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Archive for the ‘Klima’ Category

Unverkennbar, es ist Herbst – kalte Nächte brachten bereits Kranichschwärme nach Südwesten über die Elbe. Nordwestwind mit sssteiferen Böen stellte uns „Küsten“bewohner an der Tide-Elbe auf winddichtere Kleidung ein.

Schauerregen regte zum Betrachten des online-Wetterradars vor Verlassen des Hauses an.

Nun muss Man(n) auch mal zum Frisör bzw. zur Frisörin, gern per Rad (und möglichst, ohne die Regenhose hervorzukramen).

Der Termin ist, wie der Zufall es will, gut terminiert. Gerade ist ein fetter Schauer vorbei.

Gut angekommen, meisterlich instand gesetzt …

Fertig – Wedels Roland wirft spätnachmittäglichen Schatten.

Das Blauer-Himmel-Zwischenspiel verleitet zu verlängertem Nachhauseweg durch das Autal.

Im Autal – gut, wenn es regnet (und es ist immer noch viel zu wenig …).

Auch gut, wenn man radelnd zwischen den Schauern unterwegs ist.

Der nächste kommt mit Sicherheit.

Das war vor vier Tagen. – Ab morgen soll es wieder Wasser von oben geben.

Auch falls es länger grau würde … – wir brauchen es. Bäche und kleine Flüsse fliessen schon wieder auf Niedrigwasser-Niveau.

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Herbstliche Tour Wedel – Holm – Hetlingen, hinterm Elbdeich zurück nach Wedel.

Vor dem Geesthang Wedel / Holm – Marsch „Am Hang“ – ist die Feuchtwiese wieder überstaut. Kanadagänse …

… und Enten finden das prima.

Von Tag zu Tag, auch im Tagesverlauf wechseln diese Eindrücke.

Regelhaft finden sich Graureiher hier ein.

Gen Hetlingen – Reet im Gegenlicht, gebeugt vom Nordwestwind, böig.

Reet, andersrum, von der Sonne beschienen.

Westlich Giesensand reihen sich Schwalben auf.

Ein stetes Kommen und Gehen.

Vor ein paar Tagen, als das Foto entstand, dachte ich, deren Wegzug stünde an. Vielleicht ist das auch so und zahlreiche Schwalben, die sich mit Sturmmöwen über Marschwiesen gestern bei einem offenbar starken Insektenschlupf in Flug-Akrobatik überboten, sind „neue“.

Querab Giesensand zum Elbdeich stört sich ein Graureiher an mir.

Offenbar ermutigt ihn das ruhig bleibende Rind („Der ist nicht gefährlich!“), zu schneller Landung.

Versteckspiel nebendran – mittig im Foto, linker Teil, guckt ein weisser Kopf aus dem Graben.

Kurze Zeit später ist er verschwunden.

Und wieder etwas später, etwas weiter gerollt …

… findet auch der Silberreiher mich nicht mehr gefährlich – inmitten einer ruhigen Familienherde (der Papa grast oben rechts).

Weiter, querab Fährmannssand – Deichschafe, Stare ringsum.

Auf der Giesensand“leine“ hielt ich einige Tage zuvor Vogelansammlungen – wie oben – für Schwalben (die saßen allerdings erstaunlich still). Detailbetrachtung der Fotos ergab, dass es sich da um Stare gehandelt hatte. – Wechselndes Geschehen in wechselhafter Jahreszeit.

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Treibselsammler – der Schauer war so nett, zu enden, als ich am Treffpunkt eintraf.

Hier, im Prallhang der Osterau am Medizinalgarten ging das Restaurieren mit den Unterelbeschulen auf deren Wassercamp 2022 im Wildpark Eekholt los.

Beim Verteilen der Arbeitsgruppen auf vorhandene Kiesdepots, die zu Lenkbuhnen umgeformt wurden (s. voriger Beitrag), kamen wir an den in früheren Wassercamps angelegten Lenkbuhnen vorbei, Start 2017. Im Folgejahr wurden neue ergänzt, die alten, so nötig, verbessert, ggf. repariert.

Die Funktion und Wirkung wurde „im Vorbeigehen“ erläutert, war angesichts des geringen Abflusses der Osterau gut nachvollziehbar. Bei Mittelwasserstand sind die Treibselsammler knapp, aber vollständig bedeckt.

Derselbe Uferbereich – der Treibselsammler, weit nach links ins jetzige Feuchtgrün eingebunden, hat dort neu Land geschaffen, bachab Flachwassergebiete durch Festlegen bewegten Sands.

Dadurch ist die vorher durchweg eintönig flache Sohle eingeengt, die Osterau bekam wieder turbulente Kraft im Abflussgeschehen. So entstand der Niedrigwasserquerschnitt neu. Er benötigt einen Bruchteil des früheren, zerstörten überbreiten Profils. Bei Mittelwasser stehen nun große Flachwassergebiete für die Besiedlung zur Verfügung. Hochwässer fliessen schadlos ab.

Bei Beprobungen wird der Wert des neu gewonnenen Lebensraums schnell deutlich.

Auch hier, neue Flachwassergebiete mit Struktur, standorttypischen Wasserpflanzen.

Hier, etwas weiter bachauf des vorigen Fotos, ist der zugehörige Treibselsammler sichtbar.

Hier ein weiterer Sammler, der effektiv Sand festlegt. Aus einer dränierten Auwiese gelangt durch Störung des Bodenwasserhaushalts Eisen in die Osterau.

Der Vollständigkeit halber wird hier ein kurzer Treibselsammler Richtung östliches Ende des Osterauwanderwegs abgebildet.

Der sollte – und tut`s auch – lediglich die scharfe Strömung an nicht wurzelgeschütztem Ufer eines ansonsten „abrasierten“ Gleithangs (ja, gibt es in unglücklichen Konstellationen auch) entschärfen.

Diese Art Treibselsammler sind eine Möglichkeit, mit wenig Aufwand gute Erfolgserlebnisse zu produzieren, wie jüngst auch für die Mühlenau, Pinneberg, gezeigt wurde.

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Was für eine Freude! Nach 2 Jahren, in denen das jährliche Wassercamp der Unterelbeschulen im Wildpark Eekholt Corona-bedingt ausfallen musste, konnte es wieder losgehen.

Als der Schauer durch ist, tauchen „meine“ Schülerinnen und Schüler mit Aufsicht auf. Es gilt, Grundlagen zum Moränenbach und zum Restaurieren zu vermitteln, die Arbeitsaufgabe zu beschreiben einschliesslich zu beachtender Grenzen (insbesondere gegen Selbstüberlastung bei „Eintritt in den Flow“ – der tritt erfahrungsgemäß schnell auf beim Erkennen der positiven Auswirkungen eigenen Handelns).

Vorweg: Vorführung für alle, den Arbeitsbereich ergründen – im wahrsten Sinn des Wortes. Sicherheit geht vor!

Gruppe 1 startet, am Depot vorn wird Gruppe 2 eingewiesen.

Und los geht`s.

Weiter geht`s, bachauf, den Tross im Gefolge, zum scharfen Mäanderbogen mit aufgestockten, mehrfach von Flussneunaugen zum Laichen genutzten Kiesen.

Wir passieren Treibselsammler. Deren Wirkung ist deutlich und wird beschrieben – mehr dazu in einem folgenden Extra-Beitrag.

Heftiger Sandtrieb im Anstrom auf die Flussneunaugen-Laichkiese. Erosionsschutz und Strukturverbesserung in Gehegen steht nach wie vor aus.

Auch diese Kurve ist mit engagierten Schülerinnen und Schülern bestückt.

Im Gegenlicht – das östliche Ende des Osterauwanderwegs, Kiesdepot vorn.

Hier kommt massiv Sand von oberstrom an.

Bewegter, überreichlicher ErosionsSand – das Leichentuch des Forellenbachs.

Blesswildgehege als Beispiel – Gewässer-schützender, standorttypischer Baumsaum fehlt.

Zufluss Otter-Bach, Erosionsschutz würde helfen.

Die Kanadischen Gehege-Otter bekommen gelegentlich von der Osterau aus Besuch ihrer heimischen Artgenossen.

Unsere seit 2017 stattfindenden Kiesschüttungen schützen durch Unterwasserströmungslenken unter anderem auch Altbaumbestand, hier: Erlen.

Bachab, Unterwasserlenker Flussneunaugenkurve gut in Arbeit.

Prima Ufereinbindung ist wichtig neben der Unterwasserlenkfunktion.

Fast wie im Versteck – wir schützen Uferstauden im Angang.

Vorn Kies platzieren, gegenüber eine der vielen anderen Gruppen beim Gewässerqualität untersuchen.

Diverse Parameter messen, Proben entnehmen – Konzentration ist wichtig.

Das gehört zum Tag, ein heftiger Schauer schüttet los.

Wirklich stören kann uns das nicht. Wir sind ausgerüstet, stellen uns in den Windschatten oder unter Bäumen unter.

So sieht prima platzierter Unterwasserkies aus – herzlichen Dank an alle Aktiven!

„Wie, wir sind fertig – es geht zum Mittagessen? – Wir gehen hier nicht raus!“

🙂 – – Das ist ein übliches Ritual … – jedes Jahr wieder. – Die Begeisterung über sichtbare Ergebnisse eigener Arbeit lässt die „Täterinnen und Täter“ eine enge Bindung zum Tatort aufbauen.

Das Gelände leert sich dann doch, Mittagspause.

Damit ist mein Einsatz hier beendet, ich gehe zum – aufgeladenen – feuerroten Spielmobil und fahre südwärts.

(Wie angekündigt folgt noch ein Beitrag zur Wirkung der in früheren Jahren angelegten Treibselsammler aus „Hölzchen & Stöckchen“).

 

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Nach 2 Jahren Zwangspause findet das jährliche Wassercamp der Unterelbeschulen im Wildpark Eekholt wieder statt.

Für das Gewässerrestaurieren sind die Kiesdepots neu aufgefüllt, alle Vorbereitungen sind abgeschlossen – es geht los.

Morgens vor dem Start: Blick aus dem Fenster – am Rolladenkasten hängen Erinnerungen an den Regen der Nacht.

Es stürmt – der Marini rast, zeigt keine Flügel, sondern durchgängig eine Scheibe.

Unterwegs, noch im Krückau-Einzugsgebiet, Regenbogen zwischen zwei Schauern

Sehr haltbar, dieses Exemplar …

Wie lange noch?

Der nächste Schauer naht.

Querend nach Norden, über das Pinnau- weiter ins Bramau-Einzugsgebiet, beregnet es die Landschaft – ein ausdauernder Schauer.

Wie das so mit Schauern ist, darf ich dann wieder trocken weiterfahren.

Gänse – bislang der Vogelgrippe entkommen. Weihnachten naht …

Nebendran Kürbisse, in jeder Größe und Variante.

Kein Zweifel, herbstlich – die Maisernte hat begonnen.

Diesmal will ich`s wissen – da steht zwar immer noch „RFID-Karte nutzen“ (geht nicht!), aber jetzt wird auch gesagt: Dies ist eine Ladesäule, die mit EC-Karte arbeitet.

Nach dem Scheitern meines Ladeversuchs bei der vorigen Fahrt hatte ich mich im Netz schlau gemacht, war nun vorbereitet.

So soll es sein! (Dies ist allerdings Doppelladesäule 2 – die erste nebendran, die ich zunächst anfuhr, zeigte Ausfall an.)

Ergebnis nach Rückkehr vorweggenommen: Wie es sein soll, das Auto ist wieder „voll“.

Blick zum Himmel vor dem Eintritt in den Wildpark: Der für 10 Uhr angesagte Schauer kündigt sich an.

Am Westende des Osterauwanderwegs angekommen. Nahebei ist unser Treffpunkt.

Die Kies-Depots sind gut bestückt, hier will gearbeitet sein.

Am Treffpunkt, Blick bachauf: Die Niedrigwasserführung ermöglicht einen guten Eindruck über die Treibselsammlerwirkung – Uferaufbau, neue Tiefenvarianz mit Feucht-/Flachwassergebiet, tiefe Bachrinne am anderen Ufer, entlang der Erlenwurzeln.

Nun bin ich gespannt, wo sich meine beiden Gruppen regengeschützt untergestellt haben.

Weiter geht es im nächsten Beitrag.

 

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Am Treffpunkt – ja, alle sind da. Und die Hölzchen und Stöckchen, zahlreich, auch.

Die Hölzchen und Stöckchen lagen schon eine ganze Weile. Die Frage stand an, sie ab Herbst im Kamin zu nutzen.

Aber genau so lange überlegten wir, wann und wo wir sie am Bach nutzen wollten.

2022 – es ist vollbracht. Die Mühlenau in Pinneberg wurde kürzlich, während des lang andauernden Niedrigwasserabflusses, mit Struktur versehen.

Bachauf dieser Brücke über die städtische Mühlenau, Pinneberg, liegt „unsere Strecke“.

Übertief eingeschnitten, überbreit – das Wasser eintönig zentimeterhoch / -tief, von Fliessen kann kaum die Rede sein.

Mal sehen, ob wir das nicht ändern können – mit strukturell-dynamischer Einengung, wodurch sich der Bach selbst bei höheren Abflüssen sein Bachbet neu und tiefenvariabler gestalten kann.

Die Reste zweier älterer Treibselsammler werden dabei gleich repariert und ergänzt.

Jenseits …

… und diesseits.

Diesseits, am Start.

Überraschung …, diesseits lassen sich Richtung Mitte keine Hölzer klopfen! – – – Hallo … ! ! !

Uuuups, wir wollten nicht stören … – Wohnt da jemand?

Mit vereinten Kräften wird das schwere Geschoss an Land gehievt. – Vorsicht, nicht als Widerlager nutzen! Es handelt sich um eine Glastür, bitte keine Scherben, schwere Verletzungsgefahr, produzieren!

Besten Dank an den Wasserverband, der sofort nach Mitteilung die Beseitigung der Glastür aus dem Grün veranlasste.

Das Wetter könnte für uns nicht besser sein.

Treibselsammler diesseits – nun fertig.

Treibselsammler „drüben“ – ebenfalls repariert und ergänzt.

Nach und nach werden die Hölzchen und Stöckchen vom Anhänger sortiert, erstmal die geraden, leicht verarbeitbaren.

Kontrolle, nicht Passendes …

… wird passend gesägt.

Bei solch Aktiven ist nach kurzer Zeit bereits Strukturgeben in der Strecke erkennbar.

So soll es sein – Treibselsammler in der Mitte für freien Hochwasserabfluss niedrig gehalten, am Ufer für Uferwiedergewinnung hoch eingebunden.

„Meine“ tatkräftigen 5, in der Ferne.

Solch Materialbedarf benötigt ständig Nachschub – ist ja vorhanden.

2 Treibselsammler repariert und ergänzt, 4 neu – Stecken, Drücken, Klopfen, weiterer Materialantransport …

Die typische, angeregte Klein-Turbulenz ist hier wegen der extremen Gewässerüberbreite und des geringen Abflusses fast nicht erkennbar.

Rückkehr vom „Aussenposten“.

Es ist noch hinreichend Material vorhanden, Zeit und Lust ebenfalls …

So beschliessen wir, unmittelbar bachauf der Brücke zwei weitere Treibselsammler anzulegen – kann ja nur besser werden.

Detail – Positionieren, Stecken, Eindrücken, Klopfen.

Gut ins Ufer einbinden – gegen Umläufigkeit.

Eine Seite fertig, nun zur heute letzten Aktion.

Da wollten wir auf den Rest Materialtransport durch Flößen testen – gescheitert mangels Wassers Kraft !

Passend sägen …

Lücken schliessen, Restmaterial holen.

Letzte Lücken schliessen, Restmaterial für guten Uferanschluss nutzen. Gekonnt gemacht.

Fertig! – Hat Spaß gemacht!

Wir sind gespannt, wie – wenn / falls es denn mal wieder so regnet, dass sich die Mühlenau bewegt – sich der Bach eine neue Struktur gibt, im vorhandenen Bett – „instream“.

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Wir wollen neue Treibselsammler anlegen.

Bevor das losgeht, gucke ich mir die umgebende Strecke an, in der wir seit 2017 mehrfach mit vielen Interessierten Kieseinengungen und Lenkbuhnen sowie als Test erste Treibselsammler in die Mühlenau eingebracht haben.

Die Mühlenau bei niedrigstem Abfluss – unter Niedrigwasser fast die gesamte Zeit seit April 2022. – Iiiiieeehh, Waschmaschinenwasser ? !

Nochmal hingucken, gleich nebendran – Farbe, Klarheit, alles Optik. Über dem Sand klare, dünne Schicht, daneben, tiefer: Waschmaschinengraublau …

Die Ursache: Eisen, Ocker. – Menschlicher Eingriff in den Bodenwasserhaushalt, Absenken von Wasserständen, Ableiten und punktuelles Einleiten früher von Boden und Wasser dreidimensional umgearbeiteter und in der Masse im Boden zurückgehaltener Eisenmengen.

„Die Waschmaschine“ ergibt sich angesichts des eingetragenen Eisens aus mangelnder Turbulenz und Sauerstoffzufuhr sowie fehlenden Gewässerstrukturen in der Wassersäule. Die Eisenmengen können nicht auf kurzer Strecke verarbeitet werden. Feinste, sich chemisch umsetzende Partikel bieten – auch bei recht klarem Wasser – die eklige Situation.

An der Wasseroberfläche bewegt sich etwas.

Rotaugen und Hasel fressen antreibende Insekten, wohl auch kleine pflanzliche Nahrungpartikel in Drift.

Blick bachauf – huch, wer hat denn da mittig etwas gebastelt? Wir nicht!

Aber das, gleich aufwärts, in die Böschung eingebunden, ist unser Testsammler.

Angesichts fehlender Hochwasserdurchgänge ist noch nicht viel zu sehen. Immerhin hat er ein wenig Sand bachab festgelegt, zur Mitte hin eine kleine Rinne vertieft.

Ich gehe Richtung Rosengarten bachab – Buchenbogen, Bank.

Links ist eine Erosionsstrecke, vorn ein Extremeinschnitt zu sehen. An solchen von Mensch und Hund überstrapazierten Uferverletzungen starteten unsere gemeinsamen 2017 ff.-Aktivitäten, Wasserverband, Wasserbehörde, Stadt Pinneberg „im Boot“.

Und so sieht so eine Kiesgabe nach 5 Jahren aus. Angesichts des extrem geringen Abflusses ist vom dreidimensionalen Lebensraum nur noch ein ultraschmaler Saum umspült.

Wie Beprobungen zeigten, haben in diesem Winz-Relikt Allesfresser, Beutegreifer wie Wollhandkrabben und die wegen Füttern vorhandenen Entenüberschüsse fast alle Wirbellosen aufgefressen. – Sowas kann mensch ändern, indem er die Wasservögel NICHT füttert. Die finden anderswo in angepasster Anzahl ihr Futter allein. Mensch kann das auch ändern, indem er sein Verhalten gegenüber dem Wassrhaushalt ändert. Weniger ableiten, mehr zurückhalten, den Grundwasserhaushalt entlasten durch Verringern von Entnahmen … – Das heisst, höhere und länger wirkende Quellschüttung …

Ja, das heisst „Wassersparen“! Welch furchtbares Wort in einem Land, dem jahrzehntelang von Wasserverkäufern erzählt wurde, wir lebten in einem Wasserüberschussgebiet.

Ja, das heisst auch Schluss mit den Massenberegnungen, hin zu angepassten Formen der Pflanzenbefeuchtung, sei es im Nahrungsmittel-, Baumschul-, welchem Anbau auch immer. – Und der private Rasen sollte angesichts verschwundener Insekten- und Vogelartenzahlen und -biomassen auch längst zur Blumenwiese umgewandelt sein. (???)

[Was einem an einem frühen Sonnabendmorgen – ausser mir (es ist aber immerhin schon nach 10 Uhr!) ist fast niemand hier unterwegs – für ein Mist einfällt …]

Bachab der Kieseinengung, im Ruhigwasserbereich, liegt Abbaubares, Futter. Die Schichtdickenbetrachtung zeigt hier ihre Bestägigung, abgesehen davon, dass nicht unmittelbar „frisches Eisen“ eingetragen wird – Klarwasser. Obendrauf Wasserläufer in Mengen.

Ich stehe auf der Brücke querab Rosengarten, blicke bachauf. Die „Meditations“-Kieseinengung ist bewachsen, zeigt am trocken-feucht-Rand, wie wenig Wasser auch zuvor hier langzeitig floss.

Erläuterung „Meditation“: Nachdem erster Kies als „Denk mal“ angesichts zahlreicher Vorbeihender eingebracht war, saß da tatsächlich eines Tages jemand, meditierend. – Da sage mal einer, Bach-Restaurieren mit Kies sei Blödsinn – zum Meditieren taugt er allemal.

Blick bachab – Bank, 2 Kieseinengungen.

Wir erkennen: Die scheinbaren Kiesmassen reichen zur Strukturierung des Niedrig(st)wasserbetts nicht einmal aus.

Laichkräuter haben sich angesiedelt, können bei der Strukturverbesserung helfen.

Blick von der Rosengartenbrücke bachab – alles im Grünen Bereich. Verbessern kann man immer (weiter, mehr).

Ich gehe zum Treffpunkt – sind alle schon da?

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Nach Rückkehr von unserer Fängersee-Rundwanderung gehen wir erstmal essen – beim Inder.

Lecker, wie üblich. Derweil ist auch die dunkle Front über Berlin hinweggezogen.

Nachmittags. – Das lässt sich aushalten …

Gute Aussicht.

Die Äste der hohen Bäume im Hinterhof schwanken im Wind ordentlich hin und her.

Genauerer Blick auf das Terrassengeländer – hier wohnt noch wer.

Wir hatten uns die ganze Zeit, ohne weiter drauf zu achten, gewundert, wie wo was Schwarzgelbe herumflogen. Niemand störte sich aneinander.

Des Rätsels Lösung: Im Balkongeländer ist offenbar ein Nest Wespen. Statt Interesse an unserem Eis und / oder Kuchen hatten die anderes zu tun. Eifriges Ventilieren war offenbar am Flugloch unter dem Geländer angesagt – Eier, Larven ff. wären wohl sonst von direkter Sonne auf dem „Geländer-Backofen“ innen gebacken worden.

[Bislang gilt friedliches Verhalten diverser Wespen auch auf unserem Wedeler Balkon als Regel. Hier wollen die Wespen derzeit lediglich unsere Vogeltränke, das -bad zum Trinken nutzen, lassen uns mit Eis und Schlagsahne in Ruhe.]

Die Ringeltauben bereiten die nächste Saison vor.

Eifriges Balzen – vorn: Vogel-Pins.

Schön war`s wieder, in Berlin und Umrum!

Andere Seite, Symbole – Kreuze, vertikal und horizontal, jeweils als Zeichen ihrer Zeit.

Tags drauf – am Abreisetag …

Klarer Himmel zum Sonnenaufgang.

Blick gen Ost – da ist sie ja, die Sonne.

Wolkenspiel nach Sonnenaufgang.

Nebelkrähen und Ringeltauben jagen in getrennten Trupps durch die Straßenschlucht, kommen hoch, drehen – los geht`s, wieder andersrum.

Schnell ziehende, auch tief hängende Wolken gehören zu diesem Tag dazu.

Noch tiefer …

Wir haben noch ein Stündchen …, drehen eine Runde.

Nächstes Mal starten wir wieder einen Zug früher.

Schräge Bäume – es gibt Spezis, die wollen sowas aus Gefahrenbetrachtung absägen.

Hier sind es allerdings (nur?) die Platanen, die derart nach dem Licht wachsen, standsicher. Interessant während der Runde zu sehen: Andere Baumarten stehen senkrecht, gerade.

Das Stadtkloster Segen – Zeit umzukehren, die Straßenbahn gen Hauptbahnhof anzupeilen.

Schnell vergeht die Fahrt nach Hamburg.

Einfahrt HH-Altona, pünktlich – besten Dank!

Wedel, Tempo 30 auf der B 431 – der August geht zu Ende. Noch ist der Wein am wild bewachsenen, umfunktionierten Bauernhaus grün.

Die nächste Berlinreise mit üblicher Unterkunft ist gebucht. Dann wird – unter anderem – Bach-Restaurieren anstehen. (Hat Berlin sich wirklich einen Ruck gegeben und lässt Laien Gewässerlebensräume verbessern ? – Wir lassen uns überraschen.)

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Nachdem wir uns im Klein(en) Garten umgesehen hatten, starteten wir Richtung Fängersee (bei Strausberg, Brandenburg) zu einer Rundwanderung.

Wir verlassen Altlandsberg – die Störche vom befilmten Horst scheinen uns voraus zu sein, schon weg.

Ausschnitt aus der Infotafel am Nordende – wir starten im Süden.

Fängersee, rundum – Holz in allen Formen und Lagen.

Die markante Basis einer ufernahen Erle.

Auf offenbar sandiger Höhe stehen altgewordene Kiefern.

Der Wanderweg zieht sich abwechslungsreich am Hang entlang, zwischen Höhen, im Laubmisch- bzw. seenäher Feucht- / Auwald.

Gefallener Spechtbaum.

Verwunschen Wirkendes … – die Spekulationen wechseln zwischen Fischer- und Lusthaus, vielleicht ja beides … – oder nichts davon.

Der Seeblick offenbart Pflanzensukzession von Wald, Waldrand, Ufer- und Schwimmblattpflanzen. Die ebenfalls vorhandenen Unterwasserpflanzen (vielleicht gibt`s auch Unterseeische Wiesen?) sind auf dem Foto nicht zu sehen.

Baumalterung im Wald, Pilze übernehmen.

Wald und Feuchtwiese im Durchflussmoor.

Ein Zeichen früherer Gefällenutzung – Wassermühle mit ehemaliger Gaststätte.

Wir haben etwa die Hälfte des Weges zurückgelegt, befinden uns im Bereich des See-Nordendes. Hier steht das Info-Schild, von dem ich vorn einen Teil abgebildet habe.

Das alte Mühlrad, „unterschlächtig“, bachab des Wehrs.

Der Mühlenumlauf bachab des Wehrs.

Die Natur macht es vor – im lichten Schatten des Auwalds dominieren (Mikro-)Algen das Pflanzenwachstum im Wasser. Standorttypische Unterwasserpflanzen kommen ebenfalls vor, bilden aber aufgrund Lichtbegrenzung nicht den fast überall in unseren freigelegten, verbauten Fliessgewässerstrecken auftretenden Massenbewuchs, der ständiges Entfernen wegen Abflusshinderung erfordert.

Noch ein Bisschen Information von der Tafel. – Sehr gut beschriebene Historie und Situation dieses schützenswerten Geländes.

Durchflussmoor – Wald im Trockeneren, Feuchtwiese auf Niedermoor in der Ebene.

Brettwurzeln – eine Flatterulme.

Weiter durch Laubmischwald.

Hangstütze Buchenwurzeln.

Anderes Wurzelwerk, überbeansprucht durch Belaufen.

Rindenstudie, Robinie.

Rindenstudie – Robinie, Detail.

Der Mensch steuert, die Natur übernimmt (oft genug anders, als mensch sich das so denkt …) – aufgelichtete Fläche ist hier von Robinien-Jungwuchs übernommen worden.

Ich lasse hier Ausführungen zur Robinie, merke aber an, dass gerade angesichts galoppierenden Klimawandels alle möglichen fremden Baumarten in Forstkreisen diskutiert (teils wohl schon in Menge angepflanzt) werden. Eine ernsthafte Befassung mit den Qualitäten von sog. Neophyten wie „erotische“ Traubenkirsche (Prunus serotina) und Robinie, denen es offenbar gut bei uns gefällt, Alterungsverfolgen, Nutzmöglichkeiten scheinen – jedenfalls für die Information interessierter Öffentlichkeit – weitgehend zu fehlen. – Wer weiss, was uns mit den weiteren, neu vorgestellten, teils bereits so eifrig angepflanzten – ich sage mal „Mode-“ dazu – -Bäumen erwartet ? .

Altbekannte Bäume allerdings brechen momentan in einer Menge und Weise, die uns vor solch langer Dürreperiode wie jetzt, seit 2018, unbekannt war. (? Bruch-Kunst in der Natur ?)

Hier wohnt(e) wohl jemand. Spuren waren ringsum allerdings nicht zu finden.

Am Südende des Fängersees treffen wir erneut auf ein Mühlenwehr.

Auch hier ist die – mehrfache – Nutzung Vergangenheit – Alte Spitzmühle.

Der Parkplatz ist nah.

Auf der Rückfahrt zieht eine neue Wetterfront auf (oder von Berlin ab?).

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Sechs Aktive waren unterwegs und klopften Treibselsammler in restaurierungswürdigen Bach (Beitrag dazu folgt demnächst). Dabei umschwirrten uns Libellen, meist Aeshna, aber auch die Rote Heidelibelle. Wir schienen sie zu interessieren. Immer wieder „stand“ sie wie ein kleiner Hubschrauber schräg über uns, schwirrte kurz weg, war wieder da.

Ein Foto dazu gelang nicht.

Kurz vor Schluss, ein (Teil-)Gruppenfoto.

Zu Hause dann – Überraschung beim Blick aus dem Küchenfenster.

Da sitzt die (nein, „eine“) Heidelibelle !

Hier im Blog geht es erstmal weiter mit den Berlin-Erlebnissen.

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