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Archive for the ‘Reisen’ Category

Sehr schön, die Belegschaft hat an den alten Elbe-Spezi gedacht und nach der Alternativen Hafenrundfahrt 2016 wieder eine Tour durch den Hamburger Hafen vorgesehen. Dieses Mal fahren wir „Immer der Ware nach“. Mal gucken, wie mir erstmals als Gast beim Betriebsausflug zumute ist.

Mit der S-Bahn aus Wedel angereist - Ausstieg Landungsbrücken.

Mit der S-Bahn aus Wedel angereist – Ausstieg Landungsbrücken.

Nun muss ich zum Treffpunkt Baumwall gehen - "Heimat-Hafen-Hamburg".

Nun muss ich zum Treffpunkt Baumwall gehen – „Heimat-Hafen-Hamburg“.

Als ich den Strom- und Hafenbau Richtung Wandsbek verliess, meinten manche „Ohne Deine Elbe kannst Du doch gar nicht …“. – Von damals bis Mitte 2015 traf dann meine Antwort zu „Beim Pendeln sehe ich die Elbe zweimal täglich von den Norderelbbrücken aus. Das reicht, um zu wissen, wie es dem Strom geht.“. Natürlich tragen Abflussdaten sowie das Wassergütemessnetz ihren Teil zur fachlichen Stütze dieses optischen Eindrucks bei.

Vorbei an der beeindruckenden Baustelle Hochwasserschutz, die die touristische Begegnung mit Elbe und Hafen mit eingeplant hat.

Vorbei an der beeindruckenden Baustelle Hochwasserschutz, die die touristische Begegnung mit Elbe und Hafen mit eingeplant hat.

Hoch, in der Tat - muss sein! So sieht das ganze von Land also fertig aus.

Hoch, in der Tat – muss sein! So sieht das ganze von Land also fertig aus.

Immerhin, die Elbphilharmonie guckt drüber.

Immerhin, die Elbphilharmonie guckt drüber.

On top - der Hafenblick gen Ost.

On top – der Hafenblick gen Ost.

Fast an Bord - fast Tideniedrigwasser, oha, steil hoch geht der Blick! So ein Hafen mit in grossen Teilen tief liegenden alten Zentrumsteilen muss schon allerhand Sicherheitsaufwand gegen Sturmfluten treffen.

Fast an Bord – fast Tideniedrigwasser, oha, steil hoch geht der Blick! So ein Hafen mit in grossen Teilen tief liegenden alten Zentrumsteilen muss schon allerhand Sicherheitsaufwand gegen Sturmfluten treffen.

Wir durchqueren die Speicherstadt, sehen neben Altem auch aktuellen Bewuchs - interessanter Anblick für den früheren Periphyton-Forscher.

Wir durchqueren die Speicherstadt, sehen neben Altem auch aktuellen Bewuchs – interessanter Anblick für den früheren Periphyton-Forscher.

„Periphyton-Forscher“, das ist lange her – zum Glück liegen die „Abwasser-Jahrzehnte“ hinter uns.

Wir durchqueren die Speicherstadt. Lange Strecken der auf Pfählen gegründeten Bauten sind zu sanieren - wieso?

Wir durchqueren die Speicherstadt. Lange Strecken der auf Pfählen gegründeten Bauten sind zu sanieren – wieso?

Zum Einen liegt das am Zahn der Zeit.

Zum Einen liegt das am Zahn der Zeit.

Wir haben aber auch wieder ein Wetterchen!

Wir haben aber auch wieder ein Wetterchen!

Wir queren die Norderelbe - Blick gen Westen über die Elbphilharmonie Richtung Landungsbrücken.

Wir queren die Norderelbe – Blick gen Westen über die Elbphilharmonie Richtung Landungsbrücken.

Rein in den Hansahafen.

Rein in den Hansahafen.

Und im Osten wieder raus, in den Saalehafen - Blick auf ein Zeugnis grausamer Vergangenheit. Hier waren Inhaftierte des KZ Neuengamme für Arbeiten im Hafen untergebracht.

Und im Osten wieder raus, in den Saalehafen – Blick auf ein Zeugnis grausamer Vergangenheit. Hier waren Inhaftierte des KZ Neuengamme für Arbeiten im Hafen untergebracht.

Der Spreehafen bei Tideniedrigwasser - da wächst wat - Süßwasserwatt ...

Der Spreehafen bei Tideniedrigwasser – da wächst wat – Süßwasserwatt …

Kleine Erläuterung zu „Süßwasserwatt mitten in der Stadt“.

Vorn stand "Zum Einen ...", hier also "Zum Anderen ..." - das durch ständige Elbvertiefungen weggelaufene Wasser (Absenkung des Tideniedrigwassers) lässt die Pfahlgründungen trocken fallen. - Sauerstoffkontakt führt zu optimalem Kompostieren der früher wassergeschützten Pfahlgründungen.

Vorn stand „Zum Einen …“, hier also „Zum Anderen …“ – das durch ständige Elbvertiefungen weggelaufene Wasser (Absenkung des Tideniedrigwassers) lässt die Pfahlgründungen trocken fallen. – Sauerstoffkontakt führt zu optimalem Kompostieren der früher wassergeschützten Pfahlgründungen.

Handlungsbedarf ohne Ende …

So kann dann ein saniertes Ufer aussehen. Zweifellos nicht mehr "schön romantisch", aber sicher.

So kann dann ein saniertes Ufer aussehen. Zweifellos nicht mehr „schön romantisch“, aber sicher.

Auch mitten im Hafen - man wundert sich! So sah früher mal das gesamte Elbe-Ufer aus. Pflanzensukzession mit beeindruckendem dreidimensional großem Tide-Auwald.

Auch mitten im Hafen – man wundert sich! So sah früher mal das gesamte Elbe-Ufer aus. Pflanzensukzession mit beeindruckendem dreidimensional großem Tide-Auwald.

Inzwischen sind wir in der Rethe - Blick gen Südwesten auf das umstrittene Kohlekraftwerk Moorburg. Eine Politikerin riet Vattenfall, wenn schon, dann gleich doppelt so groß wie zunächst geplant zu bauen. - Kohleausstieg, nein danke?

Inzwischen sind wir in der Rethe – Blick gen Südwesten auf das umstrittene Kohlekraftwerk Moorburg. Eine Politikerin riet Vattenfall, wenn schon, dann gleich doppelt so groß wie zunächst geplant zu bauen. – Kohleausstieg, nein danke?

Kohlekraftwerk Moorburg mit aufgezwungenem Flach-Kühlturm. Immerhin benötigt das riesige Kraftwerk bei niedrigem Elbeabfluss mehr als die Hälfte der Süderelbe-Wasserführung zum Kühlen.

Kohlekraftwerk Moorburg mit aufgezwungenem Flach-Kühlturm. Immerhin benötigt das riesige Kraftwerk bei niedrigem Elbeabfluss mehr als die Hälfte der Süderelbe-Wasserführung zum Kühlen.

Containerterminal Altenwerder. Der gigantische Ladekran bringt ein Sportboot zu Wasser.

Containerterminal Altenwerder. Der gigantische Ladekran bringt ein Sportboot zu Wasser.

Natürlich floriert der Containerverkehr, die großen Schiffe können - erkennbar auch ohne weitere Elbvertiefung - abgefertigt werden. Ganz klein staunen wir hinauf.

Natürlich floriert der Containerverkehr, die großen Schiffe können – erkennbar auch ohne weitere Elbvertiefung – abgefertigt werden. Ganz klein staunen wir hinauf.

Noch nicht allzu alt - und schon hinfällig? Wir sind gespannt, wie die weitere Planung für den Ersatz der Köhlbrandbrücke weiter geht.

Noch nicht allzu alt – und schon hinfällig? Wir sind gespannt, wie die weitere Planung für den Ersatz der Köhlbrandbrücke weiter geht.

Hier mündet einer der größten westdeutschen Nebenflüsse in die Elbe - das weitergehend gereinigte Abwasser der Stadt Hamburg. Möwenschwärme kennzeichnen den Auslauf.

Hier mündet einer der größten westdeutschen Nebenflüsse in die Elbe – das weitergehend gereinigte Abwasser der Stadt Hamburg. Möwenschwärme kennzeichnen den Auslauf.

Die Dunstglocke der Großstadt, wir erreichen die Norderelbe.

Die Dunstglocke der Großstadt, wir erreichen die Norderelbe.

Wie gut, dass es große Schwimmkräne gibt.

Wie gut, dass es große Schwimmkräne gibt.

Schwimmdock mit Schutznetz zu den offenen Seiten.

Schwimmdock mit Schutznetz zu den offenen Seiten.

Hafenfähren vor dem Alten Elbtunnel und den Landungsbrücken - Bilderbuchwetter.

Hafenfähren vor dem Alten Elbtunnel und den Landungsbrücken – Bilderbuchwetter.

Langsam geht die Hafenrundfahrt ihrem Ende zu - Cap San Diego und Elbphilharmonie.

Langsam geht die Hafenrundfahrt ihrem Ende zu – Cap San Diego und Elbphilharmonie.

Und zur Begrüßung - Seifenblasen!

Und zur Begrüßung – Seifenblasen!

Günstige Winde unterstützen den Meister seines Fachs.

Günstige Winde unterstützen den Meister seines Fachs.

Die Seifenblasen erfreuen auch die Passanten, hoch oben auf der Hochwasserschutzanlage.

Die Seifenblasen erfreuen auch die Passanten, hoch oben auf der Hochwasserschutzanlage.

Nun müssen wir wieder runter - ist aber auch irre hoch, dieser Schutz für die Stadt.

Nun müssen wir wieder runter – ist aber auch irre hoch, dieser Schutz für die Stadt.

Beim Portugiesen warten die reservierten Tische - Essen und Trinken.

Beim Portugiesen warten die reservierten Tische – Essen und Trinken.

Ein schönes Dunkles.

Ein schönes Dunkles.

Wenn ich schon die Möglichkeit habe, esse ich gern Lammkoteletts. Sehr zu empfehlen.

Wenn ich schon die Möglichkeit habe, esse ich gern Lammkoteletts. Sehr zu empfehlen.

So geht für mich ein wieder einmal interessanter Betriebsausflug zu Ende. Mal sehen, wann es wieder so passt.

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Mal wieder Küstenwind schnuppern?

Es gibt kaum eine bessere Idee, als sonntags um 9.30 Uhr an Wedels Küste zu fahren – zumal nach einem Viertelfinale: da spaziert man entlang Badebucht und Hafen ganz allein. Wenn man fertig ist, kommen die ersten „Frühaufsteher“.

Ich begehe übrigens mein 45. Elbe-Jahr – nach Vorstudium gen Norden ins Hamburger Tidegeschehen gedriftet, die Elbe kennengelernt als studentische Hilfskraft, Diplomand, Doktorand, ökologischer Fachberater der (damaligen) Wasserbehörde für die Hamburgische Elbe, erster Gewässerschutzbeauftragter des Strom- und Hafenbau (heute „HPA“), Ökologe im Team Baggergutuntersuchungsprogramm. – Wichtiger Lehrmeister in Sachen Elbe waren dabei immer die Gewässerorganismen – schliesslich müssen diese „Einheimischen“ die Wechselhaftigkeit des Gewässers ständig ertragen und überleben. So geben sie Auskunft über tägliche, saisonale sowie Jahrzehnte betreffende Veränderungen der Elbe. Der Wanderfisch Meerforelle hat dabei eine besondere Aussagekraft. (Was einem so winddurchpustet durch den Kopf geht …)

Schön, dass hier die Vielfalt der Bäume in Arten und Größe im Deichbereich erhalten blieb!

Schön, dass hier die Vielfalt der Bäume in Arten und Größe im Deichbereich erhalten blieb!

Wedels Badebucht - Westende.

Wedels Badebucht – Westende.

Wedels Badebucht, mittendrin.

Wedels Badebucht, mittendrin.

Wir liegen zeitlich etwa eine Stunde vor Tideniedrigwasser, also „Ebbe“ – bei 3,60 m Wasserstandsdifferenz zwischen Ebbe und Flut also „ganz schön wenig Wasser“.

Ganz nebenbei sei gesagt, dass man sich den Begriff „Badebucht“ nicht zu euphorisch einverleiben sollte – wir befinden uns an einer seeschifftiefen Bundeswasserstraße. Neben den Kräften der Hydraulik im Tidegeschehen, treten ganz erhebliche Turbulenzen und zusätzliche Strömungen, Druck und Sog, auf. Wer was auf sich hält, geht lieber nicht ins Wasser.

Badebucht Wedel, Ostende.

Badebucht Wedel, Ostende.

Zwei Lachmöwen an der Wasserkante - das Ding vorn ist kein Kunstwerk, sondern ein sich nach Baden in einer Pfütze putzender Rabe, man glaubt es kaum.

Zwei Lachmöwen an der Wasserkante – das Ding vorn ist kein Kunstwerk, sondern ein sich nach Baden in einer Pfütze putzender Rabe, man glaubt es kaum.

Badebucht Wedel, an der Wasserkante - hier Schlickwatt an der Ostkante - auflaufende Sportbootwellen.

Badebucht Wedel, an der Wasserkante – hier Schlickwatt an der Ostkante – auflaufende Sportbootwellen.

Badebucht Wedel, jetzt bei Tideniedrigwasser erkennt man die waltenden Erosions- und Sogkräfte an der starken Böschungsneigung.

Badebucht Wedel, jetzt bei Tideniedrigwasser erkennt man die waltenden Erosions- und Sogkräfte an der starken Böschungsneigung.

In unzähligen Rinnsalen entwässert die Sandfläche bei Ebbe.

In unzähligen Rinnsalen entwässert die Sandfläche bei Ebbe.

Blick gen Osten von der Hafenmole aus: Hamburgs Containerkräne der Westhäfen grüßen.

Blick gen Osten von der Hafenmole aus: Hamburgs Containerkräne der Westhäfen grüßen.

Maritimes auf dem weissen Beton der Hafenmole - dem Kampfdackel gefällt und schmeckt es.

Maritimes auf dem weissen Beton der Hafenmole – dem Kampfdackel gefällt und schmeckt es.

Wind und Wellen (bei höheren Fluten) tun, was sie nicht lassen können: Sandeintrieb auf die Westseite der Hafeneinfassung.

Wind und Wellen (bei höheren Fluten) tun, was sie nicht lassen können: Sandeintrieb auf die Westseite der Hafeneinfassung.

Sandeintrieb - mal als LandArt betrachtet.

Sandeintrieb – mal als LandArt betrachtet.

Im Übergang zum Grün sind ca. 30 schon hohe Pappeln gepflanzt worden. Mal sehen, wie sie sich ins Gesamtbild einwachsen werden.

Im Übergang zum Grün sind ca. 30 schon hohe Pappeln gepflanzt worden. Mal sehen, wie sie sich ins Gesamtbild einwachsen werden.

Pappel-Detail vor Spielplatz.

Pappel-Detail vor Spielplatz.

Dränproblem am Fußballplatz - hier ziehen die vorn gezeigten Entwässerungsrinnsale offenbar gar nichts weg. - Im Hintergrund: Anregung für Freiluft-Geburtstagsfeier.

Dränproblem am Fußballplatz – hier ziehen die vorn gezeigten Entwässerungsrinnsale offenbar gar nichts weg. – Im Hintergrund: Anregung für Freiluft-Geburtstagsfeier.

So, wir ziehen uns wieder in den bebauten Raum zurück - der Roland begrüßt uns in der Altstadt.

So, wir ziehen uns wieder in den bebauten Raum zurück – der Roland begrüßt uns in der Altstadt.

Wer bis hier zum Schluss durchgehalten hat, bekommt als Belohnung eine kostenlose Information: Nächstes Wochenende von Freitag bis Sonntag, 8.-10. Juli 2016, findet das Wedeler Hafenfest statt.

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Wenn man schon so eine Einzigartigkeit wie die Liether Kalkgrube in der Nähe hat, sollte man sie sich doch angesehen haben. Bereits die Homepage, s. vorstehender Link, ist ausgesprochen informativ – aber das Erlebnis vor Ort ist nicht zu toppen.

Parkplatz und Rastbereich, nebendran eine halboffene Hütte - gut bei jedem Wetter, besonders bei Dauerregen.

Parkplatz und Rastbereich, nebendran eine halboffene Hütte – gut bei jedem Wetter, besonders bei Dauerregen.

Ich habe mir den richtigen Führungstermin ausgesucht. Statt der üblichen 60 Teilnehmer sind 15 Unentwegte erschienen. Angesichts mehrerer fachlich ausgesprochen qualifizierter Führer wird das eine „Privat-Exkursion“, auf der man besonders viel mitnehmen kann.

Seenlandschaft, von Fliessgewässern durchzogen - Parkplatzzufahrt zur Liether Kalkgrube, ein Modell für die Nordamerikanischen Seen.

Seenlandschaft, von Fliessgewässern durchzogen – Parkplatzzufahrt zur Liether Kalkgrube, ein Modell für die Nordamerikanischen Seen.

Schön nass und schön bunt, Stein-Schönheiten im Findlingsgarten. - Bei Trockenheit wird der Farbeindruck durch Besprühen mit Wasser hervorgeholt.

Schön nass und schön bunt, Stein-Schönheiten im Findlingsgarten. – Bei Trockenheit wird der Farbeindruck durch Besprühen mit Wasser hervorgeholt.

Dunst liegt über der steilwandumgebenen, tiefen Grube. Ohne Wasserhaltung wäre hier ein Baggersee.

Dunst liegt über der steilwandumgebenen, tiefen Grube. Ohne Wasserhaltung wäre hier ein Baggersee.

Die Höhen- / Tiefenverhältnisse werden verdeutlicht.

Die Höhen- / Tiefenverhältnisse werden verdeutlicht.

Die Zuwegung über Glensanda-Kies ist ausgezeichnet. So ganz ungeschoren haben die Gewitterschauer den Weg allerdings nicht gelassen. Demnächst sind die Erosionsrinnen wieder beseitigt.

Die Zuwegung über Glensanda-Kies ist ausgezeichnet. So ganz ungeschoren haben die Gewitterschauer den Weg allerdings nicht gelassen. Demnächst sind die Erosionsrinnen wieder beseitigt.

Nachdem wir das Ende der Gewitterfront abgewartet haben, können wir die Grube in Ruhe besuchen.

Nachdem wir das Ende der Gewitterfront abgewartet haben, können wir die Grube in Ruhe besuchen.

Pflanzensukzession schützt unsere Böden trefflich. Hier sollen aber Geo-Besonderheiten präsentiert werden. Scharfe Beweidung eignet sich für das Freihalten der wichtigen Flächen.

Pflanzensukzession schützt unsere Böden trefflich. Hier sollen aber Geo-Besonderheiten präsentiert werden. Scharfe Beweidung eignet sich für das Freihalten der wichtigen Flächen.

Im Gewässerschutz bin ich ein konstruktiv-kritischer Begleiter der sogenannten „Halboffenen Weidelandschaft“. Allzu oft zeigt die Realität über die Zeit, dass selbst zunächst gut geführte Herden zahlenmäßig ausufern und keine Ziellandschaft für Gewässer und Aue liefern – sondern eine Überweidungswüste. – Genau das, nämlich das Offenlegen des Bodens, zum Sichtbarhalten der geologischen Besonderheiten ist hier das Ziel. Und die Burenziegen leisten dazu ihr Möglichstes.

Burenziegen halten den Pflanzenwuchs, hier um die "Gips-Berge" kurz.

Burenziegen halten den Pflanzenwuchs, hier um die „Gips-Berge“ kurz.

Laubgehölze sind nach Verzehr von Gras und Stauden schnell entrindet.

Laubgehölze sind nach Verzehr von Gras und Stauden schnell entrindet.

Nadelgehölz stört auch nicht weiter - passt gut in die Burenziege rein.

Nadelgehölz stört auch nicht weiter – passt gut in die Burenziege rein.

 Gut klappt auch das flächenhafte Abfressen ansonsten stark dominierender Brombeerdschungel. - Eine kleine Pause zwischendurch.

Gut klappt auch das flächenhafte Abfressen ansonsten stark dominierender Brombeerdschungel. – Eine kleine Pause zwischendurch.

Was die Tiere nicht schaffen, wird im Herbst maschinell per Hand beseitigt.

Das Offenhalten bringt nicht nur der Geologie, sondern auch Fauna und Flora die Möglichkeit, hier Besonderheiten zu präsentieren.

Das Offenhalten bringt nicht nur der Geologie, sondern auch Fauna und Flora die Möglichkeit, hier Besonderheiten zu präsentieren.

Beeindruckende Formationen bis hin zu uralten geologischen Schichten - mal senkrecht nebeneinander, mal schichtweise "ordentlich" übereinander - auch verdrehte, gar umgekehrt liegenden Anordnungen sind hier auf begrenztem Raum zu bestaunen.

Beeindruckende Formationen bis hin zu uralten geologischen Schichten – mal senkrecht nebeneinander, mal schichtweise „ordentlich“ übereinander – auch verdrehte, gar umgekehrt liegenden Anordnungen sind hier auf begrenztem Raum zu bestaunen.

Steilwand vor Ockersee - nicht fotografiert befindet sich nebendran eine Karstquelle mit klarem Wasser, bevor auch dieses sich ins Ockerfarbene einmischt.

Steilwand vor Ockersee – nicht fotografiert befindet sich nebendran eine Karstquelle mit klarem Wasser, bevor auch dieses sich ins Ockerfarbene einmischt.

Für den geologisch laienhaften Angler ergibt sich neben dem hiesigen lokalspezifischen Erkenntnisgewinn das optische Erlebnis eines „trockenen“ Baggersees. Die Steilwände zeigen das fischereibiologische Dilemma der ultra-begrenzten belichteten Bodenschicht, sobald die Nährstoffsituation intensives Algenwachstum zulässt (Die „Sichttiefe“ verringert sich auf unter 1 m). Die sommerliche Temperaturschichtung bei ca. 3-4 m unterhalb der Oberfläche lässt die wesentliche Fläche eines solchen Sees sauerstoffarm bis sauerstofffrei werden. – Also, liebe Anglerkolleginnen und -kollegen, Besatz mit standortfremden Fischen vermeiden, genau so Überbesatz durch falsche Berechnung der „Seefläche“. Die sommerliche Sauerstoffbegrenzung lässt aus einem 40 ha-See bezogen auf die für Grundfische nutzbare Bodenfläche (oberster Steilhang!) leicht 4 ha Lebensraum werden.

(Pardon, liebe Leserinnen und Leser, da ging gerade der gewässer- und fischereibiologische Lehrbeauftragte am Ende eines Semesters mit mir durch.  🙂  )

Nicht eingegangen bin ich in diesem Beitrag auf die ausgezeichnete fachmännische Erläuterung all dessen, was sich in der Liether Kalkgrube bietet, sei es Geologisches, Botanisches oder Zoologisches. - Dazu verweise ich auf den o.g. Link, viel besser noch: auf eigene Teilnahme an diesen empfehlenswerten Führungen.

Nicht eingegangen bin ich in diesem Beitrag auf die ausgezeichnete fachmännische Erläuterung all dessen, was sich in der Liether Kalkgrube bietet, sei es Geologisches, Botanisches oder Zoologisches. – Dazu verweise ich auf den o.g. Link, viel besser noch: auf eigene Teilnahme an diesen empfehlenswerten Führungen.

Mein herzlicher Dank gebührt Herrn Prof. Dr. Vinx, Herrn Dr. Heikendorf sowie dem Diplom-Geologen Thomas Voß.

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Erst 4 Monate in neuer Umgebung bin ich weiter dabei, die näheren und ferneren Fliessgewässer kennen zu lernen. Ich bin an die Bilsbek, Pinnau-Einzugsgebiet, eingeladen.

Bilsbek im Abendlicht - nanu, die fliesst ja falschrum! Ach - Tidegebiet, wir liegen kurz vor Tidehochwasser.

Bilsbek im Abendlicht – nanu, die fliesst ja falschrum! Ach – Tidegebiet, wir liegen kurz vor Tidehochwasser.

Ein Weissstorch in der Bilsbek-Aue - welch erfreulicher Anblick.

Ein Weissstorch in der Bilsbek-Aue – welch erfreulicher Anblick.

Mal kein Nutria (vgl. Seeve-Beiträge) - ein Bisam erntet seine abendliche Salatspeise.

Mal kein Nutria (vgl. Seeve-Beiträge) – ein Bisam erntet seine abendliche Salatspeise.

Oha, dieser Kanal will ein Bach, ein kleiner Fluss sein? Da gilt es aber Einiges zu verbessern.

Oha, dieser Kanal will ein Bach, ein kleiner Fluss sein? Da gilt es aber Einiges zu verbessern.

Immerhin, weiter aufwärts sind Individuen von Calopteryx splendens, seltener C. virgo - die hier eigentlich dominieren sollte - zu sehen (hier ein Weibchen auf Gras-Ähre).

Immerhin, weiter aufwärts sind Individuen von Calopteryx splendens, seltener C. virgo – die hier eigentlich dominieren sollte – zu sehen (hier ein Weibchen auf Gras-Ähre).

Eine große Meerforelle dreht vor uns ab - ängstlich vor dem Brückenschatten, vor uns - oder allem zusammen?

Eine große Meerforelle dreht vor uns ab – ängstlich vor dem Brückenschatten, vor uns – oder allem zusammen?

Jedenfalls ist hier noch Einiges zu tun, bevor standorttypische Fischarten wieder halbwegs ihr erforderliches ZuHause wiedererkennen.

Der Blick zum Himmel sagt, es ist Zeit, umzukehren.

Der Blick zum Himmel sagt, es ist Zeit, umzukehren.

Also auf, Richtung Auto, bachab.

Also auf, Richtung Auto, bachab.

An der Bilsbek, vor der Gewitternacht - noch sind wir trocken.

An der Bilsbek, vor der Gewitternacht – noch sind wir trocken.

Wieder am Auto - der Weissstorch läuft noch immer durch die Aue. Ein paar dicke Sachen hat er sich, wie wir erleben durften, inzwischen einverleibt.

Wieder am Auto – der Weissstorch läuft noch immer durch die Aue. Ein paar dicke Sachen hat er sich, wie wir erleben durften, inzwischen einverleibt.

Regenbogen östlich Richtung Hamburg - da war wohl schon was.

Regenbogen östlich Richtung Hamburg – da war wohl schon was.

Ist das nicht der Fingerzeig, hier und heute anständiges Gewässerrestaurieren zu beginnen?

Ist das nicht der Fingerzeig, hier und heute anständiges Gewässerrestaurieren zu beginnen?

Jedenfalls bin ich gut wieder zu Hause angekommen. Auto in die Garage, Blick aus dem Fenster - und schon ging`s lohos.

Jedenfalls bin ich gut wieder zu Hause angekommen. Auto in die Garage, Blick aus dem Fenster – und schon ging`s lohos.

 

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[Ergänzung 27. Juni: Bislang keine Antwort auf meine Fragen, s. ganz unten.

Die Rosensaison hat gestern begonnen und geht bis zum 4. September.

Das Rosenfest wird am 2. und 3. Juli begangen.]

 

Hund und Herr machen einen Ausflug – wir wollen das Rosarium Uetersen kennenlernen.

Gut angefahren, gut (kostenlos!) geparkt, gut durch einen Rosenbogen eingetreten - und willkommen geheissen.

Gut angefahren, gut (kostenlos!) geparkt, gut durch einen Rosenbogen eingetreten – und willkommen geheissen.

Das lassen wir uns schonmal gefallen!

Die parkartige Anlage - noch dazu bei diesem Wetter - gefällt uns in ihrer Abwechslung und Rosenvielfalt sehr gut.

Die parkartige Anlage – noch dazu bei diesem Wetter – gefällt uns in ihrer Abwechslung und Rosenvielfalt sehr gut.

Der jagdliche Forscher Socke von de Dreyster Drift sucht und findet vor allem eher abseits der Rosen.

Der jagdliche Forscher Socke von de Dreyster Drift sucht und findet vor allem eher abseits der Rosen.

Ein Teichhuhn wagt sich vorbei - erstaunlich, wie dicht.

Ein Teichhuhn wagt sich vorbei – erstaunlich, wie dicht.

Huh, Hilfe - der blinde Dackel orientiert sich - da zischt doch wer!

Huh, Hilfe – der blinde Dackel orientiert sich – da zischt doch wer!

Ah, Mutter Ente hat etwas zu verteidigen.

Ah, Mutter Ente hat etwas zu verteidigen.

Sonnenbaden im Park - nicht nur für Menschen ein Vergnügen.

Sonnenbaden im Park – nicht nur für Menschen ein Vergnügen.

Und noch kleinere Küken sind - unter strenger Aufsicht - unterwegs.

Und noch kleinere Küken sind – unter strenger Aufsicht – unterwegs.

Da zieht es Socke weg vom Wasser, doch mal zu den Rosen hin.

Da zieht es Socke weg vom Wasser, doch mal zu den Rosen hin.

Allerlei Grußpostkarten kann man hier schiessen mit diversen Motiven.

Allerlei Grußpostkarten kann man hier schiessen mit diversen Motiven.

Noch`n Gruß.

Noch`n Gruß.

Und noch einer.

Und noch einer.

Schnell noch eine Grußpostkarte beim Zurückgehen.

Schnell noch eine Grußpostkarte beim Zurückgehen.

Aber, was ist das - der freundliche Rosenbogen-Eingang, versperrt durch Flatterband? Raus gehen wir aber doch.

Aber, was ist das – der freundliche Rosenbogen-Eingang, versperrt durch Flatterband?
Raus gehen wir aber doch.

Aha, Pflanzenschutz - also Gift. Der ganze Park ist inzwischen, bei hellem Sonnenschein mittags, geschlossen.

Aha, Pflanzenschutz – also Gift. Der ganze Park ist inzwischen, bei hellem Sonnenschein mittags, geschlossen.

Jetzt warte ich auf die Antwort auf meine Anfrage, ob solch Giftanwendung bei Sonnenschein tagsüber durchgeführt wird und ob man sich um den aus Pfützen trinkenden Hund sorgen muss – oder um die Einwohner, z.B. die Enten, die Wasserlebewesen und alles Drumrum. – Ich bin gespannt.

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Während sich andere an einem bestimmten Gewässer zum Seniorenangeln trafen, wollte ich mal gucken, was die Seeve so zu bieten hat.

Nein, kein Murmeltier – weiss nicht, ob die ausdauernde Schwimmer sind.

Selbe Stelle, selbe Uhrzeit wie vor Kurzem – da schwimmt doch ein wirklich dickes, langes Teil vorbei, ohne sich an mir zu stören.

Ganz zutraulich guckt der dicke Schwimmer zu mir rüber.

Ganz zutraulich guckt der dicke Schwimmer zu mir rüber.

Ohne Blitz war es dann doch ein wenig dunkel, um wirklich scharf zu fotografieren.

Ohne Blitz war es dann doch ein wenig dunkel, um wirklich scharf zu fotografieren.

Inzwischen weiss ich aus berufenem Munde, dass es sich nicht um unseren Seeve-Biber, sondern um ein Nutria handelt.

Ob er zur Kirche in Horst schwimmt, oder am Frühschoppen in der Horster Mühle teilnehmen will, wer weiss es?

Der Bittersüße Nachtschatten blüht - bald werden die orange-roten Beeren leuchten.

Der Bittersüße Nachtschatten blüht – bald werden die orange-roten Beeren leuchten.

Biomasse an Totholz - Massen von Köcherfliegenlarven zeigen, dass Fischfutter an strukturreichen Stellen der Seeve gut vorhanden ist.

Biomasse an Totholz – Massen von Köcherfliegenlarven zeigen, dass Fischfutter an strukturreichen Stellen der Seeve gut vorhanden ist.

Kein Wunder, dass ich auch den Eisvogel regelmäßig erlebe, heute mit Füttern der Jungen.

Zwei der älteren Nutria-Schwimm-Fotos und eins mit Trittsiegel folgen ergänzend.

Damals wusste ich noch nicht, wer der dicke Schwimmer ist.

Damals wusste ich noch nicht, wer der dicke Schwimmer ist.

Auch da schwamm er souverän und ruhig vorbei, als könnte ihn nichts stören.

Auch da schwamm er souverän und ruhig vorbei, als könnte ihn nichts stören.

Und ich dachte, ich hätte mal ein Trittsiegel des Seeve-Bibers entdeckt.

Und ich dachte, ich hätte mal ein Trittsiegel des Seeve-Bibers entdeckt.

Ach ja, das Seniorenangeln – da wurden selbstverständlich wieder Fische gefangen.

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Wer westlich von Hamburg, im Südwesten Schleswig-Holsteins Lern-Erlebnisse sucht, wird z.B. im Elbmarschenhaus und Umfeld allerhand finden.

Während der Stockenterich auf dem Haseldorfer Schlossgraben das Entenflott flott macht, suchen wir auf der anderen Straßenseite unser Vergnügen.

Während der Stockenterich auf dem Haseldorfer Schlossgraben das Entenflott flott macht, suchen wir auf der anderen Straßenseite unser Vergnügen.

Wir sind zu früh, das Haus macht in 10 Minuten auf - da gucken wir uns mal im Freigelände um.

Wir sind zu früh, das Haus macht in 10 Minuten auf – da gucken wir uns mal im Freigelände um.

Wasser und Technik - immer einen Blick wert. Heute allerdings bleibt das Wasser im Graben - wir würden sonst die vielen Kaulquappen aufs Trockene, den Wasserspielplatz, befördern. - "Wasserschnecke" wird also nächstes Mal in Gang gesetzt.

Wasser und Technik – immer einen Blick wert. Heute allerdings bleibt das Wasser im Graben – wir würden sonst die vielen Kaulquappen aufs Trockene, den Wasserspielplatz, befördern. – „Wasserschnecke“ wird also nächstes Mal in Gang gesetzt.

Spaß auf Schaukelpferd vor junger Kopfweide - Physik und Biologie.

Spaß auf Schaukelpferd vor junger Kopfweide – Physik und Biologie.

Solch Weidengänge, -dome, -kreise haben immer ihre eigene Faszination.

Solch Weidengänge, -dome, -kreise haben immer ihre eigene Faszination.

Daaaa, Insektenhotels unterschiedlicher Ausgestaltung.

Daaaa, Insektenhotels unterschiedlicher Ausgestaltung.

Neben diversen, kaum je zu Gesicht bekommenen Insekten beeindruckte uns diese metallisch blaugrün/türkis und kupferrot schillernde Wildbiene (?) !

Neben diversen, kaum je zu Gesicht bekommenen Insekten beeindruckte uns diese metallisch blaugrün/türkis und kupferrot schillernde Wildbiene (?) !

Der Teich mit Graben - hier leben Frosch, Rotfeder, Stichling, Libellen und viele andere mehr. Mehl- und Rauchschwalben ziehen darüber ihre Kreise, ist doch Futter satt in der Luft.

Der Teich mit Graben – hier leben Frosch, Rotfeder, Stichling, Libellen und viele andere mehr. Mehl- und Rauchschwalben ziehen darüber ihre Kreise, ist doch Futter satt in der Luft.

Der Klotstock - Technik, Fortbewegung, Sport, man staunt.

Der Klotstock – Technik, Fortbewegung, Sport, man staunt.

Der Fingertest - ganz schön spitz, so ein Hirschgeweih!

Der Fingertest – ganz schön spitz, so ein Hirschgeweih!

Nun gehen wir ins Haus.

Eisvogel, Otter und Säbelschnäbler - nach Besichtigen der schicken Tävsmoor-Ausstellung am Wegesrand angesehen.

Eisvogel, Otter und Säbelschnäbler – nach Besichtigen der schicken Tävsmoor-Ausstellung am Wegesrand angesehen.

Oooh, Adler, riesige Adlerfeder und, unten, eine Libelle - sehr interessant.

Oooh, Adler, riesige Adlerfeder und, unten, eine Libelle – sehr interessant.

Man könnte meinen, eine junge Hydrologin wirkt hier am Modell - oder prüft eine Gewässerökologin, ob die Quelle sommerkühles Wasser sprudeln lässt?

Man könnte meinen, eine junge Hydrologin wirkt hier am Modell – oder prüft eine Gewässerökologin, ob die Quelle sommerkühles Wasser sprudeln lässt?

Im Aquarium gibt`s zwar keinen Pottwal zu sehen, wie kürzlich im Multimar-Wattforum in Tönning, aber Kleine leisten auch Großes: Muscheln sind hervorragende Wasserfiltrierer.

Im Aquarium gibt`s zwar keinen Pottwal zu sehen, wie kürzlich im Multimar-Wattforum in Tönning, aber Kleine leisten auch Großes: Muscheln sind hervorragende Wasserfiltrierer.

Interessant gebaute Schnecken ziehen ihre Bahn.

Interessant gebaute Schnecken ziehen ihre Bahn.

Alles hat einmal ein Ende, so heisst es dann "Tschüss, Kormoran, Reiher und Frosch!".

Alles hat einmal ein Ende, so heisst es dann „Tschüss, Kormoran, Reiher und Frosch!“.

Zum Studium während der Fahrt ist ein Faltblatt der Kreisjägerschaft mit Wildschwein und Co. gut geeignet, das wissensdurstige Kind zu beschäftigen.

Zum Studium während der Fahrt ist ein Faltblatt der Kreisjägerschaft mit Wildschwein und Co. gut geeignet, das wissensdurstige Kind zu beschäftigen.

Ins Auto geht es aber noch längst nicht - da schlummert eine Geologin ..., muss noch alle Regen- und Auto-sortierten Steine auf dem Parkplatz erfassen.

Ins Auto geht es aber noch längst nicht – da schlummert eine Geologin …, muss noch alle Regen- und Auto-sortierten Steine auf dem Parkplatz erfassen.

Dann also "Auf bald mal wieder, Elbmarschenhaus"!

Dann also „Auf bald mal wieder, Elbmarschenhaus“!

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So langsam erschliesse ich mir – unterstützt von Kundigen – die Bäche und kleinen Flüsse der neuen Wohnumgebung (ein ergänzender Artikel zum ersten Düpenau-Beitrag vom 4. April 2016 – gern mal über Anklicken im Kalender nachschlagen –  ist überfällig, bitte Geduld).

Eine gute Gelegenheit für neue Erfahrungen bieten die NABU-Bachaktionstage, heute war es wieder so weit.

Um die NABU-Gruppe Hamburg-West haben seit geraumer Zeit viele Aktive dazu beigetragen, die Wedeler Au in Teilstrecken aus ihrem lebensfeindlichen Kanalzustand in einen lebendigen Bach zu verwandeln. – Rückschläge wollen dabei auch verkraftet sein.

Bei schönstem Wetter radele ich bachauf durchs Wedeler Autal, zuerst an seiner Nordkante.

Bei schönstem Wetter radele ich bachauf durchs Wedeler Autal, zuerst an seiner Nordkante.

Nach Seitenwechsel auf die Südseite blicke ich nördlich der S-Bahntrasse über die bunten Mähwiesen.

Nach Seitenwechsel auf die Südseite blicke ich nördlich der S-Bahntrasse über die bunten Mähwiesen.

Immer bergan geht es über den Rheingoldweg - schliesslich ist die Wedeler Au ein Fliessgewässer. Irgendwoher muss das Fliessen ja kommen.

Immer bergan geht es über den Rheingoldweg – schliesslich ist die Wedeler Au ein Fliessgewässer. Irgendwoher muss das Fliessen ja kommen.

Wie sicherlich bekannt, ist das Norddeutsche Tiefland nicht überall flach.

Grot Sahl - immer weiter bergan, begeistert vom kühlenden, lichten Schatten der Bäume.

Grot Sahl – immer weiter bergan, begeistert vom kühlenden, lichten Schatten der Bäume.

Ankunft Kriemhildstraße, Brücke Wedeler Au - Steine, Holz, Werkzeug, fleissige Helferinnen und Helfer - alles da.

Ankunft Kriemhildstraße, Brücke Wedeler Au – Steine, Holz, Werkzeug, fleissige Helferinnen und Helfer – alles da.

Nach Vorbesprechung starten die Arbeiten des NABU-Bachaktionstages.

Nach Vorbesprechung starten die Arbeiten des NABU-Bachaktionstages.

Der Ausgangszustand - überbreite, übertiefe Kanalsituation, so gut wie keine Strömung erkennbar - KEIN Bach.

Der Ausgangszustand – überbreite, übertiefe Kanalsituation, so gut wie keine Strömung erkennbar – KEIN Bach.

Lebensraumwüste "Bach" in grünem Idyll - da soll was besser werden.

Lebensraumwüste „Bach“ in grünem Idyll – da soll was besser werden.

Abwärts der Brücke sind Erfolge der Vorjahre erkennbar. Das Niedrigwasserprofil ist durch Kiese und Holz belebt, Hochwasser kann ungestört darüber ablaufen.

Abwärts der Brücke sind Erfolge der Vorjahre erkennbar. Das Niedrigwasserprofil ist durch Kiese und Holz belebt, Hochwasser kann ungestört darüber ablaufen.

Wechselseitige Einengungen aus Kies und Totholz unter Mittelwasserabfluss - beispielhaftes "instream Restaurieren".

Wechselseitige Einengungen aus Kies und Totholz unter Mittelwasserabfluss – beispielhaftes „instream Restaurieren“.

Schon optisch ist die Belebung des Niedrigwasserprofils zu erkennen - gelenkte, turbulente Strömung, wo vorher träge Bewegung vorlag.

Schon optisch ist die Belebung des Niedrigwasserprofils zu erkennen – gelenkte, turbulente Strömung, wo vorher träge Bewegung vorlag.

Hüfttief und tiefer hinter der Böschungskante verschwunden wird eifrig gewerkelt.

Hüfttief und tiefer hinter der Böschungskante verschwunden wird eifrig gewerkelt.

Und es gibt mehr und anderes Leben im Bach - neben der Wasserassel leben eine Vielzahl Bachflohkrebse hier, ihr guter Zustand erkennbar an den unterschiedlichen Altersgruppen. Offenbar laufen Vermehrung und Heranwachsen wesentlich besser als vorher.

Und es gibt mehr und anderes Leben im Bach – neben der Wasserassel leben eine Vielzahl Bachflohkrebse hier, ihr guter Zustand erkennbar an den unterschiedlichen Altersgruppen. Offenbar laufen Vermehrung und Heranwachsen wesentlich besser als vorher.

Günter Entlinger, alt-erfahrener Bachverbesserer, hat für die Restaurierer Tiere aus der Wedeler Au gefangen. So kann Verbesserung am Besten verdeutlicht werden.

Dem kleinen Stichling sind Wasserassel und Bachflohkrebse noch etwas zu groß.

Dem kleinen Stichling sind Wasserassel und Bachflohkrebse noch etwas zu groß.

Neben - hier nicht sichtbaren - jungen Eintagsfliegenlarven ergänzen Egel und Köcherfliegenlarven das Bild.

Neben – hier nicht sichtbaren – jungen Eintagsfliegenlarven ergänzen Egel und Köcherfliegenlarven das Bild.

Wer gut arbeitet, soll auch gut trinken - Auswahl steht bereit.

Wer gut arbeitet, soll auch gut trinken – Auswahl steht bereit.

Fleissige Hände haben eine bunte Tafel zubereitet - dann man guten Appetit!

Fleissige Hände haben eine bunte Tafel zubereitet – dann man guten Appetit!

Pause - Inzwischen wurde schon gut was weggeschafft.

Pause – Inzwischen wurde schon gut was weggeschafft.

Die Wedeler Au - belebt, licht beschattet, wurzel- und kiesstrukturiert.

Die Wedeler Au – belebt, licht beschattet, wurzel- und kiesstrukturiert.

Wedeler Au - Journalist-belebt. Auch die schreibende Zunft ist von den guten Taten angetan.

Wedeler Au – Journalist-belebt. Auch die schreibende Zunft ist von den guten Taten angetan.

Durch lichten Auwald radele ich parallel zu Wedeler Au gen Westen - nun bachab.

Durch lichten Auwald radele ich parallel zu Wedeler Au gen Westen – nun bachab.

POW - zum Abgewöhnen! Baumlose Großstadtkreuzung auf der Landesgrenze. Ich biege nach rechts ab, wieder in die Autal-Allee gen Wedel.

POW – zum Abgewöhnen! Baumlose Großstadtkreuzung auf der Landesgrenze. Ich biege nach rechts ab, wieder in die Autal-Allee gen Wedel.

Das letzte Bild führt uns vor Augen, was in Sachen „Anpassung an den Klimawandel“ unter anderem zu tun wäre. Nur eine von vielen möglichen „no regret“-Maßnahmen wäre, mehr Großgrün (wieder) in die Planungen und Ausführungen in Stadt und Land einzubringen. Der heutige Arbeitsstandort an der Wedeler Au zeigte vom grünen Rahmen her, wie Natur den sommerkühlen Bach erhält – unsere weitgehend entbaumten Strecken der meisten Bäche und kleinen Flüsse warten auf ihren sie ursprünglich begleitenden Halbschatten.

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Von der B 431 nichtsahnend und entspannt in einen mit Kronenschluss der Bäume licht beschatteten Nebenweg abgebogen, den Frühling geniessend radele ich so vor mich hin …

Da – batsch, knallt mir was in Herzgegend auf die Weste. Was war DAS denn im Gegenverkehr?!

Überraschung - ja, es gibt sie noch, wenn auch nicht zahlreich ... Ein Maikäfer!

Überraschung – ja, es gibt sie noch, wenn auch nicht zahlreich …
Ein Maikäfer!

Angeguckt und auf ein Haselblatt gesetzt - ein Bisschen bedrüppelt sieht er anfangs ja noch aus.

Angeguckt und auf ein Haselblatt gesetzt – ein Bisschen bedrüppelt sieht er anfangs ja noch aus.

Glückliches Ende: Beide Kontrahenten setzten den Tag unbeschadet fort.

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Die Technische Universität Hamburg-Harburg, architektonisch - alt trifft neu (oder umgekehrt).

Die Technische Universität Hamburg-Harburg, architektonisch – alt trifft neu (oder umgekehrt).

Seit Jahren berichte ich über die jährlichen Exkursionen, die im Rahmen meiner Vorlesung „Hydrobiology“ im Sommersemester stattfinden (über „Suche“ leicht zu finden). Ging es zunächst regelhaft an die vielen Beispiele verschiedener Restaurierungen im Este-Einzugsgebiet, kam später die Seeve als weiteres Gewässerbeispiel dazu.

Die Exkursion findet je nach Teilnehmerzahl mit Groß-Bus oder Kleinbussen plus Pkw statt.

Die Exkursion findet je nach Teilnehmerzahl mit Groß-Bus oder Kleinbussen plus Pkw statt.

2016 für mich neu: Die Anfahrt zu den Treffpunkten - Umzug nach Wedel macht eine Elbe-Querung erforderlich.

2016 für mich neu: Die Anfahrt zu den Treffpunkten – Umzug nach Wedel macht eine Elbe-Querung erforderlich.

Agrar-Tostedt liegt vor mir - am Bahnhof treffe ich die Studenten und die Minibusse.

Agrar-Tostedt liegt vor mir – am Bahnhof treffe ich die Studenten und die Minibusse.

Auch 2016 war es wieder ein buntes Völkchen, das das Norddeutsche Tiefland mit seinen geografischen, gewässerökologischen und Agrar-exzessiven Beispielen kennenlernte. Die insgesamt 22 Teilnehmer kommen aus 11 Ländern. In der Reihenfolge abnehmender Teilnehmerzahl sind das China, Deutschland, Frankreich, Indien und Nigeria mit je 5-2 Teilnehmern sowie mit je einem aus Ägypten, Indonesien, Mexiko, Polen, Schweden und Singapur (vor dem verheerenden Tsunami dominierten Indonesier vor deutschen Teilnehmern die Vorlesung).

Fast alle da (16 von 22), bald folgt der Rest. Bis dahin machen wir einen im Programm nicht vorgesehenen Abstecher.

Fast alle da (16 von 22), bald folgt der Rest. Bis dahin machen wir einen im Programm nicht vorgesehenen Abstecher.

Aber zuerst die Exkursion zur Seeve, vgl. ausführlicher im Beitrag vom 25. Juni 2015 (dort: hinterer Teil), 2016 vorweg mit Abstecher zum Seevekanal.

Beeindruckend, die im Rahmen des Projekts Seevekanal 2021 durch Buhnen aus Holz erreichten Lebensraumverbesserungen.

Beeindruckend, die im Rahmen des Projekts Seevekanal 2021 durch Buhnen aus Holz erreichten Lebensraumverbesserungen.

Über die ebenfalls angesehenen Lenkbuhnen aus Kies finden sich anderswo hier im Blog ausführliche Darstellungen, bitte über Suche „Seevekanal, Lenkbuhnen, Kies“ nachschlagen.

Beeindruckt zeigen sich die Exkursionsteilnehmer regelhaft über die Beispiele deutscher Agrar-Subvention. Besonders, wenn wie hier in einem FFH- und Naturschutzgebiet intensivster Ackerbau bis auf die Gewässeroberkante praktiziert wird.

Beeindruckt zeigen sich die Exkursionsteilnehmer regelhaft über die Beispiele deutscher Agrar-Subvention. Besonders, wenn wie hier in einem FFH- und Naturschutzgebiet intensivster Ackerbau bis auf die Gewässeroberkante praktiziert wird.

Die Folge jahrelangen Abpflügens des halben Wurzeltellers früher hier vorhanden gewesener, standorttypischer Großbäume in gewässerbegleitendem und beschattendem Saum: Totalverlust mit folgender Stark-Erosion - Landverlust beim Verursacher.

Die Folge jahrelangen Abpflügens des halben Wurzeltellers früher hier vorhanden gewesener, standorttypischer Großbäume in gewässerbegleitendem und beschattendem Saum: Totalverlust mit folgender Stark-Erosion – Landverlust beim Verursacher.

Als "Besonderheit" in dieser speziellen Situation konnten wir 2016 Spuren des Befahrens in der Böschung verbliebener Wurzelstöcke mit Großgerät ansehen.

Als „Besonderheit“ in dieser speziellen Situation konnten wir 2016 Spuren des Befahrens in der Böschung verbliebener Wurzelstöcke mit Großgerät ansehen.

Als Folge ergaben sich (die beabsichtigten) Wurzelabrisse. Die tiefen, gefährdenden Löcher wurden den Fischereipächtern gemeldet, damit sich niemand ein Bein bricht.

Als Folge ergaben sich (die beabsichtigten) Wurzelabrisse. Die tiefen, gefährdenden Löcher wurden den Fischereipächtern gemeldet, damit sich niemand ein Bein bricht.

Grund unserer Anfahrt war allerdings der Restaurierungsversuch mit "Hölzchen & Stöckchen", mit dem eine verbliebende Erlengruppe vor dem Verschwinden gerettet werden sollte.

Grund unserer Anfahrt war allerdings der Restaurierungsversuch mit „Hölzchen & Stöckchen“, mit dem eine verbliebende Erlengruppe vor dem Verschwinden gerettet werden sollte.

Mehr über „Hölzchen & Stöckchen“ findet sich z.B. hier.

Wie unschwer zu erkennen ist, haben zwei Reihen Treibselsammler schnell über 10 m³ Boden aus vorbeitreibendem Sand gebildet und schützen nun die Erlengruppe vor Erosionsangriff.

Wie unschwer zu erkennen ist, haben zwei Reihen Treibselsammler schnell über 10 m³ Boden aus vorbeitreibendem Sand gebildet und schützen nun die Erlengruppe vor Erosionsangriff.

Jahr für Jahr unverändert bleibt festzustellen, dass durch rückschreitende Erosion „Zeugen der Vergangenheit“, wie z.B. Widerlager von Brücken zunehmend zu Wanderhindernissen werden. Der so entstehende höhere Strömungsdruck wirkt um so erodierender in den abwärts liegenden, meist nicht durch den standorttypischen Baumsaum geschützten Uferpartien. Dies gilt im Umfeld Hittfeld / Maschen z.B. für die Seevequerungen der BAB 1 (Horster Dreieck), BAB 39, Winsener Landstraße, BAB 1 (Maschener Kreuz), Umfeld Seeve-Wehr / Fischpass, Fußgängerbrücke querab Alte Bahnhofstraße, Brücke Hörstener Straße, Brücke zwischen Junkernfeld- und Steller See – es gibt viel zu tun! Kies-Geröll-Gleiten in Kolk-Rausche-Abfolge könnten diese Lebensraumstörungen leicht bereinigen.

Seeve Maschen: Seeve-Wehr, durch Tiefenerosion entstandener Strömungsabriss am Fischpass, vorn die verschärfte Strömungssituation an der Fußgängerbrücke - leicht aufzufangen durch abwärts anzulegende Rauschen aus Kies/Geröll.

Seeve Maschen: Seeve-Wehr, durch Tiefenerosion entstandener Strömungsabriss am Fischpass, vorn die verschärfte Strömungssituation an der Fußgängerbrücke – leicht aufzufangen durch abwärts anzulegende Rauschen aus Kies/Geröll.

Und dann ging`s, wie üblich an die Este, wo eine Vielzahl Restaurierungsbeispiele auf bis zu 35 Jahre Historie weisen.

Mäander-Beispiel, noch überbreit und übertief - die Kiesbach-Charakteristik Erosions-Sand-überprägt.

Mäander-Beispiel, noch überbreit und übertief – die Kiesbach-Charakteristik Erosions-Sand-überprägt.

Blick von der Geestkante in die Este-Aue an der Querung der Nordeuropäischen Erdgasleitung - nächstes Foto.

Blick von der Geestkante in die Este-Aue an der Querung der Nordeuropäischen Erdgasleitung – nächstes Foto.

Ausgleich und Ersatz für die Landschafts- und Lebensraumstörungen beim Bau der NEL liessen hier durch Kies- und Geröllzugabe einen Mäander entstehen, wie er für dieses Kies-geprägte Gewässer typisch wäre.

Ausgleich und Ersatz für die Landschafts- und Lebensraumstörungen beim Bau der NEL liessen hier durch Kies- und Geröllzugabe einen Mäander entstehen, wie er für dieses Kies-geprägte Gewässer typisch wäre.

Wo Hölzchen und Stöckchen "Land gewinnen", sind nun oft "Deine Spuren im Sand ..." zu sehen - diesmal kein Fischotter.

Wo Hölzchen und Stöckchen „Land gewinnen“, sind nun oft „Deine Spuren im Sand …“ zu sehen – diesmal kein Fischotter.

Solch Spuren – hier ganz schön groß – mit Fingerchen hinterlässt der Waschbär.

Vermehrt finden sich in den neu (wieder!) hergestellten ruhigeren Bereichen Köcherfliegen des entsprechenden Hausbau-Typs.

Vermehrt finden sich in den neu (wieder!) hergestellten ruhigeren Bereichen Köcherfliegen des entsprechenden Hausbau-Typs.

An einer jahrelang als Kies-Depot, zur Umlagerung des Kieses durch die Este, genutzten Stelle hat sich ein optimales Strömungsbild mit Kolk-Rausche-Abfolgen und hervorragenden Laichplätzen entwickelt.

An einer jahrelang als Kies-Depot, zur Umlagerung des Kieses durch die Este, genutzten Stelle hat sich ein optimales Strömungsbild mit Kolk-Rausche-Abfolgen und hervorragenden Laichplätzen entwickelt.

Beeindruckend - was für eine Strömungs- und Tiefenvarianz!

Beeindruckend – was für eine Strömungs- und Tiefenvarianz!

Leider sahen wir am Exkursionstag auch ganz etwas anderes: (Un)massen Bachflohkrebse, die offenbar durch (Agrar?)Gift nicht mehr in der Lage waren, ihren Standort zu halten. Massenabdrift ! ! !

Leider sahen wir am Exkursionstag auch ganz etwas anderes: (Un)massen Bachflohkrebse, die offenbar durch (Agrar?)Gift nicht mehr in der Lage waren, ihren Standort zu halten. Massenabdrift ! ! !

Wie die wissenschaftliche Literatur ausweist, findet derlei in unserer exzessiven Landnutzung ständig aktuell und um so mehr chronisch statt. – Ein konsequenter Boden- und Gewässerschutz steht in Deutschland weiterhin aus.

Antwort auf eine regelhaft gestellte Frage bei Walddurchquerungen: Nein, die mit "T" gekennzeichneten Bäume gehören nicht mir, dies ist nicht mein "claim". T steht für so etwas wie "track" - vielleicht einfach "Trasse". Hier bewegen sich die modernen Holzgewinnungsmaschinen auf vorgegebenen Trassen zum Nutzholz, um möglichst wenig Schaden im Gelände anzurichten.

Antwort auf eine regelhaft gestellte Frage bei Walddurchquerungen: Nein, die mit „T“ gekennzeichneten Bäume gehören nicht mir, dies ist nicht mein „claim“. T steht für so etwas wie „track“ – vielleicht einfach „Trasse“. Hier bewegen sich die modernen Holzgewinnungsmaschinen auf vorgegebenen Trassen zum Nutzholz, um möglichst wenig Schaden im Gelände anzurichten.

Gewässerschutz bezieht sich – in Deutschland leider immer noch nicht konsequent – auf alles, was im Einzugsgebiet geschieht.

„On top of the world“ startet das Geschehen und zieht sich letztlich bis ins Meer mit seinen Auswirkungen. Nach Jahrzehnten guter Ergebnisse durch Abwasserreinigung und Abwasserminimierung steht noch immer konsequentes Handeln unter anderem beim Goldenen Kalb, der Agrarwirtschaft, aus. Und deren Exzesse starten leider bereits auf den Wasserscheiden, den obersten Rändern der Gewässereinzugsgebiete.

Man braucht unsere Landschaft nur mit offenen Augen zu erleben.

Fehlgesteuerte Subventionen – es ist lange an der Zeit, dieser Steuergeldverschwendung ein Ende zu machen. – Hallo, Politiker, wo seid ihr?!

Nein, SIE meinte ich nicht, die Damen und Herren Agrar-Funktionäre in der Politik – ihr Wirken bringt ja genau die heutigen Auswüchse. – Wir setzen unsere Exkursion fort.

Wir begeben uns aufs Dach der Welt - on top of the world. Unfassbar!

Wir begeben uns aufs Dach der Welt – on top of the world.
Unfassbar!

Fehlsubventionierte Agrarwüste - mal abgesehen von fehlenden Grünstreifen allüberall. Hier liegt der ganze "Berg" in Erwartung des übersubventionierten Mais-Aussäens monatelang bar. Von Bodenschutz keine Spur.

Fehlsubventionierte Agrarwüste – mal abgesehen von fehlenden Grünstreifen allüberall. Hier liegt der ganze „Berg“ in Erwartung des übersubventionierten Mais-Aussäens monatelang bar. Von Bodenschutz keine Spur.

Und wenn dann der Mais draufsteht, hat der nicht einmal Untersaat, um den Boden zu halten – Deutschland, Deine schlagkräftige Agrarwirtschaft, für Steuer- sowie überhöhte Stromgebührenzahler und Umwelt sowieso ein Graus!

Bodenentmischung - feinster Strandsand auf dem landwirtschaftlichen Weg - talwärts.

Bodenentmischung – feinster Strandsand auf dem landwirtschaftlichen Weg – talwärts.

Es wird dann aber doch wieder wässrig auf der Hydrobiology-Exkursion. Die Bachoberläufe kriegen alles ab ... Um so sinnvoller ist also das Stärken ihrer natürlichen Kräfte durch Restaurieren. Schade, dass das Prinzip Freiwilligkeit auch hier bei den Verursachern nicht zieht. Die Erfolge kommen vom Einsatz anderer.

Es wird dann aber doch wieder wässrig auf der Hydrobiology-Exkursion. Die Bachoberläufe kriegen alles ab …
Um so sinnvoller ist also das Stärken ihrer natürlichen Kräfte durch Restaurieren. Schade, dass das Prinzip Freiwilligkeit auch hier bei den Verursachern nicht zieht. Die Erfolge kommen vom Einsatz anderer.

Nachlesen kann man jahrzehntelange gute Beispiele z.B. hier. , über neuere Arbeiten hier.

Offenbar wird guter Gewässereinsatz von Petrus belohnt. Wieder hatten wir prima Exkursionswetter, Regentropfen zeigen sich erst nach Abschluss der Veranstaltung.

Offenbar wird guter Gewässereinsatz von Petrus belohnt. Wieder hatten wir prima Exkursionswetter, Regentropfen zeigen sich erst nach Abschluss der Veranstaltung.

Das leibliche Wohl soll auch nicht zu kurz kommen.

Das leibliche Wohl soll auch nicht zu kurz kommen.

Geradezu als Beispiel für gesunde Gewässer mit lichtem Schatten unter Kronenschluss begleitender Bäume grüßt die Bundesstraßenallee den Heimkehrer.

Geradezu als Beispiel für gesunde Gewässer mit lichtem Schatten unter Kronenschluss begleitender Bäume grüßt die Bundesstraßenallee den Heimkehrer.

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