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Archive for the ‘Reisen’ Category

Stade hat uns einmal mehr gut gefallen. Nun radeln wir zur Lühe-Schulau-Fähre zurück.

Wie gut, dass der Elberadweg stark befahrene Straßen meist meidet.

Kirschen, direkt vom Erzeuger – erstaunlich die Preisdifferenz zum eigenen Wochenmarkt auf der anderen Seite der Elbe.

Charakteristisches Bauernhaus im Alten Land.

Und die spezielle Toreinfahrt dazu.

Wieder rüber, über`n Deich.

Wir erhalten eine kleine Vorstellung, wie sich die Elbe-begleitenden Dünenketten entlang der Marsch früher wohl entwickelt haben.

Hochspannung quert, Deichpfleger Schaf pflegt den Deich.

Leuchttürme säumen unseren Weg.

Schilfröhricht-Partie.

Wieder mal auf dem Deich – ein Haus / Häuser im Hintergrund?

Höhenverhältnisse an der Elbe – buten un` binnen.

Wohl doch kein Haus.

Ein Segelboot …

Horizont gefüllt – Containerfrachter.

Und gleich dahinter eins der größeren KlappBaggerSchiffe.

Spätestens seit der vorigen Elbvertiefung vor der Jahrtausendwende ist das hydraulisch-hydrologische Tideflusssystem aus dem Ruder – es wird 5mal so viel Baggergut gebaggert wie vordem. – Wer zahlt ?! – So etwas muss man wohl Eigenverursachung, Eigenverantwortung nennen. Ich habe es auch benannt.

Ankunft an der Lühe-Mündung.

Die Fähre wartet schon am Anleger.

Ein Sportboot und ein Containerfrachter, im Hintergrund der Hamburger, Blankeneser Elbhang.

Schon ist der Containerriese heran.

Über dem Schlickfang vor Wedel – eine weitere, frühere Flachwasserfläche, die der Schifffahrt geopfert wurde, dem Ökosystem als wichtige Jungfischstätte verloren ging.

Elbinsel gegenüber Wedel – wir steigen aus.

„Eine Seefahrt die ist lustig …“ – demnächst wollen wir solch Erlebnis wiederholen.

Die Willkommhöft-Flaggen begrüssen uns.

 

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Wir sind mit der Lühe-Schulau-Fähre und per Rad nach Stade gefahren, s. voriger Bericht.

Der Tidebereich des Flüsschens Schwinge endet – von der Elbe kommend betrachtet – an den Wehren der Stadt.

Wanderorganismen, die weiter aufwärts im Bach laichen wollen, haben es hier (wie an noch so vielen Stellen Niedersachsens) schwer.

Stades Zufahrt „von See“ wird weiter gut bewacht.

Londons „Docklands“ hat sich auch Stade bei der Reaktivierung ehemaliger Werftgelände zu eigen gemacht.

Wir gehen Richtung Fischmarkt.

Der alte Fischmarkt, fast erreicht.

Ein toller Hecht – mit Fischersfru.

Die barocke Kirche Ss. Cosmae et Damiani, offenes Haus.

Solch altes Rathaus hat oft genug auch heute einen Brau- / Ratskeller – hier empfehlenswert.

Interessante Flüssigkeiten.

Ratskeller aussen, Blick „bergab“. – Angesichts der Höhenunterschiede im alten Stade haben wir uns gewundert, keine „Bergstraße“ gelesen zu haben.

Kultur – Natur, Natur – Kultur, auch hier: der Apfel.

Hinterlassenschaft eines Fischereibiologen – lecker war die Scholle mit Salat!

Blick zurück.

Sieh an, ein Zander. Auch das Anglerauge kommt nicht zu kurz.

Und dann kann man den Fischer und den Butt treffen.

Natur und Kultur – Eiszeitsteine aus Skandinavien (vom Gletscher geliefert) und Backstein.

Da sage mal einer, es gäbe kein Einhorn – hier sogar in Gold!

Und gleich dazu: ein Goldener Löwe.

Zurück am alten Hafen(kran).

Die Treppenabgänge an den alten Hafenkais lassen die Längen der damaligen Schiffe ahnen.

So langsam müssen wir an die Fähre denken – bzw. unsere Radtour dorthin.

Also raus aus dem alten Stade – der Schwedenspeicher vor uns.

Eine Kogge, Symbol der früheren Hansewirtschaftsmacht und -pracht.

Neben unserem Fahrradparkplatz stürzt klares Schwingewasser in den stark getrübten Tidebereich.

In den Docklands fädeln wir uns in den Elberadweg ein.

Auf zur Fähre.

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Blick auf die Karte – Stade ist von Wedel gar nicht weit weg. Luftlinie 15 km.

Ohne Luftschiff hilft diese Kenntnis herzlich wenig. Per Auto wird der Elbtunnel vorgeschlagen, macht sowas bei 63 km – nicht sonderlich verlockend.

Da gibt es allerdings von Wedel aus noch eine blau-gelbe Gelegenheit, den Fluss zu queren, die Lühe-Schulau-Fähre. Anradeln zum Willkommhöft und vom Anleger auf der anderen Elbeseite man gerade 13 km bis Stade, das sollte kein Problem sein.

Die Fähre liegt schon da. Keine Panik, es ist noch Zeit bis zur Abfahrt.

Ruhiges Wetter. Ein Kormoran. Im Gegensatz zu anderen Anglern regt mich der Vogel nicht auf – es gibt andere Probleme am und im Gewässer.

Hamburgs Hafenkräne bestimmen den östlichen Horizont.

Wenn man die Kraft dieses kleinen Schiffs sieht, wundern einen sonstwas für Auskolkungen im Grund von Hafenbecken der Großschifffahrt nicht die Bohne.

Mal was anderes – ein Edelweiss auf der Elbe.

Wir hatten Verspätung in der Abfahrt durch eine verschlafene Schulklasse. (Die hätte auch gern die nächste Fähre abwarten können.)
Der Käptn hat dann aber so viele Pferde eingespannt, dass wir in fast 15 Minuten schon „drüben“ ankommen.
Die Lühe-Mündung.

Blick zurück.

Noch mal genauer Richtung Industrie gucken – ein Containerfrachter verlässt den Hamburger Hafen.

Die Stimmung ist gut.

Wir radeln vorm Deich Richtung Stade. Kleine Schilder kennzeichnen den Elberadweg.

Immer weiter – mal ohne, mal mit Bäumen dicht dran.

Das Deichvorland ist schmal, oft genug genutzt – viel Natur hat man der Elbe hier nicht gelassen.

Rauf auf den Deich – es geht binnendeichs weiter.

Das Alte Land, Obstanbaugebiet.

Mehr zum Stichwort Altes Land.

Querab Stade liegen regelhaft Frachter auf der Elbe, warten – worauf? Hell leuchtet der kleine, ehemalige Leuchtturm Juelssand.

Am Horizont das Kernkraftwerk Stade – Zeugnis des Industrialisierungswahns der 1970er. Gut, dass der seinerzeit nach (subjektiv) unglücklichen Anfängen ein Ende gefunden hat.

Eine kleine historische Übersicht zur Unterelbe.

Ok, dieses Foto verrät mich – eingenetzte Kirschen. Unsere Radtour ist schon ein paar Tage her.

Die Äpfel nehmen auch schon Farbe an.

Hinterm Deich ein Fleet, eins dieser wichtigen Ent- und Bewässerungs-Elemente, die auch das lokale Kleinklima bestimmen.

Fleet-Mündung in die Schwinge, Stades Flüsschen, hier im Tide-Bereich.

Blick über die Schwinge auf Stade.

So weit für heute – „Stade innen“ und Rückfahrt folgen demnächst.

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Super-Exkursionswetter, trocken, nicht zu warm, was wollten wir mehr?

Startpunkt Mühlenstraße, Querung mit der Mühlenau. An alle nötigen Utensilien ist gedacht.

Kleine Orientierung vor den Start bachauf – Blick bachab.

Die Engstelle oben im Foto zeigt, dass die Mühlenau (wie wohl jedes ausgebaute Fliessgewässer) im Niedrigwasserprofil Einengungen problemlos verkraften kann.

Turbulent fliesst das Wasser vom Hochpunkt Brückensohle Richtung Pinnau.

Blick von der Brücke, bachauf. Das Wasser ist glasklar. Die Sohle …

Viel von dem, was wir sehen werden, dient dem Verhindern des „Leichentuchs bewegter Sand“.

Als wichtige Verbesserungs-Stichworte: Minimieren der Ufer-Erosion, Lenken der Strömung und damit Fördern von Strömungsvielfalt sowie Beleben des Tiefenprofils, sowohl im Quer- wie im Längs des Bachs, Zugabe von Strukturmaterial, hier Kies.

Über 20 Interessierte haben sich eingefunden.

Allen an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön, nicht nur fürs Erscheinen, sondern insbesondere für die Beteiligung an lebendiger Diskussion sowie für die ergänzenden Hinweise zur Örtlichkeit und zu Besonderheiten, die aufgrund des niedrigen Wasserstands sichtbar waren.

So sehen die 2017 bekiesten Stellen inzwischen aus. Die „Unterwassernasen“ liegen aufgrund des geringen Abflusses weitgehend trocken. In der Böschung wurde teilweise bereits Ergänzungskies angeliefert.

„Kick-off sampling“ – den Kies bewegen, Tierchen aus dem Kies ins Netz strömen lassen, waschen, Netz ausklopfen – was erwartet uns?

Und dann … – Überraschung: neben „den üblichen“ Bachflohkrebsen fanden sich massenhaft diesjährige Wollhandkrabben. Wie die Fortsetzung zeigte, bewegt sich eine „Invasions-Front“ von der Elbe kommend die Mühlenau hinauf.

Gestört reagieren die wanderwütigen Zwerge (zur Zeit 2-4 mm Panzerbreite) ausgesprochen „giftig“, stellen sich rücklings auf und zeigen die scharfen Scheren.

Angeregte Strömung – an einigen wenigen Stellen ist die beabsichtigte Wirkung der Unterwasser-Kiesnasen erkennbar.

Mühlenau-Profil Sohle, Ufer, Luftraum querab vom gerade entwickelten B-Plan „Mühlenau-Quartier“. Für einen belebten Bach bleibt viel zu tun.

Gegen das Baden von Hunden bestehen keine Bedenken. Hundebesitzer sollten sich allerdings über die Aktivitäten des Lieblings bewusst sein – und solch Wüten im öffentlichen Raum, im Gewässerlebensraum verhindern.

Blick von der Fahltbrücke, bachauf der S-Bahn, auf Wurzel-Besonderheiten.

Nur die Schwarz-Erle (regional auch Rot-Erle genannt) sendet ihre Wurzeln senkrecht ins Gewässer / in das Grundwasser. Alle anderen heimischen Bäume, auch Tiefwurzler, stoppen bei Wasserkontakt und bilden waagerecht verlaufende Wurzeln aus. Vielleicht haben auch Sie in anmoorigem Gelände bei den Stürmen der jüngeren Vergangenheit die gewaltigen „Räder“ gestürzter Alt-Eichen bewundert.

Detail zum vorigen Foto: Zwischen Ahorn und Buche (die waagerecht ausgerichteten Wurzeln) steht – Blick nach oben hat das bestätigt – tatsächlich eine Erle. Von der stammen die hier sichtbaren, senkrecht ins Wasser gehenden, hervorragend das Ufer vor Erosion schützenden Wurzeln.

Kleiner Tipp für Stellen, wo Erlen nicht spontan starten (können): Massenhaft Spontan-Aufwuchs findet sich an Baustellen in feuchtem Gelände, hier an der Baustelle Westumgehung Pinneberg.

Wer also ortstypisches Pflanzmaterial braucht, z.B. an von Drüsigem Springkraut bedrängten Stellen, nutzt Material nach der Methode „Wer sucht, der findet“.

Neben der großen Wandertruppe der Wollhandkrabben (weitere Beiträge hier im Blog, gern per Suche ansteuern) haben wir auch Landwanderer zahlreich gesehen: kleine Erdkröten, die ihr Geburtsgewässer verlassen haben und ihren Aufwuchslebensraum erkunden.

Unseren ersten Eisvogel, zunächst ein Stück, dann weit flussauf fliegend, haben wir hier bestaunt. „Wir“, das waren ausser mir nur 2 Exkursionsteilnehmer. Die anderen waren noch nicht so geübt – immer weit voraus blicken, der blau-türkis im Sonnenlicht schillernde Vogel rast nur so durch die Luft.

Die „normalen Tierchen“ führe ich hier nicht auf. Sie finden sich für Interessierte im Beitrag vom 10. April.

Wie zu Anfang kam auch am Schluss noch eine Überraschung. In Beständen des Schwimmenden Laichkrauts fanden sich Larven von Prachtlibellen, Calpteryx sp..

Während die vorige kleiner und heller ist, zeigt diese dunkle Variante eine bevorstehende Häutung an – vielleicht wird sie bald dem Bach als geflügeltes Insekt entsteigen (selbstverständlich setzen wir all unsere Tiere möglichst wohlbehalten in ihren Lebensraum zurück).

Wir haben uns umfangreich über Ufer-, Sumpfpflanzen unterhalten, Wasserpflanzen (Link zu Broschüre im Download) waren – sicherlich primär wegen des an den meisten Stellen bewegten Untergrunds – selten. Neben dem Schwimmenden Laichkraut sahen wir den Kleinen Igelkolben mit Land-, Wasser- und Unterwasserform (bei Massenentwicklung ein durch nicht angepasstes Mähen geförderte „Rasen“-Pflanze) sowie vereinzelt die typische Fliessgewässerart Wasserstern.

Wie die Erfahrung an restaurierten Gewässern zeigt, werden sich die Relationen zueinander in Richtung von charakteristischen Fliessgewässerarten ändern. Das liegt vor allem am dann stabilen Grund, in dem die Wurzeln auch geschützt sind, wenn bei Hochwässern das „Sandstrahlgebläse“ des Erosions-Sandes wirkt.

Erfahrungs-Foto Pflanzenzugewinn in restaurierten Strecken, hier Wasserstern und Aufrechter Merk („Berle“).

Am letzten Beprobungsort begegnete uns der Eisvogel ein zweites Mal, schnell bachab fliegend. Jetzt, „trainiert“, sahen ihn fast alle Exkursionsteilnehmer. Ein großes Gänse-V über uns rundete unsere Erlebnisse ab.

Drei Stunden Exkursion vergingen wie im Flug. Ich nehme an, alle hatten sich – wie ich – eher auf 2 Stunden eingerichtet. Gegen solcherart Begeisterung ist nichts einzuwenden. 🙂

Wir freuen uns auf kommendes Restaurieren.

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Das ist ein Sommer! Wir wollen uns die Mühlenau in Pinneberg ansehen und dabei untersuchen, welche Gewässerorganismen die 2017 zur Lebensraumverbesserung eingebrachten Kiese („Denk mal“ und Bachaktionstag) besiedelt haben.

Alle Interessierten sind willkommen. Wir treffen uns an der Querung des Bachs mit der Mühlenstraße und radeln aufwärts.

Die Exkursions-Ausschreibung lautet beim NABU Pinneberg

„Sa. 14.07.18 Bachexkursion an die Mühlenau in Pinneberg

Wir begutachten erste Erfolge kürzlich durchgeführter Renaturierungsmaßnahmen.

Bitte bringen Sie Ihr Fahrrad mit. Bei gutem Wetter planen wir eine Radtour bachauf.

     Treffpunkt: 10.00 Uhr in Pinneberg an der Mühlenau, Querung Mühlenstraße.

      Anmeldungen erbeten unter EMail: koenen-stender@online.de 

Wenn die Wettervorhersage so bleibt, wie sie ist, werden wir extremes Niedrigwasser vorfinden.

Das zeigt uns eindrücklich, wie wichtig die begonnene Strukturverbesserung ist – und wie gut die vom Regionalpark Wedeler Au für 2018 / 2019 beschlossene Aufstockung dieser Maßnahme der Mühlenau bekommen wird.

So unscheinbar sahen die ersten beiden Strömungslenker aus Kies bachauf der Mühlenstraße im Frühjahr 2018 aus.

Detail-Blick später, durchs Laub.

Da kann jeweils die gleiche Menge Kies wie vorher in die Böschung geschüttet werden. Und so soll es an allen bisher bekiesten Stellen und zusätzlich in den Zwischenstrecken geschehen. Erste Anfahrten haben bereits stattgefunden. Es wird spannend.

Der neue Kies ist für gut befunden worden.

Der erste Lenker bachauf der Mühlenbrücke, neuer Kies in der Böschung.

Blick auf den Lenker in der Baum-bestandenen Kurve bachauf.

Der Blick vor Ort zeigt anhand öden Gewässergrunds und alter Ufereinbauten, wie nötig die Lebensraumverbesserung ist.

Auch bei der extremen Niedrigwasserführung noch überströmte Lenker zeigen die neu angeregte, turbulente Strömung.

Beim Queren der Mühlenau über Fußgänger- / Radfahrer-Brücken werden wir auch das Verhalten angefütterter Tiere deutlich erkennen.

Solch Geflügel füttert man besser nicht.

Blick bachab „An der Mühlenau“. Der Erosions-Abriss zeigt, dass die vorhandenen beiden Erstbekiesungen gern aufgestockt werden können.

Weiter zeigt der von links mündende verrohrte Bach, dass Verockerung weiter ein Thema ist, das es zu minimieren gilt.

Stellen Sie sich vor: Nach weiterer Lebensraumverbesserung können Sie im Herbst, April, Mai/Juni von hier aus laichende Meerforellen, Fluss- und Meerneunaugen beobachten …

Extrem – der Niedrigwasser-Schuss der Mühlenau unter den Bahngleisen – keine Durchgängigkeit für Wanderorganismen bachauf.

Fahlt-Brücke – es ruft nach Bach-Restaurieren.

Blick bachauf auf die Sportplatz-Bad-parallele Strecke, in der beim Erst-Restaurieren „Denk-mal“ unser Stichwort war.

Aussenblick über die Mühlenau auf den Rosengarten.

Rosengartenbrücke bachauf – Denk mal-Kies (Pfeil: da zum Beispiel fehlt noch welcher).

Rosengartenbrücke bachab – es bleibt viel zu tun, mal sehen, wie es hier zum Jahreswechsel aussieht.

Nun hoffen wir auf gutes Radel- und Tierchen-Findewetter

  • am Sonnabend, 14. Juli 2018, 10 Uhr ff. (Interessierte melden sich bitte an, s.o.).

Möge es gelingen.

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Die Sonne lacht, auf ins Paradies.

Ins Paradies wollte ich schon lange mal (wieder). Ferne Erinnerungen an Wanderung entlang gewundener, geschlungener Bäume sowie an alte Bäume mit dichtem, altem Astbehang ringsum bis auf den Boden (optimal bekletterbar) kamen immer wieder auf. – Aber wo war das, wo ist das? „Reinhardshausen“, „Albertshausen“ erinnerte ich, kam aber im gedanklichen Zugang nicht zum Ziel. Mein Freundes- und Bekanntenkreis hat seinen Aktionsradius nicht südlich des Edersees – das war`s jedes Mal …

Beim vorletzten Besuch in der alten Hansestadt fiel mir zufällig ein Zeitungsartikel in die Hände – „Paradies“ und „Halloh“ waren da kurz beschrieben. Und so klappte auch die Suche nach einem Zugang plötzlich, „Gellershausen“ war das Zauberwort.

So ganz leicht wurde es vor Ort dann doch nicht, wir waren durch das Schneewittchendorf Bergfreiheit angefahren. Dort steht das Mädel mit seinen 7 Bergleuten im Park herum. – Zum Glück fanden sich an einsamem Sonntagmorgen zwei Einheimische. Beide wiesen auf eine Hütte auf der Höhe hin, die wir anpeilen müssten. Leider waren die Wegbeschreibungen nicht gleichartig. Wenig überzeugt „kletterten“ wir also bergan.

Das Auto gut sichtbar am Hang geparkt. Das sollten wir wohl wiederfinden können.

Tatsächlich, da sind sie, die bizarren Bäume meiner Erinnerung – vermutlich eine neue Generation, oder sie wachsen ultralangsam.

Auch erste Hute-Buchen tauchen auf.

Unerwartet stand plötzlich die besagte Hütte vor uns, Birken-Heidelbeer-Partien nebendran.

Alte Tannen modern vor sich hin.

Reste von Wacholderheide sind ahnbar.

Wie bei vielen kulturell herbeigeführten Naturzuständen ist auch hier allerdings sichtbar, dass der Erhalt eines Wunschzustands des Schweisses der Edlen bedarf. Oder eben einer extensiven Nutzung.

Für Interessierte: Es besteht Hoffnung, dass das „Paradies“ erhalten bleibt.

Imposantes ergibt sich bei der Internet-Suche nach Gellershausen, Paradies in der Rubrik Bilder.

Uns sollte das genügen. Nächstes Mal finden wir schneller hin. Dann wollen wir auch den winzigen Hutewaldrest „Halloh“ bei Albertshausen ansehen.

Das Auto fanden wir problemlos wieder.

Und kletterten den Hang wieder runter.

Kleine Zugabe: es gibt das Ungeheuer von Loch Ness doch! Es urlaubt gerade in Züschen.

Auf der Rückfahrt gönnen wir uns noch ein paar Szene-Fotos vom Kellerwald, Eder-Höhen.

Im Tal ist die Edersee-Vorsperre Affoldern sichtbar.

Von seiner Höhe grüßt Schloss Waldeck.

Fast reifes Getreide vor ehemaligem Heidehügel.

Vorbei an Phacelia – möge sich die Agrarlandschaft blumiger zeigen.

Zurück in Korbach, gute Nacht.

 

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Am 18. September 2017 berichtete ich bereits von einem – letztlich nicht zielführenden – Besuch am Knorreichenstieg, Nordseite Edersee. Den Abbruch hatte ich anschliessend in bunten Herbstfarben mit einem schönen Eder-Hecht kompensiert.

Nun sollte also – diesmal nicht mit allzu langem Angang von Vöhl aus – von Basdorf aus versucht werden, die Knorreichen zu bewundern. Zeit genug hatten wir mitgebracht.

Auf zum Knorreichenstieg – von Basdorf aus.

Immerhin, das Schild ist gefunden (an anderer Stelle hatte ich das 2017 auch, brach dann nach langer Wanderung wegen Schlick und Schlamm ab).

Buchen und Hainbuchen, hier auf Schotter, dominieren den Eindruck.

Stehendes Totholz zeigt, dass hier Ruhe in den Forst kommt.

Die Höhen um den Edersee, der Nationalpark Kellerwald, der Naturpark Kellerwald-Edersee sind immer eine Reise und – viele – Wanderungen wert, wie ich in diversen Beiträgen 2012, z.B. am 23. Juni 2012, beschrieben habe.

Illustre Hainbuchen begleiten unseren Weg.

Erste Eichen tauchen am Steilhang auf. Aufgrund der extremen Exposition zu Sonne, Wind und Wetter sind sie meist viel älter, als gleich aussehende anderswo.

Tief unter uns liegt der Edersee – zur Orientierung: oben die Aseler Bucht, wo ich im Vorjahr startete – kam nicht auf den diesjährig erklommenen Höhen an.

Auf kargem Grund Heidelbeeren und Isländisch Moos.

Krüppelbuchen tragen reiche Ernte – was immer das bedeuten mag.

Dann plötzlich – Tibet auf dem Grat!

Gleich nebenan liegt auf einer kleinen Hochfläche ein idyllischer Hainbuchen-Hain. Da lässt sich`s vermutlich gut meditieren.

Der Knorreichenstieg macht dann seinem Namen doch noch Ehre.

Wir blicken auf die Bärenbach-Bucht gegenüber.

Etwas zivilisierter verläuft der Weg dann, eine Etage tiefer.

Eine Hangrutschung zwingt uns allerdings bald wieder bergan. „Trittsicherheit und festes Schuhwerk“ – ich erinnere mich an die Vorbereitung zum Bildungsurlaub Kellerwald 2012.

Ruhig geht`s anschliessend durch den Buchenwald.

Auf dem Rückweg, in genutzter Waldpartie, liegt jede Menge Schnittholz – Massenernte, verursacht durch die jüngsten Stürme.

Solch Holz wird dann in großen Lagern zentral gesammelt und beregnet, damit es bis zur sukzessiven Verarbeitung keinen Schaden nimmt.

Wir lassen den Abend ausklingen an den Fischteichen in NiederWerbe.

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Im März 2012 hatte ich den auf einer ehemaligen Bahnstrecke entstandenen Radweg erstmals befahren (Berichte hier im Blog 19., 20. und 23. März 2012). Gern nutzte ich die Gelegenheit, nun im Juni, die Strecke wieder einmal zu befahren – gespannt auf neue Eindrücke.

Nein, geradelt wird nicht auf Schienen (hier: Strecke Korbach Haupt- Richtung Süd-Bahnhof), sondern wie auf Schienen.

Eine finstere Front über den gesamten Horizont – was das wohl bedeutet?

Zunächst radele ich über Landstraßen nach Höringhausen über Strothe, steige nicht schon in Korbach ein – habe noch anderes zu gucken.

Vorbei an ausgeräumter EU-Subventions-Agrarlandschaft.

Nur in Ausnahmefällen ist ein wenig der früheren Vielfalt geblieben. Auch hier wird das verbliebene Grünland aber exzessiv genutzt.

Der eigentliche Radweg quert vor mir, verläuft über die Brücke. – Vorsicht, von der Seite können Kinder mit 70 km/h queren.

Für Radler-freundliche Beschilderung bin ich dankbar.

Vorbei am Heimatmuseum Höringhausen.

Die Feuerwehr bereitet eine Feier vor.

Da ich noch zu früh für`s Mittagessen bin, steige ich am Ortsende in den Radweg Korbach – Netze ein.

Schon bald kommen die Kopfweiden in Sicht – im März 2012 saisonbedingt kahl gewesen.

Die auf der Strecke erlebbare Vielfalt von Brückentypen ist beeindruckend (vgl. 2012).

Mal auf einer Brücke – das Wetter hält.

Horizonte – die Innensicht.

Immer noch früh – ich lasse das restaurierte Gebäude des Bahnhofs Sachsenhausen rechts liegen.

Viadukt voraus.

Auf dem Viadukt, gute Aussicht.

Blick auf eine hier Weiden-bestandene Partie des Reiherbach.

Weiter geht`s bis Netze. Das dortige Pfannkuchenhaus hat sich als Rast-, Ess- und Trinkgelegenheit einen Namen gemacht.

Immer noch Zeit, ich drehe um, um auf dem Rückweg in Höringhausen zu essen.

Mit der Fahrt bin ich auch insofern sehr zufrieden, als drei von mir 2012 bei zuständigen Behörden angefragte Umwelt-Missstände verschwunden sind.

Vor der Alten Molkerei, Höringhausen – gute Wasserversorgung.

Wo gutes Wasser existiert, gibt es meist auch gutes Bier.

Vögel beobachten vertreibt die Zeit. Unglaublich, wie stoisch Grünfinken unmittelbar am Straßenrand Pflanzensamen sammeln. Nur bei rasenden Fahrzeugen fliegen sie auf – in die richtige Richtung, ins Gebüsch. Gleich darauf sind sie wieder da.

Interessant war, dass neben Elstern, Türkentauben und Amseln gelb-grüne Vögel dominierten: Grünfink, Erlenzeisige, Goldammern. Auch zwei Distelfinken begeisterten mehrfach im besonnten Flug – eine selten beobachtete Artenzusammenstellung.

Die Alte Molkerei empfehle ich vorbehaltlos. Solch guten Bauernsalat habe ich noch nie gegessen. Später bestätigen mir Verwandte und Bekannte, dass das Lob auf alle Mahlzeiten ausgedehnt werden darf.

Die Blüten am Radwegrand erscheinen fast schon herbstlich – und das vor Sommeranfang.

Abwechslungsreiche Fahrstrecke, hier durch Birken-Partie gekennzeichnet.

Dreidimensional gemischtes Grün dicht vor Korbach.

Und zum guten Schluss an der Stadtgrenze: Korbachs Partnerstädte, ausgewählt das thüringische Waltershausen nach dem Motto: „Meine tägliche (Bach-)Forelle gib mir heute“.

 

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Am Korbacher Bahnhof winkt eine Botschaft.

Goldspur – ein Hinweis.

Blick nach unten – ah ja, mal sehen, ob ich Gold finde.

So ein Bisschen ist „im Loch“, Berndorfer Torplatz, zu sehen. Reste des abgerissenen, ehemals imposanten Postamts glitzern.

Gold wert sind sicherlich auch Dinos – hier im Museum.

Da findet man auch etwas ganz Besonderes, den „Korbacher Dackel„.

Gold soll sich ja oft in Wasser finden lassen – mal einen Blick in diesen Kump riskieren.

Tatsächlich, gefunden – Gold in Korbach.

Von einer Parallelklasse unseres 1968er Jahrgangs wurde berichtet, sie habe sich gleich nach der Jubilar-Ehrung auf Goldsuche nahebei gemacht. Die Rede war gar von einer Bergwerksführung.

In Korbach kann man die Goldspur auch systematischer verfolgen als ich, 28 Stationen weist sie inzwischen auf. Wer die Fotos des vorhergehenden ALS-Artikels studiert hat, wird auf dem letzten den Gold-Button mit der Nr. 24 gesehen haben.

Auf jeden Fall fühle ich mich in Korbach als Besucher goldrichtig – Foto eines Schilds am Radweg Korbach – Netze.

Über „Radeln auf Schienen“ wird demnächst (wieder) hier zu lesen sein.

 

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Nach dem abendlichen Treffen fanden wir uns wohlbehalten in der neuen ALS ein.

„Seit 1579 mehr ALS Schule“ – möge Bildung immer den Stellenwert geniessen, den sie verdient. Es bleibt viel zu tun.

Auch 2018 hatten die Abiturienten wieder den Hirsch an der Hirsch Apotheke verballhornend verkleidet. Leider war das Kunstwerk bei unserem Besuch schon so gut wie verschwunden.

„Schrödingers Hirsch“ (2018) ist aber, wie seine Vorgänger, auf der Abihirsche-Seite zu sehen.

„Unsere“, die alte ALS, steht auch noch – möge es so bleiben.

Von unserem Jahrgang hatte wohl ich den kürzesten Schulweg.

Gelegentlich warf ich sicherlich an einer Querstraße einen Blick auf St. Kilian.

Dieser Eingang war uns verboten, der „Lehrer-Eingang“. Das waren Zeiten.

Als Abi-Scherz hätten Vorgänger von uns fast Lehrer auf dem Gewissen gehabt, hatten sie doch das lebensgroße Skelett aus der Biologie unmittelbar hinter dem Lehrereingang positioniert – wenn ich es richtig erinnere, mit Hut und „lässig“ hängender Zigarette im Mundwinkel. – Irgendwie konnte seinerzeit niemand von den schockartig Betroffenen so richtig darüber lachen.

Nach Rückkehr an die in D verstreuten heutigen Wohnorte haben wir erfahren müssen, dass „unsere“ alte Schule zum Verkauf steht. Was wohl daraus wird …

Bildung mit Historie – die ALS.

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