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Das Jahr 2019 geht weiter auf sein Ende zu, die Forellen erfüllen ihre Pflicht bzw. folgen ihrer Natur. Lange hatten sich die Wanderfische angesichts anhaltender Niedrigwasserführung in den Bächen und kleinen Flüssen Zeit gelassen, aus dem Meer und den Flussmündungen zu ihren Geburtsstätten aufzusteigen. Seit den (geringen) Regenfällen ab Ende Oktober kamen sie aber nach und nach an. In den vergangenen Wochen boomte das Laichgeschäft. Alle geeigneten Kiese sind belegt. Weitere Laichfische zeigen, dass Bedarf nach mehr besteht. Wir werden in 2020 für Verbesserungen sorgen.

Wenn man denn einmal nachsehen möchte, was so los ist, kann nicht immer ausgeschlossen werden, (noch) Aktive zu stören. Das zeigen die folgenden Fotos.

Da ist was los!

Die Fische hatten uns längst bemerkt und ein Kleinversteck am Ufer aufgesucht. Ohne Baumwurzelschutz fühlten sie sich aber nicht sicher.

Während (mindestens) einer in die Tiefe des aufwärtigen Kolks wegtauchte, raste (Pfeil neben Welle) ein anderer bachab. Auf der durch das Laichgeschäft aufgeworfenen, nur flach überströmten Rausche erfolgte dann ein starker Flossenschlag, um das Verschwinden im Kolk bachab zu beschleunigen (Oval) – Platsch!

Und so sieht das Werk aus.

Alles Gute auf dem weiteren Lebensweg!

Ländliche Eichhörnchen.

Auf einer Radtour Wedel – Holm – Hetlingen – Fährmannssand – Wedel sprang ich gestern vom Rad. Da war doch was in den Bäumen – ein, nein zwei Eichhörnchen. Im Gegensatz zu dem rotbraunen Stadt-Eichhörnchen, das ich kürzlich hier zeigte, waren dies die „normalen“, schmächtiger wirkenden, winterlich dunkelbraun gefärbten. Ich erwischte sie nur im Gegenlicht, in den Baumkronen.

Man muss schon genau hinsehen – eins der beiden.

„Unser“ Eichhorn springt ja mit seinesgleichen auch von Ast zu Ast, von Baum zu Baum. Diese kleineren aber können bis in äusserste Astspitzen …

Und wenn man Bescheid weiss, und ein alter Ahorn greifbar ist – dann werden lecker Ahorn-Flügel („Nasen“) verspeist.

Am Vormittag dachte ich ja nicht, dass dies klappen könnte …

Quasi vor unseren Füßen (wir stehen am Wohnzimmerfenster) sucht ein Grünspecht hoch konzentriert nach Ameisen.

Ich wundere mich über meine ruhige Hand – sooo hatte ich das Foto nach Display nicht erwartet.

„Hoch konzentriert“ heisst nicht unaufmerksam! – Hallo, ist da wer – da ist doch wer ! ? !

Wer immer das ist – jetzt seht ihr mich nicht mehr!

Am Nachmittag waren die Ziel-Organismen größer und zahlreicher, gleichwohl musste ge-zoomt werden.

Den Youngster – nein, das ist kein Hase und er hat auch schon Ohrmarken – hatten wir bisher noch nicht gesehen (da sind 2 Kälber auf dem Foto).

Die Highlands warten auf Futter, die Chefin ruft nach dem Bauern.

„Muuuuh, kommst Du bald ? ! ?“

Nachdem etliche Alttiere aus der Fläche genommen wurden, hofften wir, nicht wieder winters aktiv werden zu müssen – Überweidung, Verschlammen des Futterplatzes usw. – Jetzt, nachdem die Zahl der Kälber so zugenommen hat, scheinen die Vorwinter-Situationen fast wiederzukehren. – Wir kommen hier ja demnächst wieder vorbei.

Nach Sonnenuntergang – mir wurde die Weihnachtsfrisur verpasst. Alles ok, ganz offenbar ist die Hand weiter ruhig.

Wedels Marktplatz mit Roland von hinten – Weihnachtsbeleuchtung.

Na denn!

Wir hatten an (menschengemacht, künstlich) steiler Fliessstrecke mit dem Einbau von 3 Rauschen begonnen, die Steilheit zu verringern und aus der ansonsten kanalartigen Mühlenau eine verlängerte Strecke in munter turbulentes Fliessen umzuwandeln.

Der Blick bachauf sieht vielversprechend aus.

Die obere Rausche – aus der spiegelnden Kanalstrecke ist ein munterer Bach geworden.

Die Wirbellosen fanden das schon prima – was sagen die Fische?

Tja, die Fische …

Die Kieslaicher haben den Kies munter bewegt. Die drei neuen Rauschen sind mindestens doppelt belegt. Platz für mehr ist vorhanden.

Wir sehen, die Laichbetten sind offenbar eins der wesentlichen Nadelöhre hier. Dem helfen wir in 2020 weiter ab.

Da hatte ich bei Rückkehr von stürmischer Rad-Tour etwas im Augenwinkel wahrgenommen. In einem der Feldahorne sauste etwas herum. Mal näher hinsehen …

Sieh an, ein nachbarliches Eichhörnchen flitzt hin und her.

Feldahorn runter – verharren.

Besser nach oben weg? – Verharren.

Nachdem wir uns eine Weile beäugt haben, setzt es seinen Weg von Baum zu Baum fort.

Und Tschüß !

Fix saust es schräg hoch bis in feinste Astspitzen, springt so von Baum zu Baum. An der Grundstücksgrenze rast es runter auf den Boden und verlässt uns über das städtische Spielflächen-Areal Richtung Nachbarbebauung.

3. Advent – Die Regenfront ist durch, die Sonne lacht. Wir schwingen uns auf`s Rad bzw. die Räder.

B 431-Mäander im Gegenlicht, leer – wir fahren rechts rum.

Helgolandstraße – immer schön auf seitliche Sturmböen achten. – Wir lieben den „Küstenhimmel“ mit fetzenden Wolken …

Saatlandsdamm im Sssturmgebrus.

Zeitweise steht bzw. liegt das Röhricht fast waagerecht.

Buntes als Belohnung für die Kraft- und Konzentrationsradelei.

Blick über Sandstrand und Watt Richtung Schulauer Hafen. – Erstaunlich, hier auf dem Deich stehe ich im Windschutz …

Westmole Schulauer Hafen – je weiter wir zur Spitze vordringen, desto …

Das Wasser über dem Watt sieht braunschwarz wie eine Schlammpackung aus, nur flüssiger.

Wir steigen lieber ab und schieben – nichtmal bis ganz vorn, da drehen wir lieber um.

Rückweg, Deich hoch – ein oranges Dixi-Klo leuchtet hinter Zaun. Soll doch mal der Hotelbau beginnen ? ? ?

Mal ehrlich, als alter THWist und Strom- und Hafenbauer und nach den Erfahrungen mit abgesoffenen Tiefgaragen in der HafenCity HH – ich würde doch kein Hotel VOR dem Sturmflutschutz bauen … (Angsthase? Ich glaube nicht.)

An der Schulauer Straße liegt ein völlig gesund aussehener Baum waagerecht in Stücken. Fridays for Future – man möchte sich weinend abwenden.

An der Querung Wedeler Au mit Austraße stoppe ich – ein Mückenschwarm jenseits der Batavia ?

Da kreist ein Tausender-Nonnengansschwarm, landet aber nicht in der Nähe, teilt sich auf.

Leuchtend grüßt der Roland im Sonnenlicht.

Die Reststrecke ist kurz – ich ahne nicht, dass da noch etwas leuchtendes den Gruß zum 3. Advent bietet.

Angekommen – da saust doch was im Feldahorn?!

Was da saust, folgt im nächsten Beitrag, besser erkennbar.

Nach einer kurzen Radtour zwischen zwei Schauern entscheiden wir uns, mit unserem kleinen Besuch die Landesgrenze nach Hamburg zu überqueren und, dicht dahinter, das Puppenmuseum Falkenstein zu besuchen.

Wenn man an solch Wegweiser angekommen ist, ist das Puppenmuseum nah.

Hier können Höhen und Tiefen des Norddeutschen Tieflands erkundet werden – Buchen und andere Laubbäume bewachsen Moränenuntergrund.

 

Auf der Höhe – Kiefern deuten auf bewachsene, ehemalige Wanderdünen hin.

Da liegt das Landhaus Karl Schneider mit dem Puppenmuseum, direkt an der Kante des Elbhangs.

Wir nehmen den kürzeren, steilen Treppenweg.

Oh, Täler weit – oh, Höhen. Unten am Horizont ist die Elbe zu ahnen.

Und nun nix wie rein, einfach drücken (vorher natürlich den HampelWeihnachtsmann testen!).

Der Besuch des Puppenmuseum Falkenstein lohnt sich – solch Sammlung an Historie, Kinderspiel- und -bildungszeug, wahren Kunstwerken, begegnet man nicht so leicht wieder. Ich unterlasse daher jeden Versuch irgendwelche Eindrücke mit Fotos zu belegen. Das eigene Erlebnis zählt.

Neben dem Besuch für das Puppenmuseum sollte auf jeden Fall Zeit für einen Blick über die Elbe eingeplant werden.

Die Elbe, Insel Neßsand, Nebenelbe, niedersächsische Elbmarsch und, am Horizont, die Harburger Berge.

Buhne, seeschifftiefes Fahrwasser (dicht vor den nördlichen Buhnen, hart am Elbhang), Tnw Mühlenberger Loch, Airbus, Marsch, Harburger Berge.

Da kommt ein kleineres Containerschiff, seewärts.

Mit Blick auf das Landhaus Karl Schneider gehen wir zurück.

Das (rote) Auto ist nah – der Schirm brauchte nach dem Museumsbesuch nicht aufgespannt werden.

Während die 25 t Kies bachauf der Bahnquerung, Pinneberg, noch unbelaicht liegen …

… hat sich, von der Brücke Mühlenstraße bachauf, Überraschendes ergeben.

Auf dem Weg zum 3. Kies bachauf der Brücke Mühlenstraße – da wird doch nicht …

Naaaa … ???

Tatsächlich! Da ist massenhaft Kies bewegt worden.

Eine kleine Strömungsstudie zum Abschluss hier.

Ob das nun Meerforellen waren oder gar Lachse – wir wissen es nicht.

Blick bachab von der Brücke Christiansenweg nahe S-Bahn – hier abwärts, bis zur Brücke Mühlenstraße, hatten wir als Ziel der Strukturverbesserung primär massenhaft neuen Lebensraum für Wirbellose gesehen. Die Annahme, hier würden Salmoniden laichen, kam uns allzu verwegen vor.

Pinnau-Kies, Pinneberg.

Am 3. Dezember wurde bereits berichtet, dass die Brücken-Kiese in Pinneberg prima liegen und zwei von vier Depots am Hindenburgdamm zu Unterwasserkiesbänken umgestaltet wurden.

Da auf meiner Rundfahrt gerade Ebbe um Tideniedrigwasser in Pinneberg herrschte, habe ich die aktuelle Abflusssituation am Hindenburgdamm „mitgenommen“.

Das sieht ja gut aus.

Draufsicht – schicker Abfluss. Erstaunlich, wie „blank“ der Kies aussieht, wenn man die trübe Soße im Sinn hat, die hier bei Flut einstaut.

Gesamtaspekt mit Pegelanschnitt, bachab – Pinneberg hat, wie am Christiansenweg an der Mühlenau und sicherlich anderswo, offensichtlich noch Nachholbedarf bei der Regenwasserreinigung. Der Ausfluss aus dem großen Siel gegenüber sieht jedenfalls nicht sehr lecker aus.

So bleiben auch hier gute Wünsche für 2020.

Es folgen demnächst die Eindrücke von der Mühlenau, ländlich und städtisch.

Pinnau-Kies, im Ländlichen.

Im Beitrag vom 11. Dezember habe ich von Gefiederten an dieser Stelle berichtet – nun also zum Aquatischen.

Hier ein Detail der vorher als Gesamtheit dargestellten Strecke.

Es wird deutlich, wie wichtig der standorttypische Baumsaum auch an dieser Strecke ist, nicht zuletzt aus Gründen der künstlich durch Entbaumen überheizten Situation und des Klimawandels – „Keep your river cool“, wie man im englischsprachigen Raum sagt.

Dieses Laichbett in völlig offener Strecke ist noch nicht benutzt.

Die alte, steile Raue Rampe bachab zeigt, dass weitere Kiesschüttungen zum Auffangen des Gefälles möglich und nötig sind.

Auch zu dem Schreibtisch-mäßig ausgestalteten „Mäander“ werden wir uns Gedanken machen.

Es bleibt viel zu tun – 2020 steht vor der Tür.