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Archive for the ‘Klima’ Category

Ohne auf Webcams zu sehen, ist die Entscheidung für Radrunden im Herbst oft schwierig. Der Blick aus dem Fenster mag klare Sicht vermitteln – bleibe ich nun oben auf der Geest oder fahre ich in die Marsch, zur Elbe? (Recht einfach fällt die Entscheidung, wenn bereits Nebelhörner tuten.)

In der Morgensonne leuchtet einer der vielen asiatischen Ahorne.

Im Vergleich zu „unseren Nasen“ verblüffen die stachlig erscheinenden Samenstände.

Wenn man den angebotenen Artenreichtum auf Gärtnerseiten durchrollt, fällt auf, was in der Entwicklung bei uns rund ums Haus durch Umstellen von Gärtnerschnitt auch ans Tageslicht kam: Als Kleinbüsche angepriesene Pflanzen sind in Wahrheit oft genug Individuen, die gern ein Großbaum wären. Wenn der Gärtnerschnitt von „Hausmeisters Liebling 08/15“ (regelhaft, 2mal pro Jahr, gern „pflegend“ öfter mit der Heckenschere in Kugel- oder Quaderform?) auf Astschnitt verändert wird, entwickelt sich so manch Grün in Höhen, wie das im öffentlichen Raum eher zu sehen ist.

Hier steht nebendran noch ein vollständig grünes Exemplar.

Wedeler Marsch, unmittelbar vor dem Geesthang – trotz Sonnenschein ist es noch kalt, Gebell erschallt.

Da sitzt wieder so ein Tausender Nonnengänse. Wir bilden uns angesichts lockeren Schwarms fast ein, dass die Tiere von der Vogelgrippe gelernt hätten.

Aber das ist, wie geschrieben, wohl pure Einbildung.

In der Marsch ändert sich das Bild. Die Sonne kämpft mit Nebel.

Elbdeich Fährmannssand – fast erscheint das Foto schwarz-weiss.

Deichkronenschaf – dahinter das Nichts.

Blick Südost – keine Elbinsel Hanskalbsand in Sicht, auch keine Elbe, kein Deichvorland.

Elbdeich Hetlingen – von oben nach unten: Südwestseite ohne Tau, auf der Nordseite der Deichkrone und des Deichs zeigen Spinnen, wie sie Wasser im Netz fangen.

Wie gelegentlich im Fernsehen berichtet wird, hat sich der Mensch dieses Prinzip in wasserarmen Regionen zu eigen gemacht.

Nochmal, die beeindruckende Erscheinung genetzten Taus.

Im Deichvorland, auf dem Süßwasserwatt versucht sich die Sonne mit einem spotlight.

Zurück, nahe dem alten Hetlinger Elbdeich – eine blühende Distel.

Etwas östlich gibt sich die Marsch kühler, leicht diesig – auf den Wiesen weitere Nonnengänse.

Fast Windflüchter-Silhouette bei Idenburg – die Rinderherde am Fuß der Bäume ist kaum erahnbar.

Angesichts südlichen Winds wurde das Tidehochwasser höher als normal in den Bullenfluss gedrückt.

Das geht bis an den Fuß des Geesthangs – hier der ansonsten fliessende Sauerbek.

B 431, fast Zuhause – im Sonnenlicht der Geest strahlt ein Altbaum. Den muss ich über Rinde und Blätter wohl erstmal näher bestimmen (kein Ahorn, keine Linde).

Na denn, keine Angst gegen Ende Oktober vor Trübe, Niesel, Schauern! Das wird auch wieder anders. „November ist auch nicht mehr das, was er mal war.“

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Der letzte Tag der Tagung ist angebrochen, auf zur S-Bahn.

BAB-Tunnelbaustelle – schon ganz schön was los, noch rush hour oder schon Wochenendverkehr?

Ausstieg U 4, HafenCity Universität – was für ein Wetter!

Blick quer über den Baakenhafen, HCU gleich nebendran – das sieht ja schon sehr vorwochenendlich leer aus!

Gefunden, leicht umgehängt angesichts offenbar Endzeitstimmung (nur bezogen auf den Schluss der Veranstaltung). Frei stehendes, vorher nutzbares Tragwerk ist bereits abgeräumt.

Schön, dass ich meine Gewässerschutzaktionen bezogen auf Anpassung an den Klimawandel („Vom Wissen zum Handeln“) hier platzieren durfte! – Herzlichen Dank dafür und für die ausgezeichnete Organisation rund um die Tagung!

Die Anzeigen sagen, es geht für die ganz Aktive noch weiter – ein später Freitag.

Wieder draussen, mein Paket unterm Arm – der „Küstenwind“ hat hier Gischt produziert, vielleicht hat aber auch ein lokaler Schmierfink einen Teil an der Optik (kein Rohr erkennbar, sodass wohl reine Wind-Wellen-Aktivität hier zu sehen ist).

Zurück über den Verkehr rings um die Elbtunneldeckelbaustelle. – Wohl dem der quer dazu und schienengebunden unterwegs ist.

Die Tagung ist vorbei – es lebe die Vorbereitung zum nächsten Termin! Aktion und Ergebnisse von 2024 stehen im Netz. Der Termin 2025 auch: 24. – 25. September 2025, die Ausschreibung läuft, Frist bis 30. November 2024.

Seit der diesjährigen Veranstaltung ist die Zeit nicht stehengeblieben, radelte ich nicht nur meine Runden im Wedeler Bereich der Tide-Elbe. Es bleibt viel zu tun, ich freue mich drauf.

Goldene Zeit – gestern Abend, gegen 18 Uhr, auf dem Elbdeich Fährmannssand.

Mögen goldene Zeiten trotz all der gegenwärtigen Unbill vorausliegen. Wenn alle auf ihrem Gebiet Verantwortung übernähmen, hätte wohl niemand Sorgen.

Ergänzend zum alleinstehenden Gegenlichtfoto folgt demnächst auch das Drumrum.

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Morgens in Wedel, S-Bahnstation, schön …

… nass. – Iiiieeehh, das pitscht!

HafenCity Universität, Blick Norderelbbrücken – düster, aber trocken, Achtung Blau oben links!

Spiele im Sturmwind über der Elbe – das sind wohl Bussard und Kolkrabe, oder wer? Drumrum kreist unermüdlich ein Turmfalke, alle 3 stetig auf und ab, einander neckend.

Nach empfehlenswertem Mittagessen in der Mensa (eins aus der Auswahl passt wohl stets) habe ich noch ein wenig Zeit. Ich wollte schon immer mal die aktuelle Entwicklung bis zu und an den Elbbrücken ansehen – das sollte passen.

Einfahrt U 4- Halt Elbbrücken.

Der Kurze Olaf !

U-Bahnstation (ja, im Freien – das „U“ ist eher ein Formalismus, Orga-Kram, und keine oben-unten-Bezeichnung) und KO draussen vor.

„Kurzer Olaf“ wird das Bauwerk in Anlehnung an den Vornamen eines bekannten, zunächst aus HH, nun in Berlin, genannt. – Es kommt dem nahe, was ich bei Aufkommen der Gebäudeplanung mit Kontakten und Kenntnissen im Bereich Bauwesen sowie der Untergrundverhältnisse blödelte: Der allgemeine Größenwahn des Menschen und der besondere Hanseatischer Pfeffersäcke führte vor Zeiten zu einem offenbar nicht aufzuhaltenden Hirngespinst. Hamburg brauche an den Elbbrücken ein wahrnehmbares Eingangszeichen – einen (besser vielleicht 2 ???) 200 m-Gebäudeturm, sowas mit Wolkenkratzercharakter.

Mein Tieflandspruch dazu: Gern, falls unvermeidbar. Aber bitte nicht senkrecht, sondern waagerecht … – Gesprächspartnern fiel dazu auf, dass das dann ja kein „Turm“ sei ! – – – Ach, ja ?!             🙂

Nicht unübliche Pleite sich (und Geldgeber) überschätzender Investoren führte zum Baustopp. – Möge es dabei bleiben! „Der Kurze Olaf“, das hat doch was!

Die Norderelbbrücken, Blick Süd – der Gleisumgang ist eine prima Aussichtsplattform!

Blick West, Nordufer der Norderelbe, HafenCity.

Die kommentiere ich jetzt nicht.

Blick über die Norderelbe – seeschifftiefes Wasser (Begrenzungsbojen vorn), Hafenkräne, Veranstaltungsschiff Stubnitz, Zeugnis deutsch-deutscher Entwicklung.

Und wieder die Aerodynamik der Hochgebäude nutzend … – Wenn das man nicht ein Seeadler ist, hier, direkt westlich der Norderelbbrücken.

Die Vergrößerung des Originalfotos scheint zu zeigen, dass der (ja, ein Seeadler) mich genau im Blick hat.

Blick Südost – Binnenschiff Elbe-aufwärts bei Flut, die rot-weissen Gehänge haben ihren Grund.

Die sind auf beiden Seiten der Brücken Höhenmaße, ob wer wohl nicht mehr durchkommt angesichts des – durch Sturm und sonstwas womöglich erhöhten -Tidewasserstands. – Wie bekannt, besoffen oder nüchtern, interessiert sowas allüberall, auch im Straßenverkehr nicht alle Fahrzeugführenden. Wir alle – ggf. über Versicherungen – zahlen in der Regel für die Übeltäter.

Zeit, zur Posterpräsentation zurückzufahren – Großmarkt Hamburg im Blick.

Bunt im Grau.

In der HCU, der Klimawandel, eine Zeittafel am Boden, Ausschnitt. – So früh also merkte die Wissenschaft, was abgeht … – Wir gehen drüber hinweg. Oder soll ich sagen „Wir trampeln darauf herum.“ ?

Immerhin – die Blase der hier anwesenden Wetter- und Klima-Fetis zeigt sich an den Postern sehr interessiert. Spannende Nachfragen, Diskussionen belohnen das Dabei(gewesen)sein.

Schnell ist die Zeit vergangen, die Teilnehmenden verschwinden in ihren Veranstaltungen.

Auf geht`s, Richtung Wedel.

Freundlicher Empfang – ich gelange trocken nach Hause.

Demnächst folgen ein paar Eindrücke vom Schlusstag.

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Vom 25. bis 27. September 2024 fanden der ExtremWetterKongress und die KlimaManagementTagung in der HafenCity Universität, Hamburg, statt. Wer im Wetter- und Klimageschehen Deutschlands einen Namen hat, war vertreten – stattliche 700 Teilnehmende meldeten sich an. Inzwischen finden sich hier Eindrücke des dicht gepackten Programms bis hin zu vollständigen Mitschnitten.

Als Gast durfte ich 2 Poster über Verbesserungen an Bächen und kleinen Flüssen einbringen. Immerhin sind die und ihre Lebensräume nicht nur Wetter-, sondern in ihrer Lebensfähigkeit insbesonder Klimawandel-abhängig. – So ging`s also los.

Mit wasserfest verpackten Postern werde ich per E-Mobil zur S-Bahn gebracht.

Es ist alles ringsum ordentlich nass von der Nacht – Sonne beim Start in Wedel.

Reger Verkehr – Werbung ist das halbe Leben.

Die Poster, wetterfest.

Schön, dass die S-Bahn oben fährt. Da gibt`s immer etwas zu sehen – wie hier an der Tunneldeckenbaustelle der BAB 7 nördlich des Elbtunnels.

Fix geht es nach Umsteigen am Jungfernstieg mit der U 4 in die HafenCity. Hier pfeift ein ordentlicher Westwind über den Ausstieg ins Licht.

Kaum dass die Banner zu halten sind – im Foyer der HCU ist allerhand los.

Zu regem Besucherverkehr tragen auch Schulklassen bei, die gerade ihre Bildungseinheit Wetter Wasser Waterkant absolvieren.

Das Veranstaltungsteam arbeitet engagiert, freundlich und informiert. Schnell finde ich den Standort meiner Poster.

Poster 1: Aktuelle, übermäßige Entwässerung der Landschaft kann an Bächen und kleinen Flüssen deutlich positiv beeinflusst werden und bei der Anpassung an den Klimawandel helfen.

Poster 2: Bachlebensgemeinschaften benötigen sommerkühle Lebensräume. Darauf gilt es, klares Entwicklungshandeln in die tägliche Praxis „überall“ anzuwenden.

Zu jedem Poster gibt es einen Erläuterungstext, der an der Rezeption mitgenommen werden kann. Der jeweilige Text ist im Link der beiden vorstehenden Abbildungsunterschriften verknüpft.

Dann kann ich erstmal wieder gehen – Blick über die Baakenhafen Brücke auf einen HafenCity Aussichtspunkt.

Ab in die Öffis, Haltestelle HafenCity Universität – mit eigenwilliger Ausstattung ? – Wem `s gefällt …

Tags drauf werde ich zur Posterpräsentation wieder erscheinen.

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Dass ich hier, rings um die „Stadt mit frischem Wind“ und wechselnden Situationen zurechtkomme, ist hinreichend bekannt. Gelegentlich stellt sich schonmal eine Rundtour als zu lang für die Phase zwischen Schauern heraus. Auch ich werde mal klitschnass – mindestens das äussere „Zeug“.

Nun treten kalte Nächte auf, stürmische Schauer peitschen – dann auch wieder nicht. Die Natur reagiert darauf.

Morgens früh, kalt – Gänseschwärme, schnackend, ziehen südwestwärts.

Im Sonnenschein, Hetlinger Marsch – kurze Zweisamkeit in der bunten Herde.

Rabenvögel, hier gestört, …

… setzen sich bald wieder. Als Gesundheitspolizei …

… passen sie aufmerksam auf, was in Zeiten der Blauzungenkrankheit geschieht – das rechte Schaf liegt auffällig platt.

Diesmal „war da nichts“. Vor ein paar Wochen allerdings zeigten Rupf- und Zupfreste mehrfach, dass da ein Kadaver zunächst von der interessierten Vogelwelt bearbeitet, dann entfernt wurde.

Rauf auf die Deichkrone Fährmannssand – eisige Zeichen am Himmel.

Blick über die Tide-Elbe – Leuchtfeuer, Segler, vorn ein paar Nonnengänse, auch Graugänse.

Die Nonnengänse sind hier noch nicht zahlreicher geworden, nächtlicher Überflug von Großschwärmen haben wir nicht ge-, im Zweifel überhört.

Graugansschwärme aber ziehen häufig hoch über uns hin, kleinere bis in die Hunderte.

Sonntag Morgen nach kalter Nacht, gesiebter Blick – bunt.

 

(Gesiebter Blick -) Feldahorn wird scheckig, Gelb nimmt zu.

Kälte, Sturmwind und Regen sorgen allerdings dafür, dass frische gelbe Pracht schon zu Boden geht.

Rasende Wetter am Nachmittag – vor allem eine vorn ziehende, längliche leicht blauviolette (??) Wolke erscheint uns bedrohlich.

Seitwärts entwickelt sich ein Regenbogen. Der zugehörige Schauer galt uns nicht.

Zu Hause – diese Formation und folgend stört uns nicht. Wir haben das Dach über dem Kopf.

Wie sich das gehört, schauert es ordentlich, noch mehrmals.

Das Wetter soll trockener werden. Der heutige Montag hat das bereits eingelöst.

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Lebendigere Bäche und Flüsse werden spätestens seit den Gewinnen durch konsequente Abwasserreinigung seit Ende der 1970er in unserer dicht besiedelten und meist intensiv (bis exzessiv) genutzten Landschaft angestrebt.

Erfahrungen in den 1980ern und 1990ern führten europaweit zur Zieldefinition der EG-Wasserrahmenrichtlinie („guter ökologischer Zustand“ bzw. Erreichen eines „guten ökologischen Potenzials“, jeweils bis 2015 für ALLE Gewässer).

Inzwischen befinden wir uns in deren 2. Verlängerungszeitraum, Schluss Ende 2027. Weiter gilt, dass neben offiziellen Maßnahmen an Vorranggewässern an die Ziele angepasstes Handeln auch für Bäche und kleine Flüsse (ca. 80 % der Einzugsgebiete) erforderlich ist. Angesichts des Nutzungsdrucks ist „instream-Restaurieren“ hier die Methode der Wahl.

Nach Arbeiten in den Bundesländern Hamburg und Niedersachsen bietet die Edmund Siemers-Stiftung experimentelles Kennenlernen einfacher Lebensraumverbesserungen und – bei Gefallen – weitergehendes Fördern seit 2016 auch im südlichen Schleswig-Holstein an.

Seit 2021 kooperieren wir im Einzugsgebiet der Oberalster, SH, mit dem Gewässerpflegeverband Alster-Rönne, Gewässeranliegern im Agrarraum sowie den Landesforsten, hier: Forst Endern und den zuständigen Behörden, restaurieren mit Kiesgaben in übertief ins Gelände eingeschnittenen und überbreiten Bachprofilen  nicht mehr vorhandene Niedrig- und Mittelwasserstrukturen. Hochwässer fliessen ungehindert darüber ab.

Im Folgenden werden Zwischenergebnisse / -erlebnisse eines besonderen Beispiels für Wasserrückhalt, Anpassung an den Klimawandel, dargestellt.

Von einer Holzabfuhrtrasse aus wurde die Gewässersohle mit mehrfachen Kiesgaben so angehoben, dass früher aktive Mäander regelhaft wieder Wasser aufnehmen und „auf höherem Niveau“ abführen.

Der Abfluss findet regelhaft im statistischen Niederschlagsgeschehen „in historischen Strukturen“ statt.

Die Bredenbek wird also bei höheren Abflüssen wieder „im Bestand zur Aue aufgeweitet“.

Kiestransport ist dabei ausdrücklich erwünscht, da die bachab liegende Waldfläche nicht befahren werden soll (Entwicklung zum Naturwald).

Die Bredenbek sortiert ordentlich! – Im oberen Bildteil liegt ein bereits in „Vorzeiten“ verkürzter Sturzbaum.

Inzwischen zeigen sich im kuppierten Gelände zunehmend tiefere Strukturen, die für Wasserrückhalt, längeren Erhalt von Feuchte wieder aktiviert werden konnten.

Wie erwartet, stürzt der Flachwurzler Buche in den nun wieder nasseren Standorten. Eine Vielfalt Totholz entwickelt sich. Vorübergehend entstehen lichtreiche Flächen.

Auch der Eisvogel profitiert von den freistehenden Wurzeltellern, legt Brutröhren an.

So lange sich zeitweise wasserstauende Holzverhaue im Forst halten oder bewegen, wird hier nicht eingegriffen.

Solch Anblick will erstmal ertragen sein! – Ein völlig neues Gewässer- und Umfeldgefühl stellt sich ein.

Die Bereiche der hoch liegenden Alt-Mäander zeigen nicht nur aufgrund zeitweise provozierten Durchflusses, sondern auch wegen der Grundwasserstütze am Ausgang des Forsts zur Agrarlandschaft dauerhaftes Grün.

Wir erwarten, dass von im Buchenbestand vorhandenen Alt-Erlen sowie durch Anschwemmen von bachauf „der neue, nassere Lebensraum“ nun von der Schwarzerle erschlossen wird. Ihr – als einziger heimischer Baum – auch tief ins Wasser wachsendes Wurzelwerk stellt optimalen Erosionsschutz bei jeglichem Abfluss.

Die Sohlaufhöhung am Waldrand zur Agrarlandschaft mit neuer Struktur für Niedrig- und Mittelwasserabfluss, reich besiedelt von standorttypischen Wirbellosen.

Wir verfolgen das Geschehen weiter als interessantes Experiment.

Für den bachab folgenden Agrarraum bis zur Mündung in die Rönne (deren Mündung in die Alster folgt nahebei) sind weitere Maßnahmen zum Minimieren der Bodenerosion und Strukturverbesserung als Bachlebensraum vorgesehen – vgl. z.B. vorigen Beitrag.

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Die Hintergründe und unseren Weg zum „domestizierten HalbMäander“ habe ich im Beitrag vom 30. August beschrieben. Inzwischen sind mehrere Regenereignisse, darunter ein stoßartig abfliessender Starkregen durch die hiesigen Bäche abgeflossen. Da lohnt sich ein Besuch, ob Erosionsschutz und Gewässerstrukturverbesserung wirken, wie vorgesehen.

Kleine Realitätsstudie auf dem Weg zum Tatort, Thema Licht / Überlichten – die Beseitigung standorttypischen Baumbewuchses führt in Teilstrecken zum Profilzuwachsen durch Sumpfpflanzen.

Diese Abflusshindernisse führen zu („normal“ unnötiger) Unterhaltungsarbeit, die im Regelfall im völligen Freischnitt des Profils endet … – Schluss mit lustig.

Licht in Maßen – bereits Teilbeschatten durch Erlen, vorn Dost, hilft dem Bach, gerade in Zeiten des Klimawandels (Verhindern des Überheizens).

Nachschau statt meterweisen Mähens bis Baggerns entlastet in solchem Zustand auch die Gewässerunterhaltung.

Durch folgenden Erlenbewuchs blitzt gelegentlich der gegenüber liegende Acker durch.

Auch ich, im Angang „diesseits“, bewege mich auf einem Ackergrundstück. Das ist einer Intensivnutzung derzeit durch Teilnahme an einem Extensivierungsprogramm (Blüh-Brache) entzogen.

Dränrohr, Beginn des Halbmäanders – die Erlen-bestandene Strecke bachauf ist, wie berichtet, ebenfalls strukturverbessert.

Detail – die zu Beginn der Ausuferung in den Prallhang gelegten „Spiel-Depots“ für Hochwässer erfüllen ihren Zweck. Da kann noch allerhand drüberhingehen.

Der Erosionsschutz entlang der Kurve wirkt, …

… (Detail) die Verbesserung der Sohlstruktur, hier auch mit Störsteinen ergänzt, ebenfalls.

Das Ende des HalbMäanders haben wir im Übergang zur unbehandelten Strecke bachab mit einer Rausche-Kolk-Abfolge abgeschlossen – liegt super!

Im Weggehen, bachauf, sehe ich nochmal den oberen Übergang in die Kurve an.

Der nächste Besuch im Frühjahr 2025 wird zeigen, ob Nacharbeiten erforderlich werden.

Die Bredenbek in ihrem extrem Erosionssand produzierenden Zustand zu Lasten ihrer selbst und der abwärts fliessenden Oberalster bietet ansonsten noch herausfordernde, zu verbessernde Strecken genug. – Das Vorgehen? – – – Immer Schritt für Schritt, ein „Gesamt-Programm“ ist mit den Beteiligten formuliert.

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Morgensonne in der Marsch bei Hetlingen – Spitzahorn startet Herbstfärbung, Eschen (später Gelb) ringsum noch nicht ganz.

Elbdeich Hetlingen – über der Elbe noch Dies, ein knapp 300 m langer Containerfrachter zieht gen Hamburger Hafen.

Tau auf Reet glitzert silbern im Morgenlicht.

Auf der Geest, Wedel – Kirschrot in der Helgolandstraße.

Bei Wind und Wetter, ggf. einstellige Temperaturen, fallen die Kirschblätter leider allzu schnell ab. Das intesive Rot im Straßenbild ist nur von kurzer Dauer.

Zu Hause – auch eine der hier stehenden China-Ahornvarianten verfärbt sich.

Gegen das Intensivrot der – sich nach und nach öffnenden – Pfaffenhutsamenstände kommt so schnell nichts anderes an.

Abendsonne, kurz vor Untergang – Licht kommt von NordOst in unser Nordfenster, Spiegelung aus der Nachbarschaft.

Andere Perspektive, Tages- und Jahresgang – lichte Wohnung, immer wieder begeisternd.

Tags darauf, Tour andersrum – wieder an der Elbe, Elbdeich Fährmannssand – im Dies erscheint ein Containerfrachter, seewärts.

Elbdeich Hetlingen – das Reet liegt, abge“tau“t, in der Morgensonne. Der Frachter stellt sich als ein Großer heraus, knapp 400 m.

Beim Nachmittagsradeln auf der Geest, im NordOsten Wedels – schnell das Kirschrot fotografiert!

Die Nacht zuvor hat bereits Lücken ins Blattwerk produziert, ein Blätterhaufen auf dem Fußweg …

Nun sollen demnächst Sturm und Herbstregenschauer folgen, wie der Wetterbericht ansagt.

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In Kursstärke, ca. 30 Schülerinnen und Schüler, war das diesjährige Wassercamp wieder gut bestückt.

Vor dem Wildpark grüßt es herbstlich-Orange – im Hintergrund eine von zwei E-Ladesäulen, bei Bedarf von mir genutzt.

Drinnen, der Rubbel-Otter – morgendlich kalt und nass. Wer Wildsau oder Gänse mit Küken vorzieht, findet auch etwas zum Rubbeln.

Vorhandene Altkiese sind, so nötig, aufgestockt, neue Stellen beschickt.

Die Gruppe wird aufgeteilt und in Arbeitsstärken von ca. 8 Personen an ihren jeweiligen Positionen eingewiesen.

Und schon geht es los – Schwimmwesten sind angelegt.

Aktiv-dynamischer Einsatz – gewusst wie!

Es gilt, den Kies bei Erhalt uferschützenden Schüttwinkels als Lenker – leicht gegen die Strömung – unter den mittleren Wasserabfluss zu platzieren.

Das sieht sehr gut aus von Positionierung und Strömungsbild. Erfahrungsgemäß werden solch gelungene Konstruktionen bei höheren Abflüssen von Forellen und Neunaugen intensiv im Anstrom belaicht.

… mal abgesehen davon, dass die dreidimensionale Gabe ganzjährig neuen Lebensraum für eine Vielzahl von Gewässerarten und deren „unzählige“ Nachkommen bietet.

Hier ist die Fläche bereits gut vorbereitet, wird nun „nur noch“ unter Wasser geharkt.

Wer gut arbeitet, soll auch gut Pause machen – Anstehen kurz vor Lokalöffnung. – Das Mittagessen schmeckt!

Für weitere Aktionen ist vorgesorgt, ggf. in 2025 – Restkies liegt bereit. Weiterer wird bestellt, falls erforderlich.

Der wird an diesmal (noch) nicht beschickten Stellen …

… nachgelegt und später ausgeformt.

Wie bekannt (hier 3 von 4 Depots „vorher“, primär Uferschutz), …

… entsteht „nachher“ attraktiver Lebensraum mit Lenkfunktion Strömung.

Dann also … bis zum nächsten Mal!

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Nürnberg – Wien – Würzburg, das ist nun schon 3 Wochen her.

Inzwischen hat sich allerhand getan – hier im Umfeld und anderswo. Ich starte mit Beobachtungen ums Haus.

Blick vom Frühstückstisch – da liegt ein rotbrauner Pelz auf einem Mehlbeerast, unbeweglich.

Anderes Zimmer, da so gar keine Bewegung sichtbar wurde – der Pelz hat einen Kopf mit Walnuss dran / drin.

Das Eichhörnchen hat mich bemerkt, wechselt auf Astspitzen zwischen zwei Bäumen, formt sich zur Kugel, Schwanz als Deckung auf dem Rücken.

Aufgeregt sausen Meisen um das Pelztier herum, stören sich offenbar ihrerseits an dessen Anwesenheit.

Nach einer weiteren Weile ist der Spuk vorbei, das Eichhorn verschwindet.

Nachmittags, Zeitunglesen auf dem Balkon – fernes Trompeten ertönt, lautstark.

Rein, Digicam schnappen und hoffen – es könnte ja sein …

Tatsächlich – ca. 75 Kraniche erscheinen über uns, haben Diskussionsbedarf!

Hoch kreisen sie.

Drei neue fliegen zielgerichtet unter ihnen gen WestSüdWest durch, sind schon fast aus dem Foto.

Der Schwarm formiert sich.

Zielgerichtet geht es nun weiter in Herbst- und Winteraufenthaltsraum.

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