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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Nein, wir sind nicht die, die als radelnde Geisterfahrer durch den Elbtunnel mal gemeldet wurden. Wir nehmen die Fähre.

Gern hätten wir regenfreies, nicht zu heisses, nicht zu stürmisches Wetter – aber dieses Jahr kann man nicht alles auf einmal haben. Zwar jammere ich – belegt durch Pegeldaten – dass kein Wasser unsere Bäche und kleinen Flüsse regelhaft stützt angesichts überstrapazierten oberen Grundwasserleiters und weiterhin zu schnellen Ableitens von Niederschlägen. Das werde ich nach den Trockenjahren der jüngeren Vergangenheit und angesichts zu geringer Niederschläge auch im vorigen Winter weiter tun. Aber so ganz nass werden möchte man beim Radeln ja auch nicht, auch die Fähre zurück will rechtzeitig erreicht sein.

Es sollte also losgehen, die nötigen Vorbereitungen waren getroffen.

Gut Küstenwetter beim Anradeln zur Fähre.

Flaggeneindruck Batavia: Die angesagten 4-5 Windstärken Südwest, Wetterbericht stimmt.

Anleger Willkommhöft, die Lühe-Schulau-Fähre liegt bereit.

Auf der Elbe: „Kabbelige See“, Schaumkronen. Kurz nach Tidehochwasser hat die Ebbe mit starker Strömung seewärts eingesetzt, der heftige Wind steht dagegen.

Blick mit dem Wind gen Hamburg, Gegenlicht – die Elbe silbern, kein Schiff weit und breit.

Verdächtig, wie klar die Hafenkräne zu sehen sind.

Die Fähre legt ab. Wir sind guten Mutes, eine Ersatzschraube ist an Bord.

Die Zeit verfliegt. Der Anleger Lühe ist in Sicht, davor zieht ein kleiner Containerfrachter Richtung Hafen Hamburg.

Am Horizont, links im Foto vor Stades Industriekulisse kaum auszumachen, naht ein großes Containerschiff.

Alles klar zum Anlegen, Aussteigen.

Dahinten schräg rechts, nach Südost, geht unsere Radeltour – gen Buxtehude.

Dazu demnächst mehr.

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Für die, die es noch nicht gemerkt haben – wenn ich über Brücken fahre, muss ich mich zusammenreissen, nicht anzuhalten und ins Wasser zu gucken.

So war es jetzt auch bei einer Tour, die Hohenstegener Brücke über die Ohlau „kam auf uns zu“.

Fix das Auto geparkt, Blick Richtung Ohlau: die angrenzenden Wiesen sind wieder gemäht, das Gras silierend verpackt.

Ja, das ist genau die Stelle, an der „ordentlich Kies“ wechselseitig eingebracht wurde. Groboptisch nix von zu sehen – so soll es sein!

Blick unmittelbar bachauf – der hier zugegebene Kies ist von der Ohlau quantitativ abtransportiert.

Blick senkrecht nach unten – an solch guten Stellen der Eigendynamik kann gern regelmäßig beidseitig nachgelegt werden, zum Wohl der bachab folgenden Strecke.

Der Stopp hat sich gelohnt, wieder rüber über die Straße, zurück zum Auto. Aber Halt!

Gleich am Waldrand, neben der Wiese mit den Siloballen wurde frisch gemäht. 6 Störche nutzen das intensiv.

Sie lassen sich nicht stören.

Das Resumé zum Storchenjahr 2021 erwarte ich gespannt. Bisher stellt es sich in den Bundesländern – abhängig vom lokal z.T. sehr unterschiedlichen Wetter (und der Entwässerungssituation der Landschaft) – wechselhaft, zwischen Topp und Flopp dar.

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Wo fahren sie denn, wo … denn hin?

Seit geraumer Zeit gab ich hier bei Elbdeichfotos mit Blick über die Elbe immer mal unseren Wunsch nach erneuten Fähre-Touren mit Rad zum Besten. Inzwischen dürfen die Sommerfahrpläne genutzt werden.

Für die erste Tour bekam die alte Hansestadt Stade den Zuschlag. Wie aus den vorigen Jahren bekannt, bieten sich hier je nach Windsituation (fürs Radeln) die Liinsand und die Lühe-Schulau-Fähre (LSF) an.

Gestern war Wind aus Nordwest, Stärke 3 angesagt – also auf nach Stadersand mit der Liinsand (nach Stadtgang Radeln Richtung Grünendeich / Lühe – mit Rückenwind) und Rückfahrt Wedel mit der LSF.

Wedel / Schulau, Anleger Willkommhöft – im Vordergrund Engelwurz, Angelica archangelica.

Schon komme ich auf meinen vorigen Beitrag Riesen- (RBK-) / Wiesenbärenklau zurück. Man glaubt es nicht, aber „Wohlmeinende“ hacken sogar die Engelwurz – als RBK – ab, wie der Link-Eintrag warnt.

Die Blätter der Engelwurz ähneln denen des RBK noch weniger als die des Wiesenbärenklau – „Verwechslung“ ist nicht begründbar.

Die Breite der Elbe, abgesehen von Randsituationen, ist kabbelig. Es herrscht Ebbe, ablaufendes Wasser. Dagegen steht ein ssssteifer Nordwestwind.

Die Liinsand erscheint aus Richtung Hamburg.

Falls noch unbekannt: Die Liinsand ist ein gut motorisierter Katamaran.

An Bord. – Am Horizont, von See einlaufend, kommt ein erster Containerfrachter in Sicht.

Von der Lühe, gelb, kommt die Lühe-Schulau-Fähre Richtung Wedel, daneben gischtet ein Privatboot.

Watt` `n Wind aber auch! „Von oben“ fährt (soll ich schreiben „springt“?) ein anderes Privatboot vorbei.

Wir sind pünktlich gestartet – Gesamtbild mit den bislang 4 genannten Schiffen.

Schiffs-Ensemble.

Bis bald, LSF, um 16 Uhr sehen wir uns wieder.

Ein weiterer Containerfrachter kommt in Sicht, vorn von Hapag-Lloyd, hinten Hamburg-Süd (inzwischen Teil der Maersk Line).

Hoch aus dem Wasser ragt die Al Hilal, 306 x 40 m, Tiefgang 14 m – nicht voll beladen.

Sieht irgendwie ulkig, schräg von hinten, mit diesem Beladezustand aus.

In schneller Fahrt treffen wir Monte Cervantes, 272 m x 40 m, Tiefgang 12,3 m, ziemlich voll.

Unsere Fahrt mit ablaufendem Wasser gegen den Wind geht gut vonstatten. Der Katamaran schneidet die Wellen elegant.

Und noch `n Containerfrachter am Horizont, wir haben inzwischen das ehemalige Leuchtfeuer Juelssand erreicht.

Eine Schafherde hält das Grün um Juelssand niedrig.

Segelkönner kommen ebenfalls gut mit der Situation zurecht, finden sie vermutlich attraktiv.

Die Zeit verfliegt, Anleger Stadersand voraus.

Die Elbe, leider, sieht aus wie Sau, brauntrübe – kein Wunder bei der Baggerei.

Und wieder Schiffsvielfalt – der Massengutfrachter „Flag Mette“ (229 x 32 m, 12,6 m Tiefgang, so sagt marinetraffic.com) am niedersächsischen Ufer, der bereits erwähnte Containerfrachter und ein Segler.

Wer mag, kann den Segler „Mare Frisium“ buchen.

Der Containerfrachter naht.

Wir sind angekommen, an Land. Der Containerfrachter, ZIM Europe, 278 x 40 m,  Tiefgang 11 m, passiert.

Achtung, links oben: die Schwalben sind viel interessanter als der Containerfrachter!

Ordentlich aktiv sind die Schwalben. Vermutlich findet gerade ein attraktiver Schlupf von Insekten statt. Ein Paddler kommt ins Bild.

Der paddelt sein Kajak zügig elbeabwärts.

Wir steigen auf die Räder und radeln die ca. 5 km nach Stade.

Mehr von unserer Tour folgt demnächst.

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Der Riesenbärenklau (RBK) – eine prachtvolle Pflanze!

Wenn da nicht ihre üblen Begleiterscheinungen wären. Zum Glück gibt es zuhauf gute Hinweise neben dem Drum und Dran zur Beseitigung.

Wie andere gefährliche Neupflanzen und -tiere breitet sich der RBK, vermutlich wegen geringer, aber entscheidender Temperaturerhöhungen durch den Klimawandel strecken- (entlang Wegen und Straßen, bei schwimmfähigen Samen pestartig entlang Fliessgewässern) und flächenhaft aus. Viele solcher Pflanzen sind seit dem 19. Jahrhundert in Sammlungen, Parks und Gärten eingeführt, verhielten sich bis in die 1980er „friedlich“.

Die scharf-spitzig aussehenden Blätter kennzeichnen diese „neue“ Pflanze.

Leider sieht man immer wieder – das folgende Foto wurde nur einige hundert Meter entfernt am Ufer der Mühlenau, Pinneberg, aufgenommen -, dass Aktivisten aus ihrer Sicht „helfend“ aktiv werden, ohne zu hinterfragen, was sie tun.

Hier wurden große, weisse Doldenblüten gekappt. – ACHTUNG, wie sehen die Blätter aus!? – Sie sind nicht scharf-spitzig, sondern lappig.

Gutes wollen und Gutes tun sind oft zwei ganz verschiedene Sachen. Hier wurde der heimische WIESENbärenklau seiner Blüten beraubt.

Im Übrigen hilft Blütenkappen beim RIESENbärenklau nur in dem Fall, wenn wenig später die Wurzel ausgegraben oder zerhackt wird. Bis auf Golfrasenhöhe ist nach mehrmaligem Blütenschneiden der RBK in der Lage, aus seiner kräftigen Wurzel Notblüten zu schieben. Bei erwähnter Golfrasenhöhe (in Praxis erprobt) bleiben bei einer Handteller-kleinen Notblüte immer noch 50 Samen für ein 8- bis 10-jährig keimfähiges Samenpotential im Boden. – Also: Hände weg vom WIESEN-, richtiges Beseitigen beim RIESENbärenklau!

Aktivismus ersetzt nicht genaues Hinsehen, ersetzt nicht, vorhandene Informationen zu berücksichtigen. Alles Weitere steht kurz und verständlich im obigen Link.

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Am Meer, wir sagen „an der See“, gibt es oft Seewetter – die Küstenlinie scheint Wolkenandrang zu stoppen. – Wie schön für uns.

Landseits sieht es dann schonmal so aus, die Wolken drängen heran und stauen sich. (Ist das wirklich so? Egal.)

Wir stellen fest, es ist Markttag und gucken uns um.

Da ist er schon wieder, der Wattwurm! Fleisch ist Fleisch.

Wir gehen durch den Deich ins Hafengebiet (sind schon drin, Blick zurück).

„Von hinten“ sieht das so aus. Eifrig wird an Booten gewerkelt.

Hier also steht das Riesenrad, das vom Seedeich aus so klein am Horizont erscheint.

Und dann kam eine böse Überraschung.

Breit wie hoch! Macht zu-viel-Krabben-essen doch etwas mit dem Körper?!

Ok, das Foto davor zeigte noch die realen Proportionen. Wir stehen vor dem Phänomania, in dem allerhand Erleuchtung auf Interessierte wartet.

Wer sich hier nicht so auskennt: Auch hier gibt es konkrete Wetterinformation.

Besuch hatten wir auch (eigentlich waren wir zu Besuch) – kleine Begleiter.

Softeis essen am Hafen ist ein Muss.

So sehen die Krabbenkutter und andere Schiffe von vorn aus.

Und dann besuchen wir den Hamburger Familienableger im Büsumer Deichhausen.

Frau Spatz sucht Krümel.

Herr Spatz entdeckt sie auf dem Fußboden – und gibt den anderen Bescheid.

Zurück am Deich, Büsum.

Abendlicher Blick aufs Silberwatt.

Abendhimmel. Jeder Kurzurlaub geht mal zu Ende.

Es folgt der Beitrag zur Abfahrt, demnächst.

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Das musste nach all dem Süßwasserwatt, Wedel, mal wieder sein – Kurzurlaub am salzigen Nordseewatt, Büsum.

Wir fuhren über Westerdeichstrich, Stinteck, an. Das hat sich, wie hier zu sehen, wirklich gelohnt!

Angekommen, in der ersten Reihe. Schon eingewöhnt, wie zu Hause – das Wasser ist weg, Tideniedrigwasser.

Wat sieht dat Watt so rubbelig aus (NRW, Sommerferien, bevölkert den Norden)? Das ist biogene Struktur, geschaffen von Arenicola marina, dem Wattwurm.

Und, siehe da, das Wasser, Tidehochwasser, ist wieder da – ssssteife Brise, Gischtwellen auf dem gefluteten Watt.

Das mit der Fotounterschrift „wie zu Hause – das Wasser ist weg“ stimmt ja nicht so ganz. Zur gleichen Zeit pumpten Freunde und Bekannte aus Kellern und anderen tiefliegenden Immobilienteilen die zugeflossenen Fluten der binnenländischen Gewitter ab (auch und insbesondere „weiter unten“ in D).

Demnächst mehr von Büsum, hinterm Deich.

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Die jüngste Pressemitteilung von Rettet die Elbe stellt die verheerende Situation der Tideelbe bei Hamburg umfassend dar. Wer wundert sich noch über Rot-Grün?

Wasser / lebendigere Gewässer scheinen nicht Hamburgs Thema zu sein. Nach den vorigen beiden Elbvertiefungen (Rot-Grün), die über Hamburg aufwärts wandernde Fische verheerend trafen bzw. die Stintpopulation der Elbe minimierten, geht das Gewühl auch in Zeiten des menschgemachten sommerlichen Sauerstoffmangels weiter.

Verantwortlich ist … – Niemand?

Na denn, schön` Sommer!

Und passen Sie auf die Stare auf – bald ist Kirschenzeit.

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Selbstverständlich gibt es an der Rönne im Alster-Einzugsgebiet mehr zu erleben als Landwirtschaft, Störche oder Bach-Restaurierer. Die ganze Zeit über war allerhand Leben ringsum aktiv, sichtbar vor allem die Organismen mit Flügeln.

Aus der im vorletzten Beitrag gezeigten langen Storchenreihe drehten sich plötzlich ganz links welche um – was ist da los?

Ganz offenbar ist da – rechts im Foto – mehr als die anderen Störche, ein Flügelpaar.

Dann schwingen diese Flügel einen Turmfalken – mit Maus – in die Lüfte.

Am Bach war unter anderem die Gebänderte Prachtlibelle, hier ein Männchen, aktiv.

Hoch oben kreiste einiges fortwährend.

Sieht aus wie …

… ein Milan. Etliche Rotmilane, unser Vogelfachmann sagte, auch ein Schwarzmilan, waren gut beschäftigt.

Die liessen sich nicht stören.

So verraten denn auch einige Fotos, dass da am Knick und am Waldrand etliches Kleines flog – offenbar interessante Nahrung.

Ein Festessen für Milane, geradezu ein Milan-Spektakel, hatten wir vor einem Jahr bei unserem Ludwigslust-Kurzurlaub erleben dürfen, vgl. Beitrag vom 27. Juni 2020 (das Hotel im dort gezeigten ehemaligen Jagdschloss Friedrichsmoor ist übrigens gerade umgebaut und neu eröffnet, wie die Medien berichten).

Die großen der kleinen Flieger waren offensichtlich Käfer.

Sieh an! Ein Junikäfer – auf T-Shirt – wollte sich doch mal zu erkennen geben.

Mindestens braun- und schwarzflüglige Weichkäfer waren noch zu erkennen. Die anderen Insekten waren einfach zu aktiv – oder zu weit weg.

Zusammen mit standorttypischer Vegetation, wie hier dem Aufrechten Merk, wird unser Kies künftig allerhand Arten mehr zu individuenreichem Vorkommen verhelfen.

Soweit sie – im Erwachsenenzustand – geflügelt sind, werden sie auch Vögeln und Fledermäusen als Nahrung willkommen sein.

Wir hoffen, die Rönne fällt nicht in extremere Niedrigwasserzustände, trocknet gar aus. Politik und Verwaltung, Bauherren und Landnutzung ringsum haben eine große Verantwortung in Gegenwart und Zukunft. Bei Anwenden von bekannten Entlastungen bleibt die Rönne erhalten. Schritte zum Erfüllen der Anforderungen Richtung Entschärfen des Klimawandels sowie notwendige Anpassungen überzogener Verhaltensweisen können schnell erste Verbesserungen bewirken.

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Wir waren zum ersten instream-Restaurieren an der Rönne im Alster-Einzugsgebiet verabredet. Mit Zustimmung des Grundeigentümers, des Wasserverbandes sowie der zuständigen Behörde kam dieser Einsatz zustande. Die Finanzierung des Kieses übernahm die Edmund Siemers-Stiftung, die Arbeiten der Gewässerpflegeverband Alster-Rönne – besten Dank allen Beteiligten!

Innerhalb je einer halben Stunde erlebten wir (vgl. die beiden vorigen Beiträge)

  • Schlagkräftige Landwirtschaft und
  • Störche im Restaurant.

Es wurde nun der Radlader erwartet, der den Kies platzieren sollte.

Da, Geräusche und Staub am Horizont.

Super Sache, das! Das ist ja nicht nur ein Radlader, sondern ein Telelader.

Telelader Merlo – so einer wurde bereits erfolgreich an Pinnau und Mühlenau im ländlichen Raum eingesetzt.

Schon kommt die erste Testschaufel an.

Wie üblich müssen wir uns auf Gelände und Gewässersituation einstellen.

Händisch wird zu zweit oder zu dritt Feinarbeit geleistet.

Da kann man schon mal etwas beobachten.

Was driftet da vorbei, unscharf wegen starken Zoomens? Eine Gelbbrandkäferlarve, Atemröhre an der Wasseroberfläche, die sich später an ruhiger Stelle an den Kies anlehnt.

Schon kommt die nächste Ladung Kies.

Gute Befahrbarkeit ist wesentliche Grundlage für einen Einsatz.

Bei diesem ersten Arbeiten geht es uns primär um den Schutz vorhandener Kopfweiden. Wegen fehlenden Uferschutzes durch bis unter die Wasserlinie wurzelnden Schwarzerlen sind die Weidenstandorte vom Bach erreicht, die Bäume beginnen, sich zu neigen. Dies ist ebenfalls ein Zeichen, dass die Kopfbaumpflege konsequent durchgeführt werden muss, sollen die Bäume dauerhaft erhalten werden. Kopfüberlastung würde sie frühzeitig ins Gewässer kippen lassen.

Ein Bisschen Handarbeit, ansonsten steht jetzt „nur“ Beobachten an.

Platzwechsel.

Am anderen Ufer („Telelader“ ist das Zauberwort) wird die Dränung erodiert. Uferschutz und Strukturverbesserung Sohle sind angesagt.

Erstmal erledigt, auch das diesseitige Ufer hat leichten Schutz erhalten. Die weitere Entwicklung ist zu beobachten, ggf. nachzuarbeiten.

Die nächste Kopfweide, frei erodiert …

Geschützt – wir legen den Kies nicht vor / in die Wurzeln, sondern lenken die Strömung von bachauf leicht vom Ufer weg. So stabilisiert sich die Situation von allein.

Wo es erforderlich erscheint, wird leichter Schutz, händisch, auch ans andere Ufer gelegt.

Schon erreichen wir die letzte Kopfweide. Die Rönne ist völlig von Sumpfpflanzen zugewachsen.

Lichtüberschuss wegen fehlenden standorttypischen Baumsaums / Auwalds ist – verschärft durch den Klimawandel – das Aus für quellgespeiste Bäche und ihre spezifischen Lebensgemeinschaften (Betrifft: NATUR, Heft 2/2021, S. 7-9).

Hier Abhilfe zu schaffen, steht in Deutschland noch immer nicht im Fokus. Im englischsprachigen Raum sind Programme wie „Keep your river cool“ und ähnlich längst von Überlegungen zu Taten umgesetzt.

Hier also …

Die letzte Schaufel Kies – für heute.

Tschüß, Merlo! Besten Dank an die Aktiven des Gewässerpflegeverbands Alster-Rönne!

Das sieht ja fast so aus, als hätten wir ein Herz (zwei Herzen?) aus Fahrspuren oberflächig auf dem Gelände hinterlassen …

Letzter Blick von der Straßenbrücke – extremes Niedrigwasser. Klimaschutz ist in aller Munde (leider meist nur technisch unter dem Stichwort Kohlendioxid verstanden), Anpassung an den Klimawandel tut Not (die Landschaft muss entlastet, wieder zu ihrer Leistungsfähigkeit ertüchtigt werden)!

 

Wer dazu Näheres lesen möchte:
– Die reale Situation, dass übermäßige Erosion die Gewässersohlen so vertieft hat, dass das Mittelwasser vielerorts UNTERhalb der genehmigten AusbauSOHLE fliesst, ist gut nachvollziehbar hier dargestellt.
– Was entsprechend der Analyse unserer übernutzten und überheizten Landschaften verändert werden müsste, ist für Norddeutschland am Beispiel Nordniedersachsens hier verdeutlicht.
Die Erkenntnisse beider Arbeiten können auf vergleichbare Moränenlandschaften anderswo nutzbringend übertragen werden.

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Wir waren zu einem ersten Rönne-instream-Restaurieren im Alster-Einzugsgebiet verabredet. Wie im vorigen Beitrag dargestellt, war die Wiese frisch gemäht und wurde in Windeseile Richtung Grassilo geräumt. Der Beitrag begann mit 3 ruhenden Störchen bei Ankunft in der Oberalsterniederung und endete mit ersten interessierten auf der in Arbeit befindlichen Wiese.

Die letzte Silograsfuhre verlässt die Wiese, da schwebt es heran …

Noch ein Bisschen sondieren …

Schnell landen die „neuen“ Störche.

8 Störche gesellen sich zu den zwei bereits länger die Flächen absuchenden Tieren.

8 + 2 = 10.

Eifrig, sehr konzentriert suchen die Störche die gesamte Fläche ab – und werden fortwährend fündig.

Auch der letzte Winkel, der Grenzbereich zu einem Knick, wird intensiv untersucht.

Das geht so eine halbe Stunde.

Geschafft – alle 10 heben ab.

Nach einem letzten Kreisen verlassen sie uns.

Na, wenn das nicht „timing“ war – schwaden, ernten, Verletzte und Tote „bergen“.

Von einer solchen, frisch bearbeiteten Fläche lässt sich der angrenzende Bach trefflich restaurieren. Mehr dazu demnächst.

Danach hat die Fläche wieder Ruh` – bis zum nächsten Mähtermin.

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