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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Himmel über der Osterau-Aue, Bad Bramstedt.

Nach dem Motto „Auf Regen folgt Sonne – folgt …“ bietet sich der Himmel sonntäglich.

Der Morgen wird wärmer. Dost erreicht sein Blüh-Ende. Wo sind die Schmetterlinge?

Waren sie diesen Sommer hier, so zahlreich wie „üblich“?

Wir haben das Gefühl, dieses Jahr fast keine und wenn, nur einzelne, sowohl „in unberührter Natur“ wie in Gärten, z.B. an Schmetterlingssträuchern gesehen zu haben.

Auf dem Dost tauchen dann mit ansteigender Temperatur diverse Fliegen auf, ein paar Hummeln – ein einzelner Weissling flattert über das Wiesenareal.

Ist den Schmetterlingen die Saison durch die Schlagregen verhagelt?

Aber dann … ! ! !

Auf Brennnessel – was früher üblich, massenhaft bis lästig, ist heute ein Ereignis! Eine Raupe!

Ohne das Stachelteil näher angesehen zu haben, tippe ich mal auf Tagpfauenauge. Mein Raupenbuch informiert, dass auch die auf Dost sonst reichlich flatternden Arten Kleiner Fuchs und Admiral ähnlich „stachelige“ Raupen per Ei als Kinder in die Welt setzen.

Und da … ! ! !

Noch `ne Raupe! Die spinnt sich gerade ein.

Neben Intensivnutzung der Landschaft, „Reinlichkeit“swahn im Garten, Pestizide allüberall, akut und chronisch wirksam, zeigen diese, hier selten gewordenen Anblicke, was auch für „Blühwiesen“ gilt: NICHT alles abmähen, wann auch immer. Die verschiedenen Arten verschiedener Insektengruppen haben ganz unterschiedliche Entwicklungsansprüche. Wer was (alles) wegmäht, beseitigt im Zweifelsfall (scheinbar) ruhende Entwicklungsstadien.

Die Blühwiese tut es nicht allein, soweit sie nach dem Blühen geackert und neu bestellt wird, wie allzuoft zu erleben …

Diese Auwiese wird so bald nicht gemäht – der Boden ist quitschnass von vergangenen Schlagregen, teils steht Wasser knöcheltief in Mulden.

Halt – da war doch Bewegung! Blick erneut aufs Foto – war / ist da nichts mittendrin?

Sieh an!

Mein ebenfalls fotografierender Begleiter kann ergänzen: „Meiner“ ist einer von zwei Jungfüchsen, die die Wiese Richtung Osterau querten. Als sie uns bemerkten, so nehmen wir an, zogen sie sich auf gleichem Weg ins Gebüsch zurück.

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Im Beitrag vom 12. Mai hatte ich den aktuellen Zustand der Osterau im Wildpark Eekholt beschrieben. Hinweise auf Ablaichen der Forellen im Winter sowie der Flussneunaugen im Frühjahr auf den Kiesbetten waren zahlreich zu finden. Anregungen zu weiterer Verbesserung des Lebensraums wurden anschliessend mit den Beteiligten vereinbart.

Anders als in den Vorjahren wird es das „übliche“ große Wassercamp im Herbst mit mehreren Schulen aus organisatorischen Gründen der Unterelbeschulen 2023 nicht geben.

So wurden die Restaurierungs-Verabredungen für jeweils ein „kleines“ Camp im Juli sowie im September getroffen.

Neuer Kies wurde bestellt, von den Wildpark-Aktiven vor Ort vorbereitend als Depots geschüttet – besten Dank für die tatkräftige Unterstützung!

Es ist soweit, Juli-Wassercamp – da fahre ich hin (Fotos vom 12. Juli 2023).

Beim Start in Wedel – was ist wichtiger, Hoffnung auf Regen oder „gutes“ Wetter?

Im Wildpark Eekholt – ich bin früh. Es sind aber schon Frühere vor mir …

Abseits vom Trubel – Reste der Nacht – die Pfützen sickern langsam weg.

Treibselsammler – gute Wirkung, wie üblich weiter beobachten.

Erosionssand wird gehalten, wächst – je nach Abfluss und Örtlichkeit zu Flachwasserlebensraum oder / und flachem Wasser-Landübergang.

Nachschüttbare Punkte sind mit Kiesdepots gut beschickt.

Nach und nach lässt sich nach Abtrocknen und Besonnen ein (!?!) Insekt sehen (und noch ein paar [wenige!]) – hier ein Dickkopffalter, den irgendjemand bereits etwas lädiert hat. (Mit Glück einem Vogel entkommen?)

Am Vortag hatte eine Kurzzeitbesuchsgruppe bereits etliches Kiesvolumen „von oben nach unten“ bewegt.

Es ging nun darum, den Unterwasserteil gezielt als Lenkbuhne zu gestalten, im Winkel leicht gegen die Strömung, um das Prallufer bachab zu entlasten.

Den am bachab-Ende des Osterauwanderwegs liegenden Kies (hier: vorher) formen wir entsprechend um.

So entsteht das Gefühl für Praxis bei den künftigen Fachleuten – und geeigneter Lebensraum für Wirbellose, Laichplatz für interessierte Kieslaicher.

Für das Kleine Wassercamp im September wartet noch genug Kiesvolumen. Auch die neu gestalteten Punkte werden zu prüfen sein, ob ggf. Verbesserungen – ggf. Uferschutz am gegenüberliegenden Ufer nötig? – erforderlich sind.

Inzwischen – wir sind fast einen Monat weiter – wirken die erhöhten Abflüsse. Wir sind auf das Ergebnis gespannt.

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Angesichts (vorübergehend) erhöhter Abflüsse besuche ich bekieste Stellen an hiesigen Bächen, um die Wirkung unserer Aktivitäten zu prüfen, so auch an der Osterau.

Letztes Stück Anfahrt, Spuren … – unangepasste Fahrweise, Schlaglöcher, Regen-gefüllt.

Bewaldete Aue an der Osterau östlich Bad Bramstedt – das Auto gut auffindbar.

Saison des Springkrauts.

Spiegelungen im lichten Schatten.

Bei aller Idylle … – ringsum knackt und kracht es.

Als gegenüber eine gemischte Gruppe vorbeigeht, nehme ich an, die zerbrechen immer mal herumliegende Bruchäste – was für eine merkwürdige Idee angesichts fortwährender Geräusche.

Und „die Natur“?? – Pfeil und Oval kennzeichnen mir auffallende Bäume.

Umkreist, der Pfeilbereich links oben aus dem vorigen Foto – neu aufgenommen.

Da ist gerade mit Getöse die Kronenspitze der Erle abgebrochen, hängt weiter hoch oben im Baum.

Ich habe meinen Platz gewechselt, stehe etwa auf Höhe der „Knacker“ auf einer Kiesbank.

Da geschieht es. Der Baum gegenüber – ich habe mich neben einen starken Baumschutz (mehrere vertrauenerweckend aussehende „stille“ Bäume) gestellt – kracht ständig, neigt sich zunehmend, nimmt weiter Fahrt auf und …

… schlägt neben mir, hoch wellenschlagend, in die Osterau und auf dem diesseitigen Ufer auf.

Bei aller intensiven Wahrnehmung war ich doch nicht in der Lage, die heftige Wellenreaktion aufzunehmen –  im Bild nur das Ausklingen erahnbar.

Der Bruchkandidat, jetzt Sturzbaum, ist sauber gefallen. Mein Parknachbar ist verschont geblieben.

Sehr beeindruckend! – Drüben steht der Stumpf.

Das Wetter klart – vorübergehend – auf.

Ich gucke mir die Bekiesungen in der Strecke an.

Die machen sich allesamt prima. Es stellt sich immer wieder heraus, wie wichtig das Schütten von der oberen Böschungskante ist, bis sich ein halbstabiler Schüttwinkel einstellt.

Noch ein Bisschen umgesehen – alles so grün hier … – Ein seitlich der Osterau liegendes Stillgewässer ist flächig mit „Entenflott“ überzogen. Nur die Schwimmwege der Enten und anderen Getiers zeigen kleine Bahnen an.

Stonehenge in klein? Die speziellen, von der Lindengallmilbe verursachten Formen überraschen den Betrachter.

Auf dem Rückweg – alle anderen Schüttungen liegen gleich gut, wie diese frühere Haupterosionsstelle am Wanderweg.

Weitere Entwicklung wird interessiert verfolgt.

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An der Mühlenau, PI – den erhöhten Abfluss durch längeren Regen in der vergangenen Woche hatte ich am Schluss des vorigen Beitrags bereits mit Foto des dortigen Pegels gezeigt.

Als ich dort an der Fußgängerbrücke ankam, fragte ich zwei Frauen mit drei Hunden, ob Hundespaß im Wasser angesagt sei. Ja, sei es, aber nicht alle machten mit.

Na, mal sehen, diese beiden gucken jedenfalls schon ordentlich gespannt zu uns auf der Brücke.

Es kann ihnen nicht schnell genug gehen, bis der Ball fliegt.

Und dann …

WATSCHSCHSCH !!! – Der dritte im Bund, aus dem (N)Irgendwo, flog geradezu Richtung Ball, mitten in den Bach.

Der war so abgetaucht, dass ich noch gar nicht schätzen konnte, worum es sich handelt.

Sieh an, der Kleinste muss die ganze Arbeit machen, hat aber einen Mordsspaß dabei.

Bleibt zu erwähnen, dass wir mit unserer Lebensraumverbesserung, Kies im Schüttwinkel (und dann ggf. zusätzliches Strukturieren der Sohle), auch zur Erleichterung des Wildwechsels beitragen.

Die durch Ausbau und Unterhaltung übertiefen Bäche mit ihren oft genug beidseitig unnatürlich steilen Ufern machen es in den Bach gefallenen oder aktiven Ein- und Aussteigern wirklich schwer.

Besten Dank also, ihr Hunde, für das praktische Beispiel! (Die Schüttung im aktuellen Hundesport-Bereich ist angesichts der hohen Wasserführung nicht in den Fotos sichtbar.)

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Wir haben nasse und stürmische Tage hinter uns. Teils traf es flächig, teils punktuell. Die Wassermassen und größere Schäden wie anderswo gibt es hier im Norden glücklicherweise nicht zu verzeichnen … – …

– … die Schlammschlacht Wacken einmal aussen vor. Dort konnte dieses Jahr fast Wattwanderungsgefühl aufkommen, (26 m ü. NN, alte Bezeichnung) hoch auf der Geest.

Radel-Begeisterte sind weiter gut beraten, ihre längeren Strecken – oder spontane Kurz-Touren – nach Blick auf das Wetter-Radar zu starten.

Unten drunter hängt oben schonmal was Dunkles.

Mit Glück (oder Radargucken) ist das bereits vorbeigezogen.

Auch wenn es so prächtig aussieht wie hier – die rechte Seite scheint sich an der Geestkante zu stauen, daran längs zu laufen …

… ist angesichts der Geschwindigkeit der schnell ziehenden Wolken oft genug spontante Entscheidung sinnvoll.

Mein spezieller Wasserzustandsanzeiger, der Pferdetümpel, Wedel, Mittelweg, jedenfalls ist durch die wohl 4 Tage ziemlich durchgängigen Regens bodenbedeckt, gut gefüllt.

Nur kurz, Mai / Juni, lag er dieses Jahr vollständig trocken, was seit 2018 angesichts des seinerzeitigen Wetters sommerlich durchgängig Trockenheit bedeutete.

Die hiesigen Pegel der Bäche und kleinen Flüsse zeigen, nun abklingend, Wasserstände über Mittelwasser an. Der Wert „mittlere Hochwasser“ wurde nicht zur Hälfte erreicht.

Wo wir nun ständig das Wort „Schwammstadt“, Wasserrückhalt in der Landschaft hören, wollen wir uns frühere, naturgegebene Auensituation verdeutlichen. Die Statistik bedingte, dass mindestens ein jährliches Hochwasser flächig die Fliessgewässer-nahe Landschaft bedeckte, die Aue. Davon sind wir weit entfernt. – Ob wir das wieder wollen, hängt wohl von Lokalität, Nutzung und Meinungsbildung ab.

Das wird spannend.

Und schon hat der NDR-Wetterbericht das Sommer-Tabuwort heute, bisher regelhaft, genannt (sowas „tut man gewöhnlich nicht“!). Für morgen, Montag, nach Winddrehung und heftiger Zunahme der Windstärke: „Sturmflut“  – das kennen wir nominell nur von Herbst bis Frühjahr. Für Dienstag ist dann das „gute“ Sommerwort wieder benutzt: „höhere Wasserstände“ – gemeint ist „über mThw“, mittlerem Tidehochwasser. „Höhere Wasserstände“ – und auch niedrigere – haben wir am hiesigen Abschnitt der Elbe und dem Mündungsbereich ihrer Nebenflüsse mondbedingt ja jeden Tag. Wir nennen das Tide – im Gemeingebrauch „Gezeiten“, Ebbe und Flut. – Heimlich, so ganz nebenbei, hat wechselnde Windsituation übrigens bereits in den vergangenen Tagen gelegentlich zum Schliessen der Sturmflutsperrwerke an den Nebenflüssen geführt. Gut, wenn das funktioniert (und für starke Abflüsse aus dem Binnenland ggf. gut bemessene Pumpwerke Sicherheit garantieren).

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Der Himmel wird heller, wir warten das Ende des Schauers ab.

Die Hälfte unserer Fahrzeit ist vorüber. Wir entscheiden uns, zurückzufahren.

Boot 2 – unsere beiden Begleiterinnen können es kaum erwarten …

… preschen voran, als der Schauer vorüber ist, nun ostwärts auf dem Isebekkanal.

Hortensien über Teichrosen, Spiegelung.

Weitere Wasserfahrzeuge tauchen auf – Stand-up-Paddler.

Die Vogelwelt stört sich nicht an uns. – Der Haubentaucher ruht weiter.

Eine Hausente, reinweiss – erstaunlicherweise sahen wir unter den Stockenten keine Farbvarianten, wie sonst oft an städtischen Gewässern.

Durchblick …

Hamburg, Isebekkanal als Teil der Aussenalster, zu ehemaligem Mühlen-, heue Parkteich aufgestauter Stadtfluss.

Hamburg – das Venedig des Nordens …

3er mit Steuermann – eine weitere Bootsvariante.

Spiegelungen, eine Stadttaube forscht im Gelände.

Das ging schnell – ein böiger Schauer überfällt uns. Gut, dass es so viele Brücken in Hamburg gibt!

Nicht mehr weit bis zum Bootsverleih, noch eine Brücke …

Kurz vorm Anlegen, wieder trocken.

Die Boote liegen an Land. Eine neue, große Gruppe erhält ihre einführenden Erläuterungen.

Sichten des Fangs – nicht allzu viel, sicherlich dem Donnerstag geschuldet. Der liegt vom Müll-erzeugenden Wochenende etliche Sammeltage entfernt.

Gleichwohl … – Unser Boot ist Sieger.

Auf zur U-Bahn – über fußgängerunfreundliche Ampel.

Wieder Umsteigen an den Landungsbrücken – schnell ein Foto im Freien, bevor wir zur S-Bahn abtauchen.

Unsere Bahn fährt nur bis Blankenese. Da steigen wir Hochkamp aus, noch ein Bisschen sonnen.

Sonnen? – Na gut, eine Weile hält das Wetter noch.

Sonnenschein vor dunkler Wolkenwand – das wird doch nicht wieder …

Doch, dies ist der Tag der kurzen, aber intensiven Kleckerschauer.

Da gönnen wir uns was. Kleine Waldschänke, Klövensteen, Stopp auf der E-Mobil-Strecke S Rissen nach Wedel.

Es ist Matjeszeit – im Bild meine Variante, mit 3 verschiedenen Saucen. Genauer? Dill-, Senf-Honig-Sauce und Hausfrauen Art (Apfel-Zwiebel-Gurken-Sahnesauce).

„Green Kayak“ war für uns eine interessante Erfahrung, Hamburg auf dem Wasser zu erleben.

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Es sollte eigentlich 2022 losgehen. Idee: Müll sammeln vom Boot aus, „Green Kayak, Paddle for the Planet“ – Wunsch, Geschenkgutschein, alles da. Aber wie das so ist, … – fast geriet das Vorhaben ins Vergessen.

Dann eine Beschwerde, dieses Frühjahr „Wir haben überhaupt nicht …“ – Nicht lange überlegt, gebucht.

Die Rosen-Anzeige, Wedel, frühmorgens – die Nacht brachte ein Bisschen Regen, für Grün und Erdreich.

Zum Frühstück sieht es verlockend aus.

Wolkiges Intermezzo beim Start.

Wir staunen – am S-Bahnhof Rissen verfärbt sich bereits der Wein.

In Sülldorf sind „unsere Hamburger“ Mädels zusgestiegen. Wir wechseln an den Landungsbrücken von S- auf U-Bahn und gehen inzwischen die Isestraße Richtung Alster. – Grünes Hamburg!

Eine Vielzahl Stolpersteine erinnert Deutschland und die Welt an dunkle Zeiten in.

Von der U-Bahn Eppendorfer Baum zur Isebrücke ist es nicht weit.

Etwa 500 m von der Alster entfernt liegen die beiden Green Kayaks bereit.

Wir sind wettergemäß gekleidet – ein Troll wird uns vor Regen schützen.

Eine Schwimmweste ist für unter 16-Jährige Pflicht.

Ich bin drin …

Wir fahren westwärts, in den Isekanal hinein, dem Wind entgegen.

So haben wir zum Schluss Rückenwind – Erleichterung für uns (fast) Paddel-Laien. Die Zeiten unseres Super-Faltboots Pouch liegen allzu lange zurück.

Der Isebekkanal – Brücken, Grün, Bläss- und Teichhühner und Küken unterschiedlichen Alters.

Die Anlieger des Isebekkanals kann man heute, Dank Hamburgs intensiver Abwassersammel-, -speicher-, -ableitungs- und -reinigungsaktivitäten beglückwünschen. Nahezu überall, wo ein kleiner Uferstreifen hinter einem Gebäude existiert, liegen Privatboote, existiert eine Einstiegsmöglichkeit.

Früher war der Isebekkanal eins der schmutzigsten Gewässer Hamburgs angesichts Mischkanalisation in der Kernstadt. Bei Schlag- und Starkregen fasste das „Sielsystem“ die Menge nicht – „Regenabschlag“ ging in den Kanal. Was da so benannt ist, ist real selbstverständlich je nach Regenmenge „verdünntes Abwasser“. – Wie Heinz Erhardt so nett über Italienurlaube sagte, konnte man auch hier in Hamburg an Gewässern „alte Bekannte“ wiedertreffen. (Die allerdings traf man nicht nach Starkregen in Binnengewässern, sondern draussen im Meer an Italiens Küsten. – Das Prinzip der langen Leitungen, häufig in gefällereichen Ländern mit relativ kurzen Flüssen, auch z.B. in Großbritannien praktiziert, galt allzu lange, liess Kläranlagenbau als weniger wichtig erscheinen. – Gut, dass diese Zeiten vorbei sind.)

Vorbei an Teichhuhnküken …

… das zweite Boot folgt, spähen wir aufmerksam auf die Wasseroberfläche.

Spiegelungen, Blässhuhnnest mit erwachsenen und jungen Blässhühnern ringsum.

Vorbei an Seerosen, …

… der Müllgreifer immer griffbereit.

Unser erster Fang – gar nicht leicht, wassergefüllte Flaschen an Bord zu bekommen.

Oh, dieses Licht-und-Schattenspiel – nicht einfach, Blässhuhn und Stockente darin zu fotografieren.

Noch `ne Brücke – es ist soweit!

Ein heftiger Schauer peitscht das Wasser. Gut, sich unter einer Brücke aufhalten zu können.

Hier bleiben wir, warten ab, bis der Schauer vorübergezogen ist. – Der zweite Teil mit dem Ergebnis der Tour folgt demnächst.

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Linear extrem angefressene Ufer angesichts fehlenden Wurzelschutzes liessen uns an eine seit Langem angedachte Strecke ziehen. Dort findet sich auch noch eine bisher unbekieste, lange, steile Raue Rampe (s. vorher / nachher im vorigen Beitrag) und das Erfordernis Laichbetten in der Wüstenei anzulegen.

Ich treffe etwas später ein.

Die anderen Beteiligten sind seit wohl einer halben Stunde bereits aktiv.

Gerade wird unmittelbar mit dem Kipper ins Ufer geschüttet.

Da kommt auch schon der nächste Transport, während ich noch anwandere.

Wo Bäume fehlen, an dieser Strecke oft diesseits, steht ein steiles Ufer am übertiefen Bach.

Dies trägt bei höheren Abflüssen fortwährend zu überhöhter Erosion bei, deren Feinprodukte die Strecke bachab belasten.

Da lässt sich gegensteuern.

Direktes Schütten.

Oha, alles drin …

Wenn Wiesenoberfläche etwas abbekommen hat, wird das gen Wasser- / über die Uferkante geschoben.

Aus dem geschütteten Überschuss entnimmt der Bagger Material …

… und platziert es am Ufer gegenüber.

Das ist je nach Menge und lokaler Situation mal mehr oder mal weniger. – Hier konnte wegen großer Überbreite kein Uferschluss erreicht werden. Da wird später unten per Hand nachgearbeitet.

Grundsätzlich werden erste Schaufeln direkt vom Bagger entnommen und …

… teils einzeln, teils mehrfach punktuell diesseits abgelegt.

Am gegenüberliegenden Ufer ist eine ältere per Muskelarbeit hergestellte Lenkbuhne erkennbar. Sie zeigt deutlich die Niedrigwassersituation: Verfärbung des Kieses im, nun frei liegenden, Niedrig- bis Mittelwasserbereich.

Selbstverständlich müssen wir beachten, ob Einleitungen vorhanden sind. Diese, hier bachauf einer Überfahrt, sind freizuhalten.

Dafür legen wir bachab, nicht zuletzt aus Erosionsschutzgründen an den Wangen, eine Rausche an.

Wir sind weiter bachauf gezogen, schütten alle noch vorhandenen Kiesmengen im oberen und mittleren Bereich der steilen, langen Rauen Rampe sowie unmittelbar bachab als ausgleichenden Abschluss.

Dies war „die letzte Lieferung“ – 75 t Kies haben wir eingebracht.

Der erste Treckerfahrer ist bereits „durch“, nun ist die Arbeit hier auch für den zweiten abgeschlossen.

Der Bagger bearbeitet die Schuttungen wie zuvor anderswo beschrieben – hier, unter alten Buchen, wie unter einem Kuppeldach.

Aufnehmen …

… und drüben platzieren.

Wir legen auch die Mitte mit Kies zu, stauen angesichts der Steilheit der Rauen Rampe keine Nutzflächenbereiche ein.

Auch bachab der Rauen Rampe ist der Uferschutz hergestellt. Der Bagger fährt ab.

Blick aus der Kühle des Kuppeldachs in sengende Freifläche.

Feierabend, am späten Freitag Vormittag. – Was für ein schicker Unruhestand!

Ich gehe die Strecke noch ab, finde alles gelungen.

Einzelne Schmetterlinge finden Blüten – hier ein Ochsenauge auf Distel.

Ganz am Ende der Strecke höre ich ein Platschen, gucke genauer hin – wenn das man nicht eine gern und oft genutzte Otterrutsche ist …

Ordnung muss sein. – Alle Tore werden geschlossen.

Das feuerrote E-Mobil erwartet mich im Schatten – nicht überheizt.

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Und noch einmal ging es los, 3 Sättel Kies à 25 t sollten lebensraumförderlich in die Mühlenau, PI, eingebracht werden.

Steile Raue Rampe, oberes Drittel – noch unbehandelt.

Wir geben im Überschuss Kies der von Kieslaichern meistgenutzten Kornfraktion 16-32 mm darüber, am Ende des oberen Drittels und bachab „als Auffang“ hinzu.

So sieht das nach Bekiesen aus – diesseits per Mulde geschüttet, mit dem Bagger teils gegenüber, teils mittig platziert.

Selbst dieser geringe Abfluss zeigt seine Spieleigenschaften, räumt den mittig gelegten Kies sukzessive ab – zeigt uns über die Zeit, wo der Bach den Kies gern hätte. Höhere Abflüsse werden auch die seitlichen Depots verschwinden lassen.

Ein kleiner Eindruck über Größe und Zeit – nach getaner Arbeit fährt ein Trecker mit seiner Kippmulde ab, Feierabend. (Der zweite Trecker mit Mulde ist bereits abgefahren. Der Bagger platziert letzten, geschütteten Teilkies um.)

Wie klein doch unser Großgerät angesichts der beeindruckenden Baumkulisse ist. Welches Geschehen diese mehr als 100 Jahre alten Buchen und Eichen wohl schon erlebt haben ? ! Alte Erlen, Eschen und Weiden sowie jüngerer Wuchs charakterisieren ebenfalls diesen Baumsaum an der Mühlenau, mit Büschen und Stauden eine beeindruckende Artenvielfalt.

Mehr über den gesamten Arbeitseinsatz gibt es in den nächsten Tagen zu sehen.

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Jetzt wissen wir es also, der Jetstream mittig quer über Deutschland hält uns von Hitze derzeit verschont. Es regnet sogar mal – allerdings in solchem (geringfügigem) Maß, dass zwar der Boden und das Grün (ggf. auch man selbst) nass wird, in den Bächen aber weiterhin nichts ankommt. – Die Pegel scheinen intakt.

Auf dem Elbdeich – was für ein Schaf, bedacht, mit guter Aussicht.

Für diesen Starenschwarm liegt und guckt es allerdings falschrum, wird von hinten überrascht.

Über Fährmannssand bewegter Himmel, unten (im Vergleich zu den Wolken) Schwalben – deren Brutsaison scheint hervorragend verlaufen. Sie tummeln sich in Scharen.

Hinterm Elbdeich Richtung Hetlingen, Deichschafe und Rinderherde.

Wie will ich weiter … – der Weg dieser Tour ergibt sich beim Radeln.

Je weiter ich komme – keine Frage mehr, über Holm einen Bogen zu schlagen …

Auf dem Elbdeich Hetlingen, Blick in die „schöne Richtung“ – ich fahre dieselbe Strecke zurück, die ich kam.

Auf der Deichverteidigungsstraße gen Wedel – mit Rückenwind. Bildbearbeitung ist doch was Feines: links den Nord-Aspekt habe ich weggeschnitten.

Höhe Vogelstation, Gänse auf Marschwiesen – am Horizont über Wedel … Da scheint ordentlich was runterzufallen.

Für mich ist das dortige Wetter vorbei, -gezogen.

Nicht mehr weit, Theaterschiff Batavia und alter Wasserturm Wedel am Horizont – neue, vorbeiziehende Front.

Während ich, gemütlich radelnd, das – vorbeigezogene – Wetter beobachte, trifft mich doch ein Tropfen, treffen mich mehrere …

Oha, da überholt mich „Wetter“ gerade von hinten …

Also Tritt in die Pedale …

Geesthang Wedel, Batavia, alter Wasserturm – nicht mehr weit …

Das hat mal wieder geklappt. Es schüttet dann kurz ganz ordentlich, als ich im Haus angekommen bin.

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