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Archive for the ‘Klima’ Category

Der Beitrag vom 6. November stellte Handlungsnotwendigkeiten dar, wie sie allüberall in unseren Bachoberläufen, Bächen und kleinen Flüssen bestehen.

Noch immer warten wir – fast Mitte November 2022 ! – auf Wasser. Wanderfische haben ihre Laichbereiche noch nicht aufgesucht, obwohl wir uns zeitlich in der Laichzeit befinden.

So ergab sich die Möglichkeit, weitere Laichbetten in bedürftiger Strecke anzulegen und das Umfeld strukturell aufzuwerten.

Anfahrt im Ländlichen.

Ankunft – Bagger, Trecker und Dumper warten auf den (bereits letzten) Sattelzug Kies.

Ich wandere zum Ort der Tat.

Die Zufahrt, weich, ist durch Platten geschützt.

Am bachauf liegenden Ende der Arbeitsstrecke steht der zweite Bagger, wartend.

Ich passiere eine bereits eingebaute Kiesrausche.

Auch am oberen Ende ist in erstem Durchgang bereits eine Rausche angelegt – groß. Es fehlen noch die Seitendepots, damit der Bach für die Zukunft Material zum Spielen bei höheren Abflüssen hat.

Wir nutzen hier den starken Höhenunterschied, den eine Raue Rampe aus Grobstein unmittelbar bachauf bietet.

Trecker mit gefüllter Mulde ist angekommen, es kann weitergehen.

Beidseitig der Rausche werden die Kiesdepots angelegt.

Die unmittelbare Kiesentnahme aus der Mulde vor Ort hat sich, so nicht unmittelbar aus der Mulde geschüttet wird, als optimal herausgestellt.

Bachab werden Kieslenker eingebracht, oft im Umfeld einer alten Erle, davor ggf. auch dahinter, so dass ihr Standort und flottierendes Wurzelwerk langzeitig erhalten bleiben.

Gut gelegt!

In überlichteten Strecken wird Wasserpest entnommen. Sie wird bei Entwickeln der Bachturbulenz und Baumbestand auch an jetzt übersonnten Bereichen künftig geringer auftreten. Bachtypische Pflanzen werden sie ersetzen.

Die fertige große Rausche.

Auch der Fotografierer wird fotografiert …

Blick bachauf, bis zur Rauen Rampe.

Blick von der rauen Rampe bachab auf die Rausche, Gegenlicht.

Der Inhalt der letzten Mulde wird platziert, stillgestanden!

Auch hier Erlenschutz und Strömungslenken.

Wo gewünscht, wie hier, kann sich der Bach am gegenüberliegenden Ufer versuchen.

Pause, dann Abräumen, Feierabend.

Auf dem Weg zum Auto komme ich am „Baumarbeiten-Hund“ vorbei.

Der (gehört nicht zu uns) hat sicher auch bald Feierabend.

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Blick aus dem Wohnzimmerfenster – Eis mit Sahne hat geschmeckt, (Hain-)Buchenhecke, links grün, rechts bunt sonnenbeschienen, lockt nach draussen.

Die noch viele Früchte tragende Vogelbeere ist blattlos. Daneben – Ausnahmeerscheinung – trägt eine Feldahorngruppe noch allerhand leuchtende Blätter.

Herbsthimmel bei stürmischem Südwestwind – die bereits tief stehende Sonne wird von jagenden Wolken verdeckt.

Der Pferdetümpel – mäßige Temperaturen mit geringerer Verdunstung helfen auch nichts. Ohne Regen wird das Teil sogar herbstlich trockenfallen.

Und oben jagt es weiter … – Oh, oh …

Ein letztes Zwinkern? Erstmal zieht der Himmel zu.

Gefühlt setzt sich die Jahressituation fort: Wunsch nach nicht-unbedingt-nassgeregnet-werden läuft parallel zum Bedürfnis „Wir brauchen Wasser – und zwar sofort, und das reichlich!“.

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Einer Einladung, das Umfeld der Bilsbek um Prisdorf kennenzulernen und ein Bisschen zu fachsimpeln, folgte ich gern. Das Norddeutsche Tiefland hält überall Überraschungen bereit.

Das Wetter liess sich besser als erwartet an – gut Wind, jagende Wolken, vor allem aber Sonne und (noch) keine Schauer.

Die Bilsbek, Straßenbrücke Prisdorf, Blick bachauf – ausgebauter und hart unterhaltener Kanal im Tide-Einfluss.

Es gibt keinerlei Struktur, nur bewegten Sand in kastenförmig unterhaltenem Korsett.

So fliesst bei Tideniedrigwasser und geringem Abfluss „von oben“ gleichförmig, nur zentimeterhoch das Wasser vor sich hin.

Die andere Seite: Angesichts nicht vorhandenen Sturmflutpumpwerks Pinnau im Elbe-Hauptdeich ist bei geschlossenem Sturmflutsperrwerk und höheren Gewässerabflüssen das Volllaufen der Auenräume regelhaft (was ja Auen mindestens einmal im Jahr eigentlich kennzeichnet(e)). – Der Klimawandel, begleitet von Meeresspiegelanstieg und höheren Spitzenniederschlägen (neben Überwärmung und Trockenheit bis Dürre), hat hoffentlich die Planung eines Sturmflutpumpwerks auch für das Sperrwerk Pinnau bereits anlaufen lassen. (?)

Wir gucken uns aufwärts gelegene Landschaft an.

Spannendes Kennenlernen, Auenlandschaft mit eingesprengten Moränen- (Mischwald) und Dünen-(ggf. Nadelbäume) -Einsprengseln.

Überraschend queren wir ein V-Tal in Moräne, historisch wie andernorts zu Fischteichen eingestaut.

Das – zur Zeit ziemlich trockene – Tal Richtung Bilsbek-Aue lässt das ursprüngliche Natur-Idyll erahnen. (Jetzt ist es – seit langem – ein menschengemachtes, anderes.)

Mischwald mit Altbäumen auf Moräne.

Rund um eine Brücke weiter bachauf orientieren wir uns in Sachen Landschaft und Bach.

Fehlende Baumbeschattung führt zu massivem Sumpfpflanzenwachstum am und im Bach, macht (oft allzu harte) Gewässerunterhaltung erforderlich.

Die Krux für den Mähkorbfahrer: Vor lauter Sumpfpflanzen kann der Bachlauf nur erahnt werden.

Uferverletzungen sind die Folge. Durchgängiges Mähen im gesamten Querschnitt hinterlässt eine biologische Wüste.

Ein anderer Aspekt – dass es auch anders gehen könnte, zeigt sich gleich bachauf der Überfahrt.

Belassene Sohlstruktur ermöglicht der Bilsbek, turbulent ihren schmalen Niedrigwasserquerschnitt zu entwickeln.

Rest-Charakteristika, Zeigerpflanzen des Bachs: Wasserstern.

Rest-Charakteristika, Zeigerpflanzen des Bachs: Aufrechter Merk (Berle), Brunnenkresse, Wasserstern und mehr.

Weiter Blick über Auenlandschaft – die Bilsbek macht / hat Hoffnung auf mehr. Mit etwas Üben können die früheren, über die Jahrhunderte wechselnden Abflussrinnen noch erahnt werden.

Wer sucht, findet alte Karten, die die unterschiedlichen, wechselnden Fliesswege aufzeigen.

Ah, jetzt kommt „das Wetter“ – nix wie weg!

Im Windschatten eines Moränenwalls mit Mischwald ist das Auto schnell und halbtrocken erreicht.

Was kann für Lebensraumverbesserung der Bilsbek, im Bach und Umfeld getan werden?

Eine Gesamtüberplanung mit Hintergrund der alten Schleifen wäre eine große Möglichkeit.

Dass schon Kleines – so Vorstehendes nicht angedacht würde – hilft, zeigen Übungen in Kooperation mit dem Wasserverband Pinnau – Bilsbek – Gronau an anderer Stelle.

Einiges bachauf der oben dargestellten Landschaft wurde auf Moräne bereits das Mindern übermäßiger Erosion mit Sandeintrag sowie Strukturgeben getestet.

Aus dem Tidebereich liegen ebenfalls Erfahrungen vor, z.B. vom Ohrtbrooksgraben, wo in zusätzlicher Absprache und tatkräftiger Hilfe mit den Grundeigentümern Mäandrieren angestoßen werden durfte. Schulklassen der Unterelbeschulen halfen hier maßgeblich bei der Entwicklung.

Auch im Tidebereich der Pinnau, Stadtgebiet Pinneberg, wurde experimentiert. Hier überraschte, dass selbst lediglich kegelförmig angelegte Kiesschüttungen („Ottersitzplatz an Brücken“) von Flussneunaugen als Laichplatz angenommen und speziell gestaltet wurden.

(Unterqueren der Bahn in Prisdorf) Was bleibt?
Den Bilsbek-Gemeinden Prisdorf, Kummerfeld, Ellerhoop ff. sowie weiteren beteiligten Zuständigen ist zu wünschen, dass die Schätze des Umfelds in ihrem Verbesserungsbedarf wahrgenommen und wertgeschätzt werden.

Ob „große Lösung“ oder Puzzle-artiges Vorgehen mit instream-Restaurieren, der Einsatz lohnt.

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Nachdem wir mit dem Hamburger Familienableger ein vogelreiches Erlebnis Ende Oktober in der Vogelstation Wedeler Marsch hatten, wollten auch unsere Berliner Besucherinnen Anfang November dort einen Besuch abstatten.

Ich radele an, um ggf. – wie beim Vorbesuch praktiziert – die per Auto antransportierte Rollerin vorweg zum Ziel zu begleiten.

Hoch, auf den Hetlinger Elbdeich – diesmal ist die Sonne verhangen, sssteifer Südwind hält die Temperaturen gefühlt im einstelligen Bereich.

Die Elbe glitzert auf dem Tidehochwasser-bedeckten Süßwasserwatt.

Silbriges Schilfröhricht im Gegenlicht.

Von See her bewegt sich scheinbar eine Hochhaus-Silhouette Richtung Hafen Hamburg.

Dazu wird es einen extra Beitrag geben.

Tief unter mir, schon ein gutes Stück voraus, sind die Rollerin und die beiden Wandernden Richtung Vogelstation unterwegs.

Langsam, aber sicher, kommen wir voran – die Strecke von Hetlingen aus ist doch lang. Am weit entfernten Horizont quert, optisch hinter einem Heu-transportierenden Trecker und den Fährmannssand-Pappeln, bereits die Hochhaus-Silhouette.

Fast geschafft – auf der Nachbarweide zur Vogelstation wundern sich Rinder über die Anwandernden.

Komische Neugierde – uaaah, neeee -, mit den Berlinerinnen wollen sie doch nichts zu tun haben, flüchten geradezu.

In wallgeschützten Zugängen gehen wir nach und nach die Beobachtungshütten an.

Diesmal sieht die Vogelausstattung ganz anders aus und verhält sich anders als beim vorigen Mal, s. Link vorn – hier: Kormoran, Gänse.

Ganz hinten, hinter einem sich trocknenden Kormoran, halten sich Säger und Enten auf (wie sich später bestätigt, noch raten wir ein Bisschen).

Im Lauf der Zeit kommt Bewegung auf, hier landet schonmal eine angeflogene Gans.

Wer Zeit mitgebracht hat, tut gut daran, auch Verpflegung dabei zu haben.

Wechsel zwischen Beobachtungshütten – ein Erlebnis für sich. Diesmal sind es diverse Schneckenformen, die die Forscherin beschäftigen.

Blessgänse vorn.

Stockenten und trocknende Kormorane.

Lange gerätselt, da der Kopf, abgewandt, kaum klar erkennbar war …

… doch, ein Höcker-, kein Singschwan.

Verhangene Morgensonne, weiterhin.

Der Höckerschwan meint, da wir ihn nun erkannt haben, könne er …

… abziehen.

Immer wieder ziehen kleinere Gruppen Nonnengänse über die Station – wir gehen ins Haupthaus.

Professionelle Optik kann hier intensiv genutzt werden – je nach Wunsch mit oder ohne fachliche Erläuterungen.

Und wieder Blessgänse.

Von hier, mit ausgezeichneter Vergrößerung, bestätigen sich die Säger,die wir am Anfang am Gewässerrand vermuteten. Auch ganz spezielle Enten, von Laien und Halblaien namentlich schnell wieder vergessen, erkennen wir nun.

Schnell verging die Zeit. Angesichts der doch langen Strecke biete ich an, den Pkw aus Hetlingen zu holen und den 3en (Vorteil: verkürzte Wanderung), rumgefahren nach Fährmanssand zu bringen.

Im Stechschritt gen Hetlingen, Heuhafen … – größere Schwärme Nonnengänse queren meinen Weg, von der Elbe her auf Hinterdeichwiesen.

Eine Rabenkrähe quert in umgekehrter Richtung, Radler und Wanderer auf dem Deich. Von Stade her naht Großes – folgt im nächsten Beitrag.

Fährmannssand – das E-Mobil ist übergeben, ich gucke mir noch einen anderen Flieger, ungefiedert, an, der von Finkenwerder gestartet ist.

Jetzt aber nach Hause, Mittagessen wartet.

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Erstaunlich, wie die Zeit vergeht. Da kann so ein Blog helfen, sich zu erinnern.

Nachdem im Februar 2017 erste Tests mit Kieszugaben in die ländliche Mühlenau vielversprechend verliefen, fand ein erster Bachaktionstag an der städtischen Mühlenau, Pinneberg, im Oktober statt.

Zwischenzeitig hatte im August ein Testschütten von Kies unter dem Stichwort „Denk mal“ stattgefunden. Und siehe da, es wurde auch gedacht / meditiert.

Hier war ich länger nicht gewesen (wohl seit Juni), so dass ich den zum Feiertag ausgerufenen Reformationstag nutzte, von der Mühlenstraße bachauf den aktuellen Stand zu erwandern – hier ein paar Eindrücke.

Mühlenstraße Pinneberg, unterquert von der Mühlenau, nicht weit von ihrer Mündung in die Pinnau.

Ein Fuß- / Radweg begleitet den Bach – schön zum Gucken, hilfreich beim Restaurieren, ungünstig bis schlecht angesichts mangelnden Platzes für den Lebensraum Bach.

Da hilft halt nur „instream-Restaurieren„.

Kiesschüttung mit Unterwasserlenker („Lenkbuhne“) engt den überbreiten Querschnitt ein und bildet für Niedrig- und Mittelwasserabfluss neue Lebensräume.

Nach mehrfachem Kiesschütten und -profilieren über die Jahre haben Umwelt-Aktive das Ufer inzwischen mit Schwarzerlen versehen. – Mögen sie von Vandalismus verschont bleiben!

Die herbstliche Wanderung zu „Halloween“ gestaltet sich ruhig.

Der Feiertag und das Nebelwetter lassen – soweit nicht „alle“ an Nord- und Ostsee ausgeflogen sind, zu Hause (? im Bett ?) verharren.

Blick bachauf in bereits langjährig entwickelter, vielfältiger Grünachse – viel wurde getan, viel (mehr) ist möglich.

Der Niedrigwasserabfluss zeigt – und das wird über den Klimawandel nicht besser -, dass unsere Vorstellungen offenbar (noch) zu kurz greifen.

Standorttypische Wirbellose haben sich, zahlreicher in Arten und Individuen, in den strukturierteren Strecken eingefunden, wie auch offizielle Studien zeigten. Auch die Fischwelt konnte in erstaunlicher Artenfülle nachgewiesen werden. Allerdings hält die zahlreiche Anwesenheit von Fischfreunden wie Graureiher, Kormoran und Fischotter die größeren Tiere so unter Druck (zu Deutsch: da sind nach 4 Niedrigwasserjahren fast keine!), dass man sich über die zahlreichen Jungfische wundern und freuen muss. Für den Eisvogel sind die willkommen, er „darf“ angesichts der hohen Jungfischzahlen gern zugreifen.

Mögen in Zukunft auch die ultraschmalen Streckenbereiche mindestens von einer Baumallee gesäumt sein.

In den strukturierten Flächen hat sich Wasserstern angesiedelt, kann sich besser halten, als in der zuvor bewegten Sandsohle.

Ich gehe zum E-Mobil zurück, geniesse den ruhigen Herbsttag.

Blick von der Brücke Mühlenstraße bachab – die Pinnau läuft in der Ebbe-Phase, der Einstau der Mühlenau fliesst zunehmend ab, auch hier flottieren Wasserpflanzen (da kommt man nicht ran, vielleicht reicht es zur Artbestimmung mal zu anderer Jahreszeit und Wasserführung).

Wenn man bedenkt, dass sich die offiziellen „Maßnahmen“ der Wasserrahmenrichtlinie in den meisten unserer Bundesländer kaum auf 20 % der Gewässerstrecken beziehen …

Müsste man nicht mindestens in den „vergessenen 80 % (?? !! ??)“ alles tun, zumindest „das gute ökologische Potenzial“ = „zu tun ist, was getan werden kann“ realisieren?

Wir bleiben dran.

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Mein Halloween-Foto entstand bereits morgens.

Spinnennetz mit Morgentau, Mühlenstraße Pinneberg – Blick auf die bei Tidehochwasser in Mündungsnähe durch die Tide-Pinnau eingestaute Mühlenau.

Und so sieht die – bei Tidehochwassereinstau noch fliessende – Mühlenau im Querformat und ohne Spinnennetz aus.

Das war ein ruhiger Morgen gestern, nördlicher Feiertag „Reformationstag“. Ich wanderte aus Jubiläumsanlass dort herum.

Mehr dazu demnächst.

„Halloween“ wurde dann abends von Interessierten begangen – ohne uns.

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… Nonnengänse.

Seit Monatsbeginn ist ihre Zahl ständig angewachsen.

Na ja, voll war das eben nicht.

Schon voller.

Diese steuern das Deichvorland Fährmannssand an.

Anderer Tag, anderes Gewimmel – über Niedersachsens Elbufer.

Dies sind „unsere“, aufgescheuchte Nonnengänse über Giesensand.

Ruhiger, über der Vogelstation Wedeler Marsch, bald landend.

Und immer noch zieht es hoch am Himmel …

Neue Großformationen, die offenbar fernere Ziele im Südwesten ansteuern.

Unterschiedliche Bilder, ob am Himmel, auf dem Wasser oder an Land werden uns das kommende halbe Jahr begleiten – bis die Nonnengänse wieder in ihre Brutgebiete ziehen werden.

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Wir hatten an einer übertiefen und -breiten sommertrockenen Bachstrecke punktuell Kiesdepots zum Schutz von Nutzland sowie als neues Lebensraumangebot jeglicher Organismen angelegt, die Sohle leicht erhöht.

Zwischen intensiver Agrarnutzung und Wald.

Erosionsschutz durch Kies-Depots zu Nutzland – Hochwässer werden zeigen, wo der Bach den Kies hinhaben möchte (Sohle und gegenüberliegendes Ufer punktuell leicht stabilisiert).

Wasserskorpion in Restwasser – je nach Intensität und Dauer der Sommertrockenheit erobern zeitweise nur anfliegende Insekten solche Strecken.

Während wir arbeiten, ziehen Kraniche heran …

… und weiter.

Punktuelles Anpassen der übertief eingeschnittenen, eintönigen Gewässersohle.

Rohrüberfahrt – gut geeignet für Kiestransport durch den Bach.

Jetzt brauchen wir nur noch Starkregen …

Nach Wetterbericht müssen wir an dieser Strecke so bald nicht nachsehen.

Aber wir haben ja bei geringerem Abfluss als Mittelwasser andernorts Treibselsammler angelegt. Da lohnt sich die Nachschau nach etwas Regen, bei ca. mittlerem Abfluss vermutlich.

Hainbuchen – der Herbst schreitet fort.

Einer der älteren Testsammler – gut zu erkennen, wie hier durch neue Stillwasserbereiche mit vorübergehender Laubablagerung Speisekammern für Gewässerorganismen entstanden sind.

Auch die neuen Treibselsammler sehen vielversprechend aus, sammeln, lenken.

Herbst-Aspekt, 5 von 8 Sammlern – gute Strömungsentwicklung zu mittiger Turbulenz und seitlicher Ruhe.

Detail – sammeln, lenken, Turbulenz erzeugen.

Auch die einige Jahre alten Kieslenkbuhnen erfüllen weiter ihren Zweck.

Turbulenz erkennbar bei mittlerem Abfluss. Das verstärkt sich bei höheren Abflüssen, konzentriert die Kraft durch Lenken und hält sie von genutzten Ufern fern.

Deutlich erkennbar: Neu geschaffene Tiefenvarianz im Querschnitt, zeitweiliges Aufhalten von Blättern, Turbulenz in der mittig gelenkten Strömung.

Wir sind gespannt, wie sich die Entwicklung nach den zu erwartenden Hochwässern zeigt – und wie wir die anstehenden Laichzeiten von Forellen und Neunaugen erleben werden.

Den Heidelibellen ist das egal. Sie nutzen, hier im Tandem rotes Männchen, graublaues Weibchen, die letzten Tage ihrer Flugsaison und legen ihre Eier, teils an feuchte Uferstellen, teils über freiem Wasser.

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Herbstgelb – auf der Geestkante ein Stück entlang B 431, in die Helgolandstraße abbiegen, runter in die Marsch.

Fährmannssand ist unser Treff. Wir wollen zusammen an und in der NABU Vogelstation Wedeler Marsch nachsehen (Achtung: In der Woche Öffnungszeiten beachten), was Stand- und Zugvögel gerade so treiben.

Im Morgenlicht sehen wir einige hundert Nonnengänse auf einer Weide querab Obst-Paradies.

Erstmal gucken wir von der Deichkrone Fährmannssand zur Wasser- und niedersächsischen Uferseite rüber.

Fährmannssand – Deichkronenblick auf Deichvorland, Süßwasserwatt und Elbe.

Blick übers Süßwasserwatt – Wasserschutzpolizei auf der Elbe, ein Priel liegt (noch) frei.

Von hier geht es nun rollernd, radelnd und wandernd (1 + 1 + 3) auf der Deichverteidigungsstraße weiter Richtung Ziel.

Eingang Vogelstation – Hunderte Nonnengänse überfliegen, von der Elbe den Deich überquerend, die Marsch über der Vogelstation.

Gleich vom ersten Beobachtungshaus aus sehen wir 2 plus 6 Silberreiher, dazwischen einen Graureiher.

Hier ist was los!

Auf einer der gerade wieder vom Aufwuchs befreiten Kiesinseln sitzen trocknende Kormorane, Sturmmöwen, Blessgänse und etliche Kiebitze.

Fischende Kormorane, Sturmmöwen warten auf ihre Chance, hinten Enten.

Jagd-Formation.

Die gut 20 anwesenden Silberreiher sind ganz aus dem Häuschen, folgen dem Jagen durch steten Platzwechsel – irgendwie, irgendwo muss für sie doch auch etwas abfallen bei solchem Treiben.

Aufgeregte Silberreiher, in der Luft eine Gruppe Kiebitze.

Silberreiher, einige Kiebitze, Kormorane.

Wir sind in eine andere Beobachtungshütte gewechselt – rechts an der Kiesinsel ein Kanadaganspaar.

Auch hier aufmerksame Silberreiher, Gänse, Enten.

Ordentlich was los, fortwährend – Kormorane, Silberreiher, Sturmmöwen.

Trocknen der Kormorane, Grau- und Silberreiher, Enten.

Wir rollern bzw. radeln zurück nach Fährmannssand.

Herbsthimmel, hoch über der Deichkrone – tolles Erlebnis!

Unsere 3 Fußgänger, von denen eine sich in eine Radlerin verwandeln wird, 2 mit der Rollerin per Pkw nach Hause fahren werden, „nahen“ – noch fern, am Horizont.

 

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Schnell, dachten wir, nochmal losradeln, bevor sich das angesagte Regenwetter über uns hermacht.

Alles so schön bunt hier …

So manche Farbe hier im „Baumschulkreis“ ist Pflanzen geschuldet, die sich in der Historie über diesen Berufskreis einfanden – heute bis hin in die offene Landschaft.

Nochmal, auf dem Rückweg.

Eschen-Grün und -Gelb.

Jaaa, der Wetterbericht, das -Radar … – eine hochziehende Wolkenfront nimmt den Sonnenuntergang vorzeitig vorweg.

Und dann ! ! ! ? ? ?

Dann regnet es abends …

Am Morgen zeigen die Pegel der Bäche, dass da so gut wie gar nichts runterkam, man gerade das Niedrigwasser etwa bis Hälfte Richtung Mittelwasser angehoben – – – und wieder gefallen.

So blieb auch der Pferdetümpel, wie er sich tags zuvor zeigte – nur mäßig gefüllt.

Wird Regen auch dieses Jahr wieder sowas wie ein Weihnachtsgeschenk?

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