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Archive for the ‘Reisen’ Category

Stuten und Fohlen auf Sommerweide.

Nebendran – Vor Tagen hatte den Boden nässender Regen einen leichten Einstau im trockengefallenen Pferdetümpel hinterlassen.

Der ist inzwischen wieder knochentrocken.

Wir warten – über 30 Grad Tagestemperaturen morgen und übermorgen voraus – auf angesagten Regen für Mittwoch / Donnerstag. Mal sehen, wieviel der bringt.

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Vor einigen Tagen vor Fährmannssand – Marine. – Gut, dass es sie gibt.

Fährmannssand, zwischen Ebbe und Flut – nicht zu verhehlen: Die Wahnwitzbaggereien mit ihren vermehrten Sedimentbewegungen lassen aus Süßwasserwatt zunehmend Land werden.

Blick Richtung Lühemündung – ein großer Saugbagger, Elbe – aufwärts.

Das ist die James Cook, eins von einer ganzen Armade Groß-Saug-und-Verklapp-Baggerschiffen auf der Tide-Elbe.

Derzeit baggert sie im Grenzbereich Hamburg – Schleswig-Holstein und verklappt vor St. Margarethen. Ob das den Schlick nach draussen  – oder zum Baggerort zurückbringt? Es fliessen seit Monaten aufgrund der anhaltenden Trockenheit im oberen Elbeeinzugsgebiet weniger als 300 m³ / s Elbeeinzugsgebiet Wasser über das Wehr Geesthacht. Das ist nicht viel! Diese Menge dürfte für ein „Ausspülen“ verklappter Sedimente Richtung Nordsee VIEL zu gering sein.

Rückblick auf vorige Beiträge: Der Groß-Saug-und-Verklapp-Bagger Utrecht verklappt, wenn ich marinetraffic.com nicht ganz falsch gelesen habe, zumindest heute noch weiter drinnen – bei Drochtersen. Fast scheint es, man will die Wattflächen und Nebenelbe völlig verschlicken. So würde über einen Großteil der Tidephasen die Summe des bewegten Wassers völlig auf den Schifffahrtkanal konzentriert. Kann man sich solch hydraulischen und ökologischen Wahnsinn ernsthaft (als Ziel) vorstellen?

Blick Fährmannssand heute, Elbe zwischen Ebbe und Flut. – Makaber ?

Galgenvögel über dem Todeskandidaten? – Anderer Aspekt Vogel: zu den regelhaft über Monate zu sehenden Rabenkrähen gesellen sich zur Zeit zunehmend Saatkrähen.

 

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Nach dem Besuch des Schulauer Hafens, s. gestriger Beitrag, radelte ich Richtung Hamburger Yachthafen – erstmal gucken, ob der Zugang zur Elbe-seitigen Mole wieder frei ist.

Ja, das Betreten-verboten-Schild steht nicht mehr, die Sturz- und Bruchbäume sind entfernt.

Ich bin ganz vorn, an der Tide-Elbe. Es ist sogar eine Bank frei. Auf der Elbe baggert Saugbagger Utrecht den Schlickfang Wedel.

Langsam baggert sich die Utrecht, Baujahr 1996, 155 x 88 m, Tiefgang 10,8 m, über dem Schlickfang voran.

Wenn ihre Ladekapazität von 17.614 t erreicht ist, fährt sich Richtung Elbmündung, verklappt das Material dort, derzeit bei St. Margarethen.

Der hier im Blog schon öfter geschilderte Aktivismus setzt sich dort fort. Ein Gutteil des Schlicks wird von der durch jüngere Ausbauaktivitäten verschärften Flutwelle wieder Richtung Hamburg transportiert … Das Kreislaufbaggern startet erneut … – „Draussen“ wird das Sedimentmaterial von anderen Großbaggern aufgenommen und vor Cuxhaven oder weiter seewärts verklappt.

Was sagt man dazu?

Hinter der Utrecht 2 Sorten Flieger – der hoch in der Luft könnte ein Airbus-Zulieferer sein. Die unten konzentrieren sich auf die Baggerei-Schlamm- / Abwasserfahne.

Jede Menge Möwen, Gesundheitspolizei, in der Luft und auf dem Wasser – wo Gewässerlebensraum angeschnitten wird, gibt es Opfer.

Hinter mir, nördlich, liegt der Hamburger Yachthafen, im Vordergrund eine hier charakteristische Pflanze, die Engelwurz.

Ein Segler verlässt den Yachthafen, startet seinen Törn.

Gegenan bei frischem Wind.

Von Hamburg naht der im vorigen Beitragsschluss am Horizont erahnte Großcontainerfrachter.

Es ist die NYK Venus, Baujahr 2007, 338 x 46 m, Tiefgang 12,1 m.

Nicht voll …

… und schon, seewärts, vorbei (erscheint hier, der schrägen Optik wegen, voller).

Genug für heute von Großschiffen und dem Großpatienten Tide-Elbe gesehen – ich trete die Rückfahrt an.

Zurück hinterm Elbdeich …

… abgebogen gen Badebucht, Frei- und Hallenbad Wedel, in teils idyllische Nebenstrecke.

Kleiner Ausblick auf die Binnenelbe – Graugänse neben Reetbeständen, die von Tausenden Staren in Herbst und Frühjahr als Schlafplätze genutzt werden.

Wedels Geesthang – ein Beispiel für gegensätzliche Wirkmuster von Natur und Mensch im Klimawandel.

Wir planenden und guckenden Menschen wollen immer Weitblick, meinen den zu haben. Konkret wird dann, wie hier, kühlendes Großgrün aufgebrochen – Immobilienspekulation, oder wie nennt man das?

Geht das so weiter? Der nächste B-Plan ist beantragt.

Blick nach rechts, oberer Teil der Tide-Wedeler Au. Rest-Auwald zeigt, wie Klimaschutz geht.

Werden wir uns an realen Vorbildern, die unsere kleine Erde bietet, orientieren?

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Irgendwie hat es sich ergeben, dass wir ultralange nicht mehr am Schulauer Hafen waren.

Also, einfach mal hin und gucken.

Anfahrt, Ziel fast erreicht – das fängt ja gut an. Der Blick auf die Elbe ist von etwas vorbeiziehendem Rotem versperrt, auf dem sowas wie HAMBURG steht.

Schulauer Hafen, auf der Ostmole angekommen, Blick Südwest – das Rote ist schon vorbei, seewärts, HAMBURG SÜD steht drauf.

Das ist der Containerfrachter Cap San Nicolas, Baujahr 2013, 338 x 46 m, Tiefgang 11,7 m.

Blick auf die Hafeneinfahrt, da tut sich was, Turbulenz.

Wer das nicht kennt und darauf aufmerksam wird …

… kann es durchaus mit der Angst bekommen. In einer riesigen Walze, die sich einwärts, später auswärts bewegt, drehen sich gewaltige Einzelturbulenzen, auf- und abschwellend.

Wenn dann im Geschehen „Schwell und Sunk“ (so ein Riesenschiff drückt Unmassen Wasser vorwärts, rückwärts, seitwärts, ran) das Auslaufen des Wassers aus dem Hafen ansteht, …

… bildet sich in der Hafenausfahrt eine sehr stark zunehmende scharfe Strömung zur Elbe aus.

Badeverbote entlang der Elbe basieren vor allem auf diesem, oft genug völlig unterschätzten Geschehen.

Was ist sonst so los?

Blick nach Norden – hier geht seit längerer Zeit und noch über längere Zeit baulich allerhand ab. Hotelneubau, neue Hochwassermauer, neue Gestaltung des Ostufers.

Man darf auf die Ergebnisse gespannt sein.

Der Containerfrachter verabschiedet sich Richtung Horizont, trifft dort einen großen Saugbagger über dem Schlickfang (dessen Herstellung eine weitere große Flachwasserfläche beseitigte) sowie einige Segler.

Ganz nebenbei erwähnt, Film, Funk und Fernsehen berichten über das wohl größte Fischsterben im Tide-bewegten Wasser über ca. 50 km mit allzu wenig Sauerstoff. Leserinnen und Leser dieses Blogs wissen, dass dieser (gewohnte ?) Skandal seit der Jahrtausendelbvertiefung besteht – und niemand etwas dagegen tut. – Ausser vielleicht wieder wortreich um die Ursache herumzureden.

So viel Wasser – und so wenig Sauerstoff, kaum zu glauben, doch diese Kulturschande ist Realität, wider Fachlichkeit und Recht.

Mal genauer hinsehen – da kommt wieder ein großer Containerfrachter, zieht gerade am Horizont vor Blankeneses Elbhang seewärts.

Den warte ich hier nicht ab. Vielleicht treffe ich ihn, falls der Zugang zur Elbmole vor dem Hamburger Yachthafen, Wedel, wieder frei ist (wegen Stürmen mit Baumbruch über Monate bislang gesperrt).

Darüber dann mehr im nächsten Beitrag.

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Auf dem BetreuerCamp der Unterelbeschulen hatte ich unter anderem ein Bisschen über die Esche erzählt, den Baum, nicht den Fisch – der schreibt sich Äsche.

Im Vergleich zu früheren Ansichten hat sich die Esche, haben sich Eschenbestände erheblich verändert.

Eschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlichen Gesundheitszustands in der Wedeler Marsch, Saatlandsdamm – innerhalb weniger Jahre erheblich verändert. – Das schmerzt.

Da ist wohl das „Falsche weisse Stengelbecherchen“ am Werk. Was sich so niedlich liest, heisst auf Lateinisch „Hymenoscyphus pseudoalbidus“, ein Pilz. Wie bei anderen Baumarten, z.B. der Erle, die von Leitbahnen-verstopfender und andere Mühsal verursachender Pein befallen ist, warten wir, wie`s weitergeht. Die frühere Panik, alle unansehnlich wirkenden Individuen sofort zu eliminieren (Aus den Augen, aus dem Sinn …), ist der Hoffnung gewichen, unempfindlichere Linien zu finden, die sich über die Zeit durchsetzen.

Der Klimawandel beschert uns mit den scheinbar kleinen Temperatursteigerungen eben nicht nur Gletscherschwund und Meeresspiegelanstieg, sondern auch über den Globus – hier bei uns – nordwärts vorankommende Arten [und sich zurückziehende]. „Neue“ Krankheiten treten auf. Die Esche ist eine der sichtbar Betroffenen.

Uns bislang nicht interessierende Bakterien, Pilze, Parasiten – es sei denn, sie begegneten uns als Touristen bereits anderswo – lernen wir plötzlich näher kennen. Ob wir wollen oder nicht.

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Wie im vorigen Beitrag berichtet, hatten uns Laichaktivitäten von Forellen motiviert, einen sommertrockenen Bachoberlauf durch Sohlanhebung und Angebot „Kies im Depot“ zu verbessern.

Nahe bei befindet sich ein weiteres absturzartiges Betonbauwerk, das in ähnlicher Weise in seiner ökologisch negativen Wirkung zumindest entschärft werden kann.

Anfahrt – gefunden …

Eine erste Schaufel ist vom Radlader aufgenommen …

… und begibt sich auf den Weg.

Bachauf auf intensiv genutztem Grünland.

Regenreste im Pfeifenbring-Absturz (Kaskade oder gar Rausche will ich das nicht nennen.).

Blick bachauf, flach eingestaute Regenreste.

Schaufel für Schaufel wird der Radlader eingewiesen.

Den Teiler, höchster Punkt des Betonbauwerks, lassen wir frei.

Zur Illustration der extremen Tieflage des kanalartig ausgebauten Bachs: Da arbeitet doch wer. (Ganz klein ist der nicht, aber fast nicht zu sehen.)

Vorhandene Dränausläufe sind vorab freigelegt, durch Stangen gekennzeichnet. Sie liegen hoch über der Sohle, bieten uns Handlungsspielraum.

Wir nutzen den steilen Höhenabfall über die Länge des Betonbauwerks als Kiesdepot.

Wie beschrieben: auch Nutzen der Höhendifferenz Sohle – Drän.

So hat der Bach für höhere Wasserführung viel „Spielkies“. Der wird selbstverständlich beobachtet, ob ggf. nachgearbeitet werden muss, um unerwünschte Entwicklungen zu mindern.

Bachab geht`s, dort wollen wir abwärts der Kurve noch ein Laichbett anlegen.

Hier kann der Radlader auf kurzem Weg vom Lagerort direkt anfahren … (Meine Güte, was für eine Einschnitttiefe ! ! !)

… und den Kies zielgenau schütten.

Schnell ist der Restkies verarbeitet, das Laichbett fertig.

Abschiedsblick bachauf von der Rohrüberfahrt – mittig liegt das gut ausgestattete Laichbett, fast nicht wahrnehmbar.

So soll es sein.

Wir werden nach der nächsten Mahd in beiden Strecken weitere Strukturverbesserung vornehmen.

– – –

Kaum war der Kies „drin“, brachte ein Gewitter einen nächtlichen Regenschub.

Immer wieder faszinierend, die Leistung eines Bachs zu studieren. – So hatten wir uns das gedacht. Wir sind begeistert.

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Wir sind für Verbesserungen verabredet, finden den sommertrockenen Bach tief eingeschnitten neben einem Hain. Nach einem – seltenen – Regenschauer ist die Sohle leicht feucht.

Im „Winter“ 2021 /22 waren hier, fast in Quellnähe, Laichplätze von Meerforellen aufgefallen. In nicht langjährig hart unterhaltenen Strecken beeindruckt dieser Bach durch seine in der Sohle erhaltenen Moränensteine. Wie generell bekannt, ziehen Wanderfische bei hoher Wasserführung zur Laichzeit weit bachauf – dafür reicht ein zeitlich punktuelles Niederschlagsereignis. Anschliessend verlassen sie den Ort des Geschehens zügig.

Die Bachoberläufe sind – nicht nur – aus diesem Grund die Kinderstuben tiefer liegender Strecken.

Der umflossenene kleine Steinhügel ist der im Winter genutzte, nahezu unverändert erscheinende Laichplatz.

Zeugen der Vergangenheit, hier ein verfallender sog. Pfeifenbring-Absturz, Wanderhindernis und heftige Erosion im Umfeld verurschachend, rufen ebenfalls nach Veränderung.

Das untere Ende des Pfeifenbring-Absturzes.

Auf benachbartem, intensiv genutztem Agrarland naht Hilfe.

Nach und nach überschütten wir das abgängige Bauwerk sowie den Erosionshang mit Kies.

Für den Hochwasserfall legen wir ein Kiesdepot in den Prallhang. So hat der Bach etwas „zum Spielen“.

Wir werden sehen, an welcher Stelle / welchen Stellen der Bach für den Kies die aus seiner Sicht richtige Postion finden wird.

Bachab geht`s weiter. Wir legen noch ein paar Laichbetten punktuell an.

Gut eingewiesen, gut platziert.

Blick auf die Nachbarfläche.

Ein schwacher Baumstamm hat seine Krone zu tief hängen lassen – wird befreit.

So war`s gedacht.

Jetzt noch grob umformen – Uferschutz und Sohle vorgestalten. („Den Rest“ wird der Bach ausführen.)

Uferschutz und beabsichtigte Sohlerhöhung.

Fertig.

Das ist aber auch ein schicker Hain nebendran! Hier stehen Erle, Buche, Hainbuche.

Wir wechseln, bachab wartet ein weiterer Pfeifenbring-Absturz auf Veränderung.

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Nach Aktivitäten im Raum Bad Bramstedt esse ich gern zu Mittag (auch schon mal später) an der Pinnau in Pinneberg.

Überraschung.

Da steht wer auf „meinem“ Kies!

Ratlosigkeit da unten – es handelt sich um Ingenieure und Techniker einer Tiefbaufirma, die abwärts der Brücke ein Gasrohr unter der Pinnau durchdrücken (sollen / wollen).

Wie ich das bei der Schröder-Putin-Pipeline NEL bei der Querung der Este, Niedersachsen, erlebte, stiessen sie auf Widerstand. (Damals war`s ein dicker, uralter Baumstamm in seinerzeit tieferer Kolkung des Bachs wohl abgelagert – nicht tief genug gebohrt … Da musste gespundet, geöffnet, Boden per Bagger entnommen werden …)

Wer leistet da Widerstand?! Wie kommt man da rum?! Wir fachsimpeln über alte Bauwerke (die zuständigen Behörden hatten keine Unterlagen dazu), ich weise auf die eiszeitlichen Untergrundverhältnisse im Umfeld von Fliessgewässern hin – irgendwas ist da jedenfalls.

Es ist nicht hart, wohl keine Stahlspundwand, kein großer Findling. Vermutlich Holz – vielleicht eine alte Holzspundwand, vielleicht eine alte „Eisen-Eiche“ oder Ähnliches aus uralter Zeit. Wer weiss …

Ich gehe erstmal essen – hmmmhhhh, Brokkoliröschen mit Rösti, Sauce Hollandaise, mit Käse überbacken. – Da lasse ich schonmal ein Steak für stehen.

Nach dem Essen – die Jungs sind weg.

Die Pinnau, Tideniedrigwasser, sieht wie üblich kanalartig, verheerend aus. Ob da mal Restaurieren winkt?

Nötig wär`s.

Nebendran wirkt wieder die Rohrvorschiebemaschine, 4 m unter der Wasseroberfläche findet die Geschichte statt.

Ich wünsche viel Erfolg!

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In der Hoffnung, dass im September 2022 das jährlich übliche WasserCamp der Unterelbeschulen wieder live stattfinden kann, fuhr ich Ende Juni zum vorbereitenden BetreuerCamp (die Störche von An- und Abfahrt habe ich bereits vorgestellt). Neben den von Lehrerinnen und Lehrern vermittelten Hauptthemen werden die angehenden Betreuer des nächsten WasserCamps von mir in Sachen Bach-Restaurieren und was es ringsum zu beachten gibt, informiert.

Die Teilnehmerzahl lag niedriger als gewöhnlich, geschuldet dem Umgang mit dem Corona-Virus in freier Wildbahn. In falschem Freiheitsverständnis werden allüberall simpelste Grundregeln wie „Abstand“ nicht mehr beachtet. Die Fallzahlen sprechen für sich – in der Statistik, bei Arbeitsausfällen ff. – (Ja, hier schreibt einer mit Ausbildung in Mikrobiologie, Jahrzehnten Praxis im umweltbezogenen Gesundheitsschutz, public health – völlig verbildet. Es gibt heute Menschen, die nennen sowas „Biologistisch“. Sollen sie – besser, als „keine Ahnung“ und garnix merken.)

Na gut, mit kleiner Zahl Interessierter lässt sich ohnehin besser arbeiten …

Beschauliches Anwandern Richtung vereinbartem Treffpunkt.

Nicht ganz so beschaulich – hinter mir gelassen, abgebogen – gut besucht von Kitas und Schulen, der von mir durchquerte Anmarsch der Massen auf der „Wolfsmeile“.

Der Treffpunkt, Brücke am Westende des Osterauwanderwegs.

Im nahen Mäanderbogen am Medizinalgarten treffe ich die erste Gruppe.

Die ist gut beschäftigt mit Bachbeschreiben, Temperatur, Sauerstoff und pH-Messen sowie diverse Inhaltsstoffe per Messköfferchen untersuchen.

Anschauungsunterricht: Die Osterau in den Gehegen stellt sich heftig erodiert, überbreit, mit bewegter Sandsohle dar.

Hier soll, nachdem wir etliche Jahre am Osterauwanderweg vorgeführt haben, wie`s geht, auch innerhalb der Gehege demnächst Verbesserung durch den Wildpark Eekholt, anerkannter Umweltbildungsort, erfolgen.

Die Lenkbuhne, auf der im April 2018 das Laichen von Flussneunaugen zu beobachten war.

Sieht fast wie frisch belaicht aus (April ist zu lange her …) – der jetzige Eindruck ist bedingt durch die Untersuchungen der Schüler. Untersuchern muss immer bewusst sein, dass jegliches Beproben im Zweifelsfall eine (Zer-)Störung ist. Daher sind die Aktivitäten zeitlich und punktuell zu begrenzen.

Fliesst hier eigentlich viel oder wenig Wasser? Die naturnahen Mäanderbögen und die dazwischen liegenden Geraden sowie die Ufer geben Hinweise. Der Pegel Bad Bramstedt, weiter bachab, berichtet die statistischen Daten: Wasserführung mittel bei knapp 2 m³/s, niedrig bei weniger als 1 m³/s (das ist gerade die aktuelle Situation), hoch bei 7 m³/s – wie bei jeder Statistik geht es noch niedriger bzw. noch höher. Das vergessen wir Menschen oft (Ahrtal) – besser gesagt: wir verdrängen das, sogar aktuell nach der „Katastrophe“. Am liebsten wollen wir alles wieder aufbauen, genau so und genau am selben Standort. Wasserbehörden und Klimafachleute haben einen harten Stand zu vermitteln, dass unsere menschengemachten Probleme an Gewässern nur dadurch zu mindern sind, dass wir diese Engstellen NICHT wiederherstellen, den Flüssen mehr Raum bieten.

Das mindestens gleich große Problem ist aber das Niedrigstwasser bis verstärkte Trockenfallen, das mit dem Klimawandel einhergeht. Im Gegensatz zum zeitlich punktuellen Hochwasser („Katastrophe“!) erstreckt es sich über längere Zeiträume, ist Anzeiger für unser Überstrapazieren des Wasserhaushalts. Gewässerrestaurieren als Milderung muss den Niedrigwasseraspekt viel stärker einbeziehen, als je gedacht. – Für Stadt- und Landschaftsplanung, die die Zukunft „anrichten“, gilt das umso mehr. Fachleute sprechen gegenwärtig von einer Situation, die SEIT 2018 gleichartig andauert.

„Ein Raummeter Holz“ im Wildpark Eekholt, gute Veranschaulichung auch für 1 m³ Abfluss pro Sekunde – bezogen auf Überbreite des Bachs, auf Menge Eimer Wasser, die über einem ausgeschüttet werden pro Sekunde … – Was auch immer …

Nicht Wallensteins Lager – Transportgerät für Arbeits- und Untersuchungsmaterial der Gruppen, ich bin bei der zweiten angekommen.

Die Rechen werden wir diesmal nicht, erst auf dem Herbstcamp einsetzen.

Der Beitrag über die, die uns die ganze Zeit umflattern, steht hier.

Ein Bisschen Baumkunde soll auch gern sein, hier: Esche.

Nebendran ein Ahorn, beide in der Vegetatonszeit leicht anhand der Blätter zu unterscheiden.

Was ist im Winter? Da sehen sich Esche und Ahorn im jungen Zustand anhand gleichartig glatter Rinde zum Verwechseln ähnlich. – Wären da nicht … Die Knospen, auch sommerlich an der Esche gut mit ihrer schwarzen Färbung vorführbar, weisen für Herbst / Winter den Weg zur Unterscheidung.

Erle, Weide, Eiche, Buchenbestand im Trockeneren, Hopfen als Ranker – sandige Bereiche, evt. frühere bachbegleitende Dünen auf Moräne, sind mit Nadelholz, Kiefer, Fichte, Tanne bestanden.

So ganz nebenbei (oder mehr?) nehmen wir selbstverständlich auch wahr, wo wir sind – Rotwildgehege.

Das Rudel hält sich im Schatten auf, vornweg ein Hirsch mit Bastgeweih.

Ein Gutteil der Kiese im Depot und / oder als Lenkbuhne wartet auf Neumaterial.

In etwa so werden alle Punkte bis zum Herbstcamp versorgt. Dann werden die Schüler „den neuen Luftraum“ nutzen, Unterwasserlenker herzustellen.

Der Kies ist bestellt. Wir sind gespannt, ob unser Vorhaben wie geplant im Herbst stattfinden kann.

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Das hat in der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli ordentlich gerummst!

Zum Glück ist im Umfeld nichts allzu Schlimmes passiert.

Und – das Gute! – es ist sogar im Gegensatz zu vorherigen, seltenen Schauern mehr als das bloße Benetzen von Oberflächen dabei herausgekommen.

Im Beitrag vom 26. Juni hatte ich noch gezittert ob des Schwundes nahezu des letzten Wassers in Bachoberläufen und ein Bild vom trockenen „Pferdetümpel“ in Wedel eingefügt.

Immerhin, Beispiel Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet, ist der Abfluss – wenn auch nur kurzfristig – von Niedrig- auf etwas über Mittelwasserabfluss angestiegen.

Da wollte ich doch den Pferdetümpel sehen, radelte „ausser der Reihe“ kurz hin.

Auch hier: „Immerhin“ – von völliger Trockenheit über Anfeuchten der Bodenschichten ist hier ein Bisschen Wasser sogar eingestaut (verdunstet und versickert bei der Wärme selbstverständlich munter drauflos).

So hoffen wir weiter, dass die Lebewelt in unseren Bachoberläufen diesen Sommer vor Austrocknen bewahrt wird.

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