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Im Beitrag vom 13. November hatte ich den Leithammel vorgestellt. Er führte eine kleine Herde – Ochsen (?!). Inzwischen waren ihm die Ochsen – durch Umtrieb, Verkauf, Herstellen von Fleisch- und Wurstwaren, was auch immer – verloren gegangen.

Er hat eine neue Herde gefunden.

Der Leithammel vor Nonnengänsen – man glaubt`s ja nicht.

Fast scheint es, als umrunde der Hammel seine Untertanen und hielte sie in Kreisform.

Das ist aber nur Schein.

Da fliegt ein Hubschrauber über die Marsch.

Entsetzt stieben die Nonnengänse auf, der Himmel ist voll.

Und wieder ist der Leithammel allein.

Hinter der Wetterfront – so sind wir gestern Abend gestartet und trocken wieder zu Hause angekommen.

Heute Morgen – der Regen ist durch, Kopfweiden-Allee leuchtet in der Morgensonne.

„Die Fotos sehen immer aus wie Urlaub.“ sagt unsere Tochter. So fühlen wir uns auch.

Über den Deich geguckt – schick, vor der nächsten Front zu bleiben.

Im Detail – Morgenstimmung über Wedeler Marsch und Süßwasserwatt.

Deichschafe und Graugänse vor Elbe und Süßwasserwatt.

Und dann war da noch Treibjagd angesagt. Man sagt gern „Viele Hasen sind des Jägers Tod“.

Teil der Warnwesten-geschützten Schützenreihe.

Ach ja, der Spruch – heute war es umgekehrt, wie der Blick in die Anhänger belegte.

 

Es weihnachtet sehr, auch weiterhin werden gern Bücher verschenkt. Oft werde ich gefragt, warum ich „Lebendige Bäche und Flüsse – Praxistipps zur Gewässerunterhaltung und Revitalisierung von Tieflandgewässern“ nicht neu auflege. Immerhin stammt das Buch aus dem Jahr 2000.

Der kleine Bestseller – best practice für Fliessgewässer auf Moräne / in der Geest.

Die Antwort ist leider banal. Auch im Jahr 17 nach Inkrafttreten der Wasserrahmenrichtlinie herrscht in den meisten Gewässerstrecken harte Unterhaltung vor. Ein flächenhafter Blick auf Satellitenbilder im Internet enthüllt erschreckend, dass auch vom Thema Randstreifen, ganz zu schweigen von standortgerechtem Baumbewuchs der Ufer, gar Auwaldentwicklung so gut wie nichts zu sehen ist.

Warum also ein Buch neu auflegen, das langjährig bewährte „best practice“ nach wie vor für alle Interessierten anwendungsnah vermittelt?

Übrigens vermitteln mir Fachkollegen wie praktizierende Laien bis hin nach Bayern, Baden-Württemberg, auch Österreich und Schweiz, dass die im Buch für Tieflandgewässer aufgeführten Grundlagen, Probleme sowie Lösungsmöglichkeiten genau so für deren „Flachlandgewässer“ gelten. Ich leite daraus ab, ein „Flachlandgewässer“ anderswo ist wie ein Tieflandgewässer (der Geest), nur in einem höheren Stockwerk.

Manch einer mag meine Ansichten nicht teilen. Nun, vielleicht habe ich einen Knick in der Pupille (ganz sicher sogar, bei dem Alter – die Brille ist entsprechend vom Fachmann). – Der Blick ist also weiterhin scharf. Was ich so sehe, belegen die folgenden zwei Fotos – heutige Realität.

Sieht aus wie ein mal wieder unsinnig dicht an ein Gewässer geplanter Fuß- und Radweg in Vorbereitung. Ist es aber nicht.

Auch weiterhin werden Jahr für Jahr Bäche und kleine Flüsse streckenhaft von Uferböschung zu Uferböschung gemäht und gebaggert, quantitativ potentiell reiche Lebensräume entleert und „die Insassen“ auf Land getrocknet.

Ein Mäander, ein Mäander! – Das Leben endet auf der Uferböschung, zurück bleibt eine öde Wüstenei.

Beliebige Mengen gleichartiger Fotos von Strecken nahezu jeden Bachs, insbesondere in den quellnahen Bereichen (dort, wo die Spezialisten wohnen (würden)), könnten hier folgen. Das erspare ich mir und den Leserinnen und Lesern meines Blogs.

Wer die Sache positiv sehen möchte, sucht hier im Blog z.B. mit dem Stichwort „Restaurieren“ oder „Kies“, Holzinteressierte gehen in die Rubrik „Hölzchen und Stöckchen“. Es bleibt viel zu tun, es gibt viele Möglichkeiten für alle, die ihren Bach vor der Haustür verbessern möchten.

Sofern „Madsen und Tent (2000)“ noch nicht Lesestoff war: Das kann geändert werden. Wie oben gestartet – Weihnachten steht fast vor der Tür.

Bleibt für 2018 ff. zu hoffen, dass sich möglichst alle am Gewässer Werkelnden verpflichtet fühlen / werden, sich im Sinn von Fachlichkeit und Recht zu qualifizieren, z.B. hier – und diese Grundlagen ab sofort auch anzuwenden.

 

Im Bund gerade gescheitert, gleichwohl überall farblich zu finden – nicht nur in Schleswig-Holstein.

Die Farben Jamaikas.

Und hier im Original.

„Grün ist Leben“ sagt die Homepage der Baumschulen.

Aus Sicht des Bodenschutzes muss ergänzt werden: Und Schwarz (von Herbst bis Frühjahr) bedeutet Missachten der Bodenfunktionen, Optimieren von Erosion.

Aus Sicht unseres Lebensraums Erde zu dieser speziellen Farbe Gelb steht die klare Erkenntnis: Solch Gelb ist der Tod – flächenhaft.

Passend zur Weihnachtszeit (ganzjährig zu fotografieren): Oh, Du giftiger Weihnachtsbaum!

Glyphosat flächig in Nadelholz.

Glyphosat-Gelb vor Laubholz.

Glyphosat-Gelb quantitativ längs jedem Grenzmeter.

Glyphosat-Gelb: Klotzen und Kleckern schliessen sich nicht aus.

Bloß die Spritze nicht beim Queren von Wegen abstellen …

Als gäbe es ausser Gift keine andere Praxis für flächenhaften Einsatz …

LandArt – Mäander „strukturiert“ auf totgespritzter Fahrstrecke.

Damit nicht nur Gelb zu sehen ist: Schwarz-Grün bei Nässe.

Und noch ein Bisschen LandArt – früher vermied man, mit ungeeignetem Gerät zu falscher Zeit auf ungeeignetem Gelände zu fahren.

Und wenn`s dann richtig nass wird …

Für 2018 habe ich Richtung der grünen Gewerbe bzw. Industrien wie Baumschulen und Agrar nur ein paar bescheidene Wünsche:

  • Mögen die Agrar- und Baumschulverbände und -vereine die schwarzen Schafe in ihren Reihen in unseren gesetzlichen Rahmen zurück-geleiten.
  • Mögen sie sich mehr um Fachliches, verbunden mit Qualität kümmern als um Lobbyismus. – Es macht uns zur Subvention zwangsveranlagten Steuerzahlern keinen Spaß, in den Newslettern wiederholt von der Notwendigkeit von Glyphosat, gar Neonicotinoiden zu lesen angesichts des grassierenden Individuen- und Artenverlusts in unserer Landschaft.

Von unserer Politik wünsche ich mir, dass sie endlich wieder die hinreichend vorliegenden – und jährlich neu kommenden – Sachverständigengutachten als Grundlage ihres Handelns nimmt – statt blindlings Eigennutz-Lobbyismus von Verbänden hinterherzuhecheln.
(Man wird sich doch mal was wünschen dürfen.)

Ach, noch ein Wunsch an die Politik, insbesondere derzeit im Bund: Bitte nicht nur von Verantwortung reden.

Der NDR hat den vorletzten Monat im Jahr zum YESvember umbenannt – keine schlechte Idee …

Donnerstag gegen Abend donnert`s zwar nicht, aber es ist grau, der Hafen verwaist.

Da sieht der Freitag Morgen gleich ganz anders aus – auf an die Elbe!

Zu früh, oder was? Wir sind mutterseelenallein – ein ganz anderer Hafen- und Strand-Genuss!

Der Morgen bietet auch andere Herbst-Spuren im Sand.

Zum Abschluss des Vergnügens gibt es noch Seegang auf dem Piratenschiff – ein Muss bei jedem Strandbesuch.

Mit dem NDR sagen wir YES!  🙂

Die Marsch als Kälteloch – saisonbedingt ist mit Nebel zu rechnen.

Direkt vor Wedels Geestkante grasen mit viel Zwischenraum etliche Tausend Nonnengänse. Die Wächter passen auf.

Die Sicht wird klarer – was macht der Schafbock zwischen den Ochsen? Ist der etwa der Chef?

 

Aus einer kleinen Stichfahrt mit dem Rad an die Elbe wurde spontan eine Rundtour Wedel, Hetlingen, Holm, Wedel. Das lag an der Stimmung.

Blick vom Schulauer Hafen südwestwärts – die Sonne ist doch noch aufgetaucht. Wir sind gespannt, wie der diesjährige Weiden-Windschutz am Sandstrand den Winter übersteht.

Weiter westwärts geradelt, Blick vom Deich über die Marsch mit der Wedeler Au. Auf der Geest liegt Wedel.

Fährmannssand, eine kleine Gruppe Nonnengänse, am Südufer der Elbe ein Leuchtfeuer vor der Marsch und der Stader Geest.

Fährmannssand, Nonnengänse, Windpark auf der Stader Geest.

Abendlicht, die Nonnengänse werden unruhig.

Weitere Nonnengänse finden sich ein.

Schwarm auf Schwarm lässt sich am Rand des Süßwasserwatts zur Abendruhe nieder.

Blick binnendeichs, nahe der Carl Zeiss-Vogelstation sitzt, vorn ein Bulle, dicht gepacktes Gänsevolk.

Bald wird auch diese Gruppe die Wasserseite zur Abendruhe aufsuchen – jedesmal ein Erlebnis, solch Vogelmasse über den Deich ziehen zu sehen.

Hinterm Deich geht`s weiter – Vorsicht vor Schaf-Schiet auf dem Elberadweg! – Deichschaf vor Abendhimmel.

Hetlingen – Holm, Blick zurück. Eine kompakte Wolkenfront zieht auf.

Es nieselt, ein Regenbogen entsteht über Heist.

Oha! Da wird wohl Weidevieh vergoldet.

Die Wolkenfront zieht nach Nordost ab, blauer Himmel westwärts.

Abendstimmung, neu, Hetlingen – Holm.

Blick von der Geestkante Wedel nach Südwesten.

Wer wünscht sich nicht, hier zu wohnen …

 

Heute, jedenfalls der Vormittag, wird angesichts des Regens zu einem Spaziergang entlang der Wedeler Au, Rissen, genutzt – Anfahrt mit dem Auto.

In einer Woche steht ein NABU-Bachaktionstag weiter bachauf an. Wir wandern entlang älterer Restaurierungsstrecken.

Schön ist`s auch im Herbst im Klövensteen. Im Hintergrund grüßt das Hanna Reemtsma Haus, fast wie eine Felsenburg.

Der Wasserstand fällt, liegt etwa 25 cm über mittlerem Abfluss. Schöne Strukturvielfalt der Gewässersohle.

Verbessertes Längs- und Querprofil, hier durch wechselnd eingebautes Totholz und Kies.

Der Wanderweg ist von Sperren frei gesägt.

Hier hat es eine mittelalte Eiche aus dem Baumbestand heraus über den Weg geworfen.

Mein Lieblings-Fotobereich mit Kolk-Rausche-Abfolgen ist durch eine Baumkrone zugelegt.

Die neu hergestellten Überschwemmungsflächen sind abgezäunt.

Die bachauf folgende Strecke ist von der Wasserwirtschaft des Bezirksamts Altona, Hamburg, neu gestaltet worden.

Die untere Überschwemmungsfläche hält das Wasser.

Erläuterungstafel an der oberen Überschwemmungsfläche.

Wir gehen durch den Klövensteen zurück.

Einen Alt-Nadelholzhorst haben die Stürme mächtig gebeutelt.

Der Zugang zu Waldwegen auf der anderen Straßenseite ist noch versperrt.

Fast allein, bis auf wenige Hundeführer, gehen wir durch den Mischwald – bald ist das Auto erreicht.

Wedel, Schulauer Hafen, wieder einmal sehr klare Sicht bis in den Hamburger Hafenbereich.

Das gefiederte Begrüßungskommando steht bereit.

Leichte Südwest-Brise, am Yachthafen studieren wir Luv und Lee.

Über uns tut sich was – viele, größere Schwärme, hell bellend wie kleine Hunde, ziehen Nonnengänse.

Ein V folgt dem anderen, manchmal umsortierend – wo wollen die wohl hin?

Gefunden – die Nonnengänse versammeln sich im Deichvorland Fährmannssand (kariert zusammengesetztes Kunst-Foto).

Die Deichschafe wollen auch gucken, was da los ist.

Weiter westlich, bei Hetlingen, muss vor oder hinter dem Deich ähnlich aussehen. Der Himmel sieht von Ferne aus, als wäre er schwarz voll Mücken.

Da sieht es durchaus manchmal wie Unordnung aus, wenn sich die landenden Schwärme noch orientieren, es wird dicht am Himmel.

Ein V nach dem anderen landet. Am Boden wird getestet, in wieweit eine dichte Packung weiter verdichtet werden kann.

Und es werden noch ein paar mehr werden in nächster Zeit. Mit den bei Hetlingen Angekommenen schätzen wir die jetzt gesehene Zahl auf um die Zehntausend.

Warum da „Wasser“ im Titel steht? Na, gegen Abend greift Unruhe erneut um sich, letztlich finden sich alle Nonnengänse auf geeignetem Wasser, z.B. der Elbe, zur Nachtruhe ein.

Nonnengänse im Abendrot vor Fährmannssand – Foto aus dem März 2016.

Schön, wieder die Ahorn-Farben mitbekommen zu haben.

Auf zum Mauerpark.

Imposante Altbaum-Allee im Sportbereich.

Der Mensch ist klein.

Hochrankender, gestaltender Polygonum.

Clematis – Totale.

Clematis – Detail mit Hopfen.

Berlin baut – Kräne, allzu dicht hohe Gebäude westlich des Mauerparks in Arbeit.

Wenn der kleine Mensch mit kleinem Geist nur ans Geld denkt, bleibt das Allgemeinwohl auf der Strecke. Wir gucken uns den Mauerpark nach Bezug der Neubauten mal wieder an – fürchten erheblichen Qualitätsverlust.

Bunter Abgang.

Denk-mal – Findling im Norddeutschen Tiefland.

Findlinge – wo sind die Berlinere Moränen- = Kies-Bäche geblieben?

Die Nebelkrähe als Restevertilger.

Hmmmhhh, ist doch lecker!

Bunter Abgang – Glück mit dem Wetter gehabt. So wünschen wir uns das nächstes Mal wieder.

Nach ruhiger Bahnfahrt sind wir in Hamburg-Altona, dann mit der S-Bahn gut in Wedel angekommen.