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Archive for the ‘Klima’ Category

Es naht der Frühling, Blüten blühen, Pflanzen bereiten sich auf Wachstum vor. Da kommt die Zeit, Unkräuter – radikal ? – zu entfernen. – Immer wieder gern benutzt: Glyphosat, in all seinen diversen Benennungen und Mischungen.

Oft habe ich über den „orangen Blitz“ berichtet, der ins Auge sticht, wo Grün plötzlich flächig verschwindet und anders ersetzt wird. So auch jetzt wieder. Zwar habe ich den „orangen Blitz“ nicht fotografiert, hatte keine Lust, vom Rad zu steigen. Aber auch das später, vorübergehend folgende, flächige Gelb ist eindeutig – bevor es in ein „verbrennendes“ Ocker-Grau wechselt, das optisch von mechanisch behandelten Pflanzen, die vertrocknen, nicht mehr zu unterscheiden ist.

Zum Wirkstoff schreibe ich hier nichts, ist allzu oft geschehen. Auch wurde über das Bemühen in Zeitung, Film, Funk und Fernsehen hinreichend berichtet, aus solch Gift-Flächenanwendung auszusteigen. – Soll man über Nichthandeln von Politik lamentieren?

Was für ein Blick, was für ein Anblick!
– Blick: Moräne SH über (tiefliegend, unsichtbar) Elbe-Urstromtal auf Stader Geest, Niedersachsen, am Horizont.
– Anblick: Gift in Baumschule, flächenhaft.

Detailansicht Baumschulfläche – Gelb, das Totalherbizid Glyphosat kennt kein Erbarmen.

Wenn man der Auffassung ist, die Anwendung dieses Mittels sei verbotener Weise erfolgt (im vorstehenden Fall leider immer noch erlaubt – flächige Vergiftung), wird die Angelegenheit am Besten der zuständigen Stelle gemeldet. Verlinkt hier ein Beispiel meiner niedersächsischen Vergangenheit, dass dann wegen Uneinsicht auch noch vor Gericht landete. – Danke, die Entscheider machten sich kundig, bestätigten das Handeln der zuständigen Verwaltung, es musste gezahlt werden.

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Sie sind schon eine Weile zurück. Nachbarn berichten, bereits Ende Februar wäre die Winterreise der Tangstedter Störche üblicher Weise durch Rückkehr aufs Nest abgeschlossen. Nach „Störche auf Reisen“ behaupte ich ohne jeden Beleg, dass es sich um Westzieher handelt. Die (wenigen) besenderten Westzieher sind im Norden angekommen, die „Ostzieher“ sind inzwischen auch – mehr oder weniger klar – gestartet.

Bewusst kannte ich die Tangstedter Störche bis vor Kurzem nicht, sah sie vor Kurzem eher zufällig. Als ich nun heute einen Bach-Spezi zu einer Fahrt in den Nachbarkreis Segeberg abholte, nutzte ich die An- und Abfahrt, nach ihnen zu gucken, kam direkt am Nest vorbei.

Morgens, das Paar sitzt auf dem Nest bzw. ist damit beschäftigt.

Man kennt das, …

… Verschönern kann man immer.

Mittags auf der Rückfahrt ein anderes Bild.

Niemand zu Hause?

Doch – mal aufstehen und Eier zurechtrücken … (?)

Mögen die Alttiere genug Futter für sich und die Jungen finden, damit alle im Herbst gut gen Süden starten können.

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Vielen ist derzeit so garnicht nach Frühlingsgefühlen.

Gleichwohl schreitet das Jahr voran. Die Pflanzen zeigen es uns.

Weg ins Grüne.

Frühlingswald mit Hainbuchen – es blüht, flächenhaft.

Buschwindröschen.

Anderswo, Scharbockskraut.

Auch die Tierwelt zeigt es uns.

Ein Bisam sonnt sich, beäugt mich argwöhnisch (erstaunlich, dass der überhaupt noch da sitzt!) – und springt ins Wasser, taucht, … und weg.

In der Marsch sind inzwischen zunehmend Lämmer zu sehen. Die bekommen von ihren Müttern so allerlei beigebracht.

Wenn die Sonne brennt: Das kluge Schaf sucht den Schatten. – Wenn es denn welchen gibt.

Das ist eine universelle Botschaft. Schafe sind doch nicht blöd!

Leider kann man das von uns Menschen nicht sagen.

Eins von unendlich vielen Negativbeispielen für klare Zeichen, dass wir Menschen partout nichts dazu lernen wollen – Parkplatz Gewerbegebiet, könnte auch ein jeglicher anderer Stadtplatz sein, fast allüberall.

Das Thema ist nicht neu [kostenloser Download eines verständlichen Buchs über Hitze und Kühle]. Seit 40 Jahren wird in Diskussionen von Bebauungsplänen darauf hingewiesen, dass wir Überheizen vermeiden müssen, Kühlung brauchen. Daher wurde, ein Beispiel, pro 4 Autostellplätze zwingend das Pflanzen eines großkronigen Baums gefordert (Das ist dann per Baugenehmigung selbstverständlich durchzusetzen.). – Man stelle sich vor, wir hätten das seit 40 Jahren umgesetzt. Über das Thema „Anpassung an den Klimawandel“ bräuchten wir an vielen Stellen heute nicht zu räsonieren, hätten ja ganze Wälder von bis zu 40 Jahre alten Bäumen!

Was für ein Anblick, was für eine Hitzeentlastung in der Stadt, was für ein Beitrag auch für Insekten, Vögel – und nicht zuletzt die im parkenden Auto zurückgelassenen (hoffentlich das Fenster offen ???) Haustiere, gar Kleinkinder, Babys. Man liest leider allzuoft darüber …

Wir Menschen können aber noch mehr, verspüren den einen oder anderen Drang – zwei Beispiele zum Thema Pyromane.

Beispiel von vorgestern – es stinkt zum Himmel!

Dasselbe Feuer im Hintergrund, vorn im Foto vielleicht 1 Prozent weiteren Kokel-Potentials.

An geeigneter Stelle liegen gelassen, würde das Sturm- und Sägeholz ein wahres Boomen diverser Biologie ermöglichen – über lange Jahre, und dann den Boden verbessern.

Geschreddert könnte es Gleiches (wenngleich wohl in geringerer Biodiversität wegen Verlust der Dreidimensionalität) z.B. als Mulch leisten, und Arbeiten gegen „Unkräuter“ erleichtern bis unnötig machen.

In einem Bundesland, das das waldärmste ist und das freie Verbrennen von Holz nicht einmal gesetzlich in die richtige Richtung verändert (wie wohl die meisten Bundesländer geregelt haben) – was will man da erwarten? Vom grünen Agrar- und Umweltminister? – Aber das ist ja derselbe Minister, der mit seinem grünen Kollegen, Umweltsenator in Hamburg, die Probleme Wedels mit dem Kohlekraftwerk Wedel nicht abgestellt bekommt. – Pardon, ich vergaß, es gibt keine Probleme – nur in der Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger, die je nach Wind Emission diverser Art ausgesetzt sind.

Ja, es wird Frühling (kühlt demnächst erstmal wieder ab) – und es bleibt viel zu tun.

Und sie kokeln weiter – Foto von heute, von anderem Ort.

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Wedel – Buttermoor, Butterbargsmoor, Klövensteen, im Grenzbereich Schleswig-Holstein / Hamburg. Wie anderes ringsum immer mal einen Besuch wert.

Noch steht das Wasser hoch. Kranichpaare hoffen, anhaltend geschützte Brutreviere zu finden.

Allein die Optik dieses Zustands hat was.

Birke und Eiche.

Eiche und Birke.

Wir geniessen diesen Anblick. Mit unserem Stadtbegriff „Wedel, Stadt mit frischem Wind“ sind wir eher auf anderes getrimmt.

Sowas zum Beispiel – Ebbphase läuft in der Binnenelbe Richtung Sperrwerk. Just aus der Richtung blies in den vorigen Tagen, Wochen stürmischer Ostwind. Das abfliessende Wasser wird zu gegenlaufenden Wellen aufgetürmt.

Ich muss mal wieder gucken, wie weit die Bootssaison voranschreitet, kleine und größere Seglerhäfen anradeln. – Demnächst dazu mehr.

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Wer von Wedel nördlich reist, sieht es bald – die Landschaft in Weiss.

Östlich der Pinneberger Straße erstreckt sich das Projekt, fast fertiggestellt.

Letzte Korrekturen …

Vor Kurzem war es noch im Entstehen.

Erste Folientunnel sind fertig.

Weite Flächen warten aber noch auf das Verhüllen.

Wie die ersten beiden Fotos zeigen: Fertig! – So können wir das Kunstwerk ungestört einige Wochen bestaunen.

Bis dann fleissige Hände den Spargel stechen und er in den Markt eingespeist wird.

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Nein, kein Schreibfehler – das heisst nicht „Hose runter!“, wie der zweite Teil der Überschrift ahnen lässt.

Ein Nachbar schnackt mich gestern Nachmittag am Briefkasten (lokales Käseblatt rausholen) von schräg an „Das hat ja gerummst!“ ? ? ?

„Na, draussen!“  ? ? ?

Ahhhhh ! ! ! Erwartetes – eher passiert als erwartet.

Nachdem die Weststürme und der Regen in Januar und Februar Vegetation und Böden ein lange nicht gekanntes Ereignis beschert hatten, hat gestern am frühen Nachmittag an unserer Grenze zu städtischem Gelände, lange achsiale Spielzone dahinter, der Wind aus Ost, Stärke 5, mit Sturmböen draufgesetzt, ein Werk vollbracht.

Im Beitrag vom 14. Juni 2021 beschrieb ich Blütenpracht von Baumrosen, die sich Feldahorn und tote Kastanie dreidimensional erobert hatten. Größte Ausdehnungstendenz hatte die, die in der – mit der Stadt Wedel als „stehenlassen und beobachten“ verabredeten – toten Kastanie mit „voll Licht“ wuchs.

Blick von unserem Eingang – da liegt sie also, die Kastanie (und mittendrin in der Krone hakeln die langen Triebe der Baumrose).

Dank Halt durch die Rose fiel der Baum optimal – zwischen zwei unserer Tiefgaragenlüfter mit Fahrradhäuschen, diagonal.

Unser Hausmeister und ich sind je mit einer Säge bewaffnet draussen, werden den Durchgangsweg frei legen / sägen.

Letzter Blick vorm Sägen – vom anderen Eingang her.

Im Oval: Wir haben da einen selbst angesamten Feldahorn und eine Esche wachsen lassen. Die halten sich ja viel besser als die blöden Baumschulbäume.

Hoffen wir mal auf deren Erhalt sowie den des Rosengrund“gerüsts“, wenn der Baumstamm mal entfernt wird.

Von der Spielplatzseite: Wäre schön, die Rose hoch abzuschneiden, den verbliebenen Kastanienstamm stehen zu lassen und beide zusammen älter werden zu lassen …

Die Arbeit geht fix von der Hand. Jeder hat einen kleinen Asthaufen produziert, der Durchgangsweg ist frei.

Für das vorige Foto bin ich EG-Bewohner in den 2. Stock geklettert, hat sich gelohnt.

Kein weiterer Handlungsdruck. Hausverwaltung, Beiratskollegen sowie der städtische Bauhof sind über Ereignis sowie Wunsch für die Zukunft informiert.

Etwa 3 Stunden später kommt eine Nachricht, zunächst im Netz, später im Regionalprogramm – etwas Neues für Wedel: Wir haben einen neuen Bürgermeister gewählt – Gernot Kaser heisst er. Wir wünschen eine glückliche Hand und erfolgreiches Realisieren dessen, was er sich vorgenommen hat.

Der Abend wird wieder durch einen schicken Abendhimmel – und dazu passend, Rosé aus der Flasche – verschönt.

P.S.: Montag, 21. März 2021, früher Nachmittag:

Freier Blick durchs Mückengitter: Die gebrochene, umgestürzte Kastanie samt Baumrose ist abgeholt. Alle in obigen Ovalen markierten Wünsche wurden erfüllt. – Besten Dank, an alle Bauhof Wedel-Beteiligten!

 

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Vorgestern bestand wegen vorheriger Beschäftigungen noch spätnachmittäglicher Radelbedarf. Es sollte „die Küste“ sein, je nach Situation der später dann untergehenden Sonne hinterher.

Angesichts der aktuellen, aus besonderen Gründen dunklen Zeit gebe ich meine Lichteindrücke zum Besten.

„Die Küste“, das ist in unserem Jargon die schleswig-holsteinische Seite der Tideelbe, noch Süßwasserbereich, hinter, auf oder vor dem Hauptdeich.

Elbdeich Fährmannssand, Küstenlicht, Blick südwestwärts.

… westwärts.

… und nordwestwärts.

Nordwestwärts, Detail – ssssteifer Nordwest, kalt! per wind chill, Thw plus 0,5 m. vorn der Spülsaum voriger Sturmflut.

Blick gen Ost über die Marsch auf die Geestkante – der Bauer hat noch gut Winterfutter für Schafe und Rinder liegen. Die vorjährige Ernte war aufgrund binnendeichs angehobenen Wasserstands reich.

Eigentlich wollte ich ja nordwestwärts weiter. So radelte ich auch, zunächst. Als dann aber Wolkenwürste fortwährend die Sonne wegschatteten, war es im wind chill so wenig verlockend (weiter nördlich vom Elbdeich winkten auch keine attraktiven Blicke), dass ich drehte. So fand ich mich in Höhe Fährmannssand wieder, mit Finger am Drücker.

Deichkrone, Blick von unten gen Nordwest – Familie mit Lenkdrachen. Wenn Kinder dran waren, zitterte man mit den im 45 Grad-Winkel Zurückgelegten, dass sie standhalten mögen (hat geklappt, naaa jaaa – zitter, zitter).

Deichkrone, Blau – Kaltluft oben, farbig vertreten von Weiss bis Schwarz.

Von der Deichkrone aus: Auf dem Tidehochwasser reitet ein voller Stinker (Schwerölmotor ab hier aktiv) seewärts. HMM Gdansk, 400 x 61 m, Tiefgang 13,2 m.

Jetzt aber zurück – Theaterschiff Batavia, Flaggen flattern im ssssteifen Nordwestwind, grauer Himmel über der Geest.

Dem sssteifen Nordwestwind entgegen – Abschiedsblick über die Marsch.

Ein schönes Wochenende wünsche ich allen Leserinnen und Lesern – auch allen anderen nah und fern!

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Saison der Zugvögel – täglich stellt sich die Situation anders dar, teils gleichartig wirkend.

Gegen Mittag auf dem Elbdeich bei Hetlingen – von der niedersächsischen Seite überqueren Gänsetrupps die Elbe, nordostwärts.

Sie kommen in 50er bis 100er Gruppen, Nonnengänse.

Anderer Tag, anderes Bild – mehrere Tausend querten hier die Elbe in breiter Front.

In weitem Bogen ziehen sie auf schleswig-holsteiner Seite …

… und landen in dichter Packung südlich der Kleientnahme-Stillgewässer.

Nun kann man lange spekulieren, ob das „unsere“ Nonnengänse sind, die von einem Nahrungsausflug zurückkommen. Oder ob es sich um Ziehende auf dem Weg zu den Brutgebieten handelt. Die Tatsache, dass diese Trupps hier auf abgegrasten Wiesen intensiv zu Fressen beginnen, scheint mir auf Ziehende zu deuten.

Auch fiel in den vergangenen Wochen auf, dass die Vogelgrippe „bei unseren“ nahezu keine Opfer mehr zu fordern schien. Einzeln sitzende, offenbar kranke Individuen sowie dichte Federflächen auf dem Grün, Rupfe, waren gegen Null gegangen.

Nun sehe ich wieder regelmäßig, wenn die großen Gruppen Flächen wechseln, Einzelindividuen apathisch sitzen.

Tags drauf …

… ist der Vogel aufgegessen, verschleppt – oder der verbliebene Kadaver vom Menschen eingesammelt.

Tideniedrigwasser – die Tide-Elbe bei Fährmannssand zeigt sich in ihrer verschlechterten Situation, wieder vertieft, verbreitert. Die Fahrwassertonne steht unmittelbar neben „Land“.

Kein Platz mehr für die Entwicklung der einst reichhaltigen Fischfauna in dieser Strecke. Das gesamte Wasser wird im Seeschifffahrtskanal mit seinen heute extremen Strömungsgeschwindigkeiten gefasst.

Die Binnenelbe (hinten das Sturmflutsperrwerk Wedeler Au), Tideniedrigwasser minus X – früher bekam man diese Sohlstrukturen so gut wie nie zu Gesicht.

Ein (wohl Mittel-)-Sägerpaar zieht seine Bahn.

Ab nach Hause.

Vorbei an einer illustren Alt-Kopfweide. Leider nimmt ihre Zahl zunehmend ab. Jüngst wurde nachgepflanzt. Bevor die Jungbäume ähnlich eigenartige Charaktere bilden wird – wie bei so vielen anderen Baumarten – „Dank“ jahrzehntelangen Nichtstuns eine schmerzhafte Lücke entstehen.

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Zuletzt waren hier im Bericht vom 9. März schwarzweisse Vögel zu sehen. Neben den vielen anderen, die sich hier in Geest und Marsch aufhalten, sind sie fast täglich unsere Begleiter. Besonders auffällig sind schon aufgrund ihrer Größe und des überwältigenden zahlenstarken Auftretens die Nonnengänse während ihres hiesigen Winteraufenthalts. Der nähert sich so langsam seinem Ende.

Blick vom Hetlinger Elbdeich auf die im vorigen Gänsebeitrag dicht gefüllte Wiese binnendeichs – wo sind die Nonnengänse?

Auch schwarz-weiss (und braun): Querab Giesensand äst ein Paar Kanadagänse, eine Graugans wacht.

Die Antwort auf die Nonnengansfrage folgt kurze Zeit später.

Lärmen von Fährmannssand her – wie Mücken in der Luft … (ach, den Spruch müssen wir uns angesichts des Insektenschwunds wohl abschminken!).

Wer immer sie hochgebracht hat, das war erfolgreich.

Die Formation verdichtet sich.

Mit ihrem heiseren Kleine-Hunde-Gebell wirken sie wie immer ziemlich panisch.

Nach Überfliegen der NABU-Vogelstation drehen sie bei, fliegen – sich orientierend – tiefer zurück.

Links oben: eine Lachmöwe.

Erste Nonnengänse landen an der ehemaligen Kleientnahme für den Deichbau, wassergefüllt.

Binnen Kurzem ist der Landeplatz am Ufer proppevoll.

Auf dem weiteren Weg nach Wedel zurück sehe ich die übrigen, auf Wiesen / Weiden Gelandeten in mehreren Gruppen zu jeweils etlichen Tausend.

Kurz vor dem Geesthang, an der Binnenelbe nahe dem Theaterschiff Batavia, treffe ich 2 Kanadagänse – dieselben von zuvor, querab Giesensand?

Egal. Die balzen jedenfalls eifrig drauflos.

Mal sehen, wann die Nonnengänse so weit sind – und uns verlassen.

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Gegenwärtig läuft bundesweit ein Kleingewässerprojekt „FLOW – Fliessgewässer erforschen, gemeinsam Wissen schaffen“ .

Das interessiert selbstverständlich die „Unterelbeschulen“ , untersuchen sie doch seit mehr als 10 Jahren Bäche und kleine Flüsse, vorwiegend in Schleswig-Holsteins Kreisen Pinneberg und – dort mit Restaurieren seit 5 Jahren – Segeberg. Zur Zeit werden die im Rahmen des Projekts zur Verfügung gestellten Unterlagen studiert, Fortbildungen absolviert.

Der kleine Bach im Tidegebiet der Pinnau nicht weit von ihrer Mündung in die Elbe wies weder Kraft noch Struktur auf.

Ausbau und harte Gewässerunterhaltung hatten diesen lebensfeindlichen Zustand hervorgerufen und seit Jahrzehnten aufrecht erhalten.

Inzwischen ist eine Teilstrecke restauriert, lohnend also für Untersuchungen.

Als besonders günstig erwies sich, dass private Landnutzung am rechten Ufer und Kooperationsbereitschaft für den Einbau von Kies sich trafen mit öffentlichem Eigentum am linken Ufer. Dort befindet sich eine Fläche in naturnaher Entwicklung. So war es erwünscht – im Gegensatz zu „Normal“bedingungen beim instream Restaurieren – dass linksufrig Erosion mit stärkerer dynamischer Längsentwicklung eintreten sollte.

Immerhin weist nun die durch Kieszugabe angestoßene Strömungsdifferenzierung eine Vermehrung von Strukturen auf, hier im spätwinterlichen Aspekt bewegten Sand, Feinmaterial, Kies, flottierende Uferpflanzen, mindestens 2 Arten Wasserpflanzen.

Dieses Foto zeigt eine flottierende Wasserpflanzenart über stark entwickelter Tiefenvarianz – im vorderen Bereich Ocker durch Eiseneintritt, ruhender und bewegter Sand („Rippelmarken“).

Wir sind gespannt, was die Untersuchung der durch die Kieszugabe entwickelten, unterschiedlichen Kleinlebensräume Richtung Jahresende zeigen wird.

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