Der Erlenblattkäfer ist nun satt, grad biss er in das Erlenblatt.
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Der Erlenblattkäfer.
Posted in Gewässerschutz on 25. April 2011| Leave a Comment »
Unser täglich` Gift gib uns heute.
Posted in Fliegenfischen, Angeln am Forellenbach, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz on 6. April 2011| Leave a Comment »
Als das Pflanzenschutzgesetz die letzten Male novelliert wurde, wurde jeweils darauf hingewiesen, Hauptziel sei vor allem, den Gifteinsatz in der Landschaft zu verringern. Das Gegenteil ist seitdem der Fall.
Die flächige Anwendung von Giften wie Roundup wird übrigens zum großen Teil für das seit Jahren zu verzeichnende Amphibiensterben verantwortlich gemacht. – Daneben gibt es in weiteren Themenfeldern viel zu tun.

Die Farben unserer Industrie-Agrarlandschaft: gelb und grün. Gelb steht für die flächige Giftanwendung, "Totalherbizid". - Diese Art Grün lässt auf unseren leichten Böden auf solch guten Gülle-Einsatz schließen, dass Grundwasser und Quellen ihren Teil abbekommen haben.

Dasselbe gelb und grün anderswo - achten Sie mal darauf. - Nebenbei bemerkt: vorn ein Opfer von Baumhass entlang einer Gemeindeverbindungsstraße, im Hintergrund die Folge nicht vorhandenen Naturbewusstseins in der Lokal- und Regionalpolitik: Alleen werden bestenfalls verbal "geschützt", wie jetzt im Vorfeld der Kommunalwahl.
Anderes Thema: Klimawandel.
Da wird uns täglich berichtet, wesentliche Punkte bei der Anpassung an den stattfindenden Klimawandel seien der Rückhalt des Wassers vor Ort, unter anderem, um Hochwässer zu entschärfen. Ein weiterer Punkt ist die Kühlung der Landschaft.
Statt dessen beweisen kräftig durch Steuermittel unterstützte Berufskreise, dass gegenteiliges Handeln offenbar noch immer möglich ist. Geld ist ja da. Von den höchsten Punkten der Einzugsgebiete an werden nach wie vor Flächen gedränt. Wenn in trockeneren Jahreszeiten Wasser fehlt, hat man ja seine Wasserentnahme-Konzession und beregnet eifrig. Bachoberläufe fallen zunehmend in Strecke und Dauer trocken.

Hier ist - wie an so manchen Stellen heutzutage - wieder an einem Hochpunkt des Gewässereinzugsgebiets eine Flächendränung vorgenommen worden. Drän wech, dat Woder!

Normaler Weise sorgt der gut wasserdurchlässige Boden für eine gute Aufstockung des Grundwasserspiegels - Quellen, Bachläufen und - nicht zuletzt - über Trinkwasser uns Menschen zum Nutzen. - Hier sorgt der Steuersubventionierte mit unserem Geld dafür, dass Quellen, Bachläufe und Trinkwasserversorger Probleme bekommen. Von der Aufstockung des Hochwasserproblems durch schnelles Wegleiten von Wasser aus der Fläche einmal ganz zu schweigen.
Frühlingsanfang, Minister Brüderle, die Atomkraft und die Rationalität politischer Entscheidungen …
Posted in Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Unsortiertes on 24. März 2011| 1 Comment »
Da ist er also wieder, der Frühling.

Die Natur ausserhalb des bebauten Raums macht natürlich auch, was sie will - Frühling: die Erlen lassen ihre Lämmerschwänzchen wachsen, Allergiker graut`s.
Und die Politik muss angesichts der atomaren Vorfälle in Japan Rede und Antwort stehen.
DPA wird im Hamburger Abendblatt am 24.03.2011 z.B. so zitiert (Auszug, inkl. Schreibfehlern):
“ … Brüderle habe am 14. März als Gast an einer Sitzung von Vorstand und Präsidium teilgenommen, bei der fast 40 führende Manager aus Deutschlands Industrie zugegen waren.
Darunter waren die Vorstandschefs der Energiekonzerne RWE und E.on, Jürgen Großmann und Johannes Teyssen. Während der Sitzung sie die Meldung hereingereicht worden, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach der Katastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima die von der Regierungskoalition verlängerten Laufzeiten für die deutschen Atommeiler per Moratorium aussetzen wolle.
BDI-Präsident Hans-Peter Keitel habe daraufhin von Minister Brüderle wissen wollen, was es damit auf sich habe. Laut Sitzungsprotokoll bestätigte Brüderle das Moratorium und „wies erläuternd darauf hin, dass angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen Druck auf der Politik laste und die Entscheidungen daher nicht immer rational seien“. [Anmerkung: Fettung durch osmerus]
Laut Protokoll habe Brüderle betont, ein Befürworter der Kernenergie zu sein, auch mit Rücksicht auf Branchen, die besonders viel Energie verbrauchten. Es könne daher keinen Weg geben, der diese Branchen „in ihrer Existenz gefährde“. Im Wirtschaftsministerium habe es zu Brüderles Aussagen geheißen, der Minister habe vor allem mit dem Tempo der Kehrtwende Probleme gehabt, berichtet die Zeitung weiter. (dpa/abendblatt.de)“
Der Wähler, so habe ich den Eindruck, glaubt allerdings nicht so sehr, dass die Politik unter Druck irrational handelt, sondern „im Normalbetrieb“. – Wenn schon Berliner Größen verquer argumentieren, darf man sich über die vor Ort mitzuerlebenden Entwicklungen sicher nicht wundern.
Dazu gehört in Zeiten von „Bildung für Nachhaltige Entwicklung„, „Biologische Vielfalt„, „Wasser ist Leben“ und dem „Internationalen Jahr der Wälder 2011“ -von Klimaschutz ganz zu schweigen – beispielsweise massenhaftes Vernichten ortsprägender Großbäume.
Tostedt, große Samtgemeinde im Norddeutschen Tiefland, ist nur ein solches Beispiel. Als wenn es nicht seit 1 1/2 Jahrzehnten einen Landschaftsplan gäbe, in dem die wertvollen, ortsprägenden Riesen (i.W. Eichen) als zu erhaltende und zu fördernde, örtliche Besonderheit gekennzeichnet wären, geht jegliche Planung darüber hinweg. Baum für Baum verschwindet, von einem Ersatz kann nicht einmal ansatzweise gesprochen werden, repräsentiert doch solch ein Zeitzeuge allein von seiner Kronenvolumen (= Sauerstoffproduktion, Kühlung des überheizten bebauten Raums und vieles mehr) je nach Alter und Größe den Gegenwert von 50-100 oder mehr der teuer einzukaufenden Baumschulenbäumchen. Leider gibt es genügend Beispiele, bei denen aus fadenscheinigen Gründen ein Ersatz vollständig unterblieb. – Mahner werden persönlich diffamiert, ggf. auch mit vollkommen unzutreffenden Hinweisen.

Baumriesen- und Ortsbildvernichtung in Tostedt beim Bau einer Kindertagesstätte. Fast könnte man meinen, hier wollten die großen Fraktionen das große Missverständnis der Bibel-Auslegung "Macht euch die Erde untertan." dokumentieren. - Jedenfalls ist hier sicher gestellt, dass künftige Generationen in einer naturfreien Umwelt aufwachsen.

Wie nennt man das Resultat 2011? Kulturschande? Liebe Tostedter Ratsmehrheit: Sie sollten sich was schäm``!
Da ist es kein Wunder, dass sich engagierte Menschen einen Weg suchen, das Ganze zu verdeutlichen. Ein gutes Beispiel dafür ist das der heutigen Realität angepasste Tostedter Wappen.
Es gibt aber durchaus auch positive Ausnahmen in der Politik der heutigen Zeit, die zu nennen sind – möge die Realität der Aussage künftig auch wirklich entsprechen! (Hamburger Abendblatt, 24.03.2011, Interview mit dem Hamburger Wirtschaftssenator Horch, Auszug):
“ … Die Vertiefung der Elbe hat noch immer nicht begonnen. Gibt es einen Plan für den Fall weiterer Verzögerungen?
Horch:
Mein Ziel ist es, die Umweltverbände in den Planungsprozess mit einzubeziehen, um Klagen gegen eine Planfeststellung zu vermeiden. Unter Umständen müssen wir weitere Ausgleichsmaßnahmen über die bisherigen hinaus diskutieren. Wir wollen, im Zuge der Elbvertiefung und -verbreiterung, bis zum Jahr 2013 für die Reedereien und Terminalbetreiber kontinuierliche Verbesserungen erreichen.“
Bleibt zu hoffen, dass die Elbe endlich wieder als zu verbessernder Lebensraum erkannt wird und auch die seit der vorigen Elbvertiefung eingetretenen ökologischen und ökonomischen Verschlechterungen kompensiert werden. Insbesondere Letztere (z.B. Anwachsen des zu baggernden Hafenschlicks von jährlich 2 Mio Tonnen auf 8 Mio Tonnen) zeigen auch dem Nicht-Ökologen, dass die Elbe völlig aus dem vorherigen Fließgleichgewicht geraten ist.
Generell erwarten wir Wähler natürlich, dass all die oben zitierten und politisch beschlossenen Nachhaltigkeitsprogramme endlich die Realität des täglichen Handelns bestimmen. – Daneben kann jeder seinen eigenen Beitrag leisten. Ich habe mein Apfelbäumchen gepflanzt – Sie auch?
Die Schweiz rief zum Burgdorfer Wasserbautag 2011.
Posted in Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen on 16. März 2011| Leave a Comment »
Die Schweiz rief zum Burgdorfer Wasserbautag 2011 – dem Ruf bin ich doch gern gefolgt.

Burgdorf, Schweiz - im schönen Emmental - erreicht man am Besten per Flugzeug. So komme ich also in den Genuss der fast noch neuen Flughafen-S-Bahn Hamburgs.

Also, Hamburg Airport, mit solchen Fotos macht ihr Flug-Ängstlichen aber keinen Mut. Oder ist die Erfahrung anders: Erfrischt und erfreut das im Bild gezeigte Flug-Training alle Betrachter? - Ich find`s jedenfalls witzig.

Schweizflüge kenne ich so, wie das hier aussieht: ein ca. 50-Personen-Bus mit Flügeln. Dieser hat auch 2 Propeller, manche haben Turbine. Geflogen bin ich damit immer gut!

Die Schweiz - Agrar-Wahnsinn wie im EU-subventionsgestützten "Rest" von Europa. Hier kann ich in der Tat meine Tieflandkenntnisse für Flachländler auf einem höheren Niveau vortragen.

Von Belp Richtung Burgdorf habe ich den Airport-Bus nach Bern genutzt - von dort ging es per Bahn weiter. (Wie so oft, gibt es Alternativen, die ich bei der Rückfahrt ausprobierte. Mehr Info dazu folgt weiter unten.)

Auf dem Weg zum Burgdorfer Wasserbautag 2011 in der Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau in Burgdorf - ich fühle mich fast wie ... (s. Foto).

Meine Güte, wovon sprachen meine einladenden Organisatoren noch? Vom schönen Emmental, hier die Gysnauflühe bei tiefstehender Abendsonne.

Extremer Nutzungsdruck - parallele Straßen, Bahngleise, Extrem-Landwirtschaft. Heute wurde gegüllt, was das Zeug hielt. - Wie gut, dass das Internet noch kein Geruchs-Fernsehen bietet.

Um Burgdorf herum kann man allerhand unterschiedlich fordernde Wege finden, so diesen am rechten Emme-Ufer Richtung Gysnauflühe.

Von den Bäumen können wir lernen, wie man sich festhält. Gleichzeitig läd dieser Eindruck zum Nachdenken ein, wie Boden vor Erosion geschützt wird. Irgendwo habe ich gelesen, ein Baum hielte 50 m³ Boden - kein Zweifel!

Neue Wanderung, neue Eindrücke - Blick vom Galgenberg auf her- / hingerichtete übernutzte Landschaft.

Ein kurzer Abstecher nach Bern führte mich zufällig in das Faschingstreiben. Eine Vielzahl bunter, ausgezeichneter Kapellen hatte die Altstadt erobert. Hier pausieren die Berner Bären gerade zwischen dem alten Bärenzwinger und dem neuen Bärengehege.

Hervorragend eignet sich das trocken gefallene Geschiebebett für künftige Ausdauersportler. Wollen wir hoffen, dass dieser Nachwuchs-Radler durch treffliches Training hier später nicht in die Doping-Herde eingereiht werden muss.

Schöner Schweiz-Besuch, fast vorbei: die S-Bahn bringt mich nach Belp, fast schon am Berner Flugplatz.

Der Flugplatz liegt zwischen Feuchtgebiet und Alpen. - Kleine Empfehlung an Bern-Besucher: Wer von Belp abfliegt, sollte bei gutem Wetter gern 2 Stunden vorher hier sein. Entlang der Aare läuft ein Wanderweg, der vielfältige Landschaftserlebnisse bietet.

Nein, ich habe kein NeuEngland-Foto eingeschmuggelt. Diese überdachte Holzbrücke quert die Aare, CH.

... und unterhalb: Blaualgen verkleistern die vorher sauberen Steine und ersetzen die Reinwasser-Anzeiger.
Die AFGN rief – Wanderfisch-Interessierte kamen nach Nortorf.
Posted in Fliegenfischen, Angeln am Forellenbach, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen on 27. Februar 2011| 1 Comment »
Am 26. Februar 2011 fand die 45. Fachtagung der AFGN statt. Die „Arbeitsgemeinschaft für Fischarten- und Gewässerschutz in Norddeutschland“ hatte wieder mit einem interessanten Programm geladen, das Fisch- und Gewässerschutz-Themen über die gesamte Bandbreite transportierte. Ziel war das Restaurant „Alter Landkrug“ in Nortorf, Schleswig-Holstein.

Kurz vorm Ziel Nortorf - warum nur gucke ich immer in der Gegend herum, es musste ja so kommen: Gegüllt auf Schnee und Frostboden. Tauperiode produziert wahre "Gülleseen".

Und der grabenartige Bach nebendran hat natürlich seinen Teil gleich mit abgekriegt. - Da spreche mal einer von "ordnungsgemäßer Landwirtschaft"!
Und so kamen sie denn aus den norddeutschen Bundesländern, von der dänischen, niederländischen bis zur polnischen Grenze angereist, um über Entwicklungen zu hören und zu sehen, Neues zu erfahren.
Die Vorträge werden im Internet zu finden sein.
Der Lachs als Indikator für weltweit erforderlichen, glaubwürdigen Umweltschutz zeigt leider nach wie vor, dass politische Ansagen und reales Handeln weit auseinander klaffen. So lange die Ozeane steuersubventioniert überfischt werden, exzessives Fisch-Farming eine Bandbreite neuer, für den Laien schier unvorstellbarer Probleme schafft, sind positiv angelegte Gelder im Arten- und Gewässerschutz nur ein verschwindender Tropfen auf den heissen Stein … – wie so Vieles in heutiger Zeit: eine Schande für zielloses Politisieren!
(Nicht nur) Wurzeln sind wichtig! Der Trainings-Vortrag (2009) beim Wildfisch Wernigerode zum Thema „Bäume am Forellenbach“ steht im Netz (pdf, 5 MB). Die Erkenntnis „Unsere Heidebäche brauchen Hilfe“ (pdf, 5 MB) gilt fort, aber es sind bereits wesentliche Verbesserungen erreicht. Dies ist möglich, weil mit allen vor Ort Beteiligten bereits um das Jahr 2000 ein Gewässerentwicklungsplan mit Maßnahmenkatalog erarbeitet wurde.
Durchgängigkeit der Fließgewässer für alle wandernden Organismen (pdf, 2 MB) ist zwar ein wesentliches Ziel der Wasserrahmenrichtlinie, aber längst nicht jede Bauvariante lässt alle wanderwilligen Lebensstadien der Gewässerwelt erfolgreich ihren Weg finden und gehen / schwimmen …

Fischpass am Nordufer der Elbe, Europas größter, wenn man der Werbung glauben darf. - Hier unscharf, unten folgen bessere Bilder.
Wie immer man zu dem gerade entstehenden Kohlekraftwerks-Monstrum im Südwesten Hamburgs steht – es bringt zusätzliche Luftbelastung für weite Teile der Stadt und wird mit seinem unnötig groß konzipierten Kühlwassergebrauch unendliche Verluste in der Elbfisch-Populationen anrichten; Aber die in Geesthacht entstandene Fischpassage am Nordufer der Elbe ist schon sehenswert.

Nicht nur der Lachs, alle wanderwilligen Elbe-Organismen sollen hier ihren Weg finden und nutzen können.
Das Mittags-Buffet war ausgesprochen überzeugend – Dank auch an dieser Stelle an die Küche und die Bedienung!

Das Buffet bot nicht nur köstliche Fischplatte. "Eigentlich alles", was Küche so bieten kann, stand in hervorragender Qualität zur Auswahl.
Nun, liebe Referenten des Nachmittags, haben wir uns entschuldigt. Wenn wir schon in der Gegend sind, wollten wir doch die Arche Warder fix besuchen. Nicht nur Fische und anderes Gewässergetier, sondern auch alte Nutztierrassen verdienen unsere Aufmerksamkeit.
Er springt ins Auge – der sommerkühle Bach, winterwarm !
Posted in Fliegenfischen, Angeln am Forellenbach, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz on 16. Februar 2011| 1 Comment »

Oha, ein standorttypisch, nur flach in die Umgebung eingetiefter sommerkühler Bach - aufgrund des Grundwasserzustroms aktuell "winterwarm".

Wo sieht man das heutzutage noch so schön: Der Kies der Moränenlandschaft ist im Stromstrich frei gewaschen.

Gut Holz ! - Im "Internationalen Jahr der Wälder 2011" könnte doch mal jemand auf die Idee kommen, den ökonomischen Wert dieser ökologisch so wichtigen Grundlage all unserer Gewässer zu errechnen?! Vielleicht käme endlich in Zeiten der Wasserrahmenrichtlinie standorttypisches Gehölz zu der Wertung, die ihm zusteht.

So kennen wir den Anblick unserer Bäche eher - "in den Keller gelegt" - als Abflusskanal eingetieft.

Auch dies ist eher der "gewohnte" Anblick: entbaumter Bach. Das nun nach Beseitigen des standorttypisch lichten Schattens im Maximum wirkende Licht und die fehlende Uferstruktur durch Baumwurzeln erwärmen den Bach, verbreitern ihn, nehmen im die Kraft. - So wird er zum Produzenten von Erosionsboden und zum Ablagerer. Die Wiese versumpft. - Selbstgemachtes Problem: Der Baggereinsatz ist schon hier in Quellnähe vorprogrammiert. Beschwert sich da wer über die Kosten, gar über die aktiv hergestellte ökologische Wüstenei?
O – nass is‘ ’s
Posted in Gewässerschutz on 7. Februar 2011| Leave a Comment »
Binnen zweier Tage, so berichten die Meteorologen, ist die statistische Regenmenge des gesamten Monats Februar über uns gekommen. Da sind wir mal auf die nächsten 3 Wochen gespannt …

Auch der folgende Teil unseres Versickerungssystems, "unser Wald" - hier die Übergangszone, entfaltet jetzt seine Rückhalte- und Versickerungsleistung.
Der Regen lässt nach, das Wasser versickert oder läuft ab.

Na also, kaum lässt der Regen nach, verschwindet der Auffahrt-Einstau Dank guter Versickerungseigenschaften schnell.

In der freien Landschaft - das Rohr wirkt als Drossel, immerhin. Mit planmäßig eingebauten Rückhaltevorrichtungen im System wäre das Hochwasser"problem" eigentlich meist keins.

Typisch: Schnellst-Abfluss durch unnötig harte Gewässerunterhaltung in hingerichteter, subventionierter Agrar-Industrielandschaft.

Viel zu schnell ist das Wasser weg - und wird später fehlen! Langsamerer Abfluss würde die Unterlieger von einem Gutteil ihrer Sorgen vor Überschwemmung befreien.

Die überstrapazierten Böden der Agrar-Industrielandschaft verlieren viel ihrer Eigenschaften. Obwohl im Gewässer gleich nebendran (beachten Sie die Abfall-"Linie" aus Gewässerunterhaltung) bereits Dezimeter Freiraum bestehen und diese Intensivfläche dräniert ist, versickert das Wasser ausgesprochen schlecht. Verdichtung und Bodenstrukturzerstörung sind die Ursachen.

Der Drän-Auslauf zeigt es deutlich: Stoff-Eintrag, wie z.B. gewässerschädliches Eisen aus der Störung des Bodenwasserhaushalts und Eintrag von "Spezialitäten" wie Gülle-Stickstoff aus der übermäßigen Düngerbeschickung. - Meeresschutz in Deutschland!?

Dass das Sandproblem unserer zu Wüsteneien degradierten Bachoberläufe weitgehend hausgemacht ist, sieht man auch hier wieder einmal.
Trocken, erstmal kein Regen mehr! Es zeigt sich sogar die für die nächsten Tage angesagte Sonne.
Rückblick: Reif, rau.
Posted in Der Kampfdackel, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen on 5. Februar 2011| Leave a Comment »
Draussen ist was los. Temperaturen um 10 Grad Celsius, Regen, Sturm. Die erste Sturmflut 2011 ist wohl glimpflich verlaufen, von einigen Schäden einmal abgesehen.
Da ich vorübergehend an kurzer Kette liege, greife ich auf Konserven zurück. Vorigen Sonntag war`s noch kalt und neblig – gute Voraussetzungen für Raureif.

Noch punktweise beeindruckend - Ahorn-Allee an der B 75. Gnadenlose Säger und Nicht-Nachpflanzer lassen diesen Eindruck für kommende Generationen verschwinden. Mit ihm verschwindet auch kühlender Schatten bei sommerlicher Autofahrt.

Einsame raue Struktur vor Mais-Acker - kaum noch Vogelfutter. Wer spricht da ständig von BioDiversität / Lebensvielfalt ?

Verlust von Gewässer- und Wegerandstreifen - wir Steuerzahler finanzieren ungefragt eine ungeheure Naturzerstörung und -belastung. Wer auf das Foto drückt, bekommt die gut lesbare Groß-Version.

Strukturgewinn durch Gülle- und Mistlager? - Der Randstreifen verschwand in den vergangenen 3 Jahren ...
Niedersächsische Gewässerunterhaltung – nicht lernfähig ?
Posted in Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz on 30. Januar 2011| 1 Comment »
Es ist wieder kalt geworden. Eiskunst begleitet unseren Spaziergang ins Naturschutzgebiet Obere Wümmeniederung.
Daneben sind leider die Auswüchse ständig weiter laufender, im Gestrigen verhafteter, harter Gewässerunterhaltung zu sehen, die überhaupt nicht in die Zeit passen:
Es gilt das Ziel „guter ökologischer Gewässerzustand / gutes Potential“ seit 10 Jahren. Die Internationale Wasser-Dekade, die Übereinkommen zur Biologischen Vielfalt, notwendige Anpassung an den Klimawandel – hier im anmoorigen Naturschutzgebiet leicht zu bewerkstelligen – als gäbe es all dieses nicht!

Ca. 2 m unter Gelände fließt dieser Bach im Naturschutzgebiet - und wird doch jedes Jahr weiter von Uferbewuchs befreit und vertieft.

Foto zurück zum Standpunkt des vorigen: Ein Absturz! Er wächst Jahr für Jahr "weiter hoch" durch Vertiefung unterhalb!

Absturz-Detail. Während gemäß fachlicher und rechtlicher Zielsetzung derlei Wanderhindernisse allerorten entfernt werden (müssen), ist die Botschaft - nochmal wiederholt: hier im Naturschutzgebiet Obere Wümme - offenbar nicht angekommen.

Blick vom Absturz aufwärts - schleichend sind hier über die Jahre alle bachbegleitenden Bäume entfernt worden.
Als wäre Niedersachsen ein eigener Stern mit eigenen naturwissenschaftlichen Grundlagen und eigenen Gesetzen!

Thema Bodenschutz, Klimawandel: Das entwässerte Moor blutet aus, der organische Boden "verbrennt" und trägt so erheblich zum Klimawandel bei.

Die Lösung für Bodenschutz und Klimawandel: sofortiger Stopp der harten Gewässerunterhaltung in anmoorigen Gebieten. Fachliche Ausarbeitungen mit Praxisbezug liegen zur Genüge vor.
Pardon, hier ist Fachlichkeit bekannt (seit Jahren steht sie im Gewässerentwicklungsplan!), hier gilt natürlich geltendes Recht – es wird lediglich nicht angewandt.

Zeugen der Vergangenheit: Eine Ahnung der Urbreite dieses Bachs ergibt sich hier an der Überfahrt. Die Breite beträgt die Hälfte im Vergleich zur heutigen kaputt unterhaltenen Strecke - also reichlich Platz, um durch Restaurieren wieder Struktur dort zu schaffen!
Versuche, über „das gute Beispiel“ Veränderungen zu bewirken, zeigen so gut wie keine Wirkung in die richtige Richtung. Da hilft es auch nicht, wenn – wieder vom Steuerzahler finanziert – Fortbildungen laufen und prämiert werden.

Jährliches maschinelles Strukturzerstören im Quellbereich. So lange der Mähkorb nicht aus Quellbereichen und Bachoberläufen verschwindet, werden die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie nicht erreicht, werden notwendige Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel nicht greifen.

Probleme hausgemacht - Uferverletzung, -absturz, Sandtrieb. Die in der Bildfolge oben beschriebene Gewässerbreiten-Verdopplung resultiert in weiter unten mit hohem Kostenaufwand zu baggerndem, dort den Abfluss störenden Boden.
Die teilnehmenden Unterhaltungsverbände machen im Wesentlichen weiter wie bisher – einmal ganz zu schweigen von den nicht teilnehmenden …
So müssen wir wohl – wie in den vielen anderen Fällen – darauf warten, dass die Bußgelderhebung durch Brüssel so sicher kommt wie das Amen in der Kirche.
Wasserverbandstag, erwache!
Da sprechen Politiker und Entscheider allerorten über zu verbessernde Bildung, über fehlende Naturwissenschaftler und Ingenieure. Dabei wird deren Wissen vor Ort doch gar nicht angewandt! – Wohin, Deutschland, bist Du eigentlich gesunken!?
Warnung – legen Sie nie an bei einer Schifffahrtsgesellschaft oder einer Bank, wenn das Wasser bis zum Hals steht!
Posted in Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen on 27. Januar 2011| Leave a Comment »

DAS war ein Hochwasser! (War es das dritte "Jahrhunderthochwasser" innerhalb von 10 Jahren?!) - Der Elbe-Wasserstand sinkt langsam.
Gruß aus Magdeburg.
Übrigens: Fackeln für die Elbe – ein Ereignis steht bevor bzw. hat inzwischen erneut mit guter Beteiligung stattgefunden.

Anfahrt auf Magdeburg - Großflächiger Schnee-Acker mit Acker-Erosion. Alles mit Steuergeld subventioniert.
„Hölzchen und Stöckchen – Bäume am Forellenbach“ war angesagt am 26. Januar. Dank an dieser Stelle allen an der Organisation Beteiligten – das hat Spaß gemacht!

Na, mal ehrlich: so ein Aussenversuchsgelände weckt den Spieltrieb im Menschen. Auch wenn beinharte, mit Sicherheits- und ökologischen Fragen begleitete Aufgaben Ursache für den Einsatz sind.

Sand schiebt sich über vorhandenen Gewässergrund - Simulation in der kleinen wasserbaulichen Versuchsrinne.

Mit steigendem Abfluss entwickelt sich der bewegte Sand zum Sandstrahlgebläse - bekannte Zerstörungsgröße der Lebensgemeinschaften.

Ergebnis der kleinen Versuchsrinne - wie aus der Natur beschrieben und immer nicht geglaubt: Kies kann sich sehr wohl auf Sand schichten.
Ein Vorläufer des Vortrags findet sich auf www.salmonidenfreund.de unter „Downloads“, runter rollen bis Bach-Mann, dort „2009 – Bäume am Forellenbach“.
Hierher, nach Magdeburg, komme ich gern wieder einmal.



















































































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