Grau in grau der Norden um Hamburg, stürmischer Wind – ist das der Klimawandel-Sommer der Zukunft?
Ich bin nach Norden gefahren, die Sonne zu suchen.

So sah die Binnenalster mittags am Dienstag, 26. Juni 2012, vom Zug aus aus. Der Wind blies die Fontäne zu einer breiten Wasserwand …

Ein Bisschen heller wirkte es unter dicken Wolken bei der Überquerung des Nordostseekanals – vielleicht den bunten Gebäuden geschuldet.

Siehe da, zwischen Rendsburg und Schleswig reisst der Himmel auf – nicht, um seine Schleusen zu öffnen, sondern um Himmelblau sichtbar zu machen.

Die Fahrt folgt dem Tal der Kolding Au, malerisch gesäumt von hohen Moränensäumen.

Umsteigen in Fredericia – die Hälfte der langen Fahrt ist rum. Die Sonne lacht.

Weiter geht es Richtung Aalborg.

Angekommen! Der Blick über den Bahnhofsvorplatz zeigt typische Teile des alten Aalborg.
Die Sonne jedenfalls habe ich gefunden.

Schick, in historischem Aufzug fahre ich Richtung Hotelzimmer.

Blick über Aalborgs Dächer – über Rettungstreppe mit Ringeltaube.

Mein erster Rundgang in Aalborg findet statt bei kühlem Sonnenschein und Starkwind. Sogar das Wasser auf diesem Stadtbrunnen kräuselt sich windbewegt.

Historische Altstadt – das gelbe Haus ist das alte Rathaus. Man sagt, der damals nicht Bürgermeister wurde, baute das höhere Haus im Vordergrund. An seiner Fassade soll ein Gesicht die Zunge heraus strecken.

Auf der Limfjordbrücke, Blick nordwärts.

Möve neben kabbeligem Limfjordwasser.

Abendstimmung am Limfjord-Südufer.

Es bleibt lange hell in diesen Zeiten und Breiten – Möven schreien schrill im Sturmgebruus.

Ausgeschlafen – boahhh, was für ein Morgengruß.

Licht und Schatten – Stadtkunst. – Der mittlere Schatten stammt von einem Papierkorb.

Aha, Aalborg … – Ich habe auch die Tanks des Jubi gesehen. Aber es gibt ja noch viel mehr.

Am Südufer des Limfjord ist eine öffentliche Badeanstalt. Hier hat gerade nach langem Stupsen und Klopfen ein Schüler seine Kontrahentin aus dem Gleichgewicht gebracht. – Im Hintergrund Aalborgs Industrie.

Neptun hat alles im Blick.

Strandkrabben-Rückenpanzer – das ist hier kein See, sondern ein Fjord: Salzwasser.

Ein Kreuzfahrer – es können ja nicht alle gleichzeitig im Hamburger Hafen sein.

Das Aalborger Schloss – mit Kreuzfahrer!

Der Kreuzfahrer beeinflusst auch das innere Stadtbild – jedenfalls den Ausblick.

Wo ein alter Hafen, da gibt es auch eine Reeperbahn.
Reeperbahn, das ist also keine Hamburger Besonderheit.

Es wird später, ein dänischer Sommerabend. Ich lerne: da isst man im Freien auf dem Platz.

Und ich lerne weiter: Die da mit den „Tullamore Dew“-Mänteln: das sind keine Mäntel, das sind Decken zum Warmhalten. Die Dohle nutzt erfolgreich die freier werdenden Plätze am Tisch.

Am Tag drauf ist der Kai frei, der Kreuzfahrer weg.

Viel Geld oder Mut zum Risiko? – In Aalborg wird gebaut und gebaut und gebaut … – Dies wird die neue Musikhalle.

Die Abwesenheit des großen Schiffs gibt mir Gelegenheit und Muße, nach Fisch Ausschau zu halten. Und da ist neben der Qualle schon ein Stichling.

Wenn man diese Massen Meerforellenfutter (Schwärme von Heringen, Stichlingen und anderen) entlang der Kaimauern am Südufer des Limfjords sieht, wundern einen die Berichte über legendäre Meerforellen der Karup Au nicht.
Gerade ist dort ein Riese von 93 cm Länge gefangen worden.

Die Qualle und die Fischschwärme treffen sich, driften aneinander vorbei.

Stilles Kanalwasser hinter Ringen querab zum Limfjord.

Glitzern auf dem Kanal, auch hier fetzen gelegentlich Böen rein.

Tag der Abreise, noch Zeit für ein paar Kurztouren. Über den Dächern – Wald, Kirche, Turm – das will ich mal erkunden.

Kirche mit komischem Turmanhang – ich sehe mal nach.

Aufwärts geht es durch den Skulpturenpark, hier: Blick über einen Eiszeitstein („Findling“) auf Waldlandschaft.

Naturskulptur Baum – mindestens so beeindruckend wie menschengemachte Skulptur.

Und noch so ein Beispiel.

Oben angekommen habe ich einen prima Überblick über die Stadt, hier mit Industrie-Kulisse. – Noch besser wäre der Ausblick, wenn der Aalborg-Turm schon geöffnet hätte … Der steht nämlich genau neben mir.

Als dann nach einer Weile des Guckens und Staunens eine Kampftaube angerast kommt, verlasse ich den Ausguck.

Da störte doch die ganze Zeit ein Dauersirren die Ruhe!? – Ich zoome den Verursacher heran: Gib einem Mann einen Motor – und er wird lärm erzeugen. – Kann mal jemand diese Heuler lärmbegrenzen?!

Blick zurück auf den Aalborg-Turm.

Durch diese schicke Allee geht`s nochmal in die Stadt.

Brunnen gibt es hier in vielerlei Variation.

… und das ist auch gut so, wie dieser Wasserhund zu berichten weiss.

Zeit zur Abfahrt, der Zug steht bereit.

Mit etwas Glück fotografiere ich im Vorbeifahren die Gudenau bei Randers.

Die Vejlefjord-Brücke, ganz schön voll – wie gut, dass ich im Zug sitze. – Mal sehen, wann es wieder nach DK geht.
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