Zählt man die hier nicht sichtbare Nasenöffnung dazu, kommt man auf die "9 Augen".

Von der Elbmündung aufwärts schwimmend arbeiten sich die laichreifen Individuen von Fluss- und Meerneunaugen in Richtung ihrer Geburtsgewässer vor - hier: die Elbe oberhalb Hamburg unmittelbar vor der Seeve-Mündung.

Nach dem Durchqueren des Seevesiels im Schutzdeich passieren die Tiere die wegen mangelnder Überwachung zerstörte Flusslandschaft. - Widerrechtlicher Ackerbau bis an den Gewässerrand, Pflügen bis an die bis vor wenigen Jahren durchgängig vorhanden gewesenen Ufergaleriebäume - Folge ist schleichender Totalverlust.

Brückenquerungen mit ihrem festen Unterbau zeigen die übermäßig ausgeprägte Erosion der gestörten Seeve: überall Zeichen notwendigen Restaurierens! Hydraulisch schwache Tierarten können solche Abrisse zunehmend schlechter passieren. (Im Hintergrund sichtbar: das Maschener Seevewehr.)

Bald schon kommen die Wanderer am Wehr Maschen an - wie alle anderen Hindernisse eine Stelle, an der Zuständige eine qualifizierte Durchwanderbarkeit herstellen müssen.

Das Wehr aus etwas größerer Entfernung betrachtet. Was tost da so im Vordergrund? Es ist der Austritt des Jahrzehnte alten Fischpasses, über den noch detaillierter zu berichten sein wird. - Vorweg gesagt: durch dieses Tosen arbeiten sich einige Tierarten tatsächlich bachauf.
Der Fischpass Maschen ist vor vielen Jahrzehnten gebaut worden nach intensiven hydraulischen Untersuchungen an einer norddeutschen Universität. Das war vor der Zeit, dass Durchwanderbarkeit von Gewässern in Deutschland (wieder – preussische Gesetze kannten so etwas als notwendige Vorgabe!) als rechtlich zu verankerndes Grundgut schriftlich fixiert wurde.
Klarheit hat – nach tastenden Versuchen seit den 1980ern – erst die Wasserrahmenrichtlinie gebracht.
Um so mehr ist der Versuch zur Realisierung der Durchwanderbarkeit am Wehr Maschen ein frühes Lehrstück, an dem es noch heute viel zu erkennen gibt.
Inzwischen entspricht dieses Bauwerk in keiner Weise fachlichen Anforderungen. Es ist an der Zeit, hier Abhilfe zu schaffen.

Blick von Oberstrom: Aufstau der Seeve (rechts oben das Wehr), damit Wasser links in den Seevekanal Richtung Harburger Industrie abgeleitet werden kann.

Blick von Oberstrom: Detail Gesamteindrucck des Fischpasses am rechten Seeveufer - ein eigen- und wohl einzigartiges Bauwerk der Vergangenheit.
Seinerzeit hatte man geplant, in einer Art Tümpelbeckenpass mit zwischengeschalteten Passagebereichen den Wehrabsturz kompensieren zu wollen. – Sie sehen keine Passage, nur Beton? Richtig: Im Beton sind unter Wasser jeweils 2 Löcher, durch die das Wasser strömt. Hier sollen und müssen Wanderwillige durch. (Ich bezeichne diese turbulenten Bereiche willkürlich gern als Delphin-Trainingseinheiten. Vielleicht würden Delphine auch über den Beton springen wollen.)

Heute stellen sich die früheren Tümpelbereiche als durchgängige, vielfältige Kleineinheiten von Landschaft dar. Im folgenden Bild wird die aus der Planung entstandene Ur-Realität beschrieben.

Die aufgeweiteten Tümpelbereiche (gelbe Darstellung der ursprünglichen Uferlinie) - in der Planung als Rastkolke gedacht - fungierten im Erosions-Sand führenden Tieflandgewässer als Sandfänge. Die Gesamtfläche der Tümpel war ca. 2-5 cm schwach mit Wasser überflossen, in Betonnähe sorgte die dort gebündelte Strömung für kleine, abgesonderte Tiefwasserbereiche ober- und unterstroms.
Über viele Jahre war eine Wanderorganismenpassage in dieser „Sandfang-Situation“ unmöglich. Die in den Elbe-Abwasserjahrzehnten relativ wenigen Meerforellen, die das Sauerstoffloch bei Hamburg passieren konnten, sprangen sich am Seevewehr die Köpfe blutig.
Anglervereine versuchten in vielen und langen Gesprächen mit Unterhaltungsverband und zuständigen Verwaltungen Abhilfe zu schaffen. – Osmerus schlug Anfang der 1980er vor, die Zeichen des Bauwerks zu lesen und zu nutzen: in verengten Bereichen (den Durchlässen im Beton) sorgte die turbulente Strömung für Tiefwasser – warum also dies nicht im „Sandfang“ nutzen und Einengungen bauen ? !
Dankenswerter Weise trat das damalige Wasserwirtschaftsamt Lüneburg mit seinem Amtsleiter Thienel auf den Plan. Unbürokratisch entsandte er seinen Bautrupp und schnell waren wir uns einig: buhnenartig gestackte Einbauten würden Turbulenz induzieren und den antransportierten Sand zu einer Kleinlandschaft formen, die sich allein weiterentwickeln dürfte. Die roten Eintragungen im vorstehenden Bild geben dies in etwa wider (Klick auf`s Foto oben – und es erscheint in groß, mit lesbarem Text).

Die hydraulischen Untersuchungen der ursprünglichen Passplanung zeigten, dass die Betondurchlässe so heftig durchströmt wurden, dass Leitbahnen benötigt wurden. Hier ein Beispiel der jeweils unterstrom angebrachten Einbauten.

Die ursprünglich offen gelassenen Leitbauten hatten Nachteile. Tiere konnten hinein gelangen und elend zugrunde gehen. So wurden viele Versuche unternommen, die Offenstellen irgendwie zu füllen.

Und so landen wir beim Thema dieses Blog-Eintrags "Neunaugen": Bei hydraulisch stärker beaufschlagten Situationen gelangen auch Flussneunaugen auf diese Flächen. Womöglich wollen sie bei höherem Wasserstand sogar hier im Kies laichen ... - Abhilfe kann nur eine vollständige Abdeckung bzw. der völlige Neubau der Gesamtanlage nach heutigem Stand der Technik bringen.
Weitere „Sehen Lernen-Erlebnisse“ bringen Aufschluss über leicht umsetzbare Verbesserungsmöglichkeiten – nicht nur für hier, sondern fast für überall.

Der Wassereintritt in den Fischpass mit Schwimmstoffabweiser. Überbreit gebaut werden im Vordergrund die "Sandfang-Folgen" in Ansätzen deutlich. Baggern bringt da keine Lösung.

Gleich unterhalb des Einlaufs in den Fischpass ist schon die Lösung zu sehen. Wie in den Tümpelbereichen benötigt es "nur" Turbulenz-induzierender Einbauten, hier: Großsteine, um die Sandfangwirkung aufzuheben und Durchwanderbarkeit sicherzustellen. - Ja, und gucken Sie hin: Da ist doch schon optisch "Leben im Bach". - Das nächste Foto bezieht sich auf den im Hintergrund grün sichtbaren Bereich.

Aufwärts in Richtung des vorigen Fotos gesehen: fehlende Uferbäume führten zu erheblicher Erosion im Prallhangbereich. Stacken und Bodenhinterfüllen bringt keine dauerhafte Lösung. Erst das Bäume wachsen lassen, hier vermutlich: Jung-Erlenpflanzen in 1 m-Abstand, kann systembedingt nachhaltig wirken.
Der Fischpass ist heute also vielfältiger strukturiert und belebt als die Seeve.
Verlassen wir nun das Lehrbeispiel Fischpass und werfen einen Blick nach oberstrom, auf das sommerkühle Forellen- und Äschengewässer Seeve.

Das selbe Bild, wenn man weiss, was es zu sehen gilt: Am linken Seeveufer, hier rechts, da der Blick bachauf geht, herrscht die fast überall zu findende Situation. Sei es Vernachlässigung, sei es Mutwilligkeit - der standorttypische Baumsaum ist verschwunden. Erosion schafft Überbreite und Strukturverlust. In-stream Restaurieren brächte mit wenig Aufwand schnell Abhilfe.
So haben wir also auf kleinem Raum Ursachen fast überall vorhandener Gewässerschäden und Möglichkeiten zur Verbesserung kennen gelernt.
Nachzulesen ist das im Gesamtüberblick und in 3 Jahrzehnten Historie auch.
Und für das noch immer unterbelichtete Thema „Der Baum“ gucken Sie bitte mal unter „Bach-Mann“ (ein Bisschen im Link runterrollen, dann erscheint`s).
Radfahren wie auf Schienen – Korbach-Netze, Rückfahrt.
Posted in Der Kampfdackel, Reisen, Unsortiertes on 23. März 2012| Leave a Comment »
Das war prima. Mal sehen, wie es mit der Rückfahrt klappt.

Letzter Blick auf den ehemaligen Netzer Bahnhof. Nächstes Mal esse ich hier einen der berühmten Pfannkuchen.

Hochspannungsleitungen - die haben wir früher als landschaftsverschandelnd bekämpft. - Als es noch Landschaft gab ...

DAS meine ich mit "es gibt keine Landschaft mehr". Kein Baum, kein Strauch, kein blühender Randstreifen am Weg - alles wegsubventioniert.

Agrar-Spuren. (Allzu) Schweres Gerät verdichtet den Boden Jahr für Jahr mehr. Probleme mit zu viel und zu wenig Regen verschärfen sich.

Güller in der Ferne - gerade leer. (Wann werden in Deutschland eigentlich emissionsgeminderte Techniken eingesetzt, die anderswo längst Praxis sind?)

Und diese Geschosse - und die Langstreckentransporter für z.B. Mais Richtung Biogasanlage - belasten dann auch noch über Kilometer die Bundesstraßen und behindern den Verkehr.

Immerhin habe ich jetzt auf einem kleinen Abstecher Sachsenhausen erreicht. Hier mache ich kurz Rast bei Freunden auf einem Biohof.
Wenn das Socke, unser Kampfdackel, wüsste !
Nun fährt der Kerl die ganze Zeit durch die Gegend, geniesst die Ruhe in den Berg-Einschnitten – schon meckert er wieder, wenn er in der Realität angekommen ist.

Nur nicht ins Trudeln kommen bei solcher Querbänderung. - Sehr schön, hier im Geländeeinschnitt sind nur die Vögel zu hören.

Nicht ganz ohne Worte: die Goldspur rechts hinten wird im Frühjahr schön durch Krokusse symbolisiert.
So, die Radtour ist prächtig beendet. Was nachmittags und abends geschah, verheimliche ich.
Am nächsten Tag ruft der Norden, Zeit zum Bahnhof aufzubrechen.
Ok, Korbach und Korbächer, war mir mal wieder ein Vergnügen. Bis zum nächsten Mal!
Radfahren wie auf Schienen – Korbach-Netze, Etappe 2
Posted in Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen, Unsortiertes on 20. März 2012| Leave a Comment »
Nun geht die Fahrt weiter über Höringhausen und Sachsenhausen zum vorläufigen Endpunkt dieses Radwegs bis zum ehemaligen Bahnhof Netze – alles inzwischen zur Stadt Waldeck gehörend.

Was ist aus dem Waldecker Bergland geworden – wo sind die Hecken, die Feldgehölze geblieben ? – Auch die über Jahrzehnte aus „Grünem Plan“ finanzierten, wie auch immer die zahlreichen Förderprogramme hießen, sind ersatzlos weg.

Da öffnet sich der Blick am Rand von Höringhausen weit in die Landschaft – vorn im Bild ein misshandelter, baumloser Bach, der als Ackerrandbegleiter (oder gar verrohrt?) verschwindet.

Es musste ja passieren – kein Ausflug, der nicht als Begehung endet! Abwassereinleitung am Rand von Sachsenhausen.

Eine der bösen Seiten der Solar-Subventionierung: Landschaftszerstörung für Paneele – als gäbe es nicht genug versiegelte Fläche, Dächer usw. usw. – Und als fehlten nicht allenthalben Freiflächen für die Natur! – Solch Subventionswahnsinn darf schon von Anbeginn an gar nicht möglich sein!

Jaaa, und jetzt: die Reiherbachtalbrücke, hoher Viadukt, voraus! (Wirklich wahr: für nicht Schwindelfreie gibt es eine Umfahrung.)

Reiherbach-Überblick. Leider hatte der Bussard vergessen, sein Frühstück mitzunehmen, als er wegen mir hier abflog.

Nochmal Reiherbach, dicht unter der Brücke. Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass etwas nicht stimmt?

Blick aufwärts von der anderen Brückenseite: Ach so – Einstau, Ableitung in Teich, Gänsehaltung auf dem Wasser. Die Wasserbehörde wird sich freuen.

Hier ist also Schluss – bald geht es weiter nach Buhlen. Dort findet dieser Radweg Anschluss an andere, z.B. nach Bad Wildungen.

Der Beweis (die Lampen waren ja eben schon zweimal zu sehen): Bahnhof Netze – ich war da! Das Pfannkuchenhaus lockt manchen Feinschmecker.
Der nächste Beitrag beschreibt den Rückweg.










































































































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