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Archive for the ‘Hölzchen und Stöckchen, Totholz’ Category

Mir scheint, so im Rückblick passt hier – fast zum Jahresschluss – meine am 16. Dezember Richtung Elbdeich und weiter Hetlingen – Holm geradelte Tour ganz gut.

Es sollte sonnig werden. Bei Ankunft „unten“ in der Marsch saßen da jede Menge Nonnengänse binnendeichs – im Dies, Sonne erahnbar.

Die Sonne …

Ja, die Sonne …

Uuuups, Blick über die Elbe, dichter Nebel.

Guckt man kurz genug, sieht man vor dem Deich die von Grabenschlamm abgeräumten Flächen – klar.

Hinter mir wandert`s, vereinzelt, unten. Warum gucken die alle zurück – wegen mir,  hoch auf dem Deich?

Während ich Elbe-wärts guckte, haben die Wanderer bemerkt, dass sie vielleicht mit dem Kampf Sonne – Nebel – Sonne … um die Wette gehen sollten.

Ich habe die Wanderer überholt, bin im Lichten – Nonnengänse um Fährmannssand.

Ganz schön nah, gleichwohl unerschrocken.

Blick Richtung Heuhafen Hetlingen – Nebel senkt sich …

Deichkronenschafe – zielgerichtet – als wollten sie wie die Wanderer im Besonnten bleiben.

Noch werfe ich Schatten, Höhe NABU-Vogelstation (in Winterpause).

Da senkt sich der Nebel schlagartig.

Es verringert sich die Sichtweite, so um 50, auch mal 30 m gering. Hoffentlich kommt jetzt kein Geister- oder mit-sich-selbst-Rennfahrer – egal, ob von vorn oder hinten …

Mein Ziel ist klar. Ich darf nur die Ausfahrt nicht verpassen. – Da ist sie ja.

Dieser Bisam war offenbar nicht aufmerksam genug.

Auf der B 431 angekommen, weiter neblig – man sieht am Schild: schon eine Weile her, 1 Woche vor Weihnachten.

Letztendlich kam dann doch die angesagte Sonne heraus. Ich nutzte die Gelegenheit, für 2021 ein Bisschen vorzuarbeiten.

Ja, ich bin noch im Training. Erste Haselstecken sind geschnitten.

So ist die Fahrt wie das Corona-Jahr ganz gut zu Ende gekommen. Lange ohne klare Sicht, aber mit klarem Ziel – möge es weiter gelingen!

In Sachen „Hölzchen und Stöckchen“ besteht für 2021 auch ein Ziel – Ergänzen des Kies-Restaurierens durch Bau mindestens einer Teststrecke Treibselsammler. Dafür werden wir „professionell“ die nötige Stöckchenzahl zusammensägen, unter Corona-Bedingungen.

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„Am 21. Oktober berichtete ich vom Restaurieren an der Krückau, wie wir auf ca. 600 m Länge Kiesdepots anlegten, die wir zunächst den Kräften der Natur überlassen wollten. Da es nun nicht regnete und absehbar kein Hochwasser in Sicht ist, das den Kies bewegen könnte, wurde eine kleine Arbeitseinheit eingelegt: Umgestalten einiger Depots zu Lenkbuhnen (Kies als schräg gegen die Strömung gerichtete Unterwasserfläche hinschaufeln bzw. -harken) bzw. Laichbetten.“

So leitete ich den vorigen Beitrag über Muschelfunde in der ländlichen Krückau ein.

Wir prüften alle ca. 60 Kies-Depots auf erosionsschützende Ufersituation, versahen einige mit Unterwasserlenk- und -laichfläche.

Wir, das waren die ABC-brothers und ich. Vielleicht ulkig, aber die Vornamen der drei Bach-Spezis fangen tatsächlich mit den 3 ersten Buchstaben des Alphabets an.

Das noch unnatürlich überbreite, flach von Erosionssand bedeckte Bachbett wird durch die Arbeiten naturnäher strukturiert.

Beispiel für eine neu angelegte Unterwasserkiesfläche. Sie dient als Lebensraum und Laichplatz, führt durch Einengen am anderen Ufer zu tieferer Rinne mit Verstecken.

An einigen Stellen hat Anlegen des Kies-Depots allein bereits zu solch tiefer Rinne mit Uferunterständen geführt.

Wo Depots nicht bündig am Ufer anliegen, wird das nachgearbeitet. Hochwässer würden sonst durch Umströmen unnötig Landverlust und schädliche Erosionsfracht herbeiführen.

An solchen Stellen mit Erlenjungwuchs am gegenüberliegenden Ufer bleiben die Depots zunächst unberührt. Die Jungbäume sollen erst einmal richtig Fuß fassen.

Ein in der Vergangenheit frei erodiertes Rohrende (so lang und länger bzw. breiter ist entsprechend der Uferverlust!) wurde während der Gewässerunterhaltung kürzlich an Land geholt.

Uferverlust, durch Haselstecken symbolisiert – die punktuellen Kiesschüttungen erreichen also man gerade ehemalige Uferlinie wasserseitig (dort endete das nun an Land liegende Rohrstück).

So sehr wir Totholz schätzen und so sehr es in unseren Gewässern noch fehlt – hier steckten 3 lange Äste quer. Dadurch wurde an beiden Ufern extrem erodiert. Wir nehmen sie deshalb ausnahmsweise aus dem Bach.

Jung-Erlen und Kies-Depots in einer Kurve.

Wir gehen die Strecke der ca. 60 Schüttstellen zurück und sehen uns die Wirkung unseres Tuns an.

Bachab der „Besucherkurve“ mit extremem Sandeintrag sind etliche Depots angelegt, um Ausufern zu stoppen und abwärts stehende AltErlen schützend zu erhalten.

„Besucherkurve“ – eine historisch gern besuchte, illustre Bachbiegung, heute von zuviel „Naturliebhabern“, (allzu oft frei laufenden) Hunden, gar unvernünftiger Reiterei heimgesuchte Stelle.

Eine weitere Unterwasserlenkung leitet die Strömung an den extrem frei erodierten, ehemals gefährdeten AltErlen vorbei.

Multifunktion – Erlensicherung, Ruhezone, Lebensraum, Laichplatz, tiefe Stromrinne. So sieht Dreidimensionalität im Bach aus.

Ähnliches andernorts – die Buche am anderen Ufer haben wir teilgesichert.

In der Strecke – standorttypische Wasser- und Uferpflanzen finden nun ebenfalls eine Vervielfältigung ihrer Ansiedlungsmöglichkeiten.

Kies-Depot zu Rausche / Laichplatz, Folgekolk entwickelt sich.

Gegen Ende der Restaurierungsstrecke sichern wir die Sohllage durch eine flächige Rausche.

… und bekiesen am letzten Depot die ungesicherte Uferseite der beginnenden Wiesenstrecke. Das Entwässerungsrohr links bachab läuft wie zuvor frei aus.

Blick bachauf – so soll es sein, die Strömung wurde durch Ändern der Rausche uferschützend geändert.

Die Krückau mit wechselnden Abflüssen und ihre arbeitenden Bewohner werden uns zeigen, wie sie es vielleicht anders haben möchten.

An dieser Stelle danke ich allen Beteiligten über das Jahr 2020, wünsche Gesundheit, schöne Weihnachtstage und einen Guten Rutsch ins Jahr 2021!

Wir sehen uns 2021 – für bessere Bäche und kleine Flüsse!

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Nach dem 25 t Kies-Beitrag und dem über Stadt-Aspekte folgt hier der Gesamtrahmen des herbstlichen Radelns (vom Dienstag, 27. Oktober, bei Tidehochwasser und Wasser einstauendem Starkwind).

Mit gut Rückenwind (oje, die Rückfahrt!) geht es von Wedel nach Pinneberg. Spargel färbt die Landschaft bunt.

Angekommen. Durch den Hainbuchen-gesäumten Heideweg geht es Richtung Mühlenau weiter.

Blick von der Brücke Mühlenstraße bachab – viel Wasser, keine Strömung.

Da stellt sich die Frage nach dem „bachab“ – was ist hier los?

Hier, wo die Mühlenau normalerweise in steilem Schuss kurz vor ihrer Mündung in die Pinnau runterrauscht, steht das Wasser – hoch!?

Der online-Pegel bestätigt später am heimischen PC die Vermutung:  In der Elbe 1 m höhere Tide als normal, zwar wenig Abfluss in der Elbe, aber Starkwind gegenan. Das wirkt sich – das Sturmflutsperrwerk Pinnau war dann auch geschlossen – bis in die Nebengewässer aus. So ist auch hier an der ansonsten Richtung See fliessenden Mühlenau das Tidegeschehen angekommen. Der Abfluss des Bachs ist zur Zeit der Aufnahme so schwach, dass an dieser Stelle sogar langsame Aufwärtsströmung erkennbar ist.

Bachauf der Mühlenbrücke – Einstau im Bereich des früheren Mühlenteichs, langsame Aufwärtsströmung und Windstau von Herbstblättern.

Hier werden die „von oben“ ankommenden Blätter gehalten, während neue hinzukommen.

Herbstsonne hat was …

… ganz Besonderes!

Der Baumsaum der Mühlenau wird angestrahlt.

Ich komme gegenüber des B-Plans Mühlenauquartier („ILO Park“) an.

Der vorige Beitrag gibt etwa von hier aus einen Eindruck zu „Natur und Stadt, Alt und Neu“.

Baumsaum, auch mit Totbäumen.

Blick bachab Christiansenweg.

Blick bachab An der Mühlenau.

Das im Beitrag vom 25. Oktober zur Lenkbuhne umgestaltete Kiesdepot ist inzwischen laubbedeckt. – Laub fällt, strömt, verharrt zeitweise.

Blick von der Bahnunterführung bachauf, vgl. Beitrag vom 27. Oktober.

Wiese bachauf der Fahltbrücke. Der Uferrand wartet auf den Baumsaum.

Blick bachab Rosengartenbrücke – zwei „belaubte“ Strömungslenker aus Kies, herbstliche Spiegelungen.

Blick bachauf – Kieslenker, Rosengarten-Herbstfärbung.

Buchenbogen über Wanderweg.

Eine Brücke weiter, Blick bachauf: Der Treibselsammler aus Hölzchen und Stöckchen beginnt zu wirken. Mal abwarten, ob Hochwässer die erwartete Uferbildung fördern.

Genug gesehen. Wenden und zurückradeln.

Wieder auf der Brücke Christiansenweg, sind das Weihnachtsgänse in Freilandhaltung?

Allzu „Tierliebende“ füttern, was das Zeug hält – nicht witzig. Hier scheint, besonderes Extrem, sowas wie Bratreis auf dem Grund zu liegen. Ölige Kreise bilden sich, aufploppend an der Wasseroberfläche, abwärts driftend.

Mit Änderung der Bevölkerung, Zuwachs, Weg- / Zuzug und anderen Hintergründen ist es allüberall erforderlich, chronische Probleme durch regelmäßig wiederkehrende Information zu minimieren.

Die Rückfahrt findet in wechselndem Licht statt – wie erwartet mit gut Gegenwind.

Wenn das nicht ein Beitrag zur täglichen Gesundheitsförderung ist …

Am Ortsrand von Wedel begrüßen mich Herbstbäume, bunt.

Inzwischen, eine knappe Woche später, haben wechselnde Temperaturen, Starkwind und ein Bisschen Regen die Bäume jahreszeitenbedingt gezaust.

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Kopfweiden entstanden in der Vergangenheit aus handwerklicher Nutzung von Weidenästen. Die Bandbreite war groß, vom Korb- über Sitzflächenflechten bis zu Flechtzaunbau und Möbelherstellung. Hier in der Nachbarschaft Wedels existierte eine weitere, spezielle Nutzung der Weide, die Fassreifenherstellung durch Bandreissen, z.B. in Hetlingen.

Alte Kopfweide – vielfältige Strukturen bis zu Hohlräumen bieten Insekten, Vögeln, Fledermäusen Unterschlupf.

Die charakteristische Kopfform bildete jede Weide wegen des regelmäßigen Schneidens der Äste. Heute werden Kopfweiden als kulturhistorisches Zeugnis in der Landschaft „gepflegt“, da die Nutzung der Äste weitgehend entfallen ist. Unterbleibt die Pflege, werden die Kopfäste für den Stamm zu schwer, er reisst, bricht – und geht mit der Zeit verloren bzw. muss aus Sicherheitsgründen ganz abgesägt werden.

Mittelalte Kopfweiden mit schon recht langen, dicken Ästen.

Detail – Zeit für den Pflegeschnitt, damit durch Abrisse durch Sturm oder Übergewicht allein keine Rissschäden am Stamm entstehen.

Die Ergänzung lückig gewordener Kopfweidenreihen oder das Neuschaffen, z.B. entlang Radwegstrecken im Regionalpark Wedeler Au, sind zwar gewünscht und gewollt. Wie die Praxis über die Jahre zeigt, ist das offenbar im normalen Tagesgeschäft aber nicht ganz leicht – in Richtung Dauerhaftigkeit.

Bleibt also vor allem die „Pflege“. Es folgen Fotos zur jüngsten Praxis, quasi „Schnittmuster 2020“.

Hinterm Elbe-Hauptdeich, Fährmannssand – die Schnittsaison 2020 ist in vollem Gang.

Irgendwie sieht das aber nicht nach Abschneiden von Ästen aus ? ! ???

Da hat der Maschineneinsatz „ganze Arbeit“ geleistet. Stamm und Kopf sind heftig malträtiert.

Oha! Nach fachmännischem Arbeiten Richtung Kulturerhalt und Pflege in Richtung ökologische Vielfalt sieht das so gar nicht aus.

Schnittreste belegen das Unheil, das sich in jüngeren Jahren stetig zu verschärfen scheint.

2 Schnittreste „aussen“ – der vorige Schnitt erfolgte noch recht fachlich qualifiziert, zielgerichtet.

2 Schnittreste „innen“ – alles „blank“. Man weiss, welcher Anblick einen am Baum erwartet.

Die Fotos vor den Schnittresten belegen den Zustand der Weidenreihe, vgl. Fotos oben. Und dieses erschreckende Bild findet sich heutzutage fast flächendeckend.

Warum fällt mir dazu die Liedzeile ein „Der Mörder ist immer der Gärtner“?

Oder, arbeitsbezogen ausgedrückt: Ausbildung, Fort- und Weiterbildung sind in unserer Zeit mindestens so wichtig wie in der Vergangenheit. In den „Grünen Berufen“ scheint das nicht durchgängig zur Firmen-Ethik zu gehören. Oder hat in diesem speziellen Thema „nur“ der Auftraggeber wieder einmal den billigsten statt den günstigsten Bieter beauftragt?

In letzterem Fall gilt der Ausbildungs … -satz auch für den Auftraggeber.

„Weniger“ ist manchmal mehr! Verbesserungen sind dringend erforderlich!

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Leserinnen und Leser dieses Blogs wissen um die Bedeutung standorttypischer Bäume bis hin zum Auwald entlang gesunder Bäche und Flüsse. Es ist nicht nur schwer, auf diesem Weg voran zu kommen. Auch wo beispielhafte, gleichwohl zu verbessernde Auwälder (noch) vorhanden sind, sind weitere Verbesserungen, aber auch der Kampf um den Erhalt des Vorhandenen nicht leicht. Ein Beispiel dafür ist der Leipziger Auwald.

Nun hat der Leipziger Auwald obergerichtliche Unterstützung erfahren. Und das Gericht hat weiteres Grundsätzliches in Sachen Recht- und Gesellschaftspolitik schriftlich fixiert (zitat aus dem vorstehenden Link): „… Die Leipziger “Behörde habe den Plan oder das Projekt ohne eine Abweichungsent­scheidung zugelassen oder durchgeführt und damit Mitwirkungsrechte unterlaufen… Diese Betrachtung verlagert das Beteiligungsrecht der Naturschutzverbände in ein … Rechtsschutzverfahren und entspricht nicht dem Erfordernis einer frühzeitigen Beteili­gung der Naturschutzverbände”. …“

Das freut nicht zuletzt auch den aus Film, Funk und Fernsehen bekannten Waldfachmann Peter Wohlleben.

Lichter Schatten prägt aufgrund altersgestaffelter Vegetation Baumsaum- und Auwald-begleitete Fliessgewässer.

Möge es nützen!

19. Juni 2020, Nachtrag auf der NuKLA-Homepage.

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Eigentlich wollten wir die verbliebenen Stecken für Treibselsammler an der ländlichen Mühlenau nutzen. Vandalismus zerstörte den Testsammler dort aber so, dass wir sie lieber an der städtischen Mühlenau einsetzten. – Da der Wille zu „Hölzchen & Stöckchen“ ungebrochen ist, wird der herbstliche Schnitt in Garten und Landschaft hinreichend Gelegenheit geben, geeignetere Stellen an der ländlichen Mühlenau damit zu verbessern.

Nun also Mühlenau, Pinneberg – einen ersten Eindruck von vor Ort habe ich bereits mit dem „Störtebeker“-Beitrag geliefert.

Die Umleitung gilt nun umgekehrt, vgl. Beitrag vom 14. Mai – die obere Brücke ist restauriert, „unsere“ für Treibselsammler genutzte ist jetzt dran.

Blick bachauf – dort soll es geschehen. Das Wasser ist klar, der bewegte Sand (hier im Foto nicht) sichtbar.

Bei guten Arbeitsbedingungen ist der erste Sammler schnell fertig – allerdings kürzer als vorgesehen, da unsichtbare Hindernisse weiteren Holzeinsatz stoppen.

Holztransport – wir entscheiden, versetzt gegenüber einen weiteren Sammler zu setzen.

Die grobe Richtung stimmt.

Feinarbeit am Ufer – die gegen Umläufigkeit dicht gestellten Hölzer werden so tief gerammt, dass keine Stolperfalle entsteht.

Alle Hölzer zur Wasserseite werden auf Mittelwasser-Niveau gebracht.

Fertig! – Wo sind sie denn?!?

Da sind sie ja!

Die weitere Entwicklung durch Bach-Dynamik wird zu gegebener Zeit hier im Blog vorgestellt.

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In den „Kies-Jahren Mühlenau“ tauchte gelegentlich der Begriff „Treibselsammler aus Holz“ auf. Anderswo wurden die realisiert, hier noch nicht.

Nach Knickpflege vor einigen Jahren entlang eines Grundstücks des NABU Pinneberg war eine gute Zahl Stecken gelagert worden. Die kamen nun nach und nach zum Einsatz.

Wohl dem, der solch von Art, Länge und Zuschnitt sehr gut vorbereitetes Material hat (Foto: WW) – da braucht man nur noch „wegarbeiten“! Dank geht an die Aktiven im NABU Pinneberg!

Wir entlasten das Ufer von übermäßiger Erosion, die Treibselsammler legen bewegten Sand in der Sohle fest und bauen neues Ufer auf.
Wenn anderes Treibgut kommt, baut das um die „Hölzchen und Stöckchen“ einen dreidimensionalen Lebensraum auf. Damit alles seine Richtigkeit hat, werden gegen Umläufigkeit Stecken dicht an dicht in die Böschung geklopft, bündig mit dem Boden abschliessend, damit keine Stolperfalle entsteht. Die wasserseitigen Stecken werden auf Mittelwasserhöhe runter
geklopft.

Aber erstmal müssen wir die Situation klären – Bauarbeiten an der Mühlenaubrücke Rehmen – Regioklinik Pinneberg.

Das macht eigentlich nix (die Brücke „brauchen wir nicht“), aber das Wasser sieht hier angetrübt aus. – Gucken wir also erstmal an der Querung bachab.

So ein Auwald-ähnlicher Bewuchs im Frühling – ein Genuss!

Bis hier könnten wir sogar direkt anfahren und kurzzeitig parken.

Gute Aussichten – auf schlechte Gewässersohle, bewegter Sand.

Dort ins Ufer werden wir den Treibselsammler einbinden.

Bachab der Brücke erodiert das Ufer stark Richtung Wanderweg – das werden wir zu stoppen versuchen.

Wir nutzen also die Umleitung. (Die Stelle an der oberen Brücke läuft uns ja nicht weg.)

Schnell sind gut 30 Hölzchen gesteckt – dicht am und ins Ufer, weiter auseinander Richtung Bachmitte.

Die Mühlenau läuft mit etwas über Niedrigwasserabfluss. Wie üblich richten wir die Sammlerhöhe wasserseitig auf Mittelwasser aus.

So sieht sich das vom Auwald aus an.

Der erste Sammler ist fertig.

Im Detail.

Auf zu neuen Taten.

Ja, auch bachab der Brücke „lohnt es sich“.

Hier, gut entfernt von der Brücke, soll es weiter gehen.

Schnell sind auch hier gut 30 Hölzer gesteckt und profiliert.

Das andere Ufer liegt verletzlich da – wir setzen einen kurzen Sammler.

Nebenbei lernen wir ein Bisschen über Flößerei im Kleinen.

Das Ufer und der Übergang HW – MW – NW sind gesichert.

Fertig.

Rückwärts verlassen wir den Ort des Geschehens.

Die ländliche Mühlenau wartet ebenfalls auf Treibselsammler an geeigneter Stelle. [Nachtrag 20. Mai: Und das bleibt auch erstmal so (die ländliche Mühlenau wartet weiter), nachdem ein Test-Treibselsammler systematisch von Vandalen zerstört wurde. Es wird sich ein geeigneter Platz finden – wir nutzen die restlich vorhandenen Stecken für die städtische Mühlenau, Pinneberg.]

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HuSt, und das in diesen, unseren Zeiten? – Keine Angst, gemeint sind die bei Leserinnen und Lesern dieses Blogs hinlänglich bekannten „Hölzchen und Stöckchen“ zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in Bächen und kleinen Flüssen (vgl. Auswahlstichwort rechts im Blog unter „Kategorien“).

Im Grenzbereich zwischen Elmshorn und Kölln-Reisiek macht die Krückau, überbreit, eine scharfe Rechtskurve. Dort hat sie extrem erodiert und Massen von Boden ins Gewässer eingetragen. Das finden der Grundstückseigentümer, der Flächennutzer und der Wasserverband nicht gut. Aus Sicht des Gewässerschutzes ist der Boden in der Krückau ebenfalls nicht willkommen.

So steht jetzt die Idee, mit einem auf 4 Punkte (Lenkbuhnen) aufgeteilten Lkw (25 t Kies) die Kurve zu entschärfen. Das wird bei günstiger Gelegenheit später in diesem Jahr erfolgen.

Um auch die kanalartig folgende, überbreite Strecke zu verbessern, wollen wir einen Test mit Treibselsammler („HuSt“) durchführen. Tidebereich: das ist neu für uns – wird das funktionieren?

Das Umfeld wechselt seinen Anblick, es gehört zum Überschwemmungsgebiet der Krückau im Tidebereich.

Am 31. Januar 2020 sah das Gelände hier noch so aus. Die Krückau fliesst mittig am Horizont zu und von dort direkt nach links ab. Frühjahrshochwasser 2020.

Das Hochwasser verschwand nach Ende von drei bemerkenswerten Niederschlagsperioden Mitte März (man wundert sich heute angesichts herrschender Trockenheit …).

Sowohl hier als auch an den Pinnauwiesen konnte einmal mehr zur Kenntnis genommen werden, wie wichtig solche Freiflächen sind – Städte wie Elmshorn und Pinneberg würden sonst schlicht „absaufen“. Für statistisch anstehende noch höhere Niederschlagsereignisse wäre es sinnvoll, überall im bebauten Raum – von der Quelle bis zur Mündung – Versickerung und Rückhalt zu verbessern (Stichworte z. B. Entsiegelung, Freihalten von Freiflächen, Muldenversickerung, Sohlaufhöhung übertiefer Entwässerungsgräben und vieles andere mehr – das Wissen ist vorhanden).

So stellt sich die Wiese gestern dar. Sie ist vom Flächennutzer vorbereitet für die Wachstumssaison, wir können die Krückau trockenen Fußes erreichen.

Wir gehen im Corona-Trott (1+1, Abstand!).

Blick in die Krückau – oha! Wie bei solcherlei im Profil zerstörten Bächen bewegt sich „Erosionssand satt“ auf der Gewässersohle – das Leichentuch des Forellenbachs.

Abhilfe ist nötig und möglich!

Dies ist, bachab, die zweite Hälfte der Erosionskurve (wartet auf die 4 Lenkbuhnen aus Kies), dahinter die Gerade für unseren HuSt-Test.

Wir testen die Arbeitssituation – „rein“ vom steilen Uferabbruch, der Grund ist sandig-schlammig, standfest.

Eine Woche vorher waren wir bei Tidehochwasser hier. Das Foto lässt erahnen, wie die Arbeitsbedingungen wohl bei plus 1,2 m gewesen wären. Nach einmal auf die Krückau gucken hatten wir das Gelände verlassen. – Jetzt, bei Tideniedrigwasser, haben wir beste Arbeitsvoraussetzungen.

Die Haselstecken, zwischen 1,20 und 1,60 lang, werden per Hand in den weichen Boden gedrückt und dann mit einem 5 kg-Vorschlaghammer auf Endhöhe gerammt.

Die Wasserseite ist fertig.

Blick bachauf – alles fertig, zum Ufer hin lassen wir die Hölzer bis in Uferhöhe stehen. Je nach Situation der Örtlichkeit kann so neben Uferschutz auch neues Ufer entstehen.

Innerhalb einer halben Stunde sind 33 Haselstecken zu einem Treibselsammler geworden.

„33 ? – seh ich nicht auf den Fotos!“ – Das liegt daran, dass 10-15 dicht an dicht in den Uferbereich geklopft wurden, um ein Umströmen auszuschliessen.

Blick bachab.

Blick bachab aus Entfernung – der Treibselsammler ist kaum wahrnehmbar, optimal.

Da die Arbeit so gut von der Hand ging, gucken wir uns noch einen Teil des Krückauparks (keine Fotos, ein schöner naturnaher Park mit reichlich Möglichkeiten, den Gewässerlebensraum zu verbessern) und das Umfeld der früheren Wassermühle Piening an.

Wassermühle Piening – ein Beispiel des steten Wandels in der Zeit.

Flach fliesst die Krückau angesichts geringer Wasserführung bei Tideniedrigwasser durch die drei Durchlässe der ehemaligen Wassermühle. Die Durchwanderbarkeit für Gewässerorganismen ist fast über den ganzen Tag gegeben.

Überbreit und strukturlos fliesst die Krückau weiter Richtung Hafen Elmshorn, danach durch die Marsch Richtung Elbe.

Bachauf sieht es nicht anders aus – alles verbesserungsfähig. Nicht unerwähnt bleiben soll eine beeindruckend blühende alte Eiche gleich neben der Brücke – möge dieser Baum mit möglichst vielen ähnlich ortsprägenden noch Jahrzehnte erhalten bleiben!

Die blühende alte Eiche an der Krückau.

Wir werden unseren neuen Treibselsammler in seiner Wirkung beobachten, gelegentlich den Kies als Strömungslenkung und Lebensraumverbesserung in der scharfen Kurve, s.o., einbringen.

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Erster Vortrag 2020 – Barmstedt, Krückau-Einzugsgebiet.

Das war gestern Abend. Herzlichen Dank den gut 50 Interessierten für spezielle Hinweise, Kontaktaufnahme und informative Diskussion! – Bessere Bäche und kleine Flüsse? Wir schaffen das.

Der Inhalt des Vortrags ist – ohne lokale Besonderheiten, die jeweils nach Vortragsort wechseln – veröffentlicht und hier nachzulesen.

Wer den Vortrag (noch) einmal hören und sehen möchte, hat im Februar die Möglichkeit dazu:

Interessierte sind herzlich willkommen.

Wer kein Exemplar der ausgelegten Broschüre „Bessere Bäche – Praxistipps – Bereits geringer Aufwand bringt große Erfolge für den Lebensraum“ abbekommen hat, kann den Inhalt online ansehen, ggf. die pdf-Datei herunterladen.

Nach der gestrigen Veranstaltung wies mich Gerd Janssen auf eine Arbeit zu Meerforellen Schleswig-Holsteins aus dem Jahr 1974 hin. Darin hat Claus Gehlhaar die früher reiche ökologische Situation und Produktion hiesiger Bäche und kleiner Flüsse dargestellt. Das Wissen um deren vom Menschen zwischenzeitig zerstörten Reichtum sollte Grundlage und Ziel unseres Handelns bestimmen.

Dieses Wissen darf nicht in Vergessenheit geraten. Es baut auch falschen Einstufungen vor, die durch bloßen Besuch und Fehlinterpretationen der heutigen Wüsteneien ansonsten allzu leicht entstehen.

In diesem Sinn wünsche ich allen Freundinnen und Freunden unserer Bäche und kleinen (auch der großen) Flüsse gutes Gelingen im Jahr 2020.

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Wir parken südlich, nicht weit vom Schloss Ludwigslust.

Auf dem Weg Richtung Schloss – jede Menge neue Bäume.

Überlauf Bassin – „die Kaskaden“, im Hintergrund die Alte Wache.

Das Schloss – wir erleben den sich leerenden Vorplatz als Rennpiste – hoppel, hoppel, holterdipolter.

Als Potentat ist es immer gut, wenn man die Kirche im Blick hat – Sichtachse Schloss – Kirche.

Gebäude-Ensemble im Schlosspark, Parkteich.

Da ist er, der angesagte Regen – wir stellen uns kurz am Waldrand unter.

Unser Ziel ist die Steinbrücke.

Nach bachauf sieht es kanalartig, aber fast naturnah aus (es fehlt der beidseitige Baumsaum …).

Aber (der Mensch meint) Wasser in einem Schlosspark will gestaltet sein.

Bittesehr, Wasser im Park – vermutlich einst ein wesentliches Element des Stolzes.

Die Waldpartien dagegen bieten das gesamte Spektrum des Baumlebens – hier: Wurzeln in der Krone eines vermutlich früher geschneitelten Baums mit Abriss einer Teilkrone.

Sichtachse zwischen zwei Waldpartien.

Stehendes Buchentotholz. Leider weisen städtische Bauhöfe selten solchen Mut auf, was die Höhe stehenbleibenden Stamms bei Sicherheitsentfernen von Kronen betrifft.

Am Fuß einer AltEiche.

Potentielle neue AltEichen, jüngste Kinder.

Richtung Ende des Lebens – da lebt immer noch was im toten Baum.

Selten so erlebbar – riesige Hainbuche.

Bach-Mäander, gut geputzt, trocken.

Ooooh, grooooß !

Allee-Sichtachse zum Schloss bzw. vom Schloss weg.

Gebaute Ruine – musste sein !

Kontrast gebaute Ruine und lebendiger Wald.

Klare Zeichen des Wassermangels auch im Großen Teich.

Ist den Enten egal – „Schwänzchen in die Höh`“.

Einer der Charakterbäume am Rand der großen Wiese vor dem Schloss.

Abendsonne im Schlosspark.

Auf dem Rückweg, vorbei am Schloss.

Lange Schatten, Schlossplatz.

Blick in die ruhige Schlossstraße.

Schlossstraße, Abendhimmel. – Wie die Zeit vergangen ist!

Sonnenuntergang, Rückfahrt Richtung Rüterberg.

Die Elbe, Rüterberg, drüber steht der Halbmond.

Den Besuch im Schlosspark Ludwigslust empfanden wir als ausserordentlich abwechslungs- und lehrreich, wir haben ihn genossen. Genossen haben wir zum Abschluss auch noch je einen Eisbecher in der Alten Wache (genauer gesagt, angesichts des angenehmen Wetters, davor sitzend). Ludwigslust wird sicherlich eins der nächsten Ziele bei unseren Städtebesuchsreisen 2020 sein. Zu sehen gibt es reichlich, das Umfeld ist interessant und etliche Radtouren (die ich gerade auf der Stadtseite nicht wiederfinde – ah, die stehen auf der Amt-Seite) locken.

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