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Archive for the ‘Klima’ Category

Wir wollten mal wieder den Neuen Botanischen Garten im Westen Hamburgs besuchen, aus gegebenem Anlass Treff mit Freunden, gemeinsames Essen vorgesehen.

Da macht uns die Wettervorhersage einen Strich durch die Rechnung. Allzu fette, fluffige, wasserreiche Wolkenareale, scheinbar unberechenbar den Weg nehmend, Geschwindigkeiten, Richtungen ändernd …

Nur nass werden beim Anradeln, unsichere Situation während des Besuchs – abgesagt, verschoben.

Wie das in heutigen Zeiten des Klimawandels aber schon fast in festes Wissen übergegangen ist, richtet sich das Wetter immer weniger nach den Rechenmodellen. Wir sind inzwischen darauf eingestellt, auf aktuelle Entwicklungen, beobachtet durch gelegentlichen Blick auf das Wetterradar, (häufig genug) spontan zu reagieren.

Und so verändert sich unsere Entscheidung Richtung Mittag – für uns reicht die Zeit noch. Wir trauen uns.

Anradeln durch das Wedeler Autal, hier entlang der S-Bahn, kurz vor der Landesgrenze SH / HH.

Der Weg durch die Stadt, entlang Neben-, dann Hauptstraßen, dann durch grünes Wohngebiet lässt sich gut an. Immer Mal geht der Blick gen Himmel – da tummelt sich allerhand.

Oha, Oh ja – das kann jederzeit …
Dieses, nicht uns treffend, ist bereits vorbeigezogen.

Wir haben den Hinweg tatsächlich geschafft. Die hoffentlich halbwegs zutreffende Wetterentwicklung lässt für den Nachmittag hoffen – also erstmal unter Dach Mittagessen.

Gleich neben dem S-Bahnhof Klein Flottbek gibt es eine lohnende Gelegenheit, so Verwandte, Freunde und Bekannte.

Die Auswahl ist gut, ich kann mich nicht beherrschen …

Seit „Jahrzehnten“ nicht gegessen (ich schwör`) – große Currywurst mit Pommes.

Zu allem hatten wir Empfehlungen gehört, wir können ja nicht „alles“ essen. Meine Wahl, auch der gewählte Flammkuchen bestätigten die Empfehlungen – gerne wieder (aber dann erstmal etwas anderes von der umfangreichen Karte?)!

Draussen bestätigt sich unser Zeitplan …

… – es regnet „Katzen und Hunde“.

Nach dem Bezahlen noch so ein Teil – wir sitzen noch ein Weilchen, nun draussen, auch unter Dach, und warten.

Wir sagen ja „in Strömen“, auch wenn die in aktuellen Schütts nur punktuell niedergehen. – Vorbei.

Wir haben die S-Bahngleise unterquert, befinden uns nahe des Eingangs zum Loki-Schmidt-Garten.

Und siehe da!

Dass wir die nächste Zeit so gut wie allein sind, stört uns wenig. – Unglaublich! Das Wetter hält, in neuer Qualität.

Ein paar Eindrücke von „drinnen“, im Neuen Botanischen Garten Hamburg, folgen.

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Der Sommer 2023 – das Grün konnte meist nicht klagen. Hohler Baumstumpf, in den Vorjahren „Loch“, ist gut begrünt.

Baumschulen bemühen sich um Bodengesundung – Ringelblumenzwischenanbau.

Brombeeren an wärmeren Standorten sind „Schwarz-frei“, werden regelhaft abgesammelt. Hier – schattigere Lage – stellt sich die Frage, ob sich Rot noch bis zum geniessbaren Schwarz entwickeln kann.

Nahebei – Grün, Gelb und herbstliches Orange, neu erkannte Angebotsform.

In der Marsch sind Zeichen des nahenden Herbsts nicht zu übersehen.

Die Unterhaltung der Marschgräben ist in vollem Gang.

Warum nicht genutzte Flächen nebendran bis tief runter „geschrubbt“ werden, erschliesst sich angesichts Rufen nach Wildblumen, Biodiversität u.v.m. nicht.

Allüberall – Mais bestimmt allzu viele Horizonte.

Und nun – ich scheue mich, zur Wedeler Au zu berichten,  geschieht demnächst aber doch einmal – der Wedeler Mühlenteich zum Schluss.

Fett grüner Mühlenteich im Hintergrund – „geschützte Teichrose“ in Perversion, als Schlammproduzent und Lebensraum-Killer. – Egal, Eis geht immer.

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Sonntag, Sommer(ferien), Sonne – ein Tag zum Radeln. Auf geht`s, nordwestwärts, Richtung Holm.

B 431 problemlos gequert – auf Nachfrage, ob ich darf.

Was für ein Erlebnis! Keine Autos und andere motorgetriebene Fahrzeuge – frische Luft ringsum …

Und diese Stille …

Ungewohntes, ein Genuss.

Doch nicht ganz – Blaulicht, Patrouille.

Es bleibt leer – bis auf orange Personen an einer Zufahrt.

Rotweisses Flatterband sperrt viele Zufahrten.

Polizei an anderer Zufahrt, hat sich ein schattiges Plätzchen gesucht.

Holm – orange-weiss, andere Variante der Zufahrtssperren.

Was ist hier eigentlich los?!

Langsam hörbares Geräusch, ein anschwellendes Rauschen …

Das Rätsel klärt sich – der Spaß beginnt.

Mit hoher Geschwindigkeit taucht ein Menschenschwarm auf Rädern auf, saust vorbei.

(Der „Menschenschwarm“ ist seeeehr viel größer, als er hier erscheint.)

Das Rauschen ebbt ab. Ruhe kehrt ein.

Kreisel B 431 in Holm. Etliche Menschen haben sich an diesem neuralgischen Punkt eingefunden – gespannt, was noch kommt.

Ich werde (wieso, bin doch drauf) ermahnt, den Fußweg radelnd zu benutzen.   🙂

So ganz leicht ist das nicht immer.

Mehr oder weniger stationär oder bewegt, Publikum ist doch auch da.

Solche tagesspezifischen Schilder stehen auch gern mal auf dem Fußweg, quer …

Als hätten die Freunde und Helfer extra für mich Grün geschaltet. – Danke!

Abgebogen, Blick zurück: Schon rauscht es wieder vorbei – kritischer Punkt, fast rechtwinklig links rum bei hohem Tempo. Es wird ordentlich gerufen im Pulk.

Hinter jedem größeren „Feld“ folgen Ordnungskräfte.

Der Lehmweg, Holm, ist schon etwas Besonderes, so auch an diesem Tag. Normal heftig frequentierte motorisierte Hauptstraße, nun bestückt mit anfeuernden Orchestern. Zutaten je nach Einfallsreichtum, hier reichlich Trommelgeschirr aus dem Haushalt.

Ansonsten gibt es, was man sich vorstellen kann. Klingeln, Ratschen, Tröten und vieles mehr.

Parallel zum Heranrauschen, Anschwellen, Abklingen der Teilnehmenden verläuft die orchestrale Begleitung gleichsinnig.

Ruhe … – Einzelpublikum, bestuhlt.

Wie gehabt – alle Zufahrten dicht.

So, da ist auch mal ein Infoschild. – Es finden die BEMER Cyclassics statt.

Die habe ich  in den vergangenen Jahren, kein Regen als Voraussetzung, als Spezialerlebnis schätzen gelernt. – Immer gegenan!

Da naht auch schon eine neue Spitze.

Wuuuuusch – vorbei, das Feld.

Mal in Mehrzahl – sichernde Motorrad-Eskorte hintendran.

Es geht wieder ins Grüne, Richtung Kreisel Appen-Etz.

Vom Horizont her schnell nahend … – Zwei gegen einen …

Das ist dieses Jahr irgendwie besonders. Die Größe der Felder ist aus meinen Fotos nicht erahnbar. Ich habe das Gefühl, statt Hunderter in der Summe mehrerer Radlergruppen diesmal mit Tausenden zu tun zu haben.

Meine Fahrzeit und -richtung hat sich im Vergleich früherer Jahre nicht geändert. Diesmal habe ich wohl die große Gruppe der „Jedermänner“ (12.000 gemeldet) zu fassen bekommen.

Neuer Tross, ich setze meinen Weg Richtung Verkehrskreisel fort.

Streckenposten – und neue Gruppe.

Beidseitig Streckenposten, motorisierte Erste Hilfe.

In Groß, die DK-Flagge – hier geht es international zu.

(Wir lernen später am Fernseher, dass „der favorisierte Däne“ gewonnen hat. – Mir scheint, das Fernsehen hat es sich ein wenig leicht gemacht, wenn ich die Ergebnislisten so ansehe. Aber hier habe ich ihn wohl gefunden, Mads Pedersen, DK. – Der Name taucht auf, wenn man auf das + dort drückt.)

Ein weiteres Feld rast auf die am Straßenrand unterstützenden Dänen zu.

Der Kreisel, …

… an dem ich Richtung Wedel zurückfahre, Nicht-Rennstrecke (für die Veranstaltung).

Same procedure …

Zurückblickend …
(Auch) Diese tägliche Hauptverkehrsstrecke ist für die Veranstaltung gesperrt.

Pech für diejenigen, die keinerlei Hinweis darauf aufgeschnappt haben.

Auch hier radele ich meist an „leerer“ Strecke.

Es kommen aber doch Binnenfahrer, ruhig, wie auch Unwissende, meist rasend, teils röhrend, angesichts der Motorenarmut an diesem Tag teils erbarmungslos stinkend vorbei (ich habe das Gefühl, Diesel werde nicht mehr gewartet????).

Bis auf die Binnenfahrer sehe ich alle von vorn gekommenen wieder – nun andersrum, teils noch rasender, vermutlich mit rauchenden Köpfen.

Ich bin daheim, Blick auf Wedels innerstädtische B 431 – Wir sind abgesperrt.   🙂

Was für eine  schöne Tour – nächstes Jahr gerne wieder!

P.S.: Es soll nicht verschwiegen werden, dass das Ereignis, wie die Summe der von Hamburg ausgehenden Events (dito Berlin und andere Zentren), nicht durchweg geliebt wird.

So weiss ich aus unserer „Niedersächsischen Zeit“, dort nicht so direkt betroffen, dass sich ganze regionale Bereiche ausgeklinkt haben. Das geschah auch hier in Schleswig-Holstein, da z.B. Straßendörfer wie Haselau und Haseldorf sich in Geiselhaft genommen sahen. Veranstaltungen sollen sich schon an den Örtlichen orientieren, keine Frage.

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Wedel, der bekannte Pferdetümpel, Spiegelung – recht regelhafte, teils ergiebige Niederschläge halten Boden und Stillgewässer feuchter als in den vergangenen Jahren.

Das Grün wächst „wie verrückt“, ungeduldige Hektiker verlangen nach dem Gärtner …

Wir geniessen das aufkommende Rot ringsum.

Weissdorn neben Hainbuche, Verhandlungssache – vereinbart ist mit der Stadt, selbst aufkommende Bäume erstmal zu tolerieren, zu beobachten. Sie könnten anstelle sterbender Kastanienallee eine stabile, regionstypische Grünkulisse entwickeln.

Nach Stopp des Heckenscheren-08/15-Schnitts von Büschen und Bäumen blüht und fruchtet es ringsum – Vogelbeere1.

Zierapfel.

Über den Zierapfelwahn hier im Baumschulkreis schreibe ich jetzt und hier mal nichts.

Hartriegel, Cornus mas 1 – nicht zu fassen!

Vogelbeere2.

ChinaAhorn1.

Ob das nun ein „China-“ oder ein Japan-Ahorn ist, lasse ich mal dahingestellt. Seine sich entwickelnden „Nasen“ jedenfalls weisen nach und nach sich intensivierendes Rot auf, bevor sie graubraun enden. Sie locken dann allerlei Vögel, speziell Dompfaffen und andere Finken.

Hartriegel2.

ChinaAhorn2, mit Pfaffenhut.

Auch der gut entwickelte Pfaffenhut mit reichlich Früchten erfreut die Vogelwelt in Herbst und Winter.

Uuuups, noch was Rotes – das in der Natur gut wieder auffindbare feuerrote E-Spiel-Mobil, hier nahe eines Bachs, über dessen Lebensraumverbesserung gelegentlich berichtet wird.

Unseren Feuchte-in-der-Landschaft-Anzeiger Pferdetümpel (mal nicht [mehr] sommertrocken!) beobachten wir weiter. Was Bäche und kleine Flüsse (und das Grundwasser) betrifft, macht er keine Aussage.

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Für uns als E-Mobilisten sind wichtige Plätze an Besuchsorten die, an denen unser feuerrotes Spielmobil geladen werden kann. So hielten wir uns gelegentlich am Exer auf – gut Essen und Trinken nahebei.

Vom Exer aus unter der B 75 durch – Neugier …
Infotafeln erwarten uns und bestimmen den Abend.

Sehr informative Tafeln und Informationsbroschüren machten uns auf den Verein „Wir für Bad Oldesloe“ aufmerksam – herzlich danken wir für die Weg-weisenden Texte mit vielen Bildern!

So kommen, hier ein- und in den vorigen Beiträgen nachgetragen, etliche Links über Sehenswürdigkeiten in die Bad Oldesloe-Erlebnisse – dazu gehören auch die trefflichen Texte Exter 1 und Exter 2.

Als Ziel wählen wir die Grüne Brücke, zunächst uneins, ob wir die gesamte Runde erwandern wollen – unsicher, ob der Hinweis eines hilfreichen Hundausführers auf eine gesperrte Strecke uns betreffen würde.

Zunächst gen Osten – hoch thront der Altfresenburger Ringwall am gegenüberliegenden Traveufer.

Beim Queren von Kleingartenanlagen, Durchschreiten von Toren, Unklarheit, ob die – falls wir umkehren – womöglich geschlossen sind, drehen wir lieber gleich um, wählen die Westrichtung vom Parkplatz aus.

Auf dem Rückweg, hin zum neuen Start, sehen wir bereits, über die Trave bachauf, das Brenner Moor.

Nordwärts geht`s zunächst auf aufgeständertem Bohlenweg.

Dost, verblühend, vielfältige Sumpf- und Moorvegetation begleiten uns.

Schwäne suchen und finden eifrig Nahrung auf einem Travealtarm.

Wir haben die Trave erreicht, der Weg führt nun Ost-West – Igelkolben flottiert im Fliessgewässer. Kein gutes Zeichen.

Motorisierte Radler passieren uns – dürfen die das? – Wir werden die Schilder genauer inspizieren …

Angekommen – die Grüne Brücke ist erreicht. Ein Pegel steht auch dran.

Ausser uns sind noch einige Geniesser der Abendstimmung unterwegs.

Blick ostwärts – spiegelnd wie ein Stillgewässer liegt / fliesst die Trave gen Bad Oldesloe.

Da flattert so allerlei über dem Wasser, im ständigen Hin und Her, Auf und Ab nicht eindeutig definierbar. – Ich sage mal: „Köcherfliegen“.

Insekten am Bach sind interessant – nicht nur für Hinsehende, vor allem auch für Tag- und Nachtüberflieger wie Vögel und Fledermäuse. Wer nicht fliegen kann, baut halt sein Fanggerät.

Wunderwelt Spinnennetz – Brückengeländer sind meist voll davon, helfen dem Insektensucher …

Neben Birken- und anderen Samen, die als „Luftplankton“ hier eingeweht werden, hat sich eine Eintagsfliege fangen lassen – offenbar recht frisch.

Die Vielzahl der Netze wird offenbar intensiv und schnell von Fängen „befreit“. Die eine oder andere Eintagsfliege ist noch erkennbar, sonst häufig anzutreffende Zuck- und andere -mücken nicht. Auch die unsteten Flattergeister überm Wasser, die Köcherfliegen, entgehen entweder den Netzen – oder werden von den Spinnen so fix aufgefressen oder anderswo gebunkert, dass sie dem Betrachter entzogen sind.

Wir machen uns auf den Rückweg – lange abendliche Schatten …

Gleich an der Wegebegegnung, Grüne Brücke – haben wir`s doch gedacht!

Mit der Sonne im Rücken sehen wir auch die Besonderheit des Brenner Moors – Queller, Salzanzeiger, im Binnenland.

Aufquellendes Wasser entlang eines in der Tiefe liegenden Salzdoms bringt Salzwasser an die Oberfläche. Wie die informativen Faltblätter und Broschüren beschreiben, ist das Rot des Quellers wie auch – an trocknenden Stellen oder in solchen Zeiten – weisse Salzkrusten das Anzeichen dieser lokalen Besonderheit.

Langer Schatten auch hier – die Feuchte bringt die Schnecken ins Freie. – An anderer Stelle legen wir eine Weinbergschnecke weg vom Bohlenweg.

Gewässer-, Moor- und Klimaschutz sind hier „natürlich“ realisiert – hinten rechts zu Letzterem auch ein technischer Beitrag.

In Parkplatznähe, Schilderwald (vorher nicht genau angesehen, betrifft uns ausser dem obersten Wegweiser nicht) – ganz klar, auch hier: Auf dem Bohlenweg sind Pferde und Räder fehl am Platz.

Schön, dass wir über die Lokalinformationen diese schicke Strecke kennenlernen durften.

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Wir haben nasse und stürmische Tage hinter uns. Teils traf es flächig, teils punktuell. Die Wassermassen und größere Schäden wie anderswo gibt es hier im Norden glücklicherweise nicht zu verzeichnen … – …

– … die Schlammschlacht Wacken einmal aussen vor. Dort konnte dieses Jahr fast Wattwanderungsgefühl aufkommen, (26 m ü. NN, alte Bezeichnung) hoch auf der Geest.

Radel-Begeisterte sind weiter gut beraten, ihre längeren Strecken – oder spontane Kurz-Touren – nach Blick auf das Wetter-Radar zu starten.

Unten drunter hängt oben schonmal was Dunkles.

Mit Glück (oder Radargucken) ist das bereits vorbeigezogen.

Auch wenn es so prächtig aussieht wie hier – die rechte Seite scheint sich an der Geestkante zu stauen, daran längs zu laufen …

… ist angesichts der Geschwindigkeit der schnell ziehenden Wolken oft genug spontante Entscheidung sinnvoll.

Mein spezieller Wasserzustandsanzeiger, der Pferdetümpel, Wedel, Mittelweg, jedenfalls ist durch die wohl 4 Tage ziemlich durchgängigen Regens bodenbedeckt, gut gefüllt.

Nur kurz, Mai / Juni, lag er dieses Jahr vollständig trocken, was seit 2018 angesichts des seinerzeitigen Wetters sommerlich durchgängig Trockenheit bedeutete.

Die hiesigen Pegel der Bäche und kleinen Flüsse zeigen, nun abklingend, Wasserstände über Mittelwasser an. Der Wert „mittlere Hochwasser“ wurde nicht zur Hälfte erreicht.

Wo wir nun ständig das Wort „Schwammstadt“, Wasserrückhalt in der Landschaft hören, wollen wir uns frühere, naturgegebene Auensituation verdeutlichen. Die Statistik bedingte, dass mindestens ein jährliches Hochwasser flächig die Fliessgewässer-nahe Landschaft bedeckte, die Aue. Davon sind wir weit entfernt. – Ob wir das wieder wollen, hängt wohl von Lokalität, Nutzung und Meinungsbildung ab.

Das wird spannend.

Und schon hat der NDR-Wetterbericht das Sommer-Tabuwort heute, bisher regelhaft, genannt (sowas „tut man gewöhnlich nicht“!). Für morgen, Montag, nach Winddrehung und heftiger Zunahme der Windstärke: „Sturmflut“  – das kennen wir nominell nur von Herbst bis Frühjahr. Für Dienstag ist dann das „gute“ Sommerwort wieder benutzt: „höhere Wasserstände“ – gemeint ist „über mThw“, mittlerem Tidehochwasser. „Höhere Wasserstände“ – und auch niedrigere – haben wir am hiesigen Abschnitt der Elbe und dem Mündungsbereich ihrer Nebenflüsse mondbedingt ja jeden Tag. Wir nennen das Tide – im Gemeingebrauch „Gezeiten“, Ebbe und Flut. – Heimlich, so ganz nebenbei, hat wechselnde Windsituation übrigens bereits in den vergangenen Tagen gelegentlich zum Schliessen der Sturmflutsperrwerke an den Nebenflüssen geführt. Gut, wenn das funktioniert (und für starke Abflüsse aus dem Binnenland ggf. gut bemessene Pumpwerke Sicherheit garantieren).

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Dass hier im Blog ein paar Tage Pause war, hat seinen Grund.

Wer ist hier drinnen, wer draussen?

Wir waren zu Besuch bei „unserem“ Hamburger Hund.

Das Foto ermöglichten die beiden eigentlichen Flächenbewohner. Diese Ziegen hatten es vorgezogen, anderswo zu grasen …

Die Eigentümer der Ziegen und anderer Tiere waren so nett, die Fläche für Besuche freizugeben. So konnte der Hund ohne Fluchtgefahr (?? die Ziegen haben das doch auch geschafft??) und ohne Leine mit Frauchen und Herrchen entspannen.

Wir blieben lieber draussen.

Hier vor weiteren Hundegeschichten schonmal ein geeignetes Abschiedsessen (Vorsicht, mit Schleichwerbung) – Kleiner, bunter Salat mit Krabben.
„Wie fanden Sie den Salat?“ – „Ohne Probleme, nachdem wir die Krabben aufgegessen hatten.“

Die Örtlichkeit wird in den Berichten demnächst auch nicht zu kurz kommen. – Hier schonmal das Wetter (eins der vielen Wetter, wechselnd innerhalb kurzer Zeit) vom Abschiedsabend. Büsumer Flagge – im Abendlicht und Ssssturmwind.

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Linear extrem angefressene Ufer angesichts fehlenden Wurzelschutzes liessen uns an eine seit Langem angedachte Strecke ziehen. Dort findet sich auch noch eine bisher unbekieste, lange, steile Raue Rampe (s. vorher / nachher im vorigen Beitrag) und das Erfordernis Laichbetten in der Wüstenei anzulegen.

Ich treffe etwas später ein.

Die anderen Beteiligten sind seit wohl einer halben Stunde bereits aktiv.

Gerade wird unmittelbar mit dem Kipper ins Ufer geschüttet.

Da kommt auch schon der nächste Transport, während ich noch anwandere.

Wo Bäume fehlen, an dieser Strecke oft diesseits, steht ein steiles Ufer am übertiefen Bach.

Dies trägt bei höheren Abflüssen fortwährend zu überhöhter Erosion bei, deren Feinprodukte die Strecke bachab belasten.

Da lässt sich gegensteuern.

Direktes Schütten.

Oha, alles drin …

Wenn Wiesenoberfläche etwas abbekommen hat, wird das gen Wasser- / über die Uferkante geschoben.

Aus dem geschütteten Überschuss entnimmt der Bagger Material …

… und platziert es am Ufer gegenüber.

Das ist je nach Menge und lokaler Situation mal mehr oder mal weniger. – Hier konnte wegen großer Überbreite kein Uferschluss erreicht werden. Da wird später unten per Hand nachgearbeitet.

Grundsätzlich werden erste Schaufeln direkt vom Bagger entnommen und …

… teils einzeln, teils mehrfach punktuell diesseits abgelegt.

Am gegenüberliegenden Ufer ist eine ältere per Muskelarbeit hergestellte Lenkbuhne erkennbar. Sie zeigt deutlich die Niedrigwassersituation: Verfärbung des Kieses im, nun frei liegenden, Niedrig- bis Mittelwasserbereich.

Selbstverständlich müssen wir beachten, ob Einleitungen vorhanden sind. Diese, hier bachauf einer Überfahrt, sind freizuhalten.

Dafür legen wir bachab, nicht zuletzt aus Erosionsschutzgründen an den Wangen, eine Rausche an.

Wir sind weiter bachauf gezogen, schütten alle noch vorhandenen Kiesmengen im oberen und mittleren Bereich der steilen, langen Rauen Rampe sowie unmittelbar bachab als ausgleichenden Abschluss.

Dies war „die letzte Lieferung“ – 75 t Kies haben wir eingebracht.

Der erste Treckerfahrer ist bereits „durch“, nun ist die Arbeit hier auch für den zweiten abgeschlossen.

Der Bagger bearbeitet die Schuttungen wie zuvor anderswo beschrieben – hier, unter alten Buchen, wie unter einem Kuppeldach.

Aufnehmen …

… und drüben platzieren.

Wir legen auch die Mitte mit Kies zu, stauen angesichts der Steilheit der Rauen Rampe keine Nutzflächenbereiche ein.

Auch bachab der Rauen Rampe ist der Uferschutz hergestellt. Der Bagger fährt ab.

Blick aus der Kühle des Kuppeldachs in sengende Freifläche.

Feierabend, am späten Freitag Vormittag. – Was für ein schicker Unruhestand!

Ich gehe die Strecke noch ab, finde alles gelungen.

Einzelne Schmetterlinge finden Blüten – hier ein Ochsenauge auf Distel.

Ganz am Ende der Strecke höre ich ein Platschen, gucke genauer hin – wenn das man nicht eine gern und oft genutzte Otterrutsche ist …

Ordnung muss sein. – Alle Tore werden geschlossen.

Das feuerrote E-Mobil erwartet mich im Schatten – nicht überheizt.

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Und noch einmal ging es los, 3 Sättel Kies à 25 t sollten lebensraumförderlich in die Mühlenau, PI, eingebracht werden.

Steile Raue Rampe, oberes Drittel – noch unbehandelt.

Wir geben im Überschuss Kies der von Kieslaichern meistgenutzten Kornfraktion 16-32 mm darüber, am Ende des oberen Drittels und bachab „als Auffang“ hinzu.

So sieht das nach Bekiesen aus – diesseits per Mulde geschüttet, mit dem Bagger teils gegenüber, teils mittig platziert.

Selbst dieser geringe Abfluss zeigt seine Spieleigenschaften, räumt den mittig gelegten Kies sukzessive ab – zeigt uns über die Zeit, wo der Bach den Kies gern hätte. Höhere Abflüsse werden auch die seitlichen Depots verschwinden lassen.

Ein kleiner Eindruck über Größe und Zeit – nach getaner Arbeit fährt ein Trecker mit seiner Kippmulde ab, Feierabend. (Der zweite Trecker mit Mulde ist bereits abgefahren. Der Bagger platziert letzten, geschütteten Teilkies um.)

Wie klein doch unser Großgerät angesichts der beeindruckenden Baumkulisse ist. Welches Geschehen diese mehr als 100 Jahre alten Buchen und Eichen wohl schon erlebt haben ? ! Alte Erlen, Eschen und Weiden sowie jüngerer Wuchs charakterisieren ebenfalls diesen Baumsaum an der Mühlenau, mit Büschen und Stauden eine beeindruckende Artenvielfalt.

Mehr über den gesamten Arbeitseinsatz gibt es in den nächsten Tagen zu sehen.

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Dass Teilstrecken von Gewässern trocken fallen, ist nicht ungewöhnlich, liegt teils an lokalen Besonderheiten (sog. „Bachschwinde“) oder ist ein statistisches Geschehen, das überrascht.

Der Mensch trägt durch Überstrapazieren der oberflächennahen Grundwasserleiter für Beregnungswasser-, Trinkwasser- und sonstige Wassernutzung weiter dazu bei, die Situation zu verschärfen. Verständlicherweise verschliesst sich die Lobby Restriktionen – Gutachten zuhauf füllen die Behördenregale.

Wenn jüngst ein Bundesland von / für Verwaltung und Politik an die Allgemeinheit veröffentlicht, dass „1.000 von 5.000 km Fliessgewässer renaturiert“ seien und sich die Erfüllung der EG-Wasserrahmenrichtlinie verzögere … (!22 Jahre nach Inkrafttreten!) …

Dann ist das nicht nur ein Armutszeugnis, sondern auch zahlenmäßig falsch, hindefiniert. Das Wasserecht, nicht zuletzt auf Drängen Deutschlands, enthält die Forderung, ALLE Gewässer in einen guten Zustand zu bringen. ALLE, das heisst, auch das Streckennetz der Bäche und kleinen Flüsse. Bezogen auf o.g. Zahlen handelt es sich aber um das 10fache, also 50.000 km.

Ein Hintergrund: Gewässerausbau und harte -unterhaltung haben über Jahrzehnte aus Bächen und Flüssen Wüsteneien entstehen lassen, die wieder in ortstypische Lebensräume verwandelt werden müssen.

Der Klimawandel seinerseits bewirkt neben verschärftem Temperaturstress für insbesondere an Sommerkühle angepasste Lebensgemeinschaften, z.B. in quellgespeisten Gewässern, weitere Erschwernis bis hin zur Gefahr des Auslöschens.

Für all diese Störfaktoren gilt es, die Ursachen abzustellen bzw. zu entschärfen. Das gegenwärtig gern genutzte Adjektiv „technologieoffen“ dient allerdings, wie tagtäglich festzustellen, lediglich zur Verschleierung eigenen Nichtstuns (s. oben, „Lobby“, „Gutachten“).

Fachlich und rechtlich gebotenes Handeln zur Verbesserung unserer Gewässer, z.B. Strukturverbesserung, hilft nicht zuletzt auch beim Spezialfall „trocken fallende Gewässer“. Die Auswirkungen im Hinblick auf betroffene Strecke und Zeitdauer können beeinflusst, durch Sohlanhebung frühere Mäander reaktiviert werden – Beispiel hier im Blog.

Und so waren wir wieder einmal verabredet, einer lokalen Strecke Charakteristiken ihrer früheren Struktur („… dem Moränenbach seine geklaute Steinfraktion …“) zurückzugeben.

Queren der Oberalsterniederung – der Quell-nahe Bach baumlos, übersonnt, überheizt, von Sumpfpflanzen durchwuchert.

In benachbarten Höhen angekommen, Quellbereich und Oberlauf etlicher Nebenbäche – das Auto schattig geparkt.

Ich bin nicht allein. Auch der bestellte Kies ist noch vorhanden.

Den räumen wir mit hervorragend geeignetem Gerät, Telelader, und wissendem Fahrer ab.

Fast fühlt sich der Aktive vorn rechts verfolgt …

Bereits angelegte, erste Rauschen, trocken – die Kolke weitgehend noch gefüllt, falls Baum-beschattet, kühl gehalten.

Irgendwer hat Einbauten aus Großstein und Holz vorgenommen – unglücklicherweise ohne Uferschutz und teils „falschrum“, Hochwässer in Ufer genutzter Flächen lenkend.

Wir ergänzen – unser Vorhaben ändernd, erweiternd – die potentiellen Schadstellen um Schutzmaßnahmen.

Das geht so eine ganze Strecke …

Das kriegen wir schon hin.

Gute Depots bieten kommenden Hochwässern allerhand „Spielkies“. Der Bach wird sich sein Bett selbst basteln.

Nebendran legt Dost los – Suchbild.

Da sitzt, Flügel zusammen haltend, vermutlich ein Pfauenauge.

So genau erinnere ich diesen nicht – neben Pfauenauge waren auch Kleiner Fuchs und Admiral in Einzelexemplaren dabei, den Dost zu testen.

Nebendran sitzen und flattern Ochsenauge und – im Foto schwer auszumachen – (mindestens 3) Weisslinge.

Wir kommen in die beschattete Strecke – kaputtunterhaltenes Kastenprofil. Wurzelverstecke werden kontrolliert, bevor Kies geschüttet wird.

Diesseits liegt der Kies im Schüttwinkel, der Telelader beschickt die andere Uferseite.

Hust, Hust! – Bitte beachten: Beim Schütten Wegdrehen, möglichst nur ausatmen … 🙂

Das ist schonmal eine gute Grundlage für Rausche-Kolk-Abfolgen.

Dicht vor meiner Hand, an seitwärts gehaltenen Erlenästen, sitzt ein Erlenblattkäfer. Seine Larven beissen anderswo munter in leckere Blätter rein.

Nochmal: Aus Kastenprofil mach …

Trapezprofil. – Das entspricht nahezu überall, an allen unseren Bach- und Flusstrecken dem planfestgestellten und / oder wasserrechtlich einst genehmigten Zustand.

So entsteht die Grundlage der Rausche-Kolk-Abfolge, …

… in die wir immer mal eine erhöhte Sohle mittig anordnen.

Den Rest wird der Bach gestalten – wo nötig, werden wir nachbessern.

Der Telelader, roter Punkt im rechten Drittel, holt Kiesreste vom Schüttplatz.

Blick bachab Richtung baumfreie Strecke.

Dort, unbeschattet, wachsen Sumpfpflanzen den Abflussquerschnitt zu.

Blick bachauf (wer sieht`s?) – auf den Rest gibt es noch etwas zu beachten …

Zwei – tief liegende – Dräns, der Anlieger wies eindringlich darauf hin.

Spätestens heutzutage – Klimawandel, Wasserrückhalt im Sinn – sind die im ansonsten guten Wasserrecht enthaltenen Widersinnigkeiten wie freies Dränrecht u.v.m. endlich zu streichen.

Bis dahin beachten und schützen wir also auch Dränausläufe.

Fertig! Kies geschüttet, abgesessen – der Künstler am dynamischen Gerät begutachtet das heutige Werk.

Wir gehen zurück. Auf dem bachbegleitenden Acker wird demnächst eine bunte Blumenwiese allerhand bieten.

Und, in leichter Abwandlung eines bekannten Filmsatzes „We`ll be back!“- hier und anderswo.

P.S., 20. Juli: Gerade mailt mir ein lokal Aktiver, dass ein Regenguss immerhin so viel brachte, dass vom Forst Endern aus das plötzlich wasserführende Bachbett alle Kolke füllte, über die Rauschen geringer Abfluss anhielt. Ein kleiner Film zeigt das beeindruckend. Wir hoffen gleichwohl weiter auch für die Bredenbek auf mehr Regen (Pardon!, liebe Sommerurlauber!).

Alle Kolke füllen sich.

Der Schauer wirkt sich bis über die bekieste Strecke hinaus aus.

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