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Archive for the ‘Klima’ Category

Es hat geschneit, die Sonne lacht. Ich meide Rodelberge und besuche eine seit 2017 nach und nach restaurierte Bachstrecke. Über die Lebensverbesserungen für Wirbellose und Fische hatte ich berichtet.

Kleiner Bach Richtung Mühlenau. Nach langen Monaten Trockenheit führt er wieder Wasser.

Die ländliche Mühlenau …

Die Kiesrauschen, hier der Anstrom, sind wieder gut mit Meerforelleneiern bestückt.

Abstrom, Rausche-Kolk-Abfolge. Die geschaffene Breiten- und Tiefenvarianz ist wesentliche Grundlage der Verbesserungen.

Oh, schöööön! – Alle Vorüberkommenden zücken ihre Foto-Utensilien. – Angesichts weiter angespannter Grundwassersituation ist die Mühlenau – wie alle Fliessgewässer ringsum – bereits wieder unter Mittelwasser gefallen.

Wenn wir den Schutz unserer Gewässer und Landschaften ernst nehmen, müssen wir endlich die überstrapazierte Situation entschärfen.

Wunderbar, wie sich der öde Sandkanal allein durch fachgerechte Kieszugabe entwickelt hat! Stehende Wellen auf Meerforellenlaichbett.

Nanu, die Kurve sieht hoch eingestaut aus, wohl ca. 2 Dezimeter.

Das belaichte Kiesbett hier ist angesichts der „neuen“ Wassersäule per Auge noch ganz gut, im Foto kaum zu erkennen.

Muss ich da bachab etwas abräumen?

Der Anstrom der Folgerausche sieht erhöht aus.

Hier hat Natur Kleinlandschaft verändert, neu geschaffen. Meerforellen haben den Anstrom der Rausche beim Laichen – Losschlagen von Kies, Transport durch Fisch und Bachströmung – aufgehöht. Da, im „Berg“, liegen die Eier drin.

Im Studium wird angehenden Biologen von „Bioturbation“ erzählt – da werden Bodenlagen durch Organismen „bearbeitet“. Meist sind im Gewässerschlamm lebende Würmer, Tubifiziden, das Beispiel. Bodenkundler, Landwirte nutzen vermutlich den Regenwurm. – Wir wissen, die Leistung dieser Organismen ist beachtlich, wesentlich für das Geschehen ringsum.

Aber immer, wenn ich veränderten Gewässergrund an Meerforellenlaichbetten sehe, frage ich mich, wieso solch augenfälliges Beispiel (völlig?) unbekannt zu sein scheint. – Meine Ableitung: Es herrscht in Deutschland noch immer fehlende Grundkenntnis des Gewässerlebens und -schutzes, ganz zu schweigen von der Umsetzung.

Das könnten die Mütter (und Väter) für neuen, standorttypischen Baumsaum sein.

Ich freue mich weiter am neuen Bild des Bachs, mache in Optik, „Turbulenzstudien“.

„Der Bach hat seine Stimme zurückerhalten“ sagt Bent Lauge Madsen, großes Vorbild und internationaler Transporteur dänischen Handelns.

ohne Worte.

Ein weiteres Laichbett im Anstrom einer Rausche, gutes Fischversteck nebendran.

Nebenbei gesagt: Mal abgesehen davon, dass bis Ende Februar Forellenschonzeit gilt. Die Laicher, Wanderfische, sehen zu, wieder ihre Nahrungsgründe in der Elbe und im Meer zu erreichen. Der Bach ist ihre „Kinderstube“, ihren Aufenthalt hier ohne zu fressen begleichen sie aus ihren anderswo angefressenen Überschüssen / Reserven.

8 Stockenten ziehen ab. Angesichts gefrorener Stillgewässer ziehen die Vögel in offenere Gefilde zur Nahrungssuche. Hier bei uns sind das z.B. die „winterwarmen“ Bachläufe – durch Quellen gespeist, mittlere Bodentemperatur aufweisend (kleine Erinnerung: zu „winterwarm“ gehört „sommerkühl“).

Auf dem Rückweg – wo immer möglich, sieht ein Bach zu, sich zu winden. Hier darf der das.

Wie in mehreren Beiträgen beschrieben, entstanden längere, verbesserte Strecken mit Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein. Allen Beteiligten danke ich an dieser Stelle, erneut – möge sich im Jahr 2021 Ähnliches ermöglichen lassen.

Rückblick und Abfahrt – das Restaurieren geht weiter.

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Der Wetterbericht wusste kürzlich zu vermelden, dass der Januar 2021 – so er die letzten 10 Tage nicht anders nutzt – zu den dunkelsten Januarmonaten der Statistik gehören wird. Wolkentiefs sind in der Tat genug durchgezogen.

Da will ich die Gelegenheit nutzen, ein Bisschen Restlicht in die virtuelle Welt zu bringen.

Immerhin gab es, von Morgensonne angestrahlt, einen schwachen, weit greifenden Regenbogen vor einem weiteren herannahenden Tiefschwanz von Westen zu bestaunen.

Dann wurde es bald – morgens! – wieder ziemlich dunkel …

Mittagssonne-beschienene Birken – die Tieffrontenlage will genutzt sein, Spontanradeln zwischendrin. Wohl denen, die sich solchen Luxus leisten können.

In solchen Zwischenzeiten ist immer wieder interessant, wie viele Menschen sich auf den Weg machen – zu Fuß, per Rad, per Auto für fernere Nahziele. Überall ist gut Bewegung – und Bewegung ist ja gut -, ohne dass zu hohe Dichten in dieser, unserer Zeit erreicht würden.

Gestern Nachmittag fand ich den ssssteifen Westwind herausfordernd genug, noch einmal gegenan Richtung Elbe zu radeln.

Vom Geesthang kommend in der Marsch – tief steht die Sonne hinter Weiden.

Angestrahltes Schilfröhricht unter Altweide.

Langer Damm, der östliche Graben.

Kopfweiden am westlichen Graben, hoch eingestaut.

Westen Wind macht Wellen.

Der hoch eingestaute, quer zum Wind liegende Graben „steht“ still.

In der Ferne – aufgebrachte Nonnengänse.

WeidenPappelBlick von der Binnenelbe Richtung Elbdeich.

Am Elbdeich Fährmannssand angekommen – WillowHenge, west, im Gegenlicht.

Vom Deich aus sieht der östliche Teil so aus, noch angestrahlt.

Und drüber der klirrend weißstrahlende Halbmond.

Mitten zwischen Ebbe und Flut – das Süßwasserwatt Fährmannssand.

Sonnenblick gen Niedersachsen.

Weitergeradelt – Sonnenblick gen Niedersachsen vom Sturmflutsperrwerk Wedeler Au aus.

An Wedels Geesthang ist nur noch die obere Gebäudelinie sonnenbeleuchtet.

Vor Schluss der Tour sehe ich noch fast so etwas wie einen Sonnenuntergang von der Schulauer Straße aus.

Dann wollen wir mal sehen, ob das Wetter die Erwartungen des Wetterberichts für Januar erfüllen wird.

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Wir treffen uns auf dem Waldparkplatz querab Hanna Reemtsma Haus. Die Antwort auf die Frage „Bach oder Teich“ erscheint schwierig. So gehen wir erstmal los, der Weg wird beim Gehen entstehen.

„Das ist falschrum.“ Kein Problem, also andersrum auf dem Weg an die Wedeler Au. Alles Weitere findet sich, je nach Faszination des Vormittags und Kondition.

Durch eine Partie Kiefern …

… in das schmale Öffentliche Grün an der Wedeler Au, HH.

Komisch, überall scheinen die Wege nicht kompatibel mit der Entwicklung der „Pflege“fahrzeuge – oder ist das andersrum?!

Ein fast neuer Eindruck nach Niedrigwasserjahren – die Wedeler Au fliesst mit mehr als Mittelwasser.

Der Graben am Rand der schmalen Aue prangt weiter in prächtigem Orange. Inzwischen flockt der Eisenocker, altert. (Bis auf Eisenbakterien alles tot.)

Deutlich über Mittelwasser.

Sogar ein kleiner Altarm ist eingestaut.

Reste winterlichen Geschehens lassen den Namen Eisvogel anders erscheinen, Infoschild des Bezirksamtes Altona über die gelaufene Restaurierung.

Das ging ja fix, schon ist die Bachrunde um, wir tauchen in den Buchenwald Richtung Großer Fischteich ein – der, den ich mehrfach so erbärmlich leer zeigte.

Hier hat der Niederschlag bisher keine Wirkung gezeigt – der Zulauf zum Teich ist trocken, das Herbstlaub liegt unverändert.

Buchenwurzelhorizont am Ufer des Großen Fischteichs.

Waagerechter wassergeprägter Wurzelhorizont – weit ab vom Wasser.

Immerhin ist die Röhrichtzone am Rand wasserbenetzt. Bis sich unter den Wurzeln Wasserorganismen verstecken können, wird wohl noch viel Zeit vergehen.

Die Entenrast-Äste sind verwaist, der Große Fischteich zum Gutteil vereist.

Westende mit Flachufer, Trauerweiden und Sturzbäumen.

Langsam staut die Flachwasserzone ein.

Hier, in kleiner eisfreier Zone um den illustren Sturzbaum, hielt sich ein einsamer Kormoran auf.

Der hatte wohl unter „Großer Fischteich“ mehr verstanden, tauchte ein-, zweimal und flog dann nach mehrmaligem Umkreisen des Teichs ab.

Wo kein Zufluss – und offenbar drinnen keine Quellen – da kein Abfluss.

Über uns zwitschert es plötzlich. Eifrig sucht ein Vogelschwarm, mehrere Dutzend Schwanzmeisen, Knospen und Rinde der Altbäume ab – und zack, sind sie wieder verschwunden.

Eisstudie – leicht ziehender Wind treibt oberflächige Eisflöckchen an Eisrand.

Ein Stück weiter. Da war es noch unter Null, die Flöckchen froren an.

Inzwischen haben wir wieder eine wärmere Phase – warmer Regen im Januar.

Ob Amphibien und Fische im Frühjahr 2021 wohl ein gefülltes Flachwassergebiet im Großen Teich nutzen können – für Vermehrung und Heranwachsen der nächsten Generation?

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Nachdem „meine“ Efeu-Eiche des vorigen Beitrags so großen Zuspruch fand, habe ich heute Nachmittag aus einem Baum-Ensemble, Einfahrt Wedeler Autal vom Egenbüttelweg her, Baum-Silhouetten mit Efeu fotografiert.

BaumEnsemble aus Weiden, Eichen, Erlen und Birken – teils Efeu-bewachsen.

Die Efeu-Eiche.

Eine Efeu-Erle, säulenförmig, da mittendrin.

Efeu-Birken am Schluss dieser dreidimensional bewachsenen Baumpartie.

Alle diese Bäume haben eine starke Krone, teils von tief unten an lebendige Äste. Es besteht also kein Bedarf, Efeu zu kappen, gar ganze Bäume mit ihrem Bewuchs zu fällen.

Wenn ich etwas zu wünschen hätte, dann dass Grün“pflegern“ allüberall die Augen aufgehen mögen.

Solche Bäume, gar Baumpartien wie hier, bieten nicht nur Blüten und Früchte der „Träger“. Sie bieten auch die späte Nektar- und Pollenspende für Insekten sowie die üppige winterliche Nahrungsquelle aus Samen des Efeus. Alle möglichen Vogelsorten, Standvögel und auch winterlich einfallende Vorgleschwärme, z.B. Wacholderdrosseln, wissen das zu schätzen.

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Wir wollen ja nicht meckern, brauchen weiter den Regen. [Kleine Meldung aus meiner Geburtsgegend, man glaubt es nicht: NDR „Weser braucht jetzt schon Wasser aus dem Edersee“ – Manno! Der See, sonst um diese Zeit ca. 70 %, steigend, gefüllt, hat es man gerade auf 35 % geschafft!]

Wenn Radeln erwünscht ist, bleibt im Januar und zu anderen wechselhaften Zeiten das Wetter-Radar.

Und dann kommt auch schonmal ein Morgen, an dem plötzlich blauer Himmel das Regiment übernimmt, wo der Wetterbericht …

Sowas nutzen wir natürlich. Ich hänge noch eine Schleife extra-km dran.

Sehenswert, Ortsrand Wedel – die Bankette der Umgehungsschleichstrecke zeigt die Fahrweisen. Das Wetter: Sonne auf prall gefüllten Schlaglöchern.

Nach Queren der Pinneberger Straße, im Baumschulland – Fahrzeuge haben durch Bewegen der Pfützen einen zwar schmalen, aber schönen Fahrstreifen gespült.

(Das ist nicht überall so. Wo in der Vergangenheit Grüne Berufe Wetterruhe hielten, brettern jetzt Geräte jeder Art auch auf Wasser-getränkten Flächen, tragen in ihren Profilen Massen an Boden auf Fahrwege und -straßen. – Ein Bodenschutzgesetz, das (Mutter-!)Boden schützt, gibt es in Deutschland noch immer nicht.

Etwas weiter, Blick zurück – Zweistreifenweg im Gegenlicht.

Nein, Efeu bringt keine Bäume, hier Eichen, um!

Baumschulfläche in Ruhe, Morgensonne-Impression.

Eine – hier im Blog gelegentlich gezeigte – tote Alteiche zwischen Altbaumbestand und Knicks.

Im Feuchteren: Schwarzerle(n).

Die Vormittagsrunde endet sonnig.

Nachmittags, stürmisch geworden, muss auf den Himmel geachtet werden. – Und los!

„Rechts das“ ist weg, bedenkt jetzt Hamburg.

Uuuups, „links das“ (das hinten, im Norden, ist mir egal, zieht vorbei) rast weit schneller als erwartet heran.

Kein Problem, wenn Kreuzungen ermöglichen, die angedachte Tour zu verkürzen. Mit Glück hat das diesmal „erreicht den Hof mit Müh und Not“ so ziemlich geklappt.  🙂

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Eins vorweg (aus der Übersichtskarte, an jedem Parkplatz / Zugang zu sehen):

Hier gibt es keine Hundeauslaufzone!

Eine der nächsten befindet sich nahebei im Sven-Simon-Park.

„Heide“ ist baummäßig meist verknüpft mit der Kiefer (und Birke).

„Heide“ benötigt als aus Übernutzung entstandene Kulturlandschaft regelhafte Unterhaltung („Pflege“). Die ist – da die Natur die Wunden heilen möchte – aufwändig und kostenträchtig. – Hier sieht man das an alternder Fläche, „Pflege“ wäre angesagt.

Wo der Boden es zuliess / zulässt sind auch Laubbäume zu erwarten. Davon gibt es in der Wittenbergener Heide und Nachbarflächen imposante Exemplare.

Offenbar seit langer Zeit immer wieder, dann nicht mehr genutzter, vielstämmiger Altbaum.

Die Laokoon-Gruppe, auch Schlangenbaum, Schlangeneiche – nicht nur hier, Klettererlebnis für viele Altersgruppen.

Vielstämmige Altbuche am Elbhang.

Blick vom Elbhang – Leuchtfeuer Wittenbergen, Insel Neßsand.

Am Elbhang, Rutschbahn in lehmiger Moräne.

Blick südsüdost – die Kulisse der Hafenindustrie.

Südblick – Neßsand, Harburger Berge.

Südblick, Detail – Neßsand, Harburger Berge.

Im Abgang über die Wittenbergener Heide fällt noch die eine oder andere Altbuche auf, die im alten Wurzelbereich Form- und Lebensraumvielfalt bietet, hier z.B. ein temporäres Stillgewässer.

„Lebensraumvielfalt“ – ich komme zurück auf die beiden ersten Fotos: Hunde-Phobiker sollten die Wittenbergener Heide meiden oder sehr bewusst hingehen. Die hiesigen Hundehalter sind eine ganz besondere Spezies, die nicht nur die Vorschriften missachtet, sondern bei allein freundlicher Ansprache (die Wege sind wegen der frei laufenden Anzahl Hunde teilweise nicht frei begehbar!) ein breitestes Spektrum an Antwortvielfalt bietet.

Wir als (ehemalige) Kampfdackel-Begleiter (oder -begleitete?) wissen um solch Realität jenseits des sozialen Rahmens.

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Versierte sagen selbstverständlich nicht „Eier“, sondern Laich, wenn es um Fische geht.

Lange hatten wir angesichts der anhaltenden Trockenheit mit Niedrigwasserabfluss seit April 2020 gezittert – keine Anzeichen von Laichfischen! Und das selbst nach Eintreten der Winterschonzeit (Schleswig-Holstein: ab 1. Oktober, speziell für Kieslaicher, Salmoniden).

Wo blieben die Fische?! – Damit kein Irrtum aufkommt: Die Salmonidenschonzeit gilt regulär weiter bis 28. Februar.

Und damit auch klar ist, dass Verstöße gegen gesetzliche Regelungen kein Kavaliersdelikt sind, gilt für Fischwilderei im Strafgesetzbuch eine Strafe bis zu 2 Jahre Haft, Einzug der Fischereigeräte vorweg, selbstverständlich. – Schon in der Vergangenheit falsche „Milde“ von Staatsanwaltschaft und Gerichten ist vorbei, mindestens seit intensiv durch öffentliche Hand und privates Engagement Gewässerlebensräume zunehmend verbessert werden.

Zurück zum realen Jahresendgeschehen 2020.

Wie die Natur es eigentlich immer macht, sie macht, was sie will … und was sie muss.

Die Fische tauchten auf, der vorweihnachtliche Regen spätestens brachte sie nach und nach auf die Kiesbetten. Dort waren sie ordentlich aktiv und die Kiesbetten sehen z.B. so aus:

Laichkuhle und großes Laichbett – „Bioturbation“ nennt man so etwas, wenn Tierisches abgeht z.B. auf Gewässergrund.

Oder so …

Kleineres Laichbett.

Wer Glück hat und nicht stört, kann das Geschehen sogar aufnehmen.

Bitte nicht stören – Akteure sind schwer beschäftigt!

Den zugehörigen Film und weitere erhielt ich mit Nutzungserlaubnis vom engagierten Bachschützer, hier nun glücklicher Kameramann, WW aus T, SH. – Leider erlaubt dieses System kein Einstellen von Filmen. Aber ich habe eine Hilfslösung gefunden (ist doch prima, dass ich meine Homepage „salmonidenfreund.de“ dafür nutzen kann). Bitte den Ton anstellen, es wird laut.

Wie im vorigen Beitrag angedeutet, war noch das Vorbereiten für Treibselsammler in 2021 im Sinn. Es passte nochmal, gut bestückt trafen sich Engagierte an einem Knick. Unser Dank gebührt dem NABU Pinneberg, der als Grundstückseigentümer diese Aktion ermöglichte.

Und das sah dann so aus.

Am Knick, vor Arbeitsbeginn.

Der Wert eines Knicks ist nicht zuletzt an der uralten, vielfältigen Basis erkennbar.

Sägen geeigneter Stecken und Rausziehen.

Passend schneiden und von Seitenästen säubern.

Der Hänger ist voll.

Alles gesichert. – Wir haben fertig für dieses Jahr (ausser „Bäche-gucken“, selbstverständlich).

Hiermit danke ich für Interesse und Engagement und wünsche allen Besucherinnen und Besuchern meines Blogs sowie allen Beteiligten an den Aktionen 2020 einen Guten Rutsch in ein hoffentlich gesundes und glückliches Neues Jahr – 2021!

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Der Edersee tat sich lange schwer in diesem Herbst, seinen Tiefstand bei ca. 12 % des Füllgrades angesichts der regenarmen Wochen und Monate zu überwinden. „Atlantis“ blieb begehbar.

Der Regen jüngst hat die immerhin erreichten 18 % Füllung nun aber auf 26 % steigen lassen. Mich erreicht ein Foto aus meiner Geburtsgegend.

Blick auf die Hopfenberge, links die Weisse Flotte.

Diesen Blick zeigte ich in meinem Bericht vom 6. Oktober 2020, bei Tiefstand.

Dasselbe Foto, Detail: Nun ist die Schleppbahn-Durchfahrt ca. 2,5 m überstaut, die Hopfenberge sind vom Hammerberg her nicht trockenen Fußes erreichbar.

Die Wanderung rund um die Hopfenberge habe ich am 15. Oktober berichtet.

Gespannt warte ich auf 2021 – ein herbstlicher Besuch am dann wieder leereren Edersee (es sei denn, das Jahr wird nass, füllt gar die bestehenden Defizite seit 2018 für Wald, Grundwasser, Quellen auf?!) ist hoffentlich wieder möglich.

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Am 21. Oktober berichtete ich vom Restaurieren an der Krückau, wie wir auf ca. 600 m Länge Kiesdepots anlegten, die wir zunächst den Kräften der Natur überlassen wollten. Da es nun nicht regnete und absehbar kein Hochwasser in Sicht ist, das den Kies bewegen könnte, wurde eine kleine Arbeitseinheit eingelegt: Umgestalten einiger Depots zu Lenkbuhnen (Kies als schräg gegen die Strömung gerichtete Unterwasserfläche hinschaufeln bzw. -harken) bzw. Laichbetten.

Schnell ging die Arbeit (Bericht folgt), vor allem das Gucken, ob das Wasser so mit dem Kies umgeht, wie vorgesehen, von der Hand. Auf dem Rückweg zufriedene Gesichter. – Da „Da ist doch eine Muschel!“. Flugs wurde die Schale an Land geholt.

Wird es eine Fluss- oder eine Teichmuschel sein?! Wann hat die wohl hier, im Erosionssand-geprägten überbreiten Profil gelebt?!?

Neee, ne?!

Doch! Eine Sandklaffmusschelschale, der Fachmann sagt Mya arenaria dazu.

Die kennt doch jedes Kind!

Aaaaber doch von woanders her? – Sagen wir mal: Wattenmeer?!

„Da! Da ist noch eine Auster!“ – WAAAAS ? – Wieder rein, Schale rausgeholt.

Och nööö! `ne Sandklaffmuschel und `ne Auster! In der Krückau!

Auf der Auster sitzt porös wirkender, stabiler Kalk. Da haben wohl Moostierchen, Bryozoen, gebastelt.

Was ist das denn nun? Also wir vier sind bestimmt nicht die Heiligen 3 Könige, und mitgebracht haben wir ausser unseren Rechen und Schaufeln auch nichts.

Zu Hause bei näherem Betrachten zeigt sich, dass die Meeresmuschel(schale) der Sandklaffmuschel aus eher alkalischen Heimatgebiet bei Aufenthalt im Süßwasser angegriffen wird. Der Kalk ist aufgerauht, beginnt sich aufzulösen.

Da fällt einem das Wort von der „Versauerung unserer Ozeane“ ein. – Wir müssen unsere CO2-Produktion dringend, und zwar heftig, verringern. Recht haben sie, die Aktiven von „Fridays for Future“.

Wenn ich mal wieder vor Ort bin, werde ich die „Waldwiesel“ vom Kindergarten Hemdingen / Waldkindergarten Heede fragen, ob sie Anschauungsmaterial, vielleicht Muschelschalen, vermissen.

 

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Die Überschrift ergab sich erst am End- / Wendepunkt unserer Adventswanderung – da wussten wir noch nichts davon. Der Weg, hier: die Überschrift, entsteht halt oft genug beim Gehen.

Wir gehen zum Treffpunkt (max. 5 Erwachsene aus 2 Familien), vorbei an Baumfällungen – sicherheitshalber.

So nach und nach (gaaanz langsam) macht sich auch in Wedel ein (kleines) Bewusstsein breit, möglichst mindestens die Stämme „abgängiger“ Bäume stehen zu lassen. So können sie – von Vegetation bis zu Vögeln und Säugern – noch jahrzehntelang vielfältigen Lebensraum bieten.

Schade drum! – Den Moosen und Flechten nach war das wohl eine Esche. Nicht „unsere“, die Samenstände sahen attraktiv rot aus in zu der Zeit grüner Landschaft.

Wir haben uns in die Büsche geschlagen, gehen dann den Marinedamm entlang, vorbei an Kopfweiden.

Der Vater (aus jüngerer Generation) zeigt: Füüüsch !? Gespannt warten alle auf das nächste Lebenszeichen.

Am Elbe-Hauptdeich – die Baustelle zur Ertüchtigung des Sperrwerks Wedeler Au gegen Meeresspiegelanstieg in diesen, unseren Klimawandelzeiten ist geräumt.

Nur die blauen Baubüro-Container stehen noch. – Was steht da links und rechts davor, mit Zaun drum?

Ah, die alten Verschlusstore, tief eingegraben – ein neuer, maritimer Info-Punkt. Viehfernhaltepforte läd zum Besuch ein.

Hier informiert der LKN, Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein.

Da wird eifrig geforscht. Die Neu-Leserin liest wie ein Weltmeister vor.

Da ist auch ein alter Bekannter aus Tönning zu sehen – Pottwaaaal !

Währenddessen tobt ringsum das Leben. Ein Schwarm Nonnengänse wurde aufgeschreckt.

… zieht, wie so oft, kurze Zeit später wieder zurück.

Und lässt sich auf einer Binnendeichwiese nördlich der Binnenelbe nieder – davor ein trocknender Kormoran.

Auf der Deichverteidigungsstraße lässt sich gerade (wieder mal) ein Navi-Fehlgeleiteter auf den „rechten Weg“ = zurück! leiten.

Auch wir treten den Rückweg an – die Hamburger zum P bei den Sportplätzen, wir Wedeler zum Ladepunkt am Schulauer Hafen (1,5 Stunden, nicht nur zum Spazierengehen genutzt). 🙂

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