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Archive for the ‘Wetter – oder was’ Category

Gestern schien noch die Sonne. Das wollte ich für eine Eiersuche nutzen.

Die Nachbarhausdächer zeigen mit Raureif, dass bedacht Auto gefahren werden soll.

Am ersten Zielort – weisse Wiesen, soweit sie im Schatten liegen.

Während der Fahrt hatten sich Nichts-Merker in Schattenlagen der Straße auf ihre Art ge-outet. Es waren durch solche Fahrer auch wieder Bäume beeinträchtigt (oder waren die Bäume unvermittelt in den Fahrweg getreten?).

Die Sonne bringt den Raureif in die Luft.

Sieh an, schon an dieser, nicht sehr attraktiven Stelle, sind 2 kleine Anlaichpunkte erkennbar.

Weiter geht`s.

Schwacher Nebel vor dem Wald.

„Bio-Turbation“: Kolk-Rausche-„Bau“ durch Fische (Strömung von rechts, ruhig wirkender Kolk, links Laichhügel, rauschend weiterfliessendes Wasser).

Wer war eigentlich zuerst da, wurde das anhand des Huhns auch für Fische geklärt?

Zum Kurvenschutz hatten wir hier eine Lenkbuhne aus Kies gesetzt.

Die war im Vorjahr durch Großfisch zu einem großen Laichbett umgebaut worden. Der Strömungsverlauf verläuft weiter, Ufer-schützend, günstig.

Auch hier, startend in der Innenkurve, wurde gelaicht.

Die Sonne und der Fotograf.

Wie im Vorjahr zur Kenntnis genommen – Laichplatz in von Fischen seitdem geteilter Rausche.

Kulisse mit AltErlen und Eichen.

Wo Eisen diffus zusickert, verarbeitet es die Natur, nur begrenzt störend.

Anderer Ort – eine Wildwechsel-Erosion, als hätte hier ein Kabelverleger vorgearbeitet. Die Rausche hier entdecke ich nicht.

Und weiter geht`s – konzentrierte Eiseneinleitung durch Dränrohr, heftige Punktbelastung.

Den Fischen scheint das (Ockerfarbe ganz links) nicht zu gefallen, alter Kies liegt unberührt.

Anderswo gefällt es ihnen besser.

Das Laichbett im Detail.

Und in Kolk-Rausche-Abfolge bachab das nächste Laichbett. Wie im Vorjahr müssen hier „Großmeister“ gewirkt haben.

Ortswechsel, immer schön entspannt – die AKN kreuzt.

Geradezu eklige Sandsohle – bewegter Erosionssand, das Leichentuch des Forellenbachs. – Ganz klar, weite Strecken warten auf Restaurieren.

In diesem Elend gesichtete Fisch-Pärchen führten zu „NotKies“-Gabe.

Den haben die Fische dankbar angenommen.

Auch am letzten Besuchspunkt, Blick bachauf, wurde gelaicht. Die Wasserführung ist während der vorigen Woche wieder unter Mittelwasser gefallen.

Da passt es doch gut, dass es ab heute – endlich mal ein paar Tage lang!  🙂 – regnet.

Die gestrige Tour hat sich gelohnt, die heutige morgendliche Radtour auch (wir wurden gut ange- bis durchfeuchtet).

Allen Gewässer- und Fisch-Interessierten (und allen anderen auch) wünsche ich einen schönen 2. Advent !

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Im Beitrag vom 5. November habe ich Kiesschüttungen in Pinnebergs Pinnau am Beispiel der „untersten“ und „obersten“ Brücke  beschrieben. Inzwischen hat sich an diesen beiden Stellen etwas getan – unten zuerst.

Über dem seewärts liegenden Kies, hier bei Tideniedrigwasser, wacht nun ein „Digger“.

Der Wahlspruch passt gut in die Zeit – kämen doch endlich mehr zur Vernunft. Überall, ob wie auf dem Plakat auswärts oder jeder vor seiner Haustür – es gibt viel zu tun.

Mal sehen, ob Pinnau-abwärts ein gemeinsames Projekt zustande kommt, wenn nach vorjährigen Konferenzen ab 2020 vielleicht „Realisieren“ ansteht.

An der „oberen“ Brücke, Hindenburgdamm, möchte der Landesbetrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz zusätzlich zur langjährig bewährten online-Pegelmessung eine Durchflussmessung neu installieren. So vereinbarten wir, dass der „Brückenkies“ abgeflacht und flächiger verteilt wird. Statt längerem Beobachten haben wir also jetzt eine flache Kiesbank hergestellt.

So sah es bis vorigen Freitag bei Tideniedrigwasser aus. Der Tidepegel zeigte seit Einbau „glattes“ Auf- und Abfliessen. (Ganz „schöner“ Dreck, der da von der anderen Seite aus dem Regensiel zuläuft?!)

Die neue Ansicht: Am Sonnabend vor dem 1. Advent schaufelten zwei hilfreiche Adventswichtel den Kies in die vereinbarte Form (der zweite hat hier gerade fotografiert).

Herzlichen Dank dafür!

Wir sind gespannt, wie es hier weitergeht.

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Vorsichtig radeln vom Geesthang in die Marsch! Das fühlbare Temperaturgefälle und ziehender Wind lassen morgens Frostiges ahnen. Und tatsächlich schwimmt auf einigen Marschgräben flockig bis kleinflächig erstes Eis. Im Lauf des Tages ist es schnell weg – und jetzt ist ja erstmal „kein richtiges Minus“ angesagt.

Aber da schwimmt noch anderes.

Durch windige Turbulenzen hat sich grüne Kunst geformt.

Schwimmblattpflanzen, Entenflott, Wasserlinsen – wie immer man das oberflächige Grün nennen möchte.

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Der erste Rolladen geht hoch vor Sonnenaufgang – Laternen im Nebel.

Wir radeln durchs Autal und gucken anschliessend nochmal (vorher keine Aktivität gesehen) am Marktplatz.

Da steht der Roland im Nebel.

Die Marktbuden – das nennt sich am 1. Advent „Weihnachtsmarkt“ – sind inzwischen offen.

Wie schön, freie Bewegung in dieser späten Vormittagsstunde – auch ein Foto „Roland frontal“ ist möglich.

Prima, das merken wir uns. Bevor das Gewühl losgeht, schmecken die Crêpes (z.B. mit Grand Marnier bzw. Cointreau) nochmal so gut!

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Nach morgendlicher Tour an Krückau und Ekholter Au (darüber mehr in 2020, wenn Restaurieren ansteht) bin ich angesichts der Nachmittagssonne schnell auf`s Rad gestiegen, bevor anschliessend Besuch mit einer Muschel angesagt war.

Wedeler Marsch, Sonne im Gegenlicht über dem Marschgraben Langer Damm.

Die Baustellensperre stand offen. Wie sich herausstellte, waren einige Dutzend Jäger auf Jagd nach Hasen und Fasanen (ca. 13 bzw. 3 waren im Vorbeiradeln bereits auf dem Hänger zu sehen).

Langer Damm, Blick Richtung Elbdeich.

Aufgeregt „bellende“, aufgescheuchte Hundertschaften Nonnengänse über Fährmannssand.

Saatlandsdamm, Blick mit der Sonne – seit einigen Tagen sind Gruppen von Wacholderdrosseln hier im Umfeld zu sehen. Bald wird die Zahl der Beeren schwinden.

Jetzt aber fix nach Hause. Den Besuch treffe ich vor der Tür …

So eine schicke, alte Muschel habe ich lange nicht gesehen, gefunden in der Düpenau.

Wie schon vorher in Schriftwerken und im Internet gesehen, hilft uns die Schale von aussen nicht sonderlich weiter. Formenvariabilität einiger Süßwasserarten verleitete schonmal zu Irrtümern.

Wir gucken anschliessend ins Innere, hier nochmal von aussen.

Diese nennen wir nun Unio. Hier ist gut ausgebildet die „Seitenzahnleiste“ des Schlosses zu sehen.

Und hier ist neben der Seitenleiste auch, weiter oben im Foto, der „starke zackenartige Vorsprung“, der Haupt-Zahn, erkennbar.

Die Zitate stammen aus (einer älteren Ausgabe von) „Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher?„, Kosmos Naturführer.

Mit dieser, immerhin für die Gattung klaren Ansage „Unio“ komme ich bei „meiner“ Muschel, jüngst an der Pinnau gefunden, zur anderen Gattung „Anodonta“. Die ist als „Teichmuschel“ also eher als Larve aus Mühlenteichen oder Neben-Stillgewässern in das Fliessgewässer Pinnau gelangt.

Von aussen, oval, Eisen-belegt, große Jahresringe.

Von innen: alles glatt – kein Schloss mit Hauptzahn und / oder Seitenleiste vorhanden – wir nennen meine Muschel also Anodonta (zahnlos).

Künftiges Befragen von Muschel-Experten wird uns für beide Schalen vielleicht noch die Artnamen bringen.

(Wer einen Tipp dazu hat, meldet sich bitte.)

Mein Wunsch führte zum Ergebnis.
Am Nikolaustag bekam ich abends einen Anruf von Jens-Peter Stödter, NABU Walddörfer – herzlichen Dank nochmals!
Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei der Anodonta aus der Pinnau um A. anatina , die Gemeine Teichmuschel. Die Unio aus der Düpenau ist wohl U. pictorum, die Malermuschel.

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Warten? – Worauf?

Na, zum Beispiel auf die Spargel-Saison 2020.

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Die Stadt Norderstedt legt Wert auf Nachhaltigkeit und überzeugendes Handeln in Zeiten nötigen Klimaschutzes. Teil dessen sind nicht zuletzt die Gewässer und ihr Umfeld. Auch an der Moorbek, im Stadtpark sowie im ländlichen Raum, soll das Restaurieren weitergehen.

In diesem Sinn wurden zwischen einem Grundeigentümer, Wasserverband und NABU Norderstedt Aktivitäten für 2020 verabredet. Das „Wiederherstellen des standorttypischen Forellenbachs“ ist das Ziel.

Blick bachabwärts, heute ein eher öder Sandkanal.

Blick bachauf der Restaurierungsstrecke.

Angesichts einer bereits vorhandenen, geringen Ausstattung des Bachs mit standorttypischen Pflanzen sowie  ansatzweiser Eigenentwicklung eines Baumsaums aus z.B. Erle, Weide und Eiche, ist bei ein Bisschen Hilfe zur Selbsthilfe eine gute Entwicklung zu erwarten. Nicht standorttypische Wasserpflanzen wie z.B. Wasserpest (eher Anzeiger für Stillgewässer und Lichtüberschuss) werden durch Fördern der Bachturbulenz und einer lichten Beschattung zugunsten der Bachpflanzen abnehmen.

Hierüber wird 2020 weiter berichtet.

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Mit Hoffnung auf den Wetterbericht – wird er zutreffen? – war gegen Abend ein Bisschen Sonne zu erwarten. Also rauf auf`s Rad, kleine Runde.

Noch sind allerhand Wolken vorhanden, ziehen aber ab. – Ein heller Streif am Horizont, Lülanden.

Bündtwiete – zum Glück fällt aus dem Dunkel über mir nichts mehr raus.

Wow – Blick von der Voßhörntwiete aus.

Auch nicht schlecht – Mittelweg.

Ich komme vom Enbargweg auf die B 431.

B 431 – Blick über die Geestkante Richtung Westen.

Jaaaa, wir befinden uns im „Baumschulkreis“ – mit allen Konsequenzen.

Eigentlich wollte ich noch einen Halbkreis runter in die Marsch dranhängen – aber plötzlich war die Sonne verschwunden.

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Im Beitrag vom 5. November ist über Kies um Brücken in der städtischen Pinnau, Pinneberg, berichtet worden. Als Strecke für Restmittel aus dem Förderprojekt der Metropolregion Hamburg wurde anschliessend ein Bereich Borstel-Hohenraden / Tangstedt ausgesucht, der sich wegen störender Erosion und nötiger Verbesserungen der Sohlstruktur für einen ersten Versuch zum Kennenlernen des Pinnau-Verhaltens anbot.

Zunächst wurde vor einer Woche ein Lkw testweise geschüttet. Das gelang aufgrund guter Wetterbedingungen, so dass tags darauf auch die weiter finanzierbaren 6 Lkw Kies platziert werden konnten.

Der Test-Lkw, etwas zu weit bachauf geschüttet, per Schaufel und Rechen leicht Richtung Erosionsstelle am Start der Rauen Rampe anzupassen.

Ja, da schien die Sonne noch!  🙂  Die Anpassung des Kies ist bereits erfolgt – herzlichen Dank, liebe Schaufler und Recher!

Und so sieht das nun (eine Woche später) von der anderen Uferseite aus – neben dem Stopp der Umläufigkeit wurde im Anstrom der Rauen Rampe eine Unterwasserkiesfläche modelliert.

Tags drauf will ich die Lkw 4 bis 7 einweisen – sieht so aus, als wäre ich genau pünktlich eingetroffen.

Lkw 4 und 5 fahren an (2 und 3 waren mit Baubegleitung bereits 2 Stunden früher hier).

Ein Bisschen rangieren, damit Handarbeit minimiert wird.

Genau mittig über dem Anstrom dieser Rauen Rampe schüttet Lkw 4 – Maßarbeit!

Lkw 5 hatte derweil bachab punktgenau übers Heck geschüttet – fertig, die beiden Lkw fahren ab.

(Eine Woche später) Auch der Lkw 4-Kies ist inzwischen in Handarbeit genutzt worden, einen Platz für Kieslaicher im Anstrom der Rauen Rampe zu modellieren.

Wie üblich haben die Fahrer als kleines Dankeschön eine Lektüre über Sinn und Zweck ihrer Arbeit hier erhalten.

Die Raue Rampe am weitesten bachab – hierfür war für diesmal kein Kies vorbesprochen. Da sich aber eine Umläufigkeit im rechten Anstrom andeutet, wollen wir zusehen, diesen Punkt zu entlasten.

Die beginnende, bereits deutliche Umläufigkeit im Detail.

Kleine Wetter-/Windstudie während des Wartens auf die beiden letzten Lkw: Genau gegen die Fliessrichtung ssteht ein ssssteifer Wind! Frisches, noch nicht eingeweichtes Herbstlaub wird gegen die Strömung gehalten bzw. bachauf geblasen.

Wind- gegen Abflussturbulenz, Detail.

Im Sandfangaushub – die Muschel und eine Riesen-Wollhandkrabbe, nur noch durch ein paar riesiglange Beine präsent, haben Otter und / oder Seeadler (ggf. anderen Vögeln) sicherlich gut geschmeckt.

Lkw 6 teilen wir auf, Nachschütten bei Position Lkw 2 und 3.

Die Hälfte von Lkw 7 nutzen wir zum Mindern eines wüsten Drehstroms.

So bleibt tatsächlich die zweite Hälfte zum Schliessen der Umläufigkeit an der untersten Rauen Rampe.

Nach Handbearbeitung ist die verschüttete kleine Erle wieder freigelegt, Überschusskies als Laich-Potential in den Anstrom der Rauen Rampe gelegt.

Fertig. – Wie üblich wird die Strecke in ihrem Verhalten zwischen Niedrig- und Hochwasser beobachtet, ggf. nachgearbeitet, wo nötig und möglich, Kies nachgeschüttet.

Der Schreibtisch-mäßig gebaut wie gemalte „Mäander“ bachab wartet in seiner Eintönigkeit und Ufergefährdung auf unsere Taten in 2020.

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Um es kurz zu machen – wir waren offenbar angesichts der langen Niedrigwasserführung von Elbe und Nebenbächen zu früh mit unserer Salmoniden-Nachschau. Aber zu sehen gibt es doch immer etwas.

Der Kieslenker, der im vorigen Winter von laichenden Meerforellen zu einer einzigen, großen Laichbank umgestaltet war, lenkt immerhin noch.

Die Aussenkurve, potentielle Gefährdung für eine recht schmale Fahrspur, bleibt weiter von vorher starker Erosion entlastet. Am vorn links frei liegenden Kies ist zu sehen, dass wir uns abnehmend wieder Richtung Mittelwasser bewegen. (Der gestrige, 16. November, andauernde Regen brachte 35 cm plus, die heute schon wieder Richtung MW abfallen. – Es fehlt halt die wesentliche Grundlage, die Quellschüttung aus Grundwasser nach wie vor.)

Die in früherem Beitrag als „angelaicht“ bezeichnete Stelle an von Fischen zweigeteilter, langer Rausche ist nun ein Beispiel für die Entwicklung von Kolk-Rausche-Abfolgen durch Fisch-Aktivität.

Kolk, rechts, in Fliessrichtung nach links die Rausche.

Mögen sich die Forelleneier und anschliessend -larven im hellen, frisch aufgeworfenen Kies gut entwickeln.

Nach allem, was wir ringsum hören, sieht es anderswo nicht aktiver aus. Ich erinnere mindestens ein Jahr aus den 1980ern, als wegen geringer Wasserführung die Fische erst (gefühlt) so zwischen Weihnachten und Neujahr in die Bäche „rasten“, laichten und ins Meer zurück verschwanden.

 

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