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Archive for the ‘Elbe-Einzugsgebiet’ Category

Die schönen Bilder täuschen – gestern pfiff ein ordentlicher Wind, die noch einstellige Temperatur fühlte sich im Wind wie nahe Null an. Im Windschatten dagegen … – die Natur reagiert.

Weiter Blick über die Wedeler Marsch.

Flächenhaft wurden zum Wiesenbrüterschutz Rauigkeiten entfernt – Reet, Büsche, Bäume. Wer`s gut findet …

Die noch recht jungen Wasserflächen sind bordvoll. Ein Schwan, selten allein – wo ist der zweite?

Marsch vor der Geestkante – der Schwan schwimmt auf die überschwemmte Wiese.

Da haben sich zwei gefunden.

Auch die Vegetation nahebei zeigt Frühlingsgefühle. Erstes voluminöses Blühen – schön hier, im Windschatten.

Da guckt auch gleich der Erl-König gar nicht mehr so grimmig. (Pardon, das ist natürlich eine KopfWeide.)

Das gehört auch zur Marsch – Weiden und andere Bäume auf flachen Linsen ehemaliger Sanddünen.

Ein paar Charakterbäume früherer Nutzungen.

Auf der Elbe, hinterm Hauptdeich, nachmittags, naht ONE COMMUNITY, ein ContainerFrachter, 320 x 46 m, 12,8 m Tiefgang – kein ganz großer.

Auf den Deich geklettert – binnendeichs hat irgendwer / -was Abertausende Nonnengänse aufgeschreckt. – Anschliessend werden sie um so eifriger Gras fressen …

Auf der Elbe naht Glovis Courage, ein roll-on-roll-off Frachter, 200 x 32 m. Zu dem folgt später noch Text, eine mysteriöse Sache.

Über mir fetzt deichparallel ein Wolkenband gen SüdOsten.

Vor dem Deich Tidehochwasser – Strömungs- / Wind-Studie an überströmter Buhne – dahinter das Fahrwasser und niedersächsischer Horizont.

ONE COMMUNITY hat die Lühe-Mündung passiert, Stader Geest mit Windkraftanlagen im Hintergrund.

Im Gegenlicht.

Durchsichtig – das Schiff ist halb leer.

Auf dem Hauptdeich am Sperrwerk Wedel, Blick Richtung Stadt.

Im Detail.

Glovis Courage muss ganz schön gejagt sein, dass das Schiff bereits vor der Mündung der Wedeler Au zu sehen ist.

Die ONE COMMUNITY passiert man gerade den Wedeler Yachthafen.

Als ich zu Hause später das roll-on-roll-off-Schiff auf marinetraffic suche … – ist es nicht zu finden! Ein Geisterschiff ?! – Heute Morgen nun zeigt die Funktion „Past Track“ an, dass offensichtlich eine Probefahrt in die Nordsee stattfand mit Wenden – und dann angezeigt linear „über Land“ bis in den Kern des Hamburger Hafens – eine nicht in der Geschwindigkeit überprüfbare Fahrt. Heute nun Ausfahrt gen See (oder noch ´ne Probefahrt?). Was wohl die Wasserschutzpolizei, oder wer sowas überwacht dazu sagt?

Etwas weiter auf der Deichkrone gerollert … – Postkartenposition.

Die Postkarte – Blick über die, Tidehochwasser, proppevolle Wedeler Au / Wedeler Binnenelbe auf Wedel.

Ein kläglicher Auwaldrest hinterm Deich, nördlich des Schulauer Hafens, zunehmend leuchtend, frühlingsbewegt.

Sprung zeitlich zurück, örtlich etwas gen Süden.

SuperGuppy über dem Schornstein von Cosco Shipping Aries, 400 x 59 m, 11,4 m Tiefgang.

Im Morgenlicht – der ContainerRiese mit 400 m Länge auf dem Weg gen Nordsee.

Es folgte Frederik, ein kleiner ContainerFrachter, 154 x 24 m.

Nachmittagsfahrt heimwärts, erste Schafe binnendeichs querab zur Wedeler Au.

Silbern steht das Schilfröhricht im Gegenlicht.

Bei Variation des Betrachtungs- / Foto-Winkels kann der Eindruck auch goldig-golden erscheinen.

Möge der Frühling kommen.

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Über das Bekiesen zweier vorerst erhalten bleibender Abstürze an der Moorbek habe ich hier im Blog berichtet. Von der dortigen Gefällesituation aus sind Kiese gut bachab transportierbar, weiterer Kies wird nach und nach eine dynamische Entwicklung der Moorbek fördern.

Weiterhin sind lange Strecken auch dieses Bachs entsprechend den in Ausbauplänen realisierten Vorstellungen der 1960er Jahre umgeformt. Es bleibt viel zu tun, um den von Natur aus bestehenden Reichtum einer Bachlandschaft zurückzugewinnen – Ziel unseres Wasserrechts seit Dezember 1977, konkretisiert durch die Wasserrahmenrichtlinie, in Kraft seit 2000. – Verdammt lang her!

Der NABU Norderstedt hatte für den 16. März einen Aktionstag angesagt. Die Edmund Siemers-Stiftung finanzierte drei Lkw Kies sowie einige Tonnen Steine. Wasserverband, Stadt Norderstedt und die Wasserbehörde Kreis Segeberg hatten ihre Zustimmung gegeben.

Eindruck am Vorabend, Wedel. Zwischen Sturm- und Regen-Tiefs. Wie wird morgen das Wetter sein?

Bei der Anfahrt – nasse Frühjahrswiesen.

Nasse Pferde-Wiesen.

Informative Regelung des hohen Besucherdrucks – Fuß- und Radwege, Reitwege, Fahrstraßen für Forstarbeiten.

Die Moorbek (auf Moräne!) – auf lange Strecken ein lebloser, übertief liegender Canyon. Das wäre doch ein Kiesbach!

Ich gehe uferparallel durch den Wald. Der Regen der Vortage hat als Stammablauf von Buchen hydraulische Spuren hinterlassen.

Was ist das – Wallensteins Lager?

Ah, es handelt sich um das Umfeld der für das Restaurieren abgeschütteten Kiese und Steine.

Ausrüstung sowie Material für wetterfesten Unterstand für die Helferinnen und Helfer wurde ebenfalls antransportiert.

Wie gut, dass der NABU-Landesverband Hamburg (zu dem gehört historisch auch die NABU Ortsgruppe Norderstedt, SH) aufgrund des Engagements für Bachaktionstage so gut ausgerüstet ist.

Zur guten Ausrüstung gehört speziell heute auch ein kleiner Radlader mit kundigem Fahrer …

… sowie ein Trecker mit Frontladerschaufel. Besser konnte die Aktion nicht organisiert werden!

Eingewiesen baut der Radlader beidseitigen Uferschutz sowie die mittige Gewässersohle ein.

Groß und Klein begutachten die Rausche im Entstehen.

Fast fertig – Feinarbeiten zum Uferschutz bachab stehen noch an.

Gute Lösung am Steilhang: Der Trecker schüttet auf eine uferschützende Plane. Sauber ist der Kies weiter zu verarbeiten – Rausche 2.

Genau so geschieht das am vorgesehenen Punkt für eine dritte Rausche.

Kein Wunder, dass bei solch fachkundigem Einsatz der Kiesvorrat schnell schwindet.

Aber keine Sorge für nicht hinreichend zum Zug gekommene Aktive! Nach Verbesserung aussehende, lange Strecken warten auf weitere Aktionstage.

Mögen die dann auch so erfolgreich verlaufen – und das Wetter so mitspielen. Der Starkregen wartete, bis aller Kies im Bach war. – So soll es sein.   🙂

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Im Bericht vom 18. Februar war bereits angedeutet, dass sich auch wasserseitig bei der Entwicklung des B-Plans Mühlenauquartier, Pinneberg, an der Mühlenau, etwas  tut. Was war und ist bis heute geschehen?

Die Entwickler des B-Plans, Matrix Immobilien GmbH, hatten positiv auf Anfrage durch den Vorsitzenden des Wasserverbands Mühlenau und mich reagiert. Gern erklärte man sich bereit, das auf dem Gelände der ehemaligen ILO-Motorenwerke vorhandene Bau-Gerät in das laufende Restaurieren der Mühlenau einzubringen sowie einen Teil der Materialkosten zu übernehmen. Analog und im Rahmen der von der Metropolregion Hamburg geförderten Maßnahme sollten auf den immerhin ca. 400 m Uferlänge des B-Plangeländes gemeinsam ca. 16 Punkte zum Einbringen von Kies ausgewählt werden.

Blick von der anderen Uferseite auf den nordwestlichen Teil des B-Plangebiets Mühlenauquartier.

Die Wasserbehörde, Kreis Pinneberg, genehmigte das Vorhaben. Die Möglichkeit, auch dieses Ufer mit einzubeziehen, verbessert die Arbeiten „Biotope verbinden und erleben im Regionalpark Wedeler Au“ ganz wesentlich. – An dieser Stelle danken wir allen Beteiligten für das verständnisvolle, schlanke Angehen der Thematik!

Nun ging es darum, fachkundigen Baggerführern die für sie neue Variante des Umgangs mit Kies zu vermitteln. Dass wahre Künstler am Baugerät wirken, konnte ich schon beim Erproben erster Lenkbuhnen (oha, vor 9 Jahren), seinerzeit in Nordniedersachsen, erfahren.

Wir einigten uns, dass an den gemeinsam markierten Punkten bei Bewegungsfreiheit des Baggers gleich Lenkbuhnen vorgeformt würden. Anderswo würde ein Kiesdepot in die Böschung geschüttet. Handarbeit – wie hier im Blog oft gezeigt, würde später fein profilieren.

Erster Test, leer, auf Bewegungsfreiheit des Baggers am Uferrand.

Schnell wird das Zusammenspiel Radlader – Bagger optimiert.

Fast die ganze Radladerschaufel findet so gleich Platz in der Baggerschaufel – beeindruckend.

Die Baggerschaufel wird wieder eingehängt – und auf geht`s Richtung Mühlenau.

Dicht an der Böschungskante geschüttet entsteht so ein natürlicher, Ufererosions-hindernder Schüttwinkel.

An Stellen ohne Baggerbewegungsspielraum sieht es zum Schluss so aus.

Wie aus so einem Kies-Depot mit Schaufel- und Rechen-Einsatz händisch Lenkbuhnen entstehen, ist hier im Blog vielerorts dargestellt, über Suche mit Stichworten wie „Kies rechen“ leicht zu finden.

Wo genügend Spielraum besteht, wird gleich eine Lenkbuhne angelegt.

Das sieht im Werden zum Beispiel so aus.

Fertig – leicht überströmt beim Mittelwasserabfluss am Einbautag.

Alle weiteren Punkte wurden vom Personal vor Ort zügig mit Kies beschickt.

Ein Spaziergang einige Tage später – die Wasserführung war einmal mehr wieder Richtung Niedrigwasserabfluss gesunken – zeigte vom anderen Ufer dieses Bild.

Besser geht es wirklich nicht – eine Reihe Lenkbuhnen sowie eine Anzahl noch per Hand zu formender Kies-Depots geben der Mühlenau ein neues Gesicht.

Spätere Fotos bei anderen, höheren Abflusssituationen werden die wechselnde, neue Bach-Realität verdeutlichen.

 

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Die vor- und gestrigen Regenfälle liessen die Mühlenau auf Mittelwasser plus 25 cm ansteigen. Eine interessierte Gruppe wollte sich ansehen, wie die erhöhte Wasserführung über die neuen Rauschen abfliesst.

Mühlenau am Pegel Rellingen, MW plus 25 cm – bachauf betrachtet.

Blick bachab auf den Pegel Rellingen. Das erhöhte Wasser fliesst gleichmäßig ab.

Wir gehen zur oberen Rausche. Die neu erzeugte Turbulenz verteilt sich gleichmäßig in der bekiesten Strecke.

Eindrucksvolles Strömungsbild der oberen Rausche – Uferschutz und Konzentration der „Wasserkraft“ auf die Strommitte gut zu erkennen.

Blick bachab über die Gesamtstrecke bis zum Pegel.

Verabschieden – nicht mehr lange bis zum Sonnenuntergang.

Ortsrand Rellingen, deutsche Eiche Knorrast – möge sie noch lange stehen.

 

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Neben „Wetter, Schiffe, Nonnengänse“ (vgl. 6. und 7.03. 2019) gibt es Weiteres zu berichten. So passte es gerade, dass ein Bagger mit erfahrenem „Bach-Schaufel-Künstler“ zur Verfügung stand – auf zum Pegel Rellingen an die Mühlenau, 3 Lkw-Ladungen Kies warten.

Im Januar hatten wir die Strecke bachauf Pegel Rellingen noch so vorgefunden. Strukturlos sandig, an den Seiten steil erodierend, …

Eine alte Raue Rampe ohne Laichkies und – ohne Uferschutz – oberhalb Mittelwasser sowie bachauf und bachab mit erheblicher Erosion begleitet.

Wir waren uns schnell einig, dass hier mit ein paar Hilfen im Rahmen einer zukunftsweisenden Gewässerunterhaltung sowohl die angrenzende Nutzung als auch der Lebensraum Bach wesentlich zu verbessern wäre.

Ich komme etwas später – fachkundig ist die erste Rausche bereits angelegt.

Aber was ist das – steckt da ein Unhold drin?

Mit kundigem Baggergriff und Kiesumlagerung wird der Bursche vertrieben.

Gut sieht`s aus!

Zügig geht die Arbeit weiter.

Erosionsschutz für umliegende Nutzungen ist wesentlicher Teil des instream-Restaurierens.

Auf zu neuer Stelle.

Eine ältere Raue Rampe ist ober- und unterhalb erosionsgefährdet, ausserdem fehlt jeglicher Laichkies. Dem helfen wir ab.

Ein weiteres Laichbett schützt Weiden am Ufer – ihre Wurzeln verlaufen flach über der Wasseroberfläche, Sturzgefahr.

Bachab der Pegel – keine Beeinflussung erkennbar durch unsere Arbeiten. So soll es sein.

Prüfender Blick bachauf von der Fußgänger- / Radfahrerbrücke – ok.

Blick im Detail.

So bleibt der Pegel Rellingen in seiner Eichung für uns ein guter Anzeiger, wie sich die Mühlenau im Abfluss gerade verhält.

Wir verabschieden uns dankend voneinander – solch Arbeit macht immer wieder Spaß!

 

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Zwischen den Tagen Schauerwetter blicke ich mit Foto kurz zurück, Strandbesuch.

Studien am Strand nach Schiffsdurchgang – Aufbäumen des Wassers, dann Sog.

Die Wedeler Politik fragt immer, wo der Sand des Sandstrands denn bliebe. Na, im „Luft-Teil“ ist doch bereits ein – für einen begrenzten Bereich – halbwegs wirksamer Windschutz gebaut. Es wird bei Starkwind nur noch wenig über die Ostmole in den Schulauer Hafen geblasen.

Für den Wasserbereich meinen wir, dass das Foto das Thema beantwortet. Angesichts der hohen Differenz zwischen Tidehoch- und -niedrigwasser sowie der Uferbelastung bei Schiffsdurchgang (vor Schwall und Sunk warnen offizielle Schilder!) wird doch wohl der Sand in der Elbe landen ? ! Wo sonst? – Das untersucht jetzt die TU Hamburg (das „-Harburg“ im Originalnamen hat der FHH-Zentralismus geschluckt, wer wundert sich?).

Nach allerlei Strandbeschäftigung und naturwissenschaftlich-technischem Grübeln machen wir uns auf den Heimweg.

3 (Generationen) Blondinen am Deich – wie so oft bestimmt die Kleinste, wo und wie`s längs geht. Steil bergauf, notfalls mit Stützen und Schieben.

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… kannst Du manchmal nur geh`n.

Vor etwa 15 Jahren wurde hinter vorgehaltener Hand über flächendeckende Untersuchungen an Straßen und Brücken berichtet. Das (flächendeckend gleiche) Ergebnis, nahezu alle Brückenbauwerke seien in absehbarer Zeit „abgängig“, müssten also zügig beplant und erneuert werden, passte Entscheidern nicht ins gesamtgesellschaftliche Bild. Es sollte nicht darüber gesprochen werden.

Heute – nach nicht Nutzen von vergangenen 1,5 Jahrzehnten – haben wir die Rechnung ebenso flächendeckend präsentiert bekommen. Dass angesichts des Bau-Booms in anderer Sache kaum Kapazitäten für Planen und Neubau zu bekommen sind, passt nun wie die Faust auf`s Auge. Nicht-Agieren in Zeiten von Notwendigkeit hat noch immer an`s Ende der Sackgasse geführt.

Auch im Kleinen kann man es erleben – jede kleine Gewässerüberfahrt z.B., angesichts der rasant gestiegenen Fahrzeuglasten, kostet ihren Preis. Die je nach Gewässerbreite erforderlichen 100.000 € aufwärts, multipliziert mit der Zahl der Querungen im Gemeindegebiet, ergeben allüberall eine Summe, die vor Ort nicht aufgebracht werden kann. Kommt das über Jahrzehnte fortwährende Subventionieren gewichts- und zahlenmäßig „falschen“ Verkehrs etwa an sein Ende?

Alternative Wege der Entlastung werden genutzt.

Das Einschränken des Benutzerkreises ist eine Möglichkeit, die – jetzt bei „Mann in Not“ – durch Lastbegrenzung ergänzt wird.

Wer sich dran hält?

Bei Sicherungs- / Notmaßnahmen vor Ort fallen dann schonmal etliche Bäume – erscheint vielleicht nebensächlich.

Immerhin ist hier „Durchgängigkeit“ für fast alle Verkehrsteilnehmer gewährleistet.

Andere Route, gleiches Thema.

Im Rahmen der Erweiterung des Regionalparks Wedeler Au um mehrere Gemeinden wurde unter anderem in großem Kreis über neue Radrouten nachgedacht. Eine wesentlich dafür vorgesehene Strecke, nicht zuletzt für Schülerinnen und Schüler tagtäglich zwischen zwei Gemeinden wichtig, war allerdings schon an einer Gewässerüberfahrt gesperrt – insgesamt und baulich umgesetzt.

Mein Hinweis, man könne dort als Radler nur durch, indem man das Rad im 45 Grad-Winkel flach schiebt (was nicht allen gleich leicht gelingt !), hatte sich bereits erledigt. Bei nachfolgendem Radeln fand ich eine Doppelsperre vor, die zwar (Vorsicht, Hosen- und Bein-zerreissende, überstehende Schrauben !) überkletterbar, aber nicht mehr „unterschiebbar“ war, hatte die vorige Lösung verschlimmbessert. Wohl dem, der ein Leichtrad besitzt oder so trainiert ist, das Rad über die Sperre zu heben.

Hintergrund der verstärkten Variante war die Aufrüstung der „starken Nutzer“: Wegreissen, Weg-Flexen und was einem so einfällt, hatte zeitweise wieder Nutzung durch schwerste Fahrzeuge „ermöglicht“. Die Einsturzgefahr der Überfahrt hatte sich natürlich nicht verändert.

Zu Beginn 2019 stelle ich erleichtert fest: Es gibt eine neue Variante – keine Verletzungsgefahr! Aber leider, wie gesagt, auf dieser für Fußgänger und Radfahrer günstigen Verbindung, auch keine vorgesehene Querung für „leichten Verkehr“.

Hetlinger Marsch – die neue Sperr-Variante am Lanner Kuhlenfleth.

Durchgekrabbelt – man soll ja alles von beiden Seiten betrachten.

Wir dürfen gespannt sein, wie das Brückenthema – klein wie groß – hoffentlich zügig angepackt wird. Gut wäre es, wie überall im Leben, wenn der stärkste Beitrag zur Lösung von den stärksten Belastern zu leisten wäre. Reicht dafür vorhandene Logik und Konsequenz?

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Wer unterwegs ist, kann allerlei erleben. Kaum ist das Wetter mal gut … kokelt irgendwer irgendwo.

Ob im Wedeler Autal …

… oder in der Hetlinger Marsch.

Keine Angst – alles privat!

Mit Knickschnitt kann man weissgott Besseres anfangen.

Dann wollen wir mal hoffen, dass alle erforderlichen Voraussetzungen für diese (frischer Grünschnitt = verbotene) Räucherei erfüllt sind. [Die Informationen im Link sind immerhin fast 10 Jahre alt, sollten eigentlich angesichts Neuerungen im Abfallrecht überholt sein.]

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Voriges Jahr, 2018, waren wir um genau die gleiche Zeit in Berlin. Anlass für die Reise war ein Konzert. Das fiel wegen notwendiger Operation des Sängers aus – wir fuhren trotzdem hin. Es gibt viele gute Gründe, nach Berlin zu reisen. So sind wir dann bei eisig ziehendem Wind herumgelaufen und haben dies und das gesehen, genossen und angestellt.

Dieses Jahr, 2019, also ein neuer Anlauf – die Eintrittskarten behielten schliesslich ihre Gültigkeit. Hoffentlich wird der Sänger genesen und kräftig bei Stimme sein …

Wir passieren den Mühlenteich, Wedel, Richtung …

S-Bahn. In HH-Altona werden wir den ICE nach Berlin nehmen.

Binnenalster und HH Rathaus im Gegenlicht – durch dreckige ICE-Scheiben künstlerisch verfremdet.

Fix (100 % pünktlich!) bringt uns der ICE zum Berliner Hauptbahnhof.

Schnell die Koffer abstellen – hoch über den Dächern von Berlin. Wir lieben diese Unterkunft.

Andere Seite – Blick über die bunte Danziger Straße.

Das Mittagessen wartet.

Berliner Weisse, wiederentdeckt.

Hier sollte das Konzert voriges Jahr stattfinden. Wegen guten Zuspruchs ist es nun verlegt.

Am Abend drauf werden wir im Kesselhaus der Kulturbrauerei erscheinen.

Den Schornstein sehen wir nahebei – toll, da gehen wir morgen „mal rüber“.

Am Veranstaltungsmorgen bleibt die Sonne erstmal weg. Feinstaubstudien am Sportzentrum – Streukies wird eingefegt und -gesaugt, Feinstaub in Massen produziert. Zum Glück gehe ich im Lee (den Luv-Eindruck überlasse ich der Phantasie der Betrachter).

Fast wirkt das Mauerpark-Birkenfoto wie schwarz-weiss.

Berlin, Mauerpark – Wettereindruck mit Clematis.

Überraschung am Mittagessen-Treff – Restaurant wird restauriert. Im Park ein furchtbares Stillgewässer.

So einem Gewässer-Profi fehlt hier so ziemlich alles, was ein akzeptables Stillgewässer ausmacht. Um so schlimmer, dass der Uferrand zu 100 % aus Beton besteht und überkragend angelegt ist. Wer hier reinfällt, kommt so leicht nicht wieder raus.

Aber, siehe da, das Monstrum ist als Spielfläche nutzbar. „Retten“ eines Balls mit seilgezogenem Schwimmring wird trainiert, bevor …

(Oha, gerade noch Mal gut gegangen!) … der Ball mit Transportgerät Richtung eines Tors uferparallel von Spieler zu Spieler geschlagen wird. – Dabei bleibt er nicht immer in Reichweite …

Ich gehe zum neu verabredeten mittäglichen Treff, vorbei an einem „Naturbad“. Der nasse Rand zeugt noch von den Aktivitäten mehrerer Meisen.

Abends also das Konzert. Mitch Ryder (Welcome back 2019) ist von seiner Stimmband-OP gut genesen, liefert „alles“. Seine langjährigen Begleiter, Engerling, trefflich verstärkt mit zweitem Solo-Gitarristen Gisbert Piatkowski, nicht minder – die Reise nach Berlin hat sich gelohnt.

Der Amselhahn am sonnigen Morgen drauf ist bei der Balz nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören. Prima!

Solch Hör-Erlebnis hatten wir mit der Wahl „Berlin“ erhofft, nachdem wir 2018 in einem Hamburger Etablissement derart zugedröhnt wurden, dass jeglicher Genuss dahin war. Wenn – auch bei Blues, Rock, BluesRock – ruhige Stücke von scharf treibenden in der Lautstärke nicht mehr differenziert wahrnehmbar sind, hört für uns der Spaß auf.

Aber auch aus anderen Gründen wird Berlin im Umfeld der Kulturbrauerei ein Ziel unserer Reiseaktivitäten bleiben.

Und das Sahnehäubchen obendrauf: Die DB bringt uns per ICE auch zu 100 % pünktlich zurück – das war eine Super-Reise.

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Als ich heute die Fotos vom Vormittag auf den PC geladen hatte, guckte mich eine Bilderfolge „ganz in Blau“ an.

Nein, die Elbe ist nicht blau (die Donau bekanntlich auch nicht). Vor lauter Gebaggere ist die Elbe trüber, als das früher in Hamburg-Nähe der Fall war (Folie 28 von 43 im verlinkten Vortrag).

Der Fotoeindruck „ganz in Blau“ lag wohl heute am guten Wetter – blauer Himmel, nur ganz schwacher Ostwind, die Elbe etwa zur Mitte der Ebb-Tide spiegelblank.

Wir kamen Elbe-seitig vor dem Yachthafen Wedel, korrekt „Hamburger Yachthafen in Wedel“ an, erstaunt, die Plätze in der ersten Reihe frei vorzufinden.

Zur Begrüßung ein Dicker – CMA CGM Antoine de St. Exupery, 400 m lang, 59 m breit, „nur“ 9,7 m Tiefgang.

Ruhig zieht der Riese vor der Elbinsel seewärts.

Hoch guckt das Schiff aus dem Wasser, die Schraube dreht sichtbar.

Holla, der Frachter ist ziemlich leer!

Leuchtfeuer am niedersächsischen Ufer voraus. Selten, solch Schiffsspiegelung zu erleben.

Durch Schwall und Sunk – das Schiff verdrängt eine riesige Wassermenge – bilden sich beim Zurücklaufen des in den Yachthafen reingedrückten Wassers gefährliche Strudel.

Hydraulik, Hydrologie in der Praxis – der Strudel wandert vom Ufer weg, gen See von der Yachthafenausfahrt aus.

Kurze Zeit später bildet sich ein Strudel direkt vor der Ausfahrt neu.

Tiefe Kolke sind das Ergebnis solch wechselhaften Geschehens an unterschiedlichen Stellen, auch unmittelbar vor dem Ufer. Wer sagt das mit welchem Modell voraus – hat der vorher die Variabilität mit eigenen Augen gesehen, ist sie im Modell integriert?

Der Yachthafen liegt derweil spiegelblank. Noch befinden sich alle Segelboote an Land. Erste werden aufgehübscht für die anstehende Saison 2019.

Die Sicht nach Süden ist erstaunlich klar. Das niedersächsische Elbufer mit seinen Leuchtfeuern, dahinter „unsichtbar“ die Marsch und in x km Entfernung die Stader Geest mit einer Vielzahl Windräder am Horizont.

Da brettert ein Binnenschiff vorbei – darf das das (?), hat einen kleinen Chemikalientanker überholt. Beeindruckende Wellen an der Längsseite des kleinen Schiffs.

Die Kielwasserwellen des Binnenschiffs bauen sich Richtung Ufer auf.

In Ufernähe werden die Wellen höher.

Klar abgegrenzt wird der Rand der Kielwasserwellen, vermutlich durch das ablaufende Wasser plus gleichermaßen begrenzend wirkenden leichten Ostwind.

Auf dem Rückweg sehen wir im Yachthafen Akke, eine alte Bekannte. Sie wird durch Schlick-Eggen den Seglern hinreichend Wasser unter dem Kiel schaffen.

Kein Wunder, dass die Elbe hier graubraun und nicht von Kieselalgenblüte im Frühjahr goldbraun gefärbt ist. Die „Akke“ ist hier im Blog über Suche öfter zu finden.

Fotos von gestern, nicht blau, sondern graubraungrünlich – Schulauer Hafen.

Heute die Akke sehend, wundern wir uns über die dicken Schlickpackungen auf der Treppe nicht. Im Schulauer Hafen wurde wohl jüngst geeggt. Ein Gutteil des Schlicks bleibt halt im Hafen, legt sich, aufgewühlt, bis nahe der Tidehochwasserzone auf alles Waagerechte.

So auch auf die Slip-Schräge, hier in Draufsicht. Igitt!

Diese Sonnentage Richtung Ende Februar – ob blau, ob braun (Farbe, nicht Politik) – sind wahrlich ein Genuss!

Auch von zu Hause lässt sich der Sonnenuntergang geniessen.

Der Abendhimmel später – Gesamtlicht geht aus, Spots gehen an.

 

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