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Archive for the ‘Hölzchen und Stöckchen, Totholz’ Category

Das fängt ja gut an. Neujahrsspaziergang muss sein, aber erstmal frühstücken.

Ein sonniger Tag steht bevor. Bald wird auch hier, im Esszimmerhorizont, die Sonne aufgehen - noch ein Bisschen "nach Norden wandern".

Ein sonniger Tag steht bevor. Bald wird auch hier, im Esszimmerhorizont, die Sonne aufgehen.

Per Schein ist sie schon zu erahnen, zum hier sichtbar werden muss die Sonne noch ein Bisschen "nach Norden wandern".

Per Schein ist sie schon zu erahnen, zum hier sichtbar werden muss die Sonne noch ein Bisschen „nach Norden wandern“.

Bis dahin geht der Sonnensüchtige bei Bedarf ins Wohnzimmer. Doppelsonne  :-) .

Bis dahin geht der Sonnensüchtige bei Bedarf ins Wohnzimmer. Doppelsonne 🙂 .

Morgengruß 2015 aus dem nicht nur baumartenreichen, bienen-, igel- uvm-freundlichen Biologengarten.

Morgengruß 2015 aus dem nicht nur baumartenreichen, bienen-, igel- uvm-freundlichen Biologengarten.

Wer`s nicht erahnt, „uvm“ steht im Foto selbstverständlich für „und vieles mehr“. Was anderes als bunte Artenvielfalt ist halt von einem Biologengarten zu erwarten?!

Gern könnten die nachbarlichen Gartenwüsten sich das eine oder andere klitzekleine Beispiel abgucken.

Nun also 2015, wir sind gespannt. Mal sehen, was sich so tun wird in

und wo sonst noch.

Auf geht`s zum Neujahrsspaziergang.

Neujahrssonne überm Wiesenwasser. Mal abwarten, ob der Wasserstand hier im NSG Obere Wümmeniederung 2015 für die Amphibienentwicklung ausreicht.

Neujahrssonne überm Wiesenwasser. Mal abwarten, ob der Wasserstand hier im NSG Obere Wümmeniederung 2015 für die Amphibienentwicklung ausreicht.

Wiesenwasser vor Bruchwald.

Wiesenwasser vor Bruchwald.

Die Natur macht`s vor: Erlensukzession am Bach zwischen Moränenwald und Bachaue. Diese unkrautartige Dichte wird sich ganz allein zu einem lichten Erlenbachsaum entwickeln. - Oh, ihr "behutsamen Pfleger", haltet ein! Die Natur praktiziert das seit Jahrmillionen, weiss es besser als wir.

Die Natur macht`s vor: Erlensukzession am Bach zwischen Moränenwald und Bachaue. Diese unkrautartige Dichte wird sich ganz allein zu einem lichten Erlenbachsaum entwickeln. – Oh, ihr „behutsamen Pfleger“, oh, moderne Gewässerunterhalter, haltet ein! Lasst Sägen und Astscheren stecken! Die Natur praktiziert Waldentwicklung seit Jahrmillionen, weiss es besser als wir.

In solcherlei Umfeld ist Socke von de Dreyster Drift in seinem Element - Spuren über Spuren, im feuchten Erdreich Pilze über Pilze ...

In solcherlei Umfeld ist Socke von de Dreyster Drift in seinem Element – Spuren über Spuren, im feuchten Erdreich Pilze über Pilze …

Wasserwiese mit Fahrspur - mancher fährt heutzutage nicht mehr nach Situation, sondern, wann er will.

Wasserwiese mit Fahrspur – mancher fährt heutzutage nicht mehr nach Situation, sondern, wann er will.

Spuren im - nein, nicht Sand! - ... "Schlagkräftige Landwirtschaft" ist nicht zu übersehen.

Spuren im – nein, nicht Sand! – … „Schlagkräftige Landwirtschaft“ ist nicht zu übersehen.

"Schlagkräftige Landwirtschaft": Mantsche, Mantsche - nein, nicht Timpeteh -, auch keine Kornkreise. Bodenschützern kommen da nur noch die Tränen.

„Schlagkräftige Landwirtschaft“: Mantsche, Mantsche – nein, nicht Timpeteh -, auch keine Kornkreise. Bodenschützern kommen da nur noch die Tränen.

Da ist doch ein Riesen-anmooriges-Grünland frisch umgebrochen. Wir warten, ob da artenreiches Feuchtgrünland der modernen Ein-Arten-Grasfläche oder dreidimensionalem Maisacker weicht. Der zwangsveranlagte Steuerzahler jedenfalls wünscht sich angesichts dieser Praktiken endlich für die Vergabe seines Geldes einen klaren, naturschonenden Rahmen als Voraussetzung jeglicher Förderung.

Da ist doch ein Riesen-anmooriges-Grünland frisch umgebrochen. Wir warten, ob da artenreiches Feuchtgrünland der modernen Ein-Arten-Grasfläche oder dreidimensionalem Maisacker weicht. Der zwangsveranlagte Steuerzahler jedenfalls wünscht sich angesichts dieser Praktiken endlich für die Vergabe seines Geldes einen klaren, naturschonenden Rahmen als Voraussetzung jeglicher Förderung.

Auf den Rest der Tour leuchtet es plötzlich goldig aus dem Birkenbruchwald. Das werde ich mir näher ansehen.

Auf den Rest der Tour leuchtet es plötzlich goldig aus dem Birkenbruchwald. Das werde ich mir näher ansehen.

Nachgelesen: Das ist der Goldene Geleepilz.

Nachgelesen: Das ist der Goldene Geleepilz.

Den kannte ich bisher noch nicht. Ich lerne weiter, das Jahr hat ja gerade erst angefangen.

Den kannte ich bisher noch nicht. Ich lerne weiter, das Jahr hat ja gerade erst angefangen.

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Was im Blog-Beitrag vom 31. August „Restaurieren von Bächen – neue Veröffentlichung im Oktober erwartet.“ angekündigt wurde, ist tatsächlich in Inhalt und Zeit wie beabsichtigt realisiert worden, Resultat: 104 Seiten, davon 43 farbig – herzlichen Dank an alle Beteiligten!

Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstrukturgüte der Este zwischen Langeloh und Emmen  ist eine hydraulische Betrachtung über den Zustand und notwendige Verbesserungen für unsere Bäche und kleinen Flüsse am Beispiel der Este, Nordniedersachsen. Die Hydraulik belegt, dass bisherige ökologische Ansätze richtig sind und konsequent nicht nur fortgesetzt, sondern verstärkt werden müssen, wollen wir uns ernsthaft dem gesetzlich festgelegten Ziel „lebendige Fließgewässer“ nähern – es gar erreichen.

Wer, quasi als Journalist, eine Rezension über das Buch schreiben möchte, kann ein Exemplar hier bestellen .

Der Umschlag - Vor- und Rückseite.

Der Umschlag – Vor- und Rückseite.

 Zitat aus dem Klappentext des Buchs: „Björn Tent hat seine Projektarbeit zum Heidebach Este im berufsbegleitenden Studium „Wasserbau und Umwelt“ an der TU Dresden ausgearbeitet. Die Themenstellung wurde eng mit dem Institut für Wasserbau der TU Hamburg-Harburg abgestimmt. Es galt, ein morphologisches Gestaltungskonzept an einer Beispielstrecke zu entwickeln. Dafür erfasste der Autor die gegenwärtige Realität und verglich sie mit historischen Zuständen. Morphologische Parameter wie Laufform und Windungsfaktor wurden analysiert und mit errechneten Werten der „Regimetheorie“ verglichen. Angelehnt an das morphologische Leitbild wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstrukturgüte konzipiert und in ihren Auswirkungen auf die hydraulische Charakteristik (Wasserstand, Fließgeschwindigkeit, Schubspannung) prognostiziert. Mit den Ergebnissen werden die hydraulischen Grundlagen für schlankes Handeln beim Restaurieren gelegt.
Die vor Ort zu verzeichnenden Zerstörungen der Gewässerstruktur erwiesen sich gravierender, als bisher eingeschätzt. Auf diesen Erkenntnissen wurden die bisherigen empirischen Annahmen für „in-stream Restaurieren“, die der naturnahen Wiederbelebung von zu breit und zu tief eingeschnittenem Gewässerbett dienen, durch hydraulische Vergleichsbetrachtungen bestätigt. Es zeigte sich, dass in-stream-Maßnahmen zur Verbesserung des Niedrig- und Mittelwasserprofils noch umfänglicher in die Tat umgesetzt werden müssen, als bisher angenommen. Es gilt, die heutigen naturfernen Gewässerstrukturen ihrem fachlich wie rechtlich geforderten Ziel näher zu bringen.“

Das Buch ist in der Schriftenreihe der Edmund Siemers-Stiftung erschienen.

Über den Autor: Björn Tent ist gebürtiger Hamburger des 1982er Jahrgangs. Nach seinem Abitur schloss er sein Studium Bauingenieurwesen an einer nordniedersächsischen Hochschule im Jahr 2007 mit dem Diplom ab.
Nach vierjähriger Tätigkeit in einem traditionsreichen Hamburger Ingenieurbüro ist er seit 2011 in der Hamburger Niederlassung eines überregional und international renommierten Generalplaners vornehmlich im Ingenieurwasserbau tätig.
Berufsbegleitend absolviert Björn Tent ein Fernstudium an der TU Dresden. In der Vertiefung „Wasserbau und Umwelt“ führten ihn seine Kenntnisse über Gewässerlebensräume und sein Interesse, sich in diesem Bereich fortzubilden, zum Thema seiner Projektarbeit „Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstrukturgüte der Este zwischen Langeloh und Emmen“. Diese wurde 2014 in verkürzter Fassung von der Edmund Siemers-Stiftung bei Books on Demand veröffentlicht.
Im Jahreswechsel 2014/2015 wird sein berufsbegleitendes Fernstudium an der TU Dresden durch seine Diplomarbeit mit dem Thema „Parameterstudie zur Unterströmung von tidebeeinflussten Hochwasserschutzanlagen“ abgeschlossen.

Björn Tents Arbeit über die hydraulischen Verhälntisse der Este belegt, was die Wasserpest hier - sommerlich begrenzt - vorführt: Dieser zur strukturlosen Wüste degradierte Bach bietet in zwei Dritteln seiner heutigen, unnatürlichen Breite gute Restaurierungsmöglichkeiten, ohne dass der Abfluss gestört würde.

Björn Tents Arbeit über die hydraulischen Verhältnisse der Este belegt, was die Wasserpest hier – sommerlich begrenzt – vorführt: Dieser zur strukturlosen Wüste degradierte Bach bietet in zwei Dritteln seiner heutigen, unnatürlichen Breite gute Restaurierungsmöglichkeiten, ohne dass der Abfluss gestört würde.

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Während die Heidebäche durch Restaurieren langsam, aber sicher in ihrer Lebensraumstruktur verbessert werden, wird vorüber gehend weiter Jungfisch besetzt, der sein zuHause finden und später dort selbst ablaichen soll.

Wie in den Vorjahren waren 2sömmrige Äschen und Bachforellen bei einem zertifizierten Züchter bestellt für Este, Seeve und Seevekanal. Letzterer wird im Rahmen des vom Bezirksamt Harburg geleiteten Projekts Seevekanal 2021 restauriert.

Eine Vielzahl Vereine mit aktiven Mitgliedern hatte sich an der Bestellung beteiligt. Fast könnte man meinen, es wären mehr Menschen als Fische vor Ort gewesen.

Eine Vielzahl Vereine mit aktiven Mitgliedern hatte sich an der Bestellung beteiligt. Fast könnte man meinen, es wären mehr Menschen als Fische vor Ort gewesen.

Fachgerecht waren die Äschen und Bachforellen antransportiert worden.

Fachgerecht waren die Äschen und Bachforellen antransportiert worden.

Wichtig für den Transport ans Gewässer: wenig Wasser und viel Sauerstoff gehört in die Transportbeutel. Hier wird die Temperatur an das Besatzgewässer angepasst.

Wichtig für den Transport ans Gewässer: wenig Wasser und viel Sauerstoff gehört in die Transportbeutel. Hier wird die Temperatur an das Besatzgewässer angepasst.

Die Äschen verlassen den Transportbeutel.

Die Äschen verlassen den Transportbeutel.

Putzmunter steht die 2jährige Äsche auf dem Kies des Seeevekanals.

Putzmunter steht die 2jährige Äsche auf dem Kies des Seeevekanals.

Nach kurzer Orientierung nutzen die Fische die variable Tiefe des Standorts, Wassersternpolster sind gern genutzte Unterstände.

Nach kurzer Orientierung nutzen die Fische die variable Tiefe des Standorts, Wassersternpolster sind gern aufgesuchte Unterstände.

Und schon folgen die Bachforellen.

Und schon folgen die Bachforellen.

Ein Treibselsammler - ungewollt, Hölzchen und Stöckchen wären angemessen.

Ein Treibselsammler – ungewollt. Hölzchen und Stöckchen wären angemessen.

Noch zeigen die ökologisch indifferenten Anzeiger Rotauge und Barsch die Strukturarmut des Seevekanals an.

Noch zeigen die ökologisch indifferenten Anzeiger Rotauge und Barsch die Strukturarmut des Seevekanals an. Das wird sich im Lauf der Entwicklung ändern.

IMG_3400 - vielfältiger werdender Seevekanal

Das sieht für die Zukunft schon gut aus – die vor wenigen Jahren eingbauten Holzdreiecke sind von Vegetation erobert, lenken die – jetzt leicht turbulente – Strömung.

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Ey, guckt mal, was `s` `n hier los?!

Ey, guckt mal, was `s` `n hier los?!

Hydrobiologie-Exkursion 2014, Gruppe 1

Hydrobiologie-Exkursion 2014, Gruppe 1

Hydrobiologie-Exkursion 2014, Gruppe 2

Hydrobiologie-Exkursion 2014, Gruppe 2

"Ach, die kenn` ich, die kommen jedes Jahr - Studenten von der TUHH!"

„Ach, die kenn` ich, die kommen jedes Jahr – Studenten von der TUHH!“

Und auch wir haben eine Menge gesehen – wurden nicht nur beobachtet.

Am Morgen kämpfte die Sonne lange gegen Hochnebel.

Am Morgen kämpfte die Sonne lange gegen Hochnebel.

Zum Starttermin gar war die Sonne wieder ganz verschwunden. - So haben wir die Tour geändert, "Roof of the World" nach hinten verschoben.

Zum Starttermin gar war die Sonne wieder ganz verschwunden. – So haben wir die Tour geändert, „Roof of the World“ nach hinten verschoben.

Erster Stopp: die luxuriöse Otter-Berme. Fischotter sind anspruchsvoll, wollen Brücken nur trockenen Fußes queren. Oben hiesse das: Opfer des Autoverkehrs! - Man erkennt, auch Künstler passieren hier.

Erster Stopp: die luxuriöse Otter-Berme. Fischotter sind anspruchsvoll, wollen Brücken nur trockenen Fußes queren. Oben hiesse das: Opfer des Autoverkehrs! – Man erkennt, auch Künstler passieren hier.

Wo mit Kies, Geröll, Steinen restauriert wurde, finden Pflanzen dauerhaft wieder Halt. Im standorttypischen Halbschatten zeigen sie uns, wie schmal ein lebendiger Bachquerschnitt hier sein muss.

Wo mit Kies, Geröll, Steinen restauriert wurde, finden Pflanzen dauerhaft wieder Halt. Im standorttypischen Halbschatten zeigen sie uns, wie schmal ein lebendiger Bachquerschnitt hier sein muss.

Da dieses Phänomen typisch so auftritt, folgen Beispiele von 2 anderen Exkursionsorten die analogen Ansichten.

Wasserbaumeister Pflanze führt uns vor: so sieht ein lebendiger, turbulenter Stromstrich aus.

Wasserbaumeister Pflanze führt uns vor: so sieht ein lebendiger, turbulenter Stromstrich aus.

Wasserbaumeister Pflanze zum Dritten - Für Hochwasserbesorgte sei ergänzt: Diese Pflanzen haben einen flexiblen Körper, legen sich bei höheren Wasserständen ohne Widerstand flach ins Geschehen.

Wasserbaumeister Pflanze zum Dritten – Für Hochwasserbesorgte sei ergänzt: Diese Pflanzen haben einen flexiblen Körper, legen sich bei höheren Wasserständen ohne Widerstand flach ins Geschehen.

NEL, die Nordeuropäische Erdgasleitung, ist immer interessant - hier vor allem wegen Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen.

NEL, die Nordeuropäische Erdgasleitung, ist immer interessant – hier vor allem wegen Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen.

Im Bereich der Querung mit der Este wurde dem Forellenbach durch intensives Angebot von Kies und Geröll die Möglichkeit zur Sohl- und Uferstrukturierung gegeben. Ein äusserst vielfältiges Längs- und Querprofil, das bereits intensiv belaicht wurde, ist der Lohn.

Im Bereich der Querung mit der Este wurde dem Forellenbach durch intensives Angebot von Kies und Geröll die Möglichkeit zur Sohl- und Uferstrukturierung gegeben. Ein äusserst vielfältiges Längs- und Querprofil, das bereits intensiv belaicht wurde, ist der Lohn.

Wie öde dagegen stellt sich ein nahe liegender überbreiter, übertiefer Erosionssand-Mäander dar - eine Wüstenei !

Wie öde dagegen stellt sich ein nahe liegender überbreiter, übertiefer Erosionssand-Mäander dar – eine Wüstenei !

Wichtige Erkenntnis der Exkursion: Bäume, hier meist Erlen, garantieren Erosionsschutz und bieten eine Vielzahl von Lebensräumen. So sieht einschliesslich seines lichten Schattens ein naturnahes Fliessgewässer aus - "Keeping Rivers Cool", wie english-sprachige Raum in Zeiten des Klimawandels zunehmend propagiert.

Wichtige Erkenntnis der Exkursion: Bäume, hier meist Erlen, garantieren Erosionsschutz und bieten eine Vielzahl von Lebensräumen. So sieht einschliesslich seines lichten Schattens ein naturnahes Fliessgewässer aus – „Keeping Rivers Cool“, wie der englischsprachige Raum in Zeiten des Klimawandels zunehmend propagiert.

Wo der Baumschutz verloren ist, gingen Hunderte m³ Boden zu Tal und mussten anderswo teuer gebaggert werden. Die alte Erle ist Zeugin der Vergangenheit - SO schmal wäre der lebendige Bach hier.

Wo der Baumschutz verloren ist, gingen Hunderte m³ Boden zu Tal und mussten anderswo teuer gebaggert werden. Die alte Erle ist Zeugin der Vergangenheit – SO schmal wäre der lebendige Bach hier.

Blick vom Hochufer der Este auf von Nadelholz geräumte Auenfläche. Diese NEL-bezogene Ausgleich- und Ersatzmaßnahme bringt großflächige Verbesserung.

Blick vom Hochufer der Este auf von Nadelholz geräumte Auenfläche. Diese NEL-bezogene Ausgleich- und Ersatzmaßnahme bringt großflächige Verbesserung.

Ein Drittel der geräumten, bislang trostlosen "Schwarzwald"-Fläche wurde mit Erlen bepflanzt. Zwei Drittel stehen der natürlichen Sukzession zur Verfügung - ein Großexperiment!

Ein Drittel der geräumten, bislang trostlosen „Schwarzwald“-Fläche wurde mit Erlen bepflanzt. Zwei Drittel stehen der natürlichen Sukzession zur Verfügung – ein Großexperiment!

Turbulenzstudien im restaurierten Kiesbach - Fans sind hier gar nicht wegzubekommen ...

Turbulenzstudien im restaurierten Kiesbach – Fans sind hier gar nicht wegzubekommen …

Weil`s so schön ist, gleich nochmal.

Weil`s so schön ist, gleich nochmal.

Und so entmischt die Strömung Organik, Sand, Kies, Geröll - letztere werden intensiv von Kieslaichern genutzt.

Und so entmischt die Strömung Organik, Sand, Kies, Geröll – letztere werden intensiv von Kieslaichern genutzt.

Die Zeit läuft, jetzt bloß nicht vom - rechten - Weg abkommen.

Die Zeit läuft, jetzt bloß nicht vom – rechten – Weg abkommen.

Es wartet das „Dach der Welt“.

Was für ein Postkartenfoto, wie gut, dass wir die Route geändert haben angesichts des Nebels am Morgen! - Das Dach der Welt, ok, angesichts von ca. 80 m über NN ist das nur ein Flachdach. - Aber was ist das für ein Umgang mit dem Boden!? Ein halbes Jahr liegt der ungeschützt durch Vegetation. Nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen Boden, Wasser, Luft sieht anders aus.

Was für ein Postkartenfoto, wie gut, dass wir die Route geändert haben angesichts des Nebels am Morgen! – Das Dach der Welt – „top of the world“ zwischen Elbe- und Weser-Einzugsgebiet. – Ok, angesichts von ca. 80 m über NN ist das nur ein Flachdach. – Aber was ist das für ein Umgang mit dem Boden!? Ein halbes Jahr liegt der ungeschützt durch Vegetation. Nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen Boden, Wasser, Luft sieht anders aus.

Boden ! ? - Hier werden Steuer- und Stromgebührenzahler verhohnepiepelt. Wie kann es sein, dass solch Kulturschande mit Steuergeld vergoldet wird? Auf solch schwachen Boden gehört Wald - Wasser-Wald !

Boden ! ? – Hier werden Steuer- und Stromgebührenzahler verhohnepiepelt. Wie kann es sein, dass solch Kulturschande mit Steuergeld vergoldet wird? Auf solch schwachen Boden gehört Wald – Wasser-Wald !

So sind wir denn bei all den guten Beispielen wieder in der wahren Realität angekommen. Es wird Zeit, die Subventions-Irrungen abzuschaffen.

Die Flussgebietsgemeinschaft Elbe – unsere Exkursion bewegte sich in ihrem Einzugegebiet – findet Derlei auch nicht witzig und fordert, nicht zuletzt im Hinblick auf den Zustand der Nordsee dringend Verbesserungen bei der Landwirtschaft. Hier der direkte Zugang zum Papier.

Wer Fotos von Gewässerorganismen vermisst, sucht in der Suche einmal unter „Welt zu Gast“. Da erscheinen dann die Vorjahre, in denen immer mal ein Gewässerorganismus abgebildet wurde.

Dann bis zum nächsten Mal!

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Kampfdackel Socke hat morgens im Frühlingsgarten ordentlich zu forschen - neue, nächtliche Spuren allerorten.

Kampfdackel Socke hat morgens im Frühlingsgarten ordentlich zu forschen – neue, nächtliche Spuren allerorten.

Ich gucke mal, was an der Seeve so zu sehen ist.

Auf mit "Hölzchen & Stöckchen" gewonnenem Land = Uferschutz in Hörsten hat ein Otter seine Anwesenheit durch einen "Scharrhaufen" bekundet. Mit etwas gutem Willen sieht man ein paar Krallenzehenabdrücke in dieser Aufsicht.

Auf mit „Hölzchen & Stöckchen“ gewonnenem Land = Uferschutz in Hörsten hat ein Otter seine Anwesenheit durch einen „Scharrhaufen“ bekundet. Mit etwas gutem Willen sieht man ein paar Krallenzehenabdrücke in dieser Aufsicht.

Der Otter-Scharrhaufen in Seitenansicht Seeve-aufwärts. Ein Exemplar Hölzchen & Stöckchen, das diesen Boden sammelte ist dahinter sichtbar.

Der Otter-Scharrhaufen in Seitenansicht Seeve-aufwärts. Ein Exemplar Hölzchen & Stöckchen, das diesen Boden sammelte, ist total zugesetzt dahinter sichtbar.

Rätsel der Saison: Warum frisst der Erlenblattkäfer Löcher in die Erlenblätter?

Rätsel der Saison: Warum frisst der Erlenblattkäfer Löcher in die Erlenblätter?

Antwort: Damit er besser fernsehen kann.

Antwort: Damit er besser fernsehen kann.

Unter dem Rangierbahnhof Maschen treffe ich zwei GeoCacher - noch nichts gefunden.

Unter dem Rangierbahnhof Maschen treffe ich zwei GeoCacher – noch nichts gefunden.

Ich habe aber etwas gefunden und zeige es ihnen: ein nach dem Laichen "ganz normal" sterbendes Flussneunauge. Wenn größere Mengen sterbend  bachab treiben, werden gelegentlich "Aalvergiftungen/-sterben" gemeldet.

Ich habe aber etwas gefunden und zeige es ihnen: ein nach dem Laichen „ganz normal“ sterbendes Flussneunauge. Wenn größere Mengen sterbend bachab treiben, werden gelegentlich „Aalvergiftungen/-sterben“ gemeldet.

Damit das Gespräch nicht so scheinbar tragisch endet, zeige ich den beiden GeoCachern auch noch die Zukunft: eine ganze Reihe von Flussneunaugen geschaffene Kuhlen mit Kiesrand, in denen ihr Laich die neue Generation schafft - das ist in allen neu angebotenen Restaurierungs-Kiesen hier so geschehen.

Damit das Gespräch nicht so scheinbar tragisch endet, zeige ich den beiden GeoCachern auch noch die Zukunft: eine ganze Reihe von Flussneunaugen geschaffene Kuhlen mit Kiesrand, in denen ihr Laich die neue Generation schafft – das ist in allen neu angebotenen Restaurierungs-Kiesen hier so geschehen.

Zum Schluss gucke ich noch bei zwei Lenkbuhnen im Seeve-Biberland vorbei. - Oha, wir haben tatsächlich extrem niedrigen Frühjahrsabfluss.

Zum Schluss gucke ich noch bei zwei Lenkbuhnen im Seeve-Biberland vorbei. – Oha, wir haben tatsächlich extrem niedrigen Frühjahrsabfluss.

Mehr zu Lenkbuhnen steht hier.

Der Schnitzbaum ist längs gespalten und gebrochen. Da muss sich der Biber wohl ein neues Trainingsobjekt suchen.

Der Schnitzbaum ist längs gespalten und gebrochen. Da muss sich der Biber wohl ein neues Trainingsobjekt suchen.

Zugeschlagen hat der Biber begeistert im Bergahorn-Jungholz - wohl Süßholz geraspelt?

Zugeschlagen hat der Biber begeistert im Bergahorn-Jungholz – wohl Süßholz geraspelt?

Für heute reicht`s – ab nach Hause.

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Die Ilmenau-Initiative lud zu einer Informationsveranstaltung nach Lüneburg.

Die Ilmenau-Initiative lud zu einer Informationsveranstaltung nach Lüneburg.

Etliche Teilnehmer waren an ihren Fahrzeugen deutlich zu charakterisieren.

Etliche Teilnehmer waren an ihren Fahrzeugen deutlich zu charakterisieren.

Wie im vorigen Blog-Beitrag bereits angedeutet sollen Wanderfische wieder besser wandern und überleben können - nicht nur der Stint.

Wie im vorigen Blog-Beitrag bereits angedeutet sollen Wanderfische wieder besser wandern und überleben können – nicht nur der Stint.

Frau Prof. Dr.-Ing. Birgitt Brinkmann, Leuphana Universität LG, und Herr Dieter Weihser, Ilmenau-Initiative, begrüßten die zahlreich erschienenen Teilnehmer.

Dr. Katharina Pinz und Dr. Diethard Fricke, beide NLWKN Lüneburg, trugen zu rechtlichen Rahmenbedingungen und am Beispiel von Eintags-, Stein- und Köcherfliegen zur Bedeutung der Gewässerdurchgängigkeit auch für Wirbellose vor.

Der Ilmenau muss geholfen werden - immerhin ist sie eins der Gewässer 1. Priorität in Niedersachsen! (Und wir sind schon 1 Jahr vor Ende des WRRL-Zeitrahmens!)

Der Ilmenau muss geholfen werden – immerhin ist sie eins der Gewässer 1. Priorität in Niedersachsen! (Und wir sind schon, anders als das Bild uns weismacht, 1 Jahr vor Ende des WRRL-Zeitrahmens!)

Unterschiedliche Wirbellose haben unterschiedliche Wanderstrategien.

Unterschiedliche Wirbellose haben unterschiedliche Wanderstrategien.

Michael Loch, Lebendige Ilmenau, und Karsten Borggräfe, Aktion Fischotterschutz, verdeutlichten Möglichkeiten zur Gewässerverbesserung – Letzterer am Beispiel Lebendige Alster.

Sehr spannend wurde es beim Thema „Spannungsfeld Wasserkraft / Ökologie“. Dr. Andreas Hoffmann, Büro für Umweltplanung, Gewässermanagement und Fischerei, präsentierte für die meisten Teilnehmer (noch) nicht alltägliche Information über Fischverhalten, sichtbar gemacht mit Sonar-Methodik an verschiedenen Stellen im Wasserkraftwerk. Es bewegt sich was!

Thomas Klefoth, Landessportfischerverband Niedersachsen, trug Ergebnisse von Lutz Meyer, LAVES, zur Fischökologie des Ilmenausystems vor.

Oft und auch vielen Fachleuten ist gar nicht bekannt, wie weit auch Äschen wandern - weit! Und so ist es kein Wunder, wenn sie über Hinternisse bachab geraten, dass die Laichpopulation an den Laichbetten nicht wieder gesehen wird. - Dafür braucht`s nicht mal den Kormoran.

Oft genug ist auch vielen Fachleuten gar nicht bekannt, wie weit Äschen wandern – weit! Und so ist es kein Wunder, wenn sie über Hinternisse bachab geraten, dass die Laichpopulation an den Laichbetten nicht wieder gesehen wird. – Dafür braucht`s nicht mal den Kormoran.

Den Schluss bildeten Dr. Ludwig Tent, Edmund Siemers-Stiftung, über Gewässerrestaurieren „in-stream“ (Vortrag in längerer Version steht hier) und Achim Schubert, Limnobios, über bauliche Möglichkeiten von Fischaufstiegsanlagen.

Übrigens brauchen wir wieder den standorttypischen Baumsaum – sei es, dass wir Restbestände erhalten und fördern, sei es, dass wir baumfreie, sonnenbebratzte Strecken wieder mit dem natürlichen Halbschatten versehen. Im Norddeutschen Tiefland wie in vergleichbaren Landschaften anderer Länder sind vieler Orts Bachforelle und Äsche bereits am Rande ihrer Sommertemperaturgrenzen angekommen.

Na dann – Ilmenau-Aktive, es ist eigentlich alles gesagt – kann es  ja losgehen. Viel Erfolg dabei!

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Der NABU Kirchlinteln rief zu Exkursion und Vortrag. Gohbach und Steinbach bei Kirchlinteln waren die Exkursionsziele, an denen einfache Verbesserungsmöglichkeiten überlegt, vielleicht auch im Ansatz gezeigt werden sollten.

Frühstückssonnenaufgang - ein den Tag über durchziehendes, stürmisches Regen-Tief ist angesagt.

Frühstückssonnenaufgang – ein den Tag über durchziehendes, stürmisches Regen-Tief ist angesagt.

Eine Stunde fahre ich nachmittags gegen böigen Regen an – in der Hoffnung, dass das Tief beim Erreichen des Ziels „durch“ ist.

Nachmittag, 16 Uhr: Bis gerade eben war es wechselnd nass. Interessierte hat das nicht beeindruckt - eine große Gruppe wartet am Treffpunkt.

Nachmittag, 16 Uhr: Bis gerade eben war es wechselnd nass. Interessierte hat das nicht beeindruckt – eine große Gruppe wartet am Treffpunkt.

Blick gen Himmel - wie sagen die Blues Brothers so schön "Habt ihr dieses Licht gesehen?! - Wir sind im Namen des Herrn unterwegs." - Dann kann ja eigentlich nichts schief gehen.

Blick gen Himmel – wie sagen die Blues Brothers so schön „Habt ihr dieses Licht gesehen?! – Wir sind im Namen des Herrn unterwegs.“ – Dann kann ja eigentlich nichts schief gehen.

Begrüßung durch die Gastgeber.

Begrüßung durch die Gastgeber.

Eindeutige Zeichen im Umfeld, hier ein Maulwurfshaufen: steinig-lehmige Moräne - hier fliessen von Natur aus Stein-/Kiesbäche.

Eindeutige Zeichen im Umfeld, ein Maulwurfshaufen: steinig-lehmige Moräne – hier fliessen von Natur aus Stein-/Kiesbäche.

Der Gohbach, seit langem ausgebauter, kanalartiger Verlauf, ist durch gutes Gefälle charakterisiert.

Der Gohbach, seit langem ausgebauter, kanalartiger Verlauf, ist durch gutes Gefälle charakterisiert.

Dieses Gefälle wird in regelmäßigen Abständen durch z.T. rampenähnliche Sohlgleiten aus Wasserbaustein aufgefangen.

Dieses Gefälle wird in regelmäßigen Abständen durch z.T. rampenähnliche Sohlgleiten aus Wasserbaustein aufgefangen – nicht naturnah. Gut zu sehen ist, dass der Regen keine Trübung und keinen wesentlichen Wasseranstieg verursacht hat. So stört fürs Gucken (und die Gewässerökologie) „nur“ das durch Eingriff in den Bodenwasserhaushalt massiv in Bewegung gesetzte Eisen mit seiner Folge Eisenockerverunreinigung des Lebensraums.

Gute Restaurierungsbedingungen angesichts der Sohlrampen/-gleiten: dazwischen kann, so lange die drüber liegende Starkgefällesituation nicht völlig eingestaut wird, so gut wie alles Wünschenswerte an Strukturverbesserung realisiert werden.

Gute Restaurierungsbedingungen angesichts der Sohlrampen/-gleiten: dazwischen kann, so lange die drüber liegende Starkgefällesituation nicht völlig eingestaut wird, im Niedrig- und Mittelwasserprofil so gut wie alles Wünschenswerte an Strukturverbesserung realisiert werden.

Erstmal ein paar Wellen schlagen - nein, nachsehen, ob die Gewässersohle für den Einsatz von "Hölzchen und Stöckchen" geeignet ist.

Erstmal ein paar Wellen schlagen … – nein, nachsehen, ob die Gewässersohle für den Einsatz von „Hölzchen und Stöckchen“ geeignet ist.

Und so simpel ist das Prinzip.

Und so simpel ist das Prinzip.

Geeignete, dünne, gerade Hölzchen reinstecken, fest in die gewünschte Höhe um Mittelwasser runterklopfen - fertig.

Geeignete, dünne, gerade Hölzchen reinstecken, fest in die gewünschte Höhe um Mittelwasser runterklopfen – fertig.

Alle sind sich einig, dass auch bis doppelt so lange Treibselsammler keinerlei Abflussproblem hervorrufen würden.

Alle sind sich einig, dass auch bis doppelt so lange Treibselsammler keinerlei Abflussproblem hervorrufen würden.

Dann kann dieses Erstlingswerk erst einmal beobachtet und zu gegebener Zeit um viele weitere ergänzt werden.

Dann kann dieses Erstlingswerk erst einmal beobachtet und zu gegebener Zeit um viele weitere ergänzt werden.

Die vielfältige Wirkungsweise von Treibselsammlern ist beim Gewässerwart dargestellt.

Wir sehen im Weggehen den vom ehemaligen Gewässerausbau durchschnittenen mehrere Dezimeter dicken Kies-/Geröllhorizont des Gohbachs - beeindruckend!

Wir sehen im Weggehen den vom ehemaligen Gewässerausbau durchschnittenen mehrere Dezimeter dicken Kies-/Geröllhorizont des Gohbachs – beeindruckend!

Bis das Vieh auf die Weide kommt, dauert es noch eine Weile - die Selbsttränke, gutes Mittel zum Vermeiden von Ufererosion durch Viehtritt, steht schon bereit.

Bis das Vieh auf die Weide kommt, dauert es noch eine Weile – die Selbsttränke, gutes Mittel zum Vermeiden von Ufererosion durch Viehtritt, steht schon bereit.

Jetzt wollen wir uns noch den oberen Steinbach ansehen.

Oha, armer kleiner Steinbach, soll diese mit Sand und Schlamm gefüllte Überbreite etwa einen Sandfang darstellen?

Oha, armer kleiner Steinbach, soll diese mit Sand und Schlamm gefüllte Überbreite etwa einen Sandfang darstellen?

Tief ausgehoben, maschinenunterhalten und völlig unbeschattet liegt dieser Quellbach im Gelände. Sumpfpflanzen werden sein Profil angesichts des Lichtüberschusses demnächst zuwachsen.

Tief ausgehoben, maschinenunterhalten und völlig unbeschattet liegt dieser Quellbach im Gelände. Sumpfpflanzen werden sein Profil angesichts des Lichtüberschusses demnächst zuwachsen.

Regelhaft gehören verletzte Uferböschungen zum Bild harter Unterhaltung dazu.

Regelhaft gehören verletzte Uferböschungen zum Bild harter Unterhaltung dazu.

Und jegliches hier lebende Getier kann man nur bedauern - es wird aufs Trockene gebaggert, zerschnitten. Hier wurden einem Krötenpaar die Vorderfüße amputiert. Welch elendes Schicksal!

Und jegliches hier lebende Getier kann man nur bedauern – es wird aufs Trockene gebaggert, zerschnitten. Hier wurden einem Krötenpaar die Vorderfüße amputiert. Welch elendes Schicksal!

Es ist völlig unerklärlich, wieso die Meter für Meter jährlich durchgeführte Mähkorbunterhaltung bis in kleinste Quellbäche schon aus Gründen des Tierschutzes nicht längst verboten ist.

Etwas bachauf täuscht eine baumbestandene Strecke Naturnähe vor. Die Stockprobe zeigt weiches Sediment, offenbar ist hier eine früher übertiefe Strecke eingestaut worden.

Etwas bachauf täuscht eine baumbestandene Strecke Naturnähe vor. Die Stockprobe zeigt weiches Sediment, offenbar ist hier eine früher übertiefe Strecke eingestaut worden.

In der Tat, die hier liegenden, recht gleichförmigen Feldsteine sind die Sohlgleiten-artige, offenbar schon vor längerer Zeit angelegte Sohlerhöhung.

In der Tat, die hier liegenden, recht gleichförmigen Feldsteine sind die Sohlgleiten-artige, offenbar schon vor längerer Zeit angelegte Sohlerhöhung.

Zur Entschädigung für all das Gewässerelend bekommen wir mit dem wegziehenden Tief noch einen ordentlichen Sonnenuntergang beschert.

Zur Entschädigung für all das Gewässerelend bekommen wir mit dem wegziehenden Tief noch einen ordentlichen Sonnenuntergang beschert.

Nun rein in die Autos, auf zum Vortrag.

Nun rein in die Autos, auf zum Vortrag.

Im tief stehenden Abendlicht fahren wir zum Brunsbrockmüllerhaus.

Im tief stehenden Abendlicht fahren wir zum Brunsbrockmüllerhaus.

Abendstimmung an der Brunsbrockmühle.

Abendstimmung an der Brunsbrockmühle.

So, nun aber rein.

So, nun aber rein.

Nach all der Lauferei an frischer Luft haben wir uns offenbar ein prima Abendessen mit allerlei Zutaten aus regionaler Produktion verdient. Herzlichen Dank den Herstellern!

Nachdem der kürzeste Computer-Witz "Kompatibel!" erlebt und überstanden ist, startet der Restaurierungs-Vortrag.

Nachdem der kürzeste Computer-Witz „Kompatibel!“ erlebt und überstanden ist, startet der Restaurierungs-Vortrag.

Der Vortrag ist auf Grundlage des Ur-Typs gestaltet, der an der Norddeutschen Naturschutzakademie gehalten wurde und dessen Text-Form hier im Netz steht.

Dann kann es ja im Verdener Raum mit neuen Restaurierungen los- bzw. weitergehen. Alles Gute!

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Der Blick aus dem Frühstücksfenster verheisst gutes Wetter fürs Bach-Restaurieren. Bei 0,1 Grad werden wir Naturkühlung haben.

Der Blick aus dem Frühstücksfenster verheisst gutes Wetter fürs Bach-Restaurieren. Bei 0,1 Grad werden wir Naturkühlung haben.

Die Jugendfeuerwehren Bendestorf und Harmstorf sind pünktlich. Schubkarren stehen bereit.

Die Jugendfeuerwehren Bendestorf und Harmstorf sind pünktlich. Schubkarren stehen bereit.

Ah, der Kies wird mit Maschine transportiert - toll!

Ah, der Kies wird mit Maschine transportiert – toll!

Der Kies ist übrigens Teil der Ausgleich- und Ersatzmaßnahme zur Nordeuropäischen Erdgasleitung, die dummer Weise die Seeveaue über 3 km Süd-Nord begleitet, zwischendrin den Fluss und gut sechs Nebenbäche querend.

Da freuen sich alle Beteiligten, wir können uns auf Feinarbeit konzentrieren.

Da freuen sich alle Beteiligten, wir können uns auf Feinarbeit konzentrieren.

Holla, Verschwörung? Kleiner Auflauf? - Was gibt es da zu sehen ?!

Holla, Verschwörung? Kleiner Auflauf? – Was gibt es da zu sehen ?!

Na, bevor wir arbeiten, gucken wir erstmal, ob es sich überhaupt lohnen wird.

Wasserasseln im Forellenlaichbach? Was ist das denn?

Wasserasseln im Forellenlaichbach? Was ist das denn?

Jede Menge Ruderwanzen - offenbar driftet allerhand aus dem oberliegenden Mühlenteich in den Bach. Leider habe ich die großen, grünen Volvox-Kolonien nicht fotografiert.

Jede Menge Ruderwanzen – offenbar driftet allerhand aus dem oberliegenden Mühlenteich in den Bach. Leider habe ich die großen, grünen Volvox-Kolonien nicht fotografiert.

Da müssen wir wohl ein paar speziellere Stellen beproben.

Und siehe da, immerhin: köcherlose Köcherfliegenlarven tauchen in Kiesstrecken auf.

Und siehe da, immerhin: köcherlose, Netze spinnende Köcherfliegenlarven der Gattung Hydropsyche tauchen in Kiesstrecken auf.

Aus Erlenwurzeln findet sich eine Kleinlibellenlarve ein, vielleicht die Prachtlibelle Calopteryx virgo - guter Bach-Indikator.

Aus Erlenwurzeln findet sich eine Kleinlibellenlarve ein, vielleicht die Prachtlibelle Calopteryx virgo – guter Bach-Indikator.

Und dann ist da noch diese riesige Steinfliegenlarve, Größenvergleich zu Eintagsfliegenlarve - Donnerwetter!

Und dann ist da noch diese riesige Steinfliegenlarve, Größenvergleich zu Eintagsfliegenlarve – Donnerwetter!

Dazu sagt der Fachmann Dr. Herbert R.: „Das ist Perlodes microcephalus, gefrässiger Räuber und bis zu 5 cm lang, die mit Abstand größte Steinfliege im Tiefland. In besseren Gewässern von der Quelle bis in den Fluss verbreitet.“ – herzlichen Dank für diese Information!

Dann wollen wir starten und den bachtypischen Organismen mehr Lebensraum schaffen – Kiesgrund, gute Turbulenz im Wechsel Kolk – Rausche.

Schaufeln und Harken in die Hand - und ab an den Bendestorfer Mühlenbach.

Schaufeln und Harken in die Hand – und ab an den Bendestorfer Mühlenbach.

Schaufel rein in den Kies, "Frontlader, go!".

Schaufel rein in den Kies, „Frontlader, go!“.

Der Kies wird nur punktuell eingebracht, das Fahrzeug in die richtige Position gelenkt.

Der Kies wird nur punktuell eingebracht, das Fahrzeug in die richtige Position gelenkt.

Frontlader-Kiesmengen können am kleinen Bach schnell zu Einstau führen - das ist nicht unser Ziel, basteln die erwünschte Rausche.

Frontlader-Kiesmengen können am kleinen Bach schnell zu Einstau führen – das ist nicht unser Ziel, basteln wir also die erwünschte Rausche.

Wo vorher toter Treibsand einstaute, sehen und hören wir jetzt die Rausche rauschen.

Wo vorher toter Treibsand einstaute, sehen und hören wir jetzt die Rausche rauschen.

Schnell die Kontrolle bachaufwärts: Ja, der Einstau ist weg, der mit Organismen besiedelte Altkies wird frei überströmt. So soll es sein.

Schnell die Kontrolle bachaufwärts: Ja, der Einstau ist weg, der mit Organismen besiedelte Altkies wird frei überströmt. So soll es sein.

Da können wir uns eine kleine Fotopause gönnen!   :-)

Da können wir uns eine kleine Fotopause gönnen! 🙂

Und weiter wird Kies verteilt.

Und weiter wird Kies verteilt.

Schon sind die verabredeten zwei Arbeitsstunden rum, alles abräumen.

Schon sind die verabredeten zwei Arbeitsstunden rum, alles abräumen.

Abfahrt, ein sonniger Nachmittag erwartet uns.

Abfahrt, ein sonniger Nachmittag erwartet uns.

Ich gehe die Strecke noch einmal ab. An zwei Stellen tolerieren die Grundeigentümer in den Bach gefallene Grauweiden. Mal sehen, wie lange das gut geht. Tiefen- und Strömungsvielfalt jedenfalls ist hier vorhanden - aber auch heftiger Einstau bei Hochwasser.

Ich gehe die Strecke noch einmal ab. An zwei Stellen tolerieren die Grundeigentümer in den Bach gefallene Grauweiden. Mal sehen, wie lange das gut geht. Tiefen- und Strömungsvielfalt jedenfalls sind hier gut entwickelt – aber auch heftiger Einstau bei Hochwasser.

Einige Kiesschüttungen haben wir als Depot in der Böschung liegen lassen.

Einige Kiesschüttungen haben wir als Depot in der Böschung liegen lassen.

Die Kiesarbeit hat die Entwicklung des Bachs zu mehr Abwechslung aufgenommen und unterstützt sie.

Die Kiesarbeit hat die Entwicklung des Bachs zu mehr Abwechslung aufgenommen und unterstützt sie.

Es geht heimwärts. Letzter Blick auf diese vor Jahrzehnten genutzte Erle, jetzt alter Doppelstamm. Der Wurzelbereich dürfte weit über 100 Jahre alt sein.

Es geht heimwärts. Letzter Blick auf diese vor Jahrzehnten genutzte Erle, jetzt alter Doppelstamm. Der Wurzelbereich dürfte weit über 100 Jahre alt sein.

Im wilden Garten begeistern die sich wild vermehrenden, jetzt offen blühenden Frühlingsblumen Bienen und anderes Getier.

Zurück im wilden Garten – die sich wild vermehrenden, jetzt offen blühenden Frühlingsblumen begeistern Bienen und anderes Getier.

Auch die Schmetterlinge haben ihr Winterquartier verlassen. Das Pfauenauge hat Kleinen Fuchs und Zitronenfalter als Kollegen hier im Garten.

Auch die Schmetterlinge haben ihr Winterquartier verlassen. Das Pfauenauge hat Kleinen Fuchs und Zitronenfalter als Kollegen hier im Garten.

Das Bach-Restaurieren wird fortgesetzt. Mit dem Oberlieger ist ein Versuch mit Hölzchen und Stöckchen verabredet.

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Im Beitrag vom 15. Februar wurde über die NNA-Veranstaltung „Kleinmaßnahmen zur naturnahen Entwicklung von Fließgewässern – Finanzierungswege, Konzepterstellung, Hinweise zur Umsetzung“ berichtet.

Inzwischen (2025) die Vorträge leider aus dem Netz verschwunden.

Hier steht mein Vortrag “Technische Möglichkeiten der Fließgewässerentwicklung bei fehlender Flächenverfügbarkeit – Varianten des Instream-Restaurierens” als Lesetext mit Literaturangaben und Verlinkungen als pdf-Datei bereit.

Mindestanforderungen für selbstreproduzierende Fischbestände - sie gilt es zu erfüllen.

Mindestanforderungen für selbstreproduzierende Fischbestände – sie gilt es zu erfüllen.

Der standorttypische Gehölzsaum - entstanden am Besten aus natürlicher Sukzession - gehört, insbesondere in Zeiten des Klimawandels, als Grundelement dazu.

Der standorttypische Gehölzsaum – entstanden am Besten aus natürlicher Sukzession – gehört als Grundelement dazu. Dies gilt für den Erhalt unserer sommerkühlen Bäche und kleinen Flüsse um so mehr in Zeiten des Klimawandels.

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Der Seevekanal ist ein vor Zeiten hergestelltes künstliches Gewässer – allerdings nur über ca. 1,5 km in seinem Ursprung vom Seevewehr bei Maschen gen Harburg. Die weiteren ca. 6 km bis zum Harburger Binnenhafen, hinter dem sein Wasser über die Schiffsschleusen die Elbe erreicht, sind historisch als Verlauf und Mündungsbereich der dortigen Geestbäche verbürgt.

Duster sieht er aus, der Seevekanal. Er soll Schritt für Schritt ein lebendiges, standorttypisches Fließgewässer werden.

Duster sieht er aus, der Seevekanal. Er soll Schritt für Schritt ein lebendiges, standorttypisches Fließgewässer werden.

Im Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg ist das Fließgewässer für die Wasserrahmenrichtlinienbearbeitung als prioritär ausgewiesen. Dem entsprechend arbeitet das zuständige Bezirksamt Harburg mit Büros und interessierten Kreisen der Bevölkerung am Projekt „Seevekanal 2021“.

Kürzlich wurde der Planungsrahmen vorgestellt.

Die Startfolie der Präsentation führt die Planungsbearbeiter auf.

Die Startfolie der Präsentation führt die Planungsbearbeiter auf.

Schulen sind sehr aktiv mit Untersuchungen von Wasser und Lebewesen, Messungen diverser Art am Gewässer.

Schulen sind sehr aktiv mit Untersuchungen von Wasser und Lebewesen, Messungen diverser Art am Gewässer.

Naturnähe ist das Ziel heutiger Gewässerverbesserungen.

Naturnähe ist das Ziel heutiger Gewässerverbesserungen.

Die Planungsskizze zeigt eine Vielzahl notwendiger und zur Verbesserung vorgesehener Details.

Die Planungsskizze zeigt eine Vielzahl notwendiger und zur Verbesserung vorgesehener Details.

Da sind wir auf den nächsten Bachaktionstag und auf die Restaurierungsarbeiten von qualifizierten Firmen gespannt.

Die berechtigte Frage, ob denn im niedersächsischen Teil auch Vergleichbares geleistet wird, nachdem dort in den vergangenen Jahren eher die Vernichtung des standorttypischen Gehölzsaums aus Erlen, Weiden und Eschen im Vordergrund zu stehen schien (Presse und Fernsehen berichteten), wird in nächster Zeit hoffentlich positiv beantwortet. Vielleicht kann ja der pachtende Anglerverein zusammen mit dem Landkreis Harburg, dem Unterhaltungsverband Seeve und anderen zu Beteiligenden einen Beitrag leisten.

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