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Archive for the ‘Reisen’ Category

Mühlenaubrücke querab Regioklinik – sicher nutzbar.

Blick bachauf – die Galerie der Treibselsammler, beidseitig je 4, gut von Mittelwasser plus 25 cm durch- und überströmt.

Blick über die 4 linksufrigen Positionen (Nr. 4, von oben gezählt, unmittelbar am unteren Bildrand, bachauf der Brücke).

Winterlicher Eindruck rechtsufrig, brückennah.

(Die Uferseite habe ich hydrologisch, d.h. bachab benannt – von der Betrachtung scheint „lechts und rinks“ daher verkehrt herum benannt zu sein.)

Weiter Blick bachauf – die beruhigten Räume zwischen den Treibselsammlern sowie das besiedelte Treibgut locken viele Vögel an. Auch wenn die Fläche „leer“ erscheint: Im hinteren Schatten schwimmt eine Stockente. In der Gesamtstrecke sind wohl an die 10 größere Schwimmvögel unterwegs, im Uferbereich, nicht im Foto sichtbar.

Weiter geht`s zum Mühlenaupegel Rellingen.

Alles ok – die Rauschen rauschen.

Beim Ortswechsel Richtung Bönningstedt erwischt es alle, die unterwegs sind. Foto beim Ampelstopp. – Ein heftiger Schneeschauer zieht eilig über Land.

Wie ich später auf dem Wetterradar feststellte war mein Fahrbereich, etliches nördlich Wedel, mit sehr viel mehr Niederschlag in Form von Schnee(schauern) bedacht.

Recht hat er, der Wetterbericht. – Da hofft man, beim nächsten Stopp das Ende des Schauers (zeitlich) hinter sich zu haben.

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Bei Morgensonne wandere ich die Mühlenau bachauf Rosengarten, Pinneberg, an. Mir scheint, hier wird ein weiterer Baumrecke restlos verschwinden.

Nebendran kann man Gutes Beispiel sehen. – Ich hoffe, auch beim Fällkandidaten wird nach der Methode „altes Holz im Wald lassen“, ob stehend oder liegend, angewandt.

Die Brücke ist gesichert für Fußgänger und Radfahrer, mit Salz.

Mühlenau, mittlerer Abfluss plus 25 cm, sinkend – bachauf der Brücke steht, gut ins Ufer eingebunden, unser alter Test-Treibselsammler. Die Turbulenz zeigt die weiter gute Wirkung.

Blick bachab, zum „Buchenbogen“-Kies. – Mal näher ran, wer da auf der Wasseroberfläche sichtbar ist.

Stockente und …säger – im Umfeld der Lenkbuhne scheint es fischig interessant zu sein.

Die Bank zeigt, hier unterm Buchenbogen sitzt es sich hervorragend. So entsteht – durch Hundebegleitung – heftige Ufererosion, die uns vor Jahren zur Positionierung dieser Lenkbuhne veranlassten.

Kies-Lenkbuhne (Unterwasserlenker leicht gegen die Strömung gelegt) aus der Nähe – gute Uferschutzwirkung, Strömungslenkung und Turbulenzanregung.

Der …säger ist ärgerlich, will den Platz nicht verlassen, rast tauchend mal bachab, dann wieder bachauf. Nach einer Weile geht er in größerer Entfernung bachab in Wartestellung.

Genug gesehen, diese Stelle hat sich angesichts ihrer schnellen Zugänglichkeit als gute Erläuterungsposition für Holz- und Kieseinsatz beim Bach-Restaurieren entwickelt. Ich wechsle zur Brücke bachauf mit den 8 langen Treibselsammlern.

Vorbei geht`s an beeindruckenden Mehrfachstämmen Erle und Hainbuche.

Nahebei stehen Alt-Eichen, ohne und mit Efeu.

Nochmal abgebogen, hangabwärts – (Foto aufgrund der Verhältnisse scheinbar schwarz-weiss …) der kleine Zulauf Richtung Mühlenau hat in seinem rauen Äste-Laubgrund allerhand ausgefälltes Eisen zwischengelagert.

Der gestrige Eindruck zur Treibselsammler-„Galerie“ folgt demnächst.

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[Heute Morgen, Dienstag, legte uns ein dickes, quer durchziehendes Schneegebiet innerhalb von 30 Minuten 10 cm Schnee hin – besser als das Blitzeis, das anderswo regiert. – Hier folgt zunächst das sonntägliche, nun mit-Rückenwind-Radeln zum Schulauer Hafen.]

Richtung Elbdeich Fährmannssand – tief sind die meisten Marschgräben gebaggert, laufen bei Ebbe trocken.

Der Bau des Elbdeichs mit Sichern hinterliegenden Marschlands hat, verbunden mit Absinken des Tideniedrigwassers durch Ausbau der Elbe, seit den 1970ern ein Absinken des Vorgeest-Grundwassers um mehr als 1,5 m gebracht. Die Höhenveränderung des Marschlands dürfte analog verlaufen sein, wenngleich deutlich geringer.

Scharf weht der Nordwestwind, waagerecht zieht die Dampffahne des Kraftwerks.

Ablaufende Mitteltide, klare Luft bei uns, Schauer jagen über Niedersachsen.

Landwärts fotografiert ein Vogelkieker.

Schnell hat mich der Rückenwind zum Sturmflutsperrwerk Wedeler Au getrieben. „Draussen“ sind sowas wie 2 1/2 Treibselsäume jüngerer Sturmfluten abgelegt.

Nahe dem Schulauer Hafen liegt flächig eine Eisschicht, …

… teils über die gesamte Straßenbreite.

Dies ist Folge eines „Quell-„Aussickerns von Wasser aus der Deichschräge. – Der Bauhof Wedel prüft die Angelegenheit, gibt ggf. weiter an Zuständige auf Landesebene.

Blick West von der Westmole des Schulauer Hafens über den Sandstrand – laufende Ebbe entwässert den Sand.

Das Ostende des Sandstrands ist durch die örtliche Hydraulik bereits heftig eingetieft, versteilt.

Südblick über die Westmole des Schulauer Hafens – die Wolken rasen (vorbei), die Sonne erscheint.

Blick über den Hafen – Lachmöwen, ein kleines Seeschiff.

Blick Nord – Werbefoto für das Hotel, vorn links vom Sandstrand angewehter Sand (Strand fürs Hotel im Werden?), Lachmöwen.

Nein, der Sand dort wird selbstverständlich wieder entfernt. Am Sandstrand wird Sisyphos-Bemühen weitergehen, den Sand dort zu halten.

Die Wellen des kleinen Seeschiffs treffen ein. Schwall und Sunk leisten ihre Arbeit am Sandstrand …

Die Sonnenphase ist vorbei, Starkwind raut die Elbe auf.

Es wird ungemütlich – Zeit, nach Hause zu radeln.

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Der Radelstart am Sonnabend verlief bereits gut – zwischen Schauern.

Der Sonntag liess sich noch besser an. – Rückblick nach Queren der B 431.

In Fahrtrichtung – es galt aber, den Horizont im Auge zu behalten.

In der Wedeler Marsch, Steinweg – Morgensonne wirft Schatten, Schwarz-Weiss, etwas entfernt.

Dichter dran – ein Schwarm Nonnengänse beim Frühstück. Am Horizont rast Schwarzes auf der Route Hetlingen – Holm.

Oha!

DA fahre ich schonmal nicht hin. Schnell genug erreichen mich Niesel bis Schauer im Zweifelsfall auch auf der östlichen Variante.

Die Vorführ-Kopfweide ist frisch frisiert. Auf das neue, abwechselnde Schneiden hatte ich bereits hingewiesen.

Langer Damm, Pappelreihe – wo seit Jahren eine große Maserknolle zu betrachten war, die zwischendrin zusammenschrumpfte, wachsen nun Pilze, groß.

Die Struktur kommt mir, nach jüngstem Experiment Austernseitling, bekannt vor. – Die Sonne ist weg!

Blick zum Elbdeich – schneller als gedacht, jagt ein Schauer heran.

Wie gut, dass die Pappeln so dick (und noch nicht gefällt!) sind. Ich stelle mich ins Lee.

Auch wenn sich der Schauer sehr schnell bewegt, landseits immer neue Flächen beregnet / -prasselt, es dauert doch eine Weile.

Ruheraum und Zeit, die Pilze näher zu betrachten.

Zur Gruppe der Seitlinge gibt es allerhand Information, ich biete hier die Version Berindeter Seitling.

Etliches, was groß vorhanden ist, ist offenbar geerntet worden – rechts unten als Beispiel. Die Hüte sind mitgenommen, die Stiele in Stücken zurückgelassen. Eins habe ich mittig platziert.

Aus dem „Wurzelholz“ (falscher Ausdruck, vgl. Link oben „Maserknolle“) guckt hier und da ein Entkommener heraus.

Allerlei Jungwuchs erobert sich weitere Fläche.

Schon ist der Schauer vorbei, ich radele weiter.

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Vorgestern sah es ringsum noch so aus.

Über den Tag, wechselnd, kämmten Büsche und Bäume wehende nasse Luft zu Raureif.

In der Nacht auf gestern dann überrollte uns eine Warmfront mit „warmem“ Regen.

Da starte ich doch begeistert, aber sehr aufmerksam in Nordpositionen und an Querungen von Nebenstraßen, eine Radtour entlang der B 431, Richtung Holm.

Gelegentlich verbliebene Eis“schienen“ zeigen, dass Aufmerksamkeit geboten ist.

So entsteht während des Fahrens der Weg – nicht in die Marsch, der Gegenwind Richtung Elbe muss nicht bei der ersten Tour abgeradelt werden.

Über den Holmer Berg weg (da, wo sich Segler wie Greifvögel und Störche gern hochschrauben) lande ich an der Anbindung des alten Deichs, Holm – Hetlingen.

Die Marsch ist nass, linksrum geht`s zurück, Am Hang.

Blick NW in die Marsch – nass.

Blick S, nasser – der Weg Am Hang führt, etwas höher liegend als die Marsch, unten am Geesthang längs.

Seenplatte mit Galloways. Die stehen hier, anders als die Highlands im Wedeler Autal, auf trockener Schräge. Zwar ist die Grasnarbe verletzt, die Tiere sinken aber nicht über die Klauen, Knöchel, bis zum Knie im Schlamm ein. Dabei hilft nicht zuletzt auch die geringere Besatzdichte auf gegebener Fläche.

Weiter westlich stört meine Ankunft knapp 40 Graugänse. Langsam schreitend weichen sie etwas aus.

Kleinklima – hier lag offenbar eine dicke, von der hangseitigen Fahrspur verdrängte Schneewurst. Als Eisstrang verblieben, von Tauwasser durchschnitten, taut sie nun vor sich hin.

Detail.

Ende Am Hang – der Sauerbeck rast aus der Geest in die Marsch. Die jüngsten Hochwasserabflüsse erodierten sichtbar in der scharfen Rechtskurve.

So sieht der Bach in seinem neuen Raum aus – langer, strukturloser Kanal.

Ich kehre um, fahre am Angelpuff vorbei (historisch eingestautes Sauerbeck-V-Tal, schade drum!) den Geesthang hoch, Richtung Wedel.

Dabei passiere ich den, hier noch gefällereichen, Sauerbeck.

Zu Kraft des Wassers, dem Verbau (soll ich schreiben „Verhau“?, meine Güte!) und Verbesserungen bringe ich demnächst mal meine Ideen an den zuständigen Mann (und die Frau).

Da der Sauerbeck als Kiesbach von der Moräne angestürmt kommt, wären Erosionsminderung, Höhenausgleich durch Rauschen ein Angebot für Kieslaicher (die Kandidaten aus Karpfen-, Neunaugen- und Forelle-Familie sind zahlreich). – Könnte ja klappen, es käme auf den Versuch an.

Oben, on top, auf der Geestkante zeigt ein baumbestandener Grabenrest jüngste Geschichte: vollgestaute Mulde, zugefroren. Mit höheren Temperaturen versickerte das Volumen, das Eis brach. Nun taut es munter drauflos.

An der B 431, Pferdeweide nebendran, hat ein Zuständiger seine Arbeit nicht erledigt.

Jüngst pumpte IZ-orange-Fahrzeug (Straßenmeisterei ?) mit kleiner Pumpe den die Pferdekoppel unter Wasser setzenden Graben (etwas) ab.

Ich erinnere Jugendzeiten, wo wir mit Stangen und anderem geeignetem Gerät wenigstens einen Mindestabfluss der abwärts liegenden Rohrüberfahrt herstellten …

Heutzutage denke ich an Spüllanzen und Ähnliches …

Wahrscheinlich kam die Zwischeneiszeit ungelegen. Der Graben abwärts jedenfalls muss bis zur Rohrsohle freigemacht werden.

Es gibt halt immer etwas zu tun.

Den mit starkem Westwind heranstürmenden Regenschauern bin ich entkommen.

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Über die Wedeler Marsch, Fährmannssand, Sturmflutsperrwerk Wedeler Au (s. voriger Beitrag, Fotos vom 3. Januar) bin ich auf dem Weg zum Schulauer Hafen, Rückenwind treibt mich.

Über den Hafen des Wasser- und Schifffahrtsamts Hamburg, Bauhof Wedel, blicke ich zur Elbe. Ein mittlerer Containerfrachter fährt bei Thw und böig-stürmischem Wind seewärts.

Das ist Normalität im Elbe-Aestuar. Allerdings wirken die Containerfrachter mit hoch aufgebauten Containern wie Segel bzw. eine bewegliche Wand, die der Wind beeinflusst. Kommt Sturm von der Seite und – zum Glück äusserst selten – noch ein Problem am Schiff hinzu, besteht schonmal die Gefahr, dass die gesamte Fahrrinne durch Querstellen blockiert werden kann. Im Februar 2016 saß ein Containerriese auf dem Süßwasserwatt Fährmannssand / Hetlingen längere Zeit fest. Tourismusströme entwickelten sich mit Verstopfungen des gesamten Marschumfelds, Niedrigwasserwanderungen zum Schiff ohne Kenntnis von Watt und Prielen … – Alles nochmal gutgegangen – möge sowas so bald nicht wieder vorkommen.

Blick über den Sandstrand zur Westmole des Schulauer Hafens. Das Wasser läuft ab, Stand etwa mittleres Tidehochwasser – nach kleiner Sturmflut, plus ca. 1 m.

Auf der Westmole.

Drei Lachmöwen, kabbeliges Wasser westlich, über dem Sandstrand – der Wind treibt offenbar an diesem querliegenden Hindernis allerlei Interessantes, Fressbares zusammen.

Aufmerksam beobachtet diese Möwe im Flug das Geschehen.

8 Lachmöwen beim erfolgreichen Futterfinden.

Zwischendrin auf der Mole ausruhen ist auch angesagt.

Blick West zur Lühemündung über raue Elbe – hell leuchtet die erweiterte Stromtrasse am Horizont.

Blick Ost, KoKW Wedel, am Horizont Hafen Hamburg, rechts Insel(n) Ness- / Hanskalbsand.

Im Wegradeln – am Hafenkopf Treibsel von der jüngsten Hochflut auf dem Slip.

Sturmflutschutz, nördlicher Hafenkopf – rings um das Hotel ist das erforderliche hergestellt.

 

Wie ich im Bericht vom 25. Dezember nach der höheren Sturmflut zeigte, ist Wedel auf solche Situationen eingestellt.

Jetztzeit: Die Eiszeit, Wandern statt Radeln, ist (vorübergehend) durch Wärmeankunft vorige Nacht beendet. Schnee und Eis sind weitestgehend, bis auf Reste von zusammengeschobenen Haufen, weg. Niesel bis Regen ist angesagt. – Sollte eine beradelbare Phase heute existieren ???

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Rückblick auf Schnee- und Eis-freie Zeit – am 3. Januar radelte ich den Geesthang zum Steinweg in die Marsch runter, Ziel Schulauer Hafen, so der Starkwind (W / NW 5 mit stärkeren Böen) es zuliesse. Leichte Sturmflut war angesagt.

Der Graben am Steinweg ist ultimativ Wasser-gefüllt, die Tieflagen der Marschwiesen sind überstaut – Gekläffe von fern liegt in der Luft.

In der Ferne, vor dem Geesthang, hat irgendwas einen größeren Schwarm Nonnengänse erregt – mit üblicher Folge Auffliegen mit Gekläff. Alles Raue, auch auf den entfernten Wasserflächen, wird von Binsen (wie vorn) bestimmt.

Fernblick Langer Damm nordwestwärts, da sitzt was – fast scheint es, als würde Windschatten hinter dem Hetlinger Binnenelbe- und dem Sommerdeich gesucht.

Vergrößert: Hinter dem Sommerdeich sitzen viele hundert Nonnengänse.

Zwischen Binnenelbe und Elbdeich – die Marschwiesen Richtung Sperrwerk Wedeler Au sind zur Seenplatte geworden.

Hinterm Elbdeich angekommen – das Kraftradeln (punktuell bis runter in den 1. Gang) gegen bzw. schräg gegen den Wind bei gelegentlichem Windschutz ist vollbracht. Von hier an verläuft die Fahrt getrieben von „gut Rückenwind“ – aber erstmal klettere ich auf den Deich.

Blick vom Elbdeich Fährmannssand – vorn das Treibsel von der Weihnachtssturmflut, dahinter überschwemmtes Vorland (vorige Flut ca. 1 m höher als normal), die Elbe auf dem Süßwasserwatt etwa im Thw-Stand, ablaufend.

Blick Richtung Lühemündung und -Anleger – Gänse auf dem Vorlandwasser, schäumende Wellen durch gegen die Tide stehenden Starkwind.

Impression Deichkrone: Raues Wasser auf der Pfütze vor der Bank – keine Sitz-Saison (zur Zeit nur mit Gummistiefeln und dicken Wintersachen).

Sperrwerk Wedeler Au, Blick binnendeichs – hoch angestaute Binnenelbe, von noch höherer Elbe durch Schott getrennt (hinter mir, kein Foto). Nasse Marsch vor Wedels Geest.

Vor dem Elbdeich: Vom Nordwest seinerzeit bei der Weihnachtssturmflut (Thw plus 3,20 m – das war schon was!) am Deich hoch gelagertes Treibgut, flächig.

Blick zum Übergang Mündung Binnenelbe / Wedeler Au in die Strom-Elbe – Rauigkeit zeigt Sturmwind, Luv und Lee zwischen kleinem Auwald und Elbdeich.

Und weiter geht`s Richtung Schulauer Hafen, im nächsten Beitrag.

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Mein Thema zum Stichwort Gewässerschutz sind in der Regel Bäche und kleine Flüsse auf der Geest, Moränenbäche mit Kies-Charakteristik – leider häufig verkannt und daher in ihrem Verbesserungsbedarf, aber auch -potential unterschätzt.

Dass – oft künstlich angelegte – Entwässerungsgräben der Marsch anders, härter angegangen werden, belasse ich in der Zuständigkeit von Verbänden und teils in Sachen Fortbildung engagierten Landesverbänden, Behörden, teils beteiligten Berufsgruppen.

Gleichwohl begegen mir beim Radeln Realitäten, die es doch zu zeigen lohnt.

Mir war schon vor längerer Zeit aufgefallen, dass dieser kanalartig gerade Marschgraben bei der vorigen Gewässerunterhaltung auf der vom Baggerfahrer nicht einsehbaren Fahrseite heftig im Ufer verletzt war. Inzwischen wurde die Situation verschlimmbessert.

Durch Anschneiden der schützenden Uferschicht waren Sackungen aufgetreten. Die wurden nun ausgebaggert.

Detail – das gesackte Ufer wurde auf Land gelegt.

Wie stetig wiederkehrend für Geestbäche beschrieben, entsprechen heutige Gewässerquerschnitte nicht mehr der Planfeststellung. Die Gewässer sind durch harte Gewässerunterhaltung überbreit und übertief geworden – nun sehe ich das Beispiel also auch hier.

Der Charakteristik dieses Gewässers im netzartigen Marschentwässerungssystem – im Volksmund „Hechtgraben“ genannt – dürfte solch Operation nicht genützt haben.

Vermutlich die gleiche Organisation und Firma lieferte ein weiteres Beispiel zu Kopfschütteln führenden Arbeitens.

Hier wurde das einsehbare Ufer fast unmittelbar an Kopfweidenstämmen abgebaggert. Es dürfen Wetten abgeschlossen werden, wann die Kopfweiden mangels halbem Wurzelteller stürzen – und wann die Straße sackt.

Tja …

Mein gutes Beispiel jüngeren Radelns betrifft die Kopfweidenpflege. Darüber hatte ich 2020 einen Beitrag geschrieben, der von einer Fachzeitschrift aufgegriffen und direkt übernommen wurde. Vermutlich wurde die Arbeit von privat an eine nicht fachkundige Firma vergeben – soll nicht so sein.

Neulich, vom Schulauer Hafen (Bericht folgt) nach Hause radelnd, sah ich fern in der Marsch …

… Orange, mit Blinklicht – der Bauhof Wedel bei der Kopfweidenpflege.

Bei späterem Radeln konnte ich das Ergebnis aus der Nähe bestaunen.

Es sind nicht nur die Kopfweiden so beschnitten, wie es fachgerecht erfolgt. Etwa jede zweite wird belassen, so dass die Weide als Frühblüher in wichtiger Jahreszeit Nektar und Pollen in Fülle spenden kann.

Dafür ganz herzlichen Dank (nicht zuletzt im Namen der bedrohten Insekten- und Vogelwelt)!

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Noch geht Radeln nicht – obwohl einzelne Kampfradler zu erleben sind (mögen sie und umgebende Fußgänger ungeschoren davonkommen!).

Da habe ich ein paar Besonderheiten, aus Tagen unmittelbar vor der gegenwärtigen „Eiszeit“, viel Regen, Sturmflut gut überstanden – hier mit Vögeln.

Mal wieder vom Radweg entlang der B 431 in den Sauerbecksweg abgebogen – Wiese quitschnass, mit Flachsee.

Den Geesthang runter in die Marsch, am Brunnenschutzgebiet gen Idenburg vorbei – da grüßen die Farben Rot-Schwarz-Weiss (alphabetisch, um nicht in falsche Verdächtigungen zu geraten).

Der Weissstorch landete inzwischen im NABU-Jahreswechselbericht. Wir hoffen, dass er die gegenwärtige Eiszeit gut übersteht.

Gen Idenburg – Seenplatte, vor der Eiszeit.

Das sind nun alles Regionen, die für mich angesichts vereister Straßen und Wege unerreichbar sind. – Die „Flachseen“ dürften nach den schweren Nachtfrösten der vergangenen Nächte zu hervorragenden Schlittschuhbahnen geraten sein – wohl bis maximal morgen …

Blick vom Elbdeich Hetlingen gen Wedel – interessant, die Treibselverschiebungen, höher am Deich, nach gemeisterter Sturmflut ringsum.

Mehr Röhricht für mehr Flutsäume in welcher Position auch immer ist reichlich vorhanden. Noch entstand (bis zum Fotozeitpunkt) auf dem Süßwasserwatt kein im Tidegeschehen bewegtes Eis, das das Röhricht quantitativ abrasiert hätte.

Auf der Deichkrone – da hat`s (wer oder was ??) eine Ratte erwischt. Störche, Reiher, Greifvögel profitieren von der Nässe. Die Nager, groß wie klein, halten sich zwangsläufig im oberen Bodenbereich auf.

Elbdeich Fährmannssand, Blick binnendeichs – von Osten fliegt ein aufgebrachter Schwarm Nonnengänse heran.

Kurzes Kreisen, …

… dann landen sie und gesellen sich zu einem vor Ort äsenden kleinen Schwarm.

Am Saatlandsdamm zeigt eine Reihe Schwarzerlen, was hier unter anderem von Natur im / am Feuchten wachsen würde – im Zweifel Auwald mit Weiden, Erlen, Eschen und begleitender Flora.

Nicht gefallen auf Dauer hat der nasse Marschboden einer Obstbaumplantage mit Frostschutzberegnung. Die wird gerade nach wenigen Jahren Nutzung abgeräumt.

In folgenden Beiträgen berichte ich noch von schlechtem und gutem Beispiel Gewässer- und Umfeld-Unterhaltung in der Marsch. Auch vom Eindruck des Schulauer Hafens, Wedel, nach der Sturmflut wird zu berichten sein.

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Sonntag Morgen, Blick Ost – wir fahren an die Landesgrenze, zum Elbwanderweg.

Angekommen – sonnig, eisig, schneidender Ostwind auf der Höhe.

Kurz vor Tidehochwasser blicken wir von der Höhe auf die Elbe, nun windgeschützt vor / von der Hangkante.

Ein einsames Binnenschiff fährt seewärts.

Wellen, vom Binnenschiff verursacht – selten heute. Fast bis zur Mitte des Tideflusses wirkt sich das Lee des Elbhangs bei scharfem Ostwind aus.

Nun unten auf dem Elbwanderweg – Sichtbeziehungswahn … (Unterfeuer Rissen, synonym: Leuchtturm Wittenbergen).

Blick zurück – Sichtbeziehungen scheinen wichtiger als Elbhangstabilität, Natur und Klima.

Aus dem geschichteten Moränenhang tritt quellig an mehreren Stellen Wasser aus.

Angesichts der Frosttemperaturen sucht sich das Wasser offenbar andere Wege als gewöhnlich. So schlängeln wir Wanderer uns über geeignete Pfade.

Fast Tidehochwasser – Blick auf den Anleger Wittenbergen.

Am Anleger kehren wir um. Kleine beschneite Eisschollen liegen in schmalem Spülsaum westwärts.

Schneeiges Lichtspiel mit freigespülten, umeinander gewundenen Buchenwurzeln.

Eine von 2 verstümmelten Alt-Weiden.

Blick hoch hinauf zur Hangkante – aufgrund des Weitsichtwahns ist der beeindruckende Elbhang hier flächig mit Brombeeren bewachsen (das macht die Natur nunmal so bei Lichtüberschuss – den Altonaer Gärtnern gefällt`s nicht). Oben zeigen Jungweidentriebe frühe Kätzchen.

Nebendran fordern Private gleiches Recht. Wenn staatliche Gärtner standorttypische Naturvegetation beseitigen können, können wir das auch … – Was für ein Anblick!

Na, lange brauchen wir diesen Blick von unten  nicht mehr erleiden. Der Blick auf den Elbhang wird demnächst – Hamburg macht 5 Mio € locker – von einem frei aufgeständertem technischen Elbwanderweg verdeckt.

Mit lebendiger Geologie kommt mensch in Deutschland offenbar nicht zurecht. So hatte der bewegte Moränenhang den ursprünglichen an der oberen Kante verlaufenden Wanderweg zerstört, vgl. das sonnige Wandererlebnis vom 21. Dezember 2020.

In Dänemark, z.B. an den Steilhängen des Vejlefjords, geht man mit so etwas, „Lille og Store Bjergfald“ – ein kleiner und ein großer Grundbruch oder Hangrutsch – anders um, geniesst Natur statt Menschenwerk.

Mir jedenfalls sind alt werdende standorttypische Bäume, wie hier sonnenbeschienener „Efeubaum“, Weide und Eiche lieber (wir nähern uns dem SH-Stück, wo alles-Absägen nicht die Priorität hat wie im Hamburgischen).

Letzter Blick, nun wieder von oben, auf die Elbe – das so nett rot Leuchtende ist vermutlich ein Neophyt aus der Gruppe der Japan- oder ähnlicher Knöteriche.

 

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