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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Bei sonnigem Wetter suchen wir lichten Schatten. Den finden wir auf der Geest, also radeln wir eine kleine Runde binnenlands.

Ob in praller Sonne, …

… oder im Schatten – wir …

… radeln hier (Foto: Wedeler Spargel) in Intensiv-Agrarlandschaft, …

… im Baumschulkreis. – Glyphosat-Lobby lässt grüßen!

Es geht aber auch anders – im …

… Maikäferland. Auf der Straße ausserhalb beidseitigen Baumschullands, auch auf diesen landwirtschaftlichen Wegen, finden wir einige Verkehrsopfer.

Da mir die Digicam einen Streich spielte, bevor der Maikäfer fix abhob … – anderer Text: SO sieht der Maikäfer die Landschaft, scharf.

Aus lichtem Laubwald, entlang Knicks zeigen sich Kiefern – Anzeiger der früheren Binnendüne(n), Holmer Sandberge.

Dicht vor Wedel, auf dem Ihlseebargweg – auch Maikäferland.

Pferde, der Pferdetümpel – noch recht gut gefüllt – und Pusteblumen.

Sicherlich werden wir Maikäfer noch etliche Tage erleben können.

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Nach meinem Besuch im Wildpark Eekholt zur Vorbereitung von WasserCamps 2023 entlang des dortigen Osterauwanderwegs fuhr ich etwas bachab, zwei Strecken nahe Bad Bramstedt anzusehen.

Das wird eine Maiglöckchenpracht … !

Durch bunte Auwiese geht`s an die Osterau.

Die fliesst hier überbreit und unstrukturiert, ist aber – in Gedanken wie in Praxis – „in Arbeit“.

So nutzte jüngst der Wasserverband Fördermittel des Kreises Segeberg – Blick auf den Anstrom einer großen, fast noch neuen Rausche.

Was für ein Bild im Anstrom … – sieht aus, wie / als ob …

… auf ganzer Breite durchgelaicht.

Charakteristische Flussneunaugenlaichkuhle – vgl. meine Berichte zu Pinnau und Mühlenau, Kreis PI.

Wohin ich auch gucke … – meine Güte!

Die Rausche rauscht nicht nur, sie spricht. ??? – Stehende Welle hinter einem Findling, sich gelegentlich überschlagend.

Super angelegt, die Herren, besten Dank! – Turbulenter Ausklang bachab.

Kolkausklang – die Kurve verbirgt gnädig die noch unbehandelte Strecke.

Wir denken drüber nach – arbeiten dran, wenn es mal wieder soweit ist.

Abgang – auch die Kuckuckslichtnelke trägt schon ihren Beitrag an der bunten Auenwiese.

Weiter bachab, im intensiv genutzten Wander- und Radelbereich Am alten Waldbad.

Auf unserer dortigen Großrausche liegt ein kleiner Sturzbaum, aktiviert die dortige Beweglichkeit vorübergehend in eigener Weise.

Wie zu erwarten, auch hier: ein großes Neunaugenlaichbett im Bild.

Es scheint, wir sind – bzw. die Osterau ist – auf einem guten Weg.

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Die vor Kurzem noch gelbgrünen Wiesen haben sich verfärbt.

Es darf gepustet werden.

Es ist genug für alle da!

Und wer es jetzt verpasst, kein Problem – es kommen Pusteblumen nach …

 

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Auch dieses Jahr werden Wassercamps im Wildpark Eekholt anstehen. Zeit also, die Situation anzusehen, ggf. Restaurierungsvorschläge für den Lebensraum Osterau weiterzugeben.

Wieder öfter zu sehen, je weiter man sich von Wedel nordwärts bewegt: Frühlingsgelb, Raps – Preise, Subvention und mehr verändern die Flächennutzung. (Hoppla, da fällt auch schon der Rapspreis angesichts des großen Flächenangebots …)

Randstreifen an Äckern (jeglicher Art, jeglichen Standorts – zu Straßen, Wegen, Gewässern, Wäldern ff.) stehen weiter aus – sinnvolle Rahmenbedingung für die Vergabe von Steuergeldern!

Wie meist üblich: Kleiner Zwischenstopp an der Ohlau, Blick von der Brücke …

Verwirrendes (???) – Spiegelung, Turbulenz auf Rausche, Wasserstern bestimmt Farbigkeit. Bei näherem Hinsehen (andere Fotos) könnte Laichen von Flussneunaugen vermutet werden.

Früh angekommen im Wildpark Eekholt – Frühlingsauwald der Osterau.

Bärlauch – je nach Standort und Mikroklima mit der Blüte startend, voll blühend, Richtung Samenbildung vergehend.

Ich gehe die mit den Unterelbeschulen (suche hier im Blog z.B. über das Stichwort „Wassercamp“) restaurierte Strecke des Osterauwanderwegs ab.

Auf der am unteren Ende der Strecke liegenden Lenkbuhne (s. voriges Foto) – Verwirrendes.

Ist das nun ein Flussneunaugenlaichbett – oder nicht, oder mehrere ?

Fokussiert (die Digicam fokussiert die Baumspiegelung ringsum) – ganz klar: Laichbett, charakteristische Struktur im Kiesbett.

Die Holzarbeiten (Treibselsammler, „Hölzchen & Stöckchen“) wirken weiter gut. Die Landgewinnung an vorher großräumig gefährdeter Stelle …

… zeigt sich, tiefliegend, feucht, in ihrem Frühlingskleid: Sumpfdotterblume.

Spannend, diese neue Feuchtfläche im Jahreswechsel, auch mit wechselnder Insektenwelt, zu erleben!

Weniger spannend, ja deprimierend ist für diese benannte Umweltbildungsstätte die chronisch fortschreitende Flächenintensivierung – hier als Beispiel Randstreifenvernichtung (wohl gut gemeint, umso schlechter gemacht).

Eine Vielzahl der Kies-Lenkbuhnen, die in den Wassercamps über die Jahre entstanden und für Wirbellose, Fische ff. neu besiedelbaren Raum bieten, weist heftige Erosion durch Vertritt aus.

Hier kann zur Verbesserung Neukies sowie eine symbolische Abspannung helfen.

An den Treibselsammlern nagt ebenfalls die Zeit – Ergänzung, Reparatur haben wir im Sinn.

Etliche überbreite, strukturlose Strecken vertragen auch neues Einbringen von HuSt.

Richtung oberes Ende des Osterauwanderwegs – der (vor wenigen Jahren) neu angelegte befestigte Weg liegt im für die Gewässerökologie so erforderlichen minimalen Randstreifen.

Die Zäunung hilft den Kiesschüttungen – leider ebenfalls ohne den vorher vorhanden gewesenen Randstreifen für standorttypische Gehölze und andere Pflanzen.

Nach den guten Vorbildern (und Bedarfen) – was generell aussteht, ist die Entschärfung der Wüsteneiensituation in den Gehegen.

Ursache und Wirkung sind klar, stechen ins Auge.

Jährliches Verschärfen der Situation …

Auf dem Weg zum Ausgang – der Wildpark wird voller, bunter …

Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen und bilden in Sachen Umwelt.

Buntes Anthropozän, Pkw und Busse, auch auf dem – erst zu einem kleinen Teil gefüllten – Parkplatz.

Und es geht weiter … – Richtung Osterau Bad Bramstedt, vorbei an einem Weisstorch auf Acker, vor der Osterau-Aue.

Dazu folgt demnächst mehr.

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Während per Bagger der Schüttplatz der oberen Strecke steinfrei geputzt wird – es soll ja kein Mähwerk Schaden nehmen, streben wir Fußvolk der mündungsnahen zweiten Strecke zu. Bis der Bagger kommt, nutzen wir die Gelegenheit, die Besiedlung unterscheidbarer Teilbereiche und des vor zwei Monaten erstbekiesten Stücks zu untersuchen.

Die übliche Rausche mit angepasstem Profilieren, Uferschutz und verbesserter Sohlstruktur.

Unglaubliche Bachflohkrebsmengen unterschiedlichen Alters halten sich in der dreidimensionalen Struktur auf.

Standorte mit Aufrechtem Merk zeigen auch Köcherfliegenlarven.

Und – Überraschung – eine Eintagsfliegenart, die in umliegenden Einzugsgebieten frühsommerlich reichlich vorkommt, hier ringsum bisher fehlte, ist auch vertreten.

Wir sind auf spätere Nachschauen gespannt. Diese Gruppe ist bekannt als Pionierbesiedler und kann „freie“ Strecken ultraschnell und -dicht besetzen.

Nahe der Mündung liess die geringe Wasserführung in der sandbewegten Strukturarmut Sohlteilstabilisierung erkennen – flächen- und massenhaft gebastelte Röhrchenteppiche.

Unterschiedliche Gruppen können solche Röhrchen bauen. Meist sind es wohl Larven von Zuckmückenarten. Diese scheinen bereits alle geschlüpft zu sein, die Röhrchen sind leer.

Der auch Kleineres Untersuchende weiss, dass ein „Röhrchen-Angebot“, leer, gern von Sekundärbesiedlern angenommen wird – oft von kleinen Wurmarten. Da mit bloßem Auge keinerlei Bewegung festzustellen ist, nehmen wir mal an, dass die Zuckmücken vor nicht allzu langer Zeit in ihr Luftstadium gewechselt sind.

Der Bagger naht, wir gehen ein paar Dutzend Meter bachauf.

Dort erwartet uns die Lkw-Ladung Kies, zweigeteilt, an Erlen-bestandener Teilstrecke.

Die Erlen schlagen aus.

Wer die Schwarz- / Rot-Erle nicht an Stamm, Wuchsform, Blatt erkennt, nimmt vielleicht die vorjährigen Samenstände zuhilfe.

Wir bekiesen offene, bevorzugen gefährdende Stellen mit übermäßiger Erosion, lassen Baumwurzeln und Pflanzenbestand ungestört.

So kann das dann aussehen.

Auch hier wartet eine Rohrüberfahrt auf Entschärfen.

Wie üblich zunächst mit Maschine, …

… dann händisch wird die Thematik erledigt.

Blick bachauf, Lichtblick – so sieht diese Teilstrecke nun aus, angesichts Erlen, -wurzeln, Merk plus Rauschenabfolge eine bunte Kleinlebensraummischung.

Der Bach, wenn er meint, es müsse sein, wird sich des Kieses bei steigender, wechselnder Wasserführung bewegend annehmen.

Sowas Feines ist angesichts unserer nahezu flächendeckenden Bach-Wüsteneien leider meist nicht im ersten Angang zu erreichen. Das Grundniveau ist „gruftig“, um es mal freundlich auszudrücken.

So beenden wir diesen Arbeitseinsatz an Erlen- und Kopfweidenstrecke zufrieden – gespannt, was uns die weitere Besiedlungsentwicklung zeigen wird.

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Anfang März 2023 waren testweise je ein Lkw Kies an einem nur 3 km langen Nebenbach der Bilsbek zur Strukturverbesserung eingebracht worden – einer mündungsnah, der andere ca. 1 km bachauf. Gearbeitet wurde, wie üblich, auf Moräne – oben durchgängig vorhanden, unten (aktueller Bericht dazu folgt) in der Bilsbek-Aue als Ausläufer eines Sporns, der mit Buchenmischwald bestanden ist.

Das Experiment hatte allen Beteiligten gefallen, so dass die beiden restaurierten Strecken nun mit je derselben Kiesmenge etwa verdoppelt wurden.

Frühlingshafte, morgendliche Anfahrt.

Der Kies „oben“ wird bereits genutzt.

Schnell ist das untere Ende unserer Bearbeitungsstrecke fertiggestellt – 2 Rauschen mit angepasstem Niedrig- / Mittelwasserprofil.

Blick vom unteren Ende, bachauf.

Gleich oberhalb befindet sich eine Rohrüberfahrt, im An- und Abstrom stark von Hochwasseran- und -abstrom seitlich erodiert.

Diese 4 Schwachpunkte werden mit Kies wie üblich dynamisch entlastet.

Zunächst platziert der Bagger den Kies, …

… dann wird die Schüttung fachkundig geformt.

Weitere Rauschen legen wir bevorzugt in angeschnittene, „ausblutende“ Bodenpartien.

So entsteht eine Schutzschicht, die nicht nur als Lebensraum, sondern auch biologisch-chemisch als Reinigungsschicht wirkt.

Wir arbeiten uns bachauf vor.

Zügig ist die vorgesehene Rauschenabfolge fertiggestellt.

Vor der Weiterfahrt zur mündungsnahen Strecke sehen wir uns im vor 2 Monaten bekiesten Bereich an, wer diesen Lebensraum aktuell besiedelt.

Schon erstaunlich, wie Vermehrung, Abdrift und Aufwandern neuen Lebensraum bevölkern. Kleine und große Bachflohkrebse, Steinfliegen-, 2 sich im Hausbau unterscheidende Köcherfliegen-, Zuckmücken- und Kriebelmückenlarven sowie kleine Käfer und Tubifiziden sind zu finden.

Oben links ergänzt ein Strudelwurm (das platte, schwarze Tier) die Artenliste. Weiter im Bild sind kleine Bachflohkrebse und ein Tubifex zu erkennen.

Kleine Bachflohkrebse, eine erwachsene Wasserassel und 2 unterschiedlich große Steinfliegenlarven, rechts „am Stock“.

Immer wieder erstaunlich, welche Bedeutung für das gesamte Fliesssystem, aber auch für die Gesamtlebensgemeinschaft ringsum solch unscheinbare Bäche haben – nicht nur im eigentlichen Wasserbereich. Auch die Luftikusse wie Vögel und nicht zuletzt Fledermäuse profitieren von der geradezu üppigen Insektenproduktion.

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Bevor es mit dem Bekiesen weitergeht, sehe ich mir die Strecke an – wie gewohnt, überbreit, übertief, strukturarm bis -los. Die Besiedlung ist dementsprechend gering.

Diesen kanalartigen Bachverlauf wollen wir also etwas dynamischer fliessen lassen. Ausserdem werden wir unterspülende Aussenkurven an der Wegseite entlasten.

Auch dieser Streckenteil läuft auf steinreicher Moräne. Teilweise tritt punktuell erheblich Eisen ein, das sich zu Ocker umwandelt / zu Ocker umgewandelt wird.

Los geht`s mit dem Minimieren der Erosion an den 4 Brückenecken.

Je nach Charakteristik des Punkts wird Kies zugegeben.

So werden wir die Situation weiter beobachten, ggf. nacharbeiten.

Diese einsame Erle werden wir (so wie in der vorigen Strecke) bachauf und bachab schützen, dass sie lange erhalten werden kann.

Niedrig- und Mittelwassereinengung.

Gleichzeitig Schutz des Weges in der Aussenkurve der Bilsbek.

In den Überbreiten herrscht bewegter Sand vor – der Kies wird Sortieren von Körnungen ermöglichen.

Der Weg ist entlastet, die Erle geschützt. Schon ist erste Dynamik in ihrer Wirkung zu beobachten.

Der Sand wird auf der anderen Seite weggestrudelt, örtlicher Feinkies wird freigespült.

Schnell schwindet auch dieser Kieshaufen.

Spiegelung mit Bewegung an der Wasseroberfläche.

Wir arbeiten vom Weg aus, punktuell auf der Gewässersohle. Das spriessende Frühlingsgrün ringsum bleibt unbeeinträchtigt.

Dynamisch zeigt sich der „neue“ Bach – hier mit Aufrechtem Merk (Berle).

Ein Nachbar kommt vorbei, möchte für seine Überfahrt und Bachstrecke ebenfalls solchen Einsatz.

Mal abwarten – was nicht ist, kann ja noch werden …

Ein letzter Blick auf`s Großgrün – Erlenkulisse …

… und Eichen am abknickenden Weg, teils leicht ergrünend.

Wir sind auf die weitere Entwicklung gespannt, werden die beiden Teilstrecken beobachten.

Und weiter gilt, dem waldärmsten Bundesland Schleswig-Holstein und gar dem Baumschulkreis Pinneberg, der noch deutlich weniger Wald-Prozente aufweist als das Land, stünde es gut an, entlang der Gewässer die so nötigen, standorttypisch bebaumten Gewässerrandstreifen endlich anzulegen. Der Klimawandel wird noch immer in seinen Auswirkungen nicht halbwegs ernst genommen – geschweige denn, dass bekannte Verbesserungen durchgeführt würden.

Wie`s – bis zum Auwald – geht, hat das Ludwig-Meyn-Gymnasium, Uetersen, seit Jahrzehnten vorgeführt.

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Verabredet war, die Sohle der oberen Bilsbek mit punktuellen Kiesgaben zu strukturieren. Ich würde etwas später dazukommen, Fachkundige vor Ort würden früh starten.

Durch wechselnde Frühlingslandschaft fahre ich an. Hainbuchen legen ordentlich los, Eichen verharren noch.

Traubenkirsche startet ihre Blütenpracht.

Der Zufluss zur Bilsbek aus dem Himmelmoor – dunkel, fast schwarz, organisch geprägt, wie sich das aus einem Moor gehört. Und weiter geht`s, der oberen Bilsbek entgegen.

Zwischen Auenlandschaft und ehemaligem Hochmoor, Erlen und Eichen dominieren die Bilsbek-Aue, rechts, am Rand des Himmelmoor wächst Birkenwald.

Die Straße knickt ab, quert die Bilsbek. Ein halber Lkw Kies wartet darauf, verarbeitet zu werden.

Etwas bachauf – die andere Hälfte Kies ist bereits fast weg.

Da gucke ich zuerst mal an, was die kundigen Kollegen schon geschafft haben – wichtige Frage, ob der Abfluss ungehindert möglich ist. Ausserdem untersuche ich bachauf, in unbehandelter Strecke, welche Tiere dort vorhanden sind.

Bachab dieses kleinen Zulaufs wurde punktuell bekiest. Bilsbek und Zulauf fliessen ungehindert. Der Zulaufbach zeigt, wie steinig die Moräne hier ist, im Fliessgeschehen gut freipräpariert.

Schon interessant, wenn man solch beeindruckene Moräne – hier von der Bilsbek – präsentiert bekommt.

Blick bachab – die Bilsbek als wegbegleitender Kanal.

Unsere Rauschen nutzen die Gefällesituation, bieten neben Uferschutz punktuellen Wasserrückhalt im Niedrig- / Mittelwasser-Niveau, geben Sohlstruktur, aktivieren Dynamik und Turbulenz.

Die leider selten tolerierten, standorttypisch bachbegleitenden Bäume schützen wir für langfristigen Erhalt durch bachauf und bachab angelegte kleine Strömungslenker.

Und schon sind wir am Knick der Straße angekommen, die zweite Hälfte Kies erwartet uns.

Es gilt, die vier Erosionsecken der Überfahrt zu entschärfen, die Überbreite zu strukturieren sowie der folgenden Bachstrecke Dynamik wiederzugeben.

Dazu folgt demnächst mehr.

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Ankunft Strecke 1, idyllisch – scheint besser, als sie ist. Genaueres Hinsehen zeigt Raue Rampe ohne Kies, Stack-Reste.

Der Hase hat die Ruhe weg – bis zum Abschied, als er mich bemerkt.

Vögel finden in diesem Beitrag nur in Gedanken statt. Schon bei der Anfahrt hatte ich einen Graureiher auf einer rauen Rampe stehen, dann abfliegen sehen. Der hatte für die Wahl seines Standorts sicher einen guten Grund.

Auf der „Hasenwiese“ tauchen dann zwei Hälse auf, Graugänse, die argwöhnisch wachen. Anschliessend, nach Warnlauten, ist die ganze Wiese flächig „behalst“. Ich vermute, dass hier gebrütet wird, will nicht stören und ändere meinen Zugang.

Tiefbau, Wasserbau, oben rechts – diese Kuhle wird nicht die einzige bleiben.

Eine Strecke mit Zeugen der Vergangenheit – raue Rampen ohne Kies, ansonsten unstrukturierte Überbreite. Nebendran liegt, höher, ein Altarm. Alles können wir gelegentlich mit einem Arbeitsdienst verbessern – Sohlanhebung und Strukturbildung durch Kiesgabe, per Schubkarre rollernd …

Zeichen unserer Zeit – Nährstoff- und Lichtüberschuss lassen schmierige Fadenalgen enorme Biomasse bilden. Damit kommt kein Bach zurecht.

Strecke 2 – mehrere, für den Bach riesige Meerforellenlaichbetten, die gesamte Kiesfläche bewegt – und darauf, saisonbedingt, frische Flussneunaugenlaichbetten.

Da muss dieses Jahr eine enorme Jahrgangsstärke Flussneunaugen aufgewandert sein. Jede Kiesbank, auch diese schmale Stelle, ist belaicht.

Wie die Beobachtungen zur Hochzeit mitten in Pinneberg, von den Straßenbrücken Hindenburgdamm und Friedrich-Ebert-Straße zeigten, sind bis über 20 Tiere pro Platz sichtbar – in wildem Gewusel.

Das erklärt den zuvor erwähnten Reiher. Auch in dieser Strecke fliegen im unteren Drittel der ca. 600 m zwei Graureiher ab.

Auffällig, merkwürdig – zwei Unterwassersandhaufen an einem Ufer. Wenn da nicht jemand, Bisam, Nutria, Fischotter, einen neuen Zugang zu einer Wohnhöhle im Hang angelegt hat. ?

Die letzte Rausche dieser Strecke bachab, ebenfalls ein doppelt genutzter Laichplatz.

Quer über die gesamte Breite des Anstroms haben die Flussneunaugen gewirkt – kein Wunder, dass sich da Reiher einfinden.

Nebendran, dicht über der Wasserlinie befindet sich weiterer Tiefbau. Kann gut vom Otter sein. Der mag Flussneunaugen und mehr ebenfalls.

Wie ich auf den Otter komme? Dessen Spuren sehen wir regelhaft auf freiem Sand unter dieser Brücke. – Die ehemalige Überbreite der Mühlenau hier ist durch Rauigkeit gut entschärft.

Ich wandere zurück bachauf – die Heimfahrt steht an.

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Heute findet es wieder statt, das Schachblumenfest am alten Elbdeich, Hetlingen. Ich habe mir diese blühenden Wiesen gestern angesehen.

Erstes Stück, Anradeln entlang der B 431 – die Ulmenblüte, in ihrem typischen, etwas ergraut wirkenden Gelbgrün.

In der Marsch – Mündung des Sauerbeck in den nächstgrößeren Tide-Marschgraben.

Auch jetzt, bei Hochflut, zusätzlich beeinflusst durch starken Nordwest entlang der Elbe, drückt das Wasser aufgrund der verschärften Tideeinwirkung durch die vorigen Elbvertiefungen und die Verbreiterung heftig ins Land.

Gleiches Bild am Bullenfluss, nahe Idenburg – die Schafweiden können fast „landunter“ melden.

Achtung! – Ein (DER ?) Hase quert in der Eichenallee Idenburg.

Dann wirkt es, als sei er optisch in der Eichenallee gefangen – gibt Fersengeld Richtung Hofgebäude …

Zu guter Letzt biegt er linksrum Richtung Marschwiesen ab. – Glück gehabt, die Hofhunde liegen (noch nicht) in der Sonne.

Blick Richtung Schachblumenwiesen – wie kürzlich berichtet, halten sich Tausende Nonnengänse hier in der Gegend auf.

Lange kann das nicht mehr dauern, die Brutgebiete rufen.

Überrascht sehe ich, dass viele der fetten Marschwiesen bereits eine hochaufgeschossene Löwenzahnblüte aufweisen. Ich bin gespannt, wie die Schachblumenwiesen aussehen.

Erste Informationen für die Besucher des Fests sind aufgestellt, die Rundwege auf den Wiesen sind markiert.

Ganz klar: in den Flächen brütende Lerchen und andere sowie noch in jüngerem, mit Gras verwechselbarem Entwicklungsstadium befindliche Schachblumen verlangen Disziplin. Das Angebot, hier auf Privateigentum herumlaufen zu dürfen, ist ein Privileg.

Und da sind wir … – mehr als Löwenzahn?

Ah ja, normalfarben und weiss – die Schachblumen heben sich deutlich von anderen Wiesenpflanzen ab.

Der Anblick stellt sich etwas anders dar als in den Vorjahren. Nicht nur Löwenzahn, auch Wiesenschaumkraut und Hahnenfuß sind schon weit gediehen.

Lärm von hinten – irgendwer, irgendwas hat die Idenburger Nonnengänse aufgebracht.

Die Zuwegung ist aufgrund der vergangenen Regenperiode(n) in den Tiefpunkten noch schlammig bis pfützig – etliche Frühbesucher kehrten wieder um. Die lokale Werbezeitung, so lese ich nach Rückkehr, weist darauf hin, lieber festes Schuhwerk anzuziehen.

Vor dem Elbdeich Hetlingen quert ein Ölkäfer meinen Weg – schnell abgesprungen und fotografiert. Wie üblich sind Passanten interessiert an meinem Tun, der Ölkäfer ist trotz seiner Auffälligkeit doch weitgehend unbekannt.

Hetlinger Elbdeich, Blick zur Elbe – die Segelsaison startet offensichtlich. Auch die Sumpfdotterblume legt sichtbar los (auf die Ferne gesehen, speziell andernorts kann zunehmendes Gelb allerdings leicht mit Hahnenfuß- und Löwenzahn-Inseln verwechselt werden).

Sonnenanbeter auf der Deichkrone Fährmannssand.

Binnendeichs: „Mama, warum ist das Gras auf der anderen Seite des Zauns immer grüner?!“

Weisst Du`s, Fremder ?

Ich weiss es doch auch nicht. – Mal sehen, ob ich mich heute traue, dieselbe Runde zu radeln.

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