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Archive for the ‘Klima’ Category

Vom 25. bis 27. September 2024 fanden der ExtremWetterKongress und die KlimaManagementTagung in der HafenCity Universität, Hamburg, statt. Wer im Wetter- und Klimageschehen Deutschlands einen Namen hat, war vertreten – stattliche 700 Teilnehmende meldeten sich an. Inzwischen finden sich hier Eindrücke des dicht gepackten Programms bis hin zu vollständigen Mitschnitten.

Als Gast durfte ich 2 Poster über Verbesserungen an Bächen und kleinen Flüssen einbringen. Immerhin sind die und ihre Lebensräume nicht nur Wetter-, sondern in ihrer Lebensfähigkeit insbesonder Klimawandel-abhängig. – So ging`s also los.

Mit wasserfest verpackten Postern werde ich per E-Mobil zur S-Bahn gebracht.

Es ist alles ringsum ordentlich nass von der Nacht – Sonne beim Start in Wedel.

Reger Verkehr – Werbung ist das halbe Leben.

Die Poster, wetterfest.

Schön, dass die S-Bahn oben fährt. Da gibt`s immer etwas zu sehen – wie hier an der Tunneldeckenbaustelle der BAB 7 nördlich des Elbtunnels.

Fix geht es nach Umsteigen am Jungfernstieg mit der U 4 in die HafenCity. Hier pfeift ein ordentlicher Westwind über den Ausstieg ins Licht.

Kaum dass die Banner zu halten sind – im Foyer der HCU ist allerhand los.

Zu regem Besucherverkehr tragen auch Schulklassen bei, die gerade ihre Bildungseinheit Wetter Wasser Waterkant absolvieren.

Das Veranstaltungsteam arbeitet engagiert, freundlich und informiert. Schnell finde ich den Standort meiner Poster.

Poster 1: Aktuelle, übermäßige Entwässerung der Landschaft kann an Bächen und kleinen Flüssen deutlich positiv beeinflusst werden und bei der Anpassung an den Klimawandel helfen.

Poster 2: Bachlebensgemeinschaften benötigen sommerkühle Lebensräume. Darauf gilt es, klares Entwicklungshandeln in die tägliche Praxis „überall“ anzuwenden.

Zu jedem Poster gibt es einen Erläuterungstext, der an der Rezeption mitgenommen werden kann. Der jeweilige Text ist im Link der beiden vorstehenden Abbildungsunterschriften verknüpft.

Dann kann ich erstmal wieder gehen – Blick über die Baakenhafen Brücke auf einen HafenCity Aussichtspunkt.

Ab in die Öffis, Haltestelle HafenCity Universität – mit eigenwilliger Ausstattung ? – Wem `s gefällt …

Tags drauf werde ich zur Posterpräsentation wieder erscheinen.

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Dass ich hier, rings um die „Stadt mit frischem Wind“ und wechselnden Situationen zurechtkomme, ist hinreichend bekannt. Gelegentlich stellt sich schonmal eine Rundtour als zu lang für die Phase zwischen Schauern heraus. Auch ich werde mal klitschnass – mindestens das äussere „Zeug“.

Nun treten kalte Nächte auf, stürmische Schauer peitschen – dann auch wieder nicht. Die Natur reagiert darauf.

Morgens früh, kalt – Gänseschwärme, schnackend, ziehen südwestwärts.

Im Sonnenschein, Hetlinger Marsch – kurze Zweisamkeit in der bunten Herde.

Rabenvögel, hier gestört, …

… setzen sich bald wieder. Als Gesundheitspolizei …

… passen sie aufmerksam auf, was in Zeiten der Blauzungenkrankheit geschieht – das rechte Schaf liegt auffällig platt.

Diesmal „war da nichts“. Vor ein paar Wochen allerdings zeigten Rupf- und Zupfreste mehrfach, dass da ein Kadaver zunächst von der interessierten Vogelwelt bearbeitet, dann entfernt wurde.

Rauf auf die Deichkrone Fährmannssand – eisige Zeichen am Himmel.

Blick über die Tide-Elbe – Leuchtfeuer, Segler, vorn ein paar Nonnengänse, auch Graugänse.

Die Nonnengänse sind hier noch nicht zahlreicher geworden, nächtlicher Überflug von Großschwärmen haben wir nicht ge-, im Zweifel überhört.

Graugansschwärme aber ziehen häufig hoch über uns hin, kleinere bis in die Hunderte.

Sonntag Morgen nach kalter Nacht, gesiebter Blick – bunt.

 

(Gesiebter Blick -) Feldahorn wird scheckig, Gelb nimmt zu.

Kälte, Sturmwind und Regen sorgen allerdings dafür, dass frische gelbe Pracht schon zu Boden geht.

Rasende Wetter am Nachmittag – vor allem eine vorn ziehende, längliche leicht blauviolette (??) Wolke erscheint uns bedrohlich.

Seitwärts entwickelt sich ein Regenbogen. Der zugehörige Schauer galt uns nicht.

Zu Hause – diese Formation und folgend stört uns nicht. Wir haben das Dach über dem Kopf.

Wie sich das gehört, schauert es ordentlich, noch mehrmals.

Das Wetter soll trockener werden. Der heutige Montag hat das bereits eingelöst.

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Lebendigere Bäche und Flüsse werden spätestens seit den Gewinnen durch konsequente Abwasserreinigung seit Ende der 1970er in unserer dicht besiedelten und meist intensiv (bis exzessiv) genutzten Landschaft angestrebt.

Erfahrungen in den 1980ern und 1990ern führten europaweit zur Zieldefinition der EG-Wasserrahmenrichtlinie („guter ökologischer Zustand“ bzw. Erreichen eines „guten ökologischen Potenzials“, jeweils bis 2015 für ALLE Gewässer).

Inzwischen befinden wir uns in deren 2. Verlängerungszeitraum, Schluss Ende 2027. Weiter gilt, dass neben offiziellen Maßnahmen an Vorranggewässern an die Ziele angepasstes Handeln auch für Bäche und kleine Flüsse (ca. 80 % der Einzugsgebiete) erforderlich ist. Angesichts des Nutzungsdrucks ist „instream-Restaurieren“ hier die Methode der Wahl.

Nach Arbeiten in den Bundesländern Hamburg und Niedersachsen bietet die Edmund Siemers-Stiftung experimentelles Kennenlernen einfacher Lebensraumverbesserungen und – bei Gefallen – weitergehendes Fördern seit 2016 auch im südlichen Schleswig-Holstein an.

Seit 2021 kooperieren wir im Einzugsgebiet der Oberalster, SH, mit dem Gewässerpflegeverband Alster-Rönne, Gewässeranliegern im Agrarraum sowie den Landesforsten, hier: Forst Endern und den zuständigen Behörden, restaurieren mit Kiesgaben in übertief ins Gelände eingeschnittenen und überbreiten Bachprofilen  nicht mehr vorhandene Niedrig- und Mittelwasserstrukturen. Hochwässer fliessen ungehindert darüber ab.

Im Folgenden werden Zwischenergebnisse / -erlebnisse eines besonderen Beispiels für Wasserrückhalt, Anpassung an den Klimawandel, dargestellt.

Von einer Holzabfuhrtrasse aus wurde die Gewässersohle mit mehrfachen Kiesgaben so angehoben, dass früher aktive Mäander regelhaft wieder Wasser aufnehmen und „auf höherem Niveau“ abführen.

Der Abfluss findet regelhaft im statistischen Niederschlagsgeschehen „in historischen Strukturen“ statt.

Die Bredenbek wird also bei höheren Abflüssen wieder „im Bestand zur Aue aufgeweitet“.

Kiestransport ist dabei ausdrücklich erwünscht, da die bachab liegende Waldfläche nicht befahren werden soll (Entwicklung zum Naturwald).

Die Bredenbek sortiert ordentlich! – Im oberen Bildteil liegt ein bereits in „Vorzeiten“ verkürzter Sturzbaum.

Inzwischen zeigen sich im kuppierten Gelände zunehmend tiefere Strukturen, die für Wasserrückhalt, längeren Erhalt von Feuchte wieder aktiviert werden konnten.

Wie erwartet, stürzt der Flachwurzler Buche in den nun wieder nasseren Standorten. Eine Vielfalt Totholz entwickelt sich. Vorübergehend entstehen lichtreiche Flächen.

Auch der Eisvogel profitiert von den freistehenden Wurzeltellern, legt Brutröhren an.

So lange sich zeitweise wasserstauende Holzverhaue im Forst halten oder bewegen, wird hier nicht eingegriffen.

Solch Anblick will erstmal ertragen sein! – Ein völlig neues Gewässer- und Umfeldgefühl stellt sich ein.

Die Bereiche der hoch liegenden Alt-Mäander zeigen nicht nur aufgrund zeitweise provozierten Durchflusses, sondern auch wegen der Grundwasserstütze am Ausgang des Forsts zur Agrarlandschaft dauerhaftes Grün.

Wir erwarten, dass von im Buchenbestand vorhandenen Alt-Erlen sowie durch Anschwemmen von bachauf „der neue, nassere Lebensraum“ nun von der Schwarzerle erschlossen wird. Ihr – als einziger heimischer Baum – auch tief ins Wasser wachsendes Wurzelwerk stellt optimalen Erosionsschutz bei jeglichem Abfluss.

Die Sohlaufhöhung am Waldrand zur Agrarlandschaft mit neuer Struktur für Niedrig- und Mittelwasserabfluss, reich besiedelt von standorttypischen Wirbellosen.

Wir verfolgen das Geschehen weiter als interessantes Experiment.

Für den bachab folgenden Agrarraum bis zur Mündung in die Rönne (deren Mündung in die Alster folgt nahebei) sind weitere Maßnahmen zum Minimieren der Bodenerosion und Strukturverbesserung als Bachlebensraum vorgesehen – vgl. z.B. vorigen Beitrag.

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Die Hintergründe und unseren Weg zum „domestizierten HalbMäander“ habe ich im Beitrag vom 30. August beschrieben. Inzwischen sind mehrere Regenereignisse, darunter ein stoßartig abfliessender Starkregen durch die hiesigen Bäche abgeflossen. Da lohnt sich ein Besuch, ob Erosionsschutz und Gewässerstrukturverbesserung wirken, wie vorgesehen.

Kleine Realitätsstudie auf dem Weg zum Tatort, Thema Licht / Überlichten – die Beseitigung standorttypischen Baumbewuchses führt in Teilstrecken zum Profilzuwachsen durch Sumpfpflanzen.

Diese Abflusshindernisse führen zu („normal“ unnötiger) Unterhaltungsarbeit, die im Regelfall im völligen Freischnitt des Profils endet … – Schluss mit lustig.

Licht in Maßen – bereits Teilbeschatten durch Erlen, vorn Dost, hilft dem Bach, gerade in Zeiten des Klimawandels (Verhindern des Überheizens).

Nachschau statt meterweisen Mähens bis Baggerns entlastet in solchem Zustand auch die Gewässerunterhaltung.

Durch folgenden Erlenbewuchs blitzt gelegentlich der gegenüber liegende Acker durch.

Auch ich, im Angang „diesseits“, bewege mich auf einem Ackergrundstück. Das ist einer Intensivnutzung derzeit durch Teilnahme an einem Extensivierungsprogramm (Blüh-Brache) entzogen.

Dränrohr, Beginn des Halbmäanders – die Erlen-bestandene Strecke bachauf ist, wie berichtet, ebenfalls strukturverbessert.

Detail – die zu Beginn der Ausuferung in den Prallhang gelegten „Spiel-Depots“ für Hochwässer erfüllen ihren Zweck. Da kann noch allerhand drüberhingehen.

Der Erosionsschutz entlang der Kurve wirkt, …

… (Detail) die Verbesserung der Sohlstruktur, hier auch mit Störsteinen ergänzt, ebenfalls.

Das Ende des HalbMäanders haben wir im Übergang zur unbehandelten Strecke bachab mit einer Rausche-Kolk-Abfolge abgeschlossen – liegt super!

Im Weggehen, bachauf, sehe ich nochmal den oberen Übergang in die Kurve an.

Der nächste Besuch im Frühjahr 2025 wird zeigen, ob Nacharbeiten erforderlich werden.

Die Bredenbek in ihrem extrem Erosionssand produzierenden Zustand zu Lasten ihrer selbst und der abwärts fliessenden Oberalster bietet ansonsten noch herausfordernde, zu verbessernde Strecken genug. – Das Vorgehen? – – – Immer Schritt für Schritt, ein „Gesamt-Programm“ ist mit den Beteiligten formuliert.

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Morgensonne in der Marsch bei Hetlingen – Spitzahorn startet Herbstfärbung, Eschen (später Gelb) ringsum noch nicht ganz.

Elbdeich Hetlingen – über der Elbe noch Dies, ein knapp 300 m langer Containerfrachter zieht gen Hamburger Hafen.

Tau auf Reet glitzert silbern im Morgenlicht.

Auf der Geest, Wedel – Kirschrot in der Helgolandstraße.

Bei Wind und Wetter, ggf. einstellige Temperaturen, fallen die Kirschblätter leider allzu schnell ab. Das intesive Rot im Straßenbild ist nur von kurzer Dauer.

Zu Hause – auch eine der hier stehenden China-Ahornvarianten verfärbt sich.

Gegen das Intensivrot der – sich nach und nach öffnenden – Pfaffenhutsamenstände kommt so schnell nichts anderes an.

Abendsonne, kurz vor Untergang – Licht kommt von NordOst in unser Nordfenster, Spiegelung aus der Nachbarschaft.

Andere Perspektive, Tages- und Jahresgang – lichte Wohnung, immer wieder begeisternd.

Tags darauf, Tour andersrum – wieder an der Elbe, Elbdeich Fährmannssand – im Dies erscheint ein Containerfrachter, seewärts.

Elbdeich Hetlingen – das Reet liegt, abge“tau“t, in der Morgensonne. Der Frachter stellt sich als ein Großer heraus, knapp 400 m.

Beim Nachmittagsradeln auf der Geest, im NordOsten Wedels – schnell das Kirschrot fotografiert!

Die Nacht zuvor hat bereits Lücken ins Blattwerk produziert, ein Blätterhaufen auf dem Fußweg …

Nun sollen demnächst Sturm und Herbstregenschauer folgen, wie der Wetterbericht ansagt.

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In Kursstärke, ca. 30 Schülerinnen und Schüler, war das diesjährige Wassercamp wieder gut bestückt.

Vor dem Wildpark grüßt es herbstlich-Orange – im Hintergrund eine von zwei E-Ladesäulen, bei Bedarf von mir genutzt.

Drinnen, der Rubbel-Otter – morgendlich kalt und nass. Wer Wildsau oder Gänse mit Küken vorzieht, findet auch etwas zum Rubbeln.

Vorhandene Altkiese sind, so nötig, aufgestockt, neue Stellen beschickt.

Die Gruppe wird aufgeteilt und in Arbeitsstärken von ca. 8 Personen an ihren jeweiligen Positionen eingewiesen.

Und schon geht es los – Schwimmwesten sind angelegt.

Aktiv-dynamischer Einsatz – gewusst wie!

Es gilt, den Kies bei Erhalt uferschützenden Schüttwinkels als Lenker – leicht gegen die Strömung – unter den mittleren Wasserabfluss zu platzieren.

Das sieht sehr gut aus von Positionierung und Strömungsbild. Erfahrungsgemäß werden solch gelungene Konstruktionen bei höheren Abflüssen von Forellen und Neunaugen intensiv im Anstrom belaicht.

… mal abgesehen davon, dass die dreidimensionale Gabe ganzjährig neuen Lebensraum für eine Vielzahl von Gewässerarten und deren „unzählige“ Nachkommen bietet.

Hier ist die Fläche bereits gut vorbereitet, wird nun „nur noch“ unter Wasser geharkt.

Wer gut arbeitet, soll auch gut Pause machen – Anstehen kurz vor Lokalöffnung. – Das Mittagessen schmeckt!

Für weitere Aktionen ist vorgesorgt, ggf. in 2025 – Restkies liegt bereit. Weiterer wird bestellt, falls erforderlich.

Der wird an diesmal (noch) nicht beschickten Stellen …

… nachgelegt und später ausgeformt.

Wie bekannt (hier 3 von 4 Depots „vorher“, primär Uferschutz), …

… entsteht „nachher“ attraktiver Lebensraum mit Lenkfunktion Strömung.

Dann also … bis zum nächsten Mal!

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Nürnberg – Wien – Würzburg, das ist nun schon 3 Wochen her.

Inzwischen hat sich allerhand getan – hier im Umfeld und anderswo. Ich starte mit Beobachtungen ums Haus.

Blick vom Frühstückstisch – da liegt ein rotbrauner Pelz auf einem Mehlbeerast, unbeweglich.

Anderes Zimmer, da so gar keine Bewegung sichtbar wurde – der Pelz hat einen Kopf mit Walnuss dran / drin.

Das Eichhörnchen hat mich bemerkt, wechselt auf Astspitzen zwischen zwei Bäumen, formt sich zur Kugel, Schwanz als Deckung auf dem Rücken.

Aufgeregt sausen Meisen um das Pelztier herum, stören sich offenbar ihrerseits an dessen Anwesenheit.

Nach einer weiteren Weile ist der Spuk vorbei, das Eichhorn verschwindet.

Nachmittags, Zeitunglesen auf dem Balkon – fernes Trompeten ertönt, lautstark.

Rein, Digicam schnappen und hoffen – es könnte ja sein …

Tatsächlich – ca. 75 Kraniche erscheinen über uns, haben Diskussionsbedarf!

Hoch kreisen sie.

Drei neue fliegen zielgerichtet unter ihnen gen WestSüdWest durch, sind schon fast aus dem Foto.

Der Schwarm formiert sich.

Zielgerichtet geht es nun weiter in Herbst- und Winteraufenthaltsraum.

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Abreisetag in Wien – Brötchenholen bei Morgensonne.

Später, Hauptbahnhof Wien – nach kleiner Wanderung bis zum Ostende des Bahnsteigs.

Sieh an, ein Gründach.

Wir haben Wien mit den Hitzetagen (immer angemessen verhalten!) und der Zwischeneinlage eines Regentags sehr genossen. „Mehr ging nicht.“     🙂

Was für ein Ergebnis wohl heute Abend bei der Österreichwahl herauskommt? Verhältnisse wie kürzlich bei uns?

Auf der Fahrt – Abschied vom Wienerwald und von der Alpenkulisse.

Die Reise verläuft zügig, gut gelaunt kommen wir in Passau an.

Dort übernimmt die DB, das Ankuppeln eines zweiten Zugteils wird angesagt.

Dieser Teilzug steht offenbar nicht vor Ort.

Es werden „einige Rangierarbeiten“ angesagt.

Donnerwetter, die Ankunft des Teilzugs wird bekanntgegeben – sowie „einige Rangierarbeiten“.

„Jetzt wird gleich rangiert.“ – Wir vermuten, dass alle Mitreisenden wie wir angenommen hatten, das Rangieren sei nun so laaaangsam mal erledigt.

Kurz gesagt: Es wurde eine lange Standstunde.

Wir fahren dann doch los, Donau-aufwärts. Der Himmel verdunkelt sich.

Ich will hier kein Lamento über die Deutsche Bahn anstimmen. Solch ein Lamento gälte ja ohnehin den jahrelangen Verfehlungen etlicher CSU-Politiker (ja Leute, von eurer Partei aus dem Möchtegern-Königreich, in dem wir herumgestanden haben) und dem jetzigen Künstler aus der Schuldenbremsepartei. [Ich nix wissing, tun schon gar nix – höchstens mal fürs Auto.]

Mein Schildern erlebter Realitäten verstehe ich nicht als Bahn-Bashing. – Bei solch langen Strecken kann man auch im Auto (beim Flugzeug mit allen Vor- und Nachstunden ebenso) Ähnliches genaus so, halt nur mit entsprechendem Umfeld, erleben.

Immer den Gleisen nach – wir erreichen Regensburg.

Regensburg – „nomen est omen“?

Weinberge – daher ist auch die Rubrik Gewässerschutz angeklickt, ebenso „Klima“ angesichts schneller Sorten- und Geschmackswechsel in den vergangenen 15 Jahren.  – Wir sind glücklich in Würzburg – immerhin bei keiner zusätzlichen Verspätung.

Vom Hotel aus gehen wir Richtung Einkaufszone, sehen – gezoomt – oben am Horizont – die Festung Marienberg, jenseits des Main.

„Galeria“ – Geschwister auch bei der Wien-Anreise in Nürnberg als Erinnerung für Freunde und Bekannte fotografiert.

Die Marienkapelle mit dem benachbarten Falkenhaus, Rokoko.

Läden – aussen an der Marienkapelle angeklebt. Wer Kerzen spendet, kann sich gleich mit einer Wurst belohnen.

Irgendwie erinnern wir uns, dass in biblischen Zeiten jemand die Händler aus dem Tempel geworfen hat. – Hier haben sie sich gleich vorndran wieder niedergelassen.

Die Schustergasse – die und noch mehr werden wir am Folgetag studieren.

Über das Abendessen ist es dunkel geworden – Spiegelung der Festung im Main.

Festung Marienberg und Alte Mainbrücke.

Licht für Flugsicherheit und Werbung leuchtet uns – zusammen mit städtischen Laternen – Richtung Hotel.

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Der letzte Urlaubstag in Wien ist angebrochen, die Morgensonne lacht.

Es soll den ganzen Tag so bleiben, wieder heiss werden, meint die Wettervorhersage.

Da kommt schon unser Bus Richtung Hauptbahnhof. Wir werden Station Pilgramgasse aussteigen.

Angekommen, ausgestiegen – bevor wir in die U 4 gen WestSüdWest steigen, gucken wir die Wien hier an.

Schon mehrfach im Vorbeifahren gesehen … – Ja „Kaisers“, Vor- und Nachgänger haben hier ihre Vorstellung eines Stadtbachs realisiert.

Alles in einem Profil. Niedrig-, Mittel- und Hochwasser sollen die Stadt nicht belästigen. Die Bahn passt auch noch ins Profil rein.

Wenn man überlegt, dass die Wien ein „Wienerwaldbach“ ist, einer von vielen …

Leider startet sie aus dem Wienerwald heraus bereits als aufgestauter „Wienerwaldsee“. Seit geraumer Zeit bemüht sich die Stadt, ihre vergewaltigten kleinen Fliessgewässer zu revitalisieren – zu tun, was angesichts eingeengter Stadtverhältnisse möglich ist.

Wir gehen zur U 4-Station. Allüberall, wo in Wien gebaut wird, ist die Zielrichtung der Stadt lesbar und nachvollziehbar.

Von Wien kann sich so manch andere Stadt inzwischen allerhand abgucken.

Unter Dach – tags zuvor gut gegen Regen, nun wieder gut als Schatten gegen Überhitzen.

Wir sind Wien-aufwärts bis Hietzing gefahren, wollen abwärts durch den Schlosspark Schönbrunn wandern. – Hallo, Wetterbericht! Was für eine rasante, dunkle Front schiesst da seitwärts längs ? ! ?

Blick in die lokale Wien-Situation – wie gehabt: Alles passt in ein Profil (?).

Wir definieren, wir befinden uns auf der Sonnenseite des Geschehens!

Schlosspark Schönbrunn, die „Lichte Allee“ – wir wählen den Schatten und wandern Richtung Schloss.

Seitenblick in Querwege – wo Kastanienalleen stehen, sieht es anders aus …

… als bei anderem Baumbestand.

Gärtnerisches, „Offenheit“, die „pflegende Hand“ – Modeziele, kommend, gehend. Nicht abzuschütteln?

Sichtbeziehung, Fernblick, harte Schatten.

Schloss Schönbrunn – Blumenpracht am Hitzetag.

Im Fernblick, Blumenpracht.

Fernblick, Details Bauwerk, Denkmal, Blumen – die Besucherzahl steigt.

Wir sind durch, queren Richtung U-Bahn – Blick zurück aufs Schloss.

Kastanie im Überlebenskampf – Früchte, Neublätter, Notblüten.

Wienbrücke U 4-Station Schönbrunn – wie gehabt, drunten die Wien.

Detail, Natur bricht sich Bahn – Leben in überheizter Betonkulisse.

Jahr für Jahr nimmt sich die Stadt Wien „von oben“ kommend, ein Stück des Betonkorsetts vor, baut nach Möglichkeit Wander- und Radwege in das Abflussprofil – und revitalisiert im gegebenen Rahmen diesen Bach (und andere Wienerwaldbäche, Beispiel-Link Liesing).

Sowas braucht halt seine Zeit, den genehmigten Kostenplan (Geld von Stadt, Land und EU, ggf. ergänzenden Förderern) – und die Realisierung. Einiges kann in der Realität, so geschehen in der Presse, sicherlich „Potemkinscher Bach“ genannt werden, Verschlimmbesserungen sind nie ausgeschlossen.

Immerhin haben Wiens Wasserfachleute inzwischen technische Möglichkeiten für die Durchgängigkeit (Stichwort „Lenkbuhnen“), hin und her, her und hin, des Wienflusses zum Donaukanal vorgestellt. Möge das im Rahmen der – sage ich mal – „Entschärfung“ des heutigen ökologischen Desasters helfen.

An der U-Bahnstation Kettenbrückengasse sind wir ausgestiegen – droben dräut es weiter.

Hier beginnt der Naschmarkt, ein reichhaltiges, buntes Angebot.

Holla, da stolpern wir geradezu über diese Tafel – (erst / immer noch) 1916 wurde hier der Stadtbach überdeckelt.

Auch auf dem Naschmarkt: Frisch- und Frostfisch jeglicher Art und Güte, vorwiegend Seefisch, Süßwasserfisch (Flussbarsche oben am Rand) eher nebenbei.

Zuckereien jeglicher Art wurden uns angeboten. – Jenseits des Naschmarkts – Hitzetag! – treffen wir auf Wasserspender, und Kunst „Secession“.

Kleine Mittagspause beim Chinesen, bevor wir wieder die Wien ansteuern.

Wieder treffen wir auf Süßwasser- und Seefisch.

„Das Wienflussportal“ (!!!), bachab liegt nebendran der Stadtpark.

Großes Hochwasserabflussvolumen (darüber folgt noch etwas hier im Bericht), auf der Sohle ein (Gewässerunterhaltungs-?)Zugang.

Grün an der Mauer – immerhin (oben, nebendran befindet sich weiter der Stadtpark).

Unten, innendrin, kann man an Rauigkeiten alte Bekannte antreffen – im neutralsten Fall als Toilettenpapier.

Die trockenen Sohlbereiche zeigen menschliche Schwäche und Realität im Tagesverlauf – jegliches, was nicht in der Toilette landen soll, findet sich hier dennoch (bzw. ist „von der hohen Kante“ aus sichtbar). Es ist halt schwer, im Abwassermischsystem hinreichend Rückhalt für Regenstöße vorzuhalten. Die Statistik schlägt unbarmherzig zu.

Oben sieht es gut bis prima aus!

Der Mündung nah, bald geschafft – Ein paar Abstürze, eine Einengung, …

… ca. 150 m bachab der Stubenbrücke erreicht die Wien ihren Einstaubereich zum Donaukanal.

Da sitzt wer auf der Sohle – darf der das?

Selbstverständlich nicht! – Von (links) oben wird er per Trillerpfeife angepfiffen, verlässt (wie, wohin?) das Betonbett der Wien.

Ergänzung Mündung der Wien / Donaukanal.

Einige Tage zuvor hatten wir – Tram 1, vom Schwedenplatz aus – vom Donaukanal her in die Wien geblickt – Ton in Ton, 3 Grüntöne.

Die grüne Farbgebung, Algenblüte, ist von unserem Abendwanderungsbericht bekannt.

Blick Schallautzer Straße Wien-aufwärts – steile, hooohe Treppe!!! – Hängt da quer im Hochwasserabflussprofil eine U-Bahntrasse ???

Ja.

Blick über den Donaukanal von der Aspernbrücke Richtung Wien-Mündung. – Ton in Ton! 2 (inkl. Bäume: 3) Grüntöne.

Nachtrag / neue Erfahrungen aus dem Geschehen unmittelbar nach unserer Abreise – Unwettertief Anett über Ostösterreich, enorme Regenmengen auch im Wienerwald.

Hier die Wetterwarnung der Tagesschau vom 15. September.

Und hier ein zugehöriger Scan der Webcam Hadikgasse, nicht weit oberhalb des beim Start unserer Schönbrunnwanderung (Niedrigwasserabfluss) gezeigten Querschnitts, nun bordvoll.

Wir verbringen einen ruhigen, letzten Abend in Wien, bevor es per Bahn Richtung Würzburg gen Norden geht (rechtzeitig vor den Regenfluten, „gerettet“).

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Nach dem Besuch des Naturhistorischen Museums gehen wir südöstlich an der Hofburg vorbei.

Es regnet weiter. – Der Brunnenmann scheint zu grinsen ! ? !

Auf dem Weg zur Kapuzinergruft passieren wir diese Herrschaft, die sich von Wassergeistern tragen lässt.

Gefunden!

Da stehen – unten im Trockenen – Särge ehemals hoher Herrschaften, pompös, …

… pompöser, …

… dreidimensional je nach Mode ausgestattet. – Man gönnt sich ja sonst nichts.

Dieser Adler sieht irgendwie betrübt aus.

Der Löwe guckt grimmig.

Es lohnt, mindestens gelegentlich Erläuterungen zu lesen. – Interessant, welche soziale oder andere Tat wann (schon!) realisiert wurde.

Wahrlich künstlerisch, …

… auch von der anderen Seite.

Hier als Gesamtkunstwerk. – Dies dient wohl den meisten Prospekten als Quelle.

Das morbide Wien, „Der Tod, das muss ein Wiener sein.“, hatte mich vor der Reise bereits online zum Bestattungsmuseum geführt. Unser begrenzter Aufenthalt ermöglichte leider keinen Besuch. So bin ich umso begeisterter, von Freunden, die nach uns in Wien kurzurlaubten, etwas mitgebracht zu bekommen (Herzlichen Dank im voraus, K&F!).

Ist der nicht putzig?!

Draussen – der Doppeladler auf dem Dach des Stephansdoms.

Wir sehen uns nach geeignetem Platz zum Mittagessen um, begegnen einem Goldenen, einer (und etlichen mehr) Beschirmten.

Bunt wird`s durch einen Beagle mit Regenspiegelung. (Seit wir dienstags einen HH-Familien-Beagle sitten, sehen wir Kampfdackelerprobten „überall“ Beagle.)

Na klar. Essen und Trinken schmecken, wärmen auf.

Richtung Tram, Schwedenplatz – vorbei am Stephansdom, es regnet weiter.

Fiaker, Pferde und Kutscher haben keine Kundschaft, keine Einnahmen – sehen nicht viel besser beim Stehen aus als in praller Sonne, nur anders.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit Kühle und Nässe kommen Mensch und Tier allerdings wohl eher klar als mit steter direkter Sonnenbestrahlung.

Bevor wir die Tram gen Alser Straße besteigen, sehen wir uns noch die Mündung des Wien“flusses“ in den Donaukanal an. Zur „Wien“ ist ja bereits ein Bericht angekündigt – auch die Mündungsfotos werden dort erscheinen.

Uni-Campus voraus – unser Apartment ist nah.

Für den späteren Nachmittag – so denn der Regen nachlässt – nehmen wir uns einen Spaziergang entlang des Donaukanals vor. Demnächst folgt dazu mehr.

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