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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Leipzig baut wie ein Weltmeister. Ein ambitioniertes Ziel ist das Offenlegen der früher so zahlreichen Mühlgräben. Dass dabei in Stadtenge eher „Betonkästen“ herauskommen, ist angesichts der Entrohrung fliessenden Wassers, Wiederentstehen von Lebensräumen, gleichwohl ein Gewinn.

Inwieweit „das große Ziel“, Leipzig schiffbar mit der Nordsee zu verbinden, für gut befunden wird, muss jedes Individuum für sich entscheiden. Zwischendrin liegt im Elstermühlgraben, quasi als neu angesagtes Zentrum des Wassersports und der Schifffahrt der Stadthafen – da will ich hin.

Dicht am Elstermühlgraben gen Nordost führt ein Trampelpfad – nur Mut!

Der sich selbst umwachsende Baum steht auch noch, …

… sieht weiter imposant und gut aus.

Nebendran begleitet hier Wandernde Wassersportliches, auch Bootsrundtour, hin und her.

Noch eine Brücke, liegende Boote in Sicht.

Angekommen am Stadthafen, Freifläche gegenüber, das große Neubauen beginnt.

Die Wasserfläche des Hafens ist beidseitig abgespundet, entleert für die Zeit der Bauaktivitäten. Pfahlgründung ist gegenwärtig das Hauptthema.

Der Blüthnersteg, gesperrt – beim vorigen Besuch sind wir hier noch rüber und nüber.

Weiter geht`s, Richtung Mühlgrabenfreilegung Poniatowskiplan ff.

Der Elstermühlgraben, auch hier weiter abgestaut, stilles Flachgewässer.

Farbspiegelung, violett, und Fadenalgen im stillen Flachwasser, grün.

Poniatowskiplan im hinteren Bildende – abgespundet, Baustellenfortsetzung.

Ab hier läuft aktuell die Restöffnung des Mühlgrabens.

Gen Lessingstraße …

Schluss mit der Durchgängigkeit für Wanderer, die Baustelle hat Vorfahrt, benötigt den gesamten Raum.

Genug gewandert, ich wende mich dem historischen Geschäftszentrum zu, finde Geeignetes.

Im Barthels Hof.

Drinnen ziehe ich nun dem Draussen vor. – Das fängt ja gut an, im Gasthaus Barthels Hof.

Nach genossenem Essen und Trinken folgt eine kleine Runde, Richtung Hotel.

Auch zentral bleibt einiges zu tun.

Tags drauf, Richtung FLOW-Veranstaltung, werde ich das MM-tragende Gebäude näher sehen.

Auf jeden Fall, da schliesse ich mich an!

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Fische in der Stadt, das fing ja gut an (s. voriger Beitrag).

Mein Weg führt mich durch Stadtgrün, hier Stillgewässer Johannapark …

… entlang viel und schnell beradelter, auch zahlreich bewanderter Allee, Clara-Zetkin-Park …

… zum Elsterflutbett.

Hier ist allerhand los auf dem Wasser, vom Gruppen-

… bis zum Kleingruppen- / Einzelsportereignis bzw. Wassererlebnis.

Nordwärts bin ich auf dem Peterssteg angekommen, blicke vom Abzweig Elstermühlgraben über das Flutbett zur Mündung Weiße Elster.

Blick ostwärts, gen Stadthafen – Bootsrundfahrten sind gut besucht.

Das also ist das Palmenwehr – Vorsicht: Lebensgefahr!

Nord-, abwärts: schäumendes Strömungsbild, Beispiel rechtes Ufer.

Die Ursache: hoher Absturz.

Was für ein bedauernswertes Flusssystem – Vernichten von landschaftsgeprägtem Gefälle an einem Punkt. Umfangreich ist die Veranlassung der massiven, flächigen Ausbauten zu studieren. Die „Entsumpfung“ der Stadt Leipzig führte zu dieser Lösung, der alle Gewässer ringsum heftigst bis heute in ihrer Charakteristik Beton-definiert.

Und wie ist das mit den Fischen? – Mir scheint, dieser „Fischpass“, lediglich am rechten Ufer und von zweifelhafter Leistungsfähigkeit, soll`s richten.

Blick nordwärts – Massen von Geschwemmsel vor der Zeppelinbrücke / Jahnallee.

Weiter nordwärts habe ich die Gewässer mehrmals per Rad erkundet, Auwald, Luppe ff. – zu finden hier im Blog. – Diesmal muss ich aus Zeit- und Rad-Gründen leider darauf verzichten.

Zurück zum Wehr: Räderwerk.

Die Technik, trocken, kann man in Ruhe studieren.

Zu den Hintergründen, zur Entwicklung steht ausführliche Information vor Ort (nachzulesen anderswo, z.B. im Netz).

Ich wende mich, den Elstermühlgraben entlang, dem Stadthafen und Poniatowskiplan zu. – Dazu demnächst mehr.

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S-Bahnhof Rissen, im Westen Hamburgs, herbstlich – eine Reise steht bevor, aufwärts im Elbe-Einzugsgebiet.

Los geht`s, nach S-Bahnfahrt, mit dem ICE in Altona – unserer kommt pünktlich.

Leipzig rief. Ein praxisbezogener Vortrag zum Restaurieren von Bächen in Stadt und Land war gewünscht zum Projektende FLOW.

Angekommen! – Ich will`s ja nicht beschreien, aber so gut wie pünktlich – so, wie bei fast all den anderen Fernunternehmungen der jüngeren Vergangenheit.

[Nein, ich kenne auch andere Zeiten. Das war insbesondere in den 1990ern, als eine Siemens-Lok-Baureihe völlig aus dem Ruder schlug. Da könnte ich viel drüber schreiben, lasse es aber. Hauptsache, ich fahre in den 2020ern pünktlich.]

Auf dem Markt beim Alten Rathaus finden – ich lerne hinzu – die 12tägigen Leipziger Markttage statt.

Die lasse ich allerdings links liegen, habe ich mir doch für den Nachmittag der Anreise vorgenommen, einen kleinen Ausschnitt aus der Vielzahl Leipziger Stadtgewässer zu erwandern.

Vornweg ein Stück Pleißemühlgraben – mit Wehr und ordentlich Beton.

Treppenstufen, so auch an anderen Leipziger Stadtgewässern, lassen ein wenig Nähe zu. Hier ist ausserdem ein kleiner Ruheraum am Rand des eintönigen Fliessens entstanden.

Im oberen Teil links der Fensterspiegelung können ein paar Gründlinge entdeckt werden.

Urban Art, eine (meine Güte kann man die in ihrer Künstlichkeit für gelungen hässlich halten) Insel, Spiegel-Spielerei – Gruß von der Kunsthalle.

Querab vom Neuen Rathaus lässt sich Natur nicht halten – Clematis vorn, dreidimensional Schlingknöterich – hier tobt das Leben. (Man muss es in seiner Fülle und verborgenen Vielfalt nur erkennen [wollen].)

Davor – ein Rohr! Hier wird das Pleißemühlgrabenwasser eingeengt, schiesst bei höheren Abflüssen „gepresst“ hindurch.

Das hat – für die aquatische Stadtökologie positive! – Folgen. Ein Kolk entsteht, ausgeblasene gröbere Steinfraktionen lagern sich bachab als Rausche ab. Breiten- und Tiefenvarianz in der Sohle – eine der Hauptvoraussetzungen für die Gewässerlebewelt.

Kolk-Rausche-Abfolge – von rechts nach links.

Am Ende des Kolks, vor der Rausche, hat sich ein großer Döbel aus seinem grünen Verstecküberhang hervorgewagt. Driftende Nahrung, vermutlich Insekten bzw. ihre Larven, sind allzu verlockend.

Noch ein größerer Döbel, wechselnd auf der Rauschefläche. (Ich bin nicht sicher, ob das obere Tier ebenfalls ein Döbel, oder vielleicht eine Barbe ist. Letztere in diesem Fall sicher zu benennen, traue ich mich allerdings nicht.)

Im Kolk liegt ein Betonriegel quer.

Eine Flasche und ein großer Flussbarsch haben hier ihren Platz.

Interessant fand ich, dass jede Menge Flaschen im Elstermühlgraben landen. Noch interessanter (die nimmt wohl niemand raus?): Diese gruppieren sich, als vergängliche Ansammlung, je nach hydraulischer Situation bis hin zu großen „Fundstätten“. So bilden sie eine eigene, urbane Gewässersohlstruktur … OHA !

Lass mal einen Gewässer- / Fischereibiologen an so einem Gewässer stehen … / / / Ich blicke nach oben.

Schicke Spätnachmittagsstimmung. Mehr ruft.

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Das Grün ringsum ist 2023 aufgrund gelegentlichen Regens in einer Weise gewachsen, wie wir sie seit 2018 fast nicht mehr für möglich gehalten haben. Auch wenn das Wasser bisher vorn und hinten nicht gereicht hat, Bäume, Wälder, Quellen zu stabilisieren, haben Gewächse des oberen Bodenhorizonts „gut Masse“ produziert.

Wenn dann das Wetter zur Erntezeit noch stimmt, wie das auf den meisten Schlägen für Grassilage und Heugewinnung galt, „kammernichmeckern“.

Nun folgt die nächste Groß-Ernte.

Organisation ist alles! – Mais ernten, häckseln, in schneller Folge neue Wagen zur Aufnahme des Ernteguts heranführen – professionelles Arbeiten in günstiger Wetterlage.

Erwartungsfroh sehen wir neuen Horizonten entgegen. – An dieser Stelle wird der Geesthang Richtung Tide-Elbe, bei ein Bisschen Glück mit herbstlichem Sonnenuntergang dahinter, wieder zu sehen sein.

Wir sind auf künftige Fruchtfolgen gespannt.

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Neulich war`s, gut einen Monat her, erste kühle Nächte. Da zeigt Landschaftsstruktur, was Kleinklima bedeutet, wie und wo Wasser für kleine Zyklen gehalten und abgegeben wird.

Das sehen wir aber nur da – kurzzeitig bestenfalls woanders – wo menschlicher Aufräumfimmel nicht waltet.

Ich wollte mal wieder eine länger nicht besuchte,  vor Zeiten restaurierte Bachstrecke ansehen.

Kleinstrukturen – nicht zu glauben – halten schier unvorstellbare Wassermengen.

Wie gut, dass ich Stiefel angezogen habe.

Solch vergängliche Pracht wird länger konserviert in Altholz, z.B. stehen gelassenen Zaunpfählen. Flechten, Moose und mehr dokumentieren diese Besonderheit.

Abends zuvor hatte es geregnet, Mittelwasserabfluss läuft über die ca. 1/2 Jahr alte, neue Strukturvielfalt.

Die Kiesrauschen zeigen, dunkel Algen-bewachsen nur im schmalen, flächigen Bereich der Sohle unten, dass fast über das gesamte erste Halbjahr 2023 hier nur Niedrigwasserabfluss herrschte.

Der gesamte helle Kiesbereich lag trocken – so auch wieder nach Abfluss des Regens.

Kleiner Igelkolben, übermäßig gewachsen in übersonnter Bachstrecke, wird von Wasserkraft flach gelegt.

Die Strukturvielfalt lässt kleinräumig unterschiedliche Strömungsverhältnisse entstehen.

Besonderheit dieser Strecke: Einengungen oberhalb MW-Linie und Baumbepflanzung, hätte gern etwas versetzt erfolgen können.

Kleiner Tipp nebenbei: Schutz vor Rehwild ist zweckmäßig. Dabei wird einfacher Metallzaun genutzt. Verzinkte, vermeintlich länger haltende Versionen sind nicht nur unnötig, sondern tragen auch zwangsläufig erhöhte Schwermetallbelastung in Gewässer und Boden.

Wo Schwarzerlen stehen, ist auch der Erlenkäfer nicht weit – hier eine Raupe mit Fraßspuren im Blatt.

Neben Erlen sind auch Flatterulmen als Initialpflanzung gesetzt worden.

Kleiner Ausschnitt mit Flatterulmen allein.

Was immer die Natur vorhat, kann durch Sukzession ergänzt werden.

Kleiner Fischtest: Ein handlanger Flussbarsch – bunt, wie sich das gehört.

Das vorstehende Foto zeigt, dass ich in Bächen widerhakenlos angele (wenn überhaupt, habe mit Fotografieren genug zu tun). So kann der begutachtete Fisch weitgehend schadenfrei zurückgesetzt werden.

Das Foto ist um 90 Grad gedreht, daher „liegt“ der Fisch in der Waagerechten.

Aber die Beurteilung von Landschaft, Pflanzen und Tieren reicht auch optisch.

Die Sonne steigt, die Insekten werden aktiv. Hier sitzt die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens, Männchen) und wärmt sich auf.

Mit zunehmender Naturnähe – lichte Beschattung, Verdrängen der Sumpfvegetation im Fliessquerschnitt – wird diese, wärmere Strecken (eigentlich um Etliches bachab!) kennzeichnende Libelle durch ihre Schwesterart der Quellnähe, Sommerkühle bevorzugend, zunehmend ersetzt. – In den vergangenen Jahrzehnten war ich immer wieder überrascht, dass nicht nur Calopteryx virgo, sondern auch größere, so besondere Arten der Quellnähe wie die Zweigestreifte Quelljungfer, Cordulegaster boltoni, nicht nur auftauchen, sondern dann auch regelhaft vorhanden sind.

Natur, die unterstützt wird, ist halt immer für eine Überraschung gut.

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Wir wollten unserem gelegentlichen Gasthund und seinem Besitzer für beide neues Gelände zeigen. Bei Hitze bietet sich spätsommerlicher Wald an, Bach auf Moräne mit ersten Restaurierungsansätzen.

Offenbar gut gewählt, großes Interesse.

Leider gelang es mir nicht, einen früh entdeckten Schwarzen Moderkäfer scharf ins Bild zu setzen. – (Eigentlich nichts Besonderes, lese ich. In meinem Käferbuch heisst der, beschreibender, Schwarzer Moderkurzflügler) – Möge die Verlinkung mit ihren Fotos beeindrucken.

So ein neues Gelände will ja erstmal vorsichtig studiert werden – achtungsvoller Abstand vom Rohr …

Organoleptischer Test, man beachte Körperhaltung und Beinstellung – Vooorsicht. Schmeckt aber offenbar gut.

Schnell weicht erste Zurückhaltung dem Forscherdrang.

Ja, Wald ist generell ausgesprochen spannend.

Wir sind an der Bilsbek angekommen, anderswo auch schon punktuell in der Mittel- / Niedrigwasser-Struktur verbessert.

Im Foto ist die eintönige Breite von Hochwasser- bis Niedrigwasserabfluss erkennbar. Temporär zeigt nur der Sturzbaum mit Unterlage, welche Breite der Bach beim jetzigen Abfluss eigentlich hätte. Bachab ist Turbulenz erkennbar.

Interessant zu sehen ist auch, dass das Wasser glasklar ist. Der sonst Richtung Whisky / Cognac gehende Farbton, der durch Zulauf von Moorwasser aus dem Himmelmoor geprägt ist, fällt seit Langem völlig weg. – Der Wasserstand des Himmelmoors ist stark abgesunken, diese mehreren hundert Hektar Gelände des Bilsbek-Einzugsgebiets weisen keinen Abfluss auf.

Um „die andere Seite“ zu erwähnen: Da werden künftig bei Starkregen ordentliche Mengen zwischengespeichert, die anschliessend langsam (pottschwarz) abfliessen, den Landschaftswasserhaushalt ausgleichend.

Gar nicht oft genug kann das Auge des Betrachters geschult werden: Sohle und Ufer sind von freigespülten Moränensteinen bedeckt.

Rückweg – der Beagle kennt sich nun aus, erforscht Rohr und Umfeld des Waldbachs.

Ah, der für Deutschland typische Symbolische Fortschritt begegnet uns auch. Diesmal hat er kein Haus dabei (Einbruch beim Gebäudeerstellen!), langsam geht es voran, meint diese lange schwarze Nacktschnecke.

Vor Einsteigen ins Auto werfen wir noch einen Blick in einen jetzt trockenen Zulauf des kleinen Moränenbachs.

Das Erstaunliche hieran ist, dass dort bei Wasserführung charakteristische Bachbewohner der Gewässersohle anzutreffen sind. Spannende Frage, wie viele davon „unsichtbar“ in geeigneter Sohle oberflächige Trockenheit überdauern, wie viele von unten einwandern. Da mehrjährig sich im Bachsystem entwickelnde Sohlenbewohner darunter sind, kann mindestens bei denen ein Überdauern angenommen werden.

Wir sollten also auch für unsere – zunehmenden !! – sommertrockenen Strecken mehr Sorgfalt walten lassen. Für solche oberen Bereich unserer Einzugsgebiete, Quellen, gibt es aktuell eine neue Broschüre.

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Seit Jahren war vom amtlichen Fischartenkartierer bekannt, dass ein früher regelhaft genutztes Laichbett von Meerneunaugen wegen Versandung unbrauchbar geworden war. Erosionssand und strukturloses überbreites Bett, die üblichen Verursacher, lagen auf der Hand. Die niederschlagsarmen Jahre seit 2018 verschlechterten die Situation weiter (allzu kraftloser Bach). Alle Einzuschaltenden wussten Bescheid, Lösungsansätze wurden positiv zur Kenntnis genommen – gleichwohl, es kam zu keiner Abhilfe.

Nun wurde mit Unterstützung durch den Flächennutzer der Versuch gestartet, mit Strömungslenkern aus Kies den im Anstrom der früheren Laichstrecke liegenden Prallhang und seine sporadisch vorhandenen Jung-Erlen punktuell zu entschärfen, die Strömung turbulent mittig zu leiten.

Angesichts die Fläche durchweichenden Nachtregens neulich wurde der Arbeitszeitpunkt etwas verschoben, damit arbeitendes Gerät keinen Flurschaden erzeugt.

Anfahrt – das lässt sich gut an!

Angang – fast nicht zu erkennen, der rote Punkt im Grün (da, wo im linken Drittel eine Kerbe im Baumbestand existiert) ist mein Ziel.

Da kommen Trecker und Mulde, 16 t Kies geladen.

Rangieren …

Einweisen …

Positioniertes Teilschütten – bis zum Abwinken.

Wir haben vorher 3 Hauptpunkte im Anstrom und in der Aussenkurve bachauf des früheren Laichbetts ausgewählt. Je nachdem, wie viel Kies die „schlucken“ würden, hatten wir optional bis zu 3 weitere Punkte im Sinn.

Es wird so geschüttet, dass jeder Lenkpunkt gleichzeitig benachbart aufkommendes Erlenwachstum schützt. Dabei wird der eigentliche Baumstandort frei gehalten.

Da tut sich etwas. – Vortex-Turbulenz, belüftet den Bach, strudelt in der Sohle Feinmaterial weg.

Im Detail – sich ständig verändernd.

Totale – mittig, die Ufer nicht anströmend, sollen die Lenk-Depots wirken.

Das sieht gut aus.

Schnell ist der letzte Kies geschüttet.

So kann ein Depot passend liegen.

An einer Stelle wird Material genutzt, eine „Unterwassernase“ – leicht gegen die Strömung gerichtet („inklinal“ sagt der Fachmensch) – eine Lenkbuhne entstehen zu lassen.

Vortices im Abstrom – passt!

Jetzt müssen wir über den Winter den Durchblick behalten. – Dieser wird durch Herunter- und Wegfahren der Mulde zum vergehenden Erlebnis.

Letzter Blick – wir sind gespannt.

Oberflächlich betrachtet könnte man fast meinen, hier sei garnichts geschehen …

Wir werden uns auf dem Laufenden halten. Leicht kann, so nötig, händisch nachgearbeitet werden. Eventuell stellt sich heraus, dass zusätzliche Aktionen zum Erreichen des angestrebten Ziels erforderlich sind.

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Über die Möglichkeit, Gefällesprünge auf kurzer Strecke zu nutzen, natürlichere Verhältnisse auch in von der Kulturlandschaft bedrängten, kanalisierten Bächen und kleinen Flüssen herzustellen, steht hier im Blog eine Reihe von Beispielen.

Viele solcher Gefällesprünge entstanden vor Zeiten durch Anlegen von „Kulturwehren“ aus unterschiedlichem Anlass. Nachfolgend wurden diese punktuellen Abstürze vielerorts etwas gelindert, indem Raue Rampen das Gefälle über eine relativ kurze Strecke mit hoher Steilheit aufnahmen. Es resultiert meist ein „scharfer Schuss“, stark turbulent und schnell fliessendes Wasser, das die ex-Wandersperre Wehr für Fliessgewässerorganismen nur unvollständig passierbar macht.

Das Aufteilen des Gefälles über längere Strecke durch Rausche-Kolk-Abfolgen kann hier helfen.

Das gilt auch für häufig bachab von Brücken anzutreffende Gefälle (oft genug startend mit einem verschärfenden Erosions-Strömungsabriss von den Brückenfundamenten).

An der Bilsbek, Einzugsgebiet Pinnau, sprachen wir über solch eine Strecke zuletzt im Frühjahr 2023, mit Verabredung zu einem Entschärfungstest.

Frühjahr 2023, Blick durch die Straßenbrücke – ja, da ist ordentlich Schuss drauf.

Blick bachab der Brücke – diese kurze Schussstrecke kann für mehrere Rauschen genutzt werden.

Nachdem alle Beteiligten zustimmten und die Befahrbarkeit des Geländes geklärt war, konnte dieses Startvorhaben jüngst realisiert werden.

Ich komme etwas später (nein, nicht mit dem Trecker – an dem gehe ich vorbei) …, Ziel Bilsbek, bachab Bundesstraße.

Die Aktiven sind schon ordentlich zugange, wissen, was zu tun ist.

Beim Feineinweisen (Wort mit 3 „ei“ !) werden die seitlichen Uferschutzpartien und -depots im Anstrom mittig mit einer dicken Kiespackung versehen.

Diese Packung nutzen erfahrungsgemäß Kieslaicher wie Meerforellen und Flussneunaugen begeistert und erfolgreich.

Rausche fertig, Depot im Anstrom, bachab Platz für von Hydraulik und / oder Kieslaichern in Bewegung gesetzten Kies.

Blick bachauf, der turbulente, freie Anstrom ist entschärft, aber weiter gewährleistet – wichtige Grundlage für die Akzeptanz.

Blick bachab – freier Abstrom in Richtung der vorgesehenen zweiten Rausche.

Weiter geht`s, um bachab die zweite Rausche anzulegen.

Kies genug haben wir, auch wenn der Haufen zusehends kleiner wird (oben, im Hintergrund steht das Transportgerät für den Bagger).

Restmaterial wird genutzt, den Uferschutz, ggf. als nutzbares Depot, höher anzulegen.

Nach Fertigstellen auch der zweiten Rausche wird der Schüttplatz maschinell und händisch geräumt.

Fahr- und Arbeitsspuren werden geglättet.

Fertig, bereit zum Aufladen und zur Abfahrt.

Wir gehen nochmal zum Bach.

Höherer Zufluss getrübten Wassers – die Nachtniederschläge aus dem Einzugsgebiet sind auch hier angekommen (im Nachhinein: der Pegel weist vorübergehend lediglich einen maximalen Anstieg von ca. 10 cm über mittlerem Niedrigwasser aus, nicht einmal mittleren Abfluss erreichend).

Blick zur Brücke – der freie Abfluss ist sichergestellt. – So muss es sein.

Wir werden die Situation über unterschiedliche Abflüsse, das Laichen der Meerforellen demnächst sowie der Flussneunaugen im April 2024 beobachten. Danach können wir entscheiden, ob bachab eine weitere Rausche (oder 2) Sinn macht, ob evt. wegen Setzungen und / oder Verlagerungen Kies nachgelegt werden soll.

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Zurück geht es, am Fuß des Elbhangs westwärts, vorbei am lichten Krattwäldchen, rechts von mir erstreckt sich Buchenmischwald auf Moräne am Steilhang.

Auf der Elbe begegnet der Segler dem Groß-Hopperbagger Kaischuu. Der baggert innerhalb der Hamburger Hafenbecken und verklappt sein „Gut“ in der Nordsee. [Dazu schreibe ich heute mal nichts.]

Wo Bruchwaldbäume wachsen, bricht auch schonmal etwas. Weiter entfernt auf dem Weg wird eine dunkle Querlinie sichtbar.

Das ist eine der Sickerstellen / Quellen aus dem Hang. Diese führt Wasser nahezu ganzjährig über den Weg in die Elbe ab.

Während ich auf der Hinfahrt die geteerte Steilabfahrt gewählt hatte, schiebe ich zurück die Steiltreppe hoch (Foto aus dem oberen Drittel, hinter mir gehts steil weiter runter).

Das frühere Wegende hier hatten viele Elbradwegnutzer verflucht. In den Informationen stand wohl nirgendwo, dass man hier stranden würde. Mit allerhand Gepäck am Rad braucht es dann 2 Personen, mit den Rädern oben anzukommen.

Am Nordende des jetzt nur noch für Anlieger freien Grenzwegs (HH / SH) entscheide ich mich, die gegenüberliegende Fuß- / Radwegverbindung zu nutzen.

In der Vergangenheit war ich in waldigem Gebiet ein Stück nach Osten gelangt, bevor ich die B 431 erreichte. Das muss doch auch anders gehen?

Bei Sonne und Hitze fährt es sich hier sehr angenehm!

Ein Hinweisschild – so ganz falsch kann ich hier also nicht sein.

Auf der Höhe verläuft ein tief einschneidender Graben – angesichts der Klimawandelüberlegung „Schwammstadt“ fängt man am Besten gleich oben an!

Ein Wegstück zweigt ab, biegt dann wieder nach Norden – nachgefragt: Ja, durch das Kleingartengelände kann man radeln, kommt hinten wieder heraus.

„… Dann links abbiegen …“ – ich befinde mich jetzt kurz Ost-West am Nordrand des Industriegebiets.

„On top“ führt der baumgesäumt, halbschattig weiter verlaufende Weg an einem rechts liegenden Feuchtgebiet vorbei.

Super Fläche, das! Ich nannte schon das Stichwort „Schwammstadt“. Hier führt die Natur das vor, bräuchte – Landschaftsschutzgebiet – nur unterstützt zu werden.

Da fällt mir ein: Just hier will die Frohe und Hanselstadt Hamburg, direkt an der Landesgrenze HH-SH ein Schulgelände neu bauen. – Daher also „Landschafts-“ (im Volksmund: Bauerwartungsland) und nicht Naturschutzgebiet …

Problemlos bin ich an der B 431 angekommen, nach Queren ins Wedeler Autal eingetaucht.

Die von der Hinfahrt und aus anderen Blogbeiträgen bekannte Strecke empfängt mich.

Die Strecke merke ich mir – war doch ganz etwas anderes, als die Industriestraße längszuradeln.

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Auf dem Weg zum Leuchtturm, unten längs – gnädig bedeckt neues Grün auch die Rutschung oben am – gesperrten – Elbhöhenweg.

In dem einen und anderen Beitrag habe ich die örtliche Situation beschrieben. Menschenwahn – Weitblick von der Höhe, freizuhaltender Hang – trifft Eiszeit-geprägte Realität. Moränenkante zur Elbe, schichtweise aufgebaut, Schichtenwasser in Zeitengang und im statistischen Erscheinen – eine lebendige Landschaft mit unregelmäßigen, kleinen wie großen Hangrutschungen, deren Charkteristik nicht zur Kenntnis genommen wurde. So konnte es nicht ausbleiben, dass der mit viel Steuergeld angelegte Höhenwanderweg letztlich nicht zu halten war.

Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. Vielleicht hilft die bevorstehende Zeit des knapperen Geldes, die Steigerung des Wahns – wenn so ein Weg auf Moränenkante „nicht geht“, planen wir halt etwas Aufgeständertes davor … – zu stoppen. Bisher sieht es nicht so aus.

Wann der Hang wohl wieder kahlgeräumt wird, kostenloser Erosionsschutz, mindestens -minimierung erneut kahlem Boden weichen wird?

Blick voraus – da ist er ja, guckt über die Bäume hinweg.

Der Leuchtturm Wittenbergen („das Unterfeuer“, das zugehörige Oberfeuer steht oben an der Kante des Elbhangs) leuchtet bunt durchs Grün.

Maritim gestaltete Basis.

Blick auf die Elbe – viel Wasser! Gerade ist das Tidehochwasser erreicht. Der Pontonzugang des Anlegers liegt waagerecht.

Schmaler Sandstrand (Thw), dicht gepackte Badejugend.

Erster Hinweis: Vorsicht, Gefahr! Was hier wie ein stiller See aussieht, ist ein Tidefluss. Der kennt Ebbe und Flut. Zwischen den (kurzen) Momenten der Kenterpunkte, hier bei Windstille besonders ruhig erscheinend, entwickeln sich – verschärft durch die jüngeren Stufen der Elbvertiefung, -verbreiterung lebensgefährliche Strömungsgeschwindigkeiten, erhebliche, meist unterschätzte Turbulenzen.

Die Elbe ist kein Badegewässer! Das liegt nicht an mangelnder Qualität, sondern am Seeschiffsverkehr mit seinen Anforderungen. Unmittelbar vor dem idyllischen Strand beginnt das gekennzeichnete Fahrwasser mit Tiefen bis zu 20 m …

Landseits vom Sandstrand schiebe ich mein Rad durch ein lichtes Kratt-ähnliches Wäldchen.

Stiller Ozean (Süßwasser-Tide-Elbe), die Schilder warnen – die Boje, Begrenzung der Seeschiff-tiefen Fahrrinne, steht nah.

Wo sich viele Menschen versammeln … – stellt man sinnigerweise viele Mülltonnen auf.

Was da von gut geländegängig Ausgerüsteten aus der Fläche zusammengetragen und -gefahren wird …

(Der Mensch als Müllproduzent … – ein Trauerspiel!)

Ich gehe zum Anleger.

Blick auf das Strandgeschehen – mit Leuchtturm.

Blick gen Ost – links Kennzeichnung Buhnenende, Airbushallen am Horizont, Segler vornan – auf glitzernder Elbe.

Schon beeindruckend – der Elbhang, waldbestanden, Buhnen zur Ufersicherung und Strömungslenkung (Schutz des Ufers, Stützen des Fahrwassers).

Vor dem Anleger passierender Segler und die hamburgwärts fahrende Katamaran-Fähre Liinsand.

Wind kommt auf, leichte Ostbrise, die Ebbe läuft.

Mit Wind und Ebbstrom gleitet der Segler westwärts.

Auch ich trete den Weg westwärts, gen Wedel an.

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