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Archive for the ‘Klima’ Category

Wer wie wir seewärts des Hamburger Hafens wohnt, im Süßwasser-Tidebereich der Elbe, kann sich bei Flutwasserständen schnell verschätzen – meine Güte, ist die Elbe groß!

Containerfrachter vor Wedel Richtung Hamburg – die Elbe erscheint groß und voll, Flutwasserstand.

Wer das Ganze bei Tideniedrigwasser betrachtet, kommt zu einem ganz anderen Schluss: oha, das gesamte Elbwasser ist in einem kanalartig gebaggerten Seeschifffahrtskanal gefasst – wo bleibt die Gewässerökologie?! Diese Situation ist nicht zuletzt durch das Ausbau- und Baggerei-bedingte Absinken des Tideniedrigwasserstands verursacht.

Containerfrachter von Hamburg seewärts, Süßwasserwatt Fährmanssand. Ebbe, Tideniedrigwasser – alles Wasser im Schifffahrtskanal, keins für Gewässerökologie.

Eine große Rolle spielt im Elbe-Geschehen nicht zuletzt die „von oben“ zufliessende Wassermenge (heute in Dresden man gerade 82, bei NeuDarchau 173 m³/s – wahrlich nicht viel).

Und es geht weiter.

Dieses Jahr wurde ein neuer Rekord aufgestellt, wie das Thema „Hungersteine“ belegt. Mögen sich alle Planer bewusst sein, an was sie herumplanen. – Irgendwie kommt dem langjährigen Beobachter der Eindruck, als sei früher „mehr in genium“ gewesen.

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Beim Besichtigen eines anderen Bachs mit der Frage, ob Restaurieren und dessen Begleitung durch eine Schule möglich wäre, regte der Wasserverband Pinnau – Bilsbek – Gronau an, am Bilsbek, Ellerhoop, eine weitere Stelle auf Verbesserungsmöglichkeiten anzusehen. Dort wurden Ideen besprochen und schnell gelangten die 2 verabredeten Lkw Kies an Ort und Stelle.

Ich habe für Bilsbek das Maskulinum gewählt, weil auf meinen Karten Straßen mit dem Namen „Zum Bilsbek“ verzeichnet sind. In Gesprächen und im oben verlinkten Wikipedia-Eintrag wird Bilsbek mit „die“, also weiblich, angesprochen. Ortskundige erzählten, den Bach spreche man an, wie es einem gefällt – ein Sprachkundiger bestätigte das insofern, als er Südholstein als Übergangsgebiet nannte. – Wieder was gelernt …

Wir fanden den Bach – was Wunder angesichts wochenlanger Trockenheit und Hitze – mit äusserst geringer Wasserführung vor.

Um so besser konnten wir die Erosionsstellen im Ufer ober- und unterhalb der Überfahrt erkennen.

Durch das vorhandene Gefälle und wenig Uferschutz boten sich ergänzende Kieseinbringstellen an.

Die beiden verabredeten Lkw Kies, die nicht zuletzt neuen Lebensraum für Gewässerpflanzen und -tiere bieten werden, wurden flugs nach Lieferung eingebaut.

2 3-Achser Lkw Kies liegen bereit.

Wir beginnen mit den Erosionsstellen beidseits der Überfahrt, bachab und bachauf.

Wohl dem, der einen Trecker mit Frontlader und einen kundigen Bediener vor Ort hat.

Die Schüttungen sind auf der Böschungskante angesetzt. Der Kies liegt als Depot zur „Weiterverarbeitung“ durch den Bach bereit.

Wie üblich werden per Hand die Seiten in die Böschung eingepasst. Weitere Anpassungen können je nach zeitlicher Entwicklung – so nötig – mit Rechen erfolgen.

Schnell wird der Kieshaufen kleiner. Das Wetter ist windig, wechselhaft.

Arbeiten mit fachkundigem Unternehmen und gutem Fuhrpark macht Spaß!

Die auffangenden Kiesdepots im Übergang zur Strecke bachab werden geschüttet.

Vom trägen Fast-Stehen ist der Bach nun zu munterem Fliessen im Niedrigwasserbett angeregt.

Blick bachauf zur Überfahrt mit rauer Rampe – die Kiese stören den Abfluss nicht.

Nun steht noch der Abschluss an.

Ende der Arbeitsstrecke, vorher.

Wie üblich wird nicht in den Bach geschüttet: Der Frontlader setzt auf der Böschungskante an, der Kies soll einen frei sich einstellenden Neigungswinkel bilden.

Es geht auf den Rest. Das Wetter sieht prima aus – Vorfreude auf den Feierabend (-mittag).

Restmengen Kies werden in weitere gefährdete Böschungsbereiche eingebracht. So wird vermieden, dass übermäßig Feinmaterial schädlich in diesen eigentlichen Forellenbach (Kiesgrund auf / aus Moräne !) eingetragen wird.

Das Kiesdepot am Ende der Arbeitsstrecke wird zunächst wie an den anderen Stellen ins Ufer eingepasst. Zusätzlich wird hier eine Unterwassernase (Lenkbuhne) geharkt.

So kann die Strömung im Sinn der angrenzenden Landnutzung uferschonend gelenkt werden.

Fertig. Blick bachauf – das sieht gelungen aus.

Weiter Beobachtung wird auch diese Stelle begleiten. Aus jeder Aktivität ergeben sich neue Lerneffekte.

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Vorgestern Abend auf Wedels Elbe-Deich: Glutsonne über dem Kernkraftwerk Stade.

 

Hiroshima, Tschernobyl – wie gut, dass das KKW Stade bereits seit 2003 („unwirtschaftlich“ !) abgeschaltet ist und demontiert wird.

Die Sache mit dem Atom, wie sich auch an anderen Themen zeigt, litt von Anfang an an Machtgelüsten, Machbarkeitswahn ohne Technikfolgenabschätzung und vielem mehr.

Möge mehr Vernunft auf dieser, unserer Erde walten. – Der Ruf nach „Herr, lass es Hirn regnen!“ hilft allerdings nicht, wie wir vor Jahren erfuhren. Was haben wir erhalten – BSE. Man könnte meinen, gegenwärtig hätte die manch führenden Politiker in der Welt erfasst.

Und möge der Nachbarschaft des KKW Stade und dem ganzen Umrum der Neubau eines nicht in die Zeit passenden KoKW erspart bleiben. Das in Hamburg-Moorburg ist schon als Ausrutscher, durch missglückte Politik-Beratung in doppelter Größe wie ursprünglich geplant, spät genug in die Welt gesetzt worden.

Gern gucke ich weiter über Wedels Hauptdeich Elbe-abwärts auf das abgeschaltete KKW Stade – ein Beispiel, mehr werden folgen.

 

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Bevor nach der Sommerpause weiterer vom Regionalpark Wedeler Au finanzierter Kies in der Mühlenau, Pinneberg, platziert wird, hat eine Gruppe Aktiver die Startschüttungen 2018 im Bereich des Bachaktionstages 2017 ein wenig geformt. Anlass bot das anhaltende extreme Niedrigwasser, das die „Unterwassernasen“ der Lenkbuhnen aus 2017 trocken fallen liess.

Pinnau-seitig, bachab der Mühlenstraße, ist gut erkennbar, dass das überbreite Kanalprofil der Mühlenau ohne Probleme für den Abfluss eingeengt werden kann.

Die beiden Breiten in Realität, gekennzeichnet durch gelbe Markierung.

So gibt die alte Ausbausituation einen Hinweis, wie die Mühlenau wieder zu einem lebendigen Bach werden kann.

8 Recher / Schaufler gestalteten eine Stunde nach Feierabend gemeinsam im Sinn der guten Sache.

Hell liegt der 2018er Kies uferseitig der trocken gefallenen 2017er „Unterwasser“nase.

Im Folgenden werden, so weit als Foto verfügbar, zu den 5 bereits vollständig mit Kies geschickten Punkten die Zustände vorher, zwischendrin, fertig dargestellt.

Wichtig ist uns heute, die Kiesschüttungen so zu profilieren, dass auf- und abwärts in den Uferschrägen glatte Übergänge Erosionen bei Hochwasserabfluss verhindern und Niedrig- sowie- Mittelwasserprofil grob ausformt werden.

Lenkbuhne 2, vorher.

Lenkbuhne 2, zwischendrin – aus dem 2018er Depot ist Material für die erweiterte Lenkbuhne runter gerecht worden.

Lenkbuhne 2, fertig – Stockente und zwei Junge nehmen die neue Unterwassernase in Augenschein, sozusagen Bauabnahme.

Lenkbuhne 3, vorher.

Platsch, es wird auch geschaufelt – Lenkbuhne 3 zwischendrin.

Lenkbuhne 3, fertig.

Lenkbuhne 4, vorher.

Lenkbuhne 4, zwischendrin.

Lenkbuhne 4, fertig.

Lenkbuhne 5, vorher.

Lenkbuhne 5, zwischendrin.

Zum Schluss finden sich auch junge Kröten als Bauprüfer ein, finden das alles sehr interessant.

Feierabend um 20.00 Uhr – Tidehochwasser Pinnau Uetersen, kein Einstau der Mühlenau im Mündungsbereich bachab Mühlenbrücke.

Nun sind wir gespannt auf die Wetterentwicklung, auf erste Hochwässer, die weitere Erkenntnisse bringen werden – vor allem aber auf die nach der Ferienzeit beginnende weitere Bekiesung. Jede Menge Interessierte stehen bereit, Hand anzulegen, wie im Vorstehenden dargestellt – für die Entwicklung dieses Bachlaufs im Kreis Pinneberg.

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Tiere haben es auch nicht leicht – bei „Bullenhitze“ schon gar nicht.

Gut ist es schonmal, wenn Wasser und dreidimensionales Großgrün (sagen wir mal „Büsche und Bäume“) vorhanden sind.

Fast wundert man sich – mit den neuen Tümpeln hat sich auch der Kiebitz eingefunden.

Aber doof sind Rindviecher ja nicht. Wenn`s zu heiss wird, ist Schatten der richtige Aufenthaltsort.

Das wissen Pferde auch schon längst.

Hinter dem Deich drängt sich eine Rinderherde in – vergehendem – Schatten. Die Sonne steigt.

Schlaue Bullen und ihre Herde im Deichvorland bei Bullenhitze gehen ins Watt, der auch warmen, aber kühleren Elbe zu – immer der Leitkuh nach.

Aber die Deichschafe …

„It`s a long way …“ – Nanu, keine Deichschafe ? !

Der hiesige Schafhalter hat seine Herde zwischen Knicks über den Tag schattig gestellt – Hut ab!

Andere glückliche Schafe haben, wie die Rinder, hinter dem Deich noch „Baum-Schutz“.

Oh je! Am Sperrwerk Wedeler Au drängt sich in Gluthitze eine Schafherde.

Jedes Tier bemüht sich um Entlastung.

Manche sind einfach „platt“.

Mit Glück kommt mal ein Monteur mit Dienstwagen vorbei …

Dann gibt es die findigen „Bank-Schafe“.

Einigen hilft auch das Sperrwerksgebäude.

Ansonsten hilft nur Selbsthilfe: Lämmer im Schatten des Mutterschafs.

Nochmal – 8 Beine …

Letzter Versuch: im Doppelpack.

Boahh, ist das heiss!

Aber dann …

Richtung Sonnenuntergang.

Die Goldene Stunde (vielleicht besser: Sekunde, oder Minute) – das Vieh verteilt sich in der Fläche.

Nach Sonnenuntergang.

Erholsames Fressen ohne Sonnendruck.

So halten`s auch die Schafe – die Deichschafe atmen durch.

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Lebendige Bäche und Flüsse sind gekennzeichnet durch Lebensraumvielfalt, die vielfältig Turbulenz erzeugt. Diese ist insbesondere wichtig, je geringer der Abfluss wird – wie gerade bei der Sommerhitze.

„Störsteine“ ist ein Begriff beim Gewässerrestaurieren – dazu eine derzeitige Situation der Wedeler Au (Rissen, Hamburg) bei geringstem Abfluss, kurz vor Trockenfallen des Bachbetts.

Bäume, hier gespiegelt und „gebrochen“, sind ebenfalls wesentliche Grundlage dauerhaften Lebens in unseren Bächen. Ihr Schatten / Halbschatten des Auwalds hält sommerliche Temperaturen in einem Bereich, an den die Lebewesen des Bachoberlaufs angepasst sind.

Von oben nach unten: „Der Spiegel“ im Anstrom auf die Störsteine. Spiegel gebrochen – Turbulenz belebt den Bach.

Dasselbe im Detail.

Würden wir zumindest beidseitig bachbegleitende, standorttypische Bäume wieder zulassen, wären Abertausende-Kilometer Fliessgewässer wieder belebt – mit Arten, die die Roten Listen derzeit füllen.

Allgemeinverständliches, mit Beispielen aus dem täglichen Erleben, gerade auch im bebauten Raum, ist nachlesbar bei waterparadigm.org (Buch „Water for the Recovery of the Climate – A New Water Paradigm“ zum kostenlosen Herunterladen). Die Edmund Siemers-Stiftung hat ähnliche Anwendungen für den Bereich der westlichen Lüneburger Heide publiziert.

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Super-Exkursionswetter, trocken, nicht zu warm, was wollten wir mehr?

Startpunkt Mühlenstraße, Querung mit der Mühlenau. An alle nötigen Utensilien ist gedacht.

Kleine Orientierung vor den Start bachauf – Blick bachab.

Die Engstelle oben im Foto zeigt, dass die Mühlenau (wie wohl jedes ausgebaute Fliessgewässer) im Niedrigwasserprofil Einengungen problemlos verkraften kann.

Turbulent fliesst das Wasser vom Hochpunkt Brückensohle Richtung Pinnau.

Blick von der Brücke, bachauf. Das Wasser ist glasklar. Die Sohle …

Viel von dem, was wir sehen werden, dient dem Verhindern des „Leichentuchs bewegter Sand“.

Als wichtige Verbesserungs-Stichworte: Minimieren der Ufer-Erosion, Lenken der Strömung und damit Fördern von Strömungsvielfalt sowie Beleben des Tiefenprofils, sowohl im Quer- wie im Längs des Bachs, Zugabe von Strukturmaterial, hier Kies.

Über 20 Interessierte haben sich eingefunden.

Allen an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön, nicht nur fürs Erscheinen, sondern insbesondere für die Beteiligung an lebendiger Diskussion sowie für die ergänzenden Hinweise zur Örtlichkeit und zu Besonderheiten, die aufgrund des niedrigen Wasserstands sichtbar waren.

So sehen die 2017 bekiesten Stellen inzwischen aus. Die „Unterwassernasen“ liegen aufgrund des geringen Abflusses weitgehend trocken. In der Böschung wurde teilweise bereits Ergänzungskies angeliefert.

„Kick-off sampling“ – den Kies bewegen, Tierchen aus dem Kies ins Netz strömen lassen, waschen, Netz ausklopfen – was erwartet uns?

Und dann … – Überraschung: neben „den üblichen“ Bachflohkrebsen fanden sich massenhaft diesjährige Wollhandkrabben. Wie die Fortsetzung zeigte, bewegt sich eine „Invasions-Front“ von der Elbe kommend die Mühlenau hinauf.

Gestört reagieren die wanderwütigen Zwerge (zur Zeit 2-4 mm Panzerbreite) ausgesprochen „giftig“, stellen sich rücklings auf und zeigen die scharfen Scheren.

Angeregte Strömung – an einigen wenigen Stellen ist die beabsichtigte Wirkung der Unterwasser-Kiesnasen erkennbar.

Mühlenau-Profil Sohle, Ufer, Luftraum querab vom gerade entwickelten B-Plan „Mühlenau-Quartier“. Für einen belebten Bach bleibt viel zu tun.

Gegen das Baden von Hunden bestehen keine Bedenken. Hundebesitzer sollten sich allerdings über die Aktivitäten des Lieblings bewusst sein – und solch Wüten im öffentlichen Raum, im Gewässerlebensraum verhindern.

Blick von der Fahltbrücke, bachauf der S-Bahn, auf Wurzel-Besonderheiten.

Nur die Schwarz-Erle (regional auch Rot-Erle genannt) sendet ihre Wurzeln senkrecht ins Gewässer / in das Grundwasser. Alle anderen heimischen Bäume, auch Tiefwurzler, stoppen bei Wasserkontakt und bilden waagerecht verlaufende Wurzeln aus. Vielleicht haben auch Sie in anmoorigem Gelände bei den Stürmen der jüngeren Vergangenheit die gewaltigen „Räder“ gestürzter Alt-Eichen bewundert.

Detail zum vorigen Foto: Zwischen Ahorn und Buche (die waagerecht ausgerichteten Wurzeln) steht – Blick nach oben hat das bestätigt – tatsächlich eine Erle. Von der stammen die hier sichtbaren, senkrecht ins Wasser gehenden, hervorragend das Ufer vor Erosion schützenden Wurzeln.

Kleiner Tipp für Stellen, wo Erlen nicht spontan starten (können): Massenhaft Spontan-Aufwuchs findet sich an Baustellen in feuchtem Gelände, hier an der Baustelle Westumgehung Pinneberg.

Wer also ortstypisches Pflanzmaterial braucht, z.B. an von Drüsigem Springkraut bedrängten Stellen, nutzt Material nach der Methode „Wer sucht, der findet“.

Neben der großen Wandertruppe der Wollhandkrabben (weitere Beiträge hier im Blog, gern per Suche ansteuern) haben wir auch Landwanderer zahlreich gesehen: kleine Erdkröten, die ihr Geburtsgewässer verlassen haben und ihren Aufwuchslebensraum erkunden.

Unseren ersten Eisvogel, zunächst ein Stück, dann weit flussauf fliegend, haben wir hier bestaunt. „Wir“, das waren ausser mir nur 2 Exkursionsteilnehmer. Die anderen waren noch nicht so geübt – immer weit voraus blicken, der blau-türkis im Sonnenlicht schillernde Vogel rast nur so durch die Luft.

Die „normalen Tierchen“ führe ich hier nicht auf. Sie finden sich für Interessierte im Beitrag vom 10. April.

Wie zu Anfang kam auch am Schluss noch eine Überraschung. In Beständen des Schwimmenden Laichkrauts fanden sich Larven von Prachtlibellen, Calpteryx sp..

Während die vorige kleiner und heller ist, zeigt diese dunkle Variante eine bevorstehende Häutung an – vielleicht wird sie bald dem Bach als geflügeltes Insekt entsteigen (selbstverständlich setzen wir all unsere Tiere möglichst wohlbehalten in ihren Lebensraum zurück).

Wir haben uns umfangreich über Ufer-, Sumpfpflanzen unterhalten, Wasserpflanzen (Link zu Broschüre im Download) waren – sicherlich primär wegen des an den meisten Stellen bewegten Untergrunds – selten. Neben dem Schwimmenden Laichkraut sahen wir den Kleinen Igelkolben mit Land-, Wasser- und Unterwasserform (bei Massenentwicklung ein durch nicht angepasstes Mähen geförderte „Rasen“-Pflanze) sowie vereinzelt die typische Fliessgewässerart Wasserstern.

Wie die Erfahrung an restaurierten Gewässern zeigt, werden sich die Relationen zueinander in Richtung von charakteristischen Fliessgewässerarten ändern. Das liegt vor allem am dann stabilen Grund, in dem die Wurzeln auch geschützt sind, wenn bei Hochwässern das „Sandstrahlgebläse“ des Erosions-Sandes wirkt.

Erfahrungs-Foto Pflanzenzugewinn in restaurierten Strecken, hier Wasserstern und Aufrechter Merk („Berle“).

Am letzten Beprobungsort begegnete uns der Eisvogel ein zweites Mal, schnell bachab fliegend. Jetzt, „trainiert“, sahen ihn fast alle Exkursionsteilnehmer. Ein großes Gänse-V über uns rundete unsere Erlebnisse ab.

Drei Stunden Exkursion vergingen wie im Flug. Ich nehme an, alle hatten sich – wie ich – eher auf 2 Stunden eingerichtet. Gegen solcherart Begeisterung ist nichts einzuwenden. 🙂

Wir freuen uns auf kommendes Restaurieren.

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Das ist ein Sommer! Wir wollen uns die Mühlenau in Pinneberg ansehen und dabei untersuchen, welche Gewässerorganismen die 2017 zur Lebensraumverbesserung eingebrachten Kiese („Denk mal“ und Bachaktionstag) besiedelt haben.

Alle Interessierten sind willkommen. Wir treffen uns an der Querung des Bachs mit der Mühlenstraße und radeln aufwärts.

Die Exkursions-Ausschreibung lautet beim NABU Pinneberg

„Sa. 14.07.18 Bachexkursion an die Mühlenau in Pinneberg

Wir begutachten erste Erfolge kürzlich durchgeführter Renaturierungsmaßnahmen.

Bitte bringen Sie Ihr Fahrrad mit. Bei gutem Wetter planen wir eine Radtour bachauf.

     Treffpunkt: 10.00 Uhr in Pinneberg an der Mühlenau, Querung Mühlenstraße.

      Anmeldungen erbeten unter EMail: koenen-stender@online.de 

Wenn die Wettervorhersage so bleibt, wie sie ist, werden wir extremes Niedrigwasser vorfinden.

Das zeigt uns eindrücklich, wie wichtig die begonnene Strukturverbesserung ist – und wie gut die vom Regionalpark Wedeler Au für 2018 / 2019 beschlossene Aufstockung dieser Maßnahme der Mühlenau bekommen wird.

So unscheinbar sahen die ersten beiden Strömungslenker aus Kies bachauf der Mühlenstraße im Frühjahr 2018 aus.

Detail-Blick später, durchs Laub.

Da kann jeweils die gleiche Menge Kies wie vorher in die Böschung geschüttet werden. Und so soll es an allen bisher bekiesten Stellen und zusätzlich in den Zwischenstrecken geschehen. Erste Anfahrten haben bereits stattgefunden. Es wird spannend.

Der neue Kies ist für gut befunden worden.

Der erste Lenker bachauf der Mühlenbrücke, neuer Kies in der Böschung.

Blick auf den Lenker in der Baum-bestandenen Kurve bachauf.

Der Blick vor Ort zeigt anhand öden Gewässergrunds und alter Ufereinbauten, wie nötig die Lebensraumverbesserung ist.

Auch bei der extremen Niedrigwasserführung noch überströmte Lenker zeigen die neu angeregte, turbulente Strömung.

Beim Queren der Mühlenau über Fußgänger- / Radfahrer-Brücken werden wir auch das Verhalten angefütterter Tiere deutlich erkennen.

Solch Geflügel füttert man besser nicht.

Blick bachab „An der Mühlenau“. Der Erosions-Abriss zeigt, dass die vorhandenen beiden Erstbekiesungen gern aufgestockt werden können.

Weiter zeigt der von links mündende verrohrte Bach, dass Verockerung weiter ein Thema ist, das es zu minimieren gilt.

Stellen Sie sich vor: Nach weiterer Lebensraumverbesserung können Sie im Herbst, April, Mai/Juni von hier aus laichende Meerforellen, Fluss- und Meerneunaugen beobachten …

Extrem – der Niedrigwasser-Schuss der Mühlenau unter den Bahngleisen – keine Durchgängigkeit für Wanderorganismen bachauf.

Fahlt-Brücke – es ruft nach Bach-Restaurieren.

Blick bachauf auf die Sportplatz-Bad-parallele Strecke, in der beim Erst-Restaurieren „Denk-mal“ unser Stichwort war.

Aussenblick über die Mühlenau auf den Rosengarten.

Rosengartenbrücke bachauf – Denk mal-Kies (Pfeil: da zum Beispiel fehlt noch welcher).

Rosengartenbrücke bachab – es bleibt viel zu tun, mal sehen, wie es hier zum Jahreswechsel aussieht.

Nun hoffen wir auf gutes Radel- und Tierchen-Findewetter

  • am Sonnabend, 14. Juli 2018, 10 Uhr ff. (Interessierte melden sich bitte an, s.o.).

Möge es gelingen.

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Nach dem abendlichen Treffen fanden wir uns wohlbehalten in der neuen ALS ein.

„Seit 1579 mehr ALS Schule“ – möge Bildung immer den Stellenwert geniessen, den sie verdient. Es bleibt viel zu tun.

Auch 2018 hatten die Abiturienten wieder den Hirsch an der Hirsch Apotheke verballhornend verkleidet. Leider war das Kunstwerk bei unserem Besuch schon so gut wie verschwunden.

„Schrödingers Hirsch“ (2018) ist aber, wie seine Vorgänger, auf der Abihirsche-Seite zu sehen.

„Unsere“, die alte ALS, steht auch noch – möge es so bleiben.

Von unserem Jahrgang hatte wohl ich den kürzesten Schulweg.

Gelegentlich warf ich sicherlich an einer Querstraße einen Blick auf St. Kilian.

Dieser Eingang war uns verboten, der „Lehrer-Eingang“. Das waren Zeiten.

Als Abi-Scherz hätten Vorgänger von uns fast Lehrer auf dem Gewissen gehabt, hatten sie doch das lebensgroße Skelett aus der Biologie unmittelbar hinter dem Lehrereingang positioniert – wenn ich es richtig erinnere, mit Hut und „lässig“ hängender Zigarette im Mundwinkel. – Irgendwie konnte seinerzeit niemand von den schockartig Betroffenen so richtig darüber lachen.

Nach Rückkehr an die in D verstreuten heutigen Wohnorte haben wir erfahren müssen, dass „unsere“ alte Schule zum Verkauf steht. Was wohl daraus wird …

Bildung mit Historie – die ALS.

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Wir nutzen das Wetter, gleich am ersten Urlaubstag radeln wir zum Storchendorf Rühstädt.

Wir wollen früh los, die Morgenkühle nutzen.

Vor dem Start versorgen wir uns erstmal auf dem Markt mit regionaler Verpflegung.

Wir haben den ersten Juni. Dieser kleine Käfer wird uns öfter begegnen. Einen dicken, ähnlich aussehenden Kollegen, den Maikäfer, haben wir dieses Jahr überhaupt nicht gesichtet.

Radweg auf dem Deich – die Deichseiten sonnenverbrannt.

Die Elbe, Deichvorland mit Büschen und Bäumen. Als Ex-Niedersachsen (ehemaliger Unweltminister legte selbst die Kettensäge an) freuen wir uns über diesen, anderen Umgang mit dem Leben.

Unser erster Storch.

Der erste „erntet“ viel Aufmerksamkeit – ist selbst aufmerksam dabei, das Gelände auf Nahrung zu prüfen.

Erholsam geht es auf einem Gutteil der Strecke in lichtem Schatten dahin. Interessant ist der Umgang Brandenburgs mit Bäumen auch hier – IM Elbe-Deich.

Und wieder rauf auf den Deich.

Elbschifffahrt – wann wird angesichts der Sommerniedrigwässer endlich die Bundeswasserstraße aufgegeben?

Ein Schwanenpaar zieht vorbei.

Einfahrt Rühstädt – Storch auf Nest am Horizont.

Andere Vogelwelt kann von nah bestaunt werden – hier: Roter Milan, Kolkrabe, Fasan..

Wir klappern die Sehenswürdigkeiten ab – der Walter Fritze Storchenblick.

Und so sieht das von oben aus.

Beim Mittagessen klappert ein Storch und putzt sein Gefieder. Auch wenn noch eine Partnerin kommen sollte, sagen Ortskundige, werden sie nicht mehr brüten, da die Jungen nicht zeitig flügge und trainiert würden für die Herbstwanderung.

Bei der Ausfahrt aus Rühstädt – auch hier die tägliche Agrar-Realität. Mais.

Den Störchen Brandenburgs geht es im Raum Rühstädt, Prignitz, wegen vielerlei Umfeldverbesserung sicher besser als anderswo. Der Gesamtrahmen stimmt für die Natur aber auch hier nicht. Auch Brandenburgs Störche haben es nicht leicht, dieses Jahr neben der Mensch-gemachten Trockenlandschaft zusätzlich wegen wetterbedingter Trockenheit.

Unsere Gesellschaft muss endlich den Goldenen Kälbern abschwören – Lobbyismus, Agrar-Industrie und mehr.

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