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Archive for the ‘Klima’ Category

Bestes Wetter – da spiegelt sie wieder, die Kopfweide am Marschgraben.

Der vor einiger Zeit erwähnte Kiebitz ist nun zu zweit.

Dieser Platz vor der Geestkante mit dauerhaft nassen Gräben scheint zu gefallen.

Mindestens zunächst noch einer sichert sich seinen Platz.

Paarbildung und Neststandort finden sind angesagt – hier Graugänse und Möwen.

Querab Obstparadies bewegt sich die dichte Front äsender Nonnengänse – wohl so an die 2000 in diesem Schwarm.

Wie üblich begleiten aufmerksame Möwen die Bewegung am Boden – ihre Flugakrobatik zeigt, dass immer mal ein aufgescheuchtes Insekt zu erbeuten ist.

Wie neulich am Elbdeich Hetlingen höre ich die Nonnengänse doppelt – von links als Echo aus der Bebaumung des Brunnenschutzgebiets.

Bei Giesensand lauern ein Silber- und ein Graureiher am eingestauten Marschgraben.

Da bewegt sich etwas langsam über die aufgeheizte Fahrbahn.

Was ich im Anradeln für einen Tauwurm gehalten hatte, stellt sich als Molch heraus – mit noch weitem, gefährlichem Weg zum Brutgewässer.

Angesichts des orangen Bauchs mit allerhand dunklen Flecken tippe ich auf Teichmolch.

Nun, nicht weit vom Grabenwasser entfernt, kann er (links unten) auch vor Sonne geschützt sein Ziel schneller erreichen.

Grabowskis ultrazahlreiche Baukunst …

steht das Schleppen bevor – ringsum voll ingang.

Ein Foto des Walzens befindet sich bereits seit 8. März im Blog.

Am Brunnenschutzgebiet vor dem Holmer Geesthang fiel mir bereits vor Tagen …

… eine KätzchenWeide auf.

Da lohnt ein genauerer Blick (die Digicam macht nicht so ganz mit) – eine Hummelkönigin, beeindruckend in ihrer Größe, sammelt eifrig Nektar und Pollen.

Ringsum tummeln sich an die 10 dieser auffällig großen und bunten Exemplare, die „Hosen“ reich gefüllt mit Pollen. Auch Fliegen und Bienen nehmen am Festmahl teil.

Zu Hause, mit speziellem Kleinklima der Nordseite des Hauses, lässt sich inzwischen der Bärenklau blicken. Auch von Amseln in Vorjahren ausgepulte und von mir anderswo eingesteckte Jungknollen legen los.

So ein Frühling … – weckt allerhand Erwartungen.

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Vorm Haus blüht prächtig Hartriegel Cornus mas. Nur wer die Pflanze in Ruhe lässt, wird diese Pracht geniessen können – meist greift „Pflege“ unnötig ein mit der Folge kümmerlichen Blühens (man kann es auch ganz auf Null bringen).

Morgens gehts Richtung Pinnau, Verbesserungsideen gemeinsam entwickeln – Gewässerbeitrag findet sich gelegentlich auch hier.

Bei der Anfahrt, Tangstedt PI, Weiss vor Himmelblau.

Dieser Horst ist besetzt, man(n) wartet noch auf die Partnerin.

Saisonales Fliegen – Haselpollen.

Erlenpollen.

Gerade berichtete der Wetterbericht, dass die Luft erheblich gefüllt ist, wobei zur Zeit hier ringsum die Erlenpollen vorherrschen sollen – sicherlich regional auch kleinräumig andersrum.

Im Umfeld der letzten Besuchsstrecke an der Pinnau befinden sich merkwürdige Markierungen auf der Wiese gegenüber.

Gelegentlich fliegt eine Kleinmöwe drüber – das Bild bleibt.

Und dann doch – die unbeweglichen „Markierungen“ stellen sich ebenfalls als – abfliegende – Kleinmöwen heraus. Der vorher unauffällige Schwan scheint irritiert.

Nachmittags ist wieder Deichradeln angesagt – Tideniedrigwasser.

Einige Tage zuvor war hier das zusammengeschobene Reetreibsel verladen und abtransportiert worden.

Mir scheint, inzwischen lösen Sturmmöwen die bislang vorherrschenden Lachmöwen ab.

Nonnengansgetümmel (die dunkle Linie ist kein Damm) auf dem Kleisee nahe der Vogelstation.

Auch querab Giesensand, am eingestauten Marschgraben, hält sich ein großer Schwarm auf (hier nur der östliche Zipfel im Foto).

Erstaunlich wie lange sich – angesichts nicht vieler Hochfluten und nicht so extremer Windlagen (doch nicht erstaunlich?) – sich der Silberglanz des VorjahrsReet hält.

Nahe altem Elbdeich Hetlingen, Sturmmöwen untersuchen …

… die eifrig geeggten und gewalzten Wiesen und Weiden ringsum.

Am Brunnenschutzgebiet – Silberglanz, einzeln.

Der für 2 Tage kommender Woche angesagte Regen wird schon wieder zurückgenommen – da kann das Vorjahrsreet noch ein Weilchen länger beeindrucken.

Dieser Graureiher kennt mich wohl.

Hochkonzentriert sucht er auf Wasserfläche und unters Ufer.

Zwischendrin wird immer mal überprüft, ob ich mich weiter friedlich verhalte – und sonst nichts Verdächtiges auftaucht.

Gelegentlich sticht der Reiher zu – das kommt so plötzlich, dass die Fotos nichts geworden sind. Mindestens zum Teil war die Futtersuche wohl erfolgreich.

Ein erlebnisreicher Tag geht zu Ende. Manches dazu folgt, sobald es angemessen erscheint.

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Zum Frühstück sieht der Westblick vielversprechend aus.

So radele ich sonnig los.

Wölkchen über der Holmer Marsch.

Fernblick, über Erle unter Eschenbogen – Weiden, Stader Geest jenseits des Elbdeichs, am Horizont.

Hoher Himmel Hetlingen.

Genauer hingesehen – Bäume starten Frühlingsfarben.

Querab Giesensand – Graugänse auf Restwasserwiese vor Weiden.

Querab Vogelstation, vor Idenburg mit Storchennest – Brandgänse und mehr auf Marschflachsee.

Das Storchennest Idenburg habe ich bisher leer vorgefunden. – Kürzlich gratulierte ich einem kollegialen Bachbastler in Tangstedt (PI), dass der dortige Storch bereits das Nest (eins von zweien) besetzt hat – und erfuhr, dass er bereits einen Konkurrenten abgefertigt hat. Der kann ja das andere dort wählen.

Da tiriliert was am Himmel … ! ! ? ? L e e r ! ?

Erwischt – da tiriliert eine L e r ch e! – – – Aber nur eine.

Ich nehme an, es gilt die alte Erfahrung: Kommt Zeit, kommen Lerchen (und andere).

Fährmannssand, Blick durch Willow Henge – Nonnengänse, geknäult.

Während ich die Treppe auf die Deichkrone hochgehe, tönt es laut hinter mir, ein starkes Rauschen setzt ein.

Die vorher in dichter Packung sitzenden Nonnengänse sind aufgebracht, streben dem Deich zu.

Schon drehen sie, …

… die Front zieht direkt über mich.

Weiter, über die Marsch.

Der Restschwarm passiert zwei Vogelkieker mit starker Optik.

Restschwarm, über der Marsch.

Die Vogelkieker ziehen weiter. Am Horizont naht von Stade her ein Saug-/Klappbagger.

Auf der Geest – über der Helgolandstraße zieht ein Storch Richtung Idenburg.

So sieht es jedenfalls aus und würde dem üblicherweise frühen Erscheinen dort entsprechen.

Nachtrag 4. März: Ein Storch bleibt selten allein.

[Gerade erfahre ich von wordpress, dass heute mein 16. Osmerus-Jahrestag ist – wie die Zeit vergeht!]

2 Störche, an der Haseldorfer Binnenelbe, Hetlingen (2 Nebelkrähen nebendran)! – Ob das nun zwei Idenburger sind, oder diese nach Haselau gehören – egal. Hauptsache, sie sind hier.

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Der Schnee war so selten, da präsentiere ich noch ein Bisschen Geometrie aus der Winterzeit.

Fläche, zweigestreift – kühle, Wasserdampf kondensierende Überfahrt des Bullenflusses bei Idenburg.

Bogen, Elbdeich Hetlingen.

Dreieck – Willow Henge, Fährmannssand.

Rechteck, gerundet – Willow Henge, Fährmannssand.

Freigestreut, neue städtische Geometrie Dreieck und Quadrat am Geesthang Wedel.

Ende Geometrie. – Angesichts der recht trockenen, andauernden Wetterlage stellt sich im öffentlichen Raum, ÖPNV, ganz in unserer Nähe ein besonderes Angebot dar.

Anstelle einer Bank, zunehmend an Bushaltestellen zu finden, steht hier schonmal ein Stuhl – mit Kissen.

Im Hintergrund ist das Reepschlägerhaus zu sehen – als ordentliche Hafenstadt hat auch Wedel in der Vergangenheit selbstverständlich eine Reeperbahn gehabt.

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Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hatte im Rahmen ihrer Winterakademie eingeladen, einen Vortrag mit Grundlagen und Praxisbeispielen über die Lebensraumverbesserung an Bächen und kleinen Flüssen zu halten. Beispiele dazu können hier  angesehen werden.

Die Anfahrt verlief bei bestem Sonnenwetter, noch Klarfrost bei minus 7 Grad.

Winterlich – auf den Ostsee-nahen Moränenhügeln, fast am Ziel.

Die nächsten Weihnachtsbäume wachsen.

Noch tief stehende Morgensonne hinter Buchenhochwald.

So trage ich gern vor – reservierter Parkplatz mit Ladestation. – Herzlichen Dank dafür!

Imposante Buche auch gleich nebendran.

Immerhin pfeift hier kein wind chill-Wind wie bei uns in Wedel, an der Elbe-Küste.

Auf dem Rückweg raste ich in Bad Bramstedt.

High Noon – mit Kirchenglockenbegleitung.

Glück gehabt! – Der für seine prima Ente bekannte Chinese schliesst für Restaurierungsarbeiten eine Woche später seine Pforte.

Das war wieder ausgezeichnet! – Auf Wiedersehen, bis später im Jahr.

Bis dahin wird bei meinem Restaurieren so mancher Kiesel und Treibselsammler in umliegenden Bächen und kleinen Flüssen gelandet sein. Vorträge und Exkursionen ergänzen wie üblich auch das 2025er Geschehen.

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Trockenes Wetter, längere Tage – die Zweifachnutzung des Rades stabilisiert sich, oft lockt die Elbe.

Elbdeich Fährmannssand, Blick rüber nach Niedersachsen – spotlight! … worauf?

Mal genauer hinsehen – etwas Gelb-Blaues, Erinnerung kommt auf! Wie lange habe ich die Lühe-Schulau-Fähre nicht gesehen ? ! ?

Das liegt sicher mit am Winterfahrplan, sieht der doch nur je 4 Abfahrten an Wochentagen von Lühe bzw. Wedel, Schulau vor (weniger gar am Wochenende). Hinzu kommen Werftliegezeiten, die sich bei dem alten Kahn in 2024 doch häufig und überraschend ausser der Reihe ergaben.

Ich setze meine Tour diesmal vor dem Deich fort. Es gibt ja Fans, die meinen, hier sähe man mehr (MEER nicht, ist gut 100 km entfernt). Aber meine Blogbeiträge sind vom Binnenradeln mit täglich wechselnden Erlebnissen hinreichend gefüllt, meine ich.

Nun also diesmal „buten“.

Wie ich von fern, der Deichsicht, öfter anmerkte, steht das Vorjahrs-Reet noch großflächig, da sich jüngst durch Hochflut und Wind, wetter- und klimabedingt (wenig bis nie Eis auf der Elbe!), kein flächiger Bruch- und Abschwemmeffekt ergeben hat.

HOCH steht diese Biomasse – gleichwohl kann ich die Lühemündung mustern – mit Gelb-Blau am Anleger.

Seewärts – schräg vor mir liegt die abgeräumte Wind-und-Wellen-Abräumfläche, ein zusammengetragener Treibselhaufen daneben.

Die Hauptangriffsfläche.

Ein schönes Beispiel, wie Naturkräfte jährlich Vielfalt erzeugen.

Bald wächst alles wieder los, wird von Insekten- und Vogelwelt (und vielem mehr) besiedelt.

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Gestern, Sonntag Morgen an der Krückau, Elmshorn – AltWeiden, Wintersonne taut Raureif, dreidimensional.

Beeindruckend hat sich hier eine Gruppe Weiden zu Riesen entwickeln können.

In einer solchen, sich über Jahrzehnte entwickelnden Situation …

lässt sich allerhand Interessantes entdecken – hier symbolisch Moose und Flechten auf Bruch- oder Sturzholz.

Blick aus der Gruppe zurück zum Standort des Startfotos.

Bereits länger wird darüber gesprochen, hier weitere Auwaldbäume wie Erlen – insbesondere zum Uferschutz der Krückau – und Flatterulmen anzusiedeln.

Um die Bandbreite der Auwaldbedeutung darzustellen, hat der langjährig im Umfeld Aktive Gerd Janssen symbolisch „Forelle, Schwarzstorch, Flatterulme“ vor Jahren als Leittitel gewählt. Seine Auwaldbeispielflächen sowie das fachliche Umfeld sind in einer eigenen Arbeit 2023 (Download) erschienen.

Abgestimmt mit dem Wasserverband Krückau, der Stadt Elmshorn sowie der Kreisverwaltung soll nun ein Pflanzversuch beginnen. Die Anne-Frank-Gemeinschaftsschule, der NABU Elmshorn sowie weitere werden in Kooperation bis zum Ende der jetzigen Schnittzeit ufernahe Weiden je nach Dicke schneiden bzw. mit Motorsäge auf den Stock setzen. Anschliessend werden knapp 100 junge Erlen und Flatterulmen in ausgewiesene Areale gepflanzt und mit dem Weidenschnitt ringsum gekennzeichnet und (hoffentlich) geschützt.

Rechts und links vom Wanderweg werden aufgrund des randlichen Mähens mindestens ca. 1,5 m freigehalten.

Die größeren Lückenbereiche sowie der Ufersaum der Krückau werden Pflanzorte sein.

Teile des dichten Weidenbewuchses werden genutzt.

Punktuell werden solche, dem Uferschutz nicht dienende Weiden (Flachwurzler, die bei Unterspülen kippen und den Abfluss behindern) angesichts ihrer Dicke mit der Motorsäge gefällt. Erlenpflanzung am Ufer übernimmt die erwünschte Verbesserung für die Gewässerökologie.

So stellen sich die möglichen Pflanzflächen – insbesondere für die Flatterulme – zur Zeit dar.

Eine Besonderheit besteht in einer abwärts liegenden scharfen Rechtskurve.

Der Start der Kurve – ungeschützter Prallhang auf der anderen Seite.

Am Prallhang der anderen Seite ist seit Jahren verabredet, 5 Lenkbuhnen mit Kies anzulegen. Die dortige Überschwemmungswiese fordert in ihrer dafür nötigen randlichen Befahrbarkeit (und dem Warten darauf) die Geduld der Beteiligten heraus. Ein hilfsweise bachab der Kurve unternommener Versuch mit Treibselsammlern erbrachte zwar Verbesserungen, ist angesichts des Einstaus während der Flut – zu Zeiten von Sperrwerksschliessungen um Stunden verlängert – nur bedingt wirksam.

Durch Neigen der Weiden, „Landgewinn“ und Bewachsen mit weiteren Weiden besteht eine zu änderende Situation.

Die kleinen Weiden im vorstehenden Foto werden per Hand abgesägt. Etwa in Höhe der Weiden rechts im Bild werden Erlen zur Verbesserung des Uferschutzes gepflanzt. Die dienen dann je nach Abflussmenge und Strömungssituation „als Widerlager“ der am anderen Ufer anzulegenden Lenkbuhnen. So können die Einstauleistung der Wiese erhalten und der Abflussquerschnitt sichergestellt werden.

Die Krückaukurve (Pfeil), über die Überschwemmungsweise von der anderen Seite „An der Au“ gesehen.

Wir sind auf die kommenden Wochen (und folgende Jahre) gespannt.

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Hoch oben auf dem Elbhang schimmert`s – erste Weidenkätzchen erscheinen, in speziellen Lagen.

Schneidender Wind und Temperaturen nahe Null Grad liessen uns kürzlich zu einer Wanderung unterhalb des Elbhangs Wedel – Blankenese Richtung Leuchtturm Wittenbergen wandern. Wir, angeschienen von der winterlichen Morgensonne, genossen den Windschatten.

Neben dieser Weide gibt es dort allerhand anderes an Natur und Technik zu sehen. Auch  der Umgang des Menschen mit Grün und fehlendes Verständnis für Folgen kann – leider im Übermaß – studiert werden.

Dazu gibt es demnächst einen eigenen Beitrag.

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Eigentlich ist alles recht einfach – man muss nur genau hinsehen.

Der Bach zeigt – beachte: die Größe der Kühe! – „Ich liege übertief, bin für diese Wasserführung viel zu breit, daher kraftlos, bemühe mich, durch Einengen einen Stromstrich zurückzugewinnen“ (Foto aus Madsen & Tent, 2000, S.18 – 25 Jahre, Jubiläumsjahr! -, die vermittelten Inhalte gelten weiter).

Das sieht doch sehr nach „Re-Mäandrieren“ aus.

Auch im Kanal windet sich Wasser, versucht seine Naturform zu finden.

Das Sortieren von Sohlmaterial funktioniert nur, wenn die Kraft dafür ausreicht. Das habe ich im kleinen Handbuch „Bessere Bäche – Praxistipps“ die „arbeitende Breite“ genannt – im Folgenden Fotos aus dem Umfeld S. 14 / 15, Bäche basteln – leicht gemacht.

So steht es im Heft, S. 15.

Wir übten an einem flächig sandbedeckten Teichauslauf und hatten Glück: Ein paar einengende Steine brachten Turbulenz und so kiesigen Grund zutage.

Fortgeführt bekommen wir hier eine Idee vom Mäanderbild für dieses spezielle Bächlein im Kanal (mindestens 2/3 der Sohlbreite müssen eingeengt werden).

…  … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … Wir haben das Ergebnis des Experiments mit Schubkarren voller Kies und Feldsteine umgesetzt in die Realität – bis zur Mündung in den nächstgrößeren Bach.

Und das sieht – diesmal bachab betrachtet – so aus, funktioniert, hält sich selbst „sauber“ und ist schnell lebendig besiedelt.

Die „wahre Realität“ unserer Bäche und kleinen Flüsse ist allerdings sehr viel brutaler. Regelhaftes Ausbaggern hat – wie hier im Blog häufig beschrieben – zu überbreiten, tiefer als wasserrechtlich genehmigten Profilen geführt.

Ein reines Einengen wird eine Moränensteinsohle – wegen „mindestens einer“ noch übertieferen Baggerung in jüngerer Geschichte und damit noch dickerer Sandablagerung – wohl kaum erreichen können. (Das bedeutet, neben Strömungslenkung gehört auch die Rückgabe „der gestohlenen Steinfraktion“ zur Hilfe vor Ort.)

Am Beispiel der Panke, Berlin, zeige ich hier Fotos, wie der Bach seine eigenen Anstrengungen unternimmt.

Für Niedrig- und Mittelwasser strukturlos wird über die gesamte Breite Sand bewegt – …

… „Das Leichentuch für jeden Bach“.

Es zeigt sich die Tendenz Richtung vom Bach gewünschter Niedrigwasserbreite.

Hier wird es – wenn auch linear – deutlicher.

Der „Wasserbaumeister Pflanze“ hilft nach – hier: Brunnenkresse.

Hier ist bereits „der Stromstrich“ erkennbar.

Nun kommen wir zum 3. „Über-“ – ÜBERsonnt: Bäche und kleine Flüssen benötigen für ihre Lebensgemeinschaften Halbschatten, der die – strukturreiche – Sohle von übermäßigem Pflanzenwuchs freihält. Die Sohle ist von Natur aus von Spezialisten (!), schwachlichtangepassten Alten, besiedelt. Standorttypische Wasserpflanzen wie Wasserstern, Merk und andere ergänzen – in begrenztem Umfang – das botanische Bild.

Hier – gucken Sie auf Google Earth nach: frei sichtbare Bäche, übersonnt – ist der Minimumfaktor Licht im Maximum. Nach den bekannten Naturgesetzen wachsen Sumpfpflanzen im Überlicht-Angebot. Nutzer im Umfeld und in der Folge der Gewässerunterhaltung geraten in – unnötigen, heftigen – Handlungszwang. „Der Bagger muss her!“ – das Teufelsrad dreht sich weiter.

Das Ziel: So, strukturiert, turbulent und licht beschattet, sollen unsere Bäche auf Moräne aussehen, um Lebensraumanforderungen standorttypischer Arten zu erfüllen.

Dass dies in Zeiten des Klimawandels um so konsequenteres Handeln bedeutet, versteht sich von selbst.

Für die Panke, Berlin, besteht – soweit der öffentliche Haushalt Geplantes zulässt – gute Aussicht auf eine positive Zukunft.

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Neujahr, wir nutzen eine Einladung zu Kaffe und Kuchen – nass draussen, …

… wohin man auch guckt.

Das war lecker, dankeschön! Abschied.

Tags drauf, stürmisch – es sieht nach Radeln aus.

Blauer Himmel – Sturmwolken sind zu beachten!

Oha! Wohin man auch kommt, die Lustigen Holzhackerbuam waren oft schon da – leider allzuoft mit fragwürdiger Arbeitsauffassung. Landschaftsprägendes ist vollkommen verschwunden.

Runter in die Marsch – ich befinde mich „hinter dem Wetter“ bzw. das ist südlich vorbeigezogen.

Heranstürmendes erscheint halbwegs verträglich.

Mein Freiraum (vergrößert sich).

Und immer im Sturm schön standfest bleiben!

In Fahrtrichtung – Vorsicht vor Tunnelblick.

Querab Idenburg, Detail, sitzt im Klumpen ca. ein Tausender Nonnengänse.

Das sind wohl Versprengte von der Böllerei.

Vor dem alten Elbdeich Hetlingen noch ca. ein Tausender.

Die müssen nach dem Schreck nun erstmal ordentlich fressen.

Durchblick zum Hetlinger Elbdeich.

Ich nutze die nasse Auffahrt.

Blick gen Norden, Licht und Schatten.

Auf der Deichkrone, Blick Wedel – ich wiederhole es wieder „Nein, die Elbe ist keine Wetterscheide!“, sagen die Spezis.

Weiter, querab NABU Vogelstation – vorn voller AltMäander, hinten über der Geest ergiesst sich eine Regenfront.

Da kommt noch mehr, hinterher.

Blick Süd, Gegenlicht – von Blau, Weiss bis Schwarz.

Langer Damm, Blick zur Geest – die Zukunft rast heran.

Da nutze ich die Gegenwart, erklimme den Geesthang – und sause möglichst schnell nach Hause.

Das hat wieder mal geklappt, unmittelbar vor dem nächsten Guss.

Danke dafür!

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