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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Bei kurzer Zwischen-Episode in Wedel, SH, tutet es im Nebel.

Mal runter in die Marsch radeln – Nonnengänse weiden ruhig zwischen Weidevieh.

Ganz schön neblig hinterm Elbedeich.

Zwar tutet es weiter gelegentlich, aber über der Elbe hat sich der Nebel bereits etwas gelichtet.

Nachmittags, Nonnengänse ziehen über unser Haus.

In der Marsch erinnert mich ein Hase an „die Hase“. Da muss ich hin.

Tags drauf in der S-Bahn Richtung Hamburg-Altona. So bunt und dicht belaubt sehe ich den Feldahorn diesen Herbst sicher kaum wieder.

Irgendwo bei Bremen (?) habe ich den Sonnenuntergang verpasst.

Die Hase, die nach NW Richtung Ems fliesst, hatte mich nach Osnabrück gezogen.

Ein vielfältiges Programm der Tagung Lebendige Bäche und Flüsse erwartete ca. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tags drauf im Kreishaus des Landkreises Osnabrück, innerhalb der Stadtgrenzen Osnabrück.

Wer begrüßt denn da die Besucher des Kreishauses?

Ah ja, so`n Dicker mit gelben Zähnen.

Holzspezialist anscheinend, nicht verwechseln mit dem Nutria.

Daher nochmal vollständig präsentiert, mit „Kelle“, dem Biberschwanz.

Die Tagung war hervorragend organisiert vom Verein zur Revitalisierung der Haseauen e.V. – interessante Diskussionen nach den Vorträgen und in den Pausen.

Bei all dem Sitzen drinnen ist „ein Bisschen Aussen“ ganz schön – Kunst am Kreishaus.

Und sowas wie Natur bzw. Folge von Gesundheitstechnik: auf dem Schild steht „Dornenstein aus dem Gradierwerk Bad Rothenfelde“.

Schnell ist der Tag verflogen. Etwas früher trete ich die Rückreise an.

Das ist aber auch ein verrückter November – es folgt noch eine Vortrags- und Arbeitsreise nach Münster. Später einmal mehr davon.

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Das liest sich kompliziert in der Überschrift. Dabei beschreibt es lediglich, dass mein Aufenthalt in Korbach mit den beschriebenen Erlebnissen an Edersee und -fluss sowie der bunten Radtour den Rahmen setzte für den eigentlichen Auslöser meiner Reise. Der war die Einladung der Regionalgeschäftsstelle Süd im Verband Hessischer Fischer, organisiert zusammen mit der Regionalgeschäftsstelle Nord, die einluden nach Alsfeld-Eudorf. Ein interessantes Programm ( Herbstseminar 2018 ) begleitete meinen Vortrag mit dem launigen Titel „Strukturverbesserung an Bächen und kleinen Flüssen – Ein Nordhesse im norddeutschen Tiefland berichtet aus seiner Biologen-Erfahrung.“. Wer dazu Inhaltliches kennenlernen möchte, findet Detail-Inhalte hier bei geschickter Suche im Blog, vor allem aber auf meiner Homepage Salmonidenfreund.

Aber erstmal musste ich hinkommen. Das wurde schlank mit familiärem Leih-Pkw ermöglicht (Dank und Gruß!).

Sonnenaufgang in Korbach, das sieht vielversprechend aus.

Wasser in Oberflächenspannung auf dem Terrassentisch? – Ja, aber in EIS-Form.

Also: vorsichtig bzw. noch aufmerksamer fahren als ohnehin!

Nebel in den Tälern.

Die Sonne kommt durch.

Subventions-Agrarsteppe auch auf dieser Strecke – am Ende des vorigen Artikels habe ich dazu etwas gewünscht.

Kurz vor Alsfeld-Eudorf, weite Talaue der Schwalm.

Das Veranstaltungslokal „Zur Schmiede“.

Erstmal gucke ich mir den Dorfbach an.

„An der Welzbach“ – über solchen Sprachgebrauch war ich im vorigen Artikel bereits gestolpert.

Wobei mir der Sprachgebrauch ganz geläufig ist, komme ich doch aus Korbach „An der Kuhbach“ (Ja, es gibt solch Straßenbezeichnung tatsächlich).

Bachschicksal in Beton.

Hier wäre anderes zu wünschen, der Welzbach hat gutes Gefälle.

Der Weg Richtung Mündung in die Schwalm ist kurz – ein Rohr zum Schluss.

Da hat jemand dem Welzbach einen Sekt (wohl nur das Leergut) gegönnt.

Die Schwalm, aufwärts der Brücke leicht eingestaut.

Aber ab der Brücke ganz vielversprechend, turbulent mit Wasserstern.

So ein kleines Bisschen variabel sieht der Welzbach kurz vor der Mündung immerhin aus.

Ich habe noch Zeit, möchte den Dorfbach weiter aufwärts kennen lernen.

Eine Einheimische beobachtet mich aufmerksam.

Im Detail zwischen Beton zeigt sich Kiesgrund, Blätter halten sich kurz, bevor sie weiter driften.

Ein wenig Variabilität im Beton-Korsett.

Grüne Ministrukturen.

Und wieder eine Kies-Partie und Blätter.

Sortierung durch Wasser – „saubere“ Eichel-Lage auf Kiesgrund kurz vor Dorfende.

Bachauf vom Ortsrand kommt der Welzbach kurz als Wiesenbach, weiter oben darf er naturnaher Waldbach sein.

Das wäre ein schicker Forellenlaichbach, wäre da nicht der Beton …

Nun aber fix zum Veranstaltungsort.

Vor dem Queren der B 254 noch ein Blick unter die Brücke. Ja, der Welzbach würde Verbesserungen danken.

Begeistert höre ich die anderen Vorträge über Tauchen und Naturschutz, die Einschätzung von bakteriellen Themen am Wasser sowie über aktuelle Gewässerschäden aus Sicht des Verbandsjuristen.

Nicht weit entfernt, im Einzugsgebiet der Nidda, waren derweil fleissige Kräfte dabei, Kies und Strömungslenker in die Wetter einzubauen. Sehr lobenswert!

Die Rückfahrt durch die hessische Landschaft gelang. Der Abend endet in Korbach, farbig, wie der Morgen begann.

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Im Juni (Beitrag vom 24.06.2018) hatte ich bereits einen Sommereindruck von einer Radtour auf ehemaliger Bahntrasse vermittelt. Kaltes Frühjahr prägte meinen Ersteindruck 2012. Nun folgt der Herbst-Aspekt 2018.

Morgendlicher Blick von der Höhe hinunter auf Korbach – der Tag beginnt vielversprechend.

Früh morgens steige ich ein – wie aus dem Internet gelernt, am „Radknoten Korbach“, Start zum „Am Edersee Bahn Radweg“.

Eine Busladung Inline-Skater packt gerade die Utensilien aus.

Die Sonne lacht, aufgrund noch flachen Sonnenstandes ist der Radweg oft noch beschattet, Vorsicht, feucht, teils mit Blättern.

Licht am Ende des ersten Tunnels.

Die Industrie-Agrarsteppe Meineringhausen – Strothe.

Ein Vogelschwarm stiebt auf, von der Richtung her noch unentschlossen.

Beim Radeln hatte ich den Schwarm ganz klar als „Staren-“ angesprochen. Beim Betrachten der weissen Unterflügel auf dem Foto kamen mir dann Zweifel. Letztlich scheint es sich aber um eine erhebliche Reflektion des flach stehenden Morgenlichts zu handeln – also wohl tatsächlich Stare (mir fällt nichts Besseres ein, andere Tipps nehme ich gern entgegen).

Etwas weiter ein im Baumwipfel sitzenbleibender Schwarm.

In der Industrie-Agrarsteppe hinter Meineringhausen stehen am kleinen Bach man gerade ein paar alte Weiden. Fast muss man sich wundern. Standorttypischer Erlenaufwuchs jedenfalls wird nicht geduldet.

Der bereits in früheren Beiträgen gezeigte Rest-(oder Vorführ-?)Baum in der Agrarsteppe Strothe-Höringhausen.

Das unmittelbare Umfeld des Radwegs ist gegenüber der „freien Landschaft“ abwechslungsreich mit Bäumen, Sträuchern, Stauden gesäumt – hier ein fast waldiger Abschnitt hinter Höringhausen.

Viadukt-Querung, eine der vielen Gestaltungsformen, die es zu queren, ggf. zu bewundern gilt.

Hinter mir höre ich in bisheriger Stille zunächst fremdartig wirkende Geräusche. – Ah, die Inline-Skater nahen …

An mehreren Stellen wird – gut erkennbar – der Radweg unterbrochen. Hier heisst es aufpassen, besonders zu „rush hour“-Zeiten!

Die Geräusche hinter mir kamen zunehmend näher. Es handelte sich um den Ehrgeizigsten, allein. Während ich mich in das Zwischen-Ende des Radwegs, Vorfahrtstraße beobachtend, einfädele, versucht der Skater, mich im Engpass zu überholen. – Darauf muss man erstmal kommen. Nachdem das misslingt (kein Platz, ich bin schon drin!), erneuter Beschleunigungsversuch auf der Straße.

Hallo, blinder Vogel! Gegenüber steht die gleiche Sicherheitssperre!

Er will offenbar daran zerschellen, kann nicht einfädeln, rattert fast nebendran in den Graben … – Ich nehme mir vor, nach einem Betreuer / Verantwortlichen zu fragen, wenn der Pulk der Skater eintrifft.

Ich pausiere hinter Höringhausen auf einer freien Höhe. Einzig eine linienartige Baumstruktur belebt die Industrie-Agrarsteppe.

Hier treffen / passieren mich dann weitere Skater. Der Betreuer der Gruppe ist freundlich ansprechbar und bestätigt, dass sich – wie generell im täglichen Leben – die Menschen unterscheiden. Manch einer ist halt weniger auf Hinweise erpicht – wir sind einig, dass der Vor-Skater bei gleichartig weiterem Verhalten in 2 Jahren nach Führerscheinbezug möglicherweise „von einem Baum, der in seinen Fahrweg tritt“ aufgehalten werden wird. Detailliertere Tagesschilderungen des Betreuers erspare ich mir an dieser Stelle. –  Schlimme Sache, das.

Freundlich grüßend, teils Infos austauschend, ziehen die anderen Skater nach und nach vorbei.

Licht und Schatten – ich nähere mich dem Viadukt Selbach.

Dahinter: Rast- und Info-Platz Selbach.

Vorbei geht`s am ehemaligen Bahnhof Netze. Hier habe ich bei früheren Touren gewendet. Heute gebe ich mir noch ein Bisschen mehr Zeit – die weitere Strecke erkunden.

Talwärts Richtung Buhlen.

At the crossroads – Waldeck / Schloss Waldeck nahe bei, in den vorigen Beiträgen „von der anderen Seite“ zu finden.

Die Info-Karte zeigt eine regionale Besonderheit: „In der Bach“, wir befinden uns in einem sprachlichen Grenzgebiet.

Astern und Brombeeren leuchten in der Morgensonne.

Baumwachstum, Flechten, eine sich sonnende Fliege.

Wie schön, dass ich familiär ein E-Bike ausleihen kann. Aus schwachem Lüftchen gegenan werde ich auf der Rückfahrt später feststellen, dass mir vor Korbach steifer, fast eisiger Wind entgegensteht.

Ich kehre um – es geht bergan, vorbei an bunter Busch-Baum-Vegetation mit Herbstlaub und Früchten.

Von der Höhe Netze erblicke ich am Horizont Waldeck und Schloss Waldeck (dahinter, im Tale, liegt der Edersee).

Agrarlandschaft Netze – einzig die Straßenbaumallee verbindet grüne Lebensräume.

Nachdem ich Korbach-nah solch eine Beton-Großstruktur in der Landschaft (dort, stadtnah) für ein technisches Regenrückhaltebecken gehalten hatte, weiss ich es nun besser: Da steht eine riesige Gülleaufbewahrungskapazität (angeheiratete Agrarverwandschaft sagt: die stinkt!). – Ich hätte erwartet, dass solch Neubau mit Abdeckung, ggf. Luftfilter nicht zuletzt zum Rückhalt der Nährstoffe, errichtet würde.

Relikte der Bahn-Historie. Ich steige aus dem Radweg aus.

Hier, im ehemaligen Bahnhof Netze, jetzt „Pfannkuchenhaus“, lässt es sich trefflich rasten, essen und trinken.

So sieht z.B. eine der vielen Pfannkuchen-Kreationen aus. Neben solch eher süssen Varianten gibt es eine riesige Bandbreite bis hin zu spannend scharfen. Dem Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.

Und so sieht der Pfannkuchen dann bei „Halbzeit“ aus – präpariert von einem LowCarb-Esser.

Sinniges – Waldeck und Schloss Waldeck, im Vordergrund ein zum gezeigten Gülle-Reservoir passendes Klein-Transportgerät.

Essen und Trinken waren lecker – es geht, noch ohne (Gegen-)Wind Richtung Korbach.

Zur Sicherheit sind an Steilpartien, vor allem bei Brückenpassagen, seitlich Einfädel- / Schutzbauten angebracht. Bei guter Aussicht seitwärts würde sonst manche(r) leicht den Hang erwischen …

Höringhausen – Strothe.

Bunte Farben, „saubere“ Landschaft.

Am Radweg: unter anderem Schlehen.

Rastplatz Melm – den Doppelbaum hat sich noch niemand abzusägen getraut, scheint mir.

Der Tunnel vor Korbach – früher radelte man „ganz oben“ quer, eine lange Steigung vorher überwindend. Der Radweg ist wirklich schöner!

Die Zielgerade ist nah.

Wo Schlehen nicht so Wind und Wetter ausgesetzt sind, stehen die Büsche noch voll Beeren. Wacholderdrosselschwärme und viele Vogelarten mehr warten auf beginnende Süße nach Frösten auch hier.

Blau-Rot-Gelb kurz vor dem Ende der Tour – Bunt bleibt mir die Strecke in Erinnerung.

Insekten- und Vogelarmut? Der Eindruck meiner Radtour zeigt, was fehlt. Vielfältige, blüten- und früchtereiche Vegetation in der Fläche. Die Zeit ist überreif, falsche Agrar-Subvention endlich mit notwendigen Rahmenbedingungen zu versehen, ggf. zu stoppen, „Landraub“ rückgängig zu machen und Feld- und Gewässerrandstreifen wieder einzufordern. Landschaft und Gärten müssen wieder lebensfreundlich werden. Wem Information fehlt – qualifizierte Information gibt es genug.

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Das Auto ist geparkt, ich gehe Richtung Seeuferrand.

Hier ist der See schon lange nicht mehr, die freie Flussaue ist dicht mit Stauden und Gräsern bewachsen.

Wer diese großflächigen Rauschen sieht und hört, kann verstehen, dass die Eder früher der Hauptlaichfluss des Weser-Lachses war.

Weiter abwärts: die Aseler Brücke, Teil des Edersee-Atlantis. Weisse Punkte = Schwanenboot und Höckerschwäne.

Steil bin ich runter gekraxelt, hier muss ich später auch wieder rauf.

Was für ein Fluss, was für eine Herbstlandschaft.

Landschaft im Farbenspiel, mit 2 Höckerschwänen.

Den Höckerschwänen gefallen die Pool-Strecken dieses Jahr besonders gut. Durch die intensive Lichteinstrahlung und die auf weiten Strecken frei gewaschene Flusssohle haben sich dichte Bestände an Wasserpflanzen gebildet. Die dienen nun als willkommene Nahrung in der Herbst-/Winterzeit.

Kamille setzt weiss-gelbe Tupfer ins ansonsten flächige Rot-Gelb-Grün.

Jungpflanzen im unmittelbaren Uferbereich.

Eine Schmetterlingsraupe – muss noch nachschlagen, ob ich sie erkennen / benennen kann.

P.S: Es handelt sich wohl um die Meldeneule – und zwar in zweiter unvollständiger Generation. In diesem Fall gilt wohl „Pech gehabt“, mit Verpuppen zur Überwinterung im Boden ist dann Schluss. Das Ansteigen des Sees wird zum Ertrinken führen. Vielleicht buddelt ein Brassen die Puppe aus und freut sich.

Kaum zu glauben, aber: ich angele tatsächlich! Der Spinner-Drilling scheint mit unzulässigen Ködern ergänzt: Algen für Veganer, rote Zuckmückenlarven für Fleischfresser.

Im Ernst: Algen und rote Zuckmückenlarve (mehrmals hintereinander) habe ich beim Spinnen „gefangen“.

Der eine und andere kleine Hecht greift sich meinen großen Spinner. Etliche folgen ihm bis nahe ans Ufer.

Ein etwa gleich großer wie 2017 kommt nicht an Land – solch Exemplar von 65-70 cm attackiert zweimal … wohl das Stahlvorfach statt den Spinner … – Glück gehabt, Fisch. Vielleicht sehen wir uns nächstes Jahr wieder.

Kleine Gruppen Gänsesäger flogen vorbei, später kommen etliche Schwärme mit bis zu über 100 Kranichen über das Edertal.

Da will ich die Natur Richtung Abend nicht länger stören. Den Steilhang habe ich gut erklommen, zum Auto ist es nicht mehr weit.

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Das Auto steht querab Baumkronenweg. Ich gehe westwärts den Uferrandweg Richtung Hopfenberge.

Bunte Pflanzensukzession direkt unterhalb Vollstauzone. Früh fiel dieser Bereich 2018 trocken – vor der großen Trockenheit, daher dicht bewachsen.

Das sieht tiefer, hier voraus am Steilhang des Hammerbergs, ganz anders aus.

Auch der Blick zurück nach einer Weile Weges zeigt für flache Uferbereiche den fehlenden Bewuchs – da war halt kein Wasser zum Wachsen, auch „von oben“ nicht.

Blick voraus, hinüber: Schloss Waldeck und die weisse Ederflotte.

Blick nach unten – oha! – zu viel Phosphor im Wasser (nach Abwasserreinigung heutzutage meist aus unangepasster Landwirtschaft) liess Blaualgen üppig wuchern!

Die Blaualgen sind in der Lage, sich den ggf. „fehlenden“ Stickstoff aus der Gasform zunutze zu machen. Die aufgeschwommene Farben-ähnliche Schicht kommt unter anderem dann zustande, wenn kühle Nächte wärmere Tage ablösen. Aus dichten Konzentrationen Blaualgen im durchlichteten Seevolumen wird eine eklige blaugrüne Schwimmschicht – nicht schön für Wassergetier und Badegäste.

Blick zurück kurz vor dem Ziel, den Hopfenbergen – ganz schönes Stück Weg abgewandert.

Blick vom Ende des Hammerbergs über die frei gefallenen Hopfenberge – Anglerboote liegen über dem Eder-Flussbett.

Blick nach rechts – die Sperrmauer, selten so frei zu sehen.

Ich begehe den ersten Hopfenberg – illustrer Blick über schräg gestellten Meeresgrund mit Steilufer auf Schloss Waldeck.

Wackerstein-Lagen, vergängliche Historie.

Zwei am Ufer rastende Kormorane vollführen einen Schnellstart.

Am „Ende“ der Hopfenberge, Blick über den Restsee auf das Waldecker Ufer mit kleiner Bucht.

Hier fällt „die Stukenkante“ steil auf Höhe des Flussbetts ab, alte Baumstubben.

Wie Urviecher sehen manche Baumstubben aus.

Ein vielbeiniger Tänzer (?!).

Diese Baumstubben zeigen uns noch heute, nach mehr als 100 Jahren „Unterwasserleben“ mit gelegentlichem Auftauchen, welch Erosionsschutz Bäume mit ihren Wurzeln darstellen. Auch beeindruckt die konservierende Wirkung des langen Unterwasserdaseins.

Ich habe die Hopfenberge auf Wasser-Niveau umrundet. Ins Blickfeld kommen wieder die Ausflugschiffe – und die windgesteuerte Blaualgenschwimmschicht.

Ich quere das Plateau des 2. Hopfenbergs, Rückweg.

Jetzt, wo der Sonnendruck nach 6 Monaten Trockenheit nachlässt, kann weisses und rotes Polygonum doch noch seinen Besiedlungswillen dokumentieren.

Fast am Uferrandweg – die ehemalige Durchfahrt zur Stollenmühle.

Da kann man gut durchgucken.

„A long, winding road“ liegt vor mir – ich habe es so gewollt.

Nationalpark Kellerwald – Urwald wird ahnbar.

Ich nähere mich meinem Ausgangspunkt – Farbenpracht von Wald und Ufervegetation.

Unten am Wasser ist eine kleine Halbinsel schwarz besetzt.

Auch die jetzige Ruhe auf Bootsanlegern wird geschätzt.

2 von 6 Kolkraben – die haben mich mit ihrem munteren Neck-Spiel inklusive tonreicher „Schnackerei“ eine Zeitlang gefesselt.

Ich fahre zurück – will über Herzhausen wieder ans Südufer, noch ein Bisschen im Fluss angeln. (Ja, auf der dargestellten Wanderung habe ich meiner zusammengesteckten alten Angelrute mal wieder den Edersee gezeigt, zur Begeisterung der unbehelligten Fische und auf den Hopfenbergen und am Kellerwald angetroffener Wanderer und Radler. „Angeln Sie gar nicht?!“  🙂  )

Bei Herzhausen stecken Reste der dichten Nebellage immer noch in Einzeltälern von Nebenbächen.

Demnächst gibt`s noch einen Beitrag zur herbstlichen, seit Langem frei gefallenen Eder.

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Verabredet mit Schülerinnen und Schülern des Ludwig-Meyn-Gymnasiums treffe ich am Ohrtbrooksgraben ein. Sie sind gut vorbereitet von zwei Lehrerinnen, die durch die Wassercamps im Wildpark Eekholt (vgl. Berichte dazu hier im Blog) bereits praktische Erfahrungen mit Planung, Organisation und Durchführung solcher Bachaktionstage haben.

Die Gruppe bespricht die vorgesehenen Arbeiten – 14 t Kies liegen an 3 Stellen bereit, aufgeteilt durch Radladereinsatz.

Den Bereich unmittelbar bachab Kleine Twiete lassen wir unberührt. Die Stadt Tornesch beabsichtigt, die nicht mehr sichere Überfahrt neu zu bauen.

Alle greifen zu Harke und Schaufel.

Eifrig wird der Kies unter Anleitung geschaufelt und geharkt.

Pause an Pos 3, allerhand ist erreicht.

Pos 1 zur Pause, zufliessendes Wasser läuft konzentriert entlang des Prallhangs.

Blick zur Pause aus Pos 1 auf 2 und 3.

Die Gruppe stärkt sich auf der Kleinen Twiete.

Pause vorbei – Platsch ! ! !

Den Schülerinnen und Schülern entging nicht eine Menge Müll im Bach und angrenzenden Wäldchen. Was für eine Ferkelei – als ob dort jemand wohnte …

Der Umweltbeauftragte der Stadt Tornesch organisierte, dass der Müll sofort abgeholt wurde.

Herzlichen Dank dafür! Hätten wir den Müll gesammelt stehen lassen, wäre er – leider eine Allerweltserfahrung – schnellstens wieder auf Bach und Wäldchen verteilt worden. Gut gegangen!

Position 3 ist fertig. Bachab warten weitere Strecken …

Die Rauschen an Pos 1 und 2 sind ebenfalls fertig – schöne turbulente Strömungsbilder.

Im Bereich der Überfahrt wird noch die Besiedlung mit Wirbellosen untersucht. Richtung Frühjahr werden wir prüfen, ob der Kies bereits belebt ist.

Am Schluss guckt sogar die Sonne aus Wolken und Hochnebel – das Fliessbild wird aufgehellt.

Presse-Gespräch – tue Gutes und rede darüber.

Wenn alle Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden sind, setzen wir diese Arbeit bachab gern fort.

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Im Beitrag vom 7. Oktober ist die Situation Ohrtbrooksgraben, Pinnau-Einzugsgebiet, sowie die Abstimmung zum Bekiesen dargestellt. Bevor die Schülerinnen und Schüler des Ludwig-Meyn-Gymnasium Uetersen Feinarbeiten starten, wurde der Kies vom Flächennutzer angeliefert. Die sollen als Vorarbeit an 3 Positionen in die Böschung geschüttet werden.

14 t Kies liegen bereit.

Gut, wenn erfahrene Partner mit geeignetem Gerät kooperieren.

Pos 1 vorher.

Pos 1 nach 2 Schüttungen, die verschwinden wie Nichts in der Böschung.

Pos 1, fertig.

An Pos 1 liegt ein gutes Depot – das wird teils zur anderen Seite geschaufelt, teils als Sohlgleite angelegt.

Der Kies an Pos 2.

Mit Schütten, hier auch mit Schieben bringt der Radlader den Kies in den Bach.

Start an Pos 2.

Pos 2, Schütten von der Böschungsoberkante.

Pos 2, Schieben.

Blick bachauf von Pos 3.

Blick bachab auf Pos 3. Einengung drückt die Strömung auf einen gerutschten Baumstubben – leichter Eingriff noch nötig.

Ein Schwarm ziehender Gänse lockert die Arbeit auf.

Blick bachauf von Pos 3. Die Seitenerosionsminderung werden die Schüler demnächst vornehmen.

Um den Druck auf den gekippten Baumstubben zu mindern, lege ich einen kleinen Strömungslenker an.

So kann das erstmal bleiben, wird beobachtet.

Zum Abschluss stehen noch kleine Nebenarbeiten an.

Das Rohr an der Überfahrt kleine Twiete ist mit Totholz verlegt.

Das Totholz ist nun zur Seite gezogen.

Der Abfluss an der Überfahrt ist wieder frei. Das Bruchstück Kunststoffrohr wird aus dem Bach entfernt und am Ufer gelagert.

Dazu kommen noch ein ca. 0,5 m² Schaumstoff und ca. 2 m² Teppichboden (??) – schon merkwürdig, was der Mensch so alles in die Natur schmeisst.

Zur Schülerarbeit wird auch das Freiharken der Lagerfläche vom Kies gehören.

Mehr zur Örtlichkeit folgt demnächst, wenn die Feinarbeiten erledigt sind.

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Nun geht es also doch jahreszeitlich voran, auch wenn letztes Hochsommeraufflackern von den Tagestemperaturen her anderes zu zeigen scheint. Ab Ende nächster Woche soll es dauerregnen – wissen wir noch, wie das geht? Dringend nötig ist es ja, wie die Beiträge hier im Blog zu den Gewässerlebensräumen zeigen. Wer sprach da früher immer von Wasserüberschussland?! Lobby-Interessenten. Durfte man kaum sagen … – Dieses Jahr haben wir gesehen, wie schnell es andersrum gehen kann.

Weil das „oben“ mancher nicht wahr haben wollte, sehen wir, wie schnell es gehen kann, auch gerade an den aktuellen Politik-Umfragen (in den Ländern und im Bund). Liebe Leute, besinnt euch wieder, Notwendiges auf Grundlage von Wissen zu erledigen. Das Wissen ist seit Jahrzehnten hinreichend vorhanden. Die Konsequenz, mit der wir uns aus den „Abwasserjahrzehnten“ befreit haben, fehlt anderswo allerorten nach wie vor.

So ging und geht das Jahr. Der Herbst ist da.

Auf der Geestkante – das Rot von Kirschen und das Rot-Orange von Felsenbirnen wechselt inzwischen vom Luft- zum Bodenleben.

In der Marsch – Kopfweide mit Weissdorn (die rot-grüne Kugel, die aus dem hohlen Weidenstamm über Wasser wächst).

Vor dem Deich zur Elbe – wechselnde Röhrichtfarben (Schilf, Rohrkolben, Binsen) und aufwachsender Weidenauwald.

Mündung Wedeler Au vor Sperrwerk – man könnte meinen, HAM 316 wäre blau.

Da ist neben der Fahrrinne ein permanent zu baggernder „Schlickfang Wedel“ in einem Flussgleithang übertieft worden, vernichtete ein weiteres, für das Jungfischaufkommen der Elbe wichtiges Flachwassergebiet. Der Fluss tut, was er muss am Gleithang, füllt das Teil auf. Das freut die Baggerunternehmen, trifft den Steuerzahler hart.

Bunter Spitzahorn am Yachthafen.

Mehr zum herbstlichen Yachthafen in einem folgenden Beitrag.

Graugänse ruhen, hier mal im Windschatten.

Auf dem Rückweg, vor Einbiegen zur Wedeler Badebucht – zweistämmiger Spitzahorn erfreut mit Doppelleben. Der eine früh rot, der andere erstmal noch grün. Weidenauwaldreste.

Was ist mit den Nonnengänsen (voriges Jahr berichtete ich bereits am Tag der Deutschen Einheit über ihr Erscheinen)? Auf Flächen sehen wir sie zumindest noch nicht, meinen sie aber nachts mindestens in kleinen Gruppen beim Überfliegen Wedels gehört zu haben. Vermutlich äsen sie tagsüber im Hinterland, kehren zur Übernachtung auf die Elbe zurück.

P.S., tags drauf:

Blick über`n Deich bei Fährmannssand: da sitzen nun die ersten paar hundert Nonnengänse.

Zufällig erwischt: 10er-Formation Nonnengänse über dem Schulauer Hafen.

Mit diesen in kleineren Gruppen sitzenden und fliegenden Hundertern vor Ort dürfen wir sicher bald die „restlichen“ 13-Tausend plus X hier erwarten.

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Über erstes Restaurieren im Pinnau-Einzugsgebiet am Bilsbek, anstehend am Ohrtbrooksgraben sowie mit Schwerpunkt an der Mühlenau in Bönningstedt, Rellingen und Pinneberg wird hier im Blog fortlaufend berichtet.

Das Extremjahr 2018 mit seinem gefühlten Sommer von April bis Oktober und ultrageringen Niederschlägen zeigt, dass das Mühlenau-System dauerhaft Wasser vom „Nebenbach“ Moorbek, von Norderstedt aus, bezieht. So ähnlich wie die Elbe als kleinerer Nebenfluss statt der Moldau den Flussnamen gegeben hat, verhält es sich hier im Kleinen also auch mit der (zur Zeit trockenen oberen) Mühlenau.

Trotz Besingens von Quellen und Bächen in Deutschland werden die Oberläufe unserer Fliessgewässer im täglichen Leben eher gering geschätzt. Auch die staatlichen Programme im Gewässerschutz setzen mit ihren Prioritäten anderswo an. Da ist es um so beachtenswerter, wenn sich jemand den quellnahen Bächen widmet und sie wieder in die hoch produktive Kinderstube der bachab liegenden Strecken versetzt.

Der NABU Hamburg hat hierin langjährige Erfahrung. Das Pinnau-Einzugsgebiet profitiert insofern davon, als NABU-Gruppen Hamburg-naher Städte aus historischer Entwicklung zu diesem Landesverband gehören. Die Bachaktionstage können also auch hier stattfinden – so geschehen kürzlich in Norderstedt. Die Moorbek „entspringt“ mitten in der Stadt, läuft durch den von Bürgerinnen und Bürgern sehr geschätzten Moorbekpark Richtung Mühlenau – Pinnau Geest-abwärts.

Wir betreten den Moorbekpark durch einen der vielen Zugänge.

So vielgestaltig sieht das Bachbett der Moorbek nun nach Aktion von über 40 Aktiven mit Kies, Stein und Holz inzwischen aus.

Ende des ersten Bachaktionstags – bachab wird der nächste ansetzen.

Richtung Forst Styhagen bietet sich noch ein trostloses Bild, besonders ins Auge fallend angesichts der 2018er Niedrigstwasserführung.

Unstrukturiertes, überbreites Niedrigwasserbett, dominiert von Erosions-Sand. Leblos.

Angesichts umgebender Nutzung ultratief und überbreit vom Menschen in die Landschaft eingeschnittenes Gewässerprofil. Hochwasser tobt sich hier im Bett aus.

Wer Augen hat zu Sehen … – aus der umgebenden Moräne wäscht die Moorbek Kies aus.

Solange nicht neuer Erosionssand kommt, „konzentriert“ der Bach den Kies durch Sandabtransport – hier herrscht der Gewässertyp „Kiesbach“, immer noch oft genug nicht verstanden.

Niedrigstwasserführung querab Forst Styhagen – „Alles fliesst“, auch wenn`s wenig ist.

Gegen solcherlei Wüsteneien lässt sich etwas tun, wie die Gewässerschutzbeiträge hier im Blog zeigen.

Niedrigstwasser Mühlenau Rabenhorst – wie gut, dass wir hier schon Kiesstrukturen wieder hergestellt haben.

Und es wird weiter gehen.

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Bunter Herbst – Anfahrt von Wedel aus.

Der Ohrtbrooksgraben ist ein kleiner Bach, der durch Tornesch und Uetersen Richtung Pinnau fliesst. Unter anderem aufgrund der Wasserspeisung aus der Liether Kalkgrube führt er auch in Trockenzeiten Wasser, obwohl Regenrückhaltebecken im Sommer eifrig sein Wasser aufwärmen und verdunsten (vielleicht ändert sich diese Temperaturstörung und Durchgängigkeitsunterbrechung ja einmal mit Neuplanung der Becken und dann freiem Fliessen des Bachs). Bachab erreicht er die Pinnau und stellt für Wanderorganismen von der Elbe aus den ersten potentiellen Laich- und Aufwuchsbach dar. Daher wollen wir einen ersten Test wagen, haben ihn wie üblich mit Grundeigentümern, Wasserverband und Wasserbehörde abgestimmt. Der Grundeigentümer wird den Kies in die Böschung schütten, Schülerinnen und Schüler des Ludwig-Meyn-Gymnasiums werden dann erosionsschützende und lebensraumverbessernde Feinarbeiten sowie Gewässeruntersuchungen durchführen.

Blick bachab durch den Durchlass Kleine Twiete.

Im Gegensatz zu anderen Aktionen werden wir das Umfeld des Durchlasses nicht bekiesen. Für das Bauwerk wird gerade eine Erneuerung geprüft.

Teststrecke bachab.

Haupteinbringort, beide Uferseiten – Schütten am Westufer vorgesehen, Schaufeln eines Teils rüber in die Ostuferböschung.

Teststrecke, Blick bachauf.

Anfang November folgen Fotos von der Aktion. Die Besiedlung des Kieses wird in der Folge untersucht – mal sehen, ob sich schon diesen Winter oder dann im Frühjahr 2019 Kieslaicher einfinden. Auf jeden Fall werden standorttypische Wirbellose den neuen Lebensraum schnell besiedeln.

Im Abgang, Kleine Twiete: Rot! Kirschbaum oder verwilderte Felsenbirne (dafür eigentlich zu hoch)?

Näheres Betrachten: Es handelt sich um eine im Windschatten von Eiche und Schwarzerle sehr groß gewordene Eberesche / Vogelbeere, die mangels Störungen noch fast alle ihre bunten Blätter hat. Das Umfeld ist ein Beispiel für Baumvielfalt auf kleinem Raum mit Weissdorn und Holunder im Untergeschoss. Hornissen patroullieren eifrig und suchen nach Beute.

Demnächst mehr zum Ohrtbrooksgraben, sobald der Kies angeliefert ist.

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